DE913675C - Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Phasendifferenz zweier Wechselspannungen gleicher Frequenz - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Phasendifferenz zweier Wechselspannungen gleicher Frequenz

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DE913675C
DE913675C DEA2510D DEA0002510D DE913675C DE 913675 C DE913675 C DE 913675C DE A2510 D DEA2510 D DE A2510D DE A0002510 D DEA0002510 D DE A0002510D DE 913675 C DE913675 C DE 913675C
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Dr Karlheinz Senckel
Dr Heinz Thiede
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R25/00Arrangements for measuring phase angle between a voltage and a current or between voltages or currents

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Phasendifferenz zweier Wechselspannungen gleicher Frequenz Es ist bekannt, die Phasendifferenz zweier Wechselspannungen auf einem Braunschen Rohr durch einen Strich von bestimmter Neigung abzubilden, indem aus Teilspannungen der beiden Ursprungsspannungen oder diesen selbst Resultierende durch Summen- oder Differenzbildung erzeugt werden, die für jede Phasendifferenz der Ursprungsspannungen untereinander gleiche Phase haben und den Ablenksystemen des Braunschen Rohres zugeführt werden. Das jeweilige Größenverhältnis der Amplituden der Resultierenden bestimmt die Strichneigung.
  • Bei Änderung der Phasendifferenz der Ursprungsspannungen ändern sich die Amplituden der Resultierenden nach sin-Funktionen. Bisher war es üblich, deren gegenseitige Phasenverschiebung zu go" zu wählen und die Amplituden der sin-Funktionen gleich groß zu machen. Der Endpunkt des Strich es bewegt sich dann auf einem Kreise, und die Neigung des Striches gegen die Nullage ist jeweils halb so groß wie der gegenseitige Phasenwinkel der Ursprungsspannungen.
  • Diese Eigenschaft der bekannten Phasenmeßanordnung hat Nachteile bei der Anwendung auf Einrichtungen zur Richtungsbestimmung von Schallwellen od. dgl., die mit zwei in bestimmtem Abstand voneinander angeordneten Empfängern arbeiten und die Phasenverschiebung zwischen den Empfängern als Maß für die jeweilige Einfallsrichtung der Schallwellen ausnutzen. Durch das bisherige Verfahren zum Erzeugen der Ablenkspannungen ergibt sich dort für eine bestimmte Empfängerbasis, d. h. für ein gegebenes Xrerhältnis zwischen Empfängerabstand und Wellenlänge der zum Peilen benutzten Schallwellen, eine ganz bestimmte Abhängigkeit zwischen dem Einfallswinkel der Schallstrahlen und der Neigung des Strich es am Braunschen Rohr und damit auch eine durch die Empfängerbasis im voraus fest vorgegebene Meßgenauigkeit. Diese ist außerdem nicht proportional, sondern durch ein Sinusgesetz, das den Einfallswinkel der Schallstrahlen und die Phasendifferenz an den Empfängern verknüpft, verzerrt. Eine hohe Meßgenauigkeit ist daher bei den bekannten Einrichtungen nur mit einer entsprechend großen Basis zu erreichen.
  • Das Vergrößern der Basis ist aber einerseits mit einer sperrigen und schweren Bauart und bei Schiffen mit einem erhöhten Fahrwiderstand verbunden und führt andererseits zu Mehrdeutigkeiten der Anzeige, sobald der Empfängerabstand größer wird als eine halbe Wellenlänge der zum Peilen benutzten Schallwellen.
  • Um nun durch Vergrößern des Abbildungswinkels am Braunschen Rohr eine erhöhte Meßgenauigkeit zu erzielen, trotzdem aber Eindeutigkeit der Anzeige zu gewährleisten, war man bisher gezwungen, außer einer großen Empfängerbasis zur Feinpeilung eine kleine Empfängerbasis zur Grobpeilung vorzusehen. Es wurde dann in der Weise verfahren, daß zunächst mit Hilfe der Grobpeilung die Empfängerbasen in die Front der Schallwellen, d. h. in die Nullage, eingestellt und sodann mit Hilfe der großen Empfängerbasis die etwa noch bestehende Abweichung von der Nullage ermittelt und die genaue Einstellung vorgenommen wurde. Eine hohe Meßgenauigkeit ist bei den bekannten Peilanlagen der vorliegenden Art somit nur durch wesentliche Vergrößerung der Anlage und erhöhten Aufwand an wertvollen Werkstoffen zu erzielen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Messen von Phasendifferenzen zu schaffen, die auf einfache Weise eine weitgehende Beeinflussung der Abhängigkeit zwischen Meßgröße und Abbildungsgröße am Braunschen Rohr und insbesondere eine Steigerung der Meßgenauigkeit unter Wahrung der Eindeutigkeit der Anzeige ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß gleichphasige Ablenkspannungen verwendet werden, deren Amplituden in Abhängigkeit von der zu messenden Phasendifferenz sich nach sin-Funktionen ändern, die ungleiche Amplituden und/oder eine von go" abweichende Phasendifferenz aufweisen, so daß sich der Endpunkt des Striches auf einer Ellipse bewegt. Mit der Abweichung vom Kreis ist gleichzeitig eine entsprechende Unproportionalität zwischen dem Phasenwinkel und dem Abbildungswinkel am Braunschen Rohr verbunden, so daß bestimmte Teile des Meßbereiches mit erhöhter, andere Teile dagegen mit verringerter Genauigkeit abgebildet werden.
  • Dies läßt sich erfindungsgemäß ausnutzen, um besonders interessierende Teile des Meßbereiches mit der gewünschten Meßgenauigkeit abzubilden, ohne daß hiermit ein erhöhter Aufwand und die Gefahr einer Mehrdeutigkeit der Anzeige verbunden ist.
  • Umgekehrt besteht auch die Möglichkeit, eine etwa bestehende Unproportionalität zwischen der eigentlichen Meßgröße und der Phasendifferenz, wie z. B. bei der Richtungsbestimmung von Schallwellen die Sinus abhängigkeit zwischen dem Einfallswinkel der Schallstrahlen und der Phasendifferenz an den beiden Empfängern, durch die entsprechend eingestellte elliptische Funktion zwischen Phasendifferenz und Abbildungswinkel weitgehend zu kompensieren, um so zu einer annähernd proportionalen und möglichst winkeltreuen Abbildung der gesuchten Einfallsrichtung der Schallstrahlen zu gelangen.
  • Damit die Drehung des Striches von der Nullage aus nach beiden Seiten gleichmäßig erfolgt, muß die Ellipse, auf der sich die Endpunkte des Schwingungsstriches bewegen, symmetrisch zur Nullage liegen, was sich entweder durch Wahl entsprechender Lage der zum Ablenken benutzten, von den Ursprungsspannungen abgeleiteten Spannungen oder durch Einführen einer künstlichen Phasenverschiebung zum Drehen der Nullage in eine der Achsenrichtungen der Ellipse erreichen läßt.
  • Um bei der Richtungsbestimmung von Schallwellen sowohl den Vorteil einer hohen Meßgenauigkeit als auch einer winkeltreuen Abbildung zu haben, kann die Ableitung der Ablenkspannungen durch elektrische Umschaltung der Ableitschaltung so geregelt werden, daß zunächst in einer Grobstufe mit einer angenähert winkeltreuen Abbildung und dann im Bereich der Nullage mit gesteigerter Meßgenauigkeit gearbeitet wird.
  • Die Erzeugung der als Ablenkspannungen dienenden gleichphasigen Resultierenden kann beispielsweise derart erfolgen, daß aus jeder der beiden Ursprungsspannungen zwei verschiedene gegeneinander phasenverschobene Spannungen abgeleitet werden, derart, daß zwischen den abgeleiteten und den Ursprungsspannungen die Beziehung besteht, daß im Vektorbild, von den urspünglichen oder dazu um einen beliebigen Winkel gedrehten Spannungen aus gesehen, die Abgeleiteten der einen Ursprungsspannung Spiegelbilder der Abgeleiteten der anderen Ursprungsspannung darstellen und daß die Resultierenden aus jeweils spiegelbildlichen Spannungen zur Ablenkung im Braunschen Rohr benutzt werden.
  • Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß entsprechende Punkte der abgeleiteten Spannungen geerdet werden können, womit Erdsymmetrie hergestellt ist. Ferner kann man durch Anordnung von zwei getrennten Schaltanordnungen für die beiden Ursprungsspannungen jede unerwünschte Kopplung vermeiden. Ein besonderer Vorteil dieses Verfahrens ergibt sich ferner dadurch, daß man durch Resonanzüberhöhung am Braunschen Rohr eine Ablenkspannung erzielen kann, die um ein Vielfaches größer ist als die Ursprungsspannungen.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt, Abb. I zeigt eine Vorrichtung zur Richtungsbestimmung von Schallwellen in schematischer Darstellung, Abb. 2 Vektordiagramme der Schaltung nach Abb. I, Abb. 3 die Anzeige am Braunschen Rohr für ein Vektordiagramm nach Abb. 2 in schematischer Darstellung, Abb. 4 Schaukurven zur Veranschaulichung der Wirkungsweise der Schaltung nach Abb. I für ein Vektordiagramm nach Abb. 2, Abb. 5 a bis 5c Skalen zur Abbildung am Braunschen Rohr, Abb. 6 und 7 Vektorbilder zur Erzeugung einer Abbildung nach Abb. gb und 5 c, Abb. 8 eine Schaltung entsprechend Abb. 1 mit schaltbaren Abbildungsarten des Phasenwinkels, Abb. g eine besondere Schaltung, Abb. 10 ein dazugehöriges Vektordiagramm, Abb. II und 12 ein weiteres Ausführungsbeispiel in Schaltbild und Diagramm.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Abb. I in Verbindung mit einer Einrichtung zur Richtungsbestimmung von Schallwellen, z. B. auf Schiffen, dargestellt. Die dort gezeigte Schaltung zur Erzeugung der Ablenkspannungen hat' zwar bestimmte Vorteile in Verbindung mit einer Phasenanzeige nach der Erfindung, ist aber nur als Beispiel aufzufassen. I und 2 sind zwei Schallempfänger, z. B. Magnetostriktionsschwinger, die auf eine bestimmte Frequenz von z. B.
  • 20 kHz abgestimmt sind. Die Empfänger sind in festem horizontalem Abstand angeordnet und gemeinsam um eine in der Zeichnung nicht mit dargestellte senkrechte Achse drehbar. Der Mittenabstand zwischen den Empfängern sei gleich der Hälfte der Wellenlänge A der Schallwellen. Dann ist bei einem Einfallswinkel e der Schallwellen die Phasendifferenz der Schwingungen an den beiden Empfängern s rr sin Q, wie durch die Schaukurve 2I (Abb. 4) veranschaulicht.
  • Die Phasendifferenz f zwischen den beiden Empfängern I und 2 ist also ein Maß für den Einfallswinkel e der Schallstrahlen und wird mit einem Braunschen Rohr 3 zur Anzeige gebracht. Hierzu werden die beiden Schwingungen von den Empfängern I und 2 nach Verstärkung in Verstärkern 4 und 5 je einer Stromverzweigung 6 bzw. 7 mit Widerständen 8 bis II und 12 bis 15 zugeführt.
  • Die Empfänger können auch unter Fortlassung der Verstärker 4, 5, die dann in die Leitungen der Ablenkspannungen eingeschaltet werden, direkt mit den Widerstandschaltungen verbunden werden. Es ist dann, wenn keine Zwischenübertrager verwendet werden, einpolige Erdung der Empfänger notwendig bzw. zulässig, was in gewissen Fällen von Vorteil sein kann.
  • Von den einzelnen Stromzweigen werden jeweils zwischen den beiden Widerständen Spannungen abgegriffen und den Platten der beiden um go" gegeneinander versetzten Ablenkplattenpaare I6, I7 bzw.
  • I8, 19 zugeführt, und zwar an jedes Plattenpaar je eine Abgriffsspannung von beiden Stromverzweigungen 6 und 7. Die Widerstände der Stromverzweigungen sind so gewählt, daß, wie im Vektorbild der Abb. 2 beispielsweise dargestellt, die Ursprungsspannungen A bzw. B in je zwei Teilspannungen a, b und c, d bzw. i, f und g, h zerlegt werden, und zwar derart, daß die beiden demselben Plattenpaar des Braunschen Rohres zugeführten, von den Ursprungsspannungen A, B abgeleiteten Spannungen b und h bzw. d und f dem Betrage nach gleich sind und gleich große, im Vorzeichen jedoch entgegengesetzte Phasenverschiebungen a, ß gegen zu ihren Ursprungsspannungen A, B um einen willkürlich gewählten Winkel 8 verdrehte Strahlen S aufweisen. Dadurch wird erreicht, daß die im Braunschen Rohr gebildeten Differenzvektoren aus b und h, d und f für jede beliebige Phasendifferenz zwischen den Ursprungsspannungen A, B miteinander in Phase sind. Derartige Ablenkspannungen rufen, wie bekannt, am Braunschen Rohr eine strichförmige Ablenkung 20 hervor, wobei die Neigung des Striches 20, auf eine bestimmte Nullage bezogen, von der Phasendifferenz y und damit auch von dem Einfallswinkel g der Schallstrahlen abhängig ist und als Maß hierfür benutzt werden kann. Bei von o bis 360" sich ändernder Phasendifferenz dreht sich der, Strich 20 am Braunschen Rohr um I80". Dabei liegt am einen Plattenpaar die Spannung 2. L1 sin und am anderen Plattenpaar die Spannung 2. worin L, und L2 die Längen der Vektoren b und h bzw. d und f bedeuten. Die Endpunkte des Striches 20 bewegen sich demnach auf einer Ellipse. Die Lage des Striches ist gegeben durch Abb. 3 zeigt die Ellipse E für das Vektordiagramm Abb. 2. Daraus ist die Lage des Striches 20 bzw. die Größe des Abbildungswinkels W in Abhängigkeit von der Phasendifferenz p zu erkennen.
  • Sind z. B. die Phasenverschiebungen a, ß der beiden abgeleiteten Spannungen gleich und L1 = L2, so fällt die Nullage (e = o) mit einer der beiden Ellipsenachsen zusammen, d. h. die Ellipse ist zur Nullage symmetrisch.
  • Die elliptische Funktion zwischen Phasendifferenz und Abbildungswinkel läßt sich ausnutzen, um die Unproportionalität zwischen dem Einfallswinkel g der Schallstrahlen und der Phasendifferenz f zu kompensieren und dadurch eine nahezu winkeltreue Abhängigkeit zwischen dem Abbildungswinkel ap am Braunschen Rohr und dem Einfallswinkel e der Schallstrahlen zu erzielen. Die Kurve 22 in Abb. 4 zeigt die bei einem Spannungsdiagramm gemäß Abb. 6 erzielte Kompensation der Sinusab'hängigkeit nach Kurve 21 bzw. die Angleichung an die anzustrebende proportionale Abhängigkeit nach der Geraden 23. Umgekehrt kann durch entsprechende Ellipsen statt einer Entzerrung der Sinusabhängigkeit auch eine weitere Verzerrung hervorgerufen werden z. B. derart, daß der Strich für kleine Phasendifferenzen sehr schnell und für die größeren Phasendifferenzen bis I800 nur sehr langsam dreht. Die Kurve 24 (Abb. 4) zeigt die Abhängigkeit des Abbildungswinkels ap von dem Einfallswinkel e der Schallstrahlen bei einem Spannungsdiagramm gemäß Abb. 7. Abb. 5a bis 5c zeigen die für die Drehung des Schwingungsstriches sich ergebenden e-Skalen für proportionale Abbildung der Phasendifferenz gemäß Kurve 21, für Kompensation der Sinusfunktion gemäß Kurve 22 und für erhöhte Meß- genauigkeit im unteren Meßbereich gemäß Kurve 24.
  • Abb. 6 und 7 zeigen zu Abb. 5 b und 5c gehörige Vektorbilder. Zweckmäßig werden, wie in Abb. 8 veranschaulicht, zwei wechselweise benutzbare Stromverzweigungsanordnungen 25, 26 und 27, 28 vorgesehen, von denen die eine für alle auftretenden Phasendifferenzen etwa gleiche Meßgenauigkeit, die zweite dagegen für kleine Phasendifferenzen eine erhöhte Meßgenauigkeit aufweist. Mit der ersten Anordnung wird zunächst die ungefähre Richtung der Schallwellen gemessen, sodann wird die aus den beiden Empfängern I, 2 bestehende Basis in die Front der Schallwellen gedreht und die Phasendifferenz nochmals, jedoch jetzt mit der zweiten Anordnung gemessen. Diese kombinierte Grob- und Feinmessung war bisher nur unter Verwendung von zwei oder mehr verschiedenen Empfängerbasen möglich.
  • Durch das neue Verfahren wird daher die Anlage wesentlich vereinfacht und verbilligt.
  • Außerdem ist, im Gegensatz zu den bekannten Verfahren, auch bei der Feinpeilung allein schon volle Eindeutigkeit der Anzeige gewährleistet, da sich auch hier der Strich am Braunschen Rohr bei einer gesamten Änderung der Phasendifferenz der Eingangsspannungen von 360" nur um insgesamt I80" dreht.
  • Falls daher auf die proportionale bzw. winkeltreue Abbildung kein Wert gelegt wird, wie das bei Ermittlung der Richtung durch Einstellen der Basis in die Nullage der Fall sein kann, kann auf die Grobpeilung ganz verzichtet werden.
  • Statt zwei verschiedene, zwischen die Ausgangsspannungen und das Braunsche Rohr wechselweise einschaltbare Doppelstromverzweigungen vorzusehen, können auch entsprechend kontinuierlich oder sprunghaft durch eine gemeinsame Stellvorrichtung veränderbare Wechselstromwiderstände vorgesehen sein.
  • Diese verschiedenen Maßnahmen können auch in Kombination angewandt werden.
  • Leicht berechnen und praktisch leicht verwirklichen lassen sich Ellipsen E mit f = = o unter 45°. Bedingung hierfür ist, daß die beiden Phasenverschiebungen a"B und die Beträge der vier abgeleiteten Spannungen bzw. L1 und L2 gleich sind. Die Stärke der Elliptizität hängt dabei von der Größe der Winkel a und p ab.
  • Für a = p = 45" geht die Ellipse in einen Kreis über, was der üblichen Abbildungsart entspricht.
  • Ellipsen mit q9 = o unter o bzw. 90" erhält man für a = 0, p = 3s 900. Die Elliptizität hängt von dem Verhältnis L,: L2 ab.
  • In allen diesen Fällen kann die Spiegelachse S für die Vektoren von o bis 360" gedreht werden. Form und Lage der Ellipse werden dadurch nicht verändert, sondern lediglich die Lage der abgeleiteten Spannungen zu den Ursprungsspannungen und damit die zur Ableitung erforderlichen Widerstände. Man hat es somit in jedem Fall in der Hand, die Spiegelachse S so zu legen, daß sich günstige Werte für die Widerstände ergeben.
  • Abb. g zeigt eine besondere Schaltung zur Erzielung einer strichförmigen Ablenkung. Dabei ist in jedem Zweig der beiden Stromverzweigungen je ein ohmscher, ein kapazitiver und ein induktiver Widerstand vorgesehen, um eine Resonanzüberhöhung zu erzielen.
  • Wie aus dem zugehörigen Vektordiagramm Abb. 10 zu ersehen ist, sind die Ablenkspannungen hierbei größer als die Ursprungsspannungen A, B.
  • Abb. 11 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem die abgeleiteten Spannungen nicht in Stromverzweigungen gewonnen werden, sondern aus demselben Stromzweig, indem dieser mit entsprechenden Wechselstromwiderständen 29, 30 bzw. 3I, 32 versehen ist. Erdsymmetrie kann man durch Erdung der zwischen den Widerständen liegenden Punkte 33, 34 erzielen.
  • Abb. 12 zeigt ein Vektordiagramm zu der Schaltung Abb. II. Darin sind A, B die gleich großen oder auf gleich große Amplitude zurückgeführten Ursprungsspannungen, die im Schaltbild Abb. II durch Spannungsquellen 35, 36 angedeutet sind. k und nt sind die von A X und o die von B abgeleiteten Spannungen. Als Spiegelachse S sind hier die Ursprungsvektoren angenommen, obwohl die Spiegelachse auch dagegen' verdreht werden kann. Die beiden spiegelbildlichen Vektoren n, k mit der Phasenverschiebung GS bzw. - <3 gegen S sowie m, o mit der Phasenverschiebung y bzw. - y gegen S werden je einem der beiden Plattenpaare zugeführt, so daß im Braunschen Rohr 3 die resultierenden Spannungen n-k und m-o wirksam sind.
  • Für ungleichen Betrag der Paare abgeleiteter Spannungen k, ii und und, o und/oder eine gegenseitige Phasenverschiebung der aus derselben Ursprungsspannung abgeleiteten Teilspannungen, die von go" abweicht, ergibt sich eine Ellipse.
  • Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Beispiele beschränkt. Insbesondere kann die Ableitung der Ablenkspannungen aus den Ursprungsspannungen auch auf andere Art und Weise erfolgen, z. B. durch Anordnung von parallel geschalteten Transformatoren mit anschließenden elektrischen Verzögerungsgliedern.
  • Bei zur Nullage (? = o) nicht symmetrischen Ellipsen wird zweckmäßig durch Einführung einer künstlichen Phasenverschiebung die Nullage in eine der Achsenrichtungen der Ellipse gedreht. Die Regelung der Meßgenauigkeit kann auch in mehr als zwei Stufen erfolgen. Es ist auch möglich, die vier abgeleiteten Spannungen jede unter sinngemäßer Anwendung der Erfindung auf ein Plattenpaar des Braunschen Rohres zu geben, so daß sich insgesamt vier Plattenpaare ergeben, von denen je zwei senkrecht und waagerecht hintereinanderstehen.
  • Schließlich kann die Erfindung auch zur Phasenmessung für andere Zwecke als die der Peilung benutzt werden. Sie hat aber besondere Bedeutung für die Peilung auf Schiffen mittels Unterwasserschalles.
  • Dabei kann natürlich auch in Verbindung mit mehreren Empfängerbasen gearbeitet werden. Die Peilung kann dabei entweder nach der Echomethode, sie kann aber auch durch Abhorchen fremder Schallprellen, z. B. fremder Schiffsgeräusche, mit einer auf eine bestimmte Frequenz abgestimmten Empfangsanordnung oder durch Signalgebung von Schiff zu Schiff erfolgen.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Phasendifferenz zweierWechselspannungen gleicher Frequenz mit einem Braunschen Rohr als Anzeigegerät, insbesondere zur Richtungsbestimmung von Schallwellen, bei dem aus den Ursprungsspannungen, deren Phasendifferenz gemessen werden soll, bzw. aus dazu in fester Phasen- und Größenbeziehung stehenden Teilspannungen, Resultierende durch Summen- oder Differenzbildung erzeugt werden, die für jede Phasendifferenz der Ursprungsspannungen untereinander übereinstimmende Phase aufweisen und die den Ablenksystemen (Spulen- oder Plattenpaaren) des 13raunschen Rohres zur Erzeugung eines geradlinigen Schwingungsbildes zugeführt werden, dessen Neigung ein Maß für die zu messende Phasendifferenz ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplituden der Resultierenden sich in Abhängigkeit von der zu messenden Phasendifferenz nach sin-Funktionen ändern, die ungleiche Amplitude und/oder eine von go" abweichende Phasendifferenz aufweisen, so daß sich der Endpunkt des Ablenkstriches auf einer Ellipse bewegt und der Strich sich nach einer nichtlinearen Funktion in Abhängigkeit von dem zu messenden Phasenwinkel dreht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ursprungsspannungen, deren Phasendifferenz gemessen werden soll, an einer aus Wechselstromwiderständen in Reihen- und/oder Parallelschaltung zusammengesetzten Schaltung liegen, die Abgriffe zur Verbindung mit den Ablenksystemen des Braunschen Rohres aufweist, durch die jedem Ablenksystem Teilspannungen zugeführt werden, deren eine von der einen und deren andere von der anderen Ursprungsspannung abgeleitet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselstromwiderstände, denen die beiden Ursprungsspannungen zugeführt werden, zwei getrennte Schaltanordnungen bilden.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ursprungsströme zwei voneinander getrennten Stromverzweigungen zugeführt werden, die keine gemeinsamen Widerstandsglieder aufweisen.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Punkt der Ursprungsspannungen geerdet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur wahlweisen Einstellung der Gestalt der Ellipse und damit der Funktion für die Drehung des Striches in Abhängigkeit von der zu messenden Phase die Wechselstromwiderstände über einen gewissen Bereich regelbar oder umschaltbar ausgebildet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere Wechselstromwiderstände veränderlich ausgebildet oder mit Abgriffen versehen sind, um wechselweise mit winkeltreuer Abbildung oder erhöhter Meßgenauigkeit im unteren Meßbereich arbeiten zu können.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung des Striches eine über den Meßbereich ungleichmäßig verteilte, stellenweise gesteigerte Meßgenauigkeit ergibt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nullage des Ablenkstriches mit einer der Hauptachsen der Ellipse zusammenfällt und die Drehung des Striches für Änderungen des zu messenden Phasenwinkels von gleichem Betrage und entgegengesetztem Vorzeichen symmetrisch zur Nullage erfolgt.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ablenkspannungen aus Paaren je zweier gleicher Teilspannungen, deren jede aus einer anderen der beiden Ursprungsspannungen abgeleitet ist, zusammengesetzt sind und daß die Summen der Phasenverschiebungen (al + ßl bzw. a2 + ß2) der aus ein und derselben Ursprungsspannung abgeleiteten beiden Teilspannungen gegen die betreffende Ursprungsspannung übereinstimmen.
    Angezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 447 I90; französische Patentschrift Nr. 822 465; Elektrische Nachrichtentechnik, 1937, 5. 307ff.
DEA2510D 1939-10-27 1939-10-27 Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Phasendifferenz zweier Wechselspannungen gleicher Frequenz Expired DE913675C (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1228202B (de) * 1957-04-08 1966-11-03 Bendix Corp Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Zeitdifferenz zwischen dem Eintreffen zweier Impulse durch Phasenvergleich

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FR822465A (fr) * 1936-06-01 1937-12-30 Materiel Telephonique Systèmes de transmission de signaux électriques

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