DE19537373A1 - Verfahren und Vorrichtung zur biegesteifen Sicherung eines Schornsteins - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur biegesteifen Sicherung eines Schornsteins

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E04F17/02Vertical ducts; Channels, e.g. for drainage for carrying away waste gases, e.g. flue gases; Building elements specially designed therefor, e.g. shaped bricks or sets thereof

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur biegesteifen Sicherung eines oberen nicht abgestützten Teils eines Schornsteins nach den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 5.
Schornsteine werden herkömmlicherweise durch eine Aufeinandersetzen von Mantelsteinen aufgebaut. Bei einem solchen Aufbau entsteht das Problem, daß der Kopfbereich des Schornsteins in bezug auf Windlast nur eine begrenzte Standsicherheit besitzt. Falls der Schornstein firstfern austritt, entstehen jedoch größere Kopfhöhen, so daß dieser Teil des Schornsteins gesichert werden muß.
Es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, die Standsicherheit durch Anordnung von Stahl-Eckwinkeln nach statischer Berechnung zu erzielen. In diesem Fall sind die Winkeleisen von der Schornsteinmündung bis in den Bereich der vorletzten seitlichen Abstützung herunterzuführen und mittels horizontaler Flacheisen untereinander zu verbinden. Der Nachteil eines solchen Stahlkorsetts ist, daß es teuer ist und wenig in den Bauablauf paßt, da ein Schlosser zur Installation dieser Sicherungsvorrichtung nötig ist.
Des weiteren ist ein System zur Bewehrung oberhalb der vorletzten seitlichen Abstützung der Schornsteinanlage bekannt. Bei einem solchen System weisen die Mantelsteine Bewehrungszellen auf, in die die Bewehrungsstäbe eingeführt werden. Nachdem die Bewehrungsstäbe in die Bewehrungszellen eingeführt worden sind, werden die Bewehrungszellen mit Mörtel verfüllt. Daraufhin werden weitere Mantelsteine auf die Bewehrungsstäbe aufgefädelt und die Bewehrungszellen dieser Mantelsteine jeweils mit Mörtel verfüllt. Die Enden der Bewehrungsstäbe weisen jeweils ein Gewinde und eine Gewindehülse auf. Sind so viele Mantelsteine aufgefädelt worden, daß das Ende eines Bewehrungsstabes erreicht ist, wird vor dem Verfüllen der Bewehrungszelle mit Mörtel ein neuer Bewehrungsstab aufgeschraubt, so daß nach dem Verfüllen erneut Mantelsteine aufgesetzt werden können. In dieser Weise wird der Schornstein bis zur Mündung aufgebaut.
Dieses System weist jedoch den Nachteil auf, daß spätestens ab vorletzter seitlicher Abstützung eine biegesteife Sicherung des Schornsteins vorgenommen werden muß.
Desweiteren tritt das Problem auf, daß die Gewindehülsen der Bewehrungsstäbe sauber zu halten sind, was wegen des Verfüllens mit Mörtel schwierig zu bewerkstelligen ist. Desweiteren ergibt sich der Nachteil, daß die Bewehrungsstäbe beim Aufbau des Schornsteins vorausstehen, so daß die Mantelsteine in der Luft gehalten darübergefädelt werden müssen. Zusätzlich ist es schwierig zu kontrollieren, daß das Verfüllen des Mörtels gleichmäßig über die gesamte Höhe der Mantelsteine erfolgt ist. Dadurch, daß bei jedem Mantelstein die Bewehrungszellen vergossen werden, ist dieses System teuer und erfordert einen großen Arbeitsaufwand.
Desweiteren ist ein System zur Verspannung des oberen Teils eines Schornsteins bekannt. Bei diesem System wird bei der Höhe, ab welcher eine biegesteife Sicherung des Schornsteins nötig ist, ein Flachstahlrahmen der drehfest befestigte Gewindemuttern an seinen Ecken aufweist, aufgesetzt. Daraufhin wird das Schornsteinsystem komplett hochgemauert und in die vorhandenen Eckkanäle Spannstäbe mit Gewindeanschlüssen eingeführt und in den unteren Flachstahlrahmen eingedreht. Nach dem letzten Mantelstein wird ein zweiter Flachstahlrahmen aufgesetzt und die vier Spannstäbe zugfest verschraubt. Im Bereich des unteren Flachstahlrahmens weist der Mantelstein Eckaussparungen auf, um den Einschraubvorgang der Spannstäbe kontrollieren zu können. Der Schornsteinteil wird so zwischen den beiden Flachstahlrahmen durch die Spannstäbe verspannt.
Dieses System weist die folgenden Nachteile auf: Es muß ein spezieller Flachstahlrahmen gefertigt, geliefert und im Schornstein eingesetzt werden. Desweiteren ist zur Versteifung eine Verspannung durch die Spannstäbe nötig, da sie nicht vermörtelt werden, weshalb das System insgesamt verzinkt ausgeführt werden muß, um den nötigen Korrosionsschutz zu erzielen. Dadurch wird dieses System sehr aufwendig und teuer. Die Gesamtlänge der Spannstäbe muß der Mantelstein-Bewehrungsstrecke angepaßt sein, was mit Problemen auf der Baustelle verbunden sein kann, weil die Höhe der Mörtelfugen zwischen den einzelnen Mantelsteinen nicht genau vorausgeschätzt werden kann.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur biegesteifen Sicherung eines Teils eines Schornsteins bereitzustellen, die einfach aufzubauen ist und mit der es möglich ist, ab jeder Höhe die biegesteife Sicherung zu beginnen.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 offenbarten Verfahrensschritte und die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 5 offenbarten Vorrichtungsmerkmale gelöst.
Weiterbildungen und spezielle Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die folgenden Vorteile ergeben sich aus der vorliegenden Erfindung. Die beiden Sondermantelsteine werden oberhalb der vorletzten seitlichen Abstützung nach statischen Erfordernissen problemlos aufgefädelt, der darunterliegende Teil der Schornsteinanlage bleibt unbewehrt. Dadurch kann der erste Sondermantelstein jederzeit aufgesetzt werden, selbst wenn schon ein Teil des Schornsteins aufgebaut wurde. Die Bewehrungsstäbe werden erst eingeführt, nachdem der Schornstein bis zur Mündung aufgebaut worden ist, was den Aufbau des biegesteifen Teils des Schornsteins vereinfacht. Desweiteren erfolgt die biegesteife Sicherung ohne eine Verspannung des zu sichernden Teiles, sondern durch eine schlaffe Bewehrung. Die Höhe des Schornsteins ist frei wählbar, da die Bewehrungsstäbe jederzeit abgeflext und im oberen Bereich vergossen werden können. Selbst wenn die Bewehrungsstäbe in den Kanälen des letzten Mantelsteins enden, ist ein Vergießen des oberen Endes der Bewehrungsstäbe möglich. Gemäß statischem Nachweis ist es lediglich erforderlich, vom Schornsteinende aus den obersten Mantelstein mit Ankermörtel zu vergießen, im Bereich der vorgenannten Sondermantelsteine sind die Ankereisen mit Gewindehülse bereits werkseitig zugfest vergossen worden. Lediglich die vier Stück Bewehrungsstäbe selbst werden zur Erzielung eines ausreichenden Korrosionsschutzes in verzinkter Form ausgeliefert.
Im folgenden sollen Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert werden.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt des oberen Teils eines Schornsteins, welcher biegesteif gemäß der vorliegenden Erfindung gesichert ist;
Fig. 2 zeigt den Längsschnitt der Befestigungsvorrichtung der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform;
Fig. 3 zeigt den Längsschnitt der Befestigungsvorrichtung einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 4 zeigt den Längsschnitt der Befestigungsvorrichtung, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist, im Detail.
Es wird eine erste Ausführungsform anhand der Fig. 1 und 2 beschrieben.
Der Schornstein 1 ist aus gleichartigen Mantelsteinen 2 aufgebaut. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist für Schornsteine 1 vorzusehen, die in ihren Mündungsbereich aufgrund der Windlast, dem dieser Teil ausgesetzt ist, zu sichern sind. Fig. 1 zeigt ein Beispiel eines oberen Teils eines Schornsteins 1, der durch die letzte Geschoßdecke 13 und durch den darüberliegenden Dachstuhl 14 abgestützt werden kann. Der Teil des Schornsteins 1, der sich über den Dachstuhl 14 erstreckt, ist der Windlast ausgesetzt und muß deshalb gesichert werden. Hierzu ist es erforderlich, sowohl die Mantelsteine 2a, die sich über die letzte Abstützung 14 nach oben erstrecken, als auch einen Teil der Mantelsteine 2a, die sich unterhalb der letzten Abstützung 14 befinden, zu sichern. Diese zu sichernden Mantelsteine 2a weisen in ihren vier Ecken vier Kanäle 12 auf.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur biegesteifen Sicherung dieser Mantelsteine 2a ist ein erster Sondermantelstein 7 unterhalb des letzten zu sichernden Mantelsteins 2a eingebracht. Dieser erste Sondermantelstein 7 weist direkt unterhalb der Kanäle 12 der Mantelsteine 2a Befestigungsvorrichtungen 5 zur Befestigung von Bewehrungsstäben 3 auf. Bei einer Ausbildung der vorliegenden Erfindung sind in den vier Ecken des ersten Sondermantelsteins 7 stabförmige Bewehrungen 10 eingegossen. Desweiteren sind Gewindehülsen 9 so mit eingegossen, daß sie nach oben offen sind und sich im Zentrum des jeweiligen Kanals 12a des darüber aufgebauten Mantelsteins 2a befinden.
In den vier Kanälen 12 der zu sichernden Mantelsteine 2a befindet sich jeweils ein Bewehrungsstäbe 3. In die Gewindehülsen 9 der Befestigungsvorrichtungen 5 des ersten Sondermantelsteins 7 ist jeweils ein Teil einer Gewindestange 24 gedreht, so daß der andere Teil der Gewindestange 24 nach oben heraussteht. An den unteren Enden 11 der
Bewehrungsstäbe 3 sind Gewindehülsen 25 drehfest befestigt. In diese Gewindehülsen 25 sind die oberen herausstehenden Enden der Gewindestangen 24 eingeschraubt. Der Außendurchmesser der Gewindehülsen 25 ist kleiner als der Durchmesser der Kanäle 12, so daß die Bewehrungsstäbe 3 mit den Gewindehülsen 12 in die Kanäle eingeführt werden können. Die Bewehrungsstäbe 3 können einteilig oder aus mehreren Teilen zusammengesetzt ausgebildet sein. Für ein Zusammensetzen aus Teilen können beispielsweise die unteren Enden 11 der Bewehrungsstabteile Gewindehülsen und die oberen Enden der Bewehrungsstabteile Gewinde aufweisen. Desweiteren können die oberen Enden 15 der Bewehrungsstäbe 3 mit Muttern 4 zum Einschrauben der unteren Enden 11 der Bewehrungsstäbe 3 versehen sein.
In einer weiteren möglichen Ausbildung der Befestigungsvorrichtungen 5 sind die unteren Enden 11 der Bewehrungsstäbe 3 mit einem Gewinde versehen, welche direkt in die Gewindehülsen 9 des Sondermantelsteins 7 gedreht werden.
Zur Befestigung der oberen Enden der Bewehrungsstäbe 3 sind die Kanäle 12 des obersten Mantelsteins 2a mit Ankermörtel ausgegossen. Überstehende Teile der Bewehrungsstäbe 3 können bündig mit der oberen Fläche des obersten Mantelsteins 2a abgeflext werden.
In einer weiteren Ausbildung der vorliegenden Erfindung ist über dem ersten Sondermantelstein 7 ein zweiter Sondermantelstein 8 vorgesehen. Dieser zweite Sondermantelstein 8 weist in seinem unteren Bereich an seinen vier Ecken jeweils Eckausnehmungen 6 auf, die so weit in den zweiten Sondermantelstein 8 hineinreichen, daß die Kanäle 12 des zweiten Sondermantelsteins 8 in nach unten gerichtete Flächen 16 der Eckausnehmungen 6 öffnen. Diese Eckausnehmungen 6 ermöglichen es, die unteren Enden 11 der Bewehrungsstäbe 3 auf den herausstehenden Teil der Gewindestange 25 bzw. in die Gewindehülsen 9 des Sondermantelsteins 7 einzufädeln. Desweiteren ist es möglich, durch diese Eckausnehmungen 6 die Bewehrungsstäbe 3 einzuschrauben. In diesem Fall sind die Muttern 4 nicht notwendig. Zum Einschrauben durch die Eckausnehmungen 6 können beispielsweise die Hülsen 25 bzw. die Bereiche der Bewehrungsstäbe 3, die durch die Eckausnehmungen 6 zugänglich sind, Abflachungen aufweisen, an welche durch die Eckausnehmungen 6 ein Werkzeug angelegt werden kann und durch welches die Bewehrungsstäbe 3 eingeschraubt werden können. Die Eckausnehmungen 6 sind zum Korrosionsschutz mit Mörtel ausgegossen.
Eine weitere Ausführungsform der unteren Befestigungsvorrichtung 5 der vorliegenden Erfindung wird anhand der Fig. 3 und 4 erläutert.
Für jede Befestigungsvorrichtung 5 ist ein Rohrabschnitt 17 mit kreisrundem Querschnitt, einer Verbindungsschraube 21 und zwei Klemmschrauben 18 vorgesehen. Der Innendurchmesser des Rohrabschnitts 17 ist größer als der Durchmesser der Bewehrungsstäbe 3, während der Außendurchmesser etwas kleiner als die von der Fläche 16 gemessene Erstreckung der Eckausnehmung 6 ist. Die Verbindungsschraube 21 ist mit einem in das Innengewinde der Gewindehülsen 9 passende Außengewinde drehfest an einem Ende des Rohrabschnitts 17 angeschweißt. Das gegenüberliegende andere Ende des Rohrabschnitts 17 ist offen. In der Wandung 19 des Rohrabschnitts 17 sind zwei radial verlaufende Gewindedurchgangsbohrungen ausgebildet, die in Axialrichtung Längsrichtung) des Rohrabschnitts 17 mit gegenseitigem Abstand angeordnet sind. Die Klemmschrauben 18 in Form von Madenschrauben sind als Scherbolzen ausgebildet, die während des Einschraubens in die Gewindedurchgangsbohrungen bei einem vorbestimmten Drehmoment in Höhe der äußeren Mantelfläche des Rohrabschnitts 17 abscheren. In dem den Gewindedurchgangsbohrungen gegenüberliegenden Bereich sind an der Innenseite der Rohrabschnittswandung 19 zwei mit einem Winkelabstand im Bereich von etwa 75° bis etwa 95° parallel zueinander in Axialrichtung des Rohrabschnitts 17 verlaufende Zahnrippen 23 mit sich senkrecht zu deren Verlauf erstreckenden Zähnen 22 angeschweißt. Zur Befestigung des unteren Endes 11 der Bewehrungsstäbe 3 werden die Klemmschrauben 18 vorzugsweise mittels eines Werkzeugs mit Motorantrieb in die Gewindedurchgangsbohrungen jedes Rohrabschnitts 17 so weit eingeschraubt, bis sie sich im Klemmeingriff mit dem jeweiligen unteren Ende 11 befinden, das heißt bis dieser in die Zähne 22 der Zahnrippen 23 eingepreßt und somit rutschfest im jeweiligen Rohrabschnitt 17 gehalten ist. Die Klemmschrauben 18 werden so stark auf Torsion beansprucht, daß sie in Höhe der äußeren Mantelfläche des Rohrabschnitts 17 abscheren.
Im folgenden soll ein Verfahren zur biegesteifen Sicherung des oberen Teils des Schornsteins beschrieben werden.
Der Schornstein wird durch Mantelsteine 2 bis zu der Höhe aufgebaut, ab der eine biegesteife Sicherung erforderlich ist. In dieser Höhe wird der oben beschriebene erste Sondermantelstein 7, der Befestigungsvorrichtungen 5 für die Bewehrungsstäbe 3 aufweist, aufgesetzt. Im folgenden werden die weiteren Mantelsteine 2a, die biegesteif zu sichern sind, über dem ersten Sondermantelstein 7 bis zur Mündung des Schornsteins 1 aufgebaut. Dabei werden die Mantelsteine 2a so auf dem ersten Sondermantelstein 7 aufgesetzt, daß die Kanäle 12 der Mantelsteine 2a sich direkt über den Befestigungsvorrichtungen 5 des ersten Sondermantelsteins 7 befinden. Sind alle zu sichernden Mantelsteine 2a aufgebaut, werden Bewehrungsstäbe 3 in die Kanäle 12 der zu sichernden Mantelsteine 2a eingeschoben. Falls sich die Bewehrungsstäbe 3 jeweils aus mehreren Teilen zusammensetzen, erfolgt vor dem Einschieben der Bewehrungsstäbe 3 ein Zusammensetzen dieser. Die Befestigungsvorrichtungen 5 und die Bewehrungsstäbe 3 sind wie in den oben angegebenen Ausbildungen ausgeführt. Es werden nun die jeweils unteren Enden 11 der Bewehrungsstäbe 3 mittels der Befestigungsvorrichtungen 5 des ersten Sondermantelsteins 7 befestigt. Daraufhin werden die Kanäle 12 des obersten Mantelsteins, aus dem die oberen Enden 15 der Bewehrungsstäbe 3 vorzugsweise herausstehen, mit Mörtel ausgegossen, wodurch der obere Teil 15 der Bewehrungsstäbe 3 eingegossen wird. Nach Aushärtung des Mörtels werden dadurch die oberen Enden 15 der Bewehrungsstäbe 3 an dem obersten Mantelstein befestigt, wodurch eine schlaffe Bewehrung des Teils des Schornsteins zwischen dem ersten Sondermantelstein 7 und dem obersten Mantelstein erreicht wird.
Ist für die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung der zweite Sondermantelstein 8 erforderlich, ist dieser in einer weiteren Ausführung des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung nach dem Aufsetzen des ersten Sondermantelsteins 7 aufzusetzen. Erst daraufhin werden die weiteren biegesteif zu sichernden Mantelsteine 2a aufgesetzt.

Claims (13)

1. Verfahren zur biegesteifen Sicherung des oberen Teils eines Schornsteins (1), der aus aufeinandergesetzten Mantelsteinen (2, 2a) aufgebaut wird, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
  • a) Aufsetzen eines ersten Sondermantelsteins (7) in der Höhe des Schornsteins (1), ab der der Schornstein (1) zu sichern ist, wobei der erste Sondermantelstein (7) Befestigungsvorrichtungen (5) für Bewehrungsstäbe (3) aufweist,
  • b) Aufsetzen von den biegesteif zu sichernden Mantelsteinen (2a), die über der Befestigungsvorrichtung (5) endende Kanäle (12) aufweisen,
  • c) Einschieben von Bewehrungsstäben (3) in die Kanäle (12) der Mantelsteine (2),
  • d) Befestigen des jeweils unteren Endes (11) der Bewehrungsstäbe (3) mittels der Befestigungsvorrichtung (5) des ersten Sondermantelsteins (7), und
  • e) Vergießen des jeweils oberen Endes der Bewehrungsstäbe (3) in den Kanälen (12) zumindest in einem Teilbereich des obersten Mantelsteins mit Mörtel zur Befestigung der oberen Enden der Bewehrungsstäbe (3).
2. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Aufsetzen des ersten Sondermantelsteins (7) ein zweiter Sondermantelstein (8) über dem ersten Sondermantelstein (7) aufgesetzt wird, wobei der zweite Sondermantelstein (8) Eckausnehmungen (6) über den Befestigungsvorrichtungen des ersten Sondermantelsteins (7) zum Einfädeln und/oder Befestigen der Bewehrungsstäbe (3) aufweist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einschieben der Bewehrungsstäbe (3) diese aus mindestens zwei Stabteilen zusammengesetzt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eckausnehmungen (6) im zweiten Sondermantelstein (8) verschlossen werden.
5. Vorrichtung zur biegesteifen Sicherung des oberen Teils eines Schornsteins (1), der aus aufeinandergesetzten Mantelsteinen (2) aufgebaut ist, wobei die Vorrichtung Bewehrungsstäbe (3) in Kanälen (12) der Mantelsteine (2a) des Schornsteins (1) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung einen ersten Sondermantelstein (7) aufweist, der bei der Höhe, ab der der Schornsteinteil zu sichern ist, angeordnet ist, wobei der erste Sondermantelstein (7) Befestigungsvorrichtungen (5) für die Bewehrungsstäbe (3) aufweist, an denen die unteren Enden der Bewehrungsstäbe (3) befestigt sind und daß die oberen Enden der Bewehrungsstäbe (3) in den Kanälen (12) zumindest in einem Teilbereich des obersten Mantelsteins vermörtelt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtungen (5) in den vier Ecken des ersten Sondermantelsteins (7) vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtungen (5) aus eingegossenen Bewehrungen (10) in dem ersten Sondermantelstein (7) bestehen, wobei oben in den Bewehrungen Gewindehülsen (9) vorgesehen sind und daß die unteren Enden der Bewehrungsstäbe (3) Gewinde aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtungen (5) aus eingegossenen Bewehrungen (10) in dem ersten Sondermantelstein (7) bestehen, wobei oben in den Bewehrungen Gewindehülsen (9) vorgesehen sind, daß in die Gewindehülsen (9) ein Teil je einer Gewindestange (24) eingeschraubt ist und daß die unteren Enden (11) der Bewehrungsstäbe (3) mit Gewindehülsen (25) versehen sind, die auf die herausstehenden Teile der Gewindestangen (24) aufgeschraubt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewehrungsstäbe (3) an ihren oberen Enden Muttern (4) zum Einschrauben der unteren Enden der Bewehrungsstäbe (3) in die Gewindehülsen bzw. auf die Gewindestangen (24) aufweisen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß (direkt über dem ersten Sondermantelstein (7) ein zweiter Sondermantelstein (8) angeordnet ist, wobei der zweite Sondermantelstein (8) Eckausnehmungen (6) über den Befestigungsvorrichtungen (5) des ersten Sondermantelsteins (7) zum Einfädeln und/oder Befestigen der Bewehrungsstäbe (3) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewehrungsstäbe (3) aus mindestens zwei Stabteilen zusammengesetzt sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungsvorrichtungen (5) so ausgebildet sind, daß die unteren Enden (11) der Bewehrungsstäbe (3) aus einer Stirnfläche (16) in jeweils eine der Eckausnehmungen (6) des zweiten Sondermantelsteins (8) herausragen,
daß die Befestigungsvorrichtungen (5) je einen Rohrabschnitt (17) mit wenigstens einer radial verlaufenden Gewinde-Durchgangsbohrung in der Rohrabschnittswandung (19) sowie eine Klemmschraube (18) zum Klemmeingriff mit den jeweils unteren Enden (11) der Bewehrungsstäbe (3) umfassen,
daß die in die Eckausnehmungen (6) des zweiten Sondermantelsteins (8) ragenden unteren Enden (11) der Bewehrungsstäbe (3) durch das offene Ende je eines Rohrabschnittes (17) in denselben hineinragen und an diesem mit Hilfe der durch die Gewinde-Durchgangsbohrung bis zum Klemmeingriff mit den unteren Enden (11) der Bewehrungsstangen (3) eingeschraubten Klemmschraube (18) befestigt sind und
daß die jeweils gegenüberliegenden Enden der Rohrabschnitte (17) an dem ersten Sondermantelstein (7) befestigt sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Eckausnehmungen (6) des zweiten Sondermantelsteins (8) ausgegossen sind.
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