DE8803185U1 - Deckel eines mindestens einen Spund aufweisenden Behälters - Google Patents
Deckel eines mindestens einen Spund aufweisenden BehältersInfo
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PATiNTANWALTf HIMMER(CH · MOLLIfi · OROSSE · POLLMCIßR -MSV - 4 -09. M«ra 1988 *.ni 75 093
iernd Büdenbender, Sohub«rtweg S, 2160 Stad·
Die Neuerung betrifft einen Deckel zur Herstellung eines
mindestens einen Spund aufweisenden Behälters mit einem vorzugsweise zylindrischen Rumpf, dessen unteres finde mit
einem Boden und dessen oberes Ende mit einem Deckel jeweils dicht und fest abschließend verbunden sind, wobei der Dekkel einen zur Verbindung mit dem Rumpf vorgesehenen Rand
aufweist, an den sich ein zum Eingriff in den Rumpf vorgesehener, seine Deckfläche umschließender kurzer Mantelbereich anschließt, und bei dem die Deckfläche mit mindestens
einer Füllöffnung versehen ist, deren Rand mit einem Stutzen eines Verschlusses verschweißt ist«
Bei derartigen Behältern werden Üblicherweise Deckel mit
eben ausgeführten Deckflächen verwendet; als nachteilig zeigt sich hierbei, daß solche eben ausgeführten Deckel
sich leicht verformen und schon durch relativ geringe, von außen angreifende Kräfte unschön bleibend verformt werden.
Bei Behältern geringerer Größe, bspw. Konservendosen oder
Behältern für geringere Mengen von Lacken oder Farben, aber auch Lebensmitteln, werden in die Grundflächen der Böden,
insbesondere aber auch der Decke, kreisförmige Sicken geringer Tiefe eingeprägt, um diese Grundflächen zu stabilisieren* Bei größeren Behältern, inebesoftdöre F&seern, weiden mit Vorliebe Deekel mit leicht bosfeiexten Deefcfiacnen
benutzt, die gegen Verformungen ein vorteilhaft erhöhtes
Widerstandsmoment aufweisen. Als unangenehm jedoch macht
sich hierbei bemerkbar, daß in solche Deckel eingebrachte, bepw. eingeschweißte. Flansche öder stutzen von Verschlüssen
im allgemeinen zwar rechtwinklig auf dem sie tragenden Fl5-
chenbereieh atehien, so daß bei Spundfässern die beiden
«eint an einandeir gegenüberliegenden Seiten vorgesehenen
Spunde eehffäf stehen und divergierende Achsen zeigen. Des
weiteren hat es aioh bei Spundfässern gezeigt, daß deren
völlige Entleerung problematisch ist: Beim Entleeren über Saugrohre von Pumpen werden diese im allgemeinen eine letzte
Lache im Bodenbereich nicht aufzunehmen vermögen, und beim
Versuche des restlosen Ausleerens durch Ausgießen lassen eich ebenfalls nicht unerhebliche Restmengen bspw. einer
Flüssigkeit nicht erfassen.
Zwar wurde bereits in der DE-OS 37 06 581 empfohlen, nicht übliche Flansche mit dem Deckel eines Spundfasses zu verpressen,
zu verschrauben oder zu verschweißen, sondern vielmehr
Stutzen zu benutzen, die mit einem Ansatz etwa der Länge der Blechstärke des Deckels die Füllöffnung durchgreifen,
und, vorzugsweise durch eine Laser-Schweißnaht, mit dem Deckel verbunden sind. Derartige Stutzen kragen
nicht, wie die meisten Flansche, in das Innere des Behälters ein, sondern schließen vielmehr praktisch glatt mit
der inneren Bodenfläche ab, so daß ein eventuelles Ausgießen erleichtert ist und relativ weitgehend durchgeführt werden
kann.
Es hat sich jedoch auch hier noch gezeigt, daß eine restlose Entleerung kaum möglich ist, so daß einerseits der Inhalt
eines Fasses nicht vollständig genutzt werden kann und andererseits sowohl eine Reinigung als auch eine gegebenenfalls
wünschenswerte Wieder/Verwendungsfähigkeit des Fasses in er&eBiieaeift AasisaÄe ersöhwert werden.
Die Neuerung geht von der Aufgabe aus, einen Behälter, insbesondere
ein FaB/ zu schaffen, das im Bedarfsfalle sich Ohne übertriebenen Aufwand durch Aufstellen auf den Deckel
oder seine Randbereiche praktisch restlos entleeren läßt*
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und defes^fi fi<1letwti;sn praktisch senkrecht aur dae ?afl
aufweisenden örundflädhe atahen,
Gelöst wird diese Aufgabe, indem an den Mantelbereiah dee
t Deckels sich eine schmale Ringzone anschließt/ die zur Ver-
I tikalachse des Deckels hin leicht ansteigt/ indem minde-
!$ stens in der Höhe des inneren Randes der Ringfläche eine
;:; achsnormal gerichtete/ die bzw. eine erste Füllöffnung auf-
& Veisende Rincffll*<=he voroaiahen ist- und Indem, die sich all-
I seitig an die Ringzone anschließende Deckfläche von der
I Ringfläche aus abfällt/ um an ihren Enden mittels einer über-
I gangszone wieder zum Niveau des inneren Randes der Ringzone
I anzusteigen. Hierdurch wird durch Mantelzone und Rand einer-
' seits eine feste/ sichere und dichte Verbindung mit dem Rumpf
;v, erlaubt/ während andererseit die den Stutzen aufnehmende Füll-
'£■■ öffnung erwünscht horizontal gerichtet ist. Die übrige Deck-
I fläche fällt zur gegenüberliegenden Seite der Ringzone hin
M nach unten ab und steigt dann über eine Übergangszone wie-
1 der an. Hierdurch wird nach Umkehren des Behälters um 180°
I und sein Aufstellen auf den Deckel oder dessen Rand erreicht,
I daß praktisch die Füllöffnung am tiefsten steht und der Be-
;■; hälterinhalt ohne gesonderte weitere Maßnahmen praktisch
:. restlos über die nun gebildete tiefste Stelle abzufließen
vermag.
Zweckmäßige und weiterbildende Maßnahmen sind in den Unteransprüchen
gele-^nseichnet.
Im einzelnen sind die Merkmale der Neuerung anhand der folgenden
Beschreibung Mttm. Ausführungsbeispielön in Verbindung
nit diese darstellenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen hierbei
Figur 1 im Vertikalschnitt einen Deckel mit zwei ungleich großen, zur Aufnahme von Stutzen von Verschlüssen
vorgesehenen Füllöffnungen und mit einer schräg gestellten, im wesentlichen ebenen Deckfläche,
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HEMMERXSH ^M
Figur 2 einen, entsprechenden Tflyrf* 1 fra "* gr*frn i. frfc °i ti^p Dek—
kels mit leicht bcntbierter Deckfläche, bei der
die Umgebung der einen Füllöffnung trichterförmig nach oben und die der anderen trichterförmig
nach unten durchgedrückt sind, und
Figur 3 die Aufsicht auf den Deckel der Fig. 1.
In der Fig. 1 ist ein Deckel 1 gezeigt, der zur Herstellung eines Spundfasses vorgesehen ist. Von einen zur Herstellung
der Verbindung mit dem Rumpf dienenden Rand 2 aus erstreckt sich nach unten ein Mantelbereich 2 geringer
Höhe, der zum Eingriff in den Ruiapf des zu bildenden Spundfasses vorgesehen ist. An diesen Mantel^ereich schließt
sich eine Ringzone 4 an, die im Profil zur nicht dargestellten Vertikalachse des Deckels hin geringfügig, bspw.
um 0,5° bis 5° ansteigt, so daß bei der Entleerung des Fasses durch Drehen desselben um 180° diese Ringzone ein nach
innen weisendes Gefälle aufweist.
Einseitig schließt eich an die Ringzone eine Ringfläche 5
an, die In wesentlichen horizontal angeordnet ist, und welch« «ine Füllöffnung 7 umschließt, in die bei der weiteren
Verarbeitung dee Deckel· der Stutzen eine« Spundverschluesee
eingeschweißt wird. Damit &bgr;tent die Ringfläche 5 im gleichen
Niveau wie der Innere, die Ringzone 4 abschließende Rand dieser Ringzone, der durch einen kurzen Querstrich ebenso
angedeutet 1st wie da· gegenüberliegende Ende der Ringfläche S sowie weitere Zonenenden.
Von der Ringfläche 3 «owie dem dieser benachbarten Randbereich der RingTOne 4 au· erstreckt eich die wesentliche, die
Grundfläche dee Dackels 1 schließende Deckfläch· 10 mit einem
ium gegenüberliegenden Randbereieh der Ringxone 4 gerichteten Gefälle/ das mindesten· 0/2°/ besser 0,3° bis bspw. 5°
betragen kann. Da damit das dlem gegenüberliegenden Randbe-
reich der Ringzone 4 zugewandte Ends der Deckfläche auf tieferem Niveau liegt als der Randbereich der Ringzone,
steigt dieses Niveau Ober eine Obergangs zone 9 bis zum Randbereich der Ringzone an. In dem Bereiche, in dem die
Deckfläche 10 und die Obergangszone 9 ineinander übergehen,
ist eine horizontale Ringfläch« 6 eingeprägt, welche eine Füllöffnung 8 aufweist, deren Durchmesser geringer ist als
der der Füllöffnung 6. Auch hier wird bei der Fertigstellung des Deckels ein Stutzen eingeschweißt, so daß der
Deckel die üblichen Spunde mit 2" und 3/4" Durchmesser zeigt.
Da der Deckel aus einem Blechzuschnitt geprägt ist, ergeben
sich entsprechend geformte Obergangsbereiche; bspw. die Übergangszone 9 wird etwa mondförmig die Deckfläche 10 umschließen und im rechts in der Zeichnung dargestellten,
tieferen Bereiche das Maximum ihrer Breite zeigen und nach beiden Schenkeln hin in ihrer Breite abnehmen.
Die Aufsicht auf den Deckel der Fig. 1 ist in Fig. 3 dargestellt.
Anhand der Fig. 2 werden einige alternative Merkmale erläutert. So ist zur Erhöhung der Stabilität und Beanspruchbarkelt die Deckfläche 11 leicht bombiert ausgeführt. (Jm die
Entleerung nicht zu beeinträchtigen, ist hierbei darauf zu achten, daß jeder Teilbereich der ja unterschiedliche
Neigungen aufweisenden bombierten Deckfläche 11 mit Gefälle verläuft. Das bedeutet, daß bereite der an die Ringfläche 5 anschließende Bereich zweckmäßig bereite schon eine,
wenn auch nur geringe, Neigung aufweist, die durch das Bombieren in der Zeichnung nach rechte hin eich entsprechend
verstärkt. Um die reetloee Entleerung zu fördern, sind die
Ringflächen S und 6 umgestaltet und mindestens in Bereichen kegeletumpfmantelartig geformt. Hierbei wird die Füllöffnung
7 durch die konische Ausführung angehoben, während die Füll-
PATENTANWAUE HEMMfeRlbi-l^t^r#feftÖteÖ:]pÖLLMEIER ♦ MEY -9-
öffnang 8 nach unten verlegt: ist. Darfiber hinaus besteht,
noch die Möglichkeit, die Mantellinien des Mantelbereiches 3 ungleich lang zci gestalten und, bspw. in Richtung nach
rechts in der Zeichnung hin, geringfügig zu verlängern. Damit wird nicht nur die Ringzone 4 jeweils im Profil geneigt,
sondern die gesamte, die Ringfläche aufweisende Zone wird gegenüber der Vertikalachse des Deckels geneigt, so
daß auch hier ein günstigerer Abfluß erreicht wird.
Damit wird erreicht, daß, nach Drehen des Behälters um 180°
und Abstellen desselben auf den Deckel oder dessen Randbereiche, praktisch ausschließlich abfallende Flächen vorhanden
sind, die in Richtung auf die größere der Füllöffnungen 7 und damit auf den größeren der anzubringenden Stutzen hin
geneigt sind. In ein solches Spundfaß eingebrachte Flüssigkeiten,
aber auch ein Füllmittel höherer Viskosität, lassen sich damit durch einfaches Umwenden des Fasses um 180° restlos
entleeren. Unterstützt wird dieses durch die zweite, kleinere Füllöffnung, die in der Normalstellung des Fasses
auf tieferem Niveau und in umgekehrter Stellung auf höherem Niveau liegt: Hier vermag den Behälter füllende Luft ohne
weiteres einzudringen, ohne vom Restinhalt gestört zu werden oder diesem einen zweiten Austritt zu ermöglichen. Damit
wird die Restentleerung einerseits optimal vorangetrieben, und andererseits zusätzlich weitgehend erleichtert. Der
hierfür zu treibende Aufwand ist nur mäßig, da ohnehin die Deckfläche aus dem Zuschnitt herauszupressen ist und die zusätzliche
Formgebung sich ohne wesentlichen zusätzlichen Kraftbzw. Arbeitebedarf durchführen läßt.
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Claims (9)
1. Deckel zur Herstellung eines mindestens einen Spund aufweisenden Behälters mit einem vorzugsweise zylindrischen Rumpf, dessen unteres Ende mit einem Boden
und dessen oberes Ende mit einem Deckel jeweils dicht und fest abschließend verbunden sind, wobei der Dekkel einen zur Verbindung mit dem Rumpf vorgesehenen
Rand aufweist, an den sich ein zum Eingriff in den Sumpf vorgesehener, seine Deckfläche umschließender
kurzer Kantelbereich anschließt:, uxd bei dem die Deckfläche raf t mindestens einer Füllöffnung versehen ist,
deren Ssand mit einem Stutzen eines Verschlusses verschweißt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Mantelbereich (3) sich eine schmale Ringzone (4) amichließt, die zur Vertikalachse des Dekkels hin leicht anstuigt,
daß mindestens in der Höhe der inneren Grenze der Ringzone eine achsnormal gerichtete, die Füllöffnung (7)
aufweisende Ringfläche (5) vorgesehen ist, und daß die sich allseitig an die Ringzone anschließende
Deckfläche (10) von der Ringfläche aus abfällt, um an ihren Enden mittels einer Übergangszone (9) wieder zum
Niveau der Grenze der Ringzone anzusteigen.
2. Deckel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ringzone (4) um einen Steigungswinkel im Bereiche von 0° bis 12° ansteigt.
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PATENTANWÄLTE HEMMERiqH f 'mOlLei} J*GJIOSBE>3OiXMEIER · MEY -2
3. Deckel nach. Ansprach 2,
dadurch gekennzeichnet:, daß die Ringzone (4) um 0,5° bis 7° ansteigt.
4. Deckel nach einem, der Ansprüche 1 bis 3,
dad urch gekennzeichnet, daß die Deckfläche (10) um 0,2° bis 7° abfällt.
5. Deckel nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet-, daß die Deckfliehe (TO) um 0,5° bis 5° abfällt.
6. Deckel nach einem der Anspr iche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ringfläche (5) gegenüberliegend und auf tieferem
Niveau als diese ein eine Füllöffnung (8) geringeren Durchmessers umschließende Ringfläche (6) vorgesehen
ist.
7. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens Randbereiche der Ringfläche (5) kegelstumpfmantelartig
ansteigen.
8. Deckel ntcn Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens Randbereiche der Ringfläche (6) kegelstumpf
mantelartig abfallen.
9. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch eine bombierte Deckfläche (11), bei der die im an die
Ringfläche (5) anschließenden Bereich angelegte Tangente achanormal oder, vorzugsweise,bereits geringfügig zur
Vertikalachsö hin abfallend verläuft.
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nach unten geneigt angeordnet ist.
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