DE900910C - Verfahren zur Herstellung von lesbaren ein- oder mehrfarbigen Zeichen durch AEtzen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von lesbaren ein- oder mehrfarbigen Zeichen durch AEtzenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44C—PRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
- B44C1/00—Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
- B44C1/22—Removing surface-material, e.g. by engraving, by etching
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
- Verfahren zur Herstellung von lesbaren ein- oder mehrfarbigen Zeichen durch Ätzen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von lesbaren ein- oder mehrfarbigen Zeichen auf Gegenständen, die aus auf der Grundlage von Vinylpolymerisaten aufgebauten Werkstoffen hergestellt sind, durch Ätzen.
- Es eist bekannt, lesbare Zeichen aurf Gegenständen, ,die aus als ätzbar bekannten Werkstoffen hergestellt sind, unter teilweiser Albdeckung der Oberflächen dieser Gegenstände durch Ätzung in erhabener oder vertiefter Farm zu erzeugen. Es war jedoch (bisher noch nicht bekannt, solche Zeichen auch auf Gegenständen, .die ,aus aurd (der Grundlage von Vinylpolymerisaten aufgebauten Werkstoffen bestehen, durch Ätzen herzustellen, -da diese Werkstoffe nicht als ätzbar angesehen wunden. Eskonnten .daher auf Gegenständen .aus diesen Werkstoffen, ,wie z. B. zur Befestigung an Maschinen, Fahrzeugen und .sonstigen Geräten, bestimamte Schilder .mit Bedienungsvorschriften, Tabellen u..dgl. oder wie z. B. Tafeln mit graphischen Darstellungen oder Maßeinteilungen .die jeweils in Frage kommenden lesbaren Zeichen bisher nur auf mechanischem Wege, z. B. durch, Eingravieren oder Einprägen im heißen Zustand; hervorgebracht werden. .Diese Verfahren: halben den Nachteil, daB sie umständlich, zeitraubend und teuer sind. Dieser Nachteil wiegt um so schwerer, als er den zum Zwecke der Roh.-stoffersparnis erforderlichen Wechsel von, den, bisher üblich gewesenen Schildern und Täfeln aus Metall zu solchen aus Kunststoffen der :genannten Art nicht im wünschenswerten. Umfang zuläßt.
- Die, Erfindung vermeidet nun diesen Nachteil uni- schafft die Möglichkeit, auf den genannten Werkstoffen durch Ätzen lesbare Zeichen herzustellen. Sie besteht im ,wesentlichen .darin, .daß das ätzen mit einer ?Mischung von Cyclohexanon und Aceton vorzugsweise im Verhältnis.2/s Cyclohexanon und 1/s Aceton ausgeführt wird:.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung wird beispielsweise wie folgt ausgeführt.
- Die zu ätzende Oberfläche einer Platte, die aus einer einfarbigen Schicht oder aus mehreren verschiedenfarbigen Schichten .des in Rede stehenden Werkstoffes bestehen kann, wobei im letzteren Falle die zu durchätzende Oberschicht zweakmäß:igemveise nicht :dicker Tals 0,05 mm sein soll, wird gut entfettet, z. B. durch Bürsten unter Verwendung von Phosphorsäure und einem Chromat. Nachdem die entfettete Oberfläche abgetrocknet ist, wird sie mit einer lichtempfindlichen Schicht versehen. Es hat sich herausgestellt, @daß zur Durchführung .des Verfahrens statt der bekannten lichtempfindlichen Schichten, vorteilhafter solche angewendet werden, die Chromatgu@mmi und Fischleim enthalten, da diese wegen ihrer nach Belichtung und Entwicklung vorhandenen größeren Widerstandsfähigkeit :geigen die Ätzflüs.sigkeit zur Abdeckung der nicht zu ätzenden Stellen der Oberfläche der Gegenstände geeigneter sind. Diese: Schicht wird in üblicher Weise unter einer Kopiervorlage belichtet und @darauf in bekannter Weise entwickelt. Die danach auf :der Platte verbleibenden Teile der Schicht decken die Platte gegen die Einwirkung des Ätzmittels ab. Durch Verwendung eines Negativs oder Positivs- oder teils eines Positivs und teils eines Negativs bei der Belichtung kann erreicht n -erden, daß die Zeichen nach der Ätzung entweder in die Platte vertieft oder erhaben auf :der Platte oder teils vertieft und teils erhaben in. Erscheinung treten.
- Nach beendeter Entwicklung und etwa erforderlicher Retuschierung der Platte -wird Ätzflüssi;gkeit auf ihre zu ätzende Oberfläche aufgeschüttet. Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, daß das. Werkstoffe der hier in Rede stehenden Art zwar lösende, wegen seiner in,die Breite gehenden Wirkurig für sich. @allein als Ätzmittel jedoch: nicht geeignete Cyclohexanon nach Zusatz. von Aceton die für ein auch zu feinsten Ätzungen zu verwendendes Ätzmittel erforderlichen Eigenschaften, vornehmlich Wirkung in die Tiefe unter gleichzeitiger Beseitigung der Wirkung in die Breite, a aufweist. Die wirksamste Mischung ist eine solche aus 9 Teilen Cyclohexanon und i Teil Aceton. Andere, jedoch weniger geeignete Ätzmittel sind Methvlenchlorid oder Amylacetat.
- Der durch das Ätzmittel gelöste Werkstoff wird fortdauernd während des ganzen, nur wenige Minuten dauernden Ätzvorganges ausgewaschen, z. B. mit Hilfe eines aus S:=t bestehenden Tampons. Nach beendeter Ätzung wird: .der auf der Platte verNeibende Rest der lichtempfindlichen Schicht in einem der für diese Zwecke (bekannten Bäder rabgelöst. Bei Verwendung von aus zwei verschiedenfarbigen Schichten bestehendem Werkstoff treten nach erfolgter Durchätzung der Oberschicht die Zeichen in ,der Färbe der Unterschicht hervor, oder sie bleiben in der Farbe der Oberschicht auf der andersfarbigen Unterschicht bestehen, je nachdem oft entsprechend der Verwendung eines Positivs oder Negativs ;bei der Belichtung die Zeichen selbst durch die Oberschicht :durchgeätzt oder oh die die Zeichen umgebenden Teile der Oberschicht weggeätzt worden sind.
- Zeichen oder Oberflächenteile, welche farbig in Erscheinung treten sollen, werden. mit einer aus einem den Werkstoff lösenden Mittel, Spiritus und Farbstoff, vorzugsweise aus je zur Hälfte Cyclohexa.non und Spiritus. sowie der für den gewünschten Farbton erforderlichen Menget Anilinfarbe bestehenden Mischung eingefärbt. Da :der Farbstoff mit Hilfe des den Werkstoff lösenden Mittels in :den Werkstoff eindringt und nicht nur wie bei den. !bisher für solche Zwecke angewendeten Färbverfahren auf der Oberfläche des Werkstoffes haftentleibt, wird eine dauerhafte und unzerstörbare Färbung erreicht.
- Das. Verfahren gemäß der Erfindung kann in der verschiedensten Weise, je nach den Erfordernissen des einzelnen Halles, angewendet werden. Zum Beispiel. kann, es in vorteilhafter Weise zur Anbringung von Maßeinteilungen und Beschriftungen auf Gegenständen, die Meßzweckendienen sollen und ohne Parallaxe sein müssen, @in der Weise angeivendet werden, d-aß hei solchen, aus einer durchsichtigen Oberschicht und einer undurchsichtigen Unterschicht bestehenden Gegenständen die undurchsichtige Unterschicht durchgeätzt wird und sodann die etwa genvünschten Färbungen vorgenommen ,werden. Falls bei Verwendung von aus verschiedenfarbigen. Schichten bestehendem Werkstoff einzelne Zeichen in einer anderen Farbe als derjenigen: der Unterschicht in Erscheinung treten sollen, kann das erfindungsgemäße Verfahren in :der Weise angewendet werden, d:aß ,der Ätzvorgang unterbrochen wird, ,die :andersfarbig gewünschten Zeichen eingefärbt und nach erfolgter Einfärbung etwa mit Wachsasphalt oder Gummi ;gegen die weitere Einwirkung :des Ätzmittels albgedeckt werden und sodann die Ätzung zu Ende geführt wird.
Claims (3)
- PATEN TANSPRjICHE: z. Verfahren zur Herstellung von lesbaren ein- oder mehrfarbigen Zeichen auf Gegenständen, die aus auf der Grundlage von Vinylpolymerisaten aufgebauten Werkstoffen hergestellt sind, -durch Ätzen, :dadurch gekennzeichnet, daß das Ätzen mit einer Mischung von Cyclohexanon und Aceton, vorzugsweise aus 2 Teilen Cyclohexanon und i Teil Aceton, ausgeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung der nicht zu ätzenden Teile der Oberfläche .durch eine lichtempfindliche Schicht, die gegebenenfalls Chromatgwmmi und Fischleim enthält, erfolgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch r und, z, dadurch gekennzeichnet, daB die geätzten Zeichen mit einer aus einem den Werkstoff lösenden Mittel, Spiritus -und Farbstoff, vorzugsweise je zur Hälfte aus Cyclohexanon und Spiritus sowie einer Anilinfarbe bestehenden Mischung eingefärbt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK2938D DE900910C (de) | 1941-12-23 | 1941-12-23 | Verfahren zur Herstellung von lesbaren ein- oder mehrfarbigen Zeichen durch AEtzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK2938D DE900910C (de) | 1941-12-23 | 1941-12-23 | Verfahren zur Herstellung von lesbaren ein- oder mehrfarbigen Zeichen durch AEtzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE900910C true DE900910C (de) | 1954-01-04 |
Family
ID=7209657
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK2938D Expired DE900910C (de) | 1941-12-23 | 1941-12-23 | Verfahren zur Herstellung von lesbaren ein- oder mehrfarbigen Zeichen durch AEtzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE900910C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1263553B (de) * | 1964-12-12 | 1968-03-14 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen Schildern |
| DE3026236A1 (de) * | 1980-07-10 | 1982-01-28 | Interletter AG, Zürich | Verbundfolie, von der metallisch glaenzende schichtbereiche auf eine unterlage zu uebertragen sind |
-
1941
- 1941-12-23 DE DEK2938D patent/DE900910C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1263553B (de) * | 1964-12-12 | 1968-03-14 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen Schildern |
| DE3026236A1 (de) * | 1980-07-10 | 1982-01-28 | Interletter AG, Zürich | Verbundfolie, von der metallisch glaenzende schichtbereiche auf eine unterlage zu uebertragen sind |
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