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Zündeinrichtung für Brennkraftmaschinen In der Patentschrift 85.4
723 ist eine Zündeinrichtung beschrieben, bei der die Zündspule durch. den Entladestrom
eines Hauptkondensators erregt wird., dessen Entladungsvorgang von einer gittergesteuerten
Gasentladungsröhre durch die Entladung eines über den Unterbrecher an das Gitter
der Röhre g.. schalteten Hilfskondensators gesteuert wird, wohei die Kondensatoren
durch eine Gleichstromquelle während der Öffnungszeit der Kontakte des Unterbrechers
aufgeladen werden.
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Bei dieser Anordnung ändert sich die Spannung am Hilfskondensatoir
und damit am Gitter der gittergesteuerten Gasentladungsröhre,wenn sich die Spannung
der Gleichstromquelle ändert. Für die Bemessung der Röhre ist es wichtig, daß die
vom Hilfskondensator an das Gitter gelegte Spannung keine unzulässigen Werte annimmt.
Dies setzt voraus, daß die Spannung der Gleichstromquelle konstant gehalten werden
muß. Um als Stromquelle für die Zündeinrichtung die in Kraftfahrzeugen vorhandene
Batterie benutzen zu können, deren Spannung sich nach ihrem jeweiligen Ladezustand
richtet und sich erhöht, wenn die Lichtmaschine beim Lauf des Motors die Stromlieferung
übernimmt, muß die Zündeinrichtung möglichst innerhalb gewisser Grenzen von Spannungsänderungen
der Stromquelle unabhängig sein.
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Erreicht wird dies nach der Erfindung dadurch; daß die Spannung am
Hilfskondensator durch eine Einrichtung innerhalb bestimmter Grenzen unabhängig
von
Spannungsschwankungen der Gleichstromquelle auf einen bestimmten Wert gehalten wird.
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Eine weitere Verbesserung der Zündeinrichtung des Patentes,
854723 besteht darin, das als gittergesteuerte Gasentladungsröhre ein Rohr
mit kalter Kathode verwendet ist und auch für die zur Erzeugung des hochges.panntenGleichstromes
notwendigen Gleichrichter Kaltkathodenrohre benutzt sind, so daß die Zündeinrichtung
nach dem Einschalten. des Zündschalters sofort betriebsbereit ist.
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Ferner wird durch Anwendung eines Funkenverlängerungskondensators
erreicht, daß mit kurzer Funkernstrecke gearbeitet werden kann, die eine .geringere
Zündspannung erfordert. Durch die verlängerte Dauer des Zündfunkens wird eine sichere
Zündung des Brennstoff -Luft--Gemisches gewährleistet.
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An Hand der Zeichnung ist ein Ausfübrungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
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Fig. i ist ein Schaltungsschema der Zündvorrichtung; Fig. 2, 3, 4
sind Schaubilder über die Arbeitsweise der Zündvorrichtung.
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Wie Fig. i erkennen läßt, wird die Batterie io in bekannter Weise
über ein den Ladevorgang überwachendes Relais durch die vom Verbrennungsmotor angetriebene
Lichtmaschine G gespeist. Dieses Relais schließt in üblicher Weise den Ladestromkreis,
wenn die Lichtmaschinenspannung höher als die Batteriespannung ist, und öffnet den
Ladestromkreis, sobald die Batteriespannung einen Wert A annimmt, der über der Lichtmaschinenspannung
liegt. Beim Anlassen des Verbrennungsmotors erfolgt die Stromversorgung der Zündeinrichtung
aus der Batterie io, während die Lichtmaschine die Stromversorgung der Zündeinrichtung
beim. Lauf des Motors übernimmt, wenn das Laderelais sich in der Schließstellung
befindet. Ein nicht gezeigter Spannungsregler hält die Generatorspannung auf einen
bestimmten Wert. Über den Zündschalter 17 sind diese beiden Stromquellen ari eine
Einrichtung angeschlossen, die zur Erzeugung der Zündspannung dient und mit Hilfeeines
Zerlhackers 21, eines Transformators i i und der beiden Gleichrichter 31 in Verbindung
mit einer Spannungsverdoppelungsschaltung (Kondensatoren 36, 37) den Gleichstrom
niedriger Spannung aus der Batterie in einen Gleichstrom hoher Spannung umwandelt.
Der Transformator i i enthält zwei Primärwicklungen, die in Teilwicklungen 12 und
14, 13 und 15 aufgeteilt sind. Die Sekundärwicklung des Transformators i i ist mit
16 bezeichnet. Die Mittelanzapfungen der Primärwicklungen sind über den Zündschalter
17, eine Drosselspule i9 und einen konzentrischen Kondensator i8 an. die Batterie
io angeschlossen und, über den Kondensator 20 geerdet. Die Teile 18, 19, 20 dienen
als Störschutz für den Rundfunkempfang.
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Der Zerhacker 21 besteht aus dem Magnetkern 22 mit der aufgewickelten
Spule 23, vor denen der an der Feder 25 befestigte Anker 24 schwingt. Die Feder
25 ist geerdet und mit Kontakten 26,27 versehen, die abwechselnd mit den.
entsprechenden festen Seitenkontakten.28, 29 einen. Kontaktschluß herbeiführen,
so daß die Teilwicklungen 12, 13 und 14, 15 der Primärwicklung des Transformators
i i abwechselnd unter Strom kommen. Die Antriebsspule 22 des Zerhackers wird dabei
über den Kontakt 29 geschlossen, so daß der Anker 24 zurückschwingt. Durch die Aufteilung
der Primärwicklung bleibt die durch die Induktivität der Primärwicklungen bedingte
Strombelastung der Kontakte des Zerhackers innerhalb praktischer Grenzen.
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Die Anschlußenden der Sekundärwicklung i6 sind mit denn Leitungen
32, 33 verbunden., über die der Kondensator 34 parallel zur Sekundärwicklung 16
geschaltet ist. Die Leitung 32 führt zur Kathode des oberen Gleiehrichterrohres
31 und zur Anode des unteren Gleichrichterrohres 31. Über den Widerstand 35 ist
Leitung 33 mit dem Gitter 31a der Gleichrichterrohre 31 verbunden; das den. Elektronenfluß
im Gleichrichterrohr beherrscht. Ferner ist die Leitung 33 an die Kondensatoren
36, 37 angeschlossen, von denen der Kondensator 37 geerdet und der Kondensator 36
an die Leitung 38 angeschlossen ist, die die Kathode des einen Gleichrichterrohres
31 mit- der Klemme 39 der hochgespannten Gleichstrom liefernden Einrichtung verbindet
und beispielsweise eine Spannung von i 5oo V führt, wenn die Lichtmaschine oder
die Batterie die volle Spannung liefern. Ist jedoch die Batterie nicht voll aufgeladen,
aber besitzt noch genügend Ladung; um den Motor anzulassen, so kann die Spannung
an der Klemme 39 auf etwa 8oo V absinken. Durch die Leitung 40 ist die Spannung
führende Klemme 39 mit dem Hauptkondensator 44 über den: Widerstand 41 verbunden.
Der Widerstand-41 bestimmt dabei die Ladung des Kondensators 44. An die Klemme 39
ist ferner der die Dauer des Zündfunkens verlängernde Kondensator 61 angeschlossen,
dessen Ladung durch den Widerstand 6o beeinflußt wird. Über den Widerstand 42 steht
die Klemme So mit der Klemme 39 in Verbindung, so daß die Spannung an der Klemme
So gegenüber der Spannung an der Klemme 39 um den durch den Spannungsabfall am Widerstand
42 bedingten Betrag vermindert ist. Der Widerstand 41 ist mit der Anode der gittergesteuerten
Gasentladungsröhre 43 verbunden. An den Hauptkondensator 44 ist die Primärwicklung
45 der Hochfrequenzzündspule 46 angeschlossen, deren Sekundärwicklung 47 mit dem
Kondensator 61 und über einen nicht gezeigten Zündverteiler mit den Zündkerzen des
Motors in Verbindung steht. Eine der Zündkerzen ist mit 48 bezeichnet.
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AndieLeitungsverzweigung So hinter demWiderstand42sind einWiderstand
51 undeine Spannungshegrenzungseinrichtung 52 angeschlossen, die mit der geerdeten
Leitung 53 verbunden sind. Die. Einrichtung 52 begrenzt die Spannung zwischen den
Leitungen So und 53 auf einen bestimmten, Wert, z. B. 750 V. Die Leitung
So führt auch über den die Ladung des Hilfskondensators 59 bestimmenden Widerstand
54 zu dem Kondensator 59. Dieser Widerstand 54 ist an den Kontakt 55 des Unter-
Brechers
57 angeschlossen. Über die Kontakte 55 und 56 des Unterbrechers liegt das Gitter
43a der Röhre 43 am Hilfskondensator 59. Über den Widerstand 58 steht das Gitter
mit der Kathode der Röhre 43 in Verbindung. Die mit dem negativen Pol oder Erdklemme
der Stromquelle verbundene Leitung 53 bildet eine Verbindung der Anschlußklemmen.
von 52, 51 und 59.
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Eine zufriedenstellende Arbeitsweise der Zündeinrichtung kann erreicht
werden, wenn die verwendeten Bauelemente die nachstehenden. Werte aufweisen, oder
Typenbezeichnung führen:
| Primärwicklungen des Transformators ....... 22 Windungen
für jede Wicldung mit Draht |
| von 1,08 mm Durchmesser |
| Sekundärwicklung 16 des Transformators .... 3000 Windungen
mit Draht von o,15 mm Durchmesser |
| Kondensator 34 ........................... 0,003 ,u F |
| Gitterwiderstand 35........................ fo Megohm |
| Gleichrichterrohr 31 ....................... Type CK 1013 |
| Kondensatoren 36 und 37. . . . . . . . . . . . . . . . . .
i,3 ,u F |
| Widerstand 41 ...............:............ So 000 Ohm, 5o W |
| Widerstand 42 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . 22o oao Ohm, 2 W |
| Widerstand 54 . . . . . . . . . . . . . . . . . . : . . . .
. . . . . 300 000 Ohm, i W |
| Widerstand 5i ............................ i Megohm, i W |
| Widerstand 58 ............................ 27 000 Ohm,
i W |
| Widerstand 6o . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . 25 ooo Ohm |
| Hauptkondensator 44 ...................... 0,o2 ,u F |
| Hilfskondensator 59 ....................... 0,003 ,u F |
| Kondensator 61 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . 0,o8 ,u F |
| Rohr 43 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . Type ON 384 gittergesteuerte Gasentladungsröhre mit |
| kalter Kathode |
| Spannungsregler 57 ... ... .... ... .. ..... .... zwölf
6o-V-Neon-Glimmlampen in Reihenschaltung. |
Der Kondensator 34 ist ein Pufferkondensator, der die Ausgleichsspannung beim Öffnen
der Zerhackerkontakte aufnimmt.
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Da die Rohre 31 keine geheizten Kathodendrähte besitzen, bezeichnet
nmi sie. in bekannter Weise als Kaltkathodenrohre, die durch ein elektrostatisches
Feld leitfähig werden, das durch die verhältnismäßig hohe Spannung an den Sekundärklemmen
des Transformators r r geschaffen wird. Die Stromleitung in diesen Rohren wird durch
die Gitter 3ia gesteuert, die in unmittelbarer Nähe der Kathode angeordnet sind.
Jedes Gitter 3ia baut ein. elektrostatisches Feld auf, das die Emission von Elektronen
auslöst, so daß das Rohr 3 1 leitfähig wird.
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Sobald die Leitung 33 eine positive Spannung führt, wird der Kondensator
37 in nachstehendem Stromkreis aufgeladen: Leitung 33, Kondensator 37, Erde, oberes
Rohr 3i.
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Wird die Leitung 32 Positiv, so wird der Kondensator 36 über Leitung
32, unteres Rohr 3 r, Kondensator 36, Leitung 33 aufgeladen.. Diese Schaltungsanordnung
erzeugt an der Klemme 39 eine Spannung, die sich aus der Spannung jedes. Kondensators
zusammensetzt. Die Kondensatoren 36 und 37 bewirken daher eine Spannungsverdoppelung.
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Damit das Rohr 43 leitfähig wird, muß an. seinem Gitter 4311 eine
positive Spannung liegen. Sobald das Rohr jedoch leitfähig geworden ist, bleibt
die Stromleitung so lange bestehen, wie die Anodenspannung die Ionisationsspannung
nicht unterschreitet, die beispielsweise zoo V beträgt. Der Widerstand 41 begrenzt
die -Auf ladung des Haupthondensators 44. Wenn der Kondensator .t.4 voll
aufgeladen ist, wird seine Spannung gleich der Spannung an der Klemme 39. Sobald
das Rohr 43 durch die Entladung des Hilfskondensators 59 leitfähig wird und die
Kontakte 55, 56 des Unterbrechers geschlossen sind, kann sich der Hauptkondensator
44 schneller entladen:, als er von der Klemme 39 aufgeladen werdet, kann. Infolgedessen
fällt die Spannung an der Anode des Rohres 43 unter die Ionisationsspannung, und
die Stromleitung im Rohr 43 hört auf, da der Widerstand 41 verhindert, daß die Spannung
an der Anode des Rohres 43 über den Iornisationspunkt gehalten wird.
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Die Zündeinrichtung ist betriebsfähig, wenn an der Klemme 39 eine
Spannung von 80o bis i Soo V vorhanden, ist. Die Spannung von 80o V ist, wie bereits
erwähnt, z. B. diejenige, die vorhanden, ist, wenn die Spannung an der Batterie
so niedrig ist, daß sie gerade noch ausreicht, den Motor anzulassen, während die
Spannung von x5oo V vorliegt, wenn der Motor bei voll geladener Batterie angelassen
wird oder die Lichtmaschine den. Zündstrom liefert und die Batterie auflädt. Umeine
gleichmäßige Ladung des Hilfskondensators 59 bei eurer Spannung von 80o V an der
Klemme 39 zu erreichen und den, Kondensator keiner höheren Spannung auszusetzen,
wenn. die Klemme 39 eine höhere Span, nung als 80o V führt, ist die Spannungsbegrenzungseinrichtung
52 vorgesehen. Diese Einrichtung 52 besteht aus zwölf in Reihe geschalteten Neonglimmlampen,
die einen Stromdurchlaß verhindern, wenn die angewendete Spannung niedriger als
750 V ist. Der Spannungsunterschied zwischen der Spannung an der Klemme 39
und 75o V entspricht dem Spannungsabfall am Widerstand 42. Solange die Spannung
an der Klemme 39 den Betrag von, 750 V überschreitet, nimmt der Spannungsbegrenzer
die 75o V auf, während der Spannungsüberschuß im Widerstand
42
vernichtet wird. Aus diesem Grunde kann die Spannung am Hilfskondensator 59 bei
voller Ladung den Betrag von 750 V nicht überschreiten.
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Der Widerstand 5i, der mit dem Widerstand 42 einen Spannungsteiler
bildet, dient als Vorbelastungswiderstand im Nebenschluß zum Spannungsbegrenzer
und bestimmt damit dessen Zündung.
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Der Widerstand 54 begrenzt den, Spannungsan-" am Hilfskondensator
59, so daß die Kontakte stieg am Unterbrecher mit Sicherheit geöffnet sind, eh,-
-der Kondensator auf die für die Sperrung notwendige Spannung aufgeladen ist.
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Da der Spannungsbej,#enzer 52 nicht leitend ist, bis die Spannung
an der Klemme 5o den Betrag von 750V erreicht, kann vorher kein Strom über
die Einrichtung 52 fließen. Infolgedessen wird der Stromfluß zum Hilfskondensator
59 größer sein: und die elektrische Energie in kürzerer Zeit gespeichert werden,
als wenn die Einrichtung 52 dauernd leitend wäre. In dem Schaubild nach Fig. 2 ist
waagerecht die Zeit und senkrecht die Spannung aufgetragen. Bei niedriger Batteriespannung,
bei der z. B. 8oo V an der Klemme 39 liegen, kennzeichnet die Linie D-E-C den Spannungsverlauf
am Kondensator 59 und die Linie A'-B-C die Spannung an der Klemme So. Bei dem durch
0 bezeichneten Zeitpunkt, in dem die Ladung des Hilfskondensators 59 einsetzt, liegt
an der Klemme 5o die Spannung vorn 25o V, und der Spannungsabfall am Widerstand
42 beträgt 550 V, wenn die Spannung an der Klemme 39 den Betrag von 8o0 V
aufweist. Im Augenblick .0 liegt also am Kondensator 59 eine Spannung von
250 V abzüglich des Spannungsabfalles am Widerstand 54. Die Spannung am Kondensator
59 steigt entsprechend der Linie D-E an, während der zum Kondensator fließende Strom
abnimmt. Da der zum Kondensator 59 fließende Strom absinkt, verringert sich der
Spannungsabfall am Widerstand 42, und die Spannung an der Klemme So steigt an-,
wie durch die Linie A-B dargestellt ist. Nach dem Zeitabschnitt t1 hat die Spannung
an der Klemme So den Wert von 750 V erreicht und kann nicht mehr ansteigen,
da die Stromleitung im Spannungsbegrenzer einsetzt und die Spannung an der Klemme
50 auf 750 V begrenzt. Von diesem Zeitpunkt an verlangsamt sich der
Spannungsanstieg am Kondensator 59, wie durch die Linie E-C veranschaulicht ist,
während die Spannung an der Klemme So auf 750V gehalten wird, wie die Linie B-C
erkennen läßt. In der Zeit t2 wird der Kondensator 59 auf die Spannung
750 V aufgeladen.
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Wenn die Spannung an der Klemme 39 höher als 8oo V ist, würde die
Spannung bei A größer sein, und die Zeiten t1 und t2 würden sich verkürzen. Bei
r5oo V an der Klemme 39 würde z. B. die Zündeinrichtung so arbeiten, daß die Spannung
an der Klemme So im Zeitpunkt 0, in dem die Ladung des Hilfskondensators 59 beginnt,
geringer ist als 750 V. Dies ist erwünscht, da der Spannungsbegrenzer 52
die Energie aus der Stromversorgungsanlage verzehrt und daher nicht länger wirksam
sein soll als notwendig. Die Zeit t2 ist für eine Zündung während des Anlässens
des Motors ausreichend, da der Motor noch eine geringe Drehzahl hat. Beim Lauf des
Motors, wenn die Lichtmaschine die Stromversorgung übernimmt und .die Spannung an.
Klemme 39 auf r5oo V ansteigt, werden die Kondensatoren ausreichend aufgeladen,
selbst wenn der Motor mit höchster Drehzahl läuft.
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Der Hilfskondensator 59 soll bei der Spannung 750 V voll aufgeladen
sein, so daß er keinen Strom mehr aufnimmt und der Spannungsabfall am Widerstand
54 den Wert 0 annimmt. Da die Spannung zwischen Klemme So und Leitung 53 durch den
Spannungsbegrenzer 52 auf 750V gehalten wird, ist der über den Widerstand 42 fließende
Strom gleich dem über den Spannungsbegrenzer 52 und über den Vorbelastungswiderstand
51 fließenden Strom, wobei der Widerstand 5r den Spannungsbegrenzer entlastet. Der
über den Widerstand 42 fließende Strom bewirkt einen: Spannungsabfall, der gleich
der Spannung an Klemme 39 minus der Spannung von 750 V ist.
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Der Widerstand 58 verbindet das Gitter 43" mit der Kathode des Rohres
43, so daß seine Spannung gleich der Kathodenspannung ist, wenn die Kontakte des
Unterbrechers geöffnet sind. Der Widerstand 58 ist so bemessen, daß sein Wert zwischen
einem zu hohen Wert, bei dem die Steuerwirkung des Gitters verlorengeht, und einem
zu niedrigen Wert liegt, bei dem bei der Entladung dies Hilfskondensators 59 zu
viel Energie verlonen:geht. Bei ,geöffneten Kontakten 55, 56 des Unterbrechers wird
der Kondensator 59 aufgeladen. Wenn die Kontakte 55, 56 geschlossen sind, entlädt
sich der Hilfskondensator 59 am Gitter 43a, und das Rohr 43 wird leitend, so daß
sich der Hauptkondensator 44 über die Primärwicklung 45 der Zündspule 46 entlädt.
Die Spannung in. der Sekundärwicklung 47 steigt auf einen. solchen Wert an, daß
ein Funkenüberschlag an der Zündkerze 48 erfolgt und' ein Entladungsstromkreis für
den Kondensator 61 hergestellt ist. Die Dauer des bei der erforderlichen Sekundärspannung
entstehenden Zündfunkens wird durch die Entladung des Kondensators 61 verlängert.
Durch die Verlängerung der Dauer des Zündfunkens erhält das diesen umgebende Brennstoff-Luft-Gemisch
die notwendige Zündtemperatur, um den Verbrennungsvorgang einzuleiten. Aus diesem
Grunde kann eine Zündung mit einer verhältnismäßig kurzen Funkenstrecke erreicht
werden. Fig. 4 zeigt, daß die Sekundärspannung T12, die für den Überschlag erforderlich
ist, z. B. r8 kV beträgt. Die Zeit t2 in Fig. 4 stellt die Zeit vom Absinken der
Spannungsspitze P2 auf den Wert dar, auf den die Spannung am Kondensator 61 absinkt,
bei dem der Zündfunken nicht mehr steht. Wenn keine Mittel vorgesehen sind, durch
die der Zündfunken noch aufrechterhalten wird, wenn,die Spannungsspitze unter den
Wert sinkt, der für die Aufrechterhaltung des Zündfunkens erforderlich ist, wird'
seine Dauer wesentlich kürzer. Zur Zündung des Brennistoff-Luft-Gemisches muß, um
die erforderliche Erhitzung zu erreichen, der Zündfunken länger sein. Dies bedeutet,
daß die Spannungsspitze größer sein muß. Beispielsweise
würde für
einen bestimmten Motor die mit dem Kondensator 61 ausgerüstete Zündeinrichtung mit
einer Spitzenspannung von 18 kV zufriedenstellend arbeiten, während ohne den Kondensator
61 eine Zündung nur erreicht werden könnte, wenn der Elektrodenabstand der Zündkerze
so gewählt ist, das der Überschlag erst bei 38 kV erfolgt, wie in Fig. 3 bei P1
dargestellt ist. Die Dauer des Zündfunkens ist durch t1 in Fig.3 verdeutlicht. Diese
Dauer ist beträchtlich kürzer als t2 in. Fig. 4. Um die erforderliche Zündspannung
zu erhalten, muß der Hauptkondensator 44 und das Übersetzungsverhältnis der Zündspule
46 größer gewählt werden. Eine größere und teuere Röhre 43 wäre erforderlich, um
den größeren. Entladungsstrom des Kondensators 44 zu steuern.
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Die Zündeinrichtung ist betriebsfähig, sobald der Zündschalter 17
geschlossen wird, da Kaltkathoden:-gleichrichter 31 und eine gittergesteuerte Kaltkathodengasentladungsröhre
43 verwendet sind. Diese Rohre erfordern hohe Spannungen für ihren Betrieb und keine
Heizung der Kathode. Die Stromversorgungseinrichtung, die die Gleichrichterröhre
enthält und die hohe Anodenspannung für die Röhre 43 liefert, kann von der Fahrzeugbatterie
gespeist werden, die die einzige Stromquelle während des Anlasseis .des Motors ist.
Die an die Klemme 39 der Stromversorgungseinrichtung angeschlossene Zündanlage ist
sowohl bei niedriger als auch hoher Batteriespannung betriebsfähig. Die Schaltung
der Zündeinrichtung ist so ausgebildet, das der Hauptkondensator 44 im Bereich
der Spannungsschwankungeni an Klemme 39 gleichmäßig geladen wird und auch der Hilfskondensator
59 ausreichend aufgeladen wird, selbst wenn die Spannung an der Klemme
39 an. der unteren Grenze liegt. Um, am Hilfskondensator 59 das Auftreten:
einer überschüssigen Spannung zu verhindern, ist die Zündeinrichtung mit einer Spannungsbegrenzun:gseinrichtung
52 ausgerüstet. Durch den Ladestrom des Hilfskondensators 59 wird im Widerstand
42 bei Beginn: der Ladung ein solcher Spannungsbetrag aufgenommen, das der Spannungsbegrenzer
nicht sofort wirksam wird und, im normalen Betrieb überhaupt keine Energie verbraucht.
Mit zunehmender Ladung des Hilfskondensators 59 steigt seine Spannung an, und der
Ladestrom verringert sich. Der Spannungsabfall am Widerstand42 verringert sich daher,
so das sich die Spannung am Spannungsbegrenzer 52 vergrößert. Dies bedeutet, das
der Spannungsbegrenzer 52, unabhängig von Spannungsschwankungen an der Klemme 39
innerhalb des vorgesehenen Bereiches die an den Hilfskondensator 59 gelegte Spannung
auf einen bestimmten Wert begrenzt. Daher kann bei der Entladung des Hilfskondensators
59 die Spannung am Gitter 43a niemals einen unzulässigen Wert annehmen und das Rohr
43 nicht beschädigt werden, obwohl die Anodenspannung sich mit der Spannung an der
Klemme 39 ändern kann. Da der Spannungsbegrenzer nur im. Bedarfsfall wirksam wird,
ergibt sich eine Ersparnis .elektrischer Energie, und die Stromversorgungseinrichtung
kann. entsprechend billiger 'gehalten werden. Ferner wird durch 'die Anwendung des
elektrische Energie speichernden Kondensators 61 die Dauer des Zündfunkens verlängert,
so das mit kurzem Elektrodenabstand der Zündkerze eine sichere Zündung erreicht
wird und mit niedriger Zündspannung gearbeitet werden kann.