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Gasmaske mit Sprecheinrichtung Bekanntlich sind zur Zeit Bestrebungen
im Gange, Gasmasken mit einer Sprecheinrichtung zu versehen, durch die sich der
Maskenträger dergestalt mit seiner Umgebung verständigen kann, daß eine Abnahme
der Gasmaske nicht mehr erforderlich ist.
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Nachstehender Vorschlag hierzu geht darauf hinaus, eine solche Umkonstruktion
der Gasmaske auf eine zweckmäßige Abänderung des auswechselbaren Filtersatzes zu
beschränken und die äußere Form derselben so zu wahren, daß sie auch weiterhin in
die dazugehörige Maskenbüchse paßt.
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Zu diesem Zweck wird der auswechselbare Filtersatz dergestalt ausgestanzt,
daß er einem am Einsatzgewinde und im Filterboden befestigten Sprechtrichter, sei
er nun aus Metall, Holz oder Werkstoff, die Eingliederung in die Filterschicht gestattet,
wobei seine Länge mit dem Filterboden möglichst abschneiden soll. Ein dort in den
Sprechtrichter einzuschiebendes oder einzuschraubendes Verschlußstück, sei es ein
geeigneter Deckel oder ein Zapfen, soll dabei das Eindringen von Gasen, Dämpfen,
Rauch oder von Flüssigkeiten verhindern. Beim Sprechen wird nun dieses Verschlußstück
vom Sprecher mittels einer durch den Sprechtrichter führenden dehnbaren Zugvorrichtung
(Spiralfeder, Gummistrang u. dgl.) herausgezogen oder -geschraubt und an einem Zugring
oder Knopf so lange festgehalten, bis der Sprecher wieder schweigt. In demselben
Augenblick läßt der Sprecher das Verschlußstück wieder in seine ursprüngliche Anordnung
im Sprechtrichter zurückgleiten, damit er das Eindringen gesundheitsschädlicher
Substanzen in die Gasmaske verhindert. Bei
Verwendung z. B. eines
mit gleicher oder ähnlicher Filterschicht ausgerüsteten Trichterzapfens wäre eine
Ummantelung desselben mit Gummischwamm, Filz oder Schwebstoff ein zweckmäßiges Abwehrmittel,
wenn es auch auswechselbar gestaltet wäre. Zur Beseitigung oder Abschwächung von
Schalldämpfungen kann der Sprechtrichter dazu mit einem Resonanzboden ausgestattet
werden, vielleicht mit einer zweckmäßigen Ummantelung seiner Außenwand. Es sind
auch andere Lösungen möglich.
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Vornehmlich bliebe nun die Aufgabe zu lösen, wie das gesprochene Wort
nach außen dringen kann, wenn das über dem Einsatzgewinde befindliche Einatemv entil
beim Sprechen den Weg der Schallfortpflanzung versperrt und das Ausatemventil die
Lautstärke zerflattern läßt, weil sie vom Sieb der Vorkammer behindert wird.
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Daher wird vorgeschlagen, der Stimme des Maskenträgers den Weg ins
Freie dadurch zu ebnen, daß das Einatemventil mittels eines geeigneten und jeweils
selbsttätig wirksam werdenden Mechanismus beim Sprechen in die Höhe gehoben wird.
Wird daher die für das Verschlußstück des Sprechtrichters vorgesehene dehnbare Zugvorrichtung
über dem Kreuzträger des Einsatzgewindes mit einem gabelförmigen Hebelsystem versehen,
so gewinnt man einen sowohl nach unten wie nach oben wirksam werdenden Schleusenmechanismus,
wenn man durch die Gasmaske sprechen will. Hierbei wäre allerdings darauf zu achten,
daß die Dehnbarkeit der Zugvorrichtung nicht so kräftig ist, daß sie die Abdichtung
der Gasmaske bzw. den 'Maskensitz am Gesicht des Sprechers beeinträchtigt. Ist nun
die Sprechzeit beendet, so läßt der Sprecher den in der Hand oder nur mit einem
Finger festgehaltenen Zugring los, und das Verschlußstück schlüpft von selbst wieder
in seine Ruhelage im Sprechtrichter zurück. Gleichzeitig fällt dann auch das durch
eine zwei- oder mehrzinkige Gabel in die Höhe gehobene Einatemventil in seine Normallage
zurück. Dieser Vorgang vollzieht sich also vollkommen selbsttätig, so daß es nur
einer leicht erlernbaren Atemtechnik des Sprechers bedarf (vielleicht ähnlich der
des Schwimmers unter Wasser), beim Gebrauch der Sprecheinrichtung nicht davon abzuweichen.
Es soll also beim Sprechen nicht zugleich Atem geschöpft werden. Da beim Sprechen
stets Luft ausgestoßen wird, kann mit Gas oder Rauch gefüllte Luft nicht zugleich
in .den Trichter bzw. in die Gasmaske eindringen.
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Die Abbildungen zeigen folgendes Ausführungsbeispiel Abb. i Querschnitt
(noch nicht schraffiert) durch einen in die Gasmaske einzuschraubenden Filtersatz,
in dessen Mitte ein Sprechtrichter eingebaut ist und durch den eine dehnbare Zugvorrichtung
(in Strichpunktlinien angedeutet) führt, wobei das Einatemventil aufgestülpt ist;
Abb. a Querschnitt (noch nicht schraffiert) durch einen in diesen Sprechtrichter
einschiebbaren Filterzapfen, in dessen Mitte eine Hülse als Lager für eine dehnbare
Zugvorrichtung eingefügt ist, die zugleich die verschiedenen Filterschichten zusammenhält.
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Die Durchmesser des Sprechtrichters bzw. des Filterzapfens sind hierbei
nur schematisch dargestellt. Sie wären selbstverständlich so zu gestalten, daß das
Einatemvolumen des Sprechers nicht beeinträchtigt wird, bei Neuanfertigungen könnte
das Einsatzgewinde gegebenenfalls einen größeren Durchmesser erhalten.
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Im einzelnen stellen dar: Mit a. ist der auswechselbare Filtersatz
bezeichnet, dessen nicht schraffierte Filterschichten durchDoppellinien abgegrenzt
sind. Das in die Gasmaske einschraubbare Gewinde ist mit b angedeutet und mit c
ein darin angeordnetes Hebelsystem, auf dessen längerem Arm eine zwei- oder mehrzinkige
Gabel d sitzt. Ist nun der kürzere Hebelarm mit der Zugvorrichtung e, an der ein
Filterzapfen f hängt, zweckmäßig verbunden, so heben die Zinken der Gabel d das
darüber befindliche Einatemventil g dergestalt in die Höhe, daß die Stimme des Maskenträgers
nach außen dringen kann, wenn mittels der Zugvorrichtung zugleich der Filterzapfen
f aus dem Sprechtrichter herausgezogen wird. Umgekehrt erfolgt die Wiederherstellung
der Normallagen dieser Zubehöre gleichzeitig, wenn der Zugringi vom Sprecher losgelassen
wird. Dieser Zugring i kann auch an einem Verschlußdeckel k angeordnet sein und
die Form eines Knopfes haben.
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Mit L ist eine im Filterzapfen feingebaute Hülse als
Lager für die Zugvorrichtung (in Strichpunktlinien angedeutet) bezeichnet und mit
in eine etwa notwendige, vielleicht schwammähnliche Ummantelung des Filterzapfens.
lt ist die Innenwand des Sprechtrichters, und mit lal ist schließlich noch
ein etwa notwendig werdender Resonanzboden angedeutet, um die Reichweite der Stimme
des Maskenträgers zu verstärken. Dazu könnte selbstverständlich für gewisse Zwecke
auch eine Verlängerung des eingebauten Sprechtrichters beitragen, doch wäre solche
dann kaum mehr in der Maskenbüchse unterzubringen.