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Bei Uberlast auslösende Verbindung zur Kraftübertragung Die Erfindung
befaßt sich. mit einer bei überlast auslösenden Verbindung zur Kraftübertragung,
die aus einer elastischen und einer durch diese bei Überlast gelösten ein- und ausrückbaren
formschlüssigen Verbindung besteht, bei der eine Hälfte der Iormschlüssigen Verbindung
die Antriebsseite, eine Hälfte der elastischen Verbindung die Abtriebsseite bildet
und die beiden anderen Hälften der Verbindungen zu einem Zwischenglied miteinander
vereinigt sind, zwischen welchem und einem #Gestellteil ein Freilaufgesperre od..dgl.
angeordnet Ist; diese Ausbildung gestattet, daß beim Entspannen der elastischen
Verbindung aus der Überlaststellung die formschlüssige Verbindung wieder eingerückt
wird. Eine derartige Verbindung ist beispielsweise in der französi:schen Patentsc,hrift
903 o72 beschrieben. Verbindungen Ader erwähnten Art werden mit Vorteil zum
automatischen Überlastungsschtitz von Maschinen usw. verwendet. Als weitere Anwendungsmöglichkeit
derartiger Verbindungen sei insbesondere der Antrieb einer mittels selektiv zu betätigender
Sperrklinken in vorher bestimmten Lagen arretierbaren Welle eines Abstimmittels
einer Radiosende- Moder -empfangsvorrichtung erwähnt.
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Mittels; der erfindungsgemäßen Verhindungkann beim Ein- und Ausschalten
ein dazu bestimmtes Organ eine Bewegung ausführen, die zu den verschiedensten Steuerzwecken
benutzt werden kann. Erfindungsgemäß ist die bei überlast auslösende Verbindung
zur Kraftü.bertragung gekennzeichnet durch ein entgegen der Spannung einer Feder
be.-schränkt b#ewegbares Widerlager des Freilaufgesperres
zur Betätigung
einer Steuervorrichtung, vorzugs-weise zur Steuerung des Antriebsmotors, bei Uberlast
der Abtriebsseiite.
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Die beschränkte Bewegbarkeit des Gesperrewiderlagers im Gestell erfolgt
nach der Erfindung vorzugs-weise durch Anschläge und einen zwischen diese passenden
Nocken.
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Die Bewegung des Gesperrewiderlagers bei überlastung und das Aufheben
derselben kann zur Betätigung einer oder mehrerer elektrischer Kontakteinrichtungen
benutzt werden. Dabei können entsprechend dem Zweck in diesen Kontakteinrichtungen
sowohl Schließkontakte als auch Unterbrechungskontakte verwendet werden. Die Kontakte-inrichtungen
können z. B. zur Steuerung von Signaleinrichtungen oder zum Steuern der Antriebseinrichtung
derEingangswellederVorrichtung nach der Erfindung verwendet werden.
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Neben elektrischen Kontakteinrichtungen können durch die Bewegung,des
Gesperrewiderlagers -auch andere Teile -.gesteuert werden, z. B. mechanische Signaleinrichtungen,
Zähleinrichtungen,Regelungseinrichtungen, hydraulische Steueranlagen usw.
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Die Erfindung wird näher erläutert an Hand der Zeichnung, in der Fig.
i eine als Wellenkupplung ausgebildete Ausführungsform der neuen Einrichtung darstellt,
.während in den Fig.:2 bis 5 die Wilikungsweise der in Eig. i abgebildeten
Vorrichtung schematisch veranschaulicht ist.
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Umdie TrägerweLle 1 der in Fig. i dargestellten Wellenkupplung
sind die Antriebsseite?- mit dem fest mit ihr verbundenen Zahnrad 3, das
Zwischenglied4, das die Abtriebsseite bildende schalenförmike Rad 5 und das
Gehäuse 6 f rei drehbar. Der Deutlichkeit halber ist die Antriebsseite 2
igesond#ert dargestellt. Das Zwischenglied4 ist mit dem Zahnrad3 mittels einer Sperriklinke
gekuppelt, die um den vom Zwischenglied getragenen Stift 7 drehbar ist. Die
Sperrklinke besteht aus einem Klinkenhebel 8 und einer von diesem getragenen
Rolleg. Der Klinkenhebel ist rillenförmig ausgebildet. Die, Rolle 9 wird
-auf die Kanten,der Seitenwände des Klin-kenhebelis gedrückt, und der mittlere Teil
der Rolle 9 arbeitet mit dern Zahnrad 3 zusammen. Die Enden der Rolle
9 werden von der am Klinkenhebel befestigten Feder io gefaßt. Das Zwischenglied
4 iSt mit dem Rad 5
mittels der stetig unter Spannung, stehenden Feder ii
gekuppelt, von der das eine En-de um den Stift 7 geschlagen, ist und das
andere Ende vom Stift 12 festgehalten wird, der im Boden des Randes 5 befestigt
ist. Im Rad 5 ist eine Öffnung 13
vorgesehen, durch die der Stift
7 hindurchragt; diese Öffnung gestattet eine relative Drehung zwischen dem
Zwischenglied 4 und der Abtriebsseite 5,
wohe-i die Feder i i weiter
gespannt wird. Vollständige Entspannung wird verhindert, in-dem der Stift
7 vom nicht dargestellten Rand der öffnung i i gesperrt wird, Das Zwischenglied
4 ist am Umfang mit einer Anzahl Aussparungen versehen, die je eine Klemmrolle
14 enthalten. Diese l#,'-lemmrolleii arbeiten als eine nur in einer einzigen Drehrichtung
wirksame Kupplung zwischen dem Zwischenglied4 und dem dieses Zwischenglied umgreifen-den
Rand des Geliäuses 6. Mit dein Gehäuse 6 ist der Nocken 15 fest verbunden,
der in die Aussparung r6 :der fest angeordneten Platte 17 greift, -in welcher die
Welle i gehaltert ist. Eine Bewegung des Gehäu-ses 6 um die Welle
i ist infolgedessen, nur über eine Hublänge möglich, die durch das Zusammenarbeiten
des Nockens 15 mit den Rändern der Aussparung 16 bestimmt wird. Mit dem Gehätise
6 ist außerdem der Arm 1,8 verbunden, dessen Ende- mit einer der Kontaktfedern
der elektrischen Kontakteinrichtung ig zusammenarbeitet.
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Die Abtrielbsseite.5 enthält einen die Trägerwelle i umgebenden Draht
oder eine Bandfeder:2o, deren Enden sich in radialer Richtung erstrecken; der restliche
Teil ist in dein auf der Abtriebsseite 5
vorgesehenen Holilrand 211 untergebracht.
Die freien Enden der Feder 2o arbeiten mit den Rändern einer der in den Seitenwünden
des Klinkenhehels 8 vorgesehenen Öffnungen 22 in der im folgenden näher erläuterten
Weise zusammen.
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Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Vorrichtung ist diese in Eig.:2
bis 5 schematisch dargesteHt, wobei der Deutlichkeit halber vorausgesetzt
ist, daß die verschiedenen Teile der Vorrichtung eine Schiebebewegung statt einer
Drehbewegungvollführen. Das der Erfindung zugrunde liegende Prinzip wird hierdurch
nicht geändert. Dagegen ist- im folgenden von Momenten die Rede, wenn im Zusammenhang
mit der gedachten Schiebebewegung bes,ser von Kräften gesprochen werden könnte,
um die Anwendbarkeit auf die Drehbewegung,deutlich in Erscheinung treten zu Imsen.
Die mit den Teilen der in - Fig. i dargestellten -Vorrichtung übereinstimmenden
Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen. -
In der 4n Fig.:2 abgebildeten
Lage, die mitderjenigen nach Fig. i übereinstimmt, steht die Sperrklinke
8 mit dem Zahnrad 3 im Eingriff. Bei Bewegung der Antriehsseite 2
in der -,durch den Pfeil P angedeuteten Richtung wird das Zwischenglie.d4 mitgenommen,
das seine Bewegung durch Vermittlung der Feder i i auf die Abtriebsseite _# überträgt.
Der Klinkenhebel 8 mit der Rolle 9 wird dabei vom Druck des linken
freien En-des der Feder 2o auf den Rand der Offnung:22, zum Zusammenarbeiten mit
dem Zuhnrad 3 gezwungen. Der Boden der Aussparungenini Rande des, Zwischengliedes
4, indenen eirili die Klemmrolle 14 befindet, j verläuft derart, daß in der betrachteten
Bewegungsrichtung das Zwischenglied nicht mit dem Gehäu,se 6 gekuppelt ist.
Die noch bestehende Reibung bewirkt, daß das Gehäuse #sIch in der äußersten linken
Lage befindet, die es im Zusammenhang mit dein Anstoßen des Nockens 15 gegen den
Rand, der Aussparung 16 einnehmen kann. In dieser Lage des Gehäuses 6 ist
die Kontakteinrichtung ig geschlossen. Von dem links in Fig. --> dargestellten Anschlag
zwischen dem Zwi.schengl,i-e-d'# und dcr Abtriebsseite 5, der in seiner Wirkung
mit dem
Anstoßen des Stiftes 7 gegen den Rand der Öffnung
13 übereinstimmt, wird -,die Fe#derii stetig vorgespannt. Solange das Antriebsmoment
kleiner als das von der Federvorspannung ausgeübte Moment bleibt, ändert sich die
gegenseitige Lage des Zwischengliedes 4 und der Abtriebsseite 5 nicht. Tritt
aber Überlastung oder Sperrung der Abtriehsseite auf, so wird das Zwischenglied
4 den Anschlag auf der Abtriebsseiite verlassen und die Feder i i weiter gestreckt
werden. Während das Zwischenglied noch von der Antriebsseite:2 getrieben wird, bleibt
die Abtriebsiseite 5 gegenüber dem Zwischenglied zurück. Dabei verstellt
sich der Angriffspunkt der von der Feder 2o auf die Sperrklinke 8 ausgeübten
Kraft, und zugleich kehrt diese Kraft ihre Richtung um, da, wie aus Fig.
3 ersichtlichlst, durch die relative Bewegung Ües Zwischengliedes und der
Abtriebsseite jetzt das rechte freie Ende der Feder2o mit dem Klinkenhebel in Berührung
kommt. Die Feder2o versucht dabei, die Sperrklinke zu heben, was aber wegen des
Zahndruckes des Zahnrades 3 auf die- Rolle 9 nicht gelingt. Der Antrieb
des Zwischengliedes bleibt noch bestehen, wodurch die relative Verstellung des Zwischengliedes
und Ader Abtriebs#s-eite5 vergrößert wird, bis auch das andere Ende der Feder 2o
einen Druck auf den Klinkenhebel ausübt (Fig. 4). Dies hat zur Folge, daß beim weiteren
Antrieb dps Zwischengliedes. der Druck auf den Klinkenhebel zur Hehung der Sperrklinke
hinreichend wird; beim Heben bewegt sich die Rolle 9 sowohl über die Flanke
des dagegen drückenden Zahnes des Zahnrades 3 als auch über die gekrümmte
Ablaufbahn 23 des Klinkenhebels 8, bis die. Verbindung zwischen dem
Zwischenglied und der Antriebsseite 2 vollkommen gestört ist. Das nicht weiter angetriebene
Zwischenglied erfährt von der gestreckten Fe#derii ein Moment, das das Glied abbremst.
Sobald aber dieses eine Zurückbewe-"un,g des Zwischengliedes zur Folge hat, läuft
die Klemmrollei4 zwischen dem Zwischenglied und dem Innenrand des Gehäuses,6 fest,
wodurch das Gehäuse zwangsläufig der Rückbewegung des Zwischen,gliedes folgt. Dies
ist möglioh, da sich der Nockeni5 in der Aussparung16 verstellen kann, aber nicht
weiter als bis er von der rechten Wand der Aussparung gebremst wird. In diesem Augenblick
wird die Rückbewegung des Gehäuses 6
und infolgedessendes durch die Klemmrolle
14 mit ihm gekuppelten Zwischengliedes 4 abgestoppt. Die dann eingenommene Lage
ist in Fig. 5 abgebildet. Wenn bei dieser Sperrung des Rücklaufs des Zwischengliedes
die gestreckte Feder i i nicht durch Bewegung der Abtriebsseite 5 in der
ursprünglichen Bewegungsrichtung ihre ursprüngliche Länge erlangt, bleibt
die Abtriebsseite 5 einer von der Feder i i herrührenden, Triebkraftunterworfen.
Die Sperrklinke 8 bleibt in der gehobenen Lage, da beim Rücklauf des Zwischengliedes
zwar der Druck des linken Endes der Feder 2o auf den Rand des Sperrarmes
8 unterbleibt, das rechte Ende dieser Feder jedoch _eine hinreichende Kraft
hat, um den Klinkenhehel aufgeklappt zu halten. Die Rolle 9 ist nach Freigabe
des Zahnrades 3
durch, die in Fig. i dargestellte Feder io in ihre ursprüngliche
Lage in bezug auf den Klinkenhe,bel 8 zurückgeführt worden.
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Bei -der Bewegung des Gehäuses 6 nach Betätigung der Klemmrolle
14 ist der Kontakt zwischen den. Kontal,-tfedern der elektrischen Kontakteinrichtung
ig unterbrochen, da der mit dem Gehäuse 6 verbundene Arm 18 eine dieser
Federn mitgenommen hat. Da das Zwischenglied und die Antriebsseite:2 nicht weiter
gekuppelt sind, kann letztere sich vollkommen frei weiterbewegen. Der geschilderte
Zustand bleibt bestehen, solange die Arretierung oder Überlastung der Abtriebsseite
5
f ortwährt.
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Wenn das Belastungsmoment abnimmt, so daß es geringer wird als das
von der Feder i i auf die Abtriebsseite ausgeübte Moment, erfolgt abermals eine
relative Verstellung des Zwischengliedes 4 und der Abtriebsseite 5, jetzt
aber in dem Sinne, daß die Abtriebsseite 5 durch die Feder ii sozusagen angezogen
wird. Bei dieser Verstellung der Abtriebsseite5 ändert schließlich die Kraft der
Fe-der:2o auf den Klinkenhebe18 ihren Angriffspunkt und auch ihr Vorzeichen, wodurch
die Sperrklinke, mit !der Rolle zwischen die Zähne des Zahnrades gedrückt -und demnach
die Verbindung zwischen der Antriebsseite:2 und dem Zwischenglied 4 wiederhergestellt
wird. Die Feder ii hat sich entspannt, bis das Zwischenglied4 und die Abtriebsseite5
mittels des vorerwähnten Ansählages wieder in direkte Berührung gekommen sind, wodurch
:die in Fig.2 dargestellte Lage wieder eingenommen wird. Die Spannung der Feder
ii beeinflußt jetzt nicht weiter die Klemmrollenkupplun#g zwischen dem Zwischenglied4
und dem Gehäuse6, so daß bereits eine geringe Kraftwirkung hinreichend ist, um letzteres
in seine Ausgangslage zu führen, in der der Nocken 15 gegen die linke Wand der Aussparung
16 anliegt.
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Meist ist dazu bereits die mit dem Arm 18 zusalunienarbeitende Kontaktfeder
der Kontakteinrichtung ig imstande, in anderen Fällen kann zu diesem Zweck eine
besondere Feder angeordnet werden. Die Bewegung des, Gehäuses 6 nach links
hat zur Folge, daß die Kontakteinrichtung ig geschlossen wird und die Einrichtung
ganz in den vor Auftreten der Überlastung bestehenden Umständen verkehrt.
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Die Kontakte-inrichtung ig kann zur Antriebsregelung der Welle 2,
verwendet wer-den. Zu diesem Zweck wird beim Antrieb der Welle:2 mittels eines Elektr,omotors
die Kontakteinrichtung ig in die Zufuhrleitung des Motors aufgenommen. Da bei Überlastung
der Abtriebsseite 5 nicht nur deren Verbindung mit der Antriebsseite:2 gestört
wird, sondern infolgedessen auch der Kontakt der Kontakteinrichtung ig geöffnet
wird, wird die Energiezufuhr des Motors bei Überlastung der Albtriebs-Seite gesperrt,
und der Motor kann frei auslaufen. Wenn die Überlastung 4er Abtriebsseite aufhört,
wird die Verhindung zwischen Antriebsseite und Abtriebsseite der Vorrichtung wiederhergestellt,
zugleich
der Kontakt der Kontakteinrichtung ig geschtlossen und infolgedessen der Antrieb
der Welle2 vom Elektromotor wieder übernommen.
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Wenn eine Anzahl solcher Einrichtungen zusammen verwendet wird, z.B.
zum gleichzeitigen Antrieb mehrerer Sperrklinkeneinstellvorrichtungen, kann mit
jeder derselben ein Abstimmteil od..dgl. einer Radiosende- oder -empfangsvorrichtung
in bestimmten, vorher festgelegten Lagen arretiert wer-den; wenn diese Einrichtungen
von ein und derselben elektrisch angetriebenen Welle betätigt werden, so läßt sich
durch elektrische Parallelschalt-ung der von den Einrichtungen gesteuerten Kontakte
und Aufnehmen dieser Kontakte in die Zufuhrleitung des diese Welle antreibenden
Motors eine richtige Steuerung des Motors erzielen. Wenn die Welle einer Sperrklinkeneinstell-'
vorrichtung eine Lage erreicht, in der siearretiert wird, wird der Kontakt der Einrichtung
geöffnet, durch deren Vermittlung die betreffende Welle angetrieben wird. Unterbrechung
dieses Kontaktes hat durch Parallelsohaltung der gleichrwertigen Kontakte "sämtlicher
Einrichtungen nach der Erfindung keine weiteren Folgen, solange eine der Wellen
der Einstellvorrichtungen nicht die gewünschte Lage eingenommen hat. Erst nachdem
,der Kontakt derjenigen Einrichtung unterbrochen worden ist, !die mit der EinstellvorrichtUng
der zuletzt die gewünschte Lage erreichenden Welle gekuppelt Ist, wird der Motorkreis
unterbrochen, und infolgedessen hört der Antrieb aller nunmehr ausgerückten Einrichtungen
auf.