DE918138C - Verfahren zum Veredeln von Oberflaechen - Google Patents
Verfahren zum Veredeln von OberflaechenInfo
- Publication number
- DE918138C DE918138C DEA14843A DEA0014843A DE918138C DE 918138 C DE918138 C DE 918138C DE A14843 A DEA14843 A DE A14843A DE A0014843 A DEA0014843 A DE A0014843A DE 918138 C DE918138 C DE 918138C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- plastic
- gellable
- polyvinyl chloride
- carrier
- donor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 15
- 238000007670 refining Methods 0.000 title claims 2
- 239000004033 plastic Substances 0.000 claims description 20
- 229920003023 plastic Polymers 0.000 claims description 20
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 16
- 229920000915 polyvinyl chloride Polymers 0.000 claims description 5
- 239000004800 polyvinyl chloride Substances 0.000 claims description 5
- MQIUGAXCHLFZKX-UHFFFAOYSA-N Di-n-octyl phthalate Natural products CCCCCCCCOC(=O)C1=CC=CC=C1C(=O)OCCCCCCCC MQIUGAXCHLFZKX-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- BJQHLKABXJIVAM-UHFFFAOYSA-N bis(2-ethylhexyl) phthalate Chemical compound CCCCC(CC)COC(=O)C1=CC=CC=C1C(=O)OCC(CC)CCCC BJQHLKABXJIVAM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 2
- 235000011837 pasties Nutrition 0.000 claims description 2
- 239000004014 plasticizer Substances 0.000 claims description 2
- 239000002904 solvent Substances 0.000 claims description 2
- 229920002472 Starch Polymers 0.000 claims 1
- 239000012876 carrier material Substances 0.000 claims 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims 1
- 230000009972 noncorrosive effect Effects 0.000 claims 1
- 235000019698 starch Nutrition 0.000 claims 1
- 239000008107 starch Substances 0.000 claims 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims 1
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 5
- 239000011888 foil Substances 0.000 description 4
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 3
- 239000004753 textile Substances 0.000 description 3
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 2
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 2
- 239000000499 gel Substances 0.000 description 2
- 238000007646 gravure printing Methods 0.000 description 2
- 239000002985 plastic film Substances 0.000 description 2
- 229920006255 plastic film Polymers 0.000 description 2
- 238000007639 printing Methods 0.000 description 2
- 244000130402 Waltheria indica Species 0.000 description 1
- 230000001464 adherent effect Effects 0.000 description 1
- 238000004026 adhesive bonding Methods 0.000 description 1
- 238000004040 coloring Methods 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 238000001879 gelation Methods 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 239000000758 substrate Substances 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D—PROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D5/00—Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures
- B05D5/06—Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures to obtain multicolour or other optical effects
- B05D5/061—Special surface effect
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D—PROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D5/00—Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures
- B05D5/02—Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures to obtain a matt or rough surface
Landscapes
- Laminated Bodies (AREA)
- Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
Description
- Verfahren zum Veredeln von Oberflächen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Veredelung von Oberflächen beliebigen Werkstoffs für technische und Dekorationszwecke.
- Es ist bekannt, Werkstoffe verschiedenster Art staubförmiger, körniger, faseriger oder haariger Struktur auf die Oberflächen von Gegenständen aus denselben oder anderen Werkstoffen aufzukleben. Die hierfür verwendeten Klebstoffe eigneten sich nicht in jedem Fall, z. B. beim Kleben auf bestimmte Kunststoffe, oder sie sind nicht wasserfest, zu teuer oder hatten andere Nachteile.
- Bei dem Verfahren der Erfindung wird nun auf die zu behandelnde Oberfläche gelierfähiger Kunststoff in pastöser Form aufgetragen, nach Aufbringen des Deckwerkstoffs zum Gelieren gebracht und schließlich die dadurch nicht zum Haften gebrachten Teile des Deckwerkstoffs abgestrichen. Von besonderem Vorteil ist das Verfahren der Erfindung bei der Behandlung von Oberflächen aus Kunststoff, auf dem die üblichen Klebstoffe im allgemeinen nicht haften. Wenn dieser mit dem gelierfähigen Kunststoff chemisch verwandt ist, so bildet er nach der Gelierung mit seiner Kunststoffunterlage eine Einheit, die den Deckstoff wasserfest mit dem Werkstoff der Unterlage verbindet.
- Man kann den gelierfähigen Kunststoff nur stellenweise, beispielsweise im Tiefdruckverfahren, auftragen und dadurch auf Kunststoffolien für Dekorations- und technische Zwecke Muster aller Art erzeugen. Da die Deckwerkstoffe erhaben aus der Unterlage hervorragen, kann man nach dem Verfahren der Erfindung behandelte Oberflächen nach Einfärbung auch zu Druckzwecken verwenden.
- Bei Oberflächen aus solchen Werkstoffen, die mit dem gelierfähigen Kunststoff chemisch nicht verwandt sind, empfiehlt es sich, den gelierfähigen Kunststoff in solcher Stärke aufzutragen, daß der Trägerschicht nur noch die Rolle einer praktisch bedeutungslosen Unterlage zukommt. Es ist auch möglich, diese Unterlage schließlich zu entfernen, beispielsweise in einem den gelierfähigen Kunststoff nicht angreifenden Lösungsmittel zu lösen; so daß das Erzeugnis nur noch aus denn gelierfähigen Kunststoff besteht.
- Für die Wahl des Deckstoffs besteht jede Freiheit. Er kann aus Textilien, Glas-, Metall-, Leder-oder Holzstaub, jeder Stoff für sich beliebig gefärbt, bestehen. Der Deckstoff kann körnige, faserige oder haarige Struktur haben. Im letzteren Fall können die Fasern oder Haare in bekannter Weise beim Aufbringen elektrostatisch gerichtet werden.
- Ein und dieselbe Oberfläche kann nacheinander mehrmals nach dem Verfahren der Erfindung unter Anwendung jeweils anderer oder andersgefärbter Deckstoffe behandelt werden, so daß z. B. ein mehrfarbiges Muster erzeugt wird.
- Man kann auch sämtliche Flächen eines Gegenstandes, z. B. eines Bekleidungsstückes, in gleicher Weise behandeln und ihm dadurch das Aussehen des Gegenstandes aus dem Deckstoff geben. Wenn man z. B. einen Kunststoffregenmantel nach dem Verfahren der Erfindung allseitig mit Lederstaub belegt, so erhält er das Aussehen eines Ledermantels.
- Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele beschrieben. Eine Folie aus Polyv iny lchlorid wird im Tiefdruckverfahren mustergemäß mit einer Paste aus gelierfähigem Kunststoff bedruckt, und zwar wird eine Paste aus Polyvinylchlorid unter Zusatz von Weichmachern, wie Dioctylphthalat, verwendet. Nach dem Bedrucken wird auf die Folie Textilstaub aufgeblasen, der nur an den bedruckten Stellen haftet, sonst aber abfällt. Hiernach wird die Folie kurzzeitig auf i8o° erhitzt, wodurch die Paste geliert und sich mit der ihr chemisch verwandten Kunststoffolie vereinigt. Schließlich wird die Folie leicht gebürstet, um die Reste der nicht haftenden Textilstaubteile abzustreifen. Die haftengebiebenen Teile ragen erhaben aus der Folie hervor. Diese Folie kann beispielsweise als Tischdecke Verwendung finden. Auch kann eine Folie aus Polyvinylchlorid ganz mit einer Paste aus gelierfähigem Kunststoff bestrichen werden. Danach wird auf die Folie Lederstaub aufgebracht, der auf der gesamten Folie haftenbleibt und sich bei kurzzeitiger Erhitzung, bei welcher die Paste geliert und mit der Kunststoffolie vereinigt, fest mit der Folie verbindet. Diese Folie kann beispielsweise zur Verarbeitung als Mantel dienen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Veredeln von Oberflächen durch Auftragen eines oder mehrerer Deckwerkstoffe staubförmiger, körniger, faseriger oder haariger Struktur, dadurch gekennzeichnet, daß auf die zu behandelnde Oberfläche, gegebenenfalls auch nur teilweise als Muster, ein gelierfähiger Kunststoff in pastöser Form aufgebracht, z. B. aufgedruckt, sodann der Deckwerkstoff aufgetragen und anschließend der gelierfähige Kunststoff, beispielsweise durch Erhitzen, erstarren gelassen wird und schließlich die dadurch nicht zum Haften gebrachten Deckwerkstoffteile abgestrichen werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein dem Trägerwerkstoff chemisch verwandter, geberfähiger Kunststoff verwendet wird. 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Polyvinylchloridfolie als Trägerunterlage und einer gelierfähigen Paste aus Polyvinylchloarid und einem Weichmacher, z. B. Dioctylphthalat. q.. Verfahren nach Anspruch i, dahin abgeändert, daß bei Oberflächen von Stoffen, die mit dem gelierfähigen Kunststoff chemisch nicht verwandt sind, der geberfähige Kunststoff in einer die Dicke des Trägers übertreffenden Stärke aufgetragen wird und dieser gegebenenfalls, z. B. durch ein den gelierfähigen Kunststoff nicht angreifendes Lösungsmittel, entfernt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, 2, 3 oder q., dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche zwei- oder mehrmals nacheinander mit jeweils anderen oder andersgefärbten Deckstoffen behandelt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA14843A DE918138C (de) | 1951-12-25 | 1951-12-25 | Verfahren zum Veredeln von Oberflaechen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA14843A DE918138C (de) | 1951-12-25 | 1951-12-25 | Verfahren zum Veredeln von Oberflaechen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE918138C true DE918138C (de) | 1954-09-20 |
Family
ID=6923297
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA14843A Expired DE918138C (de) | 1951-12-25 | 1951-12-25 | Verfahren zum Veredeln von Oberflaechen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE918138C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1198382B (de) * | 1961-07-31 | 1965-08-12 | Herbig Haarhaus A G Koeln | Verfahren zum Bedrucken von Unterlagen aus Metall, Glas, Keramik u. dgl. |
-
1951
- 1951-12-25 DE DEA14843A patent/DE918138C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1198382B (de) * | 1961-07-31 | 1965-08-12 | Herbig Haarhaus A G Koeln | Verfahren zum Bedrucken von Unterlagen aus Metall, Glas, Keramik u. dgl. |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3883517T2 (de) | Plüschtexturaufweisendes, mehrfarbiges flockenübertragungsblatt und dessen herstellungsmethode, wobei vorgefärbte flocken benutzt werden. | |
| DE108320T1 (de) | Verfahren zum aufbringen einer dekorfolie. | |
| DE1769981C3 (de) | ||
| US3694296A (en) | Three dimensional artistic design construction and method of producing same | |
| DE1045353B (de) | Verfahren zum Verzieren einer Bahn, insbesondere einer Gewebebahn | |
| DE918138C (de) | Verfahren zum Veredeln von Oberflaechen | |
| US3031324A (en) | Transfer and method of making the same | |
| DE2708842C3 (de) | Verfahren zum farblichen Gestalten einer auf einem Gegenstand aus Blech, Kunststoff oder Pappe aufgebrachten Beflockungsschicht | |
| DE870815C (de) | Verfahren zur Dekoration der Oberflaechen von thermoplastischem Material, insbesondere Polyvinylchlorid | |
| DE1446695A1 (de) | Textiles Schichtmaterial aus Kunstharz | |
| US1979084A (en) | Process of producing spotted effects on novelties, etc. | |
| US1658015A (en) | Decorated glass and method of making same | |
| DE975459C (de) | Verfahren zur Herstellung eines im Griff trockenen Kunstleders | |
| AT133514B (de) | Dünnelackartige oder politurartige Überzüge auf biegsamen Materialien. | |
| DE1932056A1 (de) | Verfahren zur UEberfuehrung eines Bildes durch ein Bindemittel auf eine Bildempfaenger-Flaeche | |
| DE957602C (de) | Verfahren zur Herstellung von Folien | |
| US951879A (en) | Process of making imitation art-glass. | |
| DE2502704A1 (de) | Oberflaechendekormaterial | |
| DE632890C (de) | Verfahren zum Herstellen von Kautschukgegenstaenden mit eingebetteten Mustern | |
| DE437223C (de) | Verfahren zur Herstellung von Luxuspapier | |
| DE356894C (de) | Verfahren zur Wiedergabe mehrfarbiger Bilder | |
| DE588767C (de) | Verfahren zum Herstellen von Druckformen, insbesondere zur Erzielung aquarell- oder pastellaehnlicher Wirkungen | |
| AT164358B (de) | Verfahren zur Herstellung von Mosaikbildern und Ornamenten aus Federn | |
| KR920000846B1 (ko) | 칼라메탈릭 전사지 제조방법 | |
| CH651785A5 (en) | Method of structuring the surface of material in leaf or sheet form |