DE88538C - - Google Patents
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- DE88538C DE88538C DENDAT88538D DE88538DA DE88538C DE 88538 C DE88538 C DE 88538C DE NDAT88538 D DENDAT88538 D DE NDAT88538D DE 88538D A DE88538D A DE 88538DA DE 88538 C DE88538 C DE 88538C
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A5/00—Mechanisms or systems operated by propellant charge energy for automatically opening the lock
- F41A5/32—Energy accumulator systems, i.e. systems for opening the breech-block by energy accumulated during barrel or gas piston recoil
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A25/00—Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
- F41A25/02—Fluid-operated systems
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine hydraulische Bremsvorrichtung für Geschütze,
welche es gestattet, die beim Rücklauf derselben entwickelte Kraft auszunutzen, nicht
allein, um das Geschütz selbstthätig . in die Feuerstellung zurückzuführen, sondern auch
um das Geschütz zu richten und zu laden. Zu diesem Zwecke ist die hydraulische Bremsvorrichtung
derart eingerichtet, dafs die durch den Kolben comprimirte Flüssigkeit während eines beträchtlichen Theiles des Rücklaufes
ganz oder zum Theil in Accumulatoren gedrückt wird, welche im allgemeinen mit Federn
oder comprimirter Luft belastet sind; hierbei geht die Flüssigkeit durch eine Anzahl mit Rückschlagventilen
versehener Oeffnungen, welche sich unter dem Druck der von der Bremse
kommenden Flüssigkeit nach dem Accumulator öffnen.
Nach dem Laden des Accumulators wirkt der Bremskolben wie bei einer gewöhnlichen
hydraulischen Bremse bekannter Art mit allmälig
abnehmenden Durchtrittsrinnen, so dafs der Rücklauf auf die. Grenzen des vorhandenen
Raumes beschränkt wird, wenn auch die nach dem Laden des Accumulators verbliebene
Geschwindigkeit des rücklaufenden Geschützes veränderlich ist. .
Die in den Accumulatoren eingeschlossene Flüssigkeit hat den Zweck, das Geschütz wieder
in die Schufsstellung zurückzubringen, wenn die Rückführung in diese Stellung sich nicht
durch die Schwere bewirken läfst. Die Flüssigkeit kann aufserdem zur Bethätigung der verschiedenen
Nebenapparate benutzt werden, welche zum Richten bezw. Laden oder Manöveriren des Geschützes dienen, worauf
sie dann durch eine Leitung mit Rückschlagventil, das sich während des Rücklaufes schliefst,
wieder in die Bremsvorrichtung zurückfliefst.
Um die ganze Füllung des Accumulators aufzunehmen und die aus den verschiedenen
Apparaten kommende Flüssigkeit zu sammeln, wird im allgemeinen in die Rücklaufleitung
nach der Bremse ein Behälter eingeschaltet, welcher dazu dient, die in die Accumulatoren
getriebene Flüssigkeit in der Bremse vollständig zu ersetzen.
Auf der Zeichnung sind als Beispiel mehrere Ausführungsformen bekannter hydraulischer
Bremsen dargestellt, die mit den den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Einrichtungen versehen sind.
Fig. ι ist eine gewöhnliche einfache Bremse
dieser Art, wie man sie bisweilen für die Laffeten mit geneigten Rahmen benutzt, deren
. Rückführung in die Feuerstellung unter der Wirkung der Schwerkraft erfolgt.
Mit A ist der mit dem rücklaufenden Geschützrohr
verbundene Kolben bezeichnet, mit B der festliegende hydraulische Cylinder und
C stellen die in dem Cylinder enthaltenen Durchtrittsrinnen von abnehmendem Querschnitt
dar.
Bisweilen wird der Kolben durch ein kleines Ventil D für Rückführung in Feuerstellung
vervollständigt; Fig. 1 a zeigt die Art, wie diese Art Bremse nach der vorliegenden Erfindung
abgeändert wird.
Seitlich am Bremscylinder B wird eine Leitung
E mit Rückschlagventil F angeordnet, das sich während des Rücklaufes unter dem
Druck der durch den Kolben zurückgetriebenen Flüssigkeit öffnet. Diese Leitung mündet in
einen oder mehrere Accumulatoren mit Feder oder Druckluft, wie G (Fig. ia). Diese nehmen
die durch den Kolben verdrängte Flüssigkeit auf, wenn der letztere aus seiner Linksstellung
bis an die Mündung der Speiseleitung E verschoben wird. Von diesen Accumulatoren
führen Leitungen nach den hydraulischen Druckapparaten H, die zum Richten oder
Laden des Geschützes dienen.
Die verbrauchte Flüssigkeit dieser Druckapparate ergiefst sich in einen offenen Behälter
/, in welchen durch ein kleines Rohr K (Fig. ia) die überschüssige Flüssigkeit der Accumulatoren
abgeführt wird.
Dieser Behälter / ist mit der Bremse durch die Leitung L in Verbindung, die mit einem
Ventil M versehen ist, das sich während des Rücklaufes des Geschützes schliefst, und sich
öffnet, wenn dasselbe in Feuerstellung vorgeht. Die Wirkung dieser Bremse ist folgende:
Wenn der Kolben aus seiner Linksstellung nach rechts bis an die Leitung E verschoben
wird, so schliefsen sich die Ventile D und M; der Kolben drückt hierbei die rechts von ihm
befindliche Flüssigkeit durch Ventil F in die Accumulatoren über, bis auf einen kleinen
Theil, der hinter dem Kolben durch die Durchtrittsrinnen C übertritt. Bei weiterer Verschiebung
des Kolbens bis zu Ende seines Hubes ist das Ventil E der Einwirkung der durch
den Kolben comprimirten Flüssigkeit entzogen und es wird durch den in den Accumulatoren
herrschenden Druck geschlossen. Für den zweiten Theil des Kolbenhubes ist die Bremse
eine gewöhnliche Bremse mit allmälig abnehmenden, durch die Rinnen C gebildeten
Uebertrittsöffnungen, die schliefslich gleich Null werden und dadurch die Bremse befähigen,
den Rückstofs des Geschützes bis zum Stillstand zu vernichten.
Während des Vorganges des Geschützes in die Feuerstellung unter dem Einflufs seiner
Schwere öffnet sich das Ventil M und aus dem Behälter / tritt Flüssigkeit in den Bremscylinder
zurück, welche die in die Accumulatoren getriebene Flüssigkeit ersetzt. Gegen Ende der Vorbewegung in Feuerstellung trifft
der Kolben A auf die Flüssigkeit, die sich während des Rücklaufes des Geschützes hinter
ihn ergofs, und comprimirt dieselbe. Diese Flüssigkeit durchläuft die Durchtrittsrinnen C
und den kleinen Kanal mit Ventil D, was eine Ermäfsigung der Geschwindigkeit herbeiführt,
mit welcher der Rückgang in Feuerstellung erfolgt.
Der Zweck des Behälters / ist, die Füllung des Bremscylinders stets zu sichern, trotz des
wechselnden Verbrauches an Flüssigkeit durch die Nebenapparate H.
Es kann deshalb dieser Behälter / an der Rückleitung nach der Bremse oder an der
Bremse selbst Anschlufs haben.
Die Fig. ib ist eine Abart von Fig. ia, bei
welcher die Uebertrittsöffnungen des Bremscylinders ausschliefslich während des letzten
Theiles des Laufes wirken.
Als weiteres Beispiel zeigt Fig. 2 eine hydraulische Bremse mit centralem Gegenkolben, den
man häufiger anwendet, um den Rückgang in Feuerstellung sicher zu regeln. Fig· 2^ zeigt
die Einrichtungen, welche an dieser Bremse getroffen sind, um bei derselben die Rücklaufenergie
nach vorliegender Erfindung nutzbar zu machen.
Diese Zusatzeinrichtungen sind dieselben, wie die in den vorigen Fällen und in Fig. ia veranschaulichten.
Fig. 3 zeigt ein Beispiel der Anwendung des Systems der Nutzbarmachung von Rücklaufenergie
bei einer hydraulischen Bremse, die dazu dient, den Rückgang des Geschützes in die Feuerstellung durch die Wirkung der
Druckflüssigkeit in den Accumulatoren zu sichern.
Die Bremse in Fig. 3 ist analog der in Fig. ib dargestellten, nur dafs der Kolben der ersteren
hohl ist und einen hydraulischen Cylinder Ax darstellt, der einen festen, mit Stange versehenen
Gegenkolben P hat, während ein mittlerer Kanal Q. in der Stange immer mit der
Druckflüssigkeit des Accumulators Verbindung hat. Dadurch wird der Vorgang des Geschützes
in die Feuerstellung gesichert, nachdem der Rücklauf erfolgt ist.
Man ersieht übrigens hieraus, dafs die Einrichtungen zur Nutzbarmachung der Rücklaufenergie
bei einer solchen Bremse immer die gleichen sind, wie beschrieben.
Statt die Einrichtung zur Rückführung in die Feuerstellung in den centralen Theil der
Bremse und die Rücklaufbremse in den äufseren ringförmigen Theil wie in Fig. 3 zu
verlegen, kann man auch umgekehrt verfahren. Diese Umkehrung zeigt Fig. 4.
Bei dieser Bremse ist der ä'ufsere ringförmige Raum im Hohlcylinder A1 in beständiger Verbindung
mit dem Accumulator und sichert dadurch den Vorgang in die Feuerstellung. Die Rücklaufbremse für Nutzbarmachung der
Energie liegt im Innern des Cylinders mit einem centralen, mit Gegenstange versehenen
Kolben P und mit Abflufsrinnen C. Während des Rückganges des Hohlcylinders A1 tritt die
in der inneren Bremse comprimirte Flüssigkeit durch die Oeffhung E1 weiter durch den Kanal
in der festen Stange des Gegenkolbens und hebt das Ventil F, um in die Accumulatoren
überzutreten. Der Uebertritt der Flüssigkeit in letztere hört auf, wenn der Kolben. A1 über
die Oeffhung E1 sich einstellt, und von diesem
Claims (1)
- Augenblick bis zu Ende des Rücklaufes wirkt die Bremse wie eine gewöhnliche Bremse mit allmälig kleiner werdenden Uebertrittnuthen C.Die Rückführung der Flüssigkeit aus dem Behälter I und den Nebenapparaten in die Bremse findet durch die Leitung L statt, die mit einem Ventil M versehen ist, das sich während des Rücklaufes schliefst und während des Vorganges in Feuerstellung öffnet.Aus Obigem geht hervor, dafs das Wesen der Einrichtung, die Rücklaufenergie bei hydraulischen Bremsen nutzbar zu machen, darin besteht, den Hub der Bremse durch eine seitliche Speiseöffnung, die mit den mit einem Rückschlagventil versehenen Accumulatoren in Communication ist, in zwei Theile zu theileii.Während des ersten Theiles des Hubes, der sich von der Ausgangsstellung des Kolbens bis zu der Stelle erstreckt, wo er dieser Speise-Öffnung gegenüber sich einstellt, wird durch den Kolben verdrängte Flüssigkeit in die Accumulatoren übergedrückt. Von diesem Augenblick an hört das Laden der Accumulatoren auf und die Bremse wird eine gewöhnliche hydraulische Bremse mit allmälig kleiner werdenden Durchtrittsöffnungen, die mit Sicherheit im Stande ist, die verbliebene lebendige Kraft des Rückstofses aufzunehmen.Pat ε nt-An Sprüche:Hydraulische Rücklaufbremse für Geschütze, dadurch gekennzeichnet, dafs der Bremskolben auf dem ersten Theile seines Rücklaufweges Flüssigkeit in Accumulatoren drückt und auf dem zweiten Theile seines Rücklaufweges die noch vorhandene Rückstofskraft in bekannter Weise bis auf Null vernichtet.Bei der unter i. gekennzeichneten Bremse die Anordnung eines offenen Behälters /, um das Abwasser der Accumulatoren und Druckapparate H dem Bremscylinder wieder zuzuführen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE88538C true DE88538C (de) |
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ID=360421
Family Applications (1)
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