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Vorrichtung zum Gelieren und Vulkanisieren von Kautschukdispersionen
Die Erfindung bezieht sich auf eine verbesserte Vorrichtung zum Gelieren und Vulkanisieren
von Kautschukdispersionne, insbesondere von verschäumten und mit Zusatzstoffen.
versehenen wäßrigen Kautschukdispersionen.
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Es ist bekannt, Schwammkautschukgegenstände dadurch herzustellen,
daß Formen, die eine mit Zusatzstoffen versehene wäßrige Kautschukdispersion in
einem verschäumten und gelierten Zustand enthalten, durch einen Behälter mit heißen
Wasser geführt werden oder daß die Formen in eine Dampf atmosphäre in einem Autoklav
gebracht werden, wodurch eine Vulkanisation der verschäumten Dispersion bewirkt
wird. Es wurde jedoch gefunden daß die Bewegung der Formen, die eine gelierte, aber
unvulkanisierte verschäumte Dispersion enthalten. wie sie bei diesen früheren Verfahren
erförderlich ist, dazu neigt, nachteilige Kräuselungen auf den Oberflächen des Endprodukts
hervorzurufen.
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Zweck der Erfindung ist, eine Vorrichtung zum Gelieren und Vulkanisieren
von Kautschuk in Form einher wäßrigen Dispersion zu schaffen, bei der eine Bewegung
der die Dispersion enthaltenden Formen vor und während des Gelierungs- und Vulkanisiervorgangs
vermieden wird.
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Gemäß der Erfindung umfaßt eine Vorrichtung zum Gelieren und Vulkanisieren
von kautschukdispersionen in Formen einen Grundkörper zum Unterstützen einer Form
in zwei getrennten Stationen, einen beweglichen Deckel, der mit dem Grundkörper
in jeder Station eine Kammer zum Einschließen einer Form in dieser Station zu bilden
vermag, eine Fördereinrichtung. die den Deckel von
der einen Station
in die andere zu überführen gestattet, und Einlässe, durch die in. jeder Station
in die Kammer Dampf zugeführt werden kann.
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Vorteilhaft ist der Grundkörper mit einer Druckreguliervorrichtung
versehen, welche die Entwicklung eines wesentlich über Atmosphärendruck liegenden
Drucks innerhalb der Kammer verhindert.
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Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung an einigen Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
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Fig. I zeigt einen Schnitt einer Vorrichtung ge. mäß der Erfindung
nach der LinieA-A derFig.IV; Fig. II ist eine Stirnansicht der Vorrichtung nach
Fig. I; Fig. III ist eine Draufsicht der linken Hälfte der Vorrichtung nach Fig.
1, wobei der Deckel abgenommen und die Vorsprünge 25 und die Hebel 24 weggelassen
sind; Fi.g. IV ist eine zusammengesetzte Ansicht der Vorrichtung und zeigt in dem
einen Teil einen Aufriß mit dem Deckel in herabgelassener Stellung und in dem anderen
Teil einen Querschnitt, wobei der Deckel sich in angehobener Stellung befindet;
Fig. V ist eine Einzeldarstellung der Anordnung der Rohrverbindungen zum Zuführen
von Wasser zu den Sprührohren der Vorrichtung nach Fig.I; Fig. VI A und VI B stellen
zusammen eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß.
der Erfindung dar, wobei der eine Teil (Fig. VI A) eine Ansicht und Idier andere
Teil (Fig. VI B) ein senkrechter Schnitt in der Mittellinie ist; Fig. VII A und
VII B stellen zusammen eine Draufsicht auf die in den Fig. VI A unid VI B gezeigte
Vorrichtung dar; Fig. VIII ist eine Stirnansicht des in Fig. VIA gezeigten Teils
der Vorrichtung, wobei die linke Hälfte ein Schnitt nach der Linie A-A von Fig.
VIA ist; Fig. IX zeigt die Hälfte des. senkrechten Schnitts nach der Linie B-B von
Fig. VIA; Fig. X ist eine Einzeldarstellung und zeigt den hydraulischen Zylinder
85 der Fig. VIA mit den Ventilverbindungen.
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Wie aus den Filg. I bis V ersichtlich, weist die Vorrichtung im wesentlichen
einen aus Trägergliedern und Blech gebildeten Grundkörper I von einer Höhe auf,
die genügt, daß ein. Arbeiter darauf Formen handhaben kann, wobei die Oberseite
des Grundkörpers mit zwei Stationen 2 und 3 für Formen ausgebildet i;st, die sich
in der Längsrichtung der Oberseite des Grundkörpers Seite an Seite erstrecken. Ein
Deckel 4 ist vorgesehen, der auf eine der Stationen 2 und 3 aufgesetzt werden kann.
Zu diesem Zweck ist IderDeckel an einem Ende mit parallelen Armen 5 und 6 verbunden,
wobei das obere Ende des Armes 5 beit 7 schwenkbar mit dem Deckel 4 in der Nähe
einer unteren Ecke an der einen Seite des Deckels und der andere Arm 6 bei 8 schwenkbar
mit der anderen unteren Ecke auf derselben Seite des Deckels verbunden ist. Die
anderen Enden der Arme 5 und 6 sind starr mit Wellen 9 bzw. 10 verbunden, die in
Lagern 11 drehbar sind und sich in der Längsrichtung der Vorrichtung unter den Stationen2bzw.
3 erstrecken; die anderen Enden der Wellen 9 und 10 sind mit Armen verbunden, die
ihrerseits jeweils mit dem Deckel in gleicher Weise wie die Arme 5 und 6 schwenkbar
verbunden sind. Unter den Stationen 2 und 3 sind in der Nähe jedes Endes der Wellen
9 und 10 mit diesen zwei Arme 12 starr verbunden, die parallel zu den Armen 5 und
ó verlaufen, wobei die unteren Enden dieser Arme 12 drehbar mit einem Lenker I3
verbunden sind. Die Lenker 13 auf beiden Seiten der Vorrichtung sind durch ein trogartiges
Glied 14 verbunden, in. das Gewichte gelegt werden können, um den Deckel 4 auszubalancieren.
Der Deckel4 kann so von der einen Station zu der an deren durch Drehen der Wellen
g und I0, welche die parallelen Arme 5- und 6 über einen Kreisbogen verschwenken,
bewegt werden. Der Deckel bewegt sich so als Ganzes auf einem halbkreisförmigen
Weg, wobei er zuerst von der einen Station abgehoben, dann über den Grundkörper
bewegt und schließlich auf die zweite Station heruntergelassen wird.
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Der Deckell selbst ist doppelwandig ausgebildet; er hat eine innere
Wand 15 und eine äußere Wand I6, zwischen die eine Aluminiumfolie 17 für Wärmeisolationszwecke
eingelegt ist, wobei die Wände 15 und 16 im Abstand voneinander durch vier L-förmige
Träger I8 gehalten werden, welche die rechteckige oeffnung des Deckels begrenzen.
An den Trägern 18. ist ein Verschlußstreifen 19 aus Kautschuk oder anderem nachgiebigen
Material befestigt, der sich über den ganzen Umfang der Deckelöffnung erstreckt.
Ein Sprührohr 20, dem mittels der nachstehend zu beschreibenden Einrichtung Wasser
zugeführt werden kann, erstreckt sich in der Längsrichtung in der Mitte des Deckels,
und zwar in der Nähe der Oberseite der inneren Wand.
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Auf jeder'Seite des Deckels stehen in der Nähe seiner Öffnung zwei
Paare von geschlitzten, Ansätzen 21 und 22 vor (von denen; ein Paar in Fig. I sichtbar
ist), und der Grundkörper ist mit zwei Paaren von Hebeln 24, 24A versehen, die drehbar
auf Paaren von Ansätzen 25 bzw. 25A angebracht sind und stifte 23, 23A -haben, die
mit den Ansätzen 21 und 22' (Fig. I) in Eingriff treten können.
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Auf jeder Seite der Vorrichtung ist ein Paar von hebeln angeordnet,
wobei ein Hebel jedes Paares in Fig. I sichtbar ist. In Fig. III sind die Ansätze
25 und die Hebel: 24 fortgelassen. In der Nähe der Mitte des Grundkörpers sind zwei
Hebel 26 vorgesehen, die auf senkrechten Zapfen 27 drehbar angeordnet sind, die
nach oben von dem Grundkörper vorstehen. Wenn der Deckel sich in der in Fig. I gezeigten
Lage befindet, stehen die Stifte 23 der Hebel 24 mit den Ansätzen 21 des Deckels
im Eingriff, während die Hebel 26 mit den Ansätzen 22 im Eingriff stehen und einen
dichten Abschluß zwischen dem ,Deckel und dem Grundkörper aufrechterhalten. Wenn
der Deckel stich in seiner Lage über der Station, 3 befindet, wird er in- gleicher
Weise in dichtem Abschluß mit der Grundplatte durch Eingriff der Stifte 23A an den
Hebel 24A
mit den Deckelansätzen 22 und durch Eingriff der Hebel
26 mit den Deckelansätzen 2I gehalten.
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Jede der Stationen 2 und 3 der Form ist gleich, aber entgegengesetzt
ausgebildet, und es genügt daher, die eine zu beschreiben, die auf der linken Seite
von Fig. I gezeigt ist. Die Station wird durch ein rechteckiges Rahmenwerk 28 aus
T-förmigen Trägergliedern begrenzt, wobei sich der eine Flansch der T-Träger nach
oben erstreckt, um mit dem Abschlußstreifen 19 des Deckels 4 in Berührung zu treten,
während der zweite Flansch jedes T-Trägers sich nach innen erstreckt und die Flansche
zusammen eine Leiste bilden, die sich vollständig um die Station erstreckt. Auf
der Leiste ist ein trogförmiger Boden 29 befestigt, der zu einem Flüssigkeitsauslaß
30 abfällt, wobei unter diesem Auslaß ein S-förmiges Rohr 3.' in bekannter Weise
angeordnet ist, das einen Verschluß zur Verhinderung des Entweichens von Dampf bildet.
Eine An zahl von Stangen 32, die auf Trägern 28 ruhen, bilden Stützen für die daraufgesetzten
Formen. Gewünschtenfalls können diese Stangen ihrerseits eine Plattform aus durchlochtem
Blech tragen, auf die Formen aufgesetzt werden können, welche zu klein sind, um
von: benachbarten, Stangen 32 getragen werden zu können. Ein durchlochtes Rohr 33,
durch das Kühlwasser auf die von den Stangen 32 od. dgl. getragenen Formen gesprüht
werden kann, erstreckt sich in der Längsrichtung und in der Mitte des Troges unmittelbar
unter den Stangen 32. Das Wasser kann durch ein Rohr 35, das durch ein Ventil 36
(Fig. V) geregelt wird, abgegeben werden, wobei sich auf der Auslaßseite des Ventils
eine Rohrverzweigung befindet; der eiae Zweig 38 tritt bei 34 durch den Boden des
Troges 29 und führt Wasser zu dem Sprührohr 33, und der zweite Zweig 37 steht durch
ein Rückschlagventil 39 mit einem Arm eines T-Stücks 40 in iii Verbindung, während
ein zweiter Arm dieses T-Stücks durch ein biegsames Rohr 41 mit dem Sprührohr 20
im Deckel verbunden ist. Ein gleichartiges Sprührohr 42 ist für die Station 3 vorgesehen,
dem Wasser durch ein Rohr 43 zugeführt werden kann, das durch ein Ventil 36A geregelt
wird, das ähnlich dem Ventil 36 von Fig. V ausgebildet ist. Von dem Rohr 43 zweigt
weiterhin ein Rohr 37A ab, das durch ein Rückschlagventil 44 mit dem dritten Arm
des T-Stücks 40 in Verbindung steht. Es ist so möglich, Wasser auf die Form in wider
Station 2 sowohl aus dem Rohr 20 als auch aus dem Sprührohr 33 durch Öffnen des
Ventils 36 aufzusprühen, wobei. das Wasser, das durch Idas Rohr 37 tritt, ,durch
die Wirkung des Rückschlagventils 44 daran gehindert wird, in das Rohr 43 einzutreten.
Wenn der Deckel sich in seiner Lage über der Station 3 befindet, kann über Formen
in dieser Station Wasser aus dem Sprübrohr 20 innerhalb des Deckels und aus dem
Sprührohr 42 aufgesprüht werden, indem das Wasser aus dem dem Ventil 36 ähnlichen
zweiten Ventil 36A zugeführt wird. Das Wasser läuft dann zu zudem Sprührohr 20 durch
die Rohre 37A und 4I, aber auf Grund der Wirkung des Rückschlagventils 39 nicht
in das Rohr 37.
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Auf der an dem einen Rand der Vorrichtung anliegenden Seite des Troges
29 befinden sich zwei Dampfeinlässe45, denen Dampf durch ein Ventil 46 und ein Rohrsystem
47 zugeführt werden kann.
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Der Deckel ist auch mit einem Thermometer 48 und einem Klappenventil
49 auf der Unterseite jedes Troges 29 ausgebildet, das sich nach innen öffnen kann.
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Die Arbeitsweise der vorstehend beschrieben'en Vorrichtung wird nachstehend
in ihrer Anwendung auf die in: geschlossenen Formen erfolgende Vulkanisation einer
verschäumten, Kautschukmilch erläutert, die derart mit Zusatzstoffen versehen ist,
,daß sie in der Kälte geliert. Es soll angenommen werden, daß der Deckel sich nicht
in der in Fig. I dargestellten Lage, sondern in seiner anderen Lage über der Station
3 befindet, und es soll weiter angenommen werden, daß in jeder Station gleichzeitig
eine Anzahl von Formen angeordnet werden kann.
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Die mit der verschäumten, ungelierten Dispersion gefüllten Formen
werden auf der Vorrichtung in Station 2 angeordnet und stehengelassen, bis die Gelierung
stattgefunden hat. Durch von Hand erfolgende Betätigung wird der Deckel 4 von der
Station 3 über die Formen in der Station 2 geschwenkt, ,wobei: oder Abschlußstreifen
19 zur Anlage auf den T-Trägerns8 gelangt. Der Deckel 4 wird in dieser Lage mit
Hilfe der Hebel 24, 26 niedergedrückt. Der Trog 29 bildet dann mit dem Deckel einen
geschlossenen Raum um die Formen, denen in ,der gewünschten Weise Dampf zugeführt
werden kann, um (den Vulkanisiervorgang zu bewi;rken. Zu diesem Zweck wird das Ventil
46 geöffnet, um Dampf durch die Einlässe 45 einzulassen; etwas Luft wird dann durch
das S-förmige Rohr 3I entfernt, und die Kondensation, des Dampfes erfolgt auf der
Innenseite des Deckels 4 und des Troges 29 und auf der Außenseite der Form. Das
Kondensat entweicht teilweise durch das Rohr 3I, und der übrige Teil sammelt sich
in dessen Krümmung, um einen Verschluß zu bilden. Wenn die Temperatur innerhalb
der Vorrichtung I00° erreicht, was von dem Thermometer 48 angezeigt wird, wird die
Dampfzufuhr vermindert, so daß diese Temperatur aufrechterhalten: wird, ohne daß
das Kondensat aus dem S-förmigen Rohr 31 herausgetrieben wird, und dieser Zustand
wird aufrechterhalten, bis die Vulkanisatio,n beendet ist. Die Dampfzufuhr wird
dann unterbrochen und das Ventil 36 geöffnet, um Wasser dem Sprührohr 20 Idurch
die Rohre 37 und 41 und dem Sprührohr 33 durch das Rohr 38 zuzuführen.
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Das auf diese Weise auf die Formen. abgegebene Wasser kühlt diese
ab . und entweicht dann durch das Rohr 31, worauf die Wasserzufuhr am Ventil 36
abgesperrt wird. EineDruckverminderung innerhalb Ider Vorrichtung auf Grund der
Kondensation von Dampf während dieses Vorgangs wird durch die Klappenventile 49
verhindert. Während die Vulkanisation auf diese Weise in der Station 2 foftschreitet,
werden weitere mit verschäumter Dispersion gefüllte Formen auf die Vorrichtung in
Station 3 gebracht und, wie oben angegeben, zur Gelierung stehengelassen, so. daß
sie zur Vul-
kanisation bereit sind, wenn die Behandlung des Schaumes
in iden Formen unter dem Deckel in Station 2 beendet ist. Nachdem diese Vulkanisation
durchgeführt worden ist, wird der Deckel 4 in seine andere Lage über der Station
3 gebracht, wodurch die Formen in Station 2, welche den jetzt vulkanisierten Schaum
enthalten, freigelegt und die Formen in Station 3 abgedeckt werden, welche den Schaum
en,thalten, der eine Vulkanisation erfahren soll. Die Vulkanisation wird dann in
der vorstehend beschriebenen Weise durchgeführt, und die Formen werden schließlich
durch das aus dem Sprührohr 20 und dem Sprührohr 42 zugeführte Wasser abgekühlt,
wobei das Wasser für das Rohr 20 nunmehr durch die Rohre 37A und 41 abgegeben wird.
Während dieses Vorgangs werden die das vulkanisierte Produkt enthaltenden Formen
in Station 2 entfernt und an ihre Stelle andere Formen gebracht, die in der gleichen
Weise mit Schaum gefüllt werden.
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Die in den Fig. VI A bis X wiedergegchene Vorrichtung ist aus Metallblech
und Trägern aufgebaut und weist einen auf Füßen 51 gelagerten Grundkörper 50 auf,
dessen Seiten von kanalartigen Gliedern 52 gebildet werden. Der Grundkörper ist
durch Querglieder in zwei Vulkanisierstationen 53 und 54 unterteilt, die durch eine
Bewässerungsstation 55 getrennt sind. Auf beiden Seiten der Vorrichtung sind Bewässerungsstationen
56 und 57, die ähnlich der Station 55 sind, neben den Vulkanisierstationen angeordnet.
Jede Bewässerungsstation ist von gleichem Aufbau und besteht im wesentlichen aus
Stangen 64 über einem Trog 58, der unter der Oberseite des Grundkörpers 50 liegt
und mit einem mit Gaze 60 abgedeckten Abl,aß 5i9 an der tiefsten Stelle des Troges
versehen ist. Auf den Stangen 64 angeordnete Formen können aus einem (nicht dargestellten)
Schlauch mit Wasser besprüht werden.
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Die beiden Vulkanisierstationen 53 und 54 haben gleichen Aufbau, und
es genügt daher, die eine von ihnen zu beschreiben. Jede Station besitzt einen flachen
Rand, ÓI und einen. einen Trog 62 bildenden Boden, der zu einem Auslaß 63 hinabfällt,
der mit Gaze 65 abgedeckt ist und in Verbindung mit leinem (nicht dargestellten)
Kniestück für das Kondensat steht, welches dem S-förmigen. Rohr 31 in den Fig. I
bis V ähnlich ist. In der Nähe des einen Randes des Troges befinden. sich zwei Einlässe
66, durch die Dampf eingelassen werden kann, der durch ein mit Ventil ausgerüstetes
Rohr (nichtb dargestellt) zugeführt wird. Zwei Sprührohre 67 erstrecken sich in
der Längsrichtung der Vorrichtung innerhalb des Troges 62, und durch diese Rohre
kann kaltes Wasser je nach Wunsch aus dem Einr laßrohr 68 zugeführt werden. Etwas
unterhalb des flachen Randes 6I jeder Station befinden sich Querträger 69, auf denen
Formen angeordnet werden können. Der Trog 62 hat zwei. Klappenventile 102, die an
ihrer höchsten Kante angelenkt sind und sich nach innen öffnen können.
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Die Vorrichtung ist außerdem mit einem Deckel 70 versehen, der in
der Längsrichtung der Vorrichtung auf einem Schlitten 71 bewegbar ist. Der Deckel
ist doppelwandig ausgebildet und hat eine genügende Höhe, um die auf der Vorrichtung
in einer der Vulkanisierstationen angeordneten Formen' einschließen, zu können.
Der Deckel hat eine Öffnung von solcher Größe und Gestalt, daß er auf den flachen
Rand 61 jeder Vulkanisierstation paßt; ein Abschluß streifen 72 gewährleistet, daß
ein dichter Abschluß zwischen dem Deckel und dem Rand erhalten wird. Der Schlitten
7I wird von zwei Seitengliedern 73 gebildet, die parallel zu den Seitengliedern
52 des Grundkörpers angeordnet und durch quer verlaufende kanalartige Glieder 74
verbunden sind, die sich unter dem Grundkörper 50 erstrecken. Die Querglieder 74
sind mit Puffern 75 aus Kautschuk oder anderem nachgiebigem Material versehen, die
mit den Füßen 51 der Vorrichtung in Berührung kommen, wenn sich der Schlitten an
den Enden seiner Bahn befindet. Dier Schlitten ist auf Rädern 76 angeordnet, die
drehbar aulf Achsenstumpfen 77 angeordnet sind und auf den unteren Flanschen der
kanalartigen Glieder .52 laufen, wobei so die Flansche Schienen für die Räder bilden.
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Auf jeder Seite des Schlittens befinden sich senkrechte Hülsen 78,
je eine lan jedem Ende, in denen Säulen 79 angeordnet sind, die den Deckel 70 mit
Hilfe von Vorsprüngen 80 tragen, die seitlich von dem Deckel abstehen. Die unteren
Enden der beiden Säulen 79 auf derselben Seite des Schlittens sind je durch einen
schwebenden Lenker 81 mit dem einen Ende eines Armes 82 verbunden, der in der Nähe
seiner Mitte auf einer Welle 82A drehbar ist, die durch jedes Seitenglied 73 des
Schlittens hindurchgeht. Die anderen Ende der beiden, Arme 82 auf derselben Seite
des Schlittens sind durch einen Lenker 84 verbunden. Die Lenker 84 sind auf von
dem Schlitten 7I getragenen senkrechten Stangen.86 verschiebbar, die ihrerseits
hydraulische Zylinder 85 bzw. 85A (Fig. VIII und X) tragen.
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Jeder Lenker 84 ist mit ,dem Kolben in dem betreffenden Zylinder durch
eine Stange verbunden; in Fig. VIII ist der eine Lenker 84 als mit dem Kolben 87
des Zylinders 85 durch die Stange 88 verbundene dargestellt. Wie aus Fig. X ersichtlich,
besitzt der Zylinder 85 am oberen Ende einen Ein laß 90 und am unteren Ende einen
Einlaß 91, wobei die bilden Einlässe durch Rohre 92 bzw. 93 mit einem Vierwegeventil
94 verbunden sind, das außerdem mit einem Einlaß 95 für eine Druckflüssigkeit und
einem Auslaß 96 dafür in Verbindung steht. Abzweigrohre g2A und 93A verbinden tdie
Rohre 92 bzw. 93 mit (nicht darigestellten) Einlässen am oberen Ende bzw. unteren
Ende des Zylinders 85A.
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Um aden Schlitten in seiner Lage über einer der Vulkanisierstationen
festzuhalten, ist der Schlitten mit einem federbelasteten Stift 97 (Fig. IX) versehen,
der in einer Hülse 98 beweglich ist, die auf dem Schlitten 71 angeordnet ist. Der
Stift 97 steht normalerweise aus der Hülse 98 vor und kann mit einer Vertiefung
in einem von mehreren Anschlägen 99, von denen nur einer gezeigt ist, in Eingriff
kommen, die an dem Träger 52 an Stellen befestigt sind, die den bei'den Lagen des
Deckels auf der Vor-
richtung entsprechen. Die Bewegung des Stifts
97, durch die er in oder außer Eingriff mit dem Anschlag 99 gebracht wird, wird
mittels eines Hebels 100 bewirkt. Der Schlitten 71 kann mit Hilfe von Handgriffen
IOI aus der einen Lage in die andere bewegt werden. Die Temperatur unter dem Deckel
kann mit Hilfe eines Aufzeichnungsthermometers 103 beobachtet werden.
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Die Arbeitsweise der vorstehend beschriebencn Vorrichtung wird nachstehend
in ihrer Anwendung auf die Herstellung von Schwammkautschukmatratzen aus einer verschäumten
Kautschukmilch erläutert, die derart mit Zusatzstoffen versehen ist, daß sie in
der Kälte geliert. In jeder Vulkanisierstation wird eine Form angeordnet, die durch
eine aus zwei Teilern bestehende Kappe geschlossen werden kann, wobei jeder Teil
mehrere nach innen vorstehende Zapfen aufweist, so daß die Matratze auf ihrer einen
Seite mit Vertiefungen geformt wird. Es soll angenommen werden, daß der Schlitten
und der Deckel sich auf der rechten Seite der Vorrichtung befinden und daß sich
der Deckel in angehobener Lage befindet. Die Formen ruhen auf der Oberseite der
Stangen 64, wobei sie vollkommen, innerhalb des von flachen Rändern 61 gebildeten
Umfangs der Station liegen. Die Form in Station 53 wird dann mit verschäumtier Kautschukmilch
gefüllt, und darauf werden der Schlitten und der Deckel mittels der Handgriffe 101
bewegt, bis der Deckel sich unmittelbar über der Vulkanisierstation 53 befindet.
Danach wird der Hebel 100 betätigt, um den Schlitten in seiner Lage zu verriegeln.
Die Kautschukmilch wird gelieren gelassen, und das Ventil 94 (Fig. X) wird gedreht,
um das Rohr 92 in Verbindung mit dem Auslaß 96 und das Rohr 93 in Verbindung mit
dem Einlaß 95 zu bringen, wodurch die Druckflüssigkeit unter den Kolben 87 im Zylinder
85 geführt und der Flüssigkeit im Raum über dem Kolben gestattet wird, zu entweichen,
wodurch der Deckel gesenkt wird, bis sich der Abschluß streifen 72 gegen den flachen
Rand 6 preßt. Die Form befindet sich jetzt in einer geschlossenen Vulkanisierkammer,
die von dem Deckel 70 und dem Trog 62 gebildet wird. Durchdie Einlässe 66 (Fig.
VII B) wird dann Wasserdampf eingelassen, wobei durch das am Auslaß 63 befestigte
Kniestück Luft entweichen kann; das sich sammelnde Kondensat verschließt den Trog
gegen das Entweichen von Dampf. Wenn idie Temperatur in der Vu.lkanisierkammer 100°
erreicht, was durch das Thermometer 103 angezeigt wird, wird die Dampfzufuhr vermindert,
so daß die Temperatur auf im wesentlichen 1000 gehalten wird, aber kein Dampf durch
das Kniestück entweicht.
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Wenn die Vulkanisation in Station 53 beendet ist, wird die Dampfzufuhr
unterbrochen und kaltes Wasser durch den Einlaß 68 zugeführt und so auf die Form
gesprüht; das Wasser läuft dann durch den Auslaß 63 ab. Hierdurch wird die Kondensation
von in der Kammer verbliebenem Dampf hervorgerufen, und der dabei erzeugte Unterdruck
wird wodurch das Öffnen der Klappenventile 10.2 vermindert. Während die Formen abkühlen,
wird die in der Vulkanisierstation 54 befindliche leere Form mit verschäumter Kautschukmilch
gefüllt. Danach wird die Zufuhr von. kaltem Wasser unterbrochen und durch Drehen
des Ventils 94 der Deckel gehoben. Der Hebel 100 wird dann betätigt, um den Schlitten
zu lösen, worauf der Deckel über die Vulkanisierstation 54 bewegt und in seiner
Lage mittels des Hebels 100 wieder verriegelt wird. Der I)eckel wird dann durch
Betätigen des Ventils 94 berabgelassen, und die Vulkanisation der Dispersion in
der Form in der Vulkanisierstation 54 erfolgt in der oben beschriebenen Weise. In
der Zwischenzeit werden die Kappen von der den vulkanisierten Schaum enthaltenden
Form in Station 53 entfernt, wobei ein Kappenteil in den Bewässerungsraum 56 auf
der einen Seite der Vulkanisierstation und der andere Kappenteil in den mittleren
Bewässerungsraum 55 gelegt wird. Die vulkanisierte Matratze wird aus der Form herausgenommen,
und die Form und die Kappenteile werden mit Hilfe eines Schlauches mit Wasser gesäubert
(die Deckel, während sie sich in ihren Bewässerungsräumen befinden, und die Form,
während sie noch auf den Stangen 69 über dem Trog 62 der Vulkanisierstation steht).
Die gereinigte Form wird dann wieder mit verschäumter Kautschukmilch gefüllt und
mit den gereinigten Kappenteilen versehen.
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Während dieser Zeit ist die Vulkanisation der Dispersion in der Form
in Station 54 beendet worden, und der Deckel wird dann gehoben, über die Station
53 zurückgebracht usw.