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Kleinselbstschalter in Schmalbauform Überstromselbstschalter kleiner
Bauabmessungen, deren Verwendung in Installationsanlagen, insbesondere an Stelle
von Schmelzsicherungen, möglich ist, die aber auch: für besondere Einhauzwecke,
beispielsweise in Geräte oder Maschinen, geeignet sind, sind in vielen Ausführungsformen
bekannt und werden unter der Bezeichnung Kleinselbstschalter zusammengefaßt. Diese
Kleinselbstschalter werden teils mit magnetischer, teils mit thermischer Auslösevorrichtung
versehen. Im allgemeinen sind beide Auslösevorrichtungen zur Erreichung einer unverzögerten
Kurzschlußabschaltung und einer verzögerten Überstromunterbrechung gleichzeitig
vorhanden. Auch besitzein die Schalter im allgemeinen eine Freiauslösevorrichtung,
die die selbständige Ausschaltung des Schalters auch dann sicherstellt, wenn das
Betätigungsglied in der Einschaltstellung festgehalten. wird. Neben den Kleinselbstschaltern
in, Stöpsielfor@m zum Einschrauben in vorhandene Sicherungselemente und den Selbstschaltern
in Elementform, die an Stelle eines Sicherungseleimentes eingebaut werden können,
sowie, den sogenannten Sockelselbstschaltern gibt es auch Kleinselbstschalter, die
für Sondereinbauzwecke in schmaler Bauform ausgebildet sind, so daß trotz beschränkten
Einbauraumes eine größere Anzahl beüspielsweis@e in Verteilungen nebeneinandergereiht
werden kann.
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Die bisher bekannten Ausführungen von Kle:inselbstschalterninSchmalbauform
sind jedoch immer
noch verhältnismäßig groß, bzw. genügen sie beii
vorhandenen kleinen Abmessungen nicht den hohen Anforderungen, wie sie für Spezialverwendungszwecke
vielfach gestellt werden müssen.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabei zugrunde, einen besonders schmalen,
dabei aber auch in den übrigen Abmessungen kleinen Selbstschalter zu schaffen, der
sowohl mit magnetischer wie auch thermischer Auslesevorrichtung versehen werden
kann, eine Freiauslösung besitzt und im Bedarfsfall den zusätzlichen Einbau von
Hilfskontakten für Mendestromkroise ermöglicht. Dabei soll er gleichzeitig der Bedingung
einer hohen Erschütterungsempfindlichkeit genügen, wie eie beispielsweise gegenüber
Schußerschütterungen und Schwingungen bim Einbau auf Fahrzeugen erforderlich isst,
und so gebaut sein, daß er außer in Kleinspannungskreisen auch bei Spannungen von
22oi38o V zur Verwendung gelangen kann.
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Es ist ohne weiteres klar, daß die gleichzeitige Erfüllung dieser
Bedingungen große Schwierigkeiten mit sich bringt. Für die Erreichung der geringen
Bauabmessungen ist die Ausgestaltung und die Unterbringung der verschiedenem Bauteile
in dem vorhandenen Bauraum und insbesondere dabei wieder die: Ausgestaltung des
Schaltmethanismus in gleicher Weise von Bedeutung wie für* die Erreichung der verlangten
Erschütterungssicherheit.
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Diesel Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in einem Gehäuses
reit im weisentlichen rechteckiger Grundfläche die eine Breitseite zur Unterbringung
einer flach ausgebildeten Schalthebelanordnung ausgenutzt und der verbleibende Bauraum
parallel zu den Schmalseiten derart aufgeteilt ist, daß in einem mittleren Teil
die Magnetuni Blasspule liegt, während zwischen Magnetspule und der einen Schmalseitenwand'
die Sehaltkontaktanordnung und zwischen Magnetspule und der anderen Schmalseitenwand
die Lagerung des Schaltmechanismus untergebracht ist. Unterhalb der Magnetspule
können ein thermisches Ausnöseglied, insbesondere in Form eines Bimetallstreifens,
angeordnet sein, unterhalb der Schalthebelanordnung Hilfskontakte, die von einem
der Schalthebel betätigt werden. Die auf der Gehäusebrenitseite befindliche flach
ausgebildete Schalthebelanordnung besteht vorteilhafterweise aus einem zweiarmigen
Kontakthebel, einem Schwenkheibel und einem Klinkenhebel, wobei der Kontakthebel
in an sich bekannter Weise über einen Ansatz eines als Wippe oder Kipphebel ausgebildeten
Betätvgungsgliiedes eingeschaltet wird und an seinem Ende eine bewegliche Kontaktbrücke
trägt, mit der er in den neben der Magnetspule liegenden Schaltkontaktraum hineingreift.
Er ist mit seinem anderen Ende drehbar und in einem Schlitz verschiebbar mit dem
von den selbsttätigen Auslesegliedern beeinflußten Klinkenhebel verbunden und ungefähr
in seineir Mitte in dem Schwenkhebel gelagert, der den Kontakthebel unter Federwirkung
;gegen den.Ansatz des Betätigungsgliedeis anpreßt, wobei die Lagerung des Klinkenhebels
und des Schwenkhebels sowie die. Unterbringung der Schwenkhebelfeder in dem dem
Kontaktraum entsprechenden zweiten Raum neben der Magnetspule erfolgt. Nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist der Ansatz der Betätigungswippe kurvenförmig
ausgebildet, und der Kontakthebel besitzt eine rastartiges Erhöhung, gegen die,
sich das Kurvenstück in der Ausschaltstellung anlegt, während ;beii ider Einschaltbewegung
der Kontakthebel von dem Kurveinstück in die Einschaltstellung gedrückt wird, wobei
das Ende des Kurvenstückes über die Rast hinweggleitet und sich dahinter festsetzt,
so daß d.ie Bestätigungswippe in der Einschaltstellung festgehalten wird.
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Zur Herbeiführung der Kontaktunterbrechung wird vorteilhafterweise
eines am freien Ende des die Kontaktbrücke tragenden Kontakthebedarmeis angreifende
Ausschaltfeder angebracht, die beim Einschalten unter Spannung gesetzt wird und
nach Lösung der Schaltverklinkung den Kontakthebel um den Berührungspunkt zwischen
Betätigungsansatz und Kontakthebel nach obern kippt, so daß die Abschaltung erfolgt,
auch wenn das Betätigungsorgan in der Einschaltstellung festgehalten wird. Weiter
empfiehlt es, sich, die Rückführung des Betätigungsgliedes aus der mit dem Kontakthebel
verrasteten Einschaltstellung in die Ausschalt-,stellung nicht !durch eine am Betätibgungsglied
angreifende Rückholfeder durchzuführen, sondern die Anordnung so zu treffen, daß
durch die beim Ausschaltvo,rgang unter Wirkung der Au@s@schalt@eder erfolgte Schrägstellung
des Kontakthebels die Verrastung mit dem Betätigungsglied aufgehoben wird, worauf
der Schwenkhebel unter dem Einfluß der Schwenkhebelfeder um eine die Bewegung des
freien Kontaktliebelendes nach oben begrenzende Anschlagstelle als Kippunkt den
Kontakthebel in die Ausgangsstellung zurückführt, wobei gleichzeitig der Kontakthebel
auch .das Betätigungsglied in die Ausschaltstellung . zurückdrückt und dein Klinkenhebel
wieder in die die Verklinkung ermöglichende Stellung bringt.
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Die mit dem Bimetallstreifen verbundene Sperrfeder für den Klinkenhebel
wird zweckmäßig so ausgebildet, daß sie sich mindestens bis zur Hälfte ihrer Gesamtlänge
auf denn Bimetallstreifen abstützt, >so daß ihr freistehender Teil nicht derart
in. Erschütterungsschwingungen geraten kann, daß diese zur Auslösung der Verklinkung
führen.
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In seiner Gesamtheit ist der Kleinselbstsehalter erfindungsgemäß dabei
so durchgebildet, daß die Schalthebelanordnung, das Magnetsystem, die thermische
Auislösevorrichtung und die Hilfskontaktanordnung unabhängig voneinander in sich
geschlossene Baugruppen, darstellen, die vor dem Einsetzen in das Gehäuse zusammengefügt
werden, so daß sich der Schalter baukastenartig je nach dem Verwendungszweck des
Schalters mit nur thermischer oder nur magnetischer oder thermischer und magnetischer
Auslösung mit oder ohne Hilfskontalite zusammensetzen läß#.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus ier Beschreibung des
Ausführungsbeeispiele@s und den Zeichnungen hervor.
Mit der erfindungsgemäßen
Ausführung ist ein Kleinseilbstschalter geschaffen, der infolge seiner besonders
günstigen Aufteilung ides Gehä!usebauraurne!s zur Unterbringung der -Sedbstscb!alterteile
mit sehr kleinen Abmessungen, inisibesonid#re sehr schmal hergestellt wenden kann.
Dia bei dieser Bauraumeinteilung uhid der Anwendung eines den Spulenraum auf beiden
Schmtalseiben umgreilfendien Schaltermechanismus und dem Aufbau der Schalthebelanordnung
aus nur wenigen zusammenwirkenden Hebeln in flacher Bauform neben einer geschlossenen
Schaltkammer auch noch ein sehr großer Spulenraum verbleibt., ist der Einbau einer
entsprechend wirksamen Magnet- und Blasspule möglich, und es, wird damit eine im
Verhältnis zu der kleinen Bauart des Schalters hohe Schaltlesstung erreicht. Die
kleine Bauweise des Schalters wirkt an sich schon günstig hinsichtlich der gleichzeitig
zu gewährleistenden Erschütterungssicherheit, da die Mechanismusglieder nur geringe!
Mässe aufweisen. D!arwber hinaus ist diie besonidens hohe Erschütterungsfestigkeit,
wie sie beispielsweise gegenüber Schußerschütte!rungen gewährleistet werden muß,
bei der erfindungsgemäßen Ausführung einmal durch die dornartige Verrastung des
Ansatzes des Betätigungsgliedeis mit dem Kontakthebel in Verbindung m;it der Vermeidung
einer am Betätigungsglied direkt angreifenden Rückführfeder und der bereits beschriebenen
besonderen Klinkenfede rausbildung bei großem Klinkenüberdeckungsweg erreicht. Die
gewählte Schalterausbildung ermöglicht weiterhin infolge der Einfachheit der Teile
und des Gehäuses eine einfache und zuverlässige Herstellung und bietet insbesondere
auch im Zusammenbau infolge der Aufteilung in einzelne selbständige Baugruppen und
infolge der Möglichkeit, zusätzliche Vorrichtungen je nach Bedarf einzubauen oder
wegzulassen, ganz besondere Vorteile. Der Metallaufwand für die Herstellung des
Schaltermechanismus ist äußerst gering. Die kleinen Abmessungen eirmöglichen es
in verschie-.denen Fällen" diesen Schalter unmittelbar an Stelle bisher verwendeter
Schmelzsicherungen mit Sockeln gleicher Grundflächenabmessungen zu verwenden, so
daß in diesen Fällen an Stelle der bisherigen Abschmelzsicherung nunmehr eine gleichzeitig
als Handschalter zu betütigendeSicherungsvorrichtung, die im Bedarfsfall noch zusätzlich
mit einer Meleekontaktanordnung ausgestattete ist, zur Verwendung gelangen kann.
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In der Zeichnung ist in den Feig. i bis 8 ein Beisspiel der Erfindung
dargestellt.
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Fig. i zeigt einen Kleinselbstschalter nach der Erfindung mit einem
als Wippe ausgebildeten Betätigungsglied in einer Breitseibenansichti; der Sockel
isst z. B. aufgeschnitten, so daß die Bimetall- und Klinkenfe.deranordnung erkenntlich
ist; der Schalter befindet sieh in der Ausgchal!tstellung ; Fig. 2 zeigt den gleichen
Schalter von oben gesehen; Fig. 3 zeigt den Schalter nach F.ig. i von der anderen
Breitseite; die den Schalter abschließende Gehäusewand ist zum Teil aufgeschnitten,
so daß das Magnetsystem und die Schaltkammeir zu sehen sind; Fig. q. zeigt einen
Schnitt durch den Schalter nach der Linie 4-4 der Fig. 3; Fig. 5 zeigt eine Ansicht
des Schalters nach Fig. 3 von unten mit Darstellung der Bimetallanordnung; F ig.
6 zeigt den Schalter in der gleichen Breitseitenansicht wie Fig. i, jedoch in der
Einschaltstellung; der Sockel ist nicht aufgeschnitten; unter dem Schaltwerk isst
eine Hilfskontaktvorrichtung zu erkennen; Fig. 7 und 8 zeigen die Anordnung des
Schaltwerkes der Kontakte und der Verkli:nkung in schematischer Darstellung, und
zwar Fig.7 in Ausschaltstellung, Fig. 8 in Einschaltstellung.
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Aus den Fig. i bis 6 geht zunächst die räumliche Unterbringung der
Aufbauteile des Schalters, in dem Gehäuse 15 hervor. Die aus dem zweiarmigen
Kontakthebel 2, dem Schwenkhebel g und dem Klinkenhebel ? bestehende!, flach ausgebilde!tc
Schalthebelanordnung nimmt, wie insbesondere aus Fig. i und 6 ersichtlich, die eitle
Breitseii.tie des Schaltergehäuses- ein. Die Lagerste!lle:25 des Schaltmechanismus
im Gehäuse ist dabei von dem die bewegliche federnde Kontaktbrücke z tragenden Ende
des Kontakbheibelarmes, 2 um den vollen ausnutzbaren Abstand der Breitseitenlange
entfernt, so daß sich schon hierdurch ein sehr großer wirksamer Hebelarm und ein
großer KontaktÖffnungsweg ergibt.
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Wie sich aus Fig. q. ergibt, greift die, oben beschriebene Schalthebelanordnung
mit de!r Kontaktbrücke i und der Lagerung 2-5 um die Magnet- und Blasspule 23 herum.
Es ist auch ersichtlich, daß der auf diese Weises für die Blasspule.1 23 zur Verfügung,stehende
Raum im Verhältnis zu dem für die Unterbringung der übrigen Konstruktionsteile benötigten
Raum recht groß ist, so daß eine, sehr wirksame Blasspule untergebracht- werden
kann. Die Kontaktkammer ist geschlossen ausgebildet und von der Spule durch eine
Isolierwand getrennt. Gegenüber der Mechanismuslagerung 2-5, die auf der anderen
Schmalseite neben der Blasspule liegt, ist eine solche besondere Kammerabtrennung
entbehrlich.
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Aus Fig. i und 5 ist weiterhin ersichtlich, daß unterhalb der Magnetspule
im Gehäusieboden ein B metallstreifen 5 eingebaut ist, der sich eibenfalls über
die ganze zur Verfügung stehende Baubreite erstreckt. Er ist mit einer Sperrfeder
6 verbunden, die mit dem Klinkenhebel 7 zusammenwirkt.
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Die Fig. 6 zeigt schließlich die räumliche Unterbringung einer Hilfskontaktvorrichtung
2o unterhalb der Schalthebelanordnung. Der Kontakthebel 2 besitzt einen Ansatz ig,
der über ein Druckstück 18 im Einschaltzustand das Schalters die Unterbrechung des
Hilfskontaktes 2o herbeiführt. An dem Ansatz ig ist gleichzeitig die Ausschaltfeider
3 befestigt.
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Der übrige konstruktive Aufbau des Schalters ergibt sich im einzelnen
aus den Zeichnungen wie
folgt: An dein freien Ende deis Kontakthebels
2 ist die abgefeaderte Kontaktbrücke r drehbar auf einer Achse 26 befestigt. Im
eingeschalteten Zustand verbindet sie die ortsfesten Kontakte 4 miteinander. Die
Bewegung des Kontakthebels 2 nach oben ist durch den Gehäuseanschlag 27 begrenzt.
Der zweiarmige Kontakthebel ist. ungefähr in seiner Mitte durch die Achsre B mit
dem Schwenkhebel 9 beweglich verbunden. Der Schwenkhebel 9 lest ein Winkelhebel,
dessen Arme ungefähr einen rechten Winkel miteinander einschließen. Der Kontakthebel
ist an seinem mit dem Klinkenhebel verbundenen Ende ebenfalls rechtwinklig angebogen
und mit einem Achsbolzen io rin einen Längsschlitz des Klinkenhebels 7 beweglich
geführt. Die beiden Arme leas auf der Drehachse 25 gelagerten Klinkenhebels schließen
einen stumpfen Winkel miteinander ein. Der nach unten stehende freie Klinkenhebelarm
endet in einer Kleinkenschneeiidc 28, die in einten. Schlitz 16 der mit dem
Bimetall 5 verbundenen Sperrfeder 6 eingreift. In verklinktem Zustand zeigt der
mit der Schneide 28 versehene Klinkenhebelarm senkrecht nach unten. Auf der Achsei
25 ist die Schwenkhebelfeeder 14 gelagert, die sich gegen einen festen Anschlag
am Gehäusen mit ihrem einen Knie abstützt, während die mit dem anderen Knien am
Schwenkhebel angreift und diesem nach oben zu drücken bestrebt ist.
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Der Bimet'allstreifen 5 ist mit leer Sperrfeder 6 an der Einspannstellee
29 gleichzeitig befestigt. Die Sperrfeder verläuft dann bis über die Hälfte der
Bimetallstreifenl.änge unmittelbar auf ed@emBeimietallstreifen und hebt sich erst
im letzten Stück, das mit lern Rastschlitz für die Klinkenschneides 28 versehen
eist, von dem Bimetallstreifen ab. Sie umgreift den B,imetallstneifen nach unten.
Durch die! Einstellschraube so kann die Klinkenüberdeckung verstellt und idamit
die. Auslösezeit verschieden leingestellt werden. Bei Erschütterungen des Schalters
kann das kurzes, vom Bimetall abstehende Stück der Sperrfeder mit seiner geringen
Mgsise keime -solchen Schwingungen ausführen, daß dadurch die Verklinkung gelöst
würde.
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Auf den vom Bim-tallstreifen abstehenden Tesil der Klinkenfeder wirkt
auch, wie aus Fig. 3 ersichtlich und in den Fig. 7 und 8 schematisch durch dein
Pfeil m :angedeutet, von obrem; her die M iagnetauslösungein. WiridderMaagnetanker24beei
ausreichender Erregung deir Magnetspule 23 angezogen, so bewegt sich der kürzere
Hebelarm des als doppelarmiger Hebel nussgebildeten Ankers mach unten und löst dabei
durch Druck auf die Sperrfeder die Schaltveirklinkung aus.
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Die Betätigung des Schalters. erfolgt durch die Betätigungswippe 12.
Sie ist im Gehäuse auf der Achse 31 gelagert. Auf ihrer Unterseite trägt sie einen
Betätigungsansatz 13, der im Ausschaltzustand mit einem kurvenförmigen Teil gegen
eine rastartige Erhöhung 2i des Kontakthebels, die an einem Verrastungsbügel22 angebracht
ist, anliegt. Im Einschaltzustand verrastet sich das dornartiige Ende alles kurvenförmigen
Teileis, wie aus eden-, Fig. 6 und 8 ersichtlich, !hinter idieser rasetartgen Erhöhung
2i, und zwar wind es so weit geschwenkt, .daß der Druck ides Konteakthebels 2- gegen
den dorn-°artigen Ansatz c13 ein Drehmoment erzeugt, das die Betätigungswippe völlig
sicher in leer Einschaltstellung hält.
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Der Wippendrehpunkt 31 und der Drehpunkt 8 zwischen 2 und Schwenkhebel
liegen sowohl im Ein@schalt- wie im Ausschultzustand annähernd senkrecht übereinander.
Der Betätigungsansatz 13 mit seinem Kurventeil und dein dornartigen Ende ist als
Stanzstück hergeistellt und in die Betätigungswippe eingepreßt, und zwar einseitig,
so daß der Betätigungsansatz auf die, auf der Breitseite des Gehäuses untergebrachte
Schalthebelanordnung einwirken kann, die Schaltwippee selbst aber trotzdem in der
Mitte des Schaltgehäuses verbleibt.
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Die Schalterklemmen sind auf i&r Schmalseite des Gehäuses außerhalb
desselben angebracht. Wie ,die Abbildungen zeigen, sind vier Anschlußklem.men vorhanden..
Zwei Anschlußklemmen 32, 33 dienen zum Anschluß. für den Hauptstromkreis, zwei Anschlußklemmen
34, 35 für den Anschluß d°is Meldestromkreises. Der Stromverlauf alles Hauptstromkrei.ses
führt von der Anschlußklemme 32 zu dem einen festen Kontukt 4 über die Kontaktbrücke
i im eingeschalteten Zustand zu idem zweiten festen Kontakt 4, von da zur Magnetspule
23 und dann zu der Heizwicklung ides Bimeitalls 29 und aus dieser heraus zur Ausgangsklemme
33. Ist, wie in (dien. schematischen FinG. 7 und 8 idargeistellt, nur ein Bimetallauslöser
vorhanden, so führt der Stromverlauf von dem zweiten festen Kontakt .4 unmittelbar
zum Bimetall 29 und von dort zur Ausgangsklemme 33. Die Klemmen des Hauptstromkreis,es
32, 33 und des, Meldestromkreises 34, 35 sind durch Isolierrippen 36 voneinander
getrennt. Der Stromverlauf des. Meldestroimkreises geht unmittelbar von der Anschlußklemme
34 über den Hilfskontakt 2o und den Hilfskontaktfederarm 17 zu der Ausgangsklemme
3.5. Der Kleinselbstschalteir wird als Einzelschalter zu beidem Seiten mit einer
Gehäusewand 37 abgeschlossen, wie sie beispielsweise aus Fig. 3 auf der Spulens@eite
teilweise ersichtlich .eist. Bei. Aneinanderreihung eineu großem Zahl von Schaltern
isst es, unter Umständen auch ausreichend, zwischen je zwei Schalteer eine Isolierwand
zwischenzulegen, die eo groß -bemessen wird, daß sie zugleich. auch die Isolierung
zwischen den Anschlußklemmen der benachbarten Schalter herbeiführt. Der Schalter
kann auf eine Grundplatte aufschraubbar ausgebildet werden. Er kann aber auch von
vorn durch Schrauben, die in Befestigungsgewindee 38 (Feg. 2) eingreifen, an einer
Frontplatte befestigt wenden. Schließlich ist auch >eine Aüsbildung zur Aufreihung
dies Schaltiers durch Aufschieben auf Tragschienen möglich. DieMagnetspule mit dem
mit ihr verbundenen Auslöseanker wird von leer einen Breitseite her (Feg. 3) in
das Schaltergehäuse eingesetzt, der gesamte Mechanismus reit Kontaktbrücke und Schalthebellagerung
von der anderen Breitseite her (Feg. i und 6). Die Bimetallanordnung mit dar Sperrfeder
läßt sich als
einheitliches Teil von der Unterseihe her einsietzen
(Fig. 5), die Hilfskontaktanordnung ebenfalls von der Breitseite (Fig. 6). Das Schaltergehäuse
kann jedoch auch so ausgestaltet werden, daß -das Magnetsystem durch die für die
Aufnahme der Betö.tngungswipp-e vorgesehene Öffnung von oben her oder durch eine
Öffnung im Boden des Gehäuses von unten her eingesetzt wird. Bei entsprechender
Führung im Gehäuseerübrigt sich dann ei-nie; besondere Befestigung.
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Die Ein- und Ausschaltbewegung des Kleinselbstschalters geht wie folgt
vonstatten: Der Schalter möge sich zunächst in ider Ausschaltstellung gemäß Fig.
7 befinden. Wird nun die Betätigungswippe an ihrem herausstehenden Ende nach unten
gedrückt, so bewegt sich der Betätigungsansatz 13 nach links, drückt dabei den Kontakthebel
einschließlich des Schwenkhebels nach unten und bringt dabei die Kontaktbrücke i
mit den feisten Kontakten q. in Berührung, wobei gleichzeitig die Ausschaltfeder
3 und die Kontaktdruckfedeir unter Spannung gesetzt werden. Das dornartige Ende.
des kurvenförmigen Betätigungsansatizeis 13 verrastet sich hinter der rastartigen
Erhöhung 22. Der Schalter befindet sich nunmehr in der eingeschalteten Stellung
gemäß Pik. B. Wird nun bei Handausschaltung durch entsprechend kräftigen
Druck auf das nunmehr links obern stehende Ende der Betätigungswippe das dornartige
Ende des Beitütigungsansatzes 13 über die rastartige Erhöhung 2 1 hinweggedrückt,
so kann die Ausschaltifeder 3 und die Schwenkhebelfeder 14 den Mechanismus wieder
in die Aussichaltstellung zurückführen.
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Ist der Schalter eingeschaltet und die Sperrfeder 6 wird entweder
durch Abkrümmung des Bimetalls 5 oder Einwirkung des Magnetauslösers 2-q. nach unten
bewegt, so wird die Klinkenschneide 2,8 des: Klinkenhebeils 7 freigegeben. Damit
erhält auch der Kontakthebe12, der mit dem Klinkenhebel durch die Achse io verbunden
ist, Bewegungsfreiheit, so daß die Ausschaltfeder 3 in der Lage .isst, den Kontakthebelarm
mit der i nach oben zu ziehen, bis zum Anschlag 27. Hiermit ist der Schalter bereits
ausgeschaltet, obwohl das Betätigungsglied noch in der Einschaltstellung steht,
so daß also auch im Fall des Festhaltens des Betätigungsgliedes diel Ausschaltung
nicht unterbunden werden kann. Gleichzeitig mit der Bewegung der Kontaktbrücke nach
oben hat sich das. andere Ende des Kontakthebels nach unten bewegt. Durch diese
Schrägstellung wird die Verrastung zwischen dem Betätigungsansatz 13 und
der rastartigen Erhöhung =i auf den Kontakthebelarm gelöst, woraufhin der Schwenkhebel
9 unter dem Einfluß der Schwenkheibelfeder 14 den Kontakthebel 2 um den Anschlag
27 als Kippunkt wieder in die Ausgangsstellung zurückdrückt und gleichzeitig auch
der Kontakthebel 2 durch Druck auf den Beitätigungsansatz 13
das Betätigungsglied
12 wieder in die Ausschaltstellung fährt und über Iden Bolzen io den Klnkenhebel
wieder in die die Verklinkung ermöglichende Stellung bringt, so daß die Verklinkung
wieder erfolgt, sobald das Bimetalls sich abgekühlt hat und die Sperrfeder 6 in
die Verklinkungslage zurückgeführt ist.