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Gerät zur beschleunigten photochemischen Behandlung von Filmen, insbesondere
von Zwischenfilmen für Fernsehsendungen, mit Fixierentwicklerlösung Die Erfindung
bezieht sich auf ein Gerät zur beschleunigten . photochemischen Behandlung von Filmen.,
insbesondere von Zwischenfilmen für Fernsehsendungen, mit Fixierentwicklerlösung,
bei dem die Filmgeschwindigkeit während des Laufes regelbar ist.
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Bei bekannten Geräten dieser Art kann die Trockenzeit der jeweiligen
Beschaffenheit des Films, z. B. der Emulsionsdicke, nicht angepaßt werden. Dies
ist aber bei Benutzung von Fixierentwicklerlösung wesentlich, denn es ist bei Anwendung
von Fixierentwicklerlösung unerheblich, wie lange der Emul,sionsträger in der Flüssigkeit
verbleibt, weil die Entwicklung nur bis zu einem bestimmten Gamma durchgeführt werden
kann, das sich nach der Zusammensetzung der Fixierentwicklerlösung richtet. Dieser
Umstand wird nach der Erfindung dazu ausgenutzt, die Laufzeit des Films in der Trockenkammer,
d. h. seine Trockenzeit, in der Weise zu regeln, daß die Trockenzeit der jeweiligen
Filmbeschaffenheit angepaßt wird. Eine langsame Geschwindigkeit in der Trocknun;gskammer
hat die gleiche langsame Geschwindigkeit im Fixierentwickler zur Folge, .die aber
ohne schädlichen
Einfluß auf den Entwicklungsvorgang bleibt.
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Es ist zweckmäßig, im Antriebsraum einen gesonderten Raum für die
Filmaufwicklungseinrichtung vorzusehen, um ein etwaiges Verstauben oder Verschmutzen
des Films durch Ölspritzer, Ölnebel oder feine Staubteilchen zu verhindern. Zur-Regelung
der Filmgeschwindigkeit in der Trockenkammer ist es günstig, zwischen Antriebsmotor
und Filmtransporteinriehturng ein stufenloses Getriebe zwischenzuschalten. Es ist
vorteilhaft, die Vorrichtung zur Regelung der Filmgeschwindigkeit mit der gleichen
Skala zu versehen wie ein am Gerät angeordnetes Tachometer zur Angabe der tatsächlichen
Filmgeschwindigkeit im Gerät.
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Ebenso ist es wesentlich, daß die Skala der Regelvorrichtung für ,die
Filmgeschwindigkeit und die Skala des Tachometers zwei gegeneinander durch Farben
abgehobene Einteilungskränze zeigen, von denen einer die vom Film durchlaufenen
Zentimeter pro Sekunde, der andere die Anzahl,der durchlaufenen Filmbilder pro Sekunde
angibt.
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Es kann ferner die Filmgeschwindigkeit im Gerät unterhalb der Aufnahme-
und Abtastgeschwindigkeit im Verhältnis i : 5 verringert werden.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, und
zwar zeigt in schaubildlicher Darstellung Fig. i das Behandlungsgerät von der Seite
der Filmführung mit Bädern und Trockenkammer, Fig. 2 das Behandlungsgerät von der
- anderen Seite mit Antriebsregeleinrichtungen.
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' Die gesamte Anlage für die Filmbehandlung befindet sich in einem
rechteckigen Metallgehäuse i von verhältnismäßig geringenAusmaßen, beispielsweise
i X o,5o X i m. Das Gehäuse i ist in der Hauptsache in drei Räume unterteilt: den
Raum 2 für die Entwicklung, Fixierung und Wässerung des Films, den Raum 3 für die
Trocknung des Films und den Raum 4 für die Antriebsmittel. Der aufgenommene Zwischenfilm
5 wird in der Aufnahmekassette 6 auf ,die obere Wand -des Gerätes aufgesetzt und
gelangt durch eine Schlitzführung in das Innere des Gehäuses. Der Raum :2 enthält
eine Reihe vonFilmführungsrollen sowie die nebeneinanderliegenden Behälter für,die
Bäder.
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Bei Inbetriebsetzung des Gerätes werden die Behälter 7 (Fixierentwickler),
8 und 9 (Wässerung) ,durch einen Handaufzug so weit hochgebunden, daß die Filmschleifen
vollständig sich in den. Bädern befinden. Für die Filmführung in diesem Geräteteil
sind oben unterhalb des Gehäusedeckels einzelne Führungsrollen fest angeordnet,
dann folgt eine Schutzplatte i i. Darunter im mittleren Raum dieses Gehäuseteiles
ist eine Gruppe von Führungsrollen fest angeordnet und eine andere Gruppe an Stangen
verschiebbar aufgehängt. Der Film läuft von der unter dem Deckel liegenden Führungsrolle
io, die mit einer Andruckrolle zusammenwirkt, durch einen Schlitz der Schutzplatte
ii, dann hinunter zur ersten der hängenden Rollen 12, dann wieder senkrecht hinauf
zur ersten der feststehenden Rollen 13, wieder hinab zur nächsten Rolle 12 und.
so fort zwischen .den Rollen 12 und 13 hin und ,her bis zur letzten Rolle 12 im
Behälter 7 für die Fixierentwicklung. Die gruppenweise in vertikaler Richtung geführten
Rollen 12 spanneu durch ihr Eigengewicht den Film. Der Film läuft dann aufwärts
durch einen Schlitz der Schutzplatte i i, an einem Bläser 14 vorbei, der den Film
mit einem ständigen Luftstrom überstreicht, und über Führungsrollen io und 12 zum
ersten Wässerungsbehälter B. Nach Vorbeilauf am Tropfenfänger 15
durchläuft
der Film den Wässerungsbehälter 9, wird durch eine Spritzdüse 16 mit Frischwasser
abgespritzt, durch einen Bläser von noch anhaftenden Wassertropfen befreit und schließlich
zur Trocknungskammer 3 geleitet. In der abklappbaren Seitenwand 17 sind vier Ventilatoren
18 gelagert, die die Luft von außen ansaugen. Außen sind sie von Schutznetzen überspannt.
Innen liegt vor jedem Ventilator ein elektrisches Heizgitter -i9. Die Heizgitter
sind innen mit einem Schutzgitter versehen. Die erwärmte Luft kann durch andere
netzartige Wandteile 2o wieder austreten.
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Der Film läuft über 2 Rollengruppen :2i und 22 durch den Trockenraum.
Zwischen den Filmschleifen liegt noch ein weiteres elektrisches Heizgitter 23. Dies
ist nach Stromabschaltung herausnehmbar, damit die Filmeinführung ungestört vor
sich gehen kann. Sämtliche Heizgitter sorgen dafür, daß eine bestimmte Temperatur
im Trockenraum herrscht, bei der alle Feuchtigkeit vom Film entfernt wird." Die
Trocknung ist natürlich abhängig von der Dauer des Aufenthaltes des Films im Trockenraum,
diese wiederum von seiner Geschwindigkeit. Die erforderliche Trocknungsdauer aber
wird bedingt von der Dicke und der Art der Emulsion des Films, aber auch von Witterungsverhältnissen.
Ein Dünnschichtfilm braucht weniger Trocknungszeit als ein Normalschichtfilm. Bei
feuchtem Wetter wird die Troeknungszeit etwas länger dauern als bei trockenemWetter.
DieTrocknungszeit kann den jeweiligen Bedingungen durch Regelung der Wandergeschwindigkeit
des Films angepaßt werden.
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Aus der Trockenkammer 3 :gelangt der Film dann in den hinteren Antriebsraum
4, und zwar in den oben abgesonderten Teil 24, in dem die Aufwickelvorrichtung 25
für den Film vorgesehen ist.
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Im Raum 4 ist der Antriebsmotor 26 für den Filmtransport gelagert,
z. B. ein Einphasenwechselstrommotor mit Kurzschlußanker für 22o Volt, der mit
3000 U/sec läuft. Er ist mit einem stufenlosen Getriebe 27 verbunden, das
über die Kugelgelenk welle 28 die Filmäntriebsvorrichtung antreibt.
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Da es bei vielen Reibradgetrieben fast unvermeidlich ist, daß durch
den Verschleiß der Reibräder ein feiner Staub entsteht, der in .den Antriebsraum
gelangen kann, ist es notwendig, .den Film vor einem etwaigen Verstauben. zu schützen.
Daher ist für die Aufwickelvorrichtung 25 des Films der vorher erwähnte besondere
Raum vorgesehen.
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Es sind weiterhin vier Schalter in einer Reihe vorgesehen, von denen
der Schalter 36 für den
Motor (Filmantrieb), 37 für die Pumpe, 38
für die Ventilatomen und 39 für das Gebläse bestimmt sind. Für die Heizung sind
zwei Schalter vorhanden, 4.4 für die Heizgitter an dem Ventilator und -15 für das
Heizgitter zwischen den Filmschleifen.
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Die Regelung der Filmgeschwindigkeit erfolgt durch das Handrad 48.
Es trägt einen Zeiger, der auf der Skala 49 läuft. Die Einteilung der Skala ist
übereinstimmend mit der des Tachometers 50, das die tatsächliche Filmgeschwindigkeit
im Gerät anzeigt.
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Die Skala 49 bzw. die des Tachometers 50 zeigt zwei Einteilungskränze,
die gegeneinander durch Farben abgehoben sind. Der eine Einteilungsring gibt die
vom Filmdurchlaufenden Zentimeter pro Sekunde an, die andere die Anzahl der Bilder
pro Sekunde. Bei Zwischenfilmen wird zweckmäßig mit Filmstreifen von Normalformat
gearbeitet, die aber nicht die normalen Bilder tragen, sondern nur halb so große.
Auf die Närmalbildgröße kommen hier zwei vollständige Kleinbilder, auch Halbbilder
genannt. Der Zwischenraum zwischen Halbbild. und Perforation des Films wird für
die. Tonaufzeichnung benutzt. Der Normalfilm mit .großen Bildern läuft mit 47,5
cm/sec. Da beim Halbbildformat doppelt so viele Bilder auf dem Film vorhanden sind,
braucht seine Geschwindigkeit nur 3,75 cm/sec zu betragen. Die höchste erreichbare
Geschwindigkeit im Gerät ist 23,75 cm/sec, also die Aufnahme- und Abtastgeschwindigkeit
für das Halbbildformat. Darunter kann die Geschwindigkeit im Verhältnis von r :
5 verringert werden. Die Skala zeigt demnach Werte zwischen etwa 25 und cm/sec bzw.
25 bis 5 Halbbilder/sec an. Die Skalenstriche beider Einteilungen liegen nicht genau
übereinander, sondern sind etwas gegeneinander verschoben. Meist wird am Handrad
q.8 die Geschwindigkeit vor Ingangsetzung des Motors eingestellt, ;beispielsweise
5 cm/sec. Dann kann am Tachometer 5o beobachtet werden, ob im Gerät auch die tatsächliche
Geschwindigkeit von 5 cm/sec vorhanden ist. Wäre die Skalaq:9 am Handrad48 nicht
vorhanden, so hätte man beim Abschalten des Motors Schwierigkeiten für das Wiedereinsahalten
der gewünschten Geschwindigkeit, da das Tachometer beim Ausschalten des Stromes
auf Null zurückgeht. An der Skala q.9 des Handrades q:8 ist aber nach Abschaltendes
Stromes ständig zu sehen, welche Geschwindigkeit vorher eingestellt war. Beim Wiedereinschalten
läuft der Film ohne Nachstellung des Handrades q:8 in der gewünschten Geschwindigkeit
weiter.