DE88784C - - Google Patents

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DE88784C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/76Preparation by contact processes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Anwendung des nachstehend beschriebenen Verfahrens gelingt es, Schwefelsäure unter Wegfall der bisher gebrauchten Bleikammern darzustellen.
Es kommen bei diesem Verfahren nur mit Contactkörpern vollständig gefüllte Räume in Anwendung und werden- keine Hohlräume irgend welcher Art gebraucht, um die Gase sich mischen und ihre Schnelligkeit verlangsamen zu lassen. Infolge dessen findet auch hierbei überall Reaction von Flüssigkeit mit Gasen statt.
Die vom Kiesofen kommenden Gase werden gemischt mit Luft unten in die mit den Contactkörpern vollständig gefüllten Räume eingeführt, während man von oben Salpetersäure enthaltende Schwefelsäure, Schwefelsäure und Wasser entgegenrieseln läfst. Der erforderliche Zusatz von Salpetersäure kann an jeder passenden Stelle bewirkt werden.
Die Speisung der Räume wird so eingerichtet, dafs, so lange ein Ueberschufs von schwefliger Säure vorhanden ist, diese in den ersten Räumen durch herabfliefsende, salpetrige Säure enthaltende Schwefelsäure oxydirt wird und Schwefelsäure bildet, wobei die herabrieselnde Säure sich weiter concentrirt. Die Bildung der Schwefelsäure setzt sich dann in dem mit Wasser bespülten Raum fort, so dafs schwächere, schweflige Säure enthaltende Schwefelsäure entsteht. Ist in dem Gasgemisch die salpetrige Säure vorherrschend, dann wird der nächste Raum mit der eben erhaltenen Säure berieselt. Die herabfliefsende Säure bringt den Rest der schwefligen Säure zur Reaction, indem sie sich wieder durch die neu entstandene Schwefelsäure verstärkt und dadurch die Eigenschaft erhält, gleichzeitig die aus dem Procefs hervorgehende überschüssige salpetrige Säure zurückzuhalten, was im ■ letzten Raum unter weiterer Concentration zum Abschlufs gebracht wird. Die Concentration in diesen Räumen ist nun derart, dafs sie von der Mitte nach aufsen hin zunimmt, dafs also in den mittelsten Räumen bezw. in der Mitte die Säure am schwächsten ist und die Endräume bezw. die Enden die stärkste Säure liefern.
Es findet bei diesem Verfahren eine bedeutend geringere Wärmeentwickelung statt, so dafs die Gase ein geringeres Volumen einnehmen, und die Concentration der gebildeten Schwefelsäure schreitet schneller vor.
Wesentlich bei diesem Verfahren ist also auch, dafs mit Contactkörpern gefüllte Räume benutzt, sowie dafs die Molecule der Gase möglichst dicht an einander gebracht werden und sich möglichst langsam nach oben bewegen.
Zur Ausführung dieses Verfahrens benutzt man vortheihaft den in der Zeichnung dargestellten Apparat. Fig. 1 zeigt die Anlage im Durchschnitt und Fig. 2 im Grundrifs.
Es ist eine Anlage mit sechs Absorptionsthürmen gezeigt; indessen kann jede beliebige Anzahl der Thürme, je nach der verlangten Leistungsfähigkeit der Anlage, verwendet werden.
Die gesammten Thürme A1 A2. . . sind mit säurebeständigen Contactkörpern vollständig gefüllt und so mit einander verbunden, dafs die Gase unten ein- und oben austreten. Die von
dem Schwefel- oder Kiesofen kommenden Gase treten zunächst unten in den Thurm A1 ein. Durch die möglichst dichte Füllung mit den Körpern α werden die Gase gezwungen, sich langsam in dem Thurme nach oben zu drängen, wobei die Molecule möglichst nahe an einander gebracht werden und die chemische Reaction leichter eingeleitet wird. Sind die Gase in dem oberen Theil des Thurmes A1 angelangt, dann ziehen sie durch die Röhre jB1 , nach unten und treten von unten in den zweiten Thurm A2 ein, drängen sich wieder durch die Gontactkörper α nach oben und gelangen dann durch B^ in den unteren Theil des dritten Thurmes As, u. s. f. durch alle Thürme.
Von oben herab wird der Apparat mit Schwefelsäure und Wasser zweckentsprechend berieselt. Der nöthig werdende Zusatz von Salpetersäure kann an jeder passenden Stelle des Apparates bewirkt werden.
Es fliefst so aus den ersten und letzten Thürmen die stärkste Säure ab, während die in der Mitte liegenden Thürme die schwächste Säure liefern. Die Stärke der Säure ist ungefähr derart, dafs am Fufse des ersten Thurmes eine Säure vom höchsten specifischen Gewicht abläuft und die Stärke sich dann nach der Mitte zu verringert. Die folgenden Thürme liefern dann wieder Säure von einem höher werdenden specifischen Gewicht.
Die Füllung der Thürme besteht zweckentsprechend aus oben mit einer Schale versehenen Körperchen, deren Aufsenmantel geriefelt ist. Auch kann man die in Fig. 3 gezeigten Röhrchen anwenden, die im Innern mit schräg und versetzt angeordneten Querwänden oder mit einer Spirale versehen sind. Es ist indessen nicht nöthig, die Thürme mit einer bestimmten Art, sei es nach Gestalt, Material etc., von Füllkörpern auszustatten, sondern mit mehr oder weniger Nutzeffect läfst sich jedes beliebige säurebeständige Füllmaterial verwenden, wie man auch die einzelnen Ausführungen der Körper mit einander combiniren kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von Schwefelsäure ohne Anwendung von Bleikammern in mit Contactkörpern vollständig gefüllten Räumen, in welche die von dem Kiesofen kommenden Gase gemischt mit Luft unten eingeführt Werden, darin bestehend, dafs man diese Räume von oben herab mit Schwefelsäure und Wasser unter eventuellem Zusatz von Salpetersäure oder salpetrige Säure enthaltender Schwefelsäure in der Weise speist, dafs die Stärke der Säure von der Mitte der Anlage nach aufsen hin continuirlich zunimmt.
2. Ein Apparat zur Ausführung des unter 1. angegebenen Verfahrens, bestehend aus einzelnen mit den Contactkörpern gefüllten Thürmen (A1 Ä1 A3 . . .J, von denen der erste (A 1J unten mit dem Kiesofen in Verbindung steht, während dieser mit dem zweiten, sowie alle anderen Thürme unter sich so mit einander verbunden ist bezw. sind, dafs die Gase unten ein- und oben austreten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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