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Schmiedemaschine Die Erfindung betrifft durch ein kompre.ssibles Treibmittel,
z. B. Preßluft, angetriebene Schmiedemaschinen, insbesondere Gegenschlaghämmer mit
waagerecht geführten Bären, bei denen die Treibmittelzuführ für den Vorwärtshub
des oder der Bären mittels eines durch seine Öffnungsdauer die Schlagwucht bestimmenden
Steuerventils erfolgt, das durch ein von einer elektrischen Zeitregelvorrichtung
beeinflußtes ,Solenoid beherrscht wird.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, eine genaue Überwachung des Schmiedevorganges
hinsichtlich Wucht und Treffpunkt der Bären zu ermöglichen, damit schnell aufeinanderfolgende
Arbeitsgänge ausgeführt und die einzelnen. Arbeitsstücke in rascher Folge geschmiedet
werden können. Hierbei ist eine exakte Zeitregelung für den Hammerschlag besonders
wichtig, da die Treibmittelzufuhr zu den Bären nur während einer sehr kurzen Zeit,
die nur einen Bruchteil einer Sekunde ausmachen kann, vorzunehmen ist.
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Erreicht wird dies dadurch, daß erfindungsgemäß die elektrische Steuereinrichtung
einen mit einer kontinuierlich umlaufenden Schaltvorrichtung zusammenarbeitenden
Impulsgeber besitzt, dessen periodische Impulse das Steuerventil des Treibmittels
für den Vorwärtshub des oder der Bären über das Solenoid entsprechend der eingestellten
Impulsdauer beeinflussen. Zweckmäßig besitzt die kontinuierlich umlaufende Schaltvorrichtung
Nokkenschalter, die einzelnen Funktionen des Hammers, insbesondere für den Impulsgeber,
das Treibmittelsteuerventil für die Rückführung d,es oder der Bären sowie gegebenenfalls
die selbsttätige @VterIcstückzuführung u. dgl. zugeordnet sind.
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Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal weist der Impulsgeber der Steuereinrichtung
ein elektrisches
Kippgerät auf, das vorzugsweise reit Thyratronröhren
arbeitet und ein Potentiometer zur Einstellung der Ladezeit eines Zeitkondensators
und damit der Impulsdauer besitzt, sowie vorzugsweise ein weiteres Pobentiometer
zur Kompensation des Einflusses des Leistungsfaktors des Solenoi@ds auf seine Ansprechzeit.
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Durch getrennte überwachung der Treibmittelzufuhr für den Vorwärtshub
der beiden Bären mittels eines besonderen Regelventils kann der Treffpunkt der Bären
bzw. ihre Wucht abgestimmt werden, während ein auf Druckdifferenz ansprechendes;
.än die Seiten der Bärzylinder für den Vorwärtshub angeschlossenes Schaltgerät durch
elektrische Kontaktgabe den Impulsgeber stil.lsetzen kann und dadurch im Fall einer
unzulässigen Druckverschiedenlheit in den beiden Bärzylindern das Unterbrechen oder
Auslassen eines Schmiedeschlages ermöglicht.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Fig. i eine Seitenansicht einer Schmiedemaschine nach der Erfindung,
teilweise im Schnitt, Fig.2 eine Draufsicht auf die Stirnseite der Maschine entsprechend
Linie 2-2 der Fig. i, teilweise geschnitten, Fig. 3 einen Teilschnitt nach Linie
3-3 der Feg. i, Fig. q. einen Teilschnitt nach Linie 4-4 der Fig. 2, Fig. 5 eine
schematische Darstellung der ,Steuereinrichtung für die Bären, Fig.6 eine schematische
Darstellung der elektrischen Schalteinrichtung für die Steuerung der Arbeitsgänge,
Fig. 7 ;das Schaltbild der röhrengesteuerten Zeitregeleinrichtung (Impulsgeber).
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Die Maschine der Fig. i besitzt die beiden einander gegenüberliegenden
waagerecht geführten Bären .io und ioa, die sich in ,den Zylindern i i und ,ja befinden
und bei jedem Arbeitsgang gegeneinander und wieder voneinander weg bewegen. An den
Bären sind auswechselbar die Gesenke i2 und i-ga befestigt, die .das Werkstück beim
Schmieden erfassen.
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Die Bären werden während des Arbeitsganges durch ein unter Druck stehendes
Treibmittel angetrieben, das von ,der Hauptleitung 15 zu den Einfaßleitungen 16
und 16a gelangt. Vorzugsweise wird komprimierte Luft verwendet. Die Luft gelangt
über die von Hand mittels der Hebel 1.8 und 18a beliebig einstellbaren Ventile17
und 17a zu den Zylindern.
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Die Zylinder i i und i ja sind auf dem UnteT-gestell der Maschine
angeordnet, das gleichzeitig zur Aufnahme verschiedener Steuerventile dient, wie
später noch beschrieben wird. Die Hauptleitung 15 erstreckt sich über die- ganze
Länge des Untergestells, ebenso die Auspuffleitung 2o (Fig. 2), durch die die Luft
während des Rückwärtsschlages der Bären aus den Zylindern entfernt wird.
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Fig. i zeigt ferner eine axiale Bohrung in jedem Bär, die bis zum
zugehörigen Gesenke durchgeführt ist und den Zweck hat, den Gesenkblock zu kühlen
und das Entfernen der Schmiedestücke sowie des Hammerschlages zu erleichtern. Da
beide Bären gleich sind, sind Einzelheiten nur auf der linken Seite der Fig. i dargestellt.
Die axiale Bohrung 21 im Bär hat eine Erweiterung 22 auf der Zylinderkopfseite,
in die die Leitung 23 hineinragt, die mittels eines konischen Paßstückes fest in
der Erweiterung 23 sitzt und sich mit ihr hin und her bewegt. Zu diesem Zweck ist
die Stopfbüchse 2s vorgesehen. Hierdurch kann ohne Gefahr einer Vermischung mit
.dem Treibmittel für die Hammerbewegung Preßluft in die Bohrung zi eingeführt werden,
die mit den Auslässen 13 in den Gesenken 12 in Verbindung steht. Die Kopfseiten
beider Hammerzylinder stehen über die Leitungen 27 und 27' und ein auf Druckdifferenz
ansprechendes .Schaltgerät 26 miteinander in Verbindung. Dieses Schaltgerät 26 spricht
sofort auf einen etwa zwischen beiden Zylindern vorhandenen Druckunterschied an
und hat die Aufgabe, in der später beschriebenen Weise zden Arbeitsgang zu unterbrechen,
sobald der Druckunterschied eine Sicherheitsgrenze überschreitet.
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In den Fig.2 bis .4 sind die Ventile für den Bär io und seinen Zylinder
ii dargestellt; die für den Bär ioa und den Zylinder ija sind entsprechend ausgeführt.
Ein treibmittelgesteuertes Ventil 28 steuert den Lufteinlaß von der Leitung 16 zu
.dem Einlaß 29 am Kopfende des Zylinders. Ein zweites treibmittelgesteuertes Ventil
30 steuert den Luftauslaß zur Leitung 3ti, die zur Auspuffleitung 20 führt.
Die Ventile 28 und 30 liegen in einem gemeinsamen Ventilgehäuse, das allgemein mit
32 bezeichnet .ist und das ferner die von Hand einstellbaren Ventile 17 enthält.
Bei der Darstellung nach der Fig. 3 ist das Ventil 28 geschlossen und das
Ventil 30 geöffnet, was der Auspuffstellung entspricht. Ist Ventil
28 geöffnet und Ventil 30 geschlossen, so wird von der Leitung 16
Preßluft zum Zylinder geführt, und zwar entsprechend der Einstellung der Ventile
17.
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Um mit Sichei4heit eine Vermischung des die Ventile betätigenden Treibmittels
mit dem Treibmittel für .die Hammerbetätigung zu unterbinden, ist der Durchlaß 30a
vorgesehen, der alles Treibmittel nach der Auspuffleitung 31 ableitet; - der Durchlaß
30a reicht in eine Ringaussparung 28a mit den Löchern 28b in der Wandung
des Ventils 28.
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Entsprechend Fig. 3 stehen -die Zylinderöffnungen 29 mit den Ventilöffnungen
33 und 3;4 über die gemeinsame Kammer 35 in Verbindung. Wie Fig. q. zeigt, sitzen
die Öffnungen 29 etwas vom Zylinderkopf 24 entfernt, während ein Nebendurchlaß 36
unmittelbar am Kopfende sitzt und eine Verbindung zu der Queröffnung 37 zur Kammer
35 bildet. Die Queröffnung 37 ist normalerweise durch ein Kontrollventil 38 unter
.der Wirkung seiner Feder 39 geschlossen. Dieses Ventil sitzt in einem im Ventilgehäuse
32 befestigten Deckel 40; der Zweck von Ventil 38 und Nebendurchlaß 36 wird weiter
unten erläutert.
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Aus .den Fig. i bis 4. und insbesondere aus der schematischen Darstellung
der Fig. 5 ergibt sich,
daß das Einlaßventil 28 für den Bär io und
den zugehörigen Zylinder i i durch ein unter Druck stehendes Treibmittel, vorzugsweise
Preßluft, betätigt wird und über eine Leitung 41 mit dem Gehäuse 42 eines Regelventils
43 verbunden ist. In gleicher Weise ist das Einlaßventil für den zweiten Bär und
dessen Zylinder über die Leitung 44 mit der anderen Seite des Regelventils 43 verbunden.
Die Leitungen ,4i und 44 stehen über das Ventilgehäuse 42 mit einer gemeinsamen
Treibmittelleitung 45 in Verbindung, die zu dem Gehäuse 46 eines Ventils 47 führt.
Das Regelventil 43 hat den Zweck, die Treibmittelzufuhr zu den Einlaßventilen für
die beiden Bären aufeinander abzustimmen und dadurch die entsprechende Zeitspanne
der Betätigung des Einlaßventils sowie ein genaues Aufeinandertreffen der Bären
in der Schmiedeebene zu gewährleisten. Das Ventil 43 ist durch seinen Hebelarm 48
über den Lenker 49 mit dem Hebelarm 5o auf der Achse 51 verbunden. Die Achse 5 i
wiederum ist über die Zahnraduntersetzung 52, 53 mit der Achse 54 des Empfängers
55 eines Fernsteueraggregats verbunden. Es dient der Fernsteuerung des Ventils 43,
wie später beschrieben wird.
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Das Auslaßventil 30 für den Bär io mit dem Zylinder i i ist
über eine Leitung 56 mit einer T-Abzweigung 57 verbunden. Der andere Arm 58 der
T-Verbindung. führt zum Auslaßventil des anderen Bärs. Die T -Abzweigung 57 führt
zum Gehäuse 46 des Ventils 47.
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Das Ventil 47 wird durch seine Feder 59 in der dargestellten Lage
gehalten. und wird entgegen der Wirkung seiner Feder durch ein Solenoid 6o betätigt.
Das Gehäuse dieses Ventils hat die auseinanderliegenden Ringaussparungen 61 und
62, an deren eine die Leitung 45 und deren andere die Leitung 57 angeschlossen ist..
Zwischen den beiden Ringaussparungen 61 und 62 liegt eine dritte Ringaussparung
63, die an die Pre@ßluftleitung 64 angeschlossen ist. Diese Leitung 64 kann an die
erwähnte Haupttreibmittelleitung 15 angeschlossen sein. Die Auslaßleitungen 65 und
66 gehen von den beiden Enden des Ventilgehäuses 64 ab und .können mit der ebenfalls
obenerwähriten Hauptauspuffleitung 2o verbunden sein. Der Ventilkörper 47 hat die
auseinanderlieaenden Kolben 67 und 68, die die Ventilöffnungen steuern.
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Sobald das Solenoid 6o aberregt ist, wie dies Fig. 5 zeigt, ist das
Einlaßventil 28 mit der ,Speiseleitung 64 verbunden, so d.aß es geschlossen gehalten
wird. Zur gleichen Zeit ist das Auslaßvent.il 30 mit .der Auslaßleitung 66
verbunden, und dieses Ventil bleibt geöffnet. Wird nun das Solenoid 6o erregt, so
bewegt sich der Ventilkörper 47 nach rechts, und das Auslaßventil kommt mit der
Luftzuführungsleitung 64 in Verbindung und wird von der Auslaßleitung 66 abgetrennt.
Zur gleichen Zeit wird das Einlaßventil 28 von der Luftzuführungsleitung 64 abgetrennt
und mit der Auslaßleitung 65 in Verbindung gebracht. Zu dieser Zeit ist das Auslaßventil
30 .daher geschlossen und das Einlaßventil28 geöffnet. Der Bär io wird nach dem
Schlag durch Preßluft wieder zurückgebracht, die dem Zylinder i1 i durch einen Zweig
69 der T-Verbindung 70 zugeführt wird, deren anderer Zweig 71 zu dem Zylinder
des Bärs iä' führt. Die Leitung 7o der T-Verbindung führt zu dem Gehäuse 72 eines
Ventils 73, das unter der Wirkung der Feder 74 steht und durch ein Solenoid 75.
betätigt werden kann. Eine Luftzuführungsleitung 76 sowie eine Luftauslaßleitung
77 sind ferner an das Ventilgehäuse 72 angeschlossen. Diese Leitungen können mit
der Lufthauptspeiseleitung 15 bzw. der HauptauspuffleitUng 20 verbunden werden.
Normalerweise befindet sich das Ventil 73 in der gezeichneten Lage, in .der .die
Leitung 70 mit der Auslaßleitung 77 verbunden ist. Wird aber das Solenoid
75 erregt, so wird die Leitung 70 mit der Luftzuführung 76 in Verbindung
gebracht und von der Auslaßleitung 77 abgetrennt. Zu dieser Zeit erhält der Zylinder
i i Preßluft, um den Bär ro wieder in seine Ausgangslage zurückzubringen.
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Aus der vorhergehenden Beschreibung ist zu entnehmen, daß das Arbeiten
des Hammers durch die Solenoide 6o und 75 gesteuert wird. Diese iSolenoide werden
durch eine elektrische !Steuereinrichtung betätigt, die nachstehend beschrieben
wird.
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Zunächst soll aber noch der Zweck des Kontrollventils 38 erläutert
werden. Entsprechend Fig. 5 hat die Anordnung der Öffnungen 29 in bezug auf das
Ende des Zylinders i i eine Luftkissenbildung beim Zurückkehren des Bärs io zur
Folge. Der Kopf des Bärs schließt bei seinem Rückgang die Öffnungen 29, wodurch
;die Luft im Zylinderende abgesperrt ist und ein Luftkissen gegen das Anschlagen
des Bärs am Zylinderkopf bildet. Dies ist besonders wichtig, wenn der Bär infolge
seines Aufschlages zurückgeschleudert wird.
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Wenn der Bär in .der in Fig. 5 gezeichneten Stellung gestoppt wird,
ist der Zylinder gegen eine Luftzufuhr durch die Öffnungen 29 gesperrt. Dagegen
ermöglicht das Kontroll'ventil38 und der Neben.durchlaß:36 den Eintritt von Luft
aus der Kammer 35 in den Zylinder, und diese Luft bewegt den Bär weiter, bis die
Öffnungen 29 wieder frei sind. Es sei bemerkt, daß das Kontrollventil keinen Einfluß
auf die Luftkissenbildung hat, da es nicht zuläßt, daß Luft den Zylinder über den
Nebendurchlaß verläßt.
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Das genannte, auf Druckdifferenz ansprechende Schaltgerät 26 (Fig.
5) besteht aus einem zweiteiligen Gehäuse 78, das eine druckempfindliche Membran
79 besitzt, die dem Luftdruck der Leitungen 27 und 27a ausgesetzt ist. Das Gehäuse
78 trägt die Kontakte 8o und &i und .die Membran den Gegenkontakt 82, die normalerweise
außer Eingriff sind. Bei genügend großer Störung des Druckgleichgewichts zwischen
den Leitungen 27 und 27"
trifft der Membrankontakt 82 mit dem einen der Kontakte
8o bzw. 81 zusammen.. Die Membran 79 besteht aus leitendem Wlerkstoff und besitzt
eine Anschlußklemme 83. Die Gehäuseteile bestehen dagegen aus Isolierstoff. Die
einstellbaren Kontakte 8o, 81 und die Klemme 83 sind in der später beschriebenen
Weise
an einem elektrischen Stromkreis angeschlossen.
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Die Schaltungsanordnung der Fig.6 liegt an einer Wechselstromspeiseleitung
84, 85 von beispielsweise 6o Perioden über den Handschalter 86. Fig. 6 zeigt ferner
das Fernsteueraggregat, durch dessen Empfänger 55 das in Fig. 5 dargestellte Regelventil
43 gesteuert wird. Der Empfänger 55 ist mit .dem Sender 87 des Fernsteueraggregats
über die Verbindungsleitungen 84 und 85 verbunden, so daß das Ventil 43 ferngesteuert
werden kann.
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Von den die Hammersteuerung veranlassenden Solenoiden 6:o und 75 wird
das Solenoid 6o, durch den Zeit- bzw. Impulsgeber 88 vermittels einer motorgetriebenen,
umlaufenden Schaltvorrichtung 89 erregt. Die Erregung ,des Solenoids 75 erfolgt
ebenfalls durch die ,Schaltvorrichtung 89. Dies geschieht auf folgende Weise: Die
elektrische Steuereinrichtung wird nach Schließen des Sehalters 86 durch ein Relais
go unter .dem Einfluß eines Start- und Stoppschalters 9i, 9z arbeitsbereit gemacht.
Das Relais 9o besitzt ein Solenoid 93, den Kontaktsafz 94 und eine Druckfeder 95,
die den Kontaktsatz in der gezeichneten Lage zu halten sucht. Wird der Startschalter
9i einen Augenblick geschlossen, so wird der Magnet 93 des Relais 9o über .die folgende
Verbindung erregt: Leitungen 96, 97, Kontakte eines Sicherheitsorgans 98, Leitungen
99, ioo. Das Relais 9o spricht an und hält sich selbst über seine Kontakte ioi,
die einen Nebenschluß zum Startschalter 9i über die Leitungen io2 und io3 legen.
-Die Erregung des Relais 9o schließt einen Stromkreis für den Motor 104 der Schaltvorrichtung
89 vermittels seiner Kontakte 105, io6. Dieser Stromkreis schließt die Verbindung
107, 108, 1109, ISIO. Der Motor io4 treibt über ein Untersetzu ngsgetriebe
io4a eine Welle I I I, auf- der die Nockensc'heibenliz2 und 113 sitzen, Die Nockenscheiben
betätigen die Schalter 114 bzw. I 15 in genauer zeitlicher Aufeinanderfolge.
Die beweglichen Schalterarme werden durch nicht ,gezeichnete Federn od. dgl. gegen
die Nockenscheiben gedrückt.
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Der Impulsgeber 88 wird .durch einen Erregerstromkreis 116 in Tätigkeit
gesetzt, der mit dessen Klemmen 117 verbunden ist. Der Erregerstromkreis 1,16 führt
über die Leiter 118, Kontakte i i9 des Relais go, Leiter i2o zum Schalter 114 und
von dis über Leiter 121 zurück zum Impulsgeber. Eine Anzahl von Sicherheitsschaltern
122 liegt in Serie im Erregerkreis; auf ,sie wird später zurückgekommen. Der ,Schalter
115 des Nockenschalters 89 liegt in einem Erregerkreis für das Solenoid 75, der
im Nebenschl:uß zum Solenoid 93 des Relais. 9o liegt.
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Der Impulsgeber 88 hat die Netzanschlußklemmen 123, 123a, die mit
der Speiseleitung 84, 85 über die Leiter 124 verbunden sind. Zwischen den Leitern
iz4 liegt eine Birne 125 zur Spannungsanzeige bei Schließung des Schalters 86. Diese
Birne gibt vorzugsweise grünes Licht. Eine zweite, vorzugsweise rot leuchtende Birne
126 liegt zwischen den Klemmen I27 .des, Impulsgebers; sie zeigt die Arbeitsbereitschaft
des Zeitgebers an., Start-und Stoppschalter 1.28, I29 sind mit dem. Klemmen I3.0,
131 und 13,2 des Impulsgebers in der dargestellten Weise verbunden und dienen zur
,Steuerung der Arbeitsbereitschaft :des Impulsgebers in der nachstehend beschriebenen
Weise.
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Das auf Druckdifferenz ansprechende Schaltgerät 26 ist mit den Klemmen
133, 134 und 135 des Impulsgebers 88 verbunden.
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Das Solenoid 6o für den Arbeitshub des Hammers liegt zwischen der
Klemme 136 des Impulsgebers und einem der Speiseleiter über die Verbindungen 137
und 138.
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Der Impulsgeber 88 hat -die Aufgabe, einen Impuls von genau bemessener
Zeitdauer an das Solenoid.6o zu geben. Der Impulsgeber kann beliebiger Art sein.
In Fig. 7 ist eine zweckmäßige Ausführung dargestellt, deren Arbeitsweise an sich
bekannt ist.
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Der Impulsgeber der Fig. 7 besitzt eine Startröhre I3'9 und .eine
Stoppröhre 140, eine Kippröhre i4i und ein Paar gesteuerter Kraftverstärkerröhren
42, 143. Alle Röhren sind Thyratronröhren bis auf die Röhre 141, die ein Zweidiodengleichrichter
ist. Die Röhrenanordnung 42, 143 arbeitet so, daß erst nach Zündung des Thyratrons
142- die Folgeröhre 143 leitend wird. Der Kondensator 144 ist der Zeitkondensator,
dessen Ladezeit die Dauer des ausgesendeten Impulses bestimmt.
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Die Relais 147 und 148,dienen zur Steuerung des Impulsgebers. ,Sie
werden, wie die zur Vereinfachung offen gezeichneten Primärwicklungen der Transformatoren,
vom Kraftnetz über die Ansdhlü@sse 123, I23a gespeist.
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Wenn der Impulsgeber sich im unwirksamen Zustand befindet, sind alle
Thyratronröhren infolge ihres Gitterpotentials nichtleitend; der Kondensator 144
ist über .den Widerstand 145 vollständig entladen, der ihn über die normalerweise
geschlossenen Kontakte 146 eines Relais i47 kurzschließt.
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Wie erwähnt, wird der Impulsgeber durch Schließen des Startschalters
I28 arbeitsbereit, der das Relais 148 zum Ansprechen bringt. Dieses Relais hält
sich selbst über die Kontakte 149. Seine Kontakte i5o liegen im -Impulskreis des
Zeitgebers, aber das Solenoid 6o bleibt unerregt, da die Röhren 142 und 143 noch
nicht arbeitsfähig sind. Die Birne 126 zeigt an, daß das Relais 148 erregt wurde
und der Impulsgeber arbeitsbereit ist.
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Wird der Zündkreis i.i@6 (Fig. 6) durch den Schalter 114 geschlossen,
so wird das Rel,ais 147 erregt. Dieses Relais öffnet den Entladekre.is für den Zeitkondensator
144, und seine Kontakte 151 schließen sich und veranlassen eine Potentialänderung
am Gitter der Röhre 139, so daß diese Röhre zündet und leitend wird, wodurch die
Aufladung des Kondensators 144 über eine Seite des Gleichrichters 141 beginnt und
außerdem ,die Röhre 142 zündet und ihrerseits die Zündung der Röhre 143 veranlaßt.
Sobald die Röhren 142 und 143 leitend geworden sind, wird ihr Außenkreis geschlossen
und liefert Strom an das Solenoid hfl. In der
Zwischenzeit ist die
Röhre i4o infolge der an ihrem Gitter liegenden Vorspannung nichtleitend geblieben.
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Sobald die Spannung am Kondensator 144 einen Wert erreicht hat, der
ungefähr gleich der Vorspannung der Röhre i4o, ist, zündet diese Röhre und macht
die Röhren 1q.2,. 143 nichtleitend. Gleichzeitig wird das Solenoid 6o aberregt.
Wenn sich der Nockenschalter i v4 öffnet, fällt das Relais 147 ab, und der Zeitgeber
ist wieder in der Ruhelage, aber zur nächsten Impulsgabe bereit, sobald sich der
Nockenschalter 1'14 schließt.
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Die Ladezeit des Kondensators 144 kann durch das Potentiometer 152
geregelt werden. Da die Ladezeit für die Zeitdauer bestimmend ist, während deren
Treibmittel zu den Bären geliefert wird, ist die Einstellung des Potentiometers
152 für die Intensität des Hammerschlages maßgebend.
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Ein zweites Poteatiometer 153 dient zur Einstellung des Leistungsfaktors,
wie später erläutert wird.
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Das auf Druckdifferenz ansprechende Schaltgerät 26 setzt den Impulsgeber
still, wenn einer seiner Kontakte infolge einer Störung des Druchgleidhgezvichts
in den beiden Hammerzylindern zum Ansprechen kommt. Wird ein Kontakt geschlossen,
so bekommt das Gitter der Röhre 142 ein stark negatives Potential in bezug auf ihre
Kathode, so daß .der Stromfluß zu dem,Solenoid 6o in einer Zeit unterbrochen wird,
die weniger als eine Periode des Netzstromes beträgt. Hierdurch wird die Durchführung
des Hammerschlages in dem Fall größerer Druckunterschiede im Antrieb -der Bären
unterbrochen.
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Die Arbeitsweise des ganzen Gerätes (Fig. 6) ist nun so, .daß die
Bedienung zuerst den Netzschalter 86 einlegt und dann den Startknopfschalter 9i
drückt, worauf das Relais go erregt wird und sich segbst in der oben beschriebenen
Weise hält. Das Relais go bleibt so lange erregt, bis die Bedienung den Druckknopfschalter
92 drückt, der im Haltekreis des Relais go liegt. Die Erregung des Relais 9.o schaltet
den ?Motor 1o4 ein, der so lange läuft, bis das Relais go abfällt. Infolgedessen
werden -die Nockenschalter`i 14 und i 15 zyklisch durch die vom Motor angetriebenen
Nockenscheiben 112 und 113 betätigt. Die Scheibe 11a ist so ausgebildet, daß der
Schalter 114 während des Zeitintervalls geschlossen ist, während dessen der Zeitgeber
88 einen Impuls zur Erregung des Solenoids 6o in der beschriebenen Weise abgibt.
Die Scheibe mg ist so ausgebildet, daß der Schalter 115 schließt, sobald der Schalter
114 geöffnet hat.
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Nachdem das Gerät durch Erregung des Relais go arbeitsbereit gemacht
ist, kann die Bedienung einen Arbeitsgang zu einem beliebigen Zeitpunkt durch Drücken
des Druckkmopfstartschalterrs 1-28 für den Impulsgeber einleiten. Hierdurch wird
Relais 148 (Fig. 7) erregt, .das sich selbst hält. Der Impulsgeber arbeitet nun
zyklisch in Abhängigkeit vom Nockenschalter 114, und zwar so lange, bis die Bedienung
des Druckknopfstoppschalters 129 drückt. Während jedes Arbeitszyklus wird durch
den Schalter 114 der Impulsgeber in Tätigkeit gesetzt, .der die Erregung des Solenoids
6o für ein genau bemessenes 7xitintervall veranlaßt. Die Erregung des Solenoids
6o verursacht die Betätigung :der Bären während ihres Schmiedeschlages. Nach Ablauf
der Erregungszeit .des Solenoids 6o wird durch Schließen des Nockenschalters 115
das Solenoid 75 erregt, so daß die Bären zurückgeführt werden zur Vorbereitung des
nächsten Schlages. Der Bewegungszyklus wiederholt sich selbsttätig so lange, bis
die Bedienung die ,Stoppschalter 129 und 92 drückt. Bei der dargestellten Ausführung
vollzieht sich der Arbeitszyklus während einer halben Um-' drehung der Welle i i
i ; dementsprechend sind die Nockenscheiben ausgebildet.
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Das Zuführen der Werkstücke zur Schmiedemaschine kann nun selbsttätig
durch eine geeignete Vorrichtung vorgenommen werden, :die beispielsweise pneumatisch
betrieben und durch ein Ventil 154 (Fig. 6) gesteuert werden kann, das wiederum
durch das unter dem Einfluß des motorbetriebenen Nockenschalters (156, 157 der Schaltvorrichtung
89 erregte Solenoids 155 betätigt wird.
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Die periodische Schaltvorrichtung 8g kann auch zu anderen Steuerfunktionen
ausgenutzt werden. Beispielsweise kann das durch das Solenoid 159 betätigte Ventil
158 die Luftzufuhr zu den axialen Bohrungen2i der Bären steuern .wobei das Solenoid
durch den Nockenschalter 16o, 161 der umlaufenden Schaltvorrichtung 89 betätigt
wird.
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Die obenerwähnten und in Fig.6 dargestellten ,Sicherungsschalter 122
und das Sicherungsorgan 98 sollen Wahlorgane sein. Das Organ 98 verhindert
oder unterbricht die Erregung des Relais g.o in dem Fall, wenn der Treibmitteldruck
über einen vorbestimmten Wert steigt oder unter einen entsprechenden Wert fällt.
Das Organ kann hierfür zwei entsprechende Schalter enthalten. Die Sicherungsschalter
122 können durch verschiedene Bedingungen gesteuert werden, so daß sie den Impulsgeber
bei Eintreten unerwünschter Verhältnisse abschalten. Die Anordnung kann z. B. so
getroffen werden, .daß einer dieser Schalter nur .dann geschlossen wird, wenn das
Werkstück in die richtige Lage gebracht ist; ein an erer Schalter ahn au ie ric=-@%
T mperatu.r der Heizvorrichtung ansprechen, die das Werkstück auf die Schmiedetemperatur
bringt; ein weiterer Schalter kann dann öffnen, wenn gewisse Schutzmittel, die der
Sicherheit der Arbeiter dienen, nicht angebracht sind.
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Das wesentlichste Merkmal der Maschine nach der Erfindung ist ihre,Steuerung
durch einen elektrischen Röhreni.mpulsgeber sowie seine zyklische Arbeitsweise vermittels
einer umlaufenden. Schaltvorrichtung. Hierdurch ergeben sich für den Schmiedevorgang
folgende Vorteile: Der Röhreni.mpulsgeber kann ein außerordentlich kurzes Zeitintervall
festlegen, das z. B. nicht länger als zwei Perioden des 6operiodigen Netzstromes
währt. Der Impulsgeber ermöglicht es ferner, das betreffende Zeitintervall entsprechend
dem Leistungsfaktor des Solenoids einzustellen. Infolge
der Induktivität
des Solenoids wird die Dauer seiner Erregung durch die Höhe beeinflußt, die die
Spannungskurve in .dem Augenblick hat, in dem der zugehörige Strom eingeschaltet
oder unterbrochen wird. Hierbei liegen Strom und Spannung nicht in Phase, und ihre
Phasenverschiebung richtet sich nach dem Leistungsfaktor des .Solenoids. Das Potentiometer
153 (Fig.7) ermöglicht die Einstellung des Impulsgebers so, daß der Einfluß des
Leistungsfaktors auf den Spannungsanstieg ausgeglichen wird.
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Als weiterer Vorteil ergibt sich, daß die Wucht des Schmiedeschlages
mit großer Genauigkeit mittels des Potentiometers 152 eingestellt werden -kann.
So kann beispielsweise ein leichter Schlag erzielt werden, wenn entsprechend der
Einstellung des Potentiometers .die Aufladung des Kondensators 144 während dreier
Perioden bewirkt wird, während für einen schweren Schlag acht Perioden benötigt
werden. Dies ermöglicht eine Vorwahl der Schlagenergie, ohne die Treibmittelzufuhrorgane
verstellen zu müssen.
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Ferner ist vorteilhaft, daß der Impulsgeber stillgesetzt wird, sobald
an dem auf Druckdifferenz ansprechenden Schaltgerät .26 eine Ungleichheit der Preßdrücke
beider Bären sich bemerkbar macht.
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Schließlich gestattet die unabhängige Einstellmögliehkeit der Einlaßventile
für das Treibmittel durch das Regelventil 43 deren exaktes Zusammentreffen in der
Schmiedeebene.