DE92086C - - Google Patents

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DE92086C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/48Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances fibrous materials
    • H01B3/485Other fibrous materials fabric

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
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  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 39: Horn und plastische Massen.
CH. J. GRIST in LONDON.
Isoiirzwecke u. s. w. geeigneten Masse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Januar 1896 ab.
Bei Herstellung der wasserdichten Ueberzugmasse verfährt Erfinder wie folgt: In Leinöl oder ein anderes trocknendes OeI, welches durch Erhitzen mit Oxydationsmitteln bereits theilweise oxydirt sein kann, werden nach dem Erkalten ■ gereinigte und getrocknete Fasern getaucht. Man erhält geeignete Fasern durch Auskämmen von Jute, Hanf, Baumwolle oder Faserstoffen sonstigen vegetabilischen. oder animalischen Ursprunges, die sich in einzelne mehr oder weniger gleichartige Einzelfasern zerlegen lassen. Dieselben werden zunächst von allen ihnen etwa anhaftenden schädlich wirkenden fremden Beimischungen gereinigt und dann gelockert ausgebreitet, um sie unter dem Einfiufs von heifser Luft ganz trocken zu machen, da jede Spur vorhandener Feuchtigkeit den Erfolg des Verfahrens beeinträchtigen würde.. Die gereinigten und getrockneten Fasern werden nur auf einen Augenblick in das zum Theil oxydirte OeI eingetaucht und gleich wieder herausgenommen — darauf ist besonders zu achten — und kommen dann in eine Centrifuge, welche das den Fasern nicht wirklich anhängende OeI abschleudert. Wenn die Fasern hiernach aus der Centrifuge herausgenommen werden, so wird man finden, dafs jede einzelne Faser in Zwischenräumen mit kleinen Oelkügelchen bedeckt ist, die daran festkleben. Die Fasern werden auf Drahtgewebe oder eine geeignete andere, durchbrochene oder netzartige Fläche ausgebreitet und hier der Einwirkung eines heifsen Luftstromes ausgesetzt, der durch ein geeignetes Gebläse hindurchgeschickt wird, wobei die Fasern etwa jede Stunde einmal gewendet werden, bis jedes Oeltheilchen an denselben getrocknet und oxydirt ist. Nachdem dies geschehen, werden sie wiederum in das Oelbad eingetaucht und derselben Behandlung wie vorher unterworfen, welcher Vorgang dann noch zum dritten und letzten Male wiederholt wird. Die dreimalige Behandlung in vorbeschriebener Weise genügt, um die Fasern vollständig mit dem oxydirten Oelüberzuge zu versehen, und es wäre nicht nur unnöthig, sondern auch schädlich, wollte man den Vorgang noch weiter wiederholen, weil die Fas'ern dadurch übersättigt würden, dafs der heifse Luftsirom nicht mehr im Stande wäre, das Ganze genügend zu oxydiren, wodurch dann das erzielte Product werthlos für die Zwecke der Erfindung werden würde. Nun mahlt man die überzogenen trockenen Fasern (am besten in einer Walzenmühle), bis sie eine homogene Masse bilden; diese wird hierauf mit oder ohne Zusatz von Schwefelpulver zwischen nicht erwärmte Quetschwalzen gebracht, wobei Acht zu geben ist, dafs die Masse nicht warm wird, was man dadurch verhindert, dafs man sie dann und wann mittelst eines Abstreichmessers abstreift. Nachdem die Masse gehörig vermischt ist, wird dieselbe wieder in kaltem Zustande unter Zugäbe von Ocker, Schüttgelb oder anderen Farbstoffen nochmals zwischen den Quetschwalzen verarbeitet; die sich jetzt ergebende tafelförmige Masse ist gebrauchsfertig und kann aufbewahrt werden, bis sie ihre Verwendung finden soll.
(2. Auflage, ausgegeben am 28. April i8g8.)
Sollen damit Kleidungsstücke, Bettdecken oder dergl. wasserdicht gemacht werden, so werden die Tafeln von neuem durch die Walzen geschickt und dann in Naphta, Terpentin oder ein anderes Lösungsmittel eingetaucht, um schliefslich nach vorsichtigem Entfernen der überschüssigen Lösungsflüssigkeit durch die Quetschwalzen in eine weiche, geschmeidige Masse übergeführt zu werden, die unter Anwendung von Druck leicht an dem zu überziehenden Gegenstande festklebt. Sie kann in beliebigen Dicken auf die betreffenden Gegenstände aufgelegt und mittelst Walzkalander damit vereinigt werden, wonach das Ganze schon innerhalb einiger Stunden für den Gebrauch fertig ist; auf feinere Gegenstände wird die Masse, wie in Gummifabriken üblich, in dünnen Schichten mittelst eines Streichmessers aufgestrichen.
Bei Bereitung der Masse für Isolirzwecke wird während des Mahlens und Quetschens der Masse ein gröfserer Procentsatz an Schwefel — zwischen 15 und 20 pCt. — zugegeben und dann, nachdem dieser gehörig in die Masse eingearbeitet ist, 5 bis 25 pCt. Guttapercha oder andere die Zähigkeit vermehrenden Stoffe ebenfalls wieder unter Benutzung von Quetschwalzen beigemischt und das Ganze dann durch Kalander in Platten oder Tafeln ausgewalzt, welche für weitere Benutzung aufbewahrt werden. Dieselben können je nach Bedürfnifs auch noch vulcanisirt werden. Wo es nothwendig wird, die Platten weich und geschmeidig zu machen, werden dieselben mit Naphta, Terpentin oder einem anderen geeigneten Lösungsmittel, wie oben schon erläutert, behandelt.
Das fertige Material wird auf bekannte Weise auf elektrische Leitungsdrähte gebracht, die man dann durch eine Heifsluftkammer laufen läfst, um etwa noch anhaftende Theile des Lösungsmittels zu verdampfen. Schliefslich unterwirft man die überzogenen Drähte noch dem VuI-canisirungsverfahren in bekannter Weise.
Das nach, vorliegendem Verfahren erzielte Material widersteht allen klimatischen Einflüssen, ist der Abnutzung nicht ausgesetzt, wird nicht brüchig, ist biegsam und geschmeidig, kann leicht hergestellt werden und ist für seine jeweiligen Zwecke ohne Schwierigkeit und grofsen Zeitaufwand zu verwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung einer für wasserdichte Ueberzüge sowie für Dichtungs- und Isolirzwecke u. s. w. geeigneten Masse aus trocknendem OeI, darin bestehend, dafs man in das OeI eventuell nach vorherigem Erwärmen einen gereinigten Faserstoff eintaucht, aus diesem alsdann in der Centrifuge den gröfsten Theil des aufgenommenen Oeles wieder abschleudert, so dafs an den dadurch gelockerten Fasern nur ganz kleine Oeltheilchen hängen bleiben^ worauf man diese mittelst eines hindurchgeführten Luftstromes oxydirt, denselben Vorgang alsdann mehrere Male wiederholt und schliefslich die so gewonnene oxydirte Oelmasse sammt den Fasern quetscht und verarbeitet.
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