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Bekanntlich haben Hosen an sichtbarster ,Stelle häufig unangenehme
Flecke. Durch Ausscheidung von Harnsäure, auch schon in geringsten :Mengen, setzt
sich diese in den Stoff der Hose fest und zerfrißt den Farbstoff des Gewebes sowie
den Stoff selbst. Bei ersterem entstehen häßliche Flecke von Braun bis Weiß, dem
von der Farbe entblösten Urgewebe. Bei Blasen- und Zuckerkranken ist,dieAusscheidung
bedeutend stärker in der Menge. Auch der Säuregehalt ist viel höher und stärker.
Die Säure zerfrißt förmlich den Stoff, so d aß er hart und brüchig wird. Ein sehr
unangenehmer und übler Geruch begleitet immer,den Träger einer von Harnsäure infizierten
Hose. Die 'Hosen sind alle viel früher unbrauchbar als der Rock. Fehlt aber die
Hose Zum Anzug, weil sie zerfressen oder unbrauchbar oder an der sichtbarsten Stelle
voller Flecke ist, die, weil eingefressen, nicht zu beseitigen sind, so ist der
Anzug wertlos. Bei den heutigen teueren Anschaffungskosten ist es aber dem größten
Teil ider Menschen nicht möglich, einen Ersatz zu beschaffen. Gerade deswegen braucht
man einen Schutz, um das von Anfang an zu verhindern.. Diese Nachteile sollen durch
den hygienischen Hosenschutz verhindert werden.
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Abb. z : Auswechselbarer hygienischer Hosenschutz auseinandergelegt
Der hygienische Hosenschutz besteht aus einer Lage Futterstoff z ohne Appretur in
Weiß oder farbig und einer leichten Einlage von dünnem Flanell 2 (kleiner schraffierter
Teil), welcher auf z aufgelegt und durch eine Stepptour mit diesem verbunden wird.
Zweck der Flanelleinlage: Etwaige Harnsäureausscheidungen aufzusaugen. Beide Teile,
also z und 2, bilden den inneren Teildes Schutzes, d. h. liegen auf der Innenseite
(Körperseite). Eine wasserdichte Einlage 3 (größerer schraffierter Teil) und eine
Lage Futterstoff 4, wie z in Weiß oder farbig, schließen sich außen an.
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Die wasserdichte Einlage 3 wird auf den Stoff 4 aufgelegt und ebenfalls
mit einer Stepptour verbunden und bilden somit die Außenseite, also Hosenoberstoffseite,
so daß von der von Flanell 2 aufgesaugten Feuchtigkeit nichts durch 3 und 4 hindurch
an den Hosenstoff dringen -kann.
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Es werden nun a auf b und c auf d gelegt (Abb. z). Diese
Teile bilden so den. fertigen Hosenschutz (Abb. 2). Beide Außenseiten sind nun weiß
oder farbig und bergen in sich verschlossen Flanell-und wasserdichte Einlagen.
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Abb. 2: Der fertige Hosenschutz Die Kanten ringsherum sind den Größen
entsprechend in Farben gekantelt, d. h. mit der Maschine um dieKanten zusammengehalten.Die
dunklen Punkte in derAbbildung sind die klcinenDruckknöpfe, durch welche der Hosenschutz
befestigt wird, zum leichteren Auswechseln betreffs Reinigung. Die Druckknöpfe liegen
zwischen dem Hosenstoff und dem Schutz, sind somit überhaupt nicht zu spüren beim
Tragen der Hose, erst recht nicht bei den heutigen weiten Hosen.
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Abb. 3: Ein Bild .der Hose, von außen gesehen, mit dem darin angebrachten
fertigen Hosenschutz Außer den vier Druckknöpfen an der Schrittnaht hält ein Druckknopf
.den Hosenschutz unter der Tasche fest. Auch hier liegt der Druckknopf zwischen
Taschenfutter und der Stoffseite der Hose, also beim- Greifen in die Tasche auf
der Fingernagelseite,der Hand, und wird von den meisten gar nicht bemerkt. Der Hosenschutz
hängt somit völlig neutral in der Hose und stört in keiner Weise.
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Die Größen sind entsprechend der jeweiligen Normalgröße für die dazu
passenden Hosenmaße berechnet und bedecken den ganzen für Harnsäure in Frage kommenden
Raum, ohne daß der Sitz auch der elegantesten Maßhose beeinträchtigt wird.
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Die Befestigung des Schutzes erfolgt durch fünf kleine Druckknöpfe,
die am Schutz befestigt sind. Diese einmalig in der Hose angenäht, bleiben immer.
Jeder Ersatz gleicher (Größe kann somit nur eingedrückt werden. Dadurch ist der
Hosenschutz leicht auswechselbar und kann dieser herausgenommen werden zum Waschen
und Reinigen, während der Ersatz dessen Rolle einnimmt und eingedrückt wird.
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Das Material ist waschbar und bügelfest. Mit einem wohlriechenden
,Seifengeruch behaftet, wird auch der leiseste Geruch genommen.