DE910227C - Verfahren und Vorrichtung zur optischen Garngleichmaessigkeitspruefung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur optischen Garngleichmaessigkeitspruefung

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DE910227C
DE910227C DESCH9900A DESC009900A DE910227C DE 910227 C DE910227 C DE 910227C DE SCH9900 A DESCH9900 A DE SCH9900A DE SC009900 A DESC009900 A DE SC009900A DE 910227 C DE910227 C DE 910227C
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DESCH9900A
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Dr Heinrich Schumacher
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B21/00Microscopes
    • G02B21/0004Microscopes specially adapted for specific applications
    • G02B21/0016Technical microscopes, e.g. for inspection or measuring in industrial production processes

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur optischen Garngleichmäßigkeitsprüfung Die Gleichmäßigkeit von Garnen, Zwirnen, Seiden, Drähten wird bisher subjektiv mittels der bekannten Wickeltafeln (sogenannten Garnspiegeln in Tafel- oder Zylinderform) oder seit neuerem objektiv festgestellt: a) durch Querschnittsbestimmung im Druckkanal, b) durch Änderung eines elektrischen Feldes durch den durch dieses laufenden Garnprüfling, c) durch Änderung der Leuchtdichte einer durch eine Selenzelle überwachten Fläche durch den vorbeilaufenden Garnprüfling.
  • Die Verfahren h) und c) bedürfen elektrischer Verstärkergeräte zur Messung und Registrierung der durch den Prüfling verursachten Spannungsschwankungen. Verstärkt wird die durch den Prüfling, also durch das Objekt selbst verursachte Änderung des Meßfeldes.
  • Bekannt ist ferner die direkte Messung der Garndurchmesser vermittels Mikroskop, wobei das Garn selbst unter das Mikroskopobjektiv gelegt und mittels Okularmikrometer ausgemessen oder das Mikroskopbild durch eine auf den Tubus aufgesetzte Kamera im Film festgehalten wird.
  • All diesen Meßverfahren ist eigentümlich, daß jeweils nur ein winzig kurzes Stück (Länge) des Prüflings gleichzeitig am Meßverfahren beteiligt ist, bei der Kondensatormessung etwa 6 bis 10 mm, bei der Selenzelle etwas weniger, bei der Betrachtung im Mikroskop je nach Vergrößerung etwa I bis 3 mm Garnlänge.
  • Im Gegensatz hierzu wird bei dem Verfahren nicht der Prüfling, das Objekt sell>st, sondern ein photographisches Bild desselben gemessen, wobei aber im photographischen Bild nicht nur wenige Millimeter Garnlänge, sondern 100 und mehr Meter auf einer Filmfläche von etwa 36 cm2 erfaßt werden.
  • Diese 100 bis 200 m werden zu diesem Zweck in einer Ebene liegend frei hängend in parallelen Windungen aufgespannt und dann photographiert.
  • Anschließend wird der Film, in der Regel das Negativ, vor das Objektiv des Projektionsgerätes gebracht, welches jeweils etwa 3 mm2 Filmfläche erfaßt und stark vergrößert auf die Projektionsfläche wirft. An dem so projizierten Bild werden die Abmessungen durch Längenmessung bestimmt.
  • Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß eine große Garnlänge im Film auf kleinstem Raum dokumentarisch festgehalten und dieses Filmdokument dann beliebig oft und an beliebigem Ort mittels Mikroprojektion ausgemessen bzw. nachgemessen werden kann, während eine Nachmessung des Prüflings bei der Kondensatormessung oder der Selenzellenmessung schon am gleichen Ort und mit demselben Gerät, noch mehr aber an anderem Ort und mit anderem Gerät, wegen der notwendigen Voreichung und Einstellung des Meßgerätes schwierig ist.
  • Einen beachtlichen Teil der Garnweiterverarbeiter interessiert weniger die Masseschwankung des Garnes entlang seiner Länge als vielmehr das Garnaussehen, d. h. die Garndurchmessersciiwankungen auf kürzester Länge. sozusagen die punktartigen Störungen im Garnbild. Diese werden bei den vorgenannten Kon;densator- und Selenzellenmessungen nicht in absoluter Größe erfaßt, weil bei dem ersten jeweils etwa 7 bis 10 mm, bei Selenzellenmessung etwa 3 mm am Störvorgang im Meßfeld, und zwar fortlaufend, d. h. überdeckend beteiligt sind, diese Geräte deshalb Mittelwerte, keine Punktwerte wiedergeben.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Es zeigt Fig. I eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung, Fig. 2 eine Vorderansicht, Fig. 3 eine Darstellung des Verhältnisses der Steigung der Aufwickelmutter zur Zahnung der Umlenkkanten der Wickeltafel, Fig. 4 die Anordnung der Umlenkleisten auf der Wickeltafel im Schnitt und in Seitenansicht, Fig. 5 die Verschiebeanordnung der Aufnahmekamera.
  • Fig. 6 und 7 die Kamera in Gebrauchsstellung und nach Wegklappen.
  • Der betriebsmäßige Einsatz des Verfahrens erfordert eine konstruktiv organische Zusammenfassung von Aufwickelgerät und Aufnahmegerät sowie zum Freihängen bzw. exakten Parallelhängen der Prüflingsstränge Iq eine entsprechende Ausbildung der Garuspiegeltafel und der Wickelvorrichtung.
  • Das exakte Aufwickeln, das mit Hilfe einer auf der Spindel 10 des Aufwickelgerätes laufenden Mutter g bewirkt wird, und das Sichern der Garnwindungen gegen Verrutschen wird durch eine gleichmäßige Zahnung der Umlenkkanten II der Wickeltafel erzielt, wobei die Zahnteilung ein ganzzahliger Teil der Steigung der Wickelmutter g sein muß. Die Umlenkkante wird zweckmäßig als Gewindestab ausgebildet. Das Freihängen des Garnes auf der Wickeltafel 7 wird dadurch erreicht, daß die Umlenkleiste der Wickeltafel breiter ist als die Dicke der Wickeltafel 7. Das Freihängen des Prüflings ist unerläßlich, da jedes Aufliegen desselben auf einer Wickeltafel oder gar einem Wickelzylinder unter Spannung eine Quetschung und damit Deformierung desselben verursacht.
  • Störlichter (Seitenlicht auf das Aufnahmeobjektiv, Reflexlichter usw.) beeinträchtigen die Bildgüte. Zwischen aufzunehmender Wickeltafel 7 tmd Photogerät 2 wird deshalb ein Dunkelraum 4 geschaffen, der den Strahlenkegel 3 von Objektiv zu Garnspiegel umhüllt, also zweckmäßig trichterförmig ausgebildet wird. An der einen Stirnseite dieses Dunkelraumtrichters wird die Kamera 2 aufgehängt, und zwar (Fig: 6 und 7) nach hinten schwenkbar, damit die Objektivöffnung I2 für subjektive Betrachtung des Garuspiegeis frei gemacht werden kann. Ferner wird die Kamera seitlich verschiebbar aufgehängt (Fig. 5), damit diese für Stereoaufnahmen mit einäugiger Kamera um den Augenabstand I3 seitlich verschoben werden kann.
  • Die gegenüberliegende Stirnseite des Dunkelraumtrichters erhält eine Blende 6 (Gegenstandsblende) zur Abschirmung von Störlicht. Das Wickelgerät (Fig. I und 2), bestehend aus Rahmen I, Spindel IO, Spindelmutter 9 und Wickel tafel 7, wird auf der Grundplatte 15 des Dunkelraumtrichters ortsfest aber schwenkbar montiert. Für das Aufhaspeln wird der Rahmen zurückgeschwenkt, damit die Wickeltafel die bei Aufnahme dicht und parallel neben der Gegenstandsblende 6 des Dunkelraumtrichters stehen muß, diese nicht streift. Bei Aufnahme wird der Wickelrahmen in die Ausgangsstellung zurückgeschwenkt. Die Wickeltafel 7 wird zweckmäßig durch Leuchtstoffröhren 8, die nicht seitlich, sondern oben und unten angebracht sind und durch Reflektoren tangierend in Richtung der Garnachsen beleuchtet.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur optischen Prüfung der Gleichmäßigkeit von Garnen, Zwirnen, Seiden, Drähten usf., dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfling in großer Länge, beispielsweise von IOO und mehr Metern, in vielen in einer Ebene liegenden parallelen Strängen frei hängend aufgespannt, sodann direkt photographiert wird, hierauf vom Film (in der Regel vom Negativ) Teilflächen mittels Projektor stark vergrößert auf eine Bildfläche projiziert und die Garndurchmesser am proj izierten Bild ermittelt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß durch Umbauung des Bildstrahlenkegels ein trichterartiger Dunkelraum gebildet ist, daß an der einen Stirnseite des Dunkelraumes die Photokamera nach unten schwenkbar und für Stereoaufnahmen seitlich verschieb bar aufgehängt ist, daß an der gegenüberliegenden Stirnseite des Dunkelraumes eine Störlicht abschirmende Gegenstandsblende angeordnet ist und daß auf der Grundplatte des Dunkel raumes neben der Gegenstandsblende das Garnspiegelwickelgerät ortsfest, aber wegschwenkbar montiert ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wickeltafel an den Umlenkkanten Stäbe aufweist, die breiter sind, als die Wickeltafel dick ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkkanten eine gleichmäßige Zahnung aufweisen, deren Zahnteilung ein ganzzahliger Teil der Steigung des Wickelmuttergewindes ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkkanten Gewindestäbe sind, deren Steigung ein ganzzahliger Teil der Steigung des Wickel muttergewindes ist.
    Angezogene Druckschriften: Schmaltz: »Technische Oberflächenkundea; Journal of the Textile Institute, Brd. 4', Nr. 7 französische Patentschrift Nr. 636294.
DESCH9900A 1952-07-03 1952-07-03 Verfahren und Vorrichtung zur optischen Garngleichmaessigkeitspruefung Expired DE910227C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR636294A (de) * 1928-04-05

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FR636294A (de) * 1928-04-05

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