DE896096C - Elektrisches Schweissverfahren - Google Patents

Elektrisches Schweissverfahren

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Publication number
DE896096C
DE896096C DEG366D DEG0000366D DE896096C DE 896096 C DE896096 C DE 896096C DE G366 D DEG366 D DE G366D DE G0000366 D DEG0000366 D DE G0000366D DE 896096 C DE896096 C DE 896096C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
welding
electrodes
workpiece
current
welding process
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Expired
Application number
DEG366D
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dipl-Ing Ranke
Franz Tajbl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Linde GmbH
Original Assignee
Gesellschaft fuer Lindes Eismaschinen AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE896096C publication Critical patent/DE896096C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K9/00Arc welding or cutting
    • B23K9/0008Welding without shielding means against the influence of the surrounding atmosphere
    • B23K9/0017Welding without shielding means against the influence of the surrounding atmosphere using more than one electrode

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Resistance Welding (AREA)

Description

  • Elektrisches Schweißverfahren Bei der Massenherstellung von Profilstählen durch elektrische Schweißung und ähnliche Schweißarbeiten ist es häufig möglich, mehrere Schweißnähte zu gleicher Zeit nebeneinander herzustellen. Werden solche Profile bestimmter Stücklänge laufend nacheinander geschweißt, so ist es zweckmäßig, eine selbsttätige Schweißvorrichtung anzuordnen und die zu verschweißenden Bänder oder Schienen auf einem geeigneten Rolltisch unter der Schweißvorrichtung durchzuführen. Da bei dieser Anordnung die Werkstücke nicht fest auf dem Tisch aufgespannt sind, versagt in der Regel die Rückführung des elektrischen Stromes über den geerdeten Tisch. je höher die Schweißleistung ist, um so schwieriger ist die Durchführung einer zuverlässigen Erdung derart bewegter Werkstücke. Es ist auch praktisch nicht möglich, jedes Werkstück mit einer Anschlu3klemme für die Stromrückleitung zu versehen, weil solche Klemmen die Führung des Werkstückes behindern würden und weil das Umsetzen der Klemmen von einem Werkstück auf das nächstfolgende den Schweißvorgang unterbrechen und die Arbeitsdauer unnötig erhöhen würde. Man müßte schon mit mehreren Anschlußklemmen arbeiten, ohne jedoch bei hohen Stromstärken einen guten Stroraübergang mit genügender Sicherheit erzielen zu können.
  • Erfindungsgemäß lassen sich die Erdungsschwierigkeiten sehr leicht beheben, wenn, wie dies bei der Herstellung von geschweißten Profilstählen fast stets möglich ist, gleichzeitig mit mindestens zwei Elektroden nebeneinander gearbeitet werden kann. In diesem Fall wird erfindungsgemäß auf die Herstellung eines guten Erdanschlusses verzichtet, und es werden bei geeigneter Wahl der Klemmenspannung des Schweißtransformators die beiden Schweißstellen elektrisch in Reihe geschaltet, so daß der elektrische Strom folgenden Weg zurücklegt: vom Transformator zur einen Abschmelzelektrode, über die eine Schweiß-'stelle zum Werkstück, vom Werkstück über die andere Schweißstelle zur zweiten Abschmelzelektrode und zum Transformator zurück.
  • Wenn beide Schweißstellen gleiche Anteile der gesamten Schweißleistung erhalten sollen, so ist es natürlich erforderlich, daß der Vorschub beider Elektroden möglichst gleichmäßig erfolgt und daß eventuelle Unregelmäßigkeiten beim Abschmelzen der Elektroden sofort ausgeglichen werden, was durch die bekannten selbsttätigen Regelvorrichtungen ohne weiteres möglich ist.
  • Eine Verbesserung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dadurch erreicht, daß der elektrische Mittelpunkt der Sekundärwicklung des Schweißtransformators mit dem Werkstück leitend verbunden wird, z. B. über eine Erclleitung. Hierdurch wird zwar scheinbar das eingangs ausgesprochene Prinzip des Verzichtes auf die Erdleitung durchbrochen, jedoch ist das Wesentliche dabei, daß diese Erdleitung im Fall einer vollkommen gleichmäßigen Belastung beider Abschmelzelektroden stromlos ist. Lediglich im Fall geringfügiger Abweichungen, wie sie beim Schweißen gelegentlich vorkommen können, fließt ein geringer Ausgleichsstrom durch diese Hilfsleitung. Infolge der geringen Stromstärke sind für diesen Ausgleichsstrom in der Regel die Führungsrollen für Werkstücke als Kontakte ausreichend; man kann den Stromübergang auch noch durch einen Schleifkontakt verbessern. Wesentlich ist, daß ein vorübergehender schlechter Kontakt keine grundsätzliche Störung der Schweißvorgänge herbeiführen kann und daß infolge der geringen Stromstärke in der Ausgleichsleitung mit einem Schmoren des Kontaktes am Werkstück nicht zu rechnen ist.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist im wesentlichen für die Anwendung von zwei hintereinandergeschalteten Abschmelzelektroden gedacht. Es läßt sich jedoch grundsätzlich auch auf die gleichzeitige Anwendung eines Vielfachen von zwei Elektroden, z. B. auf vier, sechs usw., ausdehnen.
  • Das erfindungsgernäße Verfahren ist besonders vorteilhaft, wenn es sich um die Anwendung sehr hoher Schweißstromstärken handelt. je höher die Schweißstromstärke ist, um so schwieriger ist die Stromführung über Erdkontakten an bewegten Werkstücken. Neuerdings ist nun ein elektrisches Schweißverfahren ungewöhnlich hoher Schweißleistung bekanntgeworden, bei dem die Elektroden in eine verhältnismäßig hohe Schicht eines über der Schweißfage angehäuften Schweißpulvers eintauchen und bei dem kein offener Lichtbogen auftritt. Dieses Verfahren gestattet die Anwendung sehr hoher Schweißstromstärken und ermöglicht dadurch die Anwendung sehr hoher Schweißgeschwindigkeiten; es eignet sich daher auch ganz besonders für die Reihenanfertigung von Profileisen und dergleichen in wenigen Arbeitsgängen oder sogar in nur einem Arbeitsgang. Aus diesem Grunde stellt das erfindungsgemäße Verfahren eine wertvolle Bereicherung gerade auch für dieses Schweißverfahren dar.
  • Beispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens werden nachstehend an Hand der Abbildungen erläutert. Der aus drei Bauteilen gebildete Doppel-T-Träger S (Abb. i) soll durch zwei Schweißungen A, und A, verwendungsfähig fertiggestellt werden. Der Träger wird auf dem Tisch B mittels geeigneter Seitenrollen R geführt und mittels nicht gezeichneter, im Tisch B untergebrachter Förderrollen in der zur Bildebene senkrecht stehenden Richtung unter den Schweißelektroden E, und E, weiterbewegt. Die Elektroden E, und E2 sind an die Sekundärwicklung des Transformators T mittels der Leitungen i und 2 angeschlossen. Der elektrische Mittelpunkt der Sekundärwicklung ist über die Leitung 3 mit dem geerdeten Tisch B verbunden. Die Elektroden E,. und E2 werden durch zwei nicht gezeichnete Vorschubmotoren von gegeneinander isolierten Drahthaspeln abgewickelt und den Schweißstellen A,. und A2 zugeführt. Bei dieser Anordnung fließt ein Schweißstrom von der Sekundärwicklung des Transformators T über Leitung i, Elektrode E, Schweißstelle A" Werkstück S, Schweißstelle A., Elektrode E, und Leitung 2 zum Transformator zurück. Bei ungleicher Belastung an den Schweißstellen A, und A, fließt ein Ausgleichsstrom über das Werkstück S, den geerdeten Rolltisch B und die Leitung 3 zur Sekundärwicklung des Transformators. Diese Anordnung setzt voraus, daß das Übersetzungsverhältnis des Transformators T so gewählt ist, daß die Sekundärwicklung die doppelte Schweißspannung, also die Schweißspannung für beide Schweißstellen A, und A2, bei normaler Stromstärke abgeben kann.
  • Die Abb. -- zeigt eine geeignete Schaltung für die Verwendung von zwei Einphasenschweißtransfor m-atoren T,. und T2 geeigneter Leistung und Leerlaufspannung. Beide Transformatoren T, und T2 sind primärseitig an die gleiche Phase eines Drehstromnetzes angeschlossen. Die Sekundärwicklungen s, und S2 sind in Reihe geschaltet und über die veränderlichen Drosselspulen D, und D2 durch die Leitungen i und :z mit den Elektroden E, und E2 verbunden. Die Ausgleichsleitung 3 ist in diesem Fall an die Verbindungsleitung zwischen denbeiden Sekundä1wicklungen s, und s. angeschlossen. Der Vorgang ist im übrigen der gleiche wie bei den vorhergehenden Beispielen. i Grundsätzlich ist das eifindungsgemäße Verfahren auch bei festliegenden Werkstücken und bewegter Schweißvorrichtung anwendbar, jedoch bildet das hauptsächlichste Anwendungsgebiet die Reihenschweißung von bewegten Werkstücken.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrisches Schweißverfahren mittels Wechselstrom unter Verwendung von Abschmelzelektroden, die elektrisch innerhalb eines Stromkreises hintereinandergeschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Elektroden an räumlich voneinander getrennten Schweißstellen angesetzt werden und praktisch der volle Schweißstrom sowohl über die hintereinandergeschalteten Elektroden wie über das Werkstück geführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vom elektrischen Mittelpunkt der Sekundärwicklung des Schweißtransformators eine Null- oder Ausgleichsleitung, welche praktisch stromlos ist, zum Werkstück geführt wird.
DEG366D 1942-03-15 1942-03-15 Elektrisches Schweissverfahren Expired DE896096C (de)

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DEG366D DE896096C (de) 1942-03-15 1942-03-15 Elektrisches Schweissverfahren

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DEG366D DE896096C (de) 1942-03-15 1942-03-15 Elektrisches Schweissverfahren

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DE896096C true DE896096C (de) 1953-11-09

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ID=7115772

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DEG366D Expired DE896096C (de) 1942-03-15 1942-03-15 Elektrisches Schweissverfahren

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DE (1) DE896096C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1690760B1 (de) * 1959-05-13 1970-02-26 Franz Litzka Vorrichtung zum maschinellen Herstellen von Wabentraegern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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