DE8807110U1 - Dosierhilfe - Google Patents

Dosierhilfe

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    • G01F11/10Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with measuring chambers moved during operation
    • G01F11/26Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with measuring chambers moved during operation wherein the measuring chamber is filled and emptied by tilting or inverting the supply vessel, e.g. bottle-emptying apparatus
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Description

T 587 M
Dosierhilfe
Die Erfindung bezieht sich auf eine Dosierhilfe für die Abgabe volumetrisch dosierter Chargen eines in. einem Vorratsbehälter, insbesondere einer Flasche, enthaltenen Fluids in Gestalt eines an die Abgabeöffnung des Vorratsbehälters an-( ) schließbaren Meßbehälters.
Diese Dosierhilfe wurde unter Berücksichtigung der Anforderungen des neuen deutschen "Pflanzenschutzgesetz" entwickelt. Nach diesem Gesetz ist u.a. angestrebt, daß der Benutzer eines Pestizides nicht in körperlichen Kontakt mit dem das konzentrierte Pestizid enthaltenden Pflanzenschutzmittel kommt oder dieses, unkontrolliert vergießt und so Umweltschäden verursacht. Dabei ist eine neue Dosierhilfe entwickelt worden, die nicht nur zur Dosierung von Pestizide enthaltenden Wirksubstanzen, sondern auch zur Dosierung von Fertilizern, Desinfektionsmitteln, Medikamenten, Kosmetika oder Detergentien oder anderer Fluide geeignet ist. Diese Fluide können dabei sowohl fließfähige Feststoffe als auch Präparationen oder Mischungen nach einer Formel in flüssigem Zustand sein. Somit befaßt sich die Erfindung mit Dosierhilfen allgemein für Fluide oder fließfähige Stoffe auch für den Fall, daß eine Minimierung von Körperkontakt oder sonstiger UmweltSchädigung, etwa durch Vergießen, nicht unbedingt vorgesehen ist, selbst soweit es sich um unschädliche fließfähige Stoffe oder Fluide des täglichen Lebens handelt.
Der Erfindung liegt dabei die Aufgabe zugrunde, auf sowohl einfache als auch zuverlässige Weise eine dosierte Ab-
gäbe eines Fluids aus einem Vorratsbehälter, insbesondere unter Minimierung von Körperkontakt und der Gefahr des Vergießens, zu erreichen. Vorzugsweise wird angestrebt, die Dosierhilfe an dem Vorratsbehälter nach Vereinigung mit diesem belassen zu können und, soweit möglich, dabei auch noch mit einfachen Mitteln das zu dosierende Volumen verändern zu können.
Es ist weitverbreitet, einem Vorratsbehälter einen gesonderten Dosierbehälter beizugeben, in den jeweils ein bestimmtes fluides Volumen abgefüllt wird. Dabei besteht jedoch wegen der Notwendigkeit des freien Gießens der Wirjcsubstanz die Gefahr einer Körperberührung und eines Vergießens.
Nach der Erfindung ist stattdessen vorgesehen, daß das Maßvolumen des Meßbehälters zwischen zwei Absperrventileinrichtungen ausgebildet ist, von denen die erste Aosperrventileinrichtung an einer Abgabeöffnung des Meßbehälters und die zweite Absperrventileinrichtung an einsr Anschlußleitung des Meßbehälters an die Abgabeöffnung des Vorratsbehälters angeordnet sind. Sobald hierbei die Dosierhilfe an dem Vorratsbehälter angeschlossen ist - sofern die Dosierhilfe nicht schon von vornherein mit dem Vorratsbehälter verbunden ) ist, was sinngemäß auch möglich ist, aber nach der Erfindung nur sekundär angestrebt wird -, kann man bei geschlossener erster Absperrventileinrichtung und geöffneter zweiter Absperrventileinrichtung Fluid aus dem Vorratsbehälter in das Maßvolumen zwischen den beiden Absperrventileinrichtungen einfließen lassen. Wenn dann die zweite Absperrventileinrichtung geschlossen und die erste Absperrventileinrichtung geöffnet wird, kann man die abgemessene Menge des Fluids aua der ersten Absperrventileinrichtung ausgießen, ohne daß Fluid aus dem Vorratsbehälter nachläuft. Das Einbringen des Fluids in das Maßvolumen zwischen den beiden Aicsperrventileinrichtungen erfolgt dabei beispielsweise in der Weise, daß man den Vorratsbehälter mit angeschlossener Dosierhilfe auf den Kopf
stell+. Als Vorratsbehälter dient vorzugsweise eine Flasche; es können jedoch auch andere Vorratsbehälter, beispielsweise Dosen, Verwendung finden.
Eine besonders einfache Ausführungsform der ersten Absperrventileinrichtung ist durch die Verwendung einer Verschlußkappe als Absperrorgan gegeben. Außer z.B. einer mit einem Schnappverschluß versehenen Verschlußkappe kann man bevorzugt eine Schraubkappe verwenden. Soweit der Vorratsbehälter bzw. die Vorratsflasche selbst mit einer Verschlußkappe versehen ist, kann man dabei die Dosiereinrichtung zweckmäßig so einrichten, daß diese Verschlußkappe des Vorratsbehälters in Mehrfachfunktion auch als Absperrorgan der ersten Absperrventileinrichtung der Dosierhilfe Verwendung finden kann. Die Dosierhilfe bildet dann sozusagen nur eine Halsverlängerung des Vorratsbehälters bzw. der Vorratsflasche.
Eine variable Einstellung des Maßvolumens kann man dann erreichen, wenn die zweite Absperrventileinrichtung mindestens ein Absperrorgan aufweist, das wahlweise an verschiedenen Orten der Anschlußleitung mit unterschiedlichen Abständen zur ersten Absperrventileinrichtung unter Abgrenzung unterschiedlicher Maßvolumina in Absperrstellung bringbar ist. Die naheliegendste, aber auch aufwendigste Lösung dieses Prinzips der Herstellung unterschiedlicher Maßvolumina besteht darin, mehrere Absperrorgane vorzusehen, welche den unterschiedlichen Orten zugeordnet sind und von denen wahlweise jeweils nur eines betätigt wird. Vorteilhafter ist es jedoch, wenn man für diesen Zweck mit einem einzigen Absperrorgan auskommen kann. Hierbei könnte man in Betracht ziehen, ein solches Absperrorgan durch eine Fernbetätigung innerhalb der Dosierhilfe zu verschieben, sei es mittels Magnetkraft, sei es mit anderen Mitteln einschließlich einer etwaigen mechanischen Fernbedienung über abgedichtete flexible Außenwände
• · ♦ -
(vgl. z.B. die Master-sleeve-manipulator-Technik bei Arbeiten in Zellen mit radioaktiver Kontamination).
Bevorzugt ist jedoch eine Einwirkung mittels des Absperrorgans von der Außenseite der Dosierhilfe her. In diesem Zusammenhang wird besonders in Betracht gezogen, daß die Anschlußleitung mindestens an verschiedenen Orten zusammenquetschbar ausgebildet ist und das Absperrorgan ein von außen auf die Anschlußlsitun" wahlweise ?n einem dieser Orte einwirkendes Quetschorgan ist.
Im Grundsatz ermöglicht die letztgenannte Ausgestaltung der Dosierhilfe sogar eine stetige Änderung des Maßvolumens, wenn man den Ort der Zusammenquetschung stetig verändern kann, wie etwa bei Ausbildung der den betreffenden veränderbaren Teil des Maßvolumens bildenden Wandung insgesamt aus leicht zusammenquetschbarem flexiblen Material. Aus Stabilitätsgründen und zur leichteren Einhaltung definierter Maßvolumina werden jedoch bevorzugt diskrete Orte der Zusammenquetschung vorgesehen. Dann ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Anschlußleitung mindestens dort, wo sie zur Veränderung des Maßvolumens an unterschiedlichen Orten zusammengequetscht werden soll, vorzugsweise aber der ganze Hauptkörper des ganzen Meßbehälters, als flexibles Rohr ausgebildet ist, an dem diskrete Ringzonen erhöhter Zusammenquetschbarkeit als Einschnürungen und/oder Bereiche reduzierter Wandstärke ausgebildet sind.
Die Ansprüche 6 und 7 beschreiben bevorzugte Ausführung sformen eines für derartige Zusammenquetschungen an unterschiedlichen diskreten Orten geeigneten Quetschorgans. Diese bilden dabei die sekundären Absperrorgane der zweiten Absperrventileinrichtung, während der Verschluß primär durch die dicht aneinandergedrückten, also zusammengequetschten,
Wandungen im Maßvolumenbereich der Dosierhilfe gebildet ist.
Die Dimensionierung nach Anspruch 8 ist für den Fall vorgesehen, daß es sich um schwer fließfähige bzw. viskose Fluide handelt, bei denen zweckmäßig der im allgemeinen kleinste Fließquerschnitt der Abgabeöffnung des Vorratsbehälters in der Dosierhilfe nicht nochmals verkleinert werden soll. Dies bietet dann den Vorteil/ daß die Dosierhilfe schnell gefüllt und geleert werden kann und die Gefahr verringert wird, daß nennenswerte Teile der abgemessenen Menge durch Wandhaftkräfte zurückgehalten werden. Wenn derartige Besorgnisse nicht bestehen, bestehen keine Einwände gegen auch eine engere Dimensionierung der Dosierhilfe.
Die erfindungsgemäße Dosierhilfe läßt sich sehr einfach als Kunststoffaufsatz einer Flasche aus beliebigem Material gestalten, wobei auch ein als Klemme wirkendes Quetschorgan als zweites Absperrorgan ohne komplizierte Ventiltechnik in einfacher Herstellung fertigbar ist und dem Benutzer auch keine nennenswerten Bedienungsschwierigkeiten bietet. Dabei kann man entweder durch eine Skala an der Dosierhilfe die Maßvoluraina abstuten, beispielsweise kontinuierlich oder entsprechend den diskreten Einschnürungen und/oder Wandstärkenschwächungen, oder man kann von vornherein pro diskretem Quetschort eine lineare Folge von Dosierungsvolumina vorsehen, z.B. jeweils von 1 ml Fluid. Wenn z.B. fünf verschiedene Dosierungsstellen vorgesehen sind, kann der Anwender dann also Mengen von minimal 1 ml und maximal 5 ml mit allen Zwischenstufen ganzzahliger Milliliter dosiert abfüllen. Dann wird die erste Absperrventileinrichtung geöffnet, also beispielsweise einfach die deren Absperrorgan bildende Verschlußkappe abgenommen, und die dosierte Menge
Wirkstoff ausgegossen. Im Falle eines Pflanzenschutzmittels kann dabe-t diesoj beispielsweise unmittelbar von dem nit dem Vorratsbehälter oder der Flasche verbundenen Aufsatz der Dosierhilfe in das Spritzwasser geschüttet werden.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Dosierhilfe liegt darin, daß sie relativ preiswert herzustellen ist und daß keine beweglichen Teile vorhanden sein müssen. Es kann sozusagen stufenlos oder in gewünschten kleinen Abstufungen vom Anwender eine Dosierung um bestimmte Maßvolüiueneinheitsn vorgenommen werden, von denen die Bemessung von 1 ml gemäß dem obengenannten Beispiel nur beispielsweise zu verstehen ist. Da das Fluid, z.B. ein Pflanzenschutzmittel, nur kurze Zeit, während des Dosiervorgangs, mit dem Wandmaterial, etwa Kunststoff, der Dosierhilfe in Kontakt kommt, ist die Wahl des Kunststoffes relativ unproblematisch; jedenfalls steht eine große Bandbreite von möglichen preiswerten Materialien für die Dosierhilfe dem Fachmann zur Verfügung.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel noch näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise aufgeschnittene Seitenansicht einer Vorratsflasche mit angeschlossener erfindungsgemäßer Dosierhilfe und
Fig. 2 einen Schnitt mit Sicht nach unten gemäß der Linie H-II in Fig. 1 unter Schnittführung durch den Hals der Vorratsflasche und Ansicht von oben auf ein mit der Dosierhilfe zusammenwirkendes Quetschorgan.
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Eine Vorratsflasche 2 dient ohne Beschränkung der Allgemeinheit als Vorratsbehälter für ein in Form eines Fluids vorliegendes Pflanzenschutzmittel. Die Vorratsflasche 2 hat einen Hauptkörper 4 beliebigen Querschnitts, der über ein eingezogenes Schulterteil 6 in einen Flaschenhals 8 übergeht, der zylindrisch geformt ist. Der Schulterteil 6 und der Hauptkörper 4 können ebenso kreissymmetrisch um die gedachte Achse 10 der Vorratsflasche 2 geformt sein.
Der Flaschenhals 8 ist außen mit einem Schraubge-
^ winde ausgebildet, das komplementär zu einem Innengewinde einer Verschlußkappe 12 ist wie im gezeigten Ausführungsbeispiel, jedoch nicht mehr wie im Auslieferungszustand der Vorratsflasche 2 auf deren Flaschenhals 8 aufgeschraubt ist, sondern einen noch zu erläuternden zweiten Zweck erfüllt.
In der dargestellten Ausführungsform ist eine erfindungsgemäße Dosierhilfe 14 auf den Flaschenhals 8 der Vorratsflasche 2 aufgeschraubt.
Diese Dosierhilfe 14 weist einen Hauptkörper 16 in Gestalt eines Kunststoffrohres aus flexiblem Material mit lang-(^ gestreckt ovalem Querschnitt (vgl. Fig. 2) auf. Dieser Hauptkörper 16 ist an seinem einen Ende mit einer Anschlußkupplung 18 an dem Flaschenhals 8 der Vorratsflasche 2 versehen. Hierzu geht der unrunde Grund- oder Hauptkörper 16 der Dosierhilfe 14 in einen kreisrunden Stutzen 20 über, der in den lichten Querschnitt des Flaschenhalses 8 komplementär zu dessen Innenfläche eingreift, welche die Anschlußöffnung der Vorratsflasche bildet. Der Stutzen dient dazu, die Dosierhilfe möglichst formsteif mit der Vorratsflasche 2 verbinden zu können, während die Abdichtfunktion gesondert vorgesehen ist. Hierzu ist der • Stutzen 20 mit einer an ihm dicht angesetzten, z.B. angeschweißten oder integral geformten, Uberwurf-Anschlußkappe 22 versehen, welche mit einem inneren Schraubgewinde versehen ist, welches
komplementär zum äußeren Schraubgewinde des Flaschenhalses ausgebildet und auf dieses aufschraubbar ist. Zusätzlich trägt die Überwurf-Anschlußkappe 22 einen in einer inneren Ringnut, die zugleich als Gewindegang ausgebildet sein kann, gehaltenen Dichtring 24, welcher die Innenfläche der Überwurf-Anschlußkappe 22 gegen die Außenfläche des Flaschenhalses 8 abdichtet.
An ihrem anderen, der Anschlußkupplung 18 entgegengesetzten Ende geht der Hauptkörper 16 in einen Ausgangsstutzen 26 kreisrunden Querschnitts mit Außgengewinde über, welches C komplementär zum Innengewinde der Verschlußkappe 12 ist. In Fig. ist ein Zustand dargestellt, in welchem die Verschlußkappe 12 nicht mehr auf den Flaschenhals 8 der Vorratsflasche 2, sondern auf den Ausgangsstutzen 26 der Dosierhilfe 14 aufgeschraubt ist. In diesem Zustand dient die Verschlußkappe 12 als Absperrorgan einer ersten Ventileinrichtung der Dosierhilfe 14.
Es ist nicht zwingend erforderlich, daß der Hauptkörper 16 der Dosierhilfe langgestreckten Querschnitt hat, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Diese Ausführungsform ist lediglich für ein Zusammenquetschen des Hauptkörpers 16 der Dosierhilfe günstiger als ein auch beispielsweise möglicher kreisrunder Quer-•' schnitt.
Wie aus Fig. 1 erkennbar ist, hat die Dosierhilfe 14 eine mit der Vorratsflasche 2 gemeinsame gedachte Achse 10. Axial äquidistant ist dabei der Hauptkörper 16 der Dosierhilfe 14 mit Einschnürungen 28 und/oder geschwächten Wandabschnitten versehen, von denen in dem gezeigten Beispiel fünft Einschnürungen 28 gezeigt sind. Dabei ist zweckmäßig die Anordnung so getroffen, daß der Ausgangsstutzen 26, der an seiner die Ausgießöffnung bildenden freien Stirnseite von der Verschlußkappe 12 abgeschlossen wird, bis zur nächstliegenden Einschnürung 28 ein erstes Maßvolumen bildet, welches bis zu den nächsten Einschnürungen 28 bis auf das Fünffache um ganzzahlige Vielfache
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vergrößerbar ist, immer unter der Voraussetzung, daß die Abgrenzung dieses Maßvolumens in Richtung zur Vorratsflasche 2 durch Zusammenquetschen der betreffenden Einschnürung und/od<2r betreffenden Ringzone geschwächten Wandabschnitts in Richtung zur Vorratsflasche 2 hin abgeschlossen ist. Die am Ort der Ringzonen der Einschnürungen 28 jeweils beim Zusammenquetschen aneinander anliegenden flexiblen Wände des Hauptkörpers 16 der Dosierhilfe bilden dabei primär ein Absperrorgan einer zweiten Absperrventileinrichtung, die von der Außenseite des Grundes ) körpers her betätigbar ist.
Hierzu ist als senkundäres, auch von außen auf die Ringzonen 28 einwirkendes Ventilorgan ein Quetschorgan 30 vorgesehen, welches mehr im einzelnen in der Draufsicht nach Fig. dargestellt ist. Davon unabhängig ist in Fig. 1 zu erkennen, daß es sich oei dem Quetschorgan 30 um ein Stück Flachmaterial, vorzugsweise auch aus Kunststoff, handelt, dessen Stärke etwa gleich der axialen Länge einer Einschnürung 28 dimensioniert ist. Das Quetschorgan 30 ist ebenso wie die äußeren Mantelflächen der Verschlußkappe 12 und der Uberwurf-Anschlußkappe 22 mit einer die Handhabung vereinfachenden Profilierung 32 versehen, z.B. , wie gezeigt mit einer Nutung oder alternativ mit hervorstehenden' Stegen o. dgl. Man könnte auch an eine rauhe, z.B. grob punktförmig profilierte, Oberfläche denken.
Das Quetschorgan 30 weist einen Einführungsteil 34 und einen von diesem seitlich abstehenden Quetschteil 36 auf. Der Einführungsteil 34 ist etwa als Kreisscheibe ausgebildet, von welcher der Quetschteil 36 als Lasche kleinerer Querdimension seitlich absteht, wobei die gedachte Achse 38 dieser Lasche mit dem Kreuzungspunkt von zwei senkrecht aufeinanderstehenden radialen Achsen 40 und 42 der Kreisscheibe zusammenfällt und dieser Kreuzüngäpunkt wiederum beim Aufstreifen des Quetschorgans auf
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- 10 -
die Dosierhilfe 14 von Seiten der Verschlußkappe 12 her etwa mit der Achse 10 von Vorratsflasche 2 und Dosierhilfe 14 zusammenjfällt.
,· Das Aufstreifen wird dadurch ermöglicht, daß der
|· Einführteil mit einem lichten Querschnitt 40 versehen ist, der
vorzugsweise ebenso wie die Außenfläche des Einführteils 34
! kreisrund und koaxial mit dieser geformt ist und so weit bemes-
\ sen ist, daß der Einführteil 34 über die Schraubkappe 12 hinweg
.-·. bis in die axiale Höhe jeder der fünf Einschnürungen 78 über die
*' Dosierhilfe 14 geschoben werden kann.
Der lichte Querschnitt 40 geht in Richtung der Lasche des Quetschteils 36 in einen freien konischen Anschlußquerschnitt 42 über, dessen Achse mit der Achse 38 der Lasche zusammenfällt und innerhalb des Quetschteils 36 in einen Quetschschlitz 44 übergeht, der ebenfalls mit der Achse 38 des laschenförroigen Quetschteils 36 koaxial ist und dessen Schlitzweite etwa der doppelten Wandstärke des Hauptkörpers 16 der Dosierhilfe 14 im Bereich einer Einschnürung 28 entspricht.
Wenn somit das Quetschorgan 30 bis in die axiale ( ) Höhe einer Einschnürung 28 und/oder Ringzone mit geschwächter Wandstärke über die Dosierhilfe 14 axial aufgeschoben ist, wobei zum Aufschieben dar Einführteil 34 dient und das laschenförmige Quetschteil als stielförmiger Handgriff benutzt werden kann, wird das Quetschorgan seitlich verschoben, so daß die Ringzone 28 zunächst von dem Übergangsabschnitt 42 zunehmend zusammengedrückt und schließlich innerhalb des Quetschschlitzee 44 so aneinandergedrückt wird, daß dort eine zweite Absperrventi!einrichtung mit vollständiger Absperrung des lichten Querschnitts des Hauptkörpers 16 der Dosierhilfe 14 in dem Bereich der betreffenden Ringaone 28 entsteht. Zum öffnen dieser zweiten Absperrventileinrichtung kann dann das Quetschorgan wieder seitlich verschoben werden, bis der Hauptkörper 16 der Dosierhilfe 14 wieder nur im Einführungsteil 34 zu liegen kommt, so daß dann das
Quetschorgan in umgekehrter Kinematik wieder über die Verschlußkappe 12 nach außen abgezogen werden kann.
Es versteht sich, daß für diese Funktion ein Material des Hauptkörpers 16 der Posierhilfe 14 Verwendung finden sollte, das wenigstens teilweise und möglichst ganz eine Wiederherstellung des ursprünglichen lichten Querschnittes des Hauptkörpers 16 der Dosierhilfe 14 nach einer Zusammenquetschung ermöglicht. Dies läßt sich
h durch Gr.tsprecher.de Elastizität des für den
Hauptkörper 16 der Dosierhilfe 14 verwendeten Kunststoffmate-'. rials erreichen.
Dasselbe Quetschorgan 30 kann daher für mehrfache Betätigung des Ventilorgans der zweiten Absperrvorrichtung Verwendung finden, und zwar sowohl an unterschiedlichen Orten der von Einschnürungen und/oder Bereichen geschwächter Wandstärke gebildeten Ringzonen 28 als auch an denselben Ringzonen 28. Dabei wird vollständig vermieden, bewegliche Ventilorgane in die Dosierhilfe 14 selbst einbauen zu müssen.
Die Länge des Quetschschlitzes 44 ist zweckmäßig größer als die Erstreckungslänge der Ringzonen 28 im zusammen- - gequetschten Zustand gewählt, wobei eine gleiche Länge noch akzeptabel ist.
Die Einschnürungen 28 sind zweckmäßig in Form von Ringnuten gebildet.
Der Hauptkörper 16 der Dosierhilfe einschließlich des AusgangsStutzens 26 umschließt zweckmäßig ein gesamtes Aufnahmevolumen zwischen 1 ml und 50 ml und vorzugsweise ein solches im Bereich von 1 ml bis 5 ml. Das Maßvolumen zwischen zwei benachbarten Ringzonen 28 aus Ei»i schnürungen und/oder verdünnnten Wandstärken kann dabei jedes Volumen kleiner als das
Aufnahmevolumen der ganzen Dosiereinrichtung sein und liegt vorzugsweise in einem Bereich von 0,1 bis 25 ml, höchstvorzugsweise von 0,1 bis 2,5 ml. Als besonders zweckmäßig hat sich eine Dimensionierung der Maßvolumeneinheit zwischen zwei benachbarten Ringzonen 28 von 1 ml ergeben.
Die gesamte Dosierhilfe 14, mindestens jedoch alle mit dem Fluid in Kontakt kommenden Teile, vielleicht mit Ausnahme der Innenfläche einer von der Vorrafcsflasche 2 schon vorgegebenen Verschlußkappe 12, werden zweckmäßig aus Kunststoff, insbesondere einem geeigneten Polymer, hergestellt.
Zum Füllen des Maßvolumens innerhalb der Dosierhilfe wird dabei die Vorratsflasche 2 mit dicht aufgesetzter Dosierhilfe 14 auf den Kopf gestellt, bis eine hinreichende Füllung der Dosierhilfe bei aufgesetzter Verschlußkappe 12 erfolgt ist. Dann wird die Dosierhilfe 14 in der beschriebenen Weise an der gewünschten Ringzone 28, die gegebenenfalls auch nur über Teilbereiche des ümfangs des Hauptkörpers 16 der Dosierhilfe 14 verlaufen kann, abgequetscht, die Vorratsflasche wieder aufrecht hingestellt, die Verschlußkappe 12 gelöst und das bereits abgemessene Fluidvolumen aus dem gemeinsamen Aggregat von Vorratsflasche 2 und Dosierhilfe 14 ausgegossen.
In nicht gezeigter alternativer Ausführungsform könnte auch die Uberwurf-Anschlußkappe 22 auf dem Stutzen 20 in abgedichteter Weise drehbar angeordnet sein.
Die beschriebene Dosierhilfe 14 bildet mindestens mit ihrem Hauptkörper 16 eine Anschlußleitung an den Vorratsbehälter 2, deren Innenvolumen gemeinsam mit dem Ausgangsstutzen 26 unterschiedliche Maßvolumina abzuteilen gestattet und die somit insgesamt als Meßbehälter dienen kann.

Claims (12)

  1. ELISABETH JUNQ dr. Phil. DiPL-CHEM. *. : . : : ··■. eoqo-M1OJWtJEN 40,
    JÜRGEN SCHIRDEWAHN dr. rer. nat., dV.W- '"'·■·· £3015« ao CLAUS GERNHARDT dipl.-inq. telefon: (oeg) 34 so er
    TELEGRAMM/CABLE: INVENT MÖNCHEN
    PATENTANWÄLTE TELEX: 5-29 &bgr;&bgr;&bgr;
    EUROPEAN PATENT ATTORNEYS TELECOPIERER (FAX): (089) 39 92 39 (QR. ll/lll)
    T 587 Ma (Dr.S/k) 31. Mai 1988
    Shell Internationale Research Maatschappij B.V. Carel van Bylandtlaan 30
    2596 HR Den Haag (Niederlande)
    Dosierhilfe
    Ansprüche
    1. Dosierhilfe (14) für die Abgabe volumetrisch dosierter Chargen eines in einem Vorratsbehälter (2) , insbesondere einer Flasche, enthaltenen Fluids in Gestalt eines an die Abgabeöffnung des Vorratsbehälters anschließbaren Meßbehälters,
    dadurch gekennzeichnet , daß das Maßvolumen des Meßbehälters zwischen zwei Absperrventileinrichtungen (12;28,30) ausgebildet ist, von denen die erste Absperrventileinrichtung (12) an einer Abgabeöffnung des Meßbehälters und die zweite Absperrventileinrichtung (28,30) an einer Anschlußleitung (16) des Meßbehälters an die Abgabeöffnung des Vorratsbehälters angeordnet sind.
  2. 2. Dosierhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Absperrventileinrichtung mit einer Verschlußkappe (12) als Absperrorgan ausgebildet ist.
    POSTSCHECKKONTO: MÖNCHEN 5Ct75-8q»«*B£NK}c{»rip: pEUTSfHE "bAn}< /Jg. MÖNCHEN. LEOPOLOSTR. 71. KONTO-NR. SOQS 7M
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  3. 3. Dosierhilfe :iach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Absperrventileinrichtung mindestens ein Absperrorgan (30) aufweist, das wahlweise an verschiedenen Orten (28) der Anschlußleitung (16) mit unterschiedlichen Abständen zur ersten Absperrventileinrichtung (12) unter Abgrenzung unterschiedlicher Maßvolumina in Absperrstellung bringbar ist.
  4. 4. Dosierhilfe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußleitung (16) mindestens an verschiedenen Orten (28) zusammenquetschbar ausgebildet ist und das Absperrorgan (40) der zweiten Absperrventileinrichtung (28,30) ein von außan auf die Anschlußleitung wahlweise an einem dieser Orte einwirkendes Quetschorgan (30) ist.
  5. 5. Dosierhilfe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die Anschlußleitung, vorzugsweise der Hauptkörper (16) des ganzen Meßbehälters, als flexibles Rohr ausgebildet ist, an dem diskrete Ringzonen (28) erhöhter Zusammenquetschbarkeit als Einschnürungen und/oder Bereiche reduzierter Wandstärke ausgebildet sind.
  6. 6. Dosierhiife nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Quetschorgan (30) einen lichten Querschnitt (40) mit einem solchen Übermaß in bezug auf die Au3enabmessungen des Meßbehälters hat, daß das Quetschorgan mindestens von einer Seite, vorzugsweise r»er der ersten Absperreinrichtung (12), bzw. bis über den jeweils zusammenzuquetscnenden Ort (28) der Anschlußleitung (16) schiebbar ist, und daß der lichte Querschnitt über einen keilförmigen Ubergangsabschnitt (42) in einen Schlitz (44) etwa doppelter Weite der Wandstärke der Anschlußleitung am zusammenzuquetschenden Ort (28) übergeht.
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  7. 7. Dosierhilfe nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Quetschorgan (30) aus Flachmaterial einer Stärke besteht, welche der axialen ErStreckungslänge der Ringzonen (28) erhöhter Zusammenquetschbarkeit entspricht.
  8. 8. Dosierhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß über die ganze Länge des Dosierbehälters bei offenen Absperrventileinrichtungen (12;28,30) der lichte Querschnitt des Dosierbehälters höchstens geringfügig kleiner als der lichte Querschnitt der Abgabeöffnung des Vorratsbehälters (2) ist.
  9. 9. Dosierhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußleitung (16) an ihrem freien Ende mit einer abdichtenden Anschlußkupplung (18) an die Abgabeöffnung des Vorratsbehälters (2) versehen ist.
  10. 10. Dosierhilfe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußkupplung (18) mit einem in die Abgabeöffnung des Vorratsbehälters (2) passenden Anschlußstutzen (20) und einer gegenüber dem Außenrand der Abgabeöffnung des Vorratsbehälters (2) abgedichteten Überwurf-Anschlußkappe (22) versehen
    C ist.
  11. 11. Dosierhilfe nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verschlußkappe (12) der Abgabeöffnung des Vorratsbehälters (2) zugleich als das Absperrorgan der ersten Absperrventileinrichtung vorgesehen ist.
  12. 12. Dosierhilfe nach mindestens einem der Ansprüche 2, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die als Absperrorgan der ersten Absperrventileinrichtung dienende Verschlußkappe (12) und/oder die Uberwurf-Anschlußkappe (22) der Anschlußkupplung (18) Schraubverschlüsse sind.
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Citations (5)

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