DE8804299U1 - Vorrichtung zur Herstellung einer Sacklochbohrung in einer Stirnfläche einer steinernen Fassadenplatte - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung einer Sacklochbohrung in einer Stirnfläche einer steinernen FassadenplatteInfo
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Description
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S 175a
vorrichtung zur Herstellung einer sackiochbohrung in einer
Stirnfläche einer steinernen Fassadenplatte
Die Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung einer Sacklochbohrung in einer Stirnfläche einer steinernen
Fassadenplatte oder einer Grabeinfassung, bestehend aus einer Bohreinheit mit einer Einrichtung zur Aufnahme eines hohlen
und von einem Kühlmittel durchströmten Diamantbohrers.
Fassadenplatten werden mittels besonderer, etwa T-förmiger
Anker an Fassaden befestigt. Zur Aufnahme eines Schenkels des Ankers ist es erforderlich, in die Stirnflächen der Fassadenplatten Sacklöcher zu bohren. Dabei werden diese Sacklochbohrungen normalerweise immer in der Werkstatt hergestellt. Sollte
sich bei der Montage herausstellen, daß die Sacklochbohrungen nicht mit den bereits gesetzten Ankern fluchten, was nicht selten vorkommt, müssen neue Sacklochbohrungen auf der Baustelle
erzeugt werden. Während die Herstellung von Sacklochbohrungen in der Werkstatt verhältnismäßig einfach durchzuführen ist, ist
dies auf der Baustelle umständlich und zeitraubend. Zur Herstellung von Sacklochbohrungen auf der Baustelle ist eine Bohr·
einheit bekannt, die mit einer Einrichtung zur Aufnahme eines hohlen Diamantbohrers versehen ist. Oberhalb des Spannfutters
wird dabei in die Antriebswelle ein Kühlmittel eingeleitet, welches durch das Spannfutter und den Diamantbohrer strömt.
Dabei hat das Kühlmittel auch die Aufgabe, das abgearbeitete Material der Fassadenplatte aus der Sackloehbohrung herauszu-
spülen bzw. abzufördefti. Für das Herstellen derartiger Sacklochbohrungen an der Baustelle ist es einerseits erforderlich,
daß das Sackloch nicht nur genau angerissen, sondern auch genau gebohrt wird. Dies ist jedoch äußerst schwierig, da die Bohreinheit von Hand geführt und gegen die Fassadenplatte gedrückt
wird. Zusätzlich besteht dabei aber auch die Gefahr, daß bei schlechter Handhabung der Bohrer abbrechen kann.
Der Neuerung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Herstellung einer Sacklochbohrung in der Stirnfläche
einer steinernen Fassadenplatte zu schaffen, durch die insbesondere auf einer Baustelle die Genauigkeit der Anordnung der
Sacklochbohrung erhöht und deren Herstellung erleichtert wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Neuerung bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung vorgeschlagen,
daß die Bohreinheit auf einem auf mindestens einer Führungsstange in Richtung gegen die Stirnfläche der Fassadenplatte
und zurück bewegbaren Schlitten befestigt ist, daß die Führungsstange auf einer Grundplatte angeordnet ist und daß die
Grundplatte einstellbar im Bereich der äußeren Stegfläche eines U-förmigen, die Fassadenplatte spannend aufnehmenden Bügels
mit einer Arbeitsöffnung gesichert ist.
über die an dem vorzugsweise aus einem U-Profil gebildeten Bügel einstellbar befestigte Grundplatte kann die Bohreinheit
bzw. der Diamantbohrer genau in die Lage bewegt werden, die der Anordnung der Sacklochbohrung entspricht, über den bewegbaren Schlitten wird dann die Vorschubbewegung der Bohreinheit
erzeugt. Dies erleichtert nicht nur den Bohrvorgang, sondern stellt darüber hinaus sicher, daß die Sacklochbohrung sich genau an der vorgegebenen Stelle befindet und zusätzlich auch die
gewünschte axiale Läge einnimmt.
Weitere Merkmale einer Vorrichtung gemäß der Neuerung sind in
den Ansprüchen 2-10 offenbart.
Die Neuerung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
In dieser Zeichnung ist eine Vorrichtung 1 zur Herstellung einer Sacklochbohrung 2 in einer Fassadenplatte 3 aus Naturstein
gezeigt, die aus einem U-förmigen Bügel 4 besteht. Dieser Bügel 4 wird mit seinen beiden Schenkeln Ua,Ub so auf eine Stirnfläche 5 der Fassadenplatte 3 aufgesteckt, daß die Innenfläche
des Steges Mc des Bügels 4 vollflächig auf der Stirnfläche 5
der Fassadenplatte 3 anliegt.
In einen Schenkel Ub des Bügels 4 ist eine Spannschraube 6
eingesetzt, mittels der der Bügel U an der Fassadenplatte 3 bzw. die Fassadenplatte 3 im Bügel U gesichert wird. Im dargestellten Ausführungsbeispiel trägt der Schenkel 4a des Bügels
eine Lasche 7, mittels der eine Anschlagschiene 8 festklemmbar ist. Die Anschlagschiene 8 kann bedarfsweise mit einer Meßskala
versehen sein, die das genaue Einstellen der Anschlagschiene 8 erleichtert. Die Anschlagschiene 8 besitzt einen parallel zur
Zeichnungsebene verlaufenden Schenkel 8a, gegen den die Fassadenplatte 3 zum Anliegen gebracht wird. Ferner ist es möglich, die Anschlagschiene fest anzuordnen und beispielsweise
mit mindestens zwei klappbaren Anschlägen zu versehen*
Der Bügel 4 weist im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei mit
Abstand voneinander angeordnete und parallel zur Zeichnungsebene verlaufende Nuten 9 auf. In diesen Nuten 9 sind Federn 10
geführt, die an der Unterseite einer Grundplatte 11 angeordnet sind. Dabei sind den Federn 10 näoht dargestellte Klemmstücke
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zugeordnet, über die mittels ebenfalls nicht gezeigter Schrauben
die Grundplatte 11 fest und unverrückbar mit dem Bügel 4 verbindbar ist. Nach dem Lösen dieser Schrauben kann die Grundplatte
11 in Richtung des Doppelpfeiles 12 auf dem Bügel U verschoben und beispielsweise anhand einer Meßskala genau in eine
:,· vorgegebene Lage bewegt werden.
;- Die Grundplatte 11 trägt in diesem Ausführungsbeispiel zwei
'·■ mit Abstand voneinander angeordnete Führungsstangen 13 mit
kreisförmigen Querschnitt, von denen der Deutlichkeit halber nur die senkrecht zur Zeichnungsebene hinten liegende Führungsstange
13 gezeigt ist. Auf diesen Führungsstangen 13 ist ein Schlitten 14 verschiebbar angeordnet. Sowohl an der Grundplatte
11 als auch an dem Schlitten 14 ist ein Kniehebelpaar
15 gelenkig angeschlossen, über welches der Schlitten 14 in Richtung auf die Grundplatte 11 bewegt werden kann. Zwischen
der Grundplatte 11 und dem Schlitten 14 sind nicht dargestellte Schraubenfedern angeordnet, die sich beispielsweise um die Führungsstangen
13 erstrecken und die die Rückstellbewegung des Schlittens 14 in die gezeichnete Stellung bewirken.
Der Schlitten 14 trägt eine an sich bekannte Bohreinheit 16, die mit einem Spülkopf 1<;a. mit Gewinde zur Aufnahme eines
hohlen Diamantbohrers 18 versehen ist. Obeinalb des Spülkopfes
„ 16a mündet in den Spülkopf 16a eine Leitung 17» über die Kühl-
§ mittel in die hohle Antriebswelle und damit in den Diamantbohrer
18 geleitet werden kann. Dabei ist in die Leitung 17 ein ! Ventil zur Regulierung der zuzuführenden Kühlmittelmenge eingesetzt.
Der Steg 4c des Bügels 4 weist eine Arbei&söffnung 4d auf, die
sich annähernd über die gesamte Breite des Steges 4c erstrecken
kann und die so breit ausgebildet ist, daß der Diamantbohrer 18 frei darin bewegt werden kann. Auch die Grundplatte 11 ist
mit einer durchgehenden Aussparung 11a versehen, die ebenfalls
so graS ausgebildet ist, daß der Diamantbohrer 18 frei bewegt
werden kann. Bei der Herstellung der Sacklochbohrung 2 wird nun die Bohreinheit 16 bzw. der Diamantbohrer 18 über das Kniehebelpaar 15 so weit nach unten bewegt, bis die Sacklochbohrung 2 erzeugt wurde. Ober die Grundplatte 11 und die Anschlagleiste 8 mit Schenkel 8a kann die Bohreinheit 16 bzw. der Diamantbohrer 18 genau in die Lage voreingestellt werden, die der
zu erzeugenden Sacklochbohrung 2 entspricht.
In Abänderung des erläuterten Ausführungsbeispieles ist es möglich, die Grundplatte 11 mittels einer Schraube oder dgl. auf
dem Bügel 4 zu verstellen. Das Verspannen der Grundplatte 11 mit dem Bügel 4 kann beispielsweise auch über einen Exzenterhebel erfolgen. Gleiches gilt auch für das Einspannen der Fassadenplatte 3 im Bügel 4. Ferner ist es möglich, das Kniehebelpaar 15 durch einen anderen Antrieb zu ersetzen. Die Bohreinheit 16 kann auch durch eine an sich bekannte Bohrmaschine ersetzt werden.
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Claims (10)
1. Vorrichtung zur Herstellung einer Sacklochbohrung in einer
Stirnfläche einer steinernen Fassadenplatte oder einer Grabeinfassung, bestehend aus einer Bohreinheit mit einer Einrichtung zur Aufnahme eines hohlen und von einem Kühlmittel
durchströmten Diamantbohrers,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohreinheit (16) auf einem auf mindestens einer Führungsstange (13) in Richtung gegen die Stirnfläche (5) der
Fassadenplatte (3) und zurück bewegbaren Schlitten (14) befestigt ist, daß die Führungsstange (13) auf einer Grandplatte (11) angeordnet ist und daß die Grundplatte (11) einstellbar auf der äußeren Stegfläche eines U-förmigen, die
Fassadenplatte (3) spannend aufnehmenden Bügels (4) mit einer Arbeitsoffnung (4d) gesichert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundplatte (11) zwei mit Abstand voneinander angeordnete Führungsstangen (13) trägt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundplatte (11) eine durchgehende Aussparung (11a) aufweist.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der Anspruch - 3,
I; dadurch gekennzeichnet,
&igr; daß die Grundplatte (11) und der Bügel (4) einander zugeordnete
Nuten (9) und Federn (10) aufweisen, die quer zur Grundplatte (11) und zum Bügel (4) verlaufen.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (11) mit dem Bügel (4) verspannbar ausgebildet
ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundplatte (11) eine Stelleinrichtung zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bügel (4) mindestens eine Spannschraube (6) aufweist.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundplatte (11) oder dem Bügel (4) ein einstellbarer Anschlag (8) zugeordnet ist.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Schlitten (14) ein Verschiebeantrieb zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß der Verschiebeantrieb als Kniehebelantrieb (15) ausgebildet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8804299U DE8804299U1 (de) | 1988-03-30 | 1988-03-30 | Vorrichtung zur Herstellung einer Sacklochbohrung in einer Stirnfläche einer steinernen Fassadenplatte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8804299U DE8804299U1 (de) | 1988-03-30 | 1988-03-30 | Vorrichtung zur Herstellung einer Sacklochbohrung in einer Stirnfläche einer steinernen Fassadenplatte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8804299U1 true DE8804299U1 (de) | 1988-06-01 |
Family
ID=6822481
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE8804299U Expired DE8804299U1 (de) | 1988-03-30 | 1988-03-30 | Vorrichtung zur Herstellung einer Sacklochbohrung in einer Stirnfläche einer steinernen Fassadenplatte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8804299U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2066472A4 (de) * | 2006-10-06 | 2011-02-02 | Black & Decker Inc | Balkenbohrer |
-
1988
- 1988-03-30 DE DE8804299U patent/DE8804299U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2066472A4 (de) * | 2006-10-06 | 2011-02-02 | Black & Decker Inc | Balkenbohrer |
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