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Dosierschnecke, insbesondere für Mischmaschinen Es ist bereits bekannt,
Mischmaschinen mit Hilfe einer Schnecke zu beschicken, welche in einem Gehäuse läuft
und das Mischgut dem Mischtrog in abgemessenen Mengen zuführt. Die Fördermenge der
Schnecke hängt hierbei theoretisch von der inneren Reibung des Gutes, der Drehzahl
der Schnecke und dem Volumen des letzten Schneckenganges ab, den die Schnecke gefüllt
hält. Sie ist aber in der Praxis auch dann kleiner als der errechnete Wert, weil
sich ein Teil des Mischgutes in den Schneckengängen festzusetzen und hierdurch das
wirksame Gangvolumen zu vermindern pflegt. Hierdurch entstehen natürlich unregelmäßige
und auch empirisch nicht heherrschbare Schwankungen der Förderung.
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Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil, der besonders stark bei
fettigem oder ölhaltigem Fördergut auftritt, dadurch beseitigt, daß man die Schnecke
mit einem feststehenden Kern ausrüstet.
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Das Mischgut, welches sich stets zuerst in den Winkeln zwischen Kern
und Schneckengängen festzusetzen versucht, wird dann von der Schnecke bei jeder
Umdrehung vom Kern wieder abgestreift und hierbei durch die relative Bewegung zwischen
Schnecke und Kern so locker gehalten, daß sich auch an den Wänden der Schnecke keine
Krusten mehr bilden können. Natürlich wird hierbei durch die Verkleinerung der umlaufenden
Flächen und die gewollte Auflockerung des Mischgutes die Förderleistung etwas geringer.
Aber sie wird so konstant, daß eine wirklich einwandfreie Dosierung sichergestellt
ist.
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Durch die Erfindung wird es sogar möglich, mehrere Mischkomponenten
in vorbestimmtem Mengenverhältnis mittels einer einzigen Dosierschnecke abzumessen
und vorzumischen. Zu diesem
Zwecke braucht man der Schnecke lediglich
ein in der Förderrichtung ansteigendes Gangvolumen zu geben und dieses steigende
Gangvolumen schrittweise mit den einzelnen Mischkomponenten aufzufüllen. Das Gangvolumen
einer Schnecke hängt bekanntlich vom Außendurchmesser, der Steighöhe sowie der Breite
und Tiefe der einzelnen Schneckengänge ab. Ein steigendes Gangvolumen läßt sich
also durch wachsenden Durchmesser, wachsende Steighöhe oder sinkende Wandstärke
bzw. zunehmende Tiefe der Einschnitte bzw. durch eine beliebige Kombination dieser
Maßnahmen erzielen.
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Am besten arbeitet man mit zylindrischer Mantelfläche und kegelförmigem
Kern, d. h. steigender Einschnittiefe.
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Die Zeichnung zeigt im Vertikalschnitt zwei Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung.
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Gemäß Fig. I läuft die bandförmige Schnecke I innerhalb des rohrförmigen
Gehäuses 2, über welches links der Silo 3 gesetzt ist, aus dem das abzumessende
Mischgut zufließt. Dabei umkreis die von der Welle 4 angetriebene und rechts mit
dieser Welle verschweißte Schnecke den feststehenden, zylindrischen Schneckenkern
6, welcher mit der Rückwand 7 des Rohres 2 verschraubt ist. Zur Lagerung der Welle
4 dienen die Lager 5 und 5a. Das abgemessene Mischgut fällt durch die Öffnung8 in
den Mischtrog g, dessen Mischvorrichtung nicht gezeichnet ist. Zur Versteifung ist
die Schnecke I am linken Ende mit einem Ring ii verschweißt und mit drei, um je
I200 gegeneinander versetzten Stegen 12 ausgerüstet. Benutzt man hierzu Stahlstäbe,
welche mit jedem einzelnen Schneckengang verschweißt sind, so kann man die Stege
I2 relativ dünn halten, so daß sie den Füllungsgrad der Schnecke nicht merklich
beeinträchtigen. Um das stete Nachrutschen des Füllgutes aus dem Silo 3 sicherzustellen,
kann man im Silo 3 einen Rüttler oder ein umlaufendes Stabkreuz I3 vorsehen, das
über den Kettentrieb 14 von der Welle 4 mit angetrieben wird.
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Während die Vorrichtung nach Fig. I nur eine einzige Mischkomponente
abmißt, werden durch die Vorrichtung nach Fig. 2, in der gleiche Teile mit den gleichen
Ziffern bezeichnet sind, zwei getrennte Mischkomponenten in vorbestimmtem Mengenverhältnis
abgemessen und vorgemischt. Diesem Zwecke dient eine Schnecke 1a mit steigendem
Gangvolumen. Letzteres ist dadurch erzielt, daß die Schnecke und der feststehende
Schueckenkern 6a konische Gestalt besitzen. Hierdurch wird gleichzeitig die Stabilität
der Schnecke Ia so erhöht, daß man die in Fig. 1 gezeichneten Stege entbehren kann,
wenn das Mischgut keinen- allzu hohen Förderwiderstand leistet.
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Der Silo 3 ist durch eine verstellbare Trennwand I5 in zwei Abteilungen
3a und 3 aufgeteilt, in welche die beiden getrennten Mischkomponenten eingefüllt
werden. Unter dem Siloteil 3a füllt sich die Schnecke mit der lersten Mischkomponente,
und wenn die Trennwand 15 beispielsweise so eingestellt ist, daß das Gangvolumen
des letzten, unter dem Siloteil 3a befindlichen Schneckenganges 750/0 vom Gangvolumen
des letzten, unter dem Siloteil 31 liegenden Ganges der Schnecke 1a besitzt, so
können aus dem rechten Siloteil 3b nur noch die restlichen 25 °/o des Gesamtfördervolumens
mitgenommen werden. Die beiden Komponenten der Siloteile 3a und 3 werden dann also
im Verhältnis 3: I aus diesen Siloteilen entnommen und im vorgemischten Zustande
dem Mischtrogg zugeführt. Dieses Abmeßverhältnis läßt sich durch eine Verschiebung
der Trennwand 15 nach rechts oder links in weiten Grenzen regulieren und wird dann
bei einmal gewählter Stellung der Trennwand betriebsmäßig überraschend genau eingehalten.
Der Mischtrog g kann natürlich auch durch irgendeine andere Vorrichtung ersetzt
werden.
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Die Erfindung hat sich besonders für die Mischung von gebrauchtem
und frischem Formsand in Gießereien bewährt. Da der gebrauchte Formsand meist etwas
ölhaltig ist, pflegt er in den Winkeln von normalen Förderschnecken meist rasch
Krusten zu bilden, welche die Genauigkeit der Abmessung stark beeinträchtigen. Durch
Benutzung des feststehenden Kernes 6, 6a wird dieser Nachteil mit Sicherheit beseitigt
und eine gleichmäßigeDosierung gewährleistet.
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PATENTBNSPRCHE: 1. Dosiervorrichtung; insbesondere für Mischmaschinen,
bestehend aus einer Schnecke, die in einem Gehäuse umläuft und aus einem Silo gefüllt
gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß diese Schnecke (1a, I) mit einem feststehenden
Kern (6, 6a) ausgerüstet ist.