DE89059C - - Google Patents

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DE89059C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L11/00Non-circular-curve-drawing instruments
    • B43L11/02Non-circular-curve-drawing instruments for drawing conic sections

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
CLEMENT ANDRIESSENS in MITTWEIDA. Hyperbelzirkel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Oktober 1895 ab.
Mit der vorliegenden Erfindung soll ein vermöge seiner constructiven Einfachheit für die Praxis verwendbares Instrument geschaffen werden, welches Hyperbeln auf mechanischem Wege aufzuzeichnen gestattet. Die Construction dieses Zirkels beruht auf dem geometrischen Lehrsatz, dafs der geometrische Ort aller Punkte, welche von einem gegebenen Punkte und einem gegebenen Kreise gleiche Entfernung haben, eine Hyperbel bildet.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 ein solcher Hyperbelzirkel in einer Ansicht von oben dargestellt, während die. Fig. 2 bis 9 Einzelheiten des Zirkels veranschaulichen.
Das Instrument besteht aus einer Führungsstange E, auf welcher ein Klötzchen A verschiebbar angeordnet ist, welches zum Festklammern in einer bestimmten Entfernung mit einer seitlichen Schraube α und unten mit einer feinen Spitze a1 zum Einstecken in das Zeichenpapief versehen ist. In einer Längsnuth der Stange E ist eine dünnere Stange R verschiebbar angebracht; mit dem einen Ende ist diese Stange R um das Gelenk M horizontal drehbar an einer anderen Stange P befestigt.
Genau in der Achse dieses Gelenkes M befindet sich unten ein Zeichenstift m. Auf der Stange P befinden sich aufserdem zwei verschiebbare Klötzchen F und G; jedes dieser . Klötzchen ist durch Gelenkstücke g einmal mit dem festen Endstück B der Führungsstange E, sowie mit dem losen Stück C, wel ches an seiner Unterseite mit einer zweiten Zirkelspitze c versehen ist, verbunden. Die Gelenkstücke g sind alle von genau gleicher Länge und bilden zusammen eine parallelogrammartige Führung. Durch diese Einrichtung wird bewirkt, dafs, wenn die beiden Spitzen des Zirkels a1 und c in der Zeichenfläche unverrückbar festgestellt werden, vom Zeichenstift m beim Bewegen eine Curve beschrieben wird, von der jeder Punkt vermöge der parallelogrammartigen Führung der gleich langen Gelenkstücke g stets gleich weit entfernt von dem Punkte C und von dem Kreise, welcher von dem Mittelpunkt des Gelenkes auf dem Klötzchen B um den anderen festen Punkt a1 beschrieben wird, liegen mufs, welche Curve also nach dem eingangs angezogenen Lehrsatze die gewünschte Hyperbel bildet.
Sobald also der Radius des obigen Kreisbogens, d. h. die Entfernung der Gelenkmitte des Klötzchens B von dem durch die Spitze a1 bestimmten Mittelpunkte, sowie der aufserhalb dieses Bogens liegende Punkt C bekannt sind, ist die Aufzeichnung der diesen Angaben entsprechenden Hyperbel durch Bewegen des Zeichenstiftes m ohne Weiteres möglich.
Zur Erleichterung der Einstellung der Entfernung der an dem Klötzchen A befindlichen Spitze von der Mitte des Gelenkes von B ist zweckmäfsig die Führungsstange E, wie in Fig. 2 angegeben, mit einer beliebigen Mefsscala, deren Nullpunkt der Mitte von B ent-
spricht, zu versehen. Die Punkte A und C sind Brennpunkte der Hyperbel, die verstellbare Länge A-B ist die reelle Achse.
Sind die Brennpunkte gegeben und ein Punkt der Hyperbel, so genügt dies mit Hülfe einfacher geometrischer Constructionen ebenfalls zum Aufzeichnen der Hyperbel.
Wenn eine gleichseitige Hyperbel gezeichnet werden soll, so müssen die beiden senkrechten Geraden (Asymptoten) und ein Punkt der Hyperbel gegeben sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Instrument zur graphischen Darstellung einer Hyperbel nach dem Lehrsatze, dafs eine Curve dieser Art dem geometrischen Ort aller Punkte entspricht, welche von einem gegebenen Punkte (c) und einem Kreise (a1) gleich entfernt sind, wenn dieser Punkt und Kreisradius bekannt sind, dadurch gekennzeichnet, dafs ein Zeichenstift (m), an dem einen Ende einer Stange (R) sitzend, mit einer zweiten Stange (P) mittelst eines Gelenkes (M) verbunden ist, welche Stange (R) verschiebbar in einerFührungsstange (E) gelagert ist, auf der verstellbar ein Klötzchen (A) mit einer Zirkelspitze (a1) angeordnet ist, während ein Klötzchen (B) auf dem Ende der Führungsstange (E), sowie zwei auf der Stange (P) frei verschiebbare Klötzchen (F G) und ein freies, ebenfalls mit Einsteckspitze (c) versehenes Stück (C) durch vier gleich lange Gelenkstücke (g) zu einer parallelogrammartigen Führung vereinigt sind, alles zu dem Endzwecke, nach Einsetzen der einen Spitze (C) in den gegebenen Punkt und der anderen (al) in die Mitte des gegebenen Kreises durch Weiterführen der Zeichenspitze (m) die verlangte Hyperbel zu beschreiben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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