DE907730C - Steuerung fuer Bohrwerke mit Spaeneentleerung - Google Patents

Steuerung fuer Bohrwerke mit Spaeneentleerung

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DE907730C
DE907730C DEH4011D DEH0004011D DE907730C DE 907730 C DE907730 C DE 907730C DE H4011 D DEH4011 D DE H4011D DE H0004011 D DEH0004011 D DE H0004011D DE 907730 C DE907730 C DE 907730C
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DEH4011D
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Karl Hueller
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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q5/00Driving or feeding mechanisms; Control arrangements therefor
    • B23Q5/22Feeding members carrying tools or work
    • B23Q5/26Fluid-pressure drives
    • B23Q5/266Fluid-pressure drives with means to control the feed rate by controlling the fluid flow
    • B23Q5/268Fluid-pressure drives with means to control the feed rate by controlling the fluid flow depending upon the position of the tool or work

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  • Fluid Mechanics (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Steuerung der Werkzeugbewegung bei Bohrwerken, bei welchen das Werkzeug nach Zurücklegung eines vorgeschriebenen Bohrweges zum Zwecke der Späneentleerung und Kühlung zurückgezogen und dann von neuem wieder angesetzt wird. Es sind bereits rein, hydraulisch arbeitende Steuerungsvorrichtungen für den Werkzeugvorschub dieser Maschinen bekannt. Bei einer bekannten Maschine dieser Art ist ein hydraulischer Steuerzylinder vorgesehen, der aus einem Druckzylinder mit Korben besteht, wobei sich der Zylinder während des Bohrganges durch das vom Vorschubzylinder der Arbeitsspindel abfließende öl füllt. Der hydraulische Zylinder wird also in diesem Falle unmittelbar in Abhängigkeit vom Bohrgang aufgeladen, was die Anordnung eines Zylinders von gleicher Größe wie jener des Arbeitszylinders voraussetzt, ferner zur Folge hat, daß eine Regelung nur durch Verkürzung des Aufziehweges des Steuerzylinders möglich ist. Die Anordnung gestaltet sich dadurch ziemlich vielteilig und umfangreich; die Steuerung arbeitet verhältnismäßig langsam und ermöglicht keine so feinfühlige Arbeit des Bohrers, wie sie in vielen Fällen erwünscht ist. Bei dieser Vorrichtung wird die Bohrdauer von einer Späneentleerung bis zur nächsten durch einen Bohrweg von einstellbarer Größe bestimmt. Dies hat den Nachteil, daß beim Auftreten einer harten Stelle in dem zu bohrenden Werkstück bei stumpf ge-
wordener Boforerschneide ein Bohrerbruch unvermeidlich ist, da der Bohrer in, diesem Falle keine Bohrarbeit mehr leistet und nicht zum Zwecke der Späneentleerung und Kühlung zurückgezogen wird, S weil ja der eingestellte Bohrweg bis zur nächsten Entleerung noch nicht zurückgelegt ist.
Es sind ferner bereits Steuervorrichtungen bekannt, mittels deren die stufenweise Schaltung des hydraulisch bewegten Werkzeuges auf Eilvorschub, ίο Arbeitsvorschub und Eilrückgang zum Zwecke des selbsttätigen Entspanens mit Hilfe sogenannter Schleppanschläge elektromagnetisch erfolgt. Schließlich ist auch bereits eine Steuervorrichtung dieser Art bekanntgeworden, bei welcher ein sehr feinfühliges Bohren dadurch ermöglicht wird, daß die Druckunterschiede im Zu- und Abfluß der Flüssigkeit durch Verwendung federnder Ventile weitgehend selbsttätig ausgeglichen werden, von welchen das eine den Vorlauf, das andere den Rücklauf steuert, wobei die Umschaltung der Bewegung zum Teil über von den Schleppanschlägen gesteuerte elektrische Kontakte bewirkt wird. Ein Nachteil der letztgenannten Anordnung besteht darin, daß auch diese Steuerung verhältnismäßig vielteilig ist und außer einer hydraulischen auch eine elektromagnetische Einrichtung erfordert, was die Bedienung und Instandhaltung erschwert und die Lebensdauer verkürzt; auch wird die Steuerungsbetätigung durch Zwischenschaltung der elekirischen Kontakte und Elektromagnete in unerwünschter Weise verzögert.
Gegenstand der Erfindung ist eine hydraulische Steuervorrichtung für Bohrwerke mit Späneentleerung, bei welcher die Bohrdauer zwischen den einzelnen Entleerungen durch einen Zeitschalter geregelt wird, wobei das besondere Merkmal der neuen Vorrichtung darin besteht, daß der Zeitschalter zugleich als zusätzlicher, den Hauptsteuerkolben beeinflussender Steuerkolben ausgebildet und in den Steuerkasten der hydraulischen Steuerung eingebaut ist und unmittelbar durch das Druckmittel betätigt wird, derart, daß er in an sich bekannter Weise bei Beginn des Bohrhubes hydraulisch aufgezogen und je nach Einstellung eines Drosselventils selbsttätig nach längerer oder kürzerer Zeit in die Ausgangslage zurückgeführt wird. Dabei wird die jeweilige Stellung des Hauptsteuerkolbens unter Ausschaltung mechanischer Einwirkung durch einen ölstau bestimmt, der von einem Nebensteuerkolben beeinflußt wird, der bei Umsteuerung vom Schnellvorgang auf den Bohrgang durch einen Anschlag an einer mit dem Arbeitskolben bzw. der Bohrspindel gekuppelten Schaltstange verschoben wird, während die Umsteuerung vom Bohrgang auf den Schnellrückgang in Abhängigkeit von der Stellung des Zeitschalters erfolgt. Durch einen weiteren Nebensteuerkolben kann sodann die Bewegung wieder vom Rückgang auf den Vorwärtsschnellgang umgesteuert werden, indem dieser Nebensteuerkolben durch einen mit der Bohrspindel verbundenen Anschlag betätigt wird. Für die Endausschaltung nach Erreichung der vorgeschriebenen Bohrtiefe schließlich wird zweckmäßig ein dritter Nebensteuerkolben vorgesehen.
Die Bewegung des Arbeitskolbens sowohl als des Zeitschalterkolbens können durch einstellbare Drosselventile geregelt werden, die jeweils im rückfließenden Strom der Steuerflüssigkeit liegen. Dadurch werden gleichzeitig der Vorschub und der Bohrdruck geregelt und die Gefahr eines Klemmens des Werkzeuges vermieden, weil sich infolge der Drosselung des rückfließenden Öls vor dem Arbeitskolben ein gewisser Gegendruck einstellt. Treten hierbei besonders harte Stellen im Bohrloch auf, oder wird der Bohrer stumpf, so gibt die Steuerung nach, indem der Gesamtwiderstand größer und der Vorschub selbsttätig kleiner werden. Die Bohrgeschwindigkeit ist also nicht starr, sondern paßt sich selbsttätig den Arbeitsverhältnissen an.
Die Einstellung der beiden Drosselventile kann in üblicher Weise durch Stellschrauben erfolgen und mit Hilfe einer Skala mit jeder erforderlichen Genauigkeit vorgenommen werden. Der Zeitschalterkolben wird bei jedem Arbeitsgang gleich weit aufgezogen; sein Ablauf wird nur durch verschiedene Drosselung des ölablaufes geregelt. Sämtliche Bestandteile der hydraulischen Steuerung, also Hauptsteuerkolben, Zeitschalter und Nebensteuerkolben, können nebeneinander in einem geschlossenen Block angeordnet werden, erfordern also wenig Raum und geringe Wartung, da alle Teile ständig in öl lauf en. Infolge des gedrängten Zusammenbaues ist auch der durch Betätigung der Steuerung bedingte Zeitaufwand sehr gering. Die bei längeren Leitungen an sich bestehende Gefahr von Unregelmäßigkeiten ist durch den Einbau der an sich sehr kurzen Kanäle in einem geschlossenen Block mit Sicherheit vermieden. Die ganze Anordnung gestaltet sich sehr billig und arbeitet außerordentlich betriebssicher, elastisch und geräuschlos.
Bei geschlossenem Drosselventil für den Zeitschalter findet eine Vorschubbewegung ohne Unterbrechung statt, wie sie beispielsweise zum Senken oder Reiben benötigt wird.
Ein Ausführungsbeispiel einer Steuerungsvorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung in rein schematischer Form dargestellt und an Hand der Skizzen nachstehend noch etwas näher erläutert.
In der Zeichnung stellen die
Fig. ι bis 4 das Schema der Steuerung in verschiedenen Schaltzuständen dar; die
Fig. 5 bis 7 zeigen ein praktisches Ausführungsbeispiel für den Zusammenbau der wichtigsten Steuerungsteile.
Mit ι ist der Arbeitskolben bezeichnet, der sich in einem hydraulischen Arbeitszylinder bewegt und über die Kolbenstange 40 und über den Querbalken in bekannter Weise starr mit einer Stange 41 verbunden ist, deren Vorwärts- und Rückwärtsbewegung in nicht besonders dargestellter, jedoch bekannter Weise auf die Bohrspindel übertragen wird und so deren Vorschub- und Rückwärtsbewegung steuert. Der Arbeitskolben 1 kann sowohl von seiner Oberseite als auch von der kolben-
stangenseitigen Unterseite her mit Drucköl beaufschlagt werden, so daß der Arbeitszylinder in zwei Arbeitsräume aufgeteilt ist, und zwar in den äußeren Arbeitsraum 53 und in den ringförmigen inneren Arbeitsraum 27. Der Arbeitskolben 1 ist weiterhin über den Querbalken 26 mit der gleichfalls mit ihm hin und her gehenden Schaltstange 28 verbunden. Mit 2 ist der Hauptsteuerkolben bezeichnet, der in einer zylindrischen Bohrung des Gehäuseblocks verschiebbar angeordnet ist und in einer Richtung unter dem Druck der teilweise in seinem Innern liegenden Feder 43 steht. Mit 3 ist der Zeitschalterkolben bezeichnet, der in dem gleichen .Gehäuseblock beweglich in einer Bohrung angeordnet ist und unter Einwirkung einer Feder 44 steht. Weiterhin sind vorgesehen: ein Nebensteuerkolben 4 mit Druckfeder 45, ein weiterer Nebensteuerkolben 5 mit Druckfeder 63 und ein dritter Nebensteuerkolben 6, der mit dem Nebensteuerkolben 5 in der gleichen Bohrung sitzt und durch die gleiche Druckfeder63, jedoch in entgegengesetzter Richtung belastet ist. Es sind zwei von Hand einstellbare Drosselventile vorgesehen, und zwar ein Drosselventil 7, durch welches der aus dem inneren Arbeitsraum 27 zurückfließende ölstrom beliebig gedrosselt werden kann, sowie ein Drosselventil 8, durch welches die Zeitdauer des ölablaufes aus dem Stauraum 59 unterhalb des Zeitschalterkolbens 3 beliebig eingestellt werden kann.
Mit 9 ist ein auf der Schaltstange 28 längs verschiebbarer Schleppanschlag bezeichnet, welcher mit der Schaltstange 28 Reibungssehluß hat und mit der festen Anschlagfläche 15 des Maschinengestelles derart zusammenarbeitet, daß er bei Linksibewegung der Schaltstange 28 an dieser Anschlagfläche 15 zum Anliegen kommt und so auf der Schaltstange 28 verschoben wird, hingegen bei entgegengesetzter Bewegung der letzteren deren Bewegung ungehindert mitmacht. Außerdem ist ein auf der Schaltstange 28 verschiebbarer, jedoch in einer der gewünschten Bohrtiefe entsprechenden Stellung feststellbarer Endanschlag 10 vorgesehen. Mit 11 ist eine Schaltstange zur Betätigung des Nebensteuerkolbens 6 bezeichnet; 12, 13 und 14 sind Hebel, die in später noch genauer zu beschreibender Weise zusammenarbeiten. Der Weg des unter dem Druck der Pumpe 48 stehenden Öls ist in den einzelnen Figuren mit ausgezogenen Pfeilstrichen, der Weg des in den Sammelbehälter 60 zurückfließenden Öls dagegen mit gestrichelten Pfeilen angedeutet.
Vor Beginn des Betriebes, also in der Ruhestellung, befinden sich die einzelnen Teile in der Stellung nach Fig. 1. Der um die feststehende Achse 33 schwenkbare Hebel 14 ist nach rechts umgelegt. Dies hat zur Folge, daß der Hebelarm 14° den um die feststehende Achse 34 beweglichen Kipphebel 13 außer Eingriff mit dem um die feststehende Achse 35 beweglichen Kipphebel 12 hält und daß letzterer den Schleppanschlag 9 gegen eine Rechtsbewegung sichert, wobei der Schleppanschlag 9 mittels eines Nockens 42 den Nebensteuerkolben 4 entgegen der Wirkung der Feder 45 nach innen drückt. Gleichzeitig drückt der Kipphebel 12 über eine in der Fig. ι nur durch einen Pfeil 36 angedeutete Vcrbindung auch den Nebensteuerkolben 5 nach innen. In der praktischen Ausführung liegen die Nebensteuerkolben 4 und 5 in bezug auf den Kipphebel 12 nicht hinter-, sondern nebeneinander, so daß der gleichzeitige Angriff des Kipphebels 12 an dem Schleppanschlag 9 und dem Nebensteuerkolben 5 ohne weiteres möglich ist.
Der Arbeitskoliben 1 befindet sich in seiner äußeren Totlage, der Hauptsteuerkolben 2 unter der Wirkung der Feder 43 in seiner höchsten Stellung, der Zeitschalterkolben 3 unter Wirkung der Feder 44 in seiner tiefsten Stellung. Der Nebensteuerkolben 6 wird durch die Schaltstange 11 nach innen gedrückt, welche durch den Anschlag 46 des Querbalkens 26 über den Doppelhebel 47 in ihrer linken Endstellung gehalten wird. Die Steuerung des Nebenkolbens 6 kann natürlich auch mit beliebigen anderen Mitteln in Abhängigkeit von der Stellung des Arbeitskolbens 1 und damit der Bohrspindel erfolgen.
Soll nun die Maschine in Betrieb genommen werden, sio wird der Hebel 14 mit Hilfe des Handgriffes 37 nach links umgelegt und dadurch in die Lage mach Fig. 2 (dgl. Fig. 3 und 4) gebracht. Der Kipphebel 13 rastet in den Kipphebel 12 ein. Außerdem wird der Kipphebel 12 unter der Wirkung des Hebelarmes 14* vom ScMeppanschlag 9 gelöst, und gleichzeitig hört auch die beschriebene Einwirkung des Kipphebels 12 auf den Nebensteuerkolben 5 auf, so daß letzterer unter der Wirkung der Feder 63 in die in Fig. 2 gezeichnete Lage nach außen gedrückt wird. Wird gleichzeitig die Pumpe 48 angelassen, so fließt das Drucköl aus dieser in der Pfeilrichtung über Kanal 16, Kanal 17, unterer Ringraum 50 des Nebensteuerkolbens 6, Kanal 18, dem Stauraum 59 unterhalb des Zeitschalterkolbens 3 zu und bewegt dadurch letzteren entgegen der Wirkung der Feder 44 so weit aufwärts, bis er in seiner höchsten Stellung anschlägt, (sogenanntes Aufziehen der Zeitschaltereinrichtung). Gleichzeitig fließt das Drucköl über Kanal 16, Kanal 19, oberer Ringraum des Nebensteuerkolbens 6, Kanal 20, unterer Ringraum des Nebensteuerkolbens 5, Kanal 31, Kanal 21 in den Stauraum 49 oberhalb des Hauptsteuerkolbens 2 und drückt letzteren entgegen der Wirkung der Feder 43 so weit zurück, bis die obere Hauptsteuerkolbenkante gerade den Kanal 29 freigibt. Von diesem Augenblick an stellt sich im Stauraum 49 oberhalb des Hauptsteuerkolbens 2 ein derartiger Öldruck ein, daß der Kraft der Feder 43 gerade das Gleichgewicht gehalten wird, so daß der Hauptsteuerkolben 2 in der in Fig. 2 gezeichneten Lage verharrt. Überschüssiges öl fließt über Kanal
29, Ringraum 55 des Nebensteuerkolbens 4, Kanal
30, Kanal 24 in den ,Sammelbehälter 60 zurück. Wenn der Hauptsteuerkolben 2 diese Lage eingenommen hat, so öffnet er jetzt dem Drucköl auch den Weg über Kanal 16, Kanal 51, Ringraum 52 des Hauptsteuerkolbens 2, Kanal 22 in den äußeren Arbeitsraum 53 des Arbeitszylinders. Hierdurch wird der Arbeitskolben 1 nach links bewegt, und
der Bohrgang der Bohrspindel beginnt. Dabei wird das in dem ringförmigen inneren Arbeitsraum 27 befindliche Öl aus letztgenanntem Raum herausgedrückt und fließt über Kanal 23, Drosselventil J, Kanal 56, oberer Ringraum 54 des Hauptsteuerkolbens 2, Kanal 38, Kanal 24 in den Sammelbehälter 60 zurück. Je nach der Einstellung des Drosselventils 7 ergibt sich eine jeweils verschiedene Druckdifferenz des Öls rechts und links vom Arbeitskolben 1, so daß durch die Einstellung des Drosselventils 7 die Vorschubgeschwindigkeit der Bohrspindel willkürlich geregelt werden kann. Mit Beginn des durch die Bewegung des Arbeitskol'bens 1 verursachten Bohrspindelvorschubs geht auch der starr mit dem Arbeitskolben 1 verbundene Querbalken 26 nach links, so daß der Anschlag 46 ■des Querbalkens 26 den Doppelhebel 47 freigibt und so daß letzterer unter der Wirkung der Feder 57 entgegen dem Uhrzeigersinn so weit verdreht ao wird, bis der Nebensteuerkolben 6 unter Wirkung der Feder 63 in die Aussparung 58 der mit dem Doppelhebel 47 verbundenen Schaltstange 11 hineingleitet (s. Fig. 3). Durch diese Änderung der Stellung des Nebensteuerkolbens 6 wird der Ölzufluß nach dem Stauraum 59 unterhalb des Zeitschalterkolbens 3 unterbrochen; ebenso wird der Ölzufluß nach dem Stauraum 49 des Hauptsteuerzylinders abgesperrt. Das öl in diesen Stauräumen staut sich und ist daher bestrebt, die unter der Wirkung der Federn 44 und 43 stehenden Kolben 3 und 2 in ihrer Lage zu halten; indes kann das öl aus dem Stauraum 59 des Zeitschalterzylinders über Kanal 66, Drosselventil 8, Kanal 61, Kanal 67 langsam in den Sammelbehälter 60 zurückfließen. Die Geschwindigkeit dieses Rückflusses bestimmt das Zeitmaß, in welchem sich der Zeitschalterkolben 3 unter der Wirkung der Feder 44 in seine untere Endlage zurückbewegt. Diese Geschwindigkeit und damit dieses Zeitmaß kann mittels des Drosselvent ils 8 in gewünschter Weise eingestellt und verändert werden.
Sobald der abwärts gehende Zeitschalterkolben 3 mittels seines Ringraumes 68 eine Verbindung zwischen dem Kanal 25 und dem Kanal 62 schafft, kann auch das gestaute öl des Stauraumes 49 oberhalb des Hauptsteuerkolbens 2 über Kanal 21, Kanal 25, Ringraum 68 des Zeitsehalterkolbens 3, Kanal 62, Kanal 67 in den Sammelbehälter 60 zurückfließen, so daß der Hauptsteuerkolben 2 unter Wirkung der Feder 43 wieder seine äußerste obere Stellung einnimmt. Hierdurch wird die Druckölbeaufschlagung des Arbeitskolbens 1 derart umgesteuert, daß nunmehr der innere ringförmige Arbeitsraum 27 Drucköl erhält, während der äußere Arbeitsraum 53 sein Öl über Kanal122, Raum unterhalb des Hauptsteuerkolbens 2, Kanal 39, Kanal 24 in den Sammelbehälter 60 zurückgeben kann, Gleichzeitig mit der Linksbewegung des Arbeitskolbens 1 war auch eine Linksverschiebung der Schaltstange 28 erfolgt, wobei der auf ihr gleitende Schleppanschlag 9 durch die Anschlagfläche 15 in seiner bisherigen absoluten Lage gehalten wurde.
Fig. 4 zeigt die Lage der einzelnen Steuerungsteile im Augenblick dieser Bewegungsumkehr des Arbeitskolbens 1. Der untere Ringraum 52 des Hauptsteuerkolbens 2 hat eine Verbindung zwischen den Kanälen 16 und 51 und dem Kanal 23 geschaffen, so daß das Drucköl in den ringförmigen inneren Arbeitsraum 27 gelangen kann und den Arbeitskolben 1 zurückbewegt. Diese Rückbewegung erfolgt im Schnellgang, da der Ölrückfraß aus dem äußeren Arbeitsraum 53 ungedrosselt erfolgt. Diese Rückwärtsbewegung des Arbeitskolbens 1 erhält dadurch ihren Abschluß, daß der Anschlag 46 des Querbalkens 26 den Doppelhebel 47 wieder verschwenkt, somit die Schaltstange 11 nach links bewegt und dadurch den Nebensteuerkolben 6 aus der Aussparung 58 heraushebt und nach innen drückt. Dadurch werden Zeitschalterkolben 3 und Hauptsteuerkolben 2 erneut dem Druckölstrom ausgesetzt und entgegen dem Druck der sie belastenden Federn 44 und 43 einwärts gedrückt, wodurch der anfangs beschriebene Zustand (vgl. Fig. 2) wieder hergestellt ist und die Beendigung und Umkehr der Rückwärtsbewegung des Arbeitskolbens 1 bewirkt wird. Allerdings besteht gegenüber dem anfangs beschriebenen Zustand (Fig. 2) der Steuerungsteile insofern ein Unterschied, als nunmehr der Nebensteuerkolben 4 nach außen gedrückt ist. Der Schleppanschlag 9 ist nämlich beim Rückgang der Schaltstange 28 ebenfalls mit dieser zurück, also in der Figur nach rechts gewandert, so daß der Vorsprung 42 den Nebetisteuerkolben 4 freigegeben hat und so daß letzterer unter der Wirkung der Feder 45 nach oben gedrückt wird und somit den Kanal 29 absperrt. Durch diese Absperrung des Kanals 29 bewegt sich der Hauptsteuerkolben 2 nicht nur, wie vorhergehend beschrieben, bis zu derjenigen Stellung abwärts, in welcher seine obere Kolbenkante gerade den Kanal 29 öffnet, vielmehr bewegt sich der Hauptsteuerkolben 2, da sich das öl im Kanal 29 staut, bis in seine untere Endstellung. Hierdurch erfolgt der neue Vorwärtsgang des Arbeitskolbens 1 zunächst im Schnellgang, wie nachfolgend beschrieben wird.
Diese untere Endstellung des Hauptsteuerkolbens 2 ist beispielsweise in Fig. 3 eingezeichnet worden. Das Drucköl der Pumpe 48 gelangt dabei über Kanal 16, Kanal 51, unterer Ringraum 52 des Hauptsteuerkolbens 2, Kanal 22 in den äußeren Arbeitsraum 53 oberhalb des Arbeitskolbens 1. Das links vom Arbeitskolben 1 im Raum 27 befindliche Öl fließt dabei, ohne den Weg über das Drosselventil 7 zu nehmen, ungedrosselt über Kanal 23, oberer Ringraum 54 des Hauptsteuerkolbens 2, Kanal 38, Kanal 24 in den Sammelbehälter 60 zurück. Somit kann der neue Spindelvorschub zunächst im Schnellgang erfolgen, da der Arbeitskolben ι den vollen Druck der Pumpe 48 ohne Gegenöldruck von der anderen Kolbenseite her erfährt. Dieser Schnellgang erfolgt so lange, bis der von der mitbewegten Schaltstange 28 ebenfalls mitbewegte Schleppanschlag 9 mittels seines Vorsprunges 42 den Nebensteuerkolben 4 wieder nach innen drückt und somit den Kanal 29 drucklos
macht, worauf der Hauptsteuerkolben 2 sofort anspricht und sich so weit nach oben bewegt, daß seine obere Kolbenkante den. Kanal 29 gerade ein unmerkliches Stück freilegt. Diese kurze Aufwärtsbewegung des Hauptsteuerkolbens 2 läßt das aus dem ringförmigen inneren Arbeitsraum 27 zurückfließende Öl nunmehr wieder den bereits beschriebenen Weg über das Drosselventil 7 einnehmen, so . daß die Vorschubgeschwindigkeit des nun, beginnenden eigentlichen Bohrganges durch die gewählte Einstellung des Drosselventil 7 bestimmt ist. Die Zeitdauer dieses Bohrganges (einschließlich des vorangehenden Schnellganges) bis zur nächsten Späneentleerung ist dagegen durch die gewählte Einstellung des Drosselventils 8 bestimmt. Die gewünschte Bohrtiefe wird durch entsprechende Einstellung des Endanschlages 10 auf der Schaltstange 28 vorausbestimmt.
Die beschriebenen Vorgänge wiederholen sich
ao selbsttätig so lange, bis der Endanschlag 10 während eines Bohrganges gegen 'die Nase 64 des Kipphebels 13 anläuft, >so daß letzterer aus der Rast des Kipphebels 12 herausgehoben wird und der Hebel 14 sich nach rechts herumlegt. Dabei dreht sich der Kipphebel 12 unter der Wirkung der Feder 65 nach rechts und drückt den Nebensteuerkolben 5 nach innen und unten. Hierauf spricht der Hauptsteuerkolben 2 sofort durch Aufwärtsgang an, da der Stauraum 49 drucklos wird. Die beschriebene Umsteuerbewegung des Nebenkol'bens 5 unterbricht nämlich jede weitere ölzufuhr zum Stauraum des Hauptsteuerzylinders und verbindet diesen Stauraum 49 über Kanal 21, Kanal 31, oberer Ringraum des Nebensteuerkolbens 5, Kanal 32, Ringraum 55 des Nebensteuerkolbens 4, Kanal 30, Kanal 24 mit dem Sammelbehälter 60. Zugleich wird auch durch die Rechts Verdrehung des Kipphebel« 12 der Schleppanschlag 9 festgehalten, so daß letzterer sich relativ zur Schaltstange 28 wieder in seine Ausgangsstellung zurückbewegt, wenn infolge des genannten Aufwärtsganges des Hauptsteuerkolbens 2 der Arbeitskolben 1 in seine Ausgangsstellung zurückeilt und dort verbleibt. Damit ist die Bohrmaschine abgestellt.
Selbstverständlich kann die Bohrmaschine auch jederzeit von Hand ausgeschaltet werden, indem der Handgriff 37 nach rechts umgelegt wird. Es wäre jedoch unerwünscht, wenn die Bohrmaschine auf eine derartige Handausschaltung hin z. B. während des Schnell vorwärts- oder Rückwärtsganges sofort in ihre Ausgangsstellung zurückkehren würde, da der Schleppanschlag 9 sonst an einer rein zufälligen Stelle der Schaltstange 28 sitzen bleiben würde. Um dies zu vermeiden, ist die Anordnung so getroffen, daß der Arbeitskolben 1 und damit die Schaltstange 28 auch bei Handausschaltung erst bis an jene Stelle gehen muß, bei welcher der Kipphebel 12 hinter den Schleppanschlag 9 einklinkt und dann erst umkehren kann. Dies wird in einfacher Weise dadurch erreicht, daß der Hauptsteuerkolben 2 so lange nicht auf ein Hineindrücken des Nebensteuerkolbens 5 (wie oben beschrieben) ansprechen kann, wie nicht auch der Nebensteuerkol'ben 4 durch den Vorsprung 42 des Schleppanschlages 9 einwärts gedrückt wird. Erst dann kann das Öl aus dem Stauraum 49 oberhalb des Hauptsteuerkolbens 2 über Kanal 21, Kanal 31, oberer Ringraum des Nebensteuerkolbenss, Kanal 32, Ringraum 55 des Nebensteuerkolbens 4, Kanal 30, Kanal 24 in den Sammelbehälter 60 zurückfließen und so den Hauptsteuerkolben 2 aufwärts gehen lassen.
In den Fig. 5 bis 7 ist der Zusammenbau der hydraulischen Steuerungsteile in einem Block gezeigt. Im einzelnen zeigt Fig. 5 einen Schnitt durch die nebeneinanderliegenden Zylinder des Hauptsteuerkollbens 2, des Zeitschalters 3 und der Hilfssteuerkolben 4 und 6, die in diesem Fall gleichachsig in einem Zylinder zusammengebaut sind. Fig. 6 zeigt einen Schnitt längs der Linie A-A, aus welchem die Ndbeneinanderanordnung der Hilfssteuerkolben 4 und 5 ersichtlich ist, Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie B-B durch die beiden Drosselventile 7 und 8.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Hydraulische Steuervorrichtung mit durch einen SteuerkoÜben beeinflußtem Arbeitskolben der Bohrspindel für Bohrwerke mit Späneentleerung, bei welcher die Bohrdauer zwischen den einzelnen Entleerungen durch einen Zeitschalter geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitschalter als zusätzlicher, den Hauptsteuerkolben (2) beeinflussender Steuerkotben (3) ausgebildet und in den Steiuerkasten der hydraulischen Steuerung eingebaut ist und unmittelbar durch das Druckmittel betätigt wird derart, daß er in an sich bekannter Weise bei Beginn des Vorwärtshubes hydraulisch aufgezogen und je nach Einstellung eines Drosselventils (8) selbsttätig nach längerer oder kürzerer Zeit in die Ausgangslage zurückgeführt wird.
  2. 2. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung des Hauptsteuerkolbens (2) für den Vorwärtsschnell- und den Bohrgang unter Federwirkung durch einen ölstau bestimmt wird, der von einem Nebensteuerkolben (4) beeinflußt wird, der bei Umsteuerung vom Vorwärtsschnell- auf den Bohrgang durch einen Anschlag (9) an einer mit dem Arbeitskolben (1) bzw. der Bohrspindel (41) gekuppelten Schaltstange (28) verschoben wird, während die Umsteuerung vom Bohrgang auf den Schnellrückgang in Abhängigkeit von der Stellung des Zeitschalters (3) erfolgt.
  3. 3. Steuerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsteuerung vom Rückgang auf Vorwärtsschnellgang durch einen zweiten Nebensteuerkolben (6) erfolgt, der durch einen mit der Bohrspindel (41) verbundenen Anschlag (46) betätigt wird.
  4. 4. Steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Endausschal-
    tung durch einen dritten Nebensteuerkolben (5) erfolgt.
  5. 5. Steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptsteuerzylinder, der Zeitschalter, sämtliche Nefoensteuerzylinder und die Drosselventile in einem geschlossenen Block angeordnet sind.
  6. 6. Steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß durch Schließen des Drosselventils (8) für den Zeitschalter (3) dieser außer Wirkung gesetzt werden kann-, derart, daß der Bohrvorschub ohne Unterbrechung arbeitet.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 677 930, 695 976; USA.-Patentschrift Nr. 2 178 915.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
    ©5861 3.54
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