DE899020C - Zwirn- und Aufwickelvorrichtung - Google Patents

Zwirn- und Aufwickelvorrichtung

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DE899020C
DE899020C DEP4394A DE0004394A DE899020C DE 899020 C DE899020 C DE 899020C DE P4394 A DEP4394 A DE P4394A DE 0004394 A DE0004394 A DE 0004394A DE 899020 C DE899020 C DE 899020C
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DE
Germany
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roller
twisting
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drive
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Expired
Application number
DEP4394A
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English (en)
Inventor
Rudolf Jensen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Phrix Werke AG
Original Assignee
Phrix Werke AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H2700/00Spinning or twisting machines; Drafting devices
    • D01H2700/24Spinning or twisting machines of different kinds
    • D01H2700/242Spinning or twisting devices wherein twist is created during winding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Winding Filamentary Materials (AREA)

Description

  • Zwirn- und Aufwickelvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Zwirnen und Aufwickeln laufender Fäden, bei der die senkrecht zur Hauptdrehachse der Vorrichtung gelagerte Aufwickelspule mittels einer Reibwalze angetrieben wird.
  • Es sind bereits derartige Vorrichtungen bekannt, bei denen die Aufwickelwalze, die Reibantriebwalze und gegebenenfalls die Fadenführer- bzw. Changierwalze in einem drehbaren Traggestell angeordnet sind, das eine zentrale Fadenzuführung von unten durch die hohle Achse des Gestells aufweist. Die Reibantriebwalze wird bei den bekannten Vorrichtungen ausnahmslos mit Hilfe einer mechanischen Untersetzung von der Hauptachse aus angetrieben. Bei der großen Drehgeschwindigkeit der Hauptdrehachse derartiger Zwirnvorrichtungen, die zum Erzielen einer brauchbaren Zwirnung laufender Fäden mit mindestens 5ooo bis r o ooo Umdrehungen in der Minute umlaufen müssen, ist das Auswuchten derartiger Untersetzungsgetriebe zwecks Erzielens eines ruhigen Laufs der Vorrichtung außerordentlich schwierig. Ein besonderes Problem stellt hierbei die Frage des gleichmäßigen Changierens des auflaufenden Fadens dar, -das am zweckmäßigsten durch eine mit schraubengangförmigen, hin und her laufenden Einkerbungen versehene Changierwalze erfolgt. Diese Changierwalze wird ebenfalls mechanisch über die Hauptachse angetrieben. Durch diese mechanischen Kupplungen wird das Auswuchten der Vorrichtung erschwert und ihr ruhiger Lauf erheblich beeinträchtigt. Die Umlaufgeschwindigkeit der Antriebwalze ist infolge der mechanischen Kupplung zwangsläufig von der Drehgeschwindigkeit der gesamten Vorrichtung abhängig und kann entweder überhaupt nicht öder nur mit sehr großen Schwierigkeiten anders eingestellt werden.
  • Das Wesentliche der Vorrichtung nach der Erfindung besteht darin, daß die senkrecht zur Hauptachse gelagerte Reibwalze, die den Antrieb der Fadenaufwickelwalze bewirkt, unmittelbar elektrisch angetrieben wird, wodurch ein gleichmäßiger und ruhiger Lauf der Zwirnvorrichtung gewährleistet ist, da dieser Antrieb völlig unabhängig vom Antrieb der Hauptachse erfolgt, diesen also nicht stört. Außerdem ist es hierbei in einfachster Weise -durch Ändern der Stromspannung möglich, das Verhältnis .der Auf@vickelgeschwindigkeit zur drallgebenden Rotation, -d. h. also die zu. erzielende Zwirnung, zu ändern.
  • Bei reinen Spulmaschinen, bei denen also kein gleichzeitiges Zwirnen des Fadens in. - Betracht kommt, ist es zwar bereits bekannt, für die den Faden aufnehmende Kreuzspule eine durch Umfangsreibung die Spule antreibende Nutentrommel vorzusehen, in der ein elektrischer Außenläufermotor eingebaut -ist. Bei Zwirnmaschinen ist jedoch ein derartiger Antrieb bisher nicht bekanntgeworden. Jedenfalls ist die Frage des elektrischen Antriebs der Reibwalze innerhalb des schnell rotierenden Traggestells bisher nicht gelöst worden.
  • Gemäß,der Erfindung erfolgt die Stromzuführung für den Antrieb der gegebenenfalls als Changierwalze ausgebildeten Reibwalze in an sich bekannter Weise mit Hilfe von Schleifringen., von denen ein Satz an der zentralen Drehachse und ein weiterer an der Achse, der Antrie'bwalze angebracht sind. Dabei kann der Strom sowohl dem Rotor als auch dem Stator des Motors zugeleitet werden. Wenn bei kleineren Abmessungen der Changierwalze der im Innern vorhandene Raum zum Unterbringen des elektrischen Antriebs nicht genügen sollte, empfiehlt es sich, die Changierwalze an ihren beiden Enden mit einem sogenannten Tandemmotor auszurüsten, dessen Durchmesser erheblich größer als der der Changierwalze gewählt werden kann.
  • Falls dietChangierwalze unter derAufwickelspule liegt, wird diese bei genügendem Gewicht im allgemeinen lediglich durch Reibung mitgenommen. Gegebenenfalls kann der Reibungsdruck durch in den Achslagern der Aüfwickelwalze angebrachte Federn od. dgl, in an sich bekannter Weise nach Belieben verstärkt werden. Es steht jedoch nichts im Wege, die Changierwalze über der Aufwickelwalze anzuordnen, wobei diese dann durch entsprechenden Federdruck an die Changierwalze angepreßt wird. In diesem Fall ergibt sich eine besonders einfache Zuführung des zu zwirnenden und aufzuwickelnden Fadens von oben.
  • DerAntrieb derAufwickelwalze braucht im Sinne der Erfindung nicht unbedingt von der Changierwalze aus zu erfolgen; er kann vielmehr in an sich bekannter Weise auch durch unabhängig hiervon angetriebene Reibwalzen, die aus Symmetriegründen doppelseitig angeordnet sein müssen, erfolgen. Ein solcher von der Changierwalze unabhängiger Antrieb der Aufwickelwalze hat den besonderen Vorzug, daß sich die Umfangsgeschwindigkeiten beider Walzen beliebig regeln lassen, so daß eine sogenannte Spiegelwicklung des auflaufenden Fadens auf der Aufwickelwalze mit Sicherheit vermieden wird.
  • Die Zeichnungen veranschaulichen einigeAusführungsformen des Erfindungsgedankens, und. zwar zeigt Fig. i die Vorrichtung nach der Erfindung schematisch im Schnitt, Fig. 2 eine andere Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung mit elektrischem Antrieb der Changierwalze und Fadenführung von oben, . Fig. 3 einen Schnitt durch die als Außenläufermotor_ ausgebildete Changierwalze, Fig.4 die bewegliche Lagerung der Aufwickelwalze im Schnitt und Fig. 5- schematisch im Schnitt die Lagerung der Aufwickelwalze, wenn sie unabhängig von der Changierwalze angetrieben wird.
  • Auf der hohlen Achse i des Elektromotors 2 ist ein Traggestell 3 angeordnet, in dem,die Changierwalze 4 drehbar, aber nicht verschiebbar gelagert ist. Über der Changierwalze 4 befindet sich die Aufwickelspule 5, die durch Reibung von der Changierwalze 4 mitgenommen wird. Die Achse 6 der Aufwickelspule 5 ist im Gestell 3 nach oben und unten verschiebbar gelagert, damit die Spule je nach ihrem Umfang den Achsenabstand von der Changierwalze ändern kann. Zum Anpressen der Spule 5 an die Changierwalze 4 dient eine Druckfeder 7.
  • Um ein Verkanten der Achse 6 bei ihrem Auf-und Abgleiten zu verhüten, ist an dem aus dem Gestell 3 vorragenden Teil der Achse 6 ein Teller 8 angebracht,- der mit- Hilfe von Kugellagern 9 auf der Außenwand des Gestells 3 gleitet.-Die Changierwalze 4 ist vorzugsweise als Außenläufermotor ausgebildet und erhält ihre Stromzuführung durch die Leitungen io, die am besten innerhalb des Gestells 3 verlegt sind. Diesen Leitungen wird der Strom durch die an der Achse des Gestells 3 angeordneten Schleifringe i i zugeführt. Weitere an der Changierwalze 4 angeordnete Schleifringe sorgen für die Stromzuführung zum Außenläufermotor.
  • Die Changierwalze q, besitzt schraubenförmige Einschnitte 12, die zum Führen des aufzuwickelnden Fadens dienen.
  • Fig. 3 zeigt einen Querschnitt der als Außenläufermotor ausgebildeten Changierwalze in vergrößertem Maßstab. Der feststehende Kern 13 ist in an sich bekannter Weise von dem umlaufenden Ring 14 umgeben, der seinerseits an seiner Außenfläche,die Fadenführergänge i2 aufweist.
  • Das Zuführen des laufenden Fadens erfolgt bei der Ausführungsform nach Fig. i über zwei Umlenkwalzen 15 durch das hohle Innere- der Achse i hindurch. Von hier läuft der Faden durch dieNuten 12 der Changierwalze 4 auf die Aufwickelspule 5.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist das Gestell 3 oberhalb der Walzen 4 und 5 geschlossen und in einem Halslager 16 gelagert. Der zu zwirnende und aufzuwickelnde Faden wird durch eine Bohrung im Kopf des Gestells 3 hindurch von oben zugeführt und gelangt zunächst zu der oben liegenden .Changierwalze 4; von hier läuft er auf die darunter liegende Aufwickelspule 5, die durch die Druckfeder 7 ständig an die Changierwalze 4 gepreßt wird. Die Changierwalze 4 ist in diesem Fall als Tandemmotor mit durchgehender Achse ausgebildet, um für den elektrischen Antrieb mehr Raum zur Verfügung zu haben. Die Stromzuführung erfolgt in gleicher Weise wie bei Fig. i durch die Leitungen To.
  • Bei den bisher dargestellten Ausführungsformen bleiben die Umfangsgeschwindigkeiten der Changierwalze 4 und derAufwickelspule 5 stets gleich. Hierdurch besteht die Möglichkeit der Bildung einer sogenannten Spiegelwicklung, bei der die Kreuzungsstelle mehrerer aufeinanderliegender Fadenlagen stets auf den gleichen Punkt zu liegen kommt. Bei derart gewickelten Spulen tritt erfahrungsgemäß leicht die Gefahr einer Verwirrung im Fall raschen Abziehens der Fadenlagen ein. Um dies zu verhüten, wird gemäß Fig. 5 die Aufwickelspule 5 nicht von der Changierwalze 4, sondern unabhängig hiervon durch zwei Reibwalzen 22 angetrieben, auf denen die Aufwickelspule 5 aufliegt. DieAnordnung der. Walzen ist so getroffen, daß auch die völlig leere Spule 5 die Changierwalze 4 nicht berührt. Je größer der Umfang der Aufwickelspule 5 im Laufe des Verfahrens wird (in Fig. 5 ist dies durch die gestrichelte Linie 23 angedeutet), um so mehr entfernt sich die Aufwickelspule 5 von der Changierwalze 4. Der Antrieb der Reibwalzen 22, von denen übrigens nur eine als Außenläufermotor ausgebildet zu sein braucht, erfolgt über eine gesonderte Stromzuführung 24, die von der Stromzuführung To der Changierwalze 4 unabhängig geregelt werden kann. Wenn die Aufwickelspule 5 mit anderer Umfangsgeschwindigkeit als die Changierwalze 4 angetrieben wird, läßt sich die Bildung einer Spiegelwicklung leicht vermeiden; gegebenenfalls können die Frequenzen .der Antriebsströme von Zeit zu Zeit ein wenig geändert werden.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung bietet den außerordentlichen Vorteil, daß die Fadenchangierung ohne irgendwelche schwingenden Teile erzielt wird. Die einmal ausgewuchtete Vorrichtung läuft auch bei hoher Tourenzahl vollkommen ruhig. Die Menge des von der Aufwickelspule aufzunehmenden Garns unterliegt praktisch kaum einer Beschränkung. Infolgedes elektrischen Antriebs lassen sich die Drehzahl und damit :die Zahl der Zwirnungen pro. Längeneinheit des auflaufenden Fadens leicht in weiten Grenzen regeln. Dabei ist selbstverständlich die Verwendung von Drehstrom, wie in den Zeichnungen angedeutet, keineswegs notwendig. Statt dessen kann bei entsprechender Ausgestaltung der Spule zum Antrieb des Motors auch ohne weiteres Gleichstrom oder Einphasenwechselstrom benutzt werden.
  • Obwohl der Einzelantrieb der Zwirnvorrichtung gemäß der Erfindung am vorteilhaftesten erscheint, steht nichts im Wege, den Antrieb in bekannter Weise, wie bei den üblichen Zwirnspindeln, durch Schleifringe od. dgl. für eine größere Anzahl von Zwirnstellen gemeinsam erfolgen zu lassen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zwirn- und Aufwickelvorrichtung für laufende Fäden mit senkrecht zur Hauptdrehachse in einem Traggestell mit zentraler Fadeneinführungsöffnung gelagerter Aufwickelwalze und gegebenenfalls als Changiervorrichtung ausgebildeter Reibantriebwalze, gekennzeichnet durch eine unabhängig vom Zentralantrieb der Zwirnvorrichtung elektrisch angetriebene Reibantriebwalze (4).
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Reibwalze ein in Tandemausführung ausgebildeter Motor unmittelbar gekuppelt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (3) für die Aufwickel-, Changier- und Antriebwalzen an der Spitze in einem Halslager (16) mit zentraler oberer Fadeneinführungsöffnung gelagert ist und die Reibantriebwalze (4) über der mittels Federn (7) nachgiebig gelagerten Aufwickelspule (5) angeordnet ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 387 119, 527 468, 553 598, 649 o63; schweizerische Patentschriften Nr. 221569, 235998.
DEP4394A 1950-10-10 1950-10-10 Zwirn- und Aufwickelvorrichtung Expired DE899020C (de)

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Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE387119C (de) * 1922-10-04 1923-12-21 Joseph Michelberger Spinnmaschine
DE527468C (de) * 1929-02-25 1931-06-23 Universal Winding Co Fadenfuehrungsvorrichtung fuer Spulmaschinen
DE553598C (de) * 1932-06-28 Edwin Schurz Vorrichtung zum gleichzeitigen Zwirnen und Aufwickeln von Faeden
DE649063C (de) * 1932-06-17 1937-08-18 Schlafhorst & Co W Mehrkoepfige Spulmaschine mit wandernden Spulkoepfen
CH221569A (de) * 1940-08-13 1942-06-15 Barmag Barmer Maschf Spulmaschine mit einer die Spule an ihrem Umfange antreibenden Trommel.
CH235998A (de) * 1942-11-12 1945-01-15 Schlafhorst & Co W Verfahren zur selbsttätigen Regelung der Belastung einer Spule.

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