DE897392C - Verfahren und Einrichtung zum Walzen von Feinblechen, insbesondere Weissblechen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Walzen von Feinblechen, insbesondere Weissblechen

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Publication number
DE897392C
DE897392C DESCH3960D DESC003960D DE897392C DE 897392 C DE897392 C DE 897392C DE SCH3960 D DESCH3960 D DE SCH3960D DE SC003960 D DESC003960 D DE SC003960D DE 897392 C DE897392 C DE 897392C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rolling
stand
sheets
trio
thickness
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Expired
Application number
DESCH3960D
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Neumann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schloemann AG
Original Assignee
Schloemann AG
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Publication date
Application filed by Schloemann AG filed Critical Schloemann AG
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B1/00Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations
    • B21B1/38Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations for rolling sheets of limited length, e.g. folded sheets, superimposed sheets, pack rolling

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Walzen von Feinblechen, insbesondere Weißblechen Beim Walzen von Weißblechen wurden bisher in einem Triovorgerüst Platinen mit einer Breite von etwa 300 mm und einer Länge, die der späteren Blechbreite entspricht, warm ausgewalzt; dabei werden zwei Platinen gleichzeitig gewalzt. Beide Platinen laufen zunächst hintereinander und werden dabei zwei Walzstufen unterworfen, woran anschließend die beiden Platinen aufeinandergelegt und übereinanderliegend weiter heruntergewalzt werden. Die Walzung wird so lange fortgesetzt, bis die Platinen eine Stärke haben, die es erlaubt, sie mit Hilfe eines Blecbdöpplers in der Mitte zu falten. Dadurch entsteht ein Paket, welches vier Bleche enthält. Dieses Paket wird in einem Ofen erwärmt und in einem durchlaufenden Duogerüst in mehreren Stichen so weit heruntergewalzt, daß es ungefähr die doppelte Ausgangslänge erhält. Danach wird das Paket noch einmal gedoppelt, so daß es jetzt acht Bleche enthält. Nach dem Abschneiden einer Kopfseite des Paketes wird dasselbe wieder erwärmt und in einem weiteren Duogerüst soweit heruntergewalzt, bis die Fertigmaße der Bleche erreicht sind.
  • Diese Fertigmaße schwanken bei den meistgebrauchten Weißblechstärken zwischen o,2 und 0,3? mm je Blech. Im folgenden soll eine mittlere Blechstärke von o,25 mm zugrunde gelegt werden.
  • Unter der Voraussetzung, daß bei jeder der beiden Walzungen in den Duofertiggerüsten eine zweifache Verlängerung der Ursprungslänge der gewärmten Bleche vor dem Walzen erreicht werden soll, würden die einzelnen Blechstärken im Paket wie folgt sein: Blechstärke im fertigen Paket zu acht Lagen o,25 mm je Blech, Blechstärke im fertigen Paket zu vier Lagen 0,5 mm je Blech und Blechstärke nach der Walzung im Triovorgeriist zu zwei Lagen i mm je Blech.
  • Im Triovorgerüst inüßten die Platinen also zu Blechen von i mm Stärke (zwei übereinander) Heruntergewalzt werden. Diese Walzmethode hat folgende Nachteile: Das Triovorgerüst ist nicht in der Lage, Platinen bis an eine Endstärke von i mm auszuwalzen. Die erreichbare Endstärke liegt bei 1,25 mm je 131ech. Um Weißbleche von o,25 mm Fertigstärke zu erhalten, inuß deshalb der Verformungsgrad während der beiden Walzvorgänge in den Duofertiggerüsten stärker, als oben angegeben, gewählt werden. Dadurch ist es erforderlich, die Zahl der Stiche in den Duofertiggerüsten zu erhöhen und außerdem die Temperatur des warmen Walzgutes höher zu wählen, da bei der größeren Anzahl der Stiche der Walzvorgang länger dauert und eine bestimmte niedrigste Endtemperatur des Walzgutes nicht unterschritten werden darf.
  • Die größere Anzahl der Stiche in den Duofertiggerüsten bedingt eine Verringerung der Leistung derselben und erhöht außerdem den Ausschuß beim Walzen. Ferner wird bei der Herstellung dünner Weißbleche die Leistungsmöglichkeit des Triovorgerüstes nicht ausgenutzt, da ja die erreichbare kleinste Endstärke jedes Bleches 1,25 mm beträgt und die Eingangsstärke der Platinen abhängig ist von der Fertigstärke der Weißbleche. Wenn z. B. im Triovorgerüst eine Platine von 15 mm in fünf Stichen bis auf i,25 -mm abgewalzt werden könnte, so sinkt der Ausnutzungsgrad des Triovorgerüstes in dem Maße, wie die Platinenstärken kleiner sind als 15 mm.
  • Ein weiterer Nachfeil besteht darin, daß es notwendig ist, im Triovorgerüst die Walzung sehr genau vorzunehmen, damit bei der Weiterwalzung in den Duofertiggerüsten keine walztechnischen Schwierigkeiten entstehen. Die Oberflächenform der Walzen des Trio.vorgerüstes muß sehr genau zu der Oberflächenform der Walzen des Duogerüstes stimmen. .; Dadurch entsteht der-weitere Nachteil, daß die Triowalzen sehr oft nachgeschliffen werden müssen, wodurch durch Walzenwechsel Aufenthalte entstehen.
  • Um diese Nachteile zu beseitigen, ist bereits vorgeschlagen worden, die Bleche nicht in einem Vorgerüst so weit herunterzuwalzen, daß sie nach dem Verlassen dieses einen Gerüstes gedoppelt werden können, sondern es- wird vor dem ersten Doppeln eine Zwischemvalzung eingeschoben. Diese Zwischenwalzung kann, wie vorgeschlagen wurde, auf einem besonderen Gerüst vorgenommen werden oder könnte auf dem ersten Fertiggerüst vorgenommen werden. Im ersten Falle werden die Anlagekosten der Straße ohne wesentliche Erhöhung der Leistung derselben erhöht, im zweiten Falle wird die Leistung der Straße herabgesetzt. In beiden Fällen bleibt jedoch der Nachteil bestehen, daß die Leistungsmöglichkeit des Triovorgerüstes nicht ausgenutzt wird.
  • Zur Verhinderung der Nachteile der bisher üblichen Walzmethoden wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, nach dem Verlassen des Triovorgerüstes die zu zweien übereinanderliegenden Bleche in der Mitte zu unterteilen und nach erfolgtem Wiedererwärmen jedes Teilstück in einem Duogerüst bis auf eine Stärke herunterzuwalzen, die nach -dem Doppeln das Fertigwalzen in zwei weiteren Walzvorgängen (vierfach und achtfach) erlaubt. Die Ausgangsstärke der Platinen wird also doppelt so groß gewählt als bisher üblich. Bei den bisherigen Walzverfahren war das Gewicht von zwei Platinen gleich dem Gewicht des fertigen Paketes in den normalen Abmessungen. Nach der neuen Walzmethode, entsprechend dem Erfindungsgedanken, soll demnach das Gewicht jeder einzelnen Platine gleich dem Gewicht eines fertigen Paketes in den normalen Abmessungen sein. Die Walzung im Triovorgerüst wird nicht bis zu einer Blechstärke durchgeführt, bei welcher die Bleche gedoppelt werden, vielmehr wird vor dem Doppeln eine Zwischenwalzung in einem gesonderten Duogerüst durchgeführt. Vor dem Doppeln werden die das Triogerüst verlassenden Bleche, die zu zweien übereinanderliegen, mit Hilfe einer Schere in der Mitte geteilt, so daß das Gewicht jedes Teilstückes dem Gewicht eines fertigen Paketes nach der bisher üblichen Walzmethode entspricht. Nach dem Verlassen des Triovorgerüstes werden die beiden aufeinanderliegenden Bleche also zunächst in der Mitte geteilt, dann werden sie gewärmt und jedes Teilstück in einem Duofertiggerüst so weit ausgewalzt, daß es gedoppelt werden kann. Nach dem Doppeln und Wiedererwärmen erfolgt die Walzung des nun vierfach liegenden Paketes im ersten Duofertiggerüst. Danach wird das Paket nochmals gedoppelt, an einem Ende aufgeschnitten, gewärmt und nun achtfach im zweiten Duofertiggerüst fertig gewalzt.
  • Wenn man wiederum eine Durchschnittsblechstärke von o,25 mm zugrunde legt, werden die Blechstärken bei den einzelnen Walzungen wie folgt sein: Nach dem Verlassen des zweiten Duofertiggerüstes o,25 mm (acht Tafeln), nach dem Verlassen des ersten Duofertiggerüstes o,5 zum (vier Tafeln), nach dem Verlassen des Duozwischengerüstes i mm (zwei Tafeln) und nach dem Veilassen des Triovorgerüstes 2 mm (zwei Tafeln).
  • Das Triovorgerüst braucht also bei der Herstellung von Weißblechen von o,25 mm Fertigstärke jedes Blech nur his auf 2 mm Endstärke auszuwalzen. Das ist ohne weiteres möglich. Durch die Wahl der doppelten Platinenstärke im Triovorgerüst ist die Leistungsmöglichkeit desselben bei allen Blechstärken voll ausgenutzt, d. h. jeder Stich kann mit der größten zulässigen Höhenabnahme gegeben werden.
  • Da das Triovorgerüst doppelte Platinengewichte bei gleicher Stichzahl auswalzt, ist die Leistung desselben ungefähr doppelt so groß wie bei der Walzung von Platinen mit normalem Gewicht.
  • Infolge der erhöhten Leistung des Triovorgeriistes ist dasselbe in der Lage, eine größere Anzahl Fertiggerüste mit Vormaterial zu versorgen. Da bei einer Neuanlage die Kosten eines Triovorgerüstes bedeutend höher sind als die eines Duofertiggerüstes, werden die Gesamtlagekosten pro Tonne Fertigblech geringer als bei der bisherigen Walzmethode.
  • Das prozentuale Ausbringen der Straße von guten Blechen wird höher als nach der bisherigen Walzmethode, da es möglich ist, durch die Zwischenschaltung eines Duogerüstes ohne Leistungsminderung der Straße für alle Fertigstärken die Blechstärken vor dem ersten Doppeln so weit herunterzuwalzen, daß die Verformungsgrade bei den Walzvorgängen nach dem ersten Doppeln nur etwa der doppelten Verlängerung der Bleche entsprechen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCÜE: i. Walzverfahren für die Herstellung von Feinblechen, insbesondere Weißblechen, wobei die Vorwalzung der Platinen in einem Vor-und einem Zwischengerüst und die Fertigwalzung nach ein- oder zweifachem Doppeln in einem Fertiggerüst oder mehreren erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Verlassen des Triovorgerüstes die zu zweien übereinanderliegenden Bleche in der Mitte unterteilt und nach erfolgtem Wiedererwärmen jedes Teilstück in einem Duogerüst bis auf eine Stärke heruntergewalzt wird, die nach dem Doppeln das Fertigwalzen in zwei weiteren Walzvorgängen (vierfach und achtfach) erlaubt. z. Walzwerk zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Durchgang durch die Walzenstraße eine Schere zum Unterteilen der Platinen dem Triovorgerüst nachgeschaltet ist und im weiteren Durchgang zwei oder mehrere aus je einem Vorgerüst, Dopplern und Fertiggerüsten bestehende Walzenstraßen parallel zueinander angeordnet sind. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 608 766, 584 7oo.
DESCH3960D 1942-09-01 1942-09-01 Verfahren und Einrichtung zum Walzen von Feinblechen, insbesondere Weissblechen Expired DE897392C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE584700C (de) *
DE608766C (de) * 1931-06-11 1935-01-31 Johannes Peters Verfahren zur Herstellung von gedoppelten Feinblechen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE584700C (de) *
DE608766C (de) * 1931-06-11 1935-01-31 Johannes Peters Verfahren zur Herstellung von gedoppelten Feinblechen

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