DE897675C - Isolierung des Mauerwerks von keramischen Brenn-, Trocknungs- oder Kuehleinrichtungen - Google Patents
Isolierung des Mauerwerks von keramischen Brenn-, Trocknungs- oder KuehleinrichtungenInfo
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Description
- Isolierung des Mauerwerks von keramischen Brenn-, Trocknungs-oder Kühleinrichtungen Die in keramischen Trocknungs- oder Brenneinrichtungen entwickelte Wärme soll sich primär dem Brenn- oder Trocknungsgut mitteilen. Es läßt sich aber nicht vermeiden, daß die den Brenn-oder Trocknungsraum begrenzenden Wände, Böden oder Decken einen Anteil der entwickelten Wärme mit verbrauchen. Je länger der Trocknungs- oder Brennprozeß dauert, um so tiefer dringt die im Brennraum durch die Verbrennung entwickelte Wärme in das den Brennraum umschließende Mauerwerk ein. Die Eindringungstiefe ist abhängig von der Höhe der Brenntemperatur und von der Brennzeit. Wenn die Eindringungstiefe innerhalb der geforderten Brennzeit größer ist als die Stärke des den Brennrahm umschließenden Mauerwerks, so tritt durch das Mauerwerk hindurch ein Wärrnefluß nach außen ein, so daß schließlich das Mauerwerk der Brenn- oder Trocknungsvorrichtung Wärme nach außen abstrahlt. Solange keine Abstrahlung nach außen stattfindet, d. h. solange die Eindringungstiefe der Wärme kleiner ist als die Wandstärke des den Brennraum umhüllenden Mauerwerks, kann ein Wärmeverlust nicht entstehen, da später beim Abkühlprozeß die im Mauerwerk bis zur Eindringungstiefe aufgespeicherte Wärme wieder an die durch den Brennkanal ziehende Kühlluft abgegeben wird, die ihrerseits entweder als Verbrennungsluft oder Trocknungsluft Verwendung findet und damit im Rahmen des gesamten Brenn- oder Trocknungsprozesses nutzbar gemacht wird. Nur wenn die Eindringungstiefe größer ist als die Wandstärke des betreffenden Ofens, geht Wärme durch Strahlung nach außen verloren.
- Man hat bisher diesen Wärmeverlust einzudämmen versucht, indem man Isoliermaterialien, bestehend entweder aus Kieselgur, Leichtschamottesteinen oder aus anderem bekannten Material, in die Ofenwand einbaute. Wenn man diese unmittelbar hinter das sogenannte Ofenfutter, das beispielsweise aus feuerfesten Steinen meistens besteht, also gewöhnlich 25 cm hinter der Brennkanalwand einbaute, so zeigte sich, daß infolge der Wärmedehnungen der Öfen dieses an sich wenig druckfeste Isoliermaterial zerrieben wurde, so daß die Standfestigkeit der Öfen nicht mehr vorhanden war. Man mußte daher davon abgehen, die Wärmedämmungen kurz hinter der Brennkanalwand vorzunehmen. Man hat dann die Isoliermaterialien an der Außenwand angebracht und das Zerbröckeln der Materialien durch vorgebaute Blechplatten od. dgl. verhindert.
- Damit wurde zwar eine Ausstrahlung von Wärme weitgehend herabgesetzt, es blieb aber die Tatsache bestehen, daß das gesamte Mauerwerk durch die Eindringungswärme, die sogenannte Speicherwärme, erhitzt wurde. Der Zeitaufwand zur Heizung des Brennraums wurde besonders bei periodischen Ofen und bei kontinuierlich betriebenen Öfen mit wanderndem Feuer vergrößert. Eine Beeinflussung des Brennprozesses im Sinne einer Arbeitsverlängerung trat ein. Umgekehrt mußte beim Kühlprozeß die durchströmende Kühlluft nicht nur die eingesetzte Ware, sondern auch das Mauerwerk des betreffenden Ofens kühlen, indem die Temperaturdifferenz zwischen der an der Brennkanalwand vorbeiströmenden Kühlluft und der Mauerwerkstemperatur die beim Vorwärmen und Brennen des Ofens aufgespeicherte Wärme veranlaßte, wieder in den Brennkanalraum zurückzufließen. Dieser Wärmestrom beim Kühlprozeß in den Brennkanalraum hinein mußte um so stärker sein, je weniger Kühlluft zugeführt und je mehr Wärme beim Vorwärmen und Brennen aufgespeichert wurde. Der dem Ofen zugeführte Luftüberschuß war also erheblich viel größer, als die Brennzone brauchte. Die Abstrahlung der Speicherwärme kann so groß sein und ist auch bei den meisten keramischen Öfen so groß, daß für die Arbeiterschaft das Arbeiten in den Ofenkammern oft unerträglich ist. Es wird besonders heute nach Mitteln gesucht, diese Erschwernisse der Arbeit zu beseitigen. Die zusätzliche Kühlung durch Ventilatoren ist bekannt, jedoch vermindert sie die Wirtschaftlichkeit des Betriebs.
- Die vorliegende Erfindung beseitigt die geschilderten Nachteile. Die Erfindung besteht darin, daß unmittelbar hinter dem etwa 25 cm starken Ofenfutter eine Isolierschicht aus porösen Ziegelhohlsteinen angeordnet wird. Diese porösen Ziegelhohlsteine haben eine Wärmeleitzahl, die etwa doppelt so hoch ist als die der bekannten Isoliersteine, wie Kieselgur usw. Sie haben dabei den Vorteil, mit mehr als 15o kg Druckfestigkeiten pro Quadratzentimeter hergestellt werden zu können. Während gewöhnlich bei Verwendung von Kieselgurstein eine Stärke der Isolierschicht von 12 cm gewählt wurde, genügt also bei Verwendung von porösen Ziegelhohlsteinen eine Stärke der Isolierschicht von etwa 25 cm. Durch die Anbringung dieser Isolierschicht wird erreicht, daß r: infolge der Druckfestigkeit der Steine die Standfestigkeit des Ofens gesichert bleibt, 2. der Wärmestau schon 25 cm hinter der Brennkanalwand einsetzt, 3. die Isolierschicht so stark gemacht werden kann, daß die Eindringüngstiefe der Wärme in der betreffenden Brennzeit nicht größer ist als die Stärke von Ofenfutter und Isolierschicht, q.. da die Isoliersteine nicht teurer sind als gewöhnliche Ziegelsteine, es vollkommen gleichgültig ist, wie stark man die Isolierschicht macht. Für Brennöfen für minderwertige Erzeugnisse, wie Hintermauerungssteine, ist ein wirtschaftliches Bauen mit Kieselgur als Isolierschicht überhaupt nicht gegeben. Die vorliegende Erfindung gibt also die Möglichkeit, wärmetechnische Isoliermethoden auch für die Herstellung weniger hochwertiger Erzeugnisse anzuwenden, 5. der Kühlprozeß abgekürzt wird, denn da die Speicherwärme durch die. Einschaltung der Isolierschicht unmittelbar hinter dem Feuer wesentlich verkleinert wird, kann bei der Abkühlung auch weniger Wärme in den Brennkanal zurückströmen.
- Damit wird auch das Arbeiten in den Kammern der Brennöfen für die Belegschaft wesentlich erleichtert, ohne zu anderen Kühlmitteln, wie Ventilatoren usw., zu greifen.
- Das Gesagte gilt nicht nur für die Seitenwände der Öfen, sondern auch für die Gewölbe und Decken und auch für -die Ofensohle. Bei Ofensohle und Gewölbe ist es allerdings zweckmäßig, zusätzlich Kieselgur zur Isolierung mit heranzuziehen, wodurch allerdings die Kosten der Isolierung erhöht werden.
- Die vorliegende Erfindung unterstützt die Isolierwirkung gegen aufsteigende Bodenfeuchtigkeit oder Durchdringen falscher Luft, indem unmittelbar hinter der Isolierschicht Platten aus Blech, Asbestzement od. dgl. angeordnet werden.
- In Abb. z ist der Brennkanal beispielsweise eines Ringofens dargestellt. a ist das Ofenfutter, b die aus porösen Ziegelhohlsteinen gebildete Isolierschicht, c die über dem Gewölbe oder in der Kanalsohle zusätzlich eingebrachte Schicht aus Kieselgur oder sonstigen Isolierstoffen, und d sind die Bleche oder Asbestzementplatten.
- Abb.2 zeigt als Beispiel zwei poröse Ziegelhohlsteine e, f. Die Hohlräume sind je nach der Verwendungsstelle und je nach dem Mauerverband in Ziegellängs- oder -breitenrichtung angeordnet. Die Verlegung der Ziegel erfolgt derart, daß die Hohlräume niemals zur Brennkanalwand zu verlaufen.
Claims (3)
- PATENTA.NSPRUCHE: i. Isolierung des Mauerwerks von keramischen Brenn-, Trocknungs- oder Kühleinrichtungen, gekennzeichnet durch eine aus porösen Ziegelhohlsteinen (e, f) gebildete Isolierschicht (b), die unmittelbar hinter dem Ofenfutter (a) angeordnet ist.
- 2. Isolierung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar hinter der Isolierschicht (b) zur Vermeidung von Undichtheiten Platten (d) aus Blech, Asbestzement od. dgl. angeordnet sind.
- 3. Isolierung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlsteine (e, f) so verlegt sind, daß ihre Hohlräume niemals zur Brennkanalwand zu verlaufen. q.. Poröser Ziegelhohlstein zur Herstellung einer Isolierschicht nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine für die Stabilität des Mauerwerks erforderliche Druckfestigkeit.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH4900D DE897675C (de) | 1942-03-22 | 1942-03-22 | Isolierung des Mauerwerks von keramischen Brenn-, Trocknungs- oder Kuehleinrichtungen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DESCH4900D DE897675C (de) | 1942-03-22 | 1942-03-22 | Isolierung des Mauerwerks von keramischen Brenn-, Trocknungs- oder Kuehleinrichtungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE897675C true DE897675C (de) | 1953-11-23 |
Family
ID=7424215
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH4900D Expired DE897675C (de) | 1942-03-22 | 1942-03-22 | Isolierung des Mauerwerks von keramischen Brenn-, Trocknungs- oder Kuehleinrichtungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE897675C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1280476B (de) * | 1961-11-08 | 1968-10-17 | Koppers Wistra Ofenbau Gmbh | Tunnelofen |
-
1942
- 1942-03-22 DE DESCH4900D patent/DE897675C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1280476B (de) * | 1961-11-08 | 1968-10-17 | Koppers Wistra Ofenbau Gmbh | Tunnelofen |
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