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Getriebe für eine Zugmaschine, z. B. einen Schlepper Die Erfindung
betrifft Getriebe für Zugmaschinen, z. B. Schlepper, mit einer Zapfwelle, die parallel
mit denk Bodeinrädern durch den. Motor über eine X upplung angetrieben wird, die
gleichzeitig den! Antrieb der Räder und den, der Zapfwelle unterbricht. Insbesondere
bezieht sie sich auf solche Getriebe" diei eineni Übersetzungswechsel haben, durch
Deng die Zapfstelle mittels einer im Getriebekastein, liegenden Gegeniwelle angetrieben
wird. Bei einem bekannten, Getriebe dieser Art treibt die Gegenwelle sowohl die
Zapfwelle als auch die Pumpe des hydrauli-schen# Gerätehebers an. und steht ihrerseits
ständig im Eingriff mit der Ausgangswelle der Kupplung.
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Bei einer solche(n# Anordnung unterbricht die Lösung- der X upplung
auch den, Antrieb' für die Zapfweile, was nachteilig empfunden wird, wenn irgendwelche
Einrichtungen durch die Zapfwelle während der Fahrt des Schleppers angetrieben werden
sollen.
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Eine Aufgabe der Erfindung- besteht darin, die!-sen Nachteil zu vermeid.eni
oder wernii- tens zu ZDS mildern. Gemäß der Erfindunig erHIt das Getriebe- einer
Zugmaschine, z. B.. eines Schleppers, mit parallel zu deni Bodenrädern durch den
Motor- angetriebener Zapfwelle, und einer Kupplung, die, sowohl Deng An#-trieb,
der Bodenräder als auch den, der Zapfwelle unterbricht, einf zwischen, der Kupplung
und den Bodenrädern, jedoch nicht zwischen, der Kupplung und der Zapfwelle eingeschaltetes
Planetengetriebe, dessen, einer Teil durch eine besondere Vorrichtung so festgehalten
oder losgelassen:. werden kann, daß der Antrieb auf die Bodenräder entweder übertragen
oder
nicht übertragen wirc#I ohnei dadurch den Antrieb, der Zapfwelle zu beeinflussen.
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Zum besseren -Verständnis der Erfindung wird für ein einzelnes Ausführungsbeispiel
an Hand der Zeichnung deren Aufbau im einzelnen, erläutert.
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Fig. i ist einei Seitenansicht eines Schleppers" bei dem das dem Beschauer
zunächst liegende Hinterrad und ein Teil des Gehäuses: weggelassen sind, um das
Getriebe zu zeigen; Fig. 21 ist ein Längsschnitt in größerem Maßstab" der das erfindungsgeiniße
Getriebe zeigt und längs
der Linie II-II der Fig. 3 geführt ist; Fig.
3 ist etin Schnitt längs der Linie III-III der Fig. 2.
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. Fig. i zeiigt einen bekannten Schlepper, der im einzelnen
nicht beschrieben zu werden braucht. Es ist nur zu erwähnen, daß i der M0tOT'ist,
dbr durch eine Kupplung 2 die, Welle' 3 antreibt, die ihrerseits durch Übersetzungsräder
4, 5 die Nebenwellei 6 des Getriebekastensi mit gleichbleibender Geschwindigkeit
antreiibt. Vonder Nebenwelle 6 wird der, Antrieb durch eines mehrerer in
gewöhnlicher Weise verschiebbar angeardneter Wechselriidee 7 unter der
* Steuerung durch einen Handgriff 8 auf die ausgehende Wollei
9 Übertragen. Gewöhnlich reicht diese Welle, bis nach. hintent, um dort die
Bodenräder io durch ein Differentialgetriebe anzutreiben, aberdiese Anordnung ist
geimäß, der Erfindung abgeändert, wie im weiteren erläut.er-t ist. Die Nebenwelle
6 kann die Zapfwellei i i durch eine Zahnkupplung 12 antreiben, welche der
Fahrer ausrücken kann. Die Zapfweille i i treibt auch. einei hier nicht gezeichnete
Pumpei, die 01 für den, bekannten hydra,ulischen Geräteheber liefert, mit
dem die An,-hängeglieder 13 durch die Kurbelstangen- -14 Von den Kurbeln 15 gehoben
weirdlen.
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Nachder Erfindung ist die ausgehendia Weilleg unterbrochen, und dort
ein Planetengetriebe eiingeschaltet, das, in Fig. i in, seineir Gesamtheit mit 16
bezeichnet ist.
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Nach Fig. 2 und 3 besteht das Plametengetriebe aus einem innen
verzahnten Ring 17, der an der ausgehenden Welle 9 angebracht ist und eine
flache Scheiibe#dolriu haut, so, daß fünf oder eii-nei andere, Mehrzahl von, Planetenrä#dern
iS auf eiinem Träger ig von; L-förrnigem Querschnitt in, ihm Platz finden. Der Träger
ig sitzt drehbar anf dem Ende der Welle g. Er hat auf seinßm Umfang verteilte Löcher,
in, denen Belzen:2o liegen, diei so, bewegt werden können, daß sie in Löcher, 2,oA
des Ringeis 17 eingreifen, um den, Ring 17 und den. Träger ig gegeneinander festzulegen.
Der Träger ig ist durch einen Keil i9A mit d!er Ausgangswellej 2,2 vorbunden, die
zum Antrieb der Bodenräder über das gewöhnliche Difforential. dient. Diej Kupplungsbolzen
2jo sitzen an einem Kupplungsistück 21, das mit einer auf deir Welle:2i4 angebrachten
Gabel 2,#3 von einem Handhebel:215 aus hin und her bewegt werden kann. In dergezeichneten
Stellung sind, die Bolzen 2,o aus den Löchern.,.zoA harausgezogen, so
daß
der Träger ig nicht gegen den Ring r7 festgelegt ist und infolgedessen die Weille
9 über das Planetengetriebe die Wolle :2,2 antreibt. Indem manden Hebel
25 und die Gabel 2,3 nach rechts bewegt (Fig. 2), schiebt man die
Bolzen:2o, in, die Lächer 2OA, so, daß, der Ring 17 und der Träger i'g gegeneinander
festgelegt sind. Dadurch wird das Plan-,etengetriebe außer Wirkung gesetzt und eine
unmittelbare Antrie-bsverbindung von der Welle 9
zu-r Welle:2,:2 hergestellt.
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Das Planetengetriebe hat weiter eini Sonn.enirad 26, das sich
auf den Trägern, ig. drehen kann und in die" Planetenräder 18 eingreift. Dieses
Sonnenra,d bildet diej eine Seite eines Teiles 2,7 mit L-fÖrmigern Querschnitt,
welcher dem gleichfalls im Querschnitt L-förmigen Träger ig gegenübersteht und um
ihn herum greift. Er hat an der anderen Seite eine Bremsoberfläche:26A.
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Um diese Bremsfläche 26A liegt ein stählernes Bremsband:2,8 herum,
das eiinen, Bremsbeläg 29 trägt und an seinen Enden! Aulgen30, 31 hat. Die Richtung,
-in deir sich diej Bremsoberflüche 2,6A zu drehen versucht, ist durch den
Pfeil R in Fig. 3 angegeben. Diese Richtung ist der Drehung der Wellen
9, und, 22 entgegengesetzt.
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Dais Auge 3 1 legt sich gegen die Fläche 32 des Getriebekastens
33, wbhr#mid das Auge 3o durch den Kopf 314 einer Stange gehalten wird, die
in dem Vorsprung 36 des Gehäuses mit Gewinde, läuft. Die Stange
35 hat einen nicht gezeichneten Handgriff, durch den sie so( gedreht werden
kann, däß sie das Ang0 34 anzieht tind dadurch das Bremsbad fest um die Bremsfläche
legt, so, da!ß das Sonnenrad festgehalten wird. Die größte Haftekraft der Bremse
kann so bemessen sein, daß, sie irnm#-#,r noch züi schlüpfen vermag, um einen Bruch
durch Überlastung in dem Differential und an der Hinterachse zu vermeiden, der sonst
besonders wegen deT durch das Planetengetriehe vergrößerten übersützung eintreiten,
könnte.
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Diej Bremsfläche und damit die Breite des Bremsbandes und die Größe
der ganzen Bremse brauchen nicht groiß zu sein, weil bei, der Übersetzung des Planetengetriebes
die Bremse nur die Differenz zwischen dein D#refirnomenten der eingehenden und ausgehenden
Welle aufzunehmen hat.
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Wenn die Wellen 9, und :2,2, über das Planetengetriebe,*gekuppelt
sindl, wirkt es als Drehzahl verminderndes Getriebei und erhöht dadurch die verfügba,re
Zahl der im Getriebekasten einstellbaren Übersetzungen, da diej ursprünglichen Übersetzungsverhältnisse
des Getriebekastens durch Sperren des, Plaaetengetriebes mittels der schon: beschriebenen,
Bolzen.:2o erhalten werden. Wenn da-
gegen diej Brernse gelöst ist, wirkt
das Planetengetriebe wiei eine Kupplung# die den Antrieb zwischen den. Wellen;
9 und 2,2, unterbricht, ohne daß dabei der Antrieb der Zapfwelle- abgeschaltet
wird.
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Die Verwendung eines Planetengetriebeis ergibt einen gedrängteren
Aufbau, als er mit einem hesonderen Übersetzungsgetriebe und einer be# sonderent
Kupplung möglich wäre. Dies ist wichtig, da in dern Getriebekasten deis,
Schleppers. nur wenig Pla,tz ist. Die Erfindung läßt sich daher auch an bereits
fertigen Schleppern anwenden, ohne daß
nian deren, Konstruktion!
erheblich zu ändern braucht. So genügt es#, beim Anbringen, des erfindungsgemäßen
Getriebes an einem bekannten Scblepper einfach das Übersetzungswechselgetriebe cin
w-unig nach vGrn zu rücken und dann, das Wechselräderge,häuse# 36 zu verkürzea,
um im Vorderende des Getriebekastens 33 Plalz fÜr das Planetenggeitriebe
zu gewinnen, ohne daß man, zu diesem Zweck den Radstand des Schleppers größer zu
machen braucht. Wahlweisei kann, das Planeteng getriche! auch in einem Gehäuse untergebracht
wer-den" dais zwischen# das vorhandene Getriebe und den, übersetzungswechsel eingeschoben
wird.. Diesc Anordnung jedoch bedingt eine geringe Vergrößerung des Radstand,es.
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Ohne, Überschreitung des Schutzumfanges der Erfindung lassen, sich
verschiedene Abänderungen ausführen. Eine kiniernatisch gleichwertige Anordnung,
bei der die Übersetzungg ins Langsame noch weitergetrieben ist als bei der bisher
beschriebenen Form, besteht z. B. darin, daß, die Bremse auf den innen, verzahnten;
Ring wirkt, währen,d diie- Leistung dem Sonnenrad, zu"-,eifiihrt und# dem Planieten;ra,d#
träger entnommen wird..