DE892985C - Zuendeinrichtung fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents

Zuendeinrichtung fuer Brennkraftmaschinen

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DE892985C
DE892985C DEG4126A DEG0004126A DE892985C DE 892985 C DE892985 C DE 892985C DE G4126 A DEG4126 A DE G4126A DE G0004126 A DEG0004126 A DE G0004126A DE 892985 C DE892985 C DE 892985C
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DE
Germany
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voltage
ignition
capacitor
ignition device
resistor
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DEG4126A
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English (en)
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Charles Ellis Buck
Brooks Harmon Short
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Motors Liquidation Co
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General Motors Corp
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    • H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F27/00—Details of transformers or inductances, in general
    • H01F27/28—Coils; Windings; Conductive connections
    • H01F27/2823—Wires

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Zündeinrichtung für Brennkraftmaschinen In der Patentschrift 85.4 723 ist eine Zündeinrichtung beschrieben, bei der die Zündspule durch. den Entladestrom eines Hauptkondensators erregt wird., dessen Entladungsvorgang von einer gittergesteuerten Gasentladungsröhre durch die Entladung eines über den Unterbrecher an das Gitter der Röhre g.. schalteten Hilfskondensators gesteuert wird, wohei die Kondensatoren durch eine Gleichstromquelle während der Öffnungszeit der Kontakte des Unterbrechers aufgeladen werden.
  • Bei dieser Anordnung ändert sich die Spannung am Hilfskondensatoir und damit am Gitter der gittergesteuerten Gasentladungsröhre,wenn sich die Spannung der Gleichstromquelle ändert. Für die Bemessung der Röhre ist es wichtig, daß die vom Hilfskondensator an das Gitter gelegte Spannung keine unzulässigen Werte annimmt. Dies setzt voraus, daß die Spannung der Gleichstromquelle konstant gehalten werden muß. Um als Stromquelle für die Zündeinrichtung die in Kraftfahrzeugen vorhandene Batterie benutzen zu können, deren Spannung sich nach ihrem jeweiligen Ladezustand richtet und sich erhöht, wenn die Lichtmaschine beim Lauf des Motors die Stromlieferung übernimmt, muß die Zündeinrichtung möglichst innerhalb gewisser Grenzen von Spannungsänderungen der Stromquelle unabhängig sein.
  • Erreicht wird dies nach der Erfindung dadurch; daß die Spannung am Hilfskondensator durch eine Einrichtung innerhalb bestimmter Grenzen unabhängig von Spannungsschwankungen der Gleichstromquelle auf einen bestimmten Wert gehalten wird.
  • Eine weitere Verbesserung der Zündeinrichtung des Patentes, 854723 besteht darin, das als gittergesteuerte Gasentladungsröhre ein Rohr mit kalter Kathode verwendet ist und auch für die zur Erzeugung des hochges.panntenGleichstromes notwendigen Gleichrichter Kaltkathodenrohre benutzt sind, so daß die Zündeinrichtung nach dem Einschalten. des Zündschalters sofort betriebsbereit ist.
  • Ferner wird durch Anwendung eines Funkenverlängerungskondensators erreicht, daß mit kurzer Funkernstrecke gearbeitet werden kann, die eine .geringere Zündspannung erfordert. Durch die verlängerte Dauer des Zündfunkens wird eine sichere Zündung des Brennstoff -Luft--Gemisches gewährleistet.
  • An Hand der Zeichnung ist ein Ausfübrungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
  • Fig. i ist ein Schaltungsschema der Zündvorrichtung; Fig. 2, 3, 4 sind Schaubilder über die Arbeitsweise der Zündvorrichtung.
  • Wie Fig. i erkennen läßt, wird die Batterie io in bekannter Weise über ein den Ladevorgang überwachendes Relais durch die vom Verbrennungsmotor angetriebene Lichtmaschine G gespeist. Dieses Relais schließt in üblicher Weise den Ladestromkreis, wenn die Lichtmaschinenspannung höher als die Batteriespannung ist, und öffnet den Ladestromkreis, sobald die Batteriespannung einen Wert A annimmt, der über der Lichtmaschinenspannung liegt. Beim Anlassen des Verbrennungsmotors erfolgt die Stromversorgung der Zündeinrichtung aus der Batterie io, während die Lichtmaschine die Stromversorgung der Zündeinrichtung beim. Lauf des Motors übernimmt, wenn das Laderelais sich in der Schließstellung befindet. Ein nicht gezeigter Spannungsregler hält die Generatorspannung auf einen bestimmten Wert. Über den Zündschalter 17 sind diese beiden Stromquellen ari eine Einrichtung angeschlossen, die zur Erzeugung der Zündspannung dient und mit Hilfeeines Zerlhackers 21, eines Transformators i i und der beiden Gleichrichter 31 in Verbindung mit einer Spannungsverdoppelungsschaltung (Kondensatoren 36, 37) den Gleichstrom niedriger Spannung aus der Batterie in einen Gleichstrom hoher Spannung umwandelt. Der Transformator i i enthält zwei Primärwicklungen, die in Teilwicklungen 12 und 14, 13 und 15 aufgeteilt sind. Die Sekundärwicklung des Transformators i i ist mit 16 bezeichnet. Die Mittelanzapfungen der Primärwicklungen sind über den Zündschalter 17, eine Drosselspule i9 und einen konzentrischen Kondensator i8 an. die Batterie io angeschlossen und, über den Kondensator 20 geerdet. Die Teile 18, 19, 20 dienen als Störschutz für den Rundfunkempfang.
  • Der Zerhacker 21 besteht aus dem Magnetkern 22 mit der aufgewickelten Spule 23, vor denen der an der Feder 25 befestigte Anker 24 schwingt. Die Feder 25 ist geerdet und mit Kontakten 26,27 versehen, die abwechselnd mit den. entsprechenden festen Seitenkontakten.28, 29 einen. Kontaktschluß herbeiführen, so daß die Teilwicklungen 12, 13 und 14, 15 der Primärwicklung des Transformators i i abwechselnd unter Strom kommen. Die Antriebsspule 22 des Zerhackers wird dabei über den Kontakt 29 geschlossen, so daß der Anker 24 zurückschwingt. Durch die Aufteilung der Primärwicklung bleibt die durch die Induktivität der Primärwicklungen bedingte Strombelastung der Kontakte des Zerhackers innerhalb praktischer Grenzen.
  • Die Anschlußenden der Sekundärwicklung i6 sind mit denn Leitungen 32, 33 verbunden., über die der Kondensator 34 parallel zur Sekundärwicklung 16 geschaltet ist. Die Leitung 32 führt zur Kathode des oberen Gleiehrichterrohres 31 und zur Anode des unteren Gleichrichterrohres 31. Über den Widerstand 35 ist Leitung 33 mit dem Gitter 31a der Gleichrichterrohre 31 verbunden; das den. Elektronenfluß im Gleichrichterrohr beherrscht. Ferner ist die Leitung 33 an die Kondensatoren 36, 37 angeschlossen, von denen der Kondensator 37 geerdet und der Kondensator 36 an die Leitung 38 angeschlossen ist, die die Kathode des einen Gleichrichterrohres 31 mit- der Klemme 39 der hochgespannten Gleichstrom liefernden Einrichtung verbindet und beispielsweise eine Spannung von i 5oo V führt, wenn die Lichtmaschine oder die Batterie die volle Spannung liefern. Ist jedoch die Batterie nicht voll aufgeladen, aber besitzt noch genügend Ladung; um den Motor anzulassen, so kann die Spannung an der Klemme 39 auf etwa 8oo V absinken. Durch die Leitung 40 ist die Spannung führende Klemme 39 mit dem Hauptkondensator 44 über den: Widerstand 41 verbunden. Der Widerstand-41 bestimmt dabei die Ladung des Kondensators 44. An die Klemme 39 ist ferner der die Dauer des Zündfunkens verlängernde Kondensator 61 angeschlossen, dessen Ladung durch den Widerstand 6o beeinflußt wird. Über den Widerstand 42 steht die Klemme So mit der Klemme 39 in Verbindung, so daß die Spannung an der Klemme So gegenüber der Spannung an der Klemme 39 um den durch den Spannungsabfall am Widerstand 42 bedingten Betrag vermindert ist. Der Widerstand 41 ist mit der Anode der gittergesteuerten Gasentladungsröhre 43 verbunden. An den Hauptkondensator 44 ist die Primärwicklung 45 der Hochfrequenzzündspule 46 angeschlossen, deren Sekundärwicklung 47 mit dem Kondensator 61 und über einen nicht gezeigten Zündverteiler mit den Zündkerzen des Motors in Verbindung steht. Eine der Zündkerzen ist mit 48 bezeichnet.
  • AndieLeitungsverzweigung So hinter demWiderstand42sind einWiderstand 51 undeine Spannungshegrenzungseinrichtung 52 angeschlossen, die mit der geerdeten Leitung 53 verbunden sind. Die. Einrichtung 52 begrenzt die Spannung zwischen den Leitungen So und 53 auf einen bestimmten, Wert, z. B. 750 V. Die Leitung So führt auch über den die Ladung des Hilfskondensators 59 bestimmenden Widerstand 54 zu dem Kondensator 59. Dieser Widerstand 54 ist an den Kontakt 55 des Unter- Brechers 57 angeschlossen. Über die Kontakte 55 und 56 des Unterbrechers liegt das Gitter 43a der Röhre 43 am Hilfskondensator 59. Über den Widerstand 58 steht das Gitter mit der Kathode der Röhre 43 in Verbindung. Die mit dem negativen Pol oder Erdklemme der Stromquelle verbundene Leitung 53 bildet eine Verbindung der Anschlußklemmen. von 52, 51 und 59.
  • Eine zufriedenstellende Arbeitsweise der Zündeinrichtung kann erreicht werden, wenn die verwendeten Bauelemente die nachstehenden. Werte aufweisen, oder Typenbezeichnung führen:
    Primärwicklungen des Transformators ....... 22 Windungen für jede Wicldung mit Draht
    von 1,08 mm Durchmesser
    Sekundärwicklung 16 des Transformators .... 3000 Windungen mit Draht von o,15 mm Durchmesser
    Kondensator 34 ........................... 0,003 ,u F
    Gitterwiderstand 35........................ fo Megohm
    Gleichrichterrohr 31 ....................... Type CK 1013
    Kondensatoren 36 und 37. . . . . . . . . . . . . . . . . . i,3 ,u F
    Widerstand 41 ...............:............ So 000 Ohm, 5o W
    Widerstand 42 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22o oao Ohm, 2 W
    Widerstand 54 . . . . . . . . . . . . . . . . . . : . . . . . . . . . 300 000 Ohm, i W
    Widerstand 5i ............................ i Megohm, i W
    Widerstand 58 ............................ 27 000 Ohm, i W
    Widerstand 6o . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 ooo Ohm
    Hauptkondensator 44 ...................... 0,o2 ,u F
    Hilfskondensator 59 ....................... 0,003 ,u F
    Kondensator 61 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,o8 ,u F
    Rohr 43 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Type ON 384 gittergesteuerte Gasentladungsröhre mit
    kalter Kathode
    Spannungsregler 57 ... ... .... ... .. ..... .... zwölf 6o-V-Neon-Glimmlampen in Reihenschaltung.
    Der Kondensator 34 ist ein Pufferkondensator, der die Ausgleichsspannung beim Öffnen der Zerhackerkontakte aufnimmt.
  • Da die Rohre 31 keine geheizten Kathodendrähte besitzen, bezeichnet nmi sie. in bekannter Weise als Kaltkathodenrohre, die durch ein elektrostatisches Feld leitfähig werden, das durch die verhältnismäßig hohe Spannung an den Sekundärklemmen des Transformators r r geschaffen wird. Die Stromleitung in diesen Rohren wird durch die Gitter 3ia gesteuert, die in unmittelbarer Nähe der Kathode angeordnet sind. Jedes Gitter 3ia baut ein. elektrostatisches Feld auf, das die Emission von Elektronen auslöst, so daß das Rohr 3 1 leitfähig wird.
  • Sobald die Leitung 33 eine positive Spannung führt, wird der Kondensator 37 in nachstehendem Stromkreis aufgeladen: Leitung 33, Kondensator 37, Erde, oberes Rohr 3i.
  • Wird die Leitung 32 Positiv, so wird der Kondensator 36 über Leitung 32, unteres Rohr 3 r, Kondensator 36, Leitung 33 aufgeladen.. Diese Schaltungsanordnung erzeugt an der Klemme 39 eine Spannung, die sich aus der Spannung jedes. Kondensators zusammensetzt. Die Kondensatoren 36 und 37 bewirken daher eine Spannungsverdoppelung.
  • Damit das Rohr 43 leitfähig wird, muß an. seinem Gitter 4311 eine positive Spannung liegen. Sobald das Rohr jedoch leitfähig geworden ist, bleibt die Stromleitung so lange bestehen, wie die Anodenspannung die Ionisationsspannung nicht unterschreitet, die beispielsweise zoo V beträgt. Der Widerstand 41 begrenzt die -Auf ladung des Haupthondensators 44. Wenn der Kondensator .t.4 voll aufgeladen ist, wird seine Spannung gleich der Spannung an der Klemme 39. Sobald das Rohr 43 durch die Entladung des Hilfskondensators 59 leitfähig wird und die Kontakte 55, 56 des Unterbrechers geschlossen sind, kann sich der Hauptkondensator 44 schneller entladen:, als er von der Klemme 39 aufgeladen werdet, kann. Infolgedessen fällt die Spannung an der Anode des Rohres 43 unter die Ionisationsspannung, und die Stromleitung im Rohr 43 hört auf, da der Widerstand 41 verhindert, daß die Spannung an der Anode des Rohres 43 über den Iornisationspunkt gehalten wird.
  • Die Zündeinrichtung ist betriebsfähig, wenn an der Klemme 39 eine Spannung von 80o bis i Soo V vorhanden, ist. Die Spannung von 80o V ist, wie bereits erwähnt, z. B. diejenige, die vorhanden, ist, wenn die Spannung an der Batterie so niedrig ist, daß sie gerade noch ausreicht, den Motor anzulassen, während die Spannung von x5oo V vorliegt, wenn der Motor bei voll geladener Batterie angelassen wird oder die Lichtmaschine den. Zündstrom liefert und die Batterie auflädt. Umeine gleichmäßige Ladung des Hilfskondensators 59 bei eurer Spannung von 80o V an der Klemme 39 zu erreichen und den, Kondensator keiner höheren Spannung auszusetzen, wenn. die Klemme 39 eine höhere Span, nung als 80o V führt, ist die Spannungsbegrenzungseinrichtung 52 vorgesehen. Diese Einrichtung 52 besteht aus zwölf in Reihe geschalteten Neonglimmlampen, die einen Stromdurchlaß verhindern, wenn die angewendete Spannung niedriger als 750 V ist. Der Spannungsunterschied zwischen der Spannung an der Klemme 39 und 75o V entspricht dem Spannungsabfall am Widerstand 42. Solange die Spannung an der Klemme 39 den Betrag von, 750 V überschreitet, nimmt der Spannungsbegrenzer die 75o V auf, während der Spannungsüberschuß im Widerstand 42 vernichtet wird. Aus diesem Grunde kann die Spannung am Hilfskondensator 59 bei voller Ladung den Betrag von 750 V nicht überschreiten.
  • Der Widerstand 5i, der mit dem Widerstand 42 einen Spannungsteiler bildet, dient als Vorbelastungswiderstand im Nebenschluß zum Spannungsbegrenzer und bestimmt damit dessen Zündung.
  • Der Widerstand 54 begrenzt den, Spannungsan-" am Hilfskondensator 59, so daß die Kontakte stieg am Unterbrecher mit Sicherheit geöffnet sind, eh,- -der Kondensator auf die für die Sperrung notwendige Spannung aufgeladen ist.
  • Da der Spannungsbej,#enzer 52 nicht leitend ist, bis die Spannung an der Klemme 5o den Betrag von 750V erreicht, kann vorher kein Strom über die Einrichtung 52 fließen. Infolgedessen wird der Stromfluß zum Hilfskondensator 59 größer sein: und die elektrische Energie in kürzerer Zeit gespeichert werden, als wenn die Einrichtung 52 dauernd leitend wäre. In dem Schaubild nach Fig. 2 ist waagerecht die Zeit und senkrecht die Spannung aufgetragen. Bei niedriger Batteriespannung, bei der z. B. 8oo V an der Klemme 39 liegen, kennzeichnet die Linie D-E-C den Spannungsverlauf am Kondensator 59 und die Linie A'-B-C die Spannung an der Klemme So. Bei dem durch 0 bezeichneten Zeitpunkt, in dem die Ladung des Hilfskondensators 59 einsetzt, liegt an der Klemme 5o die Spannung vorn 25o V, und der Spannungsabfall am Widerstand 42 beträgt 550 V, wenn die Spannung an der Klemme 39 den Betrag von 8o0 V aufweist. Im Augenblick .0 liegt also am Kondensator 59 eine Spannung von 250 V abzüglich des Spannungsabfalles am Widerstand 54. Die Spannung am Kondensator 59 steigt entsprechend der Linie D-E an, während der zum Kondensator fließende Strom abnimmt. Da der zum Kondensator 59 fließende Strom absinkt, verringert sich der Spannungsabfall am Widerstand 42, und die Spannung an der Klemme So steigt an-, wie durch die Linie A-B dargestellt ist. Nach dem Zeitabschnitt t1 hat die Spannung an der Klemme So den Wert von 750 V erreicht und kann nicht mehr ansteigen, da die Stromleitung im Spannungsbegrenzer einsetzt und die Spannung an der Klemme 50 auf 750 V begrenzt. Von diesem Zeitpunkt an verlangsamt sich der Spannungsanstieg am Kondensator 59, wie durch die Linie E-C veranschaulicht ist, während die Spannung an der Klemme So auf 750V gehalten wird, wie die Linie B-C erkennen läßt. In der Zeit t2 wird der Kondensator 59 auf die Spannung 750 V aufgeladen.
  • Wenn die Spannung an der Klemme 39 höher als 8oo V ist, würde die Spannung bei A größer sein, und die Zeiten t1 und t2 würden sich verkürzen. Bei r5oo V an der Klemme 39 würde z. B. die Zündeinrichtung so arbeiten, daß die Spannung an der Klemme So im Zeitpunkt 0, in dem die Ladung des Hilfskondensators 59 beginnt, geringer ist als 750 V. Dies ist erwünscht, da der Spannungsbegrenzer 52 die Energie aus der Stromversorgungsanlage verzehrt und daher nicht länger wirksam sein soll als notwendig. Die Zeit t2 ist für eine Zündung während des Anlässens des Motors ausreichend, da der Motor noch eine geringe Drehzahl hat. Beim Lauf des Motors, wenn die Lichtmaschine die Stromversorgung übernimmt und .die Spannung an. Klemme 39 auf r5oo V ansteigt, werden die Kondensatoren ausreichend aufgeladen, selbst wenn der Motor mit höchster Drehzahl läuft.
  • Der Hilfskondensator 59 soll bei der Spannung 750 V voll aufgeladen sein, so daß er keinen Strom mehr aufnimmt und der Spannungsabfall am Widerstand 54 den Wert 0 annimmt. Da die Spannung zwischen Klemme So und Leitung 53 durch den Spannungsbegrenzer 52 auf 750V gehalten wird, ist der über den Widerstand 42 fließende Strom gleich dem über den Spannungsbegrenzer 52 und über den Vorbelastungswiderstand 51 fließenden Strom, wobei der Widerstand 5r den Spannungsbegrenzer entlastet. Der über den Widerstand 42 fließende Strom bewirkt einen: Spannungsabfall, der gleich der Spannung an Klemme 39 minus der Spannung von 750 V ist.
  • Der Widerstand 58 verbindet das Gitter 43" mit der Kathode des Rohres 43, so daß seine Spannung gleich der Kathodenspannung ist, wenn die Kontakte des Unterbrechers geöffnet sind. Der Widerstand 58 ist so bemessen, daß sein Wert zwischen einem zu hohen Wert, bei dem die Steuerwirkung des Gitters verlorengeht, und einem zu niedrigen Wert liegt, bei dem bei der Entladung dies Hilfskondensators 59 zu viel Energie verlonen:geht. Bei ,geöffneten Kontakten 55, 56 des Unterbrechers wird der Kondensator 59 aufgeladen. Wenn die Kontakte 55, 56 geschlossen sind, entlädt sich der Hilfskondensator 59 am Gitter 43a, und das Rohr 43 wird leitend, so daß sich der Hauptkondensator 44 über die Primärwicklung 45 der Zündspule 46 entlädt. Die Spannung in. der Sekundärwicklung 47 steigt auf einen. solchen Wert an, daß ein Funkenüberschlag an der Zündkerze 48 erfolgt und' ein Entladungsstromkreis für den Kondensator 61 hergestellt ist. Die Dauer des bei der erforderlichen Sekundärspannung entstehenden Zündfunkens wird durch die Entladung des Kondensators 61 verlängert. Durch die Verlängerung der Dauer des Zündfunkens erhält das diesen umgebende Brennstoff-Luft-Gemisch die notwendige Zündtemperatur, um den Verbrennungsvorgang einzuleiten. Aus diesem Grunde kann eine Zündung mit einer verhältnismäßig kurzen Funkenstrecke erreicht werden. Fig. 4 zeigt, daß die Sekundärspannung T12, die für den Überschlag erforderlich ist, z. B. r8 kV beträgt. Die Zeit t2 in Fig. 4 stellt die Zeit vom Absinken der Spannungsspitze P2 auf den Wert dar, auf den die Spannung am Kondensator 61 absinkt, bei dem der Zündfunken nicht mehr steht. Wenn keine Mittel vorgesehen sind, durch die der Zündfunken noch aufrechterhalten wird, wenn,die Spannungsspitze unter den Wert sinkt, der für die Aufrechterhaltung des Zündfunkens erforderlich ist, wird' seine Dauer wesentlich kürzer. Zur Zündung des Brennistoff-Luft-Gemisches muß, um die erforderliche Erhitzung zu erreichen, der Zündfunken länger sein. Dies bedeutet, daß die Spannungsspitze größer sein muß. Beispielsweise würde für einen bestimmten Motor die mit dem Kondensator 61 ausgerüstete Zündeinrichtung mit einer Spitzenspannung von 18 kV zufriedenstellend arbeiten, während ohne den Kondensator 61 eine Zündung nur erreicht werden könnte, wenn der Elektrodenabstand der Zündkerze so gewählt ist, das der Überschlag erst bei 38 kV erfolgt, wie in Fig. 3 bei P1 dargestellt ist. Die Dauer des Zündfunkens ist durch t1 in Fig.3 verdeutlicht. Diese Dauer ist beträchtlich kürzer als t2 in. Fig. 4. Um die erforderliche Zündspannung zu erhalten, muß der Hauptkondensator 44 und das Übersetzungsverhältnis der Zündspule 46 größer gewählt werden. Eine größere und teuere Röhre 43 wäre erforderlich, um den größeren. Entladungsstrom des Kondensators 44 zu steuern.
  • Die Zündeinrichtung ist betriebsfähig, sobald der Zündschalter 17 geschlossen wird, da Kaltkathoden:-gleichrichter 31 und eine gittergesteuerte Kaltkathodengasentladungsröhre 43 verwendet sind. Diese Rohre erfordern hohe Spannungen für ihren Betrieb und keine Heizung der Kathode. Die Stromversorgungseinrichtung, die die Gleichrichterröhre enthält und die hohe Anodenspannung für die Röhre 43 liefert, kann von der Fahrzeugbatterie gespeist werden, die die einzige Stromquelle während des Anlasseis .des Motors ist. Die an die Klemme 39 der Stromversorgungseinrichtung angeschlossene Zündanlage ist sowohl bei niedriger als auch hoher Batteriespannung betriebsfähig. Die Schaltung der Zündeinrichtung ist so ausgebildet, das der Hauptkondensator 44 im Bereich der Spannungsschwankungeni an Klemme 39 gleichmäßig geladen wird und auch der Hilfskondensator 59 ausreichend aufgeladen wird, selbst wenn die Spannung an der Klemme 39 an. der unteren Grenze liegt. Um, am Hilfskondensator 59 das Auftreten: einer überschüssigen Spannung zu verhindern, ist die Zündeinrichtung mit einer Spannungsbegrenzun:gseinrichtung 52 ausgerüstet. Durch den Ladestrom des Hilfskondensators 59 wird im Widerstand 42 bei Beginn: der Ladung ein solcher Spannungsbetrag aufgenommen, das der Spannungsbegrenzer nicht sofort wirksam wird und, im normalen Betrieb überhaupt keine Energie verbraucht. Mit zunehmender Ladung des Hilfskondensators 59 steigt seine Spannung an, und der Ladestrom verringert sich. Der Spannungsabfall am Widerstand42 verringert sich daher, so das sich die Spannung am Spannungsbegrenzer 52 vergrößert. Dies bedeutet, das der Spannungsbegrenzer 52, unabhängig von Spannungsschwankungen an der Klemme 39 innerhalb des vorgesehenen Bereiches die an den Hilfskondensator 59 gelegte Spannung auf einen bestimmten Wert begrenzt. Daher kann bei der Entladung des Hilfskondensators 59 die Spannung am Gitter 43a niemals einen unzulässigen Wert annehmen und das Rohr 43 nicht beschädigt werden, obwohl die Anodenspannung sich mit der Spannung an der Klemme 39 ändern kann. Da der Spannungsbegrenzer nur im. Bedarfsfall wirksam wird, ergibt sich eine Ersparnis .elektrischer Energie, und die Stromversorgungseinrichtung kann. entsprechend billiger 'gehalten werden. Ferner wird durch 'die Anwendung des elektrische Energie speichernden Kondensators 61 die Dauer des Zündfunkens verlängert, so das mit kurzem Elektrodenabstand der Zündkerze eine sichere Zündung erreicht wird und mit niedriger Zündspannung gearbeitet werden kann.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zündeinrichtung nach Patent 854723 für Brennkraftmaschinen, bei der die Zündgpule durch den Entlad(estrom eines von einer Gleichstromquelle aufgeladenen Hauptkondensators erregt wird, dessen Entladungsvorgang von einer gittergesteuerten Gasentladungsröhre durch die Entladung eines über den Unterbrecher an das Gitter der Röhre geschalteten, von der Gleichstromquelle aufgeladenen: Hilfskondensators gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, das die Spannung am Hilfskondensator (59) durch eine Einrichtung innerhalb gewisser Grenzen unabhängig von Spannungsschwankungen der Gleichstromquelle auf einen- bestimmten Wert gehalten ist.
  2. 2. Zündeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d'aß die die Ladespannung des Hilfskondensators (59) auf einen bestimmten Wert haltende Einrichtung aus einem Vorwiderstand (42) und mehreren hintereinandergeschalteten Glimmlampen (52) besteht, die parallel zum Hilfskondensator (59) und in Reihe mit dem Vorwiderstanid (42) geschaltet sind und erst beim Erreichen eines bestimmten Spannungswertes Strom führen, so das im Vorwiderstand (42) die Überschusspannung sich verzehrt.
  3. 3. Zündeinrichtung nach Anspruch i Und 2, dadurch gekennzeichnet, das die hintereinandergeschalteten Glimmlampen (52) durch einen Parallelwiderstand (51) entlastet sind.
  4. 4. Zündeinrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, das das für die Erzeugung des hochgespannten Gleichstromes notwendige Gleichrichterrohr (V) und die gittergesteuerte Gasentla-dungsröhre (43) Kaltkathodenrohre sind, so das die Zündeinrichtung nach Einschalten des Zündschalters, (17) sofort betriebsbereit ist.
  5. 5. Zündeinrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, das in dem über die Sekundärwicklung (47) der Zündspule (46) verlaufenden Zündstromkreis ein Funkenverlängerun@gskondensator (61) angeordnet ist, der über einen Vorwiderstand (6o) an die Gleichstromquelle (Klemme 39) angeschlossen: ist, deren anderer Pol geerdet ist.
DEG4126A 1945-08-18 1950-09-30 Zuendeinrichtung fuer Brennkraftmaschinen Expired DE892985C (de)

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