DE8805874U1 - Vorrichtung zum unmittelbaren Verbinden von rechtwinklig zueinander angeordneten Platinen - Google Patents
Vorrichtung zum unmittelbaren Verbinden von rechtwinklig zueinander angeordneten PlatinenInfo
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Description
88 6 12 5 0 DE
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Siemens Aktiengesellschaft
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Vorrichtung zum unmittelbaren Verbinden von rechtwinklig zueinander angeordneten Platinen
5
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruches 1.
Techniken angewandt. Sollen die beiden zu verbindenden Teile
beliebig oft wieder voneinander trennbar sein, so werden vorzugsweise Schrauben als Verbindungselemente eingesetzt.
Auch sind nicht lösbare Kerb-, Niet-, Schrank-, Preß- und
weisen entweder den Nachteil auf, daß sie für eine automatengerechte Montage, wie z.B. Robotermontage nicht geeignet
sind oder sie können wegen auftretender Spanbildung bei der Montage in Geräten mit ungeschützten Elektronikbaugruppen
nicht verwendet werden. Darüber hinaus sind für die Verbindung dünner, meist fertig lackierter Bleche Verlappungen üblich. Insbesondere gilt dies für in Masser,
hergestellte dünnwandige Teile, die eine andere Verbindung nicht vertragen, zum Verschrauben erst versteift werden
müßten oder beim Verschweißen durchbrennen wurden. Bei diesen bekannten Verlappungen greift ein im wesentlichen
rechteckförmiger, über die Kontur des einen Bleches abstehender Lappen durch einen entsprechenden rechteckförmigen
Schlitz des zu befestigenden Teils und wird anschließend
abgewinkelt, so daß er auf dem zu befestigenden Teil eber,
aufliegt. Solchen einfachen Verlappungen sind aber einerseits Grenzen hinsichtlich statische! und dynamischer Belastungen gesetzt und andererseits bereitet die genaue
Lagezuordnung beim Fügen der beiden Teile Schwierigkeiten,
die ein automatengerechtes Montieren erschweren oder gar
verhindern.
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Aufgabe der Erfindung 1st es daher, eine Vorrichtung der
obengenannten Art so weiterzubilden, daß mit einfachen Mitteln und ohne zusätzliche Befestigungselemente, aber mit
verhältnismäßig hohen Anforderungen an die Festigkeit der Verbindung ein automatengerechtes Zusammenfügen und anschließe
des Befestigen von zwei rechtwinklig zueinander angeordneten Platinen ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten
Art gemäß deü! kennzeichnenden TrII des ersten
Schutzanspruches gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich auf einfachste Weise zwei rechtwinklig zueinander angeordnete
Platinen, insbesondere Gehäuseteile eines Kommunikationsendgerätes, wie sie z.B. Druckerbockgestelle mit Seitenplatinen
und Quertraverse darstellen, unmittelbar miteinander verbinden. Zu diesem Zwecke befinden sich an der einen
Platine über deren Kontur hinausragende, als Verformten dienende Befestigungslappen und Zentriernasen, die mit
entsprechenden Ausnehmungen in der weiteren Platine zusammenwirken. Der Befestigungslappen weist dabei einen
Schaft und ein über die Breite des Schaftes hinausragendes Griffstück auf, welches beim Fügen in die entsprechende
Ausnehmung eingeführt und anschließend verdreht wird. Dadurch
verkürzt sich der Befestigungslappen und am Grif fst'-;ck
angeformte Ansätze gelangen zur Anlage an die Oberfläche der
weiteren Platine, wodurch sich sowohl eine kraft- als auch eine formschlüssige Verbindung ergibt.
Der Befestigungslappen und die Zentriernasen weisen ebenso wie die hierfür vorgesehenen Ausnehmungen Einführschrägen
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8 1 2 5 O DE n
auf, so daß eine genaue Zuordnung der beiden Platinen durch die Korrektur der Abweichungen beim Zusammenfügen erreicht
wird und somit die Voraussetzungen für eine automatengerechte
Montage, zum Beispiel Robotermontage, gegeben sind.
Ebenso kann das Verdrehen des Befestigungslappens mit Hilfe seines Griffstückes besonders vorteilhaft mit einem Roboter
erfolgen.
Der Wert des geeigneten Verdrehwinkels hängt von der gewünschten
Längenänderung des Befestigungslappens ab und kann bis zu ca. 160* gewählt werden. Für große Seitenstabilität
und axialen Toleranzausgleich durch Federwirkung beträgt der Verdrehwinkel vorzugsweise 90*. Für hohe Flächenpressung
bei geringer Verformung der Platinen ist ein Verdrehwinkel von 160* vorteilhaft. Für spezielle Fälle ist
aber auch ein beliebiger Torsionswinkel denkbar (unterschiedlich Längenänderungen des Befestigungslappens).
Dadurch, daß der Befestigungslappen und die Zentriernasen in einer Stanzebene liegen und darüber hinaus keine zusätzlichen
Befestigungsteile wie Schrauben oder Nieten benötigt werden, ergibt sich eine leicht herstellbare und kostengünstig
durchzuführende Verbindung.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, daß keine Spanbildung auftreten kann, wie sie z.B.
beim Eindrehen von Schrauben auftritt. Dadurch ist die Vorrichtung im Umfeld von ungeschützten elektronischen Baugruppen
anwendbar.
Aufgrund der kraft- und formschlüssigen Verbindung der
beiden Platinen ist eine hohe statische und dynamische Belastbarkeit gegeben. Durch die dabei auftretende hohe
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Flächenpressung ist auch ein guter elektrischer Kontakt gegeben, wodurch eventuell zusätzlich notwendige Masseverbindungen zwischen den beiden Platinen entfallen können.
Flächenpressung ist auch ein guter elektrischer Kontakt gegeben, wodurch eventuell zusätzlich notwendige Masseverbindungen zwischen den beiden Platinen entfallen können.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können auch Platinen
unterschiedlichen Materials miteinander verbunden werden. So kann beispielsweise die die Ausnehmungen aufweisende
Platine aus Kunststoff bestehen, wobei gemäß einer Weiterbildung der Erfindung eine unterlegte Metallscheibe die
Flächenpressung reduziert und das Verdrehen des Befestigungslappens ermöglicht, ohne die Oberfläche der Kunststoffplatine
zu zerstören.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. Dabei zeigen
Figur 1 in Prinzipdarstellung eine für eine Verlappung geeignete Blechstoßverbindung im unmontierten Zustand,
Figur 2 die Blechstoßverbindung gemäß Figur 1 im zusammengefügten Zustand,
Figur 3 die Blechstoßverbindung nach Figur 1 im montierten Zustand und
Figur 4 eine weitere Möglichkeit der Verbindung von Platinen unterschiedlichen Materials.
25
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In den Figuren sind ausschnittsweise zwei Platinen eines Druckerchassis dargestellt, die miteinander verbunden werden
sollen. Es sind dies im einzelnen eine Seitenplatine 2 und eine rechtwinklig zu dieser Seitenplatine 2 angeordnete
Quertraverse 1. Die Seitenplatine 2 gemäß Figur 1 beinhaltet eine Durchtrittsöffnung 6 mit einer Führungsnut 5, deren
Durchmesser der Breite des Schaftes 7 eines im folgenden
{ noch näher beschriebenen Verformteiles 3 entspricht.In die
Durchtrittsöffnung 6 der Seitenplatine 2 greift die T-förmig
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anstoßende Quertraverse 1 mit einem an diese Durchtrittsöffnung
6 anneDaßten, ebenen und als Beiestigungslappen
dienendes Verformteil 3 ein.
Der Fußpunkt des aus dem Schaft 7 und einem Griffstück 8
bestehenden Verformteils 3 liegt innerhalb der Quertraverse
1 und wird von zwei in Form von Langlöchern ausgebildeten Freischnitten 9 begrenzt, wodurch ein zungenartiger Befestigungslappen
geschaffen wird. Die Freischnitte 9 weisen an der zur Mitte der Quertraverse 1 hinweisenden Seite halbkreisförmige
Abschlüsse auf, wodurch die Kerbwirkung beim Verdrehen des Verformteiles 3 verringert wird. An einem
frei über die Stirnseite der Quertraverse 1 abstehenden Griffstück 8 sind beidseitig über die Breite des Schaftes
vorspringende Ansätze 10,11 vorgesehen. Dabei ist die untere, zu der Stirnseite der Quertraverse i parallel
verlaufende Wandung der Ansätze 10,11 um ein Maß von ihr beabstandet, das mindestens der Materialstärke der zu
befestigenden Seitenplatine 2 entspricht. Der Abstand der beiden in Längserstreckung des Verformteiles 3 verlaufenden
Wandungen der Ansätze 10,11 ist auf die Länge der Führungsnut 5 in der Seitenplatine 2 abgestimmt. Ferner läuft die
Wandung des Griffstückes 8 an seinem freien Ende spitzwinklig zu, so daß Einführschrägen gebildet werden.
Beidseitig des Verformteiles 3 sind in geringem Abstand zu diesem ebenfalls an der Stirnseite der Quertraverse 1
Zentriernaser 4 vorgesehen, deren Länge mindestens der vollen Stärke der anstoßenden Seitenple^.ine 2 im Befestigungsbereich
entspricht. Die freien Enden dieser abstehenden Zentriernasen 4 sind dabei abgeschrägt, so daß ebenfalls Einführschrägen
gebildet werden. Die Zentriernasen 4 wirken mit entsprechenden Zentrierausnehmungen 12 auf der Seite: platine
2 zusammen. Um das Einführen der Zentrirrna?. &eegr; 4
noch weiter zu erleichtern, sind die Längsseiten der Zentrierausnehmungen 12 -in Draufsicht auf die Seitenplatine 2 gesehen-
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leicht rautenförmig ausgebildet.
Die Verbindung der beiden Platinen 1,2 geschieht in der
anhand der Figuren 1 bis 3 gezeigten und im nachfolgenden
genauer erklärten Weise.
Nach dem Positionieren, bei dem eine grobe Zuordnung der Quertraverse 1 und der Seitenplatine 2 genügt (Figur 1),
wird beim Zusammenfügen der beiden Platinen 1,2 aufgrund der
zusätzlichen Zentriernasen 4 und der Zentrierausnehmungen 12
eine exakte Lagezuordnung erreicht (Figur 2). Durch die Zentrierelemente 4,12 wird außerdem ein zusätzlicher Formschluß
der beiden Platinen 1,2 wider gegenseitigem Verdrehen erreicht.
Nach dem Zusammenfügen der beiden Platinen 1,2 wird das Verformten 3 an seinem Griffstück 8 erfaßt und verdreht.
Das Verdrehen kann entweder manuell oder mit Hilfe eines Automaten, z.B. einem Roboter erfolgen. Durch dieses Ver
drehen verkürzt sich insbesondere der Schaft 7 des Verform-
teiles 3, so daß die parallel zur Stirnseite der Quertraverse 1 verlaufenden Wandungen der Ansätze 10,11 unmittelbar auf der Oberfläche der Seitenplatine 2 zu liegen kommen,
wodurch eine kraft- und formschlüssige Verbindung der beiden
Platinen erfolgt (Figur 3). Die dabei abweichende Zuordnung
vor dem Fügen wird über Einführschrägen in der Durchtrittsöffnung 6, am Verformten 3 und an den Zentriernasen 4 problemlos korrigiert.
In den Figuren 1 und 2 sind symmetrisch zu der Durchtrittsöffnung 6 zwei Zentrierausnehmungen 12 dargestellt. Die. geforderte Zuordnungsgenauigkeit und zugelassene Beanspruchung
der Seitenplatine 2 zur Quertraverse 1 bestimmt die Anzahl der Zentriernasen 4 pro vorhandenem Verformten 3, wobei in
der Regel eine Zentriernase 4 ausreicht (Figur 3).
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Mit der beschriebenen Vorrichtung lassen sich auch Platinen unterschiedlichen Materials dauerhaft verbinden.
So besteht die Platine 2 in Figur 4 aus Kunststoff, während die mit dem Bezugszeichen 1 versehene Platine analog den
in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Platinen aus Blech besteht. Zur Versteifung sind auf der Oberfläche der Platine 2 rechtwinklig
zueinander angeordnete Rippen 13 vorgesehen. Um auch hier eine form- und kraftschlüssige Verbindung der beiden
Teile ohne Zerstörung der Oberfläche der Platine 2 zu erreichen, ist eine Metallscheibe 14 zur Druckverteilung vorgesehen.
Die Metallscheibe 14 weist eine Ausnehmung auf, deren Ausmaße identisch der Durchtrittsöffnung 6 in der Seitenplatine
2 nach den Figuren 1 bis 3 entspricht. Sie wird nach dem Fügen der beiden Teile 1,2 auf die Oberfläche der Platine
2 aufgelegt und beim anschließenden Verdrehen des Verformteiles 3 reduziert diese unterlegte Metallscheibe 14
die Flächenpressung und gleichzeitig wird die Oberfläche der Platine 2 nicht beschädigt. In diesem Falle muß der Abstand
zwischen den parallel zur Stirnseite verlaufenden Wandungen der Ansätze 10,11 des Verformteiles 3 und der Stirnseite der
Quertraverse 1 selbst entsprechend der Materialstärke der Metallscheibe 14 vergrößert werden. Selbstverständlich sind
auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 Zentrierelemente für eine automatengerechte Montage in Form von Zentriernasen
und zugehörigen Zentrierausnehmungen vorzusehen, die den anhand der Figuren 1 bis 3 gezeigten Zentrierelementen
4,12 entsprechen können. Diese sind aber aus Gründen der Übersichtlichkeit in Figur 4 weggelassen.
3 Schutzansprüche
4 Figuren
Claims (1)
- Neue Schutzansprüche 1 und 3 (ersetzen die bisherigen Ansprüche 1 und 3)1. Vorrichtung zum unmittelbaren Verbinden vGn zwei rechtwinklig zueinander angeordneten ersten und zweiten Platinen, Blechelementen oder ähnlichen Teilen, insbesondere Gehäuseteilen von Kommunikationsendgeräten,gekennzeichnet durch die Kombinationfolgender Merkmale:a) an der ersten Platine (1) ist ein zungenartiges, einen Schaft (7) und ein Griffstück (8) aufweisendes Verformteil (3) vorgesehen, dessen freies Ende über eine Stirnseite der ersten Platine (1) hinausragt,b) das Griffstück (8) ist gegenüber dem Schaft (7) derart verbreitert, go daß rechtwinklig vom Schaft (7) abstehende Ansätze (10,11) gebildet sind, deren Abstand zu der Stirnseite der ersten Platine (1) mindestens der Materialstärke der zweiten Platine (2) entspricht,c) in geringem Abstand zu dem Verformteil (3) ist mindestens eine ebene Zentriernase (4) angeordnet,d) in der zweiten Platine (2) sind sowohl eine Durchtrittsöffnung (6) mit einer zusätzlichen Führungsnut (5) für das Verformteil (3) als auch mindestens eine Zentrierausnehmung (12) für die Zentriernase (4) vorgesehen,e) sowohl die Durchtrittsöffnung (6), die Zentrierausnehmung (12) als auch die freien Enden des Verformteiles (3) und der Zentriernasen (4) sind mit Einführschrägen versehen.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die axiale Verkürzung des Verformteils (3) mindestens dem vertikalen Abstand der Ansätze (10,11) von der Oberfläche der zweiten Platine (2) entspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805874U DE8805874U1 (de) | 1988-05-03 | 1988-05-03 | Vorrichtung zum unmittelbaren Verbinden von rechtwinklig zueinander angeordneten Platinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805874U DE8805874U1 (de) | 1988-05-03 | 1988-05-03 | Vorrichtung zum unmittelbaren Verbinden von rechtwinklig zueinander angeordneten Platinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8805874U1 true DE8805874U1 (de) | 1988-08-18 |
Family
ID=6823667
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8805874U Expired DE8805874U1 (de) | 1988-05-03 | 1988-05-03 | Vorrichtung zum unmittelbaren Verbinden von rechtwinklig zueinander angeordneten Platinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8805874U1 (de) |
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- 1988-05-03 DE DE8805874U patent/DE8805874U1/de not_active Expired
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