DE8806945U1 - Schnellveraschungsgerät - Google Patents

Schnellveraschungsgerät

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DE8806945U1
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/22Fuels; Explosives
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Description

RUHRKOHLE AG, Rellinghauser Straße 1, 4300 Essen 1
Gebrauchsmuster- 24. Mai 1988
anmeldung ZV-PVl/R6/88 Ha/Gs
Schnellveraschungsgerät
Die Erfindung betrifft ein Schnellveraschungsgerät zur Bestimmung des Aschegehaltes, insbesondere von Steinkohle, das im wesentlichen aus einem, mindestens ein mit einer eingewogenen Probe versehenes Veraschungsschälchen aufnehmenden Ofen besteht.
Der Aschegehalt ist ein Maß für den Mineralstoffgehalt eines Brennstoffs. Er gehört neben ei3&kgr;&igr; Wassergehalt zu den Ballaststoffen. Die zur Zeit durchgeführten Verfahten sind sehr zeitaufwendig. Eine Wasserbestimmung dauert 3 Stunden, eine Aschebestimmung 2 Stunden, wodurch iich diese Verfahren nicht für die Produktionsvorgänge tür Steuerung von beispielsweise Setzmaschinen in der Nasche oder der Bandbeschickung zum Kraftwerk eignen.
Die Langwierigkeit des Verfahrens ergibt sich durch eint-n überaus langen Trocknungsvorgang der Proben bei einer Temperatur von ca. 106° C. Nach einer Kontrollwäfung erfolgt die Veraschung. Dazu wird eine eingewogene >robe über ca. 1 1/2 Stunden in einen Ofen bei einer Temperatur von 865 bis 900 C eingegeben. Nach der Vertschung wird die Probe zurückgewogen und der Aschegelialt wird aus der Differenz bestimmt. Eine solche Art Her Aschegehaltsbestimmung ist wie bereits erwähnt für kurzfristige Steuerungen der Setzmaschinen in der Wäsche oder der Bandbeschickung zum Kraftwerk ohne Bedeutung .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Schnell-Veraschungsgerät zur Bestimmung des Aschegehaltes, insbesondere von Steinkohle, zu schaffen, mit welchem die Aschewerte kontinuierlich ermittelt werden können, wobei die Bestimmung einer einzelnen Probe nicht mehr Zeit als 15 bis 20 Minuten erfordert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß tier zur kontinuierlichen Aufnahme und Transport von Veraschungsschälchen vorgesehene Ofen eine Entgasungszone und eine Veraschungszone aufweist, die durch einen (gemeinsamen Kamin voneinander getrennt mit einer durchlaufenden, die Veraschungsschälchen transportierenden (und außerhalb des Ofens endlos umlaufenden Transportbahn versehen sind, daß unterhalb der Transportbahn eine umlaufende endlose Transportkette angeordnet ist, deren Kettenglieder mit senkrechten stabförmigen, durch die Transportbahn hindurchgreifenden Mitnehmern versehen sind, und daß der Ofen mit Transportbahn und Antrieb in einem gemeinsamen Gehäuse einen Oberbau bildet
der abnerimbar auf einem verfahrbar ausgebildsten Unterbau angeordnet ist.
Die Veraschungsschälchen mit den Kohleproben werden auf die Transportbahn vor dem Ofen aufgesetzt und werdsn kontinuierlich durch die Mitnehmer der Transportkette lunächst in die Entgasungszone eingeführt. Die Ver-•schungsschälchen passieren diese Zone bei einer Tempctatur von ca. 500u C. Bei dieser Temperatur entgast die Kohle. Anschließend gelangen die Veraschungsschälchen, immer auf der gleichen Transportbahn bleibend mit der jleichen Geschwindigkeit, in die Veraschungszone und werden dort bei Temperaturen von 800 bis 900 C verfcscht. Nach dem Verlassen der Heizzone innerhalb des Ofens kühlen die Schälchen auf der Trpnsportbahn außerhalb des Ofens ab und können im Anschluß an eine Abkühlstrecke zurückgewogen werden. Der Ofen, d. h. sowohl die Entgasungszone als auch die Veraschungszone werden über in Quarzrohren angeordnete Heizwendeln beheizt, wobei der Ofen allseits mit einer Isolierwand versehen ist. Für das kontinuierliche Ein- und Ausschleusen der Veraschungsschälchen weist der Ofen im Bereich der Entgasungszone einen offenen Eingang und irr Anschluß an die Veraschungszone einen offenen Ausgang auf. Zur Kontrolle der Temperaturen sind im Bereich der Entgasungs- und Veraschungszone am Ofen entsprechende Thermoelemente angeordnet. Die im Ofen hintereinander angeordneten Entgasungs- und Veraschungszone weisen #inen zwischen den beiden Zonen liegenden gemeinsamen Kamin auf.
tin besonderer Vorteil der Erfindung ist darin zn se lien, daß das Schnellveraschungsgerät aus zwei jeweils in einem Gehäuse angeordneten, lösbar miteinander ver-
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bundenen Teilen und zwar einem Unterbau und einem den Unterbau in der Länge überragenden Oberbau besteht. Dabei nimmt der Oberbau unterhalb des Ofens die für die Transportbahn wesentlichen Elemente einschließlich Motor und Getriebe auf, der mit einem Fahrwerk in Form von Rädern versehene Unterbau nimmt die elektronischen Regeleinheiten auf, die modulartig austauschbar ausgebildet sind.
Ein AusfOhrungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Schnellveraschungsgerätes, teilweise geschnitten,
Fig. 2 eine Draufsicht mit teilweisem Schnitt, und Fig. 3 einen Schnitt nach den Linien A-A in Fig. 1.
Das in Fig. 1 in einer Seitenansicht wiedergegebene Schnellveraschungsgerat besteht im wesentlichen aus einem Oberbau 16, der, in einem Gehäuse untergebracht, in Längsrichtung des Gerätes den Unterbau 17 überragt. Der Oberbau 16 ist mit dem Unterbau 17, insbesondere eus Wartungs- und Reparaturgründen lösbar verbunden. Der Oberbau 16 weist einen Ofen 1 auf, der aus einer Entgasungszone 2 und einer Veraschungszone 3 besteht. Der Ofen 1 ist allssits mit einer Isolierung 4 versehen. Innerhalb der Entgasungs- und Veraschungszone 2, 3 wird die Beheizung durch Heizwendeln 18 vorgenommen, die in Quarzrohren 19 verlaufen. Zwischen der Entgasungszone 2 und der Veraschungszone 3 ist ein gemeinsamer Kamin 5 angeordnet, der bis zu einer gewissen Höhe
zentral zwischen den beiden Zonen 2, 3 eine Trennwand 6 aufweist. Die Entgasungszone 2 des Ofens 1 ist mit einem offenen Eingang 20 und die Veraschungszone 3 am Ende 3 mit einem offenen Ausgang 21 versehen.
Durch die beiden Zonen 2, 3 des Ofens 1 läuft eine Transportbahn 8, die außerhalb des Ofens 1, wie insbesondere aus der Draufsicht nach Fig. 2 zu entnehmen ist, in einem endlosen Oval verläuft. Die Transportbahn, die zur Aufnahme von Veraschungsschälchen 7 vorgesehen ist und diese kontinuierlich durch den Ofen transportiert, weist zentral einen durchgängigen Schlitz 12 auf, durch welchen Mitnehmer Ii zum Zwecke des Transportes der Veraschungsschälchen 7 greifen.
Unterhalb der Transportbahn 8 ist, wie die Fig. 1 und 3 besonders deutlich zeigen, eine umlaufende Transportkette 9 mit entsprechendem Antrieb 13 und Getriebe 14 vorgesehen, die über entsprechende Kettenräder 9 den kontinuierlichen Umlauf der senkrecht angeordneten stabförmigen Mitnehmer 11 gewährleistet. Außerhalb des Ofens 1 endet die Transportbahn 8 in einer Abkühlstrecke 23, wobei in diesem Bereich die Transportbahn 8 soweit ansteigt, daß die durch die Transportbahn 8 greifenden Mitnehmer 11 den Transport der Veraschungsschälchen 7 nicht mehr gewährleisten.
Auf dem Ofen 1 ist, wie aus Fig. 3 hervorgeht, in zweckmäßiger Anordnung ein Stromanschluß 28 für die beiden Zonen 2 und 3 angeordnet, wobei der Netzanschluß 29 am Unterbau 17 angebracht ist. Um den Oberbau 16 vom Unterbau 17 lösen zu können und um das gesamte Schnell- \ veräschungsgerät zweckmäßig transportieren zu können, ä sind an den Stirnseiten 24 im Bereich des Oberbaus 16
Stäbe 25 eingelassen, die ausziehbar ausgebildet sind. Alternativ können an den Stirnseiten 24 auch Handgriffe angeordnet sein.
Der Unterbau 17 ist zur Aufnahme der elektronischen Regeleinrichtungen 26 vorgesehen, die in zweckmäßiger Anordnung modulartig austauschbar angeordnet sind. Über die Handgriffe 27 ist beispielsweise die in diesem Ausführungsbeispiel dargestellte Regeleinrichtung 26 aus dem Unterbau 17 ausziehbar. Um das Schnellveraschungsgerät für den Bedarfsfall verfahrbar zu gestalten, ist der Unterbau 17 mit einem Fahrwerk 30 in Form von Rädern versehen.
1 Ofen
2 Entgasungszone
3 Veraschungszone
4 Isolierung
CJl Kamin
6 Trennwand
7 Veraschungsschalchen
t Transportbahrt
9 Transportkette
10 Kettenglieder
11 Mitnehmner
12 Schlitz
13 Antrieb
14 Getriebe
15 Kettenrad
16 Oberbau
17 Unterbau
18 Heizwendel
19 Quarzrohre
20 Eingang
21 Ausgang
22 Thermoelement
23 Abkühlstrecke
24 Stirnseiten
25 Stäbe
26 Regeleinrichtungen
27 Handgriffe
28 Stromansciiluß
29 Netzanschluß
30 Fahrwerk

Claims (9)

■ · ■ · ■· r · im ,. te RUHRKOHLE AG, Rellinghauser Straße 1, 4300 Essen 1 Gebrauchsmuster- 24. Mai 1988 anmeldung ZV-PV1/R6/88 Ha/Gs Schnellveraschungsgerät Schutzansprüche:
1. Schnellverabchungsgerät zur Bestimmung des Aschegehaltes, insb sondere von Steinkohle, das im wesentlichen aus einem, mindestens ein, mit einer eingewogenen Probe versehenes Veraschungsschälchen, aufnehmenden Ofen besteht, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) der zur kontinuierlichen Aufnahme und Transport von Veraschungsschälchen (7) vorgesehene Ofen (1) weist eine Entgasungszone (2) und eine Veraschungszone (3) auf, die durch einen gemeinsamen Kamin (5) voneinander getrennt mit einer durchlaufenden, die Veraschungsschälchen (7) transportierenden und außerhalb des Ofens (1) endlos umlaufende Transportbahn (8) versehen sind,
b) unterhalb der Transportbahn (8) ist eine oder mehrere umlaufende endlose Transportkette(n) (9) angeordnet, deren Kettenglieder (10) mit senkrechten, stabförmigen, durch die Transportbahn (8) hindurchgreifenden Mitnehmern (11) versehen sind, und
c) der Ofen (1) mit Transportbahn (8) und Antrieb (13, 14) ist in einem gemeinsamen, einen Oberbau (16) bildenden Gehäuse angeordnet, wobei der Oberbau (16) abnehmbar mit einem verfahrbar ausgebildeten Unterbau (17) verbunden ist.
2. Schnellveraschungsgerät nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß der über in Quarzrohren (19) angeordnete Heizwendeln (18) beheizte und allseits nit einer Isolierwand (4) versehene Ofen (1) für die durchlaufende Transportbahn (8) einen offenen Eingang (20) und Ausgang (21) aufweist.
3. Schnellveraschungsgerät nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß der Ofen (1) sowohl im Bereich der Entgasungs- als auch Veraschungszone (2, 3) mit Thermoelementen (22) versehen ist.
4. Schnellveraschungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen Entgasungszone (2) und Veraschungszone (3) angeordnete, gemeinsame Kamin (5) des Ofens (1) eine mindestens über eine Teilhöhe angeordnete Trennwand (6) aufweist.
5. Schnellveraschungsgerat nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß unterhalb des Ofens (1), innerhalb des Oberbaus (16), der Antrieb (13) und das Getriebe (14) für die über Kettenräder (15) angetriebene Transportkette (9) angeordnet sind.
6. Schnellveraschungsgerat nach Anspruch I1 dadurch ge kennzeichnet, daß in der Transportbahn (8) und zwar außerhalb des Ofens (1) eine Abkühlstrecke (23) angeordnet ist, deren Endbereich höher liegt als die Höhe der durch die Transportbahn (8) greifenden Mitnehmer (11) .
7. Schnellveraschungsgerat nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß an den Stirnseiten (24) des in der Länge den Unterbau (17) überragenden Oberbau· &egr; (16) ausziehbare Stäbe (25) und/oder fest angeordnete Handgriffe angeordnet sind.
8. Schnellveraschungsgerat nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß im Anschluß an die Kühlstrecke (23) eine die Veraschungsschälchen (7) kontinuierlich wiegende Waage angeordnet ist.
9. Schnellveraschungsgerat nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß in dem mit einem Fahrwerk (30) versehenen Unterbau (17) die elektronischen Regeleinheiten (26) modulartig austauschbar angeordnet sind.
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