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Schinkenkocher Die Erfindung betrifft einen Schinkenkocher, bei welchem
der den Schinken aufnehmende Behälter mit einem in der Höhe verstellbaren Deckel
versehen ist, der mittels einer Vorrichtung auf den Schinken gedrückt wird. Der
Deckel wird in seiner jeweiligen Lage durch Zapfen festgehalten, die an gegenüberliegenden
Seiten des Deckels reihenweise untereinanderliegend angeordnet sind und durch Löcher
der Behälterwandung greifen.
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Gemäß der Erfindung ist an der Außenseite der Behälterwandung eine
Platte angebracht, welche mit mindestens einer Lochreihe versehen ist, die mit einer
solchen der dahinterliegenden Behälterwand übereinstimmt. Diese Platte weist zwei
einander gegenüberliegende Tafeln auf, von denen die eine eine Gewichtskala, die
andere eine darauf abgestellte Zeitskala trägt. Beide Skalen sind in Übereinstimmung
mit der Lochreihe der Platte angeordnet.
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Wenn der Deckel des Schinkenkochers auf den in dem Behälter befindlichen
Schinken gedrückt und in dieser Lage mittels der beiderseitigen, durch die B:e!hälterwandung
greifenden Zapfen festgehalten ist, so tritt an der Außenseite des Behälterwandungsteils,
an welchem .die Skalenplatte angesetzt ist, der Deckelhaltezapfen (oder ein diesem
Zweck dienendes Zapfenpaar) jeweils an einer bestimmten Stelle der beiden Skalen
in Erscheinung. Die betreffende Stelle ist durch die Höhenlage des Deckels und diese
durch die Größe des: Schinkens bestimmt.
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Erfahrungsgemäß entspricht die Schinkengröße so weitgehend dein, Schinkengewicht,
daß sich dieses nach jenem bestimmen läßt. Daher kann im
vorliegenden
Fall der jeweilige Gewichtswert des Schinkens durch die von der Schinkengröße abhängige
Lage des Behälterdeckels angegeben werden. Diese Angabe erfolgt durch den Deckelhaltezapfen
innerhalb der Skalenplatte. Die eine Skala bezeichnet die Gewichfistufen in Kilogramm,
die andere die entsprechenden Zeitstufen in Minuten. Somit wird durch die Lage des
Haltezapfens in der Skalenplatte erkennbar gemacht, welches Gewicht der in dem Behälter
unter dem Deckel befindliche Schinken hat und wie viele Minuten der Schinken kochen
muß.
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Mit Hilfe dieser Vorrichtung kann also, sobald der Behälterdeckel
auf den Schinken gedrückt und in dieser Lage mittels seiner Zapfen festgehalten
ist, ohne weiteres an der Außenseite des Behälters die Kochdauer abgelesen werden.
Somit braucht die den Schinkenkocher bedienende Person die Kochdauer nicht nach
eigenem Ermessen zu bestimmen, und es entfallen alle Fehlerquellen., die immer gegeben
sind, wenn nach Geschick und Erfahrung des Kochpersonals gehandelt wird.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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Fig. i zeigt den Schinkenkocher im Längsschnitt, Fig. z denselben
im Querschnitt; Fig. 3 ist eine Draufsicht des Deckels und Fig. 4 eine Ansicht der
Schauseite der Skalenplatte.
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In dem Behälter a ist der Deckel b mittels der Schraubenspindel
c verschiebbar, die in dem Bund d an der Oberseite des Deckels abnehmbar gelagert
ist. An dieser Spindel ist ein Joch e geführt, an welchem beiderseits Schwenkarme
f angelenkt sind, deren Innenverzahnung unter Ansätze g an der Außenseite des Behälters
greift. Diese Vorrichtung dient- zum Andrücken des. Deckels b an den in dem Behälter
liegenden Schinken. Beim Herausnehmen des Schinkens kann .der Deckel mittels eines
Griffbügels la angehoben werden.
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Zum Festhalten des Deckels in der angedrückten Lage sind reihenweise
angeordnete Zäpfen i, o an zwei einander gegenüberliegenden Seiten. des Deckels
und entsprechende Lochreihen in der Behälterwandung angebracht. Die Zapfen i der
einen Gruppe sind an der Oberseite des Deckels. b federnd gelagert und greifen mit
ihren verkleinerten Fortsätzen k durch Löcher Z der Behälterwandung. Jeder dieser
Zapfen .kann mittels eines Bajonetthebels n2 festgestellt werden. Die gegenüberliegende
Zapfengruppe o ist an Blöcken n an der Deckeloberseite angebracht. Jeder Zapfen
o durchgreift die Behälterwandung und zugleich eine an deren Außenseite befestigte
Platte p, die mit dem Umfassungsrand q des Behälters a ebenflächig abschließt.
Zum Durchtritt der Zapfen o sind Löcher r in der Platte p und sich .damit
deckende Löcher s in der Behälterwandung vorgesehen. In .der Zeichnung ist wegen
der Deutlichkeit nur ein Teil der Deckelhaltezapfen dargestellt.
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Die Platte p weist schauseitig zwei symmetrisch angeordnete Tafeln
t und u auf. Die Tafel t zeigt eine Gewichtskala, die Tafel
u eine Zeitskala. - Die Gewichtstufen sind in Kilogramm, die Zeitstufen in Minuten
angegeben.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen und dargestellten Vorrichtung
vollzieht sich sehr einfach: Der Schinken, der gekocht werden soll, wind in den
Behälter a verbracht. Dann wind der Deckel b mittels der Spindel c und der Spannvorrichtung
e, f
daraufgedrückt. In dieser Lage wird der Deckel mittels der Zapfen
i, k und o an der Behälterwandung festgehalten. Diese Maßnahme ist bekannt.
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Je nach der durch die Größe des Schinkens bestimmten Höhenlage des
Deckels b greifen die Haltezapfen o des Deckels in zwei nebeneinanderliegende Lochpaare
r, s (Fsg. i bis 3). Es kann auch nur ein Haltezapfen o und je eine Lochreihe r
bzw. s vorgesehen sein. Eine solche Ausführung der Skalenplatte p zeigt Fig. 4.
In jedem Fall tritt der Haltezapfen oder das Zapfenpaar o innerhalb der Skalenplatte
p zwischen den beiden Tafeln t
und u in Erscheinung, um jeweils das der Größe
des. Schinkens entsprechende Gewicht desselben anzuzeigen und zugleich die Kochdauer
zu bezeichnen.