DE910294C - Verfahren zur Herstellung von substituierten Formamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von substituierten Formamiden

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DE910294C
DE910294C DEB17492A DEB0017492A DE910294C DE 910294 C DE910294 C DE 910294C DE B17492 A DEB17492 A DE B17492A DE B0017492 A DEB0017492 A DE B0017492A DE 910294 C DE910294 C DE 910294C
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Germany
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water
production
carbon monoxide
substituted formamides
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Expired
Application number
DEB17492A
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English (en)
Inventor
Dr Ernst Gassenmeier
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D295/16Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms acylated on ring nitrogen atoms
    • C07D295/18Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms acylated on ring nitrogen atoms by radicals derived from carboxylic acids, or sulfur or nitrogen analogues thereof
    • C07D295/182Radicals derived from carboxylic acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von substituierten Formamiden Es ist bekannt, daß man Kohlenmonoxyd und Ammoniak bzw. Amine in der Gasphase bei Anwesenheit von Carbiden, beispielsweise von Eisencarbid, zu Harnstoff oder dessen Substitutionsprodukten umsetzen kann.
  • Nach einem älteren Vorschlag erhält man Säur@ramide, wenn man in flüssiger Phase Kohlenmonoxyd auf Ammoniak oder Amine in Gegenwart von carbonylbildenden Metallen oder deren Verbindungen bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck einwirken läßt. Dabei liefern primäre und sekundäre Amine Formylverbindungen oder Harnstoffe oder meist Gemische beider.
  • Es wurde nun. gefunden, daß man aus Aminen und Kohlenmonoxyd besonders vorteilhaft substituierte Formamide@ herstellen kann, wenn man sie in Anwesenheit von Wasser bei erhöhten Temperaturen, unter erhöhtem Druck und in Gegenwart von carbonylbildenden -Metallen oder deren Verbindungen umsetzt.
  • Der besondere Vorzug dieses Verfahrens besteht darin, daß man mit seiner Hilfe die Formamide ohne Bildung von Nebenprodukten erhalten kann.
  • Für das Verfahren geeignete Amine sind beispielsweise sämtliche primären und sekundären Amine, vorzugsweise solche, die mit Wasser mischbar sind, wie Dimethylamin, Äthylamin u. dgl. Bei Anwendung von mit Wasser nur begrenzt oder nicht mischbaren. Aminen, wie Anilin, ist es zweckmäßig, bei der Umsetzung noch organische, mit Wasser mischbare Flüssigkeiten, wie niedere Alkohole, Tetrahydrofuran u. dgl., zuzusetzen. Statt Kohlenmonoxyd kann man auch kohlenmonoxydhaltige Gase, z. B. Wassergas oder Mischungen von Kohlenmonoxyd und Stickstoff, für die Umsetzung verwenden. Als Katalysatoren eignen sich .- mtliche carbonylbildenden Metalle oder deren s Verbindungen, vorzugsweise aber Nickel und Kobalt, in feinverteilter Form oder in Form ihrer Cvanide und Oxyde.
  • Die Umsetzung wird zweckmäßig bei Temperaturen zwischen ioo und 2oo° und einem Druck zwischen 50 und 25o atü ausgeführt. Es kann dabei diskontinuierlich in einem Druckgefäß unter Nachpressen des verbrauchten Kohlenmonoxyds bis zur Sättigung gearbeitet werden, oder man führt die Reaktion kontinuierlich, beispielsweise in Rieseltürmen, aus. Die erhaltenen Umsetzungsprodukte werden dann einer Destillation unterworfen, wobei zuerst Wasser und dann die entsprechenden Formamide übergehen. Vor der Destillation kann man gegebenenfalls den Umsetzungsprodukten noch wasserabspaltende Mittel, wie Natriumsulfat. Zinkchlorid u. dgl., zufügen.
  • Es ist zweckmäßig, auf i Mol des umzusetzenden Amins mindestens i Mol Wasser zu verwenden. plan kann aber auch mit einem bedeutenden LTberschuß an Wasser arbeiten.
  • Die in den. nachstehenden Beispielen angeführten Teile sind Gewichtsteile. Beispiel i 200o Teile einer wäßrigen 4oo/oaigen Lösung von Dimethylamin werden zusammen mit .4o Teilen \Tickelcyanid in einem Druckgefäß bei 15o° mit Kohlenmonoxyd bei einem Druck von 200 atü so lange behandelt, bis keine Druckabnahme mehr erfolgt. Das erhaltene Reaktionsgemisch wird abgesaugt und destilliert. Zuerst destilliert Wasser und anschließend bei 156 bis 16o°76aTorr Dimethylformamid (io6o Teile) über. Beispiel e Eine 4oo/oige wäßrige Lösung von Diäthylamin wird in einem Rieselturm bei 2q.0° und 200 atü Kohlenoxyd über Nickelcyanid, das auf Kieselgel aufgezogen ist, geleitet. Auf 1 1 Ofenraum werden stiindlich etwa 150 bis Zoo g der Diätbylaminlösung eingepumpt. Aus dem Reaktionsgemisch erhält man ' nach Abdestillieren des Wassers auf ioo Teile der Diäthylaminlösung 45 bis .48 Teile des bei 173 bis E =76o760 Torr siedenden Diäthylformamids.
  • Beispiel 3 99o Teile Cyclähexylamin werden zusammen mit 36o Teilen Wasser und 5o Teilen Nickelpulver in einem Druckgefäß bei 18o° mit Kohlenoxyd bei einem Druck von Zoo atü behandelt, bis keine Druckabnahme mehr erfolgt.
  • Das erhaltene Reaktionsgemisch ergibt bei der Destillation 95o Teile des bei 158 bis i59° 25 To, siedenden Cyclohexylformamids, das nach einiger Zeit kristallisiert und nach dem Umkristallisieren aus Alkohol bei 37° schmilzt. Beispiel q. 85o Teile Piperidin werden bei Anwesenheit von 72o Teilen Wasser, 5oo Teilen Methanol und 5o Teilen Nickelcyanid wie im Beispiel 3 mit Kohlenoxyd behandelt.
  • Man erhält bei der Destillation 823 Teile Formylpiperidin, das bei 113 bis 11q.°26 Torr siedet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von substituierten Formamiden durch Umsetzung von Aminen und Kohlenmornoxyd bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck bei Anwesenheit von carbonylbildemden Metallen oder deren Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart von Wasser vornimmt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man; noch organische, mit Wasser mischbare Flüssigkeiten zusetzt.
DEB17492A 1951-11-08 1951-11-08 Verfahren zur Herstellung von substituierten Formamiden Expired DE910294C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010532B (de) * 1953-06-29 1957-06-19 Union Carbide & Carbon Corp Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Formamiden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010532B (de) * 1953-06-29 1957-06-19 Union Carbide & Carbon Corp Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Formamiden

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