DE904869C - Vorrichtung zum Manoevrieren fuer Wasserfahrzeuge - Google Patents

Vorrichtung zum Manoevrieren fuer Wasserfahrzeuge

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Publication number
DE904869C
DE904869C DESCH7031A DESC007031A DE904869C DE 904869 C DE904869 C DE 904869C DE SCH7031 A DESCH7031 A DE SCH7031A DE SC007031 A DESC007031 A DE SC007031A DE 904869 C DE904869 C DE 904869C
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DE
Germany
Prior art keywords
propeller
ship
cross
main line
driven
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Expired
Application number
DESCH7031A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Eugen Schatte
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EUGEN SCHATTE DIPL ING
Original Assignee
EUGEN SCHATTE DIPL ING
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H25/00Steering; Slowing-down otherwise than by use of propulsive elements; Dynamic anchoring, i.e. positioning vessels by means of main or auxiliary propulsive elements
    • B63H25/46Steering or dynamic anchoring by jets or by rudders carrying jets

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Cleaning Or Clearing Of The Surface Of Open Water (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Manövrieren für Wasserfahrzeuge Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, mit welcher es Wasserfahrzeugen möglich ist, auch ohne Inanspruchnahme des normalen Ruders und ohne Arbeit der Hauptmaschine auf der Stelle oder im Bogen zu drehen, eine rein seitliche Bewegung auszuführen, langsam vor- oder rückwärts zu fahren und gegebenenfalls die Schiffsräume zu fluten oder zu lenzen.
  • Hydraulische Vorrichtungen zum Steuern von Schiffen sind bekannt; bei ihnen wird durch Schwenken des Propellers ein Anheben des Vorschiffes angestrebt. Die Erfindung verzichtet bewußt auf das Anheben des Vorschiffes, gestattet indessen durch vorteilhafte Anordnung und Ausbildung der Anlage eine vielseitige Ausnutzung derselben, ohne Nutzraum zu beanspruchen und ohne den Propeller schwenkbar auszuführen. Die Erfindung besteht aus von oben angetriebenen Propellern, die im Vor- oder auch im Achterschiff innerhalb von Querrohren arbeiten, welche innerhalb der Schiffswandung bewegliche Leitklappen aufweisen. Die Querrohre sind durch Rippen ausgesteift, von denen eine den Kegelradantrieb umschließt, während die anderen Rippen für eine stabile zentrische Lage der Kammer für das Propellergetriebe sorgen. Die Querrohre sind durch Absperrschieber wasserdicht gegen das Außenwasser abschließbar.
  • Die Vorrichtung kann auch zum Lenzen und Fluten benutzt werden. Zu diesem Zweck ist an die Querrohre seitlich vom Propeller eine wasserdicht abschließbare Hauptleitung angeschlossen, die in jedem der von ihr erfaßten Räume ein Saug- und ein Überflutungsventil hat. Zur Erreichung größerer Förderhöhen kann eine ebenfalls von oben angetriebene Zentrifugalpumpe zwischen dem Querrohr und der Hauptleitung eingebaut sein. Die Antriebsmaschinen für Propeller und Pumpen sind über dem Sicherheitsdeck aufgestellt. Die Bedienung der Absperrorgane und der Leitklappen erfolgt von Deck oder von der Brücke aus maschinell oder von Hand. Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht, und es stellt dar Abb. I einen Längsschnitt eines Vorschiffes mit eingebauter Manövriervorrichtung und angeschlossener Hauptleitung, Abb. II einen Querschnitt durch das Vorschiff, Abb. III einen Querschnitt durch die Manövriervorrichtung und Abb. IV die Leitklappen und die Außenschieber. Die Manövriervorrichtung besteht im wesentlichen aus einem kurzen Querrohr I, 2, das am unbenutzbaren Schiffsende, vorzugsweise in der Vor- oder auch Achterpiek, unterhalb der Leichtwasserlinie quer zur Schiffslängsebene, so eingebaut wird, daß seine Enden die Schiffswandung I2 durchstoßen. Im Innern des Querrohres I, 2 ist ein Propeller 5 so angeordnet, daß seine Achse mit der Rohrachse zusammenfällt. Der für beiderseitigen Drehsinn ausgebildete Propeller 5 wird über ein Kegelrädergetriebe 7, 4, das in der ölgefüllten Getriebekammer 3 untergebracht ist, von einer oberhalb angeordneten, umsteuerbaren Kraftquelle I3 angetrieben. Das Querrohr I, 2 und die Getriebekammer 3 sind durch Rippen miteinander verbunden. An den Schiffswänden 12 weisen die Querrohre I, 2 verstellbare Leitklappen 8 auf, mit denen das verarbeitete Wasser in gewünschter Richtung abgelenkt wird, wodurch Kraftwirkungen nicht nur quer zur Schiffsebene, sondern auch in Schiffsrichtung erzeugt werden können. Zum Schutz der im Querrohr I, 2 befindlichen Teile gegen Beschädigung durch Fremdkörper können außerdem wasserdicht schließende Außenschieber Io eingebaut werden, wodurch gleichzeitig die Zugänglichkeit in das Innere der Querrohre I, 2 auch im Schwimmzustand des Schiffes erreicht wird. Der Einbau der Außenschieber Io ermöglicht so die Reparatur der Manövriervorrichtung ohne Dockung. Außerdem gewährleisten die Außenschieber Io eine bessere Umströmung der Rohrenden durch das Außenwasser bei Kursfahrt. Notwendig werden die Schieber Io, wenn die beschriebene Anlage zum Lenzen oder Fluten der Schiffsräume herangezogen wird. In diesem Falle wird am Querrohr I, 2 seitlich vom Propeller 5 eine (oder mehrere) die einzelnen Schiffsräume erfassende, durch Schieber I5 abschließbare Hauptleitung 22 angeschlossen, durch welche der Propeller 5 nach Schließung eines Außenschiebers Io Wasser aus den Schiffsräumen saugen oder in diese drücken kann. Zur Erreichung größerer Förderhöhen als der Propeller 5 hergibt, wird gegebenenfalls eine Zentrifugalpumpe I7 zwischen dem Querrohr I, 2 und der Hauptleitung 22 eingeschaltet. Der Antrieb I3 der Zentrifugalpumpe I7 erfolgt ebenfalls von oben. Um die Anlage bis zum Versinken des Schiffes betriebsfähig zu erhalten, wird der Antrieb I3 vorteilhaft über dem Sicherheitsdeck angeordnet. Aus demselben Grunde soll auch die Bedienung der Leitklappen 8 und der Absperrorgane Io, I5, I8, 2o von einem der oberen Decks aus erfolgen. Die Steuerung der Antriebsmaschinen I3 wird zweckmäßigerweise von der Kommandobrücke aus vorgenommen. Die Vorteile des Erfindungsgegenstandes gehen aus folgendem hervor: Fast alle bisher gebauten Einschraubenschiffe werden allein durch achtern angeordnete normale Schiffsruder gesteuert. Diese Ruder sind aber nur bei genügend hoher Fahrgeschwindigkeit wirksam. Doch selbst dabei bleibt ihre Wirkung nur auf die Kurseinhaltung oder langsame Kursänderung beschränkt. Oft notwendige Manöver, wie Drehen auf der Stelle oder Bewegungen nach der Seite, sind indessen mit normalen Schiffsrudern überhaupt nicht zu erreichen. In engen Gewässern, wie Flüssen, Häfen, Kanälen, Schleusen usw., können schwere Schiffe ohne Schlepperhilfe weder ein- noch ausfahren. Ebenso unmöglich ist es ihnen, ohne Schlepperhilfe oder ohne Hauptmaschine den Liegeplatz zu wechseln bzw. an- und abzulegen. Besonders zeitraubend, umständlich, ja sogar gefährlich werden diese Manöver bei ungünstigen Navigationsbedingungen, z. B. bei Ballastfahrt, bei Sturm, Nacht, Nebel oder Schneetreiben. Durch den Erfindungsgegenstand werden all diese Mängel weitgehend beseitigt. Durch die Möglichkeit, allein mit der neuen Vorrichtung auch vor- und rückwärts zu fahren, entfallen darüber hinaus noch die Kosten für langes Warten auf fremde Schlepperhilfe, wie sie sonst in Häfen oder bei Havarie auf hoher See oft unvermeidlich sind.
  • Da die Manövriervorrichtung im wesentlichen eine Turbinenpumpe darstellt, ist ihre Verwendung zum Lenzen und Fluten der Schiffsräume mit großer Förderleistung möglich. Das ist insofern von Bedeutung, als die vorschriftsmäßigen Schiffslenzpumpen bei weitem nicht ausreichen, um größere Wassermengen, wie sie etwa bei Leckschäden entstehen, schnell genug zu lenzen. Die übliche tiefe Anordnung der Hilfsmaschinen auf oderdicht über dem Doppelboden macht ihren Einsatz gerade in der Not unmöglich, da sie bei ernsteren Wasserschäden frühzeitig überflutet werden und damit ausfallen. Durch den Einbau der Lenz- bzw. Flutleitung 22 wird es möglich, leckgewordene Schiffsabteilungen in kurzer Zeit ohne fremde Bergungshilfe zu lenzen oder sie zu fluten. Damit ist man in der Lage, die Schiffsstabilität jeweils zu korrigieren und zu verbessern. Ebenso wird es möglich, den Trimm und die Krängung des Schiffes in gewünschter Weise so stark zu verändern, daß Schäden in der Nähe der Wasserlinie bzw. Schäden an Ruder oder Propeller mit Bordmitteln, ohne Dock, ausgebessert werden können. Besonders für Passagierschiffe dürfte diese die Sicherheit und Unsinkbarkeit erhöhende Vorrichtung von besonderem Wert sein. Es ist auch anzunehmen, daß Schiffe mit der neuen Manövriervörrichtung niedrigere Versicherungssätze zu entrichten haben werden und für die Beförderung von Menschen und wertvoller Ladung eine Bevorzugung erfahren werden, da Schiff, Fahrgäste, Ladung und Besatzung vor Schäden und Verlusten besser geschützt sind.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Manövrieren für Wasserfahrzeuge, gekennzeichnet durch von oben angetriebene Propeller (5), die im Vor- oder auch im Achterschiff innerhalb von Querrohren (I, 2) arbeiten, welche innerhalb der Schiffswandung bewegliche Leitklappen (8) aufweisen.
  2. 2. Vorrichtung nach. Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Querrohre (I, 2) durch Rippen ausgesteift sind, von denen eine Rippe das Kegelrädergetriebe (4,7) umschließt, während die anderen Rippen für eine stabile zentrische Lage der Kammer für das Propellergetriebe (3) sorgen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querrohre (I, 2) durch Absperrschieber (Io) wasserdicht gegen das Außenwasser abschließbar sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Benutzung der Vorrichtung zum Lenzen und Fluten an die Querrohre (I, 2) seitlich vom Propeller eine wasserdicht abschließbare Hauptleitung (22) angeschlossen ist, die in jedem der von ihr erfaßten Räume ein Saug-und ein Überflutungsventil (I8,2o) hat.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erreichung größerer Förderhöhen eine ebenfalls von oben angetriebene Zentrifugalpumpe (I7) zwischen dem Querrohr (I,2) und der Hauptleitung (22) eingebaut ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmaschinen von Propeller und Pumpe über dem Sicherheitsdeck aufgestellt sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrorgane (Io,I5) und die Leitklappen (8) von Deck oder von der Brücke aus (maschinell oder von Hand) bedienbar sind. Angezogene Druckschriften Französische Patentschrift Nr. 593 047-
DESCH7031A 1951-07-06 1951-07-06 Vorrichtung zum Manoevrieren fuer Wasserfahrzeuge Expired DE904869C (de)

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DE (1) DE904869C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1048181B (de) * 1956-10-22 1958-12-31 Voith Gmbh J M Steuereinrichtung fuer Schiffe mit einem den Schiffskoerper durchquerenden Kanal undeinem in diesem Querkanal angeordneten Propulsionsorgan
DE1123939B (de) * 1957-11-30 1962-02-15 Karlstad Mekaniska Ab Steuerschraube
DE1182550B (de) * 1962-10-10 1964-11-26 Friedrich Wilhelm Pleuger Einrichtung zum Schutz eines Bugstrahlruders vor Vereisung

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR593047A (fr) * 1925-02-04 1925-08-14 Propulseur sur l'avant des bateaux

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