DE91059C - - Google Patents
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- DE91059C DE91059C DENDAT91059D DE91059DA DE91059C DE 91059 C DE91059 C DE 91059C DE NDAT91059 D DENDAT91059 D DE NDAT91059D DE 91059D A DE91059D A DE 91059DA DE 91059 C DE91059 C DE 91059C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65B—MACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
- B65B1/00—Packaging fluent solid material, e.g. powders, granular or loose fibrous material, loose masses of small articles, in individual containers or receptacles, e.g. bags, sacks, boxes, cartons, cans, or jars
- B65B1/30—Devices or methods for controlling or determining the quantity or quality or the material fed or filled
- B65B1/36—Devices or methods for controlling or determining the quantity or quality or the material fed or filled by volumetric devices or methods
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Quality & Reliability (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Schieber soll dazu dienen, pulverförmige,
körnige und ähnliche feste Materialien abzumessen.
Die bisher bekannten Mefsschieber besitzen ein oder mehrere, 'in der Oberfläche des
Schiebers mündende ■■ Hohlmafse, in welche das zu messende Material eingefüllt wird.
Die Oberfläche des Schiebers kann eben, cylindrisch, kegelförmig oder kugelförmig sein.
Ueber dem Hohlmafs liegt ein Abstreichkörper, dessen untere Fläche, die sogenannte Abstreichflä'che,
der Oberfläche des Schiebers congruent ist. Die vordere Kante dieser Abstreichfläche
wird als ,»Abstreichkanteα, die in der Oberfläche
des Schiebers liegende Umgrenzung der Oeffnung als »Füllkante« bezeichnet werden. ,
Beim Abstreichen wird das in das Hohlmafs gefüllte, aber über die Oberfläche des Schiebers
stehende Material durch die Abstreichkante weggeschoben. An den Stellen, wo die Abstreichkante
und Füllkante sich kreuzen, kann es vorkommen, dafs ein Korn zwischen beiden Kanten festgeklemmt und bei der Weiterbewegung
des Schiebers abgeschnitten wird. Dies tritt besonders dann ein, wenn der
Kreuzungswinkel, unter dem die Kanten sich kreuzen, kleiner ist als der Reibungswinkel,
welchen das abzumessende Material gegenüber demjenigen Material besitzt, aus welchem der
Schieber und der abstreichende Körper bestehen. Wird nun der Schieber, wie dies in
der Regel bei den bekannten Mefsschiebern an selbsttätig arbeitenden Mefsmaschinen der
Fall ist, unausgesetzt bethätigt, so werden die Abstreichkante und die Füllkante (selbst bei
gehärtetem Stahl) mit der Zeit stumpf. Die weitere Folge ist, dafs das Abschneiden zwischen
den stumpfen Kanten immer schwieriger vor sich geht und zerkleinertes Material zwischen
Schieberoberfläche und Abstreichfläche durch die trichterförmige bezw. keilförmige Wirkung
der abgestumpften Kanten hineingezogen wird. Ein fernerer Uebelstand ist der, dafs bei
manchen Materialien zum Zerschneiden des zwischengeklemmten Kornes ein verhältnifsmäfsig
bedeutender Aufwand an Kraft und Arbeit erforderlich ist. Drittens kann es unter
Umständen von Wichtigkeit sein, bei der Abmessung immer nur ganze Körner zu erhalten,
und ist dann das Zerschneiden einzelner Körner gleichfalls ein Uebelstand.
Alle : diese Uebelstände werden bei Benutzung des nachstehend beschriebenen Schiebers
vermieden.
In Fig. ι und 2 der Zeichnung stellt A einen
hin- und herbewegbaren flachen Schieber dar, welcher eine Lochung B besitzt, die das
eigentliche Füllmafs bildet. C ist der feststehende Abstreichkörper, D das Gefäfs, aus
dem der Schieber seine Füllung entnimmt, und E die Oeffnung, durch welche das Hohlmafs
des Schiebers seinen Inhalt entleert. Der Antrieb des Schiebers erfolgt entweder von Hand
oder maschinell, z. B., wie auf der Zeichnung angedeutet, durch ein Schubkurbelgetriebe. Die
Bewegungseinrichtung des Schiebers ist durch einen Doppelpfeil angegeben.
In der Oberfläche des Schiebers' A ist eine Nuth b eingearbeitet, deren Kanten schräg zu
der Bewegungsrichtung stehen. Die Breite der Nuth ist gröfser als die Mündung des Füllmafses.
Das Füllmafs B mündet daher nicht in der Oberfläche des Schiebers, sondern in
der Nuth b. Die Abstreichkante des Abstreichkörpers C steht senkrecht zu den Kanten der
Nuth b. Hat sich nun das Füllmafs B in der strichpunktirt gezeichneten Stellung des
Schiebers (Fig. 2) gefüllt, und bewegt sich der Schieber unter dem Abstreichkörper zurück,
so nimmt die Nuth zu der Abstreichkante nach. einander die in den Fig. 3, 4 und 5 gezeichneten
Stellungen ein. Die Kreuzungswinkel, welche dabei die Abstreichkante mit den Kanten der
Nuth bilden, sind nach obiger Erläuterung zuerst stumpfe Winkel (Fig. 3 und 4) und später
rechte Winkel (Fig. .5). Es kann also ein Abschneiden des Materials zwischen Abstreichkante
und den Kanten der Nuth nicht stattfinden, vielmehr wird ein im Kreuzungspunkte von
Abstreichkante und Nuthenkante zum Theil über die Oberfläche des Schiebers herausragendes
Korn von der Abstreichkante längs der Nuthenkante weiter geschoben und schliefslich
aus der Nuth herausgedrängt, da der Schieber um die Höhe/ (Fig. 1), d. i. etwas mehr als
die Höhe der Nüth, über die Bodenfläche des Füllraumes vorsteht.
Mit der Oberkante des Füllmafses B kommt die Abstreichkante gar nicht direct in Berührung,
da die Flächen, in welchen beide Kanten liegen, um die Tiefe der Nuth von einander abstehen.
Die Tiefe der Nuth wird nun jeweilig der Korngröfse des Materials entsprechend so gewählt,
dafs, wenn sich die Oberkante der Füllöffnung unter der Abstreichkante vorbeibewegt (Fig. 6),
ein Korn K zwischen beiden Kanten nicht festgeklemmt, sondern höchstens in die Nuth
umgelegt werden kann (Fig. 7)· " ■
Während des Ausschüttens des Füllmafses B steht die Ausschüttöffnung E durch das Mafs B
und die Nuth hindurch mit dem Füllraum D in Verbindung, doch ist ein directes Nachfliefsen
des Materials wegen der Länge der Nuth und ihrer geringen Höhe unmöglich.
Durch die beschriebene Anordnung wird die Abnutzung des Schiebers und des Abstreichers
verringert, das Zerschneiden einzelner Körner •mit völliger Sicherheit verhindert und dadurch
die zur Bewegung des· Schiebers erforderliche Kraft bedeutend herabgemindert; endlich erhält
man in den abgemessenen Mengen immer hur ganze Körner.
Der Winkel, den die Kanten der Nuth mit der Bewegungsrichtung bilden, kann innerhalb
weiter Grenzen beliebig gewählt werden. Der Winkel, welchen die Abstreichkante mit den
Nuthenkanten bildet, braucht nicht genau, sondern nur annähernd ein rechter zu seid.
Die Nuthenkanten selbst brauchen nicht geradlinig zu sein, sondern können auch krummlinig
sein, wenn nur die Abstreichkante so geformt ist, dafs sie während der Bewegung jeweils im Kreuzungspunkte annähernd auf
ihnen senkrecht steht.
Es ist nicht erforderlich, dem Schieber die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Form und Bewegung
zu geben, vielmehr kann z.B. auch ein ebener Schieber mit schwingender Bewegung (Fig. 8) oder ein ebener Schieber mit
rotirender Bewegung (Fig. 9) gewählt werden, oder der Schieber kann eine cylindrische oder
kugelförmige Oberfläche und eine entsprechende schwingende bezw. drehende Bewegung besitzen.
Die Anordnung in Fig. 9 ermöglicht die Anbringung einer grofsen Anzahl von Füllmafsen
und gestattet so, mittelst des Schiebers in sehr kurzen Intervallen gleich grofse Mengen
von körnigem Material, unter Erfüllung aller oben genannten Vortheile, abzugeben. . Besonders
wichtig werden diese Vortheile, wenn es sich darum handelt, mittelst des Schiebers
in sehr kurzen Zeiträumen hinter einander immer nur ganz kleine Mengen nicht zerschnittenen
Materials, z. B. zwei bis drei ganze Körner^, abzugeben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schieber zum Abmessen von pulverförmigen, körnigen und ähnlichen festen Massen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Oberfläche des Schiebers über dem Füllmafs (B) eine zur Bewegungsrichtung des Schiebers schräg stehende Nuth besitzt und die Vorderkante des Abstreichkörpers (C) zu den Kanten der Nuth in den während der Bewegung entstehenden Kreuzungspunkten senkrecht oder annähernd senkrecht steht, wodurch ein Festklemmen oder Abschneiden eines Kornes zwischen der Oberkante des Füllmafses und der Abstreichkante des Schiebers vermieden wird. ■-Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE91059C true DE91059C (de) |
Family
ID=362721
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT91059D Active DE91059C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE91059C (de) |
-
0
- DE DENDAT91059D patent/DE91059C/de active Active
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