DE90296C - - Google Patents

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DE90296C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01DCONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
    • E01D19/00Structural or constructional details of bridges
    • E01D19/14Towers; Anchors ; Connection of cables to bridge parts; Saddle supports

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Lift-Guide Devices, And Elevator Ropes And Cables (AREA)

Description

ber spei· öon
KAISERLICHES /j
PATENTAMT.
Bei den bisher gebauten gröfseren Kabelbrücken bestehen die Kabel aus Strängen, deren einzelne Drähte zu einem Drahte ohne Ende an einander gelöthet oder gespleifst sind. Um solche Stränge herzustellen und zu verankern, wird dieser endlose Draht so oft, als die geplante Stärke des Stranges es erfordert, von einer Verankerungsstelle zur anderen und wieder zurückgeführt und bei der jedesmaligen Wendung um einen Schuh, Bolzen oder dergl. gelegt, welcher dann seinerseits an Ketten oder Stäben befestigt ist, die den Zug des Kabelstranges auf den Ankerstuhl und das Mauerwerk übertragen. Bei dieser Arbeitsmethode kann man also die das Kabel bildenden Stränge erst an der Baustelle zusammensetzen, wohingegen gegenwärtige Erfindung sich auf die Herstellung der Brückenkabel aus solchen Strängen oder Seilen bezieht, welche schon in der Fabrik fertig hergestellt werden können, so dafs an der Baustelle nur noch die fertigen Stränge in ihre, richtige Lage zu bringen, mit einander zu verbündein und zu verankern sind.
Indem man derart die Stränge fabrikationsmäfsig als Seile herstellt, ermöglicht man die Anwendung des besten bekannten Seilanschlusses oder Seilkopfes P (Fig. 5), bestehend aus einer Hülse mit konischer Bohrung, in welche das Seilende eingeführt wird, und welche, nachdem die Enden der einzelnen Drähte der Form der Bohrung entsprechend aus einander gezogen sind, mit einer geeigneten Melalllegirung ausgegossen wird.
Um aber diese Seilköpfe in einer den Bedürfnissen einer Kabelbrücke entsprechenden Weise festlegen zu können, sind mehrere Bedingungen zu berücksichtigen.
Die Seilköpfe müssen nämlich, um die nöthige Stärke zu behalten, entsprechend grofs gewählt werden, und um sie montiren zu können, mufs ein entsprechend weiter Raum zwischen den Seilköpfen freibleiben. Es ist also nothwendig, um bei der gewöhnlich recht grofsen Zahl von Seilköpfen keinen übermäfsigen Raum für die Verankerung in Anspruch zu nehmen, die Köpfe möglichst günstig zu gruppiren, aber doch so, dafs jeder einzelne derselben auch für etwaige im Laufe der Zeit anzustellende Revisionen der Verankerung zugänglich bleibt.
Dieses Ziel soll dadurch erreicht werden, dafs man den Ankerstühl A stufenförmig ausbildet (Fig. 1), und zwar so,, dafs der Kopf des Mittelstranges auf der gleichfalls in der Mitte liegenden, am weitesten herausstehenden Stufe aufliegt, während die Köpfe der den Mittelstrang umgebenden Lagen genau nach ihrer Reihenfolge im Kabel auf die entsprechenden Stufen des Ankerstuhles aufgesetzt werden . (Fig. 2). Da jede der inneren Stufen entsprechend über die nächste äufsere hervorragt, so liegen die Köpfe jeder Stufe fast vollständig frei. Man erhält in dieser Stufenform eine Construction, welche es ermöglicht, den Ankerstuhl auch für die gröfsten Brücken bei hinreichender Stärke in einfachster Form und als gewöhnliches Gufsstück herzustellen, welches aber dennoch die für die Montagearbeiten erforderliche und auch für die spätere Beobachtung
erwünschte Zugänglichkeit der einzelnen Seilköpfe ausreichend gewährt. Damit ist die erste Bedingung erfüllt.
Die zweite Bedingung ergiebt sich aus den bei der Montage der Kabel auszuführenden Arbeiten. Die Seile werden nach einander aufgehängt und an den Enden provisorisch befestigt (Fig. 6) und jedes einzelne wird, sobald es in die Lage gebracht worden ist, welche es später im Kabel einnehmen soll, mit dem oder den bereits vorher aufgehängten Seilen durch eine provisorische Bündelung so fest verbunden, dafs. es diese Lage nicht mehr ändern kann. Erst wenn dieses geschehen ist, läfst sich mit voller Genauigkeit die Stelle bestimmen, an welcher sein Seilkopf befestigt werden mufs, da die sonst unvermeidlichen Ungenauigkeiten in der Länge der einzelnen Seile, selbst wenn dieselben auch nur gering sind, doch eine ungleiche Belastung der Seile im Kabel und dadurch eine erhebliche Schwächung des letzteren zur Folge haben würden. Durch eine beliebige Zugvorrichtung, an C (Fig. 6) wirkend, werden diese durch die provisorische Bündelung sich ergebenden Unregelmäfsigkeiten ausgeglichen. Die Linie α b (Fig. 6 bis 8) gäbe die Stelle des Seiles an, an welcher der Kopf befestigt werden müfste.
Man hat nun aber eine freie Arbeitslä'nge des Seiles von mehreren Metern nöthig, um das Ausgiefsen des Kopfes vornehmen zu können, und mufs also, um diese Arbeitslänge zu gewinnen, nachdem man die Stelle für den Seilkopf markirt hat, das Seil entsprechend weit durch seine Oeffnung im Ankerstuhl hindurchziehen und dann auf seine richtige Länge abschneiden. Da dasselbe aber mit den vorher aufgelegten Seilen fest verbündelt war, so müfste man, um es hindurchziehen zu können, die ganze Bündelung wieder entfernen und würde es dadurch aus seiner Lage wieder vollständig herausbringen. Um das zu vermeiden, löst man die Bündelung nicht ganz, sondern nur so weit, dafs das Seil auf der gröfsten Länge zwischen den Pilonen, also da, wo die Bündelung für die Sicherung der Lage desselben besonders wichtig ist, gebündelt bleibt, und nur von der Verankerung bis zur Pilone und ein wenig darüber hinaus (etwa bis D, Fig. 3) gelöst wird. Wenn wir das Seil dann aus dem Pilonenauflager O herausheben, so können wir es auf die erforderliche Länge durch seine Oeffnung in der Verankerung hindurchziehen und den Seilkopf P befestigen. Nachher mufs das Seil wieder in das Pilonenauflager hineingehoben und der vorher gelöste Theil der Bündelung wieder erneuert werden. Das Seil mufs, um aus dem Pilonenauflager hinaus- und wieder hineingehoben zu werden, eine kleine Verlängerung . erfahren können, wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich. Fig. 4 zeigt einen Querschnitt des Pilonenauflagers O; die untere Hälfte der Lagerschale H enthält bereits einen Theil der das Kabel bildenden Seile. Soll nun das Seil E (man erinnere sich, dafs es sich immer nur um das zuletzt eingelegte Seil handelt), nachdem es in seiner richtigen Länge festgelegt ist,:aus der Lagerschale zu obigem Zwecke herausgenommen und wieder hineingelegt werden, so mufs es über die Wandung der mehrere Meter langen Lagerschale hinweggehoben werden. Das Herausnehmen macht keine. Schwierigkeiten; denn die provisorische Befestigung des Seiles gestattet ein Nachlassen desselben um die beliebig zu wählende Länge F G (Fig. 6). Wäre aber der Seilkopf P an der Stelle, die Fig. 7 zeigt, befestigt, so wäre es unmöglich, das Seil wieder über die Wandung H der Lagerschale (Fig. 4) in dieselbe hineinzuheben, da die dazu erforderliche vorübergehende Verlängerung des Seiles nirgend woher gewonnen werden kann, es sei denn, man löse die ganze, Bündelung, was ja aber gerade vermieden werden soll. Hier soll nun das Zwischenstück J (Fig. 8), dessen Anwendung den Gegenstand des Anspruches 2 bildet, helfend eingreifen. Dieses Stück ist zweitheilig und kann daher beliebig angebracht und wieder entfernt werden. Wenn nämlich dem definitiven Seilkopf P nicht der Ankerstuhl A (Fig. 7) selbst als Widerlager gegeben, sondern das Zwischenstück J zwischen Seilkopf und Ankerstuhl angebracht wird, dann sind die Seile um die Länge dieses Stückes gröfser zu wählen und die Marke für die definitive Befestigung des Seilkopfes ist nicht bei ab, sondern bei ay b1 (Fig. 8) anzubringen. Ist dann der Seilkopf P in der Lage der Fig. 8 definitiv befestigt, so braucht nur das zweitheilige Zwischenstück J vorübergehend abgenommen zu werden. Dann kann der Seilkopf bis zum Ankerstuhl nachgelassen und dadurch der Theil des Seiles, der zwischen der Verankerung N und dem Pilonenauflager O liegt (Fig. 3), so weit verlängert werden, dafs das Seil über die Wandung der Lagerschale in dieselbe hineingehoben werden kann. Dann spannt man das Seil wieder an und setzt das Zwischenstück wieder ein, um dem Seile wieder die richtige Länge im Kabel zu geben. Sind alle Seile in der geschilderten Weise verankert, dann wird das ganze Kabel .mit der definitiven Bündelung versehen. Wenn hierbei wirklich noch geringe Regulirungen einzelner Stränge nothwendig werden sollten, so wird der Kopf derselben ein wenig angezogen und eine Scheibe von entsprechender Dicke untergelegt, womit die Verankerung fertig ist.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Verankerung der Kabel von Hängebrücken, gekennzeichnet durch die Stufenform, des Ankerstuhles (A), welche Form
    bei grofser Festigkeit und Einfachheit der Construction die Benutzung von ausgegossenen Seilköpfen (P) zur Seilbefestigung unter freier Zugänglichkeit der einzelnen Köpfe ermöglicht.
    Eine Verankerung wie unter ι., bei welcher zwischen Seilköpfen und Ankerstuhl zweitheilige Zwischenstücke (J) eingeschoben sind, durch deren vorübergehende Entfernung bei der Herstellung der Kabel die für jeden einzelnen Strang erforderliche freie Länge gewonnen werden kann, um denselben aus dem Pilonenauflager herausnehmen und wieder hineinlegen zu können, ohne den gröfseren Theil der vorläufigen Bündelung lösen zu müssen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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