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Einrichtung zur Aufnahme stereoskopischer Linienrasterbilder Die Erfindung
geht aus von einer Einrichtung zur Aufnahme stereoskopischer Linienrasterbilder
mittels einer auf einem Kreisbogen um das Objekt zu bewegenden Kamera mit fest angeordnetem
Raster. Dieses Raster führt dabei zusammen mit dem Platten- oder Filmhalter gegenüber
der Kamera während deren Bewegung eine Schwingbewegung um eine lotrechte Achse aus.
Aufgabe der Erfindung ist es, für diese verschiedenartigen Bewegungen eine Führungseinrichtung
zu schaffen, die sich durch leichte Herstellbarkeit, störungsfreies Arbeiten sowie
eine kräftige, betriebssichereBauart auszeichnet. Außerdem ist es mit der genannten.
Vorrichtung möglich, Aufnahmen unter verschiedenen Neigungswinkeln zu machen, um
öfters erwünschte künstlerische Wirkungen zu erzielen.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß auf dem die Kamera
aufnehmenden Tisch zwei kreisbogenförmige konzentrische Führungsbahnen für die Kamera
mit im Aufnahmezentrum liegenden Mittelpunkt sowie .exzentrisch zwischen diesen
eine dritte, ebenfalls kreisbogenförmige Führungsbahn. angeordnet sind, die an einem
Ende des Tisches mit der äußeren Laufbahn des Tisches zusammenfällt
und
die Schwingbewegung. des Platten- oder Filmhalters steuert.
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In den Zeichnungen zeigt Fig. i die geometrische Konstruktion, auf
der die Führungsvorrichtung nach der Erfindung beruht, Fig. 2 die Anpassung der
theoretischen. Konstruktion nach der Fig. i an eine praktische Ausführungsform,
Fig. 3 die Führungsvorrichtung in der Aufsicht, Fig. 4 die Führungsvorrichtung in
einem axialen Schnitt.
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Es ist zu bemerken, daß, diese Zeichnungen die Erfindung nur in schematischer
Darstellung zeigen, und daß sie ohne Rücksicht auf die maß,stäblichen Verhältnisse
ausgeführt werden, um das Verständnis derselben zu erleichtern.
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In der Fig. i sind 0 und 01 die Mittelpunkte der beiden Kreisbögen
A-B und A,- B1. Wenn man nun auf diesen letzten eine Gerade bewegt, bei der ein
Punkt P zum Kreisbogen A-B und ein anderer Punkt P1 zum Kreisbogen Ai Bi gehört,
wobei der Abstand der beiden Punkte P und P1 voneinander dem Abstand der beiden
Mittelpunkte O und 01
voneinander entspricht, so bleibt bekanntlich diese
Gerade stets parallel zu sich selbst. Die Seiten des Parallelogramms 0-0, -P-P:,
bleiben nämlich stets einander gleich.
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Es ändert sich selbstverständlich daran nichts, wenn der Punkt P1,
statt sich auf dem Kreisbogen A,-B, zu bewegen, mit dem Mittelpunkt eines Kreisbogens
mit dem Halbmesser r zusammenfällt, der einen dritten Kreisbogen a-b mit einem Halbmesser
Ri tangiert, der, gleich R-r ist.
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Die in der Fig.2 gezeigte Konstruktion besitzt genau dieselben Eigenschaften
wie die Konstruktion nach der Fig. i. Sie unterscheidet sich von dieser nur dadurch,
daß die Kreisbögen A-B, A,-B, und a-b, abgesehen von den verschiedenen gegenseitigen
Verhältnissen der einzelnen Elemente bei der Linie x -y der Fig. i unterbrochen
sind, um das Kreuzen der KreisbögenA-B und a-b zu vermeiden.
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Durch diese Abänderung der Konstruktion ist es möglich, die in der
Fig. 3 in der Aufsicht schematisch dargestellte praktische Ausführungsform zu erhalten,
die die Lösung des in Frage kommenden Problems bringt, und zwar die sichere Führung
einer photographischen Kamera längs eines Kreis-Bogens von bestimmtem Halbmesser
gleichzeitig mit einer Schwingung des Platten- oder Filmhalters gegenüber der genannten
Kamera um eine mittlere lotrechte Achse.
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Alle Elemente der Fig. 2 sind somit auch in der Fig. 3 enthalten.
Der waagerechte Tisch il der Kamera ist so bearbeitet, daß auf den beiden Hauptseiten
nicht dargestellte Laufbahnen sowie eine innere kreisbogenförmige Führung 2- und
eine äußere, ebenfalls kreisbogenförmige und mit einer zur Führung 2 konzentrischen
Führung 3 vorgesehen sind. Der Tisch i weist ferner noch eine schiefe Führungsbahn.
4 auf, die ebenfalls kreisbogenfÖrmig. ausgebildet ist, deren Mittelpunkt 0' aber
gegenüber dem Mittelpunkt 0 der beiden Führungsbahnen 2 und 3 um einen gewissen
Abstand d versetzt ist.
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Auf dem Tisch i laufen zwei miteinander fest verbundene Platten 5
und 6, die die allgemein mit 7 bezeichnete Kamera tragen, welche hier nicht näher
beschrieben werden soll. Zwischen den genannten Platten sind die drei Führungsrollen
8 mit lotrechter Achse angeordnet, die auf den Führungsbahnen 2 bzw. 3 laufen, um
auf diese Weise zwangsläufig zu erreichen, daß die optische Achse R der Kamera 7
stets durch den Punkt O führt.
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In der Platte 6 dreht sich die lotrechte Welle 9, mit der der Platten-
oder Filmhalter io fest verbunden ist. Auf dieser Achse ist der Hebel i i aufgekeilt,
der an seinem freien Ende die auf der schiefen Führungsbahn 4 laufende Laufrolle
12 trägt. Die Länge des Hebels ii ist gleich d, und auf diese Weise wird somit bei
0-0i-9-12 das Parallelogramm P-Pi- 0-0l der Fig. 2 wieder gebildet.
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In den Fig. 3 und4 sind weder die Vorrichtungen, mit denen dieLaufrolle
12 an der schiefen Führungsbahn 4 in Anlage gehalten wird, noch die Vorrichtungen
dargestellt, die die Laufrollen $ spielfrei gegen die Führungsbahnen 2 und 3 andrücken.
Ähnliche Mittel sind ebenfalls vorgesehen, um das Anliegen .der auf der Ober- und
Unterseite des Tisches i laufenden Laufrollen mit waagerechter Achse auf ihren zugehörigen
Führungsbahnen zu gewährleisten. Auf diese Weise wird jedes Spiel der Vorrichtung
während ihrer Bewegung vermieden. -Da der ständige Parallelismus des Platten- oder
Filmhalters zu sich selbst in den aufeinanderliegenden Stellungen, die er während
der kreisbogenförmigen, von der Kamera ausgeführten Fortbewegung einnimmt, den meist
vorkommenden Fall darstellt, so beruht die obige Beschreibung auf dieser Grundlage.
Es ist jedoch auch gegebenenfalls möglich, die Anordnung so zu treffen, daß der
Platten- oder Filmhalter bei seiner Schwingung um seine lotrechte Drehachse 9 irgendeinem
anderen verschiedenen Gesetz folgt, indem man -die Stellung des" die Laufrolle 12
tragenden Hebels m umkehrt oder die Länge dieses Hebels verändert, oder auch zwischen
der genannten Laufrolle 12 und der Drehachse 9 des Platten- oder Filmhalters ein
Vorgelege mit Untersetzung oderÜbersetzung für dieDrehung einschaltet.
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Bei oder obenbeschriebenenVorrichtung bleibt die Lage der Drehachse
9 in der Platte 6 unveränderlich, und das Einstellen des Bildes kann daher nur durch
eine Verschiebung des Vorderkörpers 13 der Kamera erfolgen. Um Formatänderungen
zu ermöglichen, kann man erfindungsgemäß eine beliebige Zusatzvorrichtung mit einem
teleskopischen Arm oder mit einer auf Führungsstangen verschiebbaren Haube verwenden,
um bei einer Verschiebung des hinteren Körpers der Kamera eine gleichzeitige Längenänderung
für die beiden längeren. Seiten des Parallelogramms zu gewährleisten und. die Punkte
9, 12, z. B. bei g', id zu bringen. Der Platten- oder Filmhalter nimmt dann die
in der
Fig. q. gezeigte Stellung Wein, wobei jedoch in der Arbeitsweise
der Vorrichtung nichts geändert ist.
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Der Tisch i ist zwar als einteilig ausgebildet dargestellt worden,
jedoch könnte er auch bei größeren Vorrichtungen von großer Grundfläche aus mehreren
passend zusammengebauten Teilen bestehen.
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Um die Vorrichtung für mannigfaltige Anwendungszwecke geeignet zu
machen, könnte sie auch mit zwei oder mehreren Sätzen von über- oder nebeneinanderliegenden
schiefen Bahnen ausgerüstet werden"um dadurch, daß man die bewegliche Einrichtung
so verschiebt, daß die Laufrollen 8 und i2 auf den zugehörigen schiefen Laufbahnen
eines und desselben Satzes laufen, eine Verschiebung der Kamera auf kreisbogenförmigen
Bahnen von verschiedenen Halbmessern zu ermöglichen.
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Eine vollständige Einrichtung zur Aufnahme von Reliefphotographien
umfaßt selbstverständlich zahlreiche zusätzliche Vorrichtungen, deren Ausführung
unbeschadet der allgemeinen Merkmale der beschriebenen und dargestellten Führung
in den jeweiligen Fällen verschieden sein kann und die hier nicht näher beschrieben
werden sollen.