DE8803154U1 - Vorrichtung zum Errichten einer Wand, insbesondere aus Glasbausteinen - Google Patents
Vorrichtung zum Errichten einer Wand, insbesondere aus GlasbausteinenInfo
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Description
Vorrichtung zum Errichten einer Wand.
Insbesondere aus Glasbausteinen
Insbesondere aus Glasbausteinen
Die Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Errichten
einer Wand aus vorzugsweise scheibenartigen Wandelementen, Insbesondere
Glasbausteinen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus Gründen der Statik, der Dichtigkeit und dergleichen werden Glasbausteine beim Errichten einer Wand nicht unmittelbar übereinander
gesetzt. Es 1st daher bekannt, Glasbausteine zu vermörtein.
Dabei entstehen mindestens 10 mm breite Fugen an den Lagerund Stoßseiten. Das VerraÖrteln von Glasbausteinen ist indessen
«it einigen Nachteilen behaftet. Mörtel fugen bilden sogenannte
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2 -
KHItebrUcken, die die Gesaffltwgrmedtfminung einer Wand aus
Glasbausteinen verringern. Die Schal !dämpfung wird durch
Mörtelfugen gleichermaßen beeinträchtigt. Aufgrund der
schlechten Wärmedämmung kann es auf der Innenseite der
Wand zu Schwitzwasser kommen und damit zu einer Schimmel" püzbildung. Ein weiterer Nachteil 1st die kaum vorhandene
Haftung zwischen Glasbaustein und Mörtel. In der Mörtelfuge entstehen Haarrisse, die aufgrund des Kapiiiareffekts
das Eintreten von Wasser In die Fuge begünstigen. Bei
Frost besteht die Gefahr, daß die Fuge gesprengt wird. Ein
weiterer Nachteil 1st schließlich, daß die Lichtdurchlässigkeit einer Wand aus Glasbausteinen durch den hohen
Fugenanteil verringert wird. Der optische Gesamteindruck einer aus vermörtelten Glasbausteinen errichteten Wand
wird durch die Mörtelfugen ungünstig beeinflußt.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Errichten einer Wand aus vorzugsweise scheibenartigen Wandelementen, Insbesondere Glasbausteinen, £u schaffen,
die unter Beibehaltung der statischen Festigkeit ein einfaches Obereinandersetzen der Wandelemente ohne ein Vertierte!
&eegr; erlaubt.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß durch die Merkmale des
Kennzeichnungsteils des Anspruchs 1 gelöst.
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Glasbausteine bestehen Üblicherweise aus zwei ieftaien, «tie
an der offenen Seite Miteinander verbunden sind* DIw
Schalen weisen scheibenartige Abschnitte auf, die Über die
Lager- und Stoßselten der Glasbausteine Überstehen, so daß
zwischen den parallelen Scheiben eines Glasbausteins eine schwache Hohlkehle verläuft. Zwischen Übereinander angeordneten
Glasbausteinen 1st daher ein flacher Hohlraun gebildet, In dem neuerungsgemäß mindestens ein Flachstrelfen
aufgenommen 1st. Es 1st in Verbindung mit Glasbausteinen
zwar bekannt, Flachstrelfen, beispielsweise aus Stahl, In
die vermörte?te Lagerfuge einzubringen. Der Flachstrelfen
dient als Bewehrung und soll die Festigkeit in der Lager·
fuge erhöhen. Bei der neuerungsgemäßen Vorrichtung dient der Flachstrelfen zunächst zur Halterung von VeriegestUcken,
die mit einem Lagerabschnitt zwischen Lagerflächenrandbereichen
Über- oder nebeneinanderliegender Handelemente
versehen sind. Bei Glasbausteinen werden die Lagerflächenrandbereiche
von den äußeren Schmalseiten der Scheibenabschnitte gebildet. Die Scheibenabschnitte stützen sich
auf den Lagerabschnitten ab, die ihrerseits mit dem Flach-Streifen verbunden sind. Der Flabstreifen kann so geformt
sein,daß die Lagerabschnitte bzw. Verlegestucke einteilig
mitgefornt sind. In diesem Fall besteht diese Anordnv-g
vorzugsweise aus Kunststoff. Alternativ können die »«rlege-
stocke getrennte Formteile sein, vorzugsweise aus geeigneten
Kunststoffmaterial, die - vorzugsweise 1n Abständen ■1t
den Flachstrelfen verbindbar sind. Die Lagerabschnitte
dienen zur anpassenden Abstützung aer Handelenente. Durch
n1t Verlegestocken versehene Flachstrelfen, die sich entlang
der Lagerfuge einer Reihe von Handelenenten entlangerstrecken, wird ferner ein fester Verbund der Handelenente
erzielt, ohne daß ein Verraörteln oder Verkleben aus statischen
Gründen erforderlich 1st. Es versteht sich, daß die neuerungsgemäße Vorrichtung auch Im Stoßfugenbereich
verwendet werden kann, Insbesondere auch aus optischen Gründen, um einen gleichmäßigen Abstand der Lager- und
Stoßfugen zu erreichen.
Die Lagerabschnitte sind vorzugsweise so bemessen, daß sie
gegenüber den Außenflächen der Wandelemente zurückversetzt
Hegen. Dadurch kann In die Fugen eine geeignete elastische
Dichtungsmasse eingebracht werden, die für eine ausreichende
Abdichtung der errichteten Hand sorgt.
Durch die Verwendung der neuerungsgemäßen Vorrichtung wird
Insbesondere beim Errichten von Händen aus Glasbausteinen
eint Reih· von Vorteilen erzielt. Die Fugenbreite wird
durch die «rf1ndung»gemüß# Vorrichtung stark verringert,
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so daß bereits dadurch die Wärmedämmung verbessert 1st.
Die überdies aögliche Verwendung einer geeigneten Dichtungsmasse
aus Kunststoffnaterial, z.B. Silikon, 1st Ihrerseits
schlechter wärmeleitend als zum Beispiel Mörtel. Es könnt dann auch nicht zur Schwitzwasserbildung auf der
Wandinnenseite. Dadurch, daß in zwei parallelen Ebener eine
Dichtung vorgenommen wird, läßt sich diese jederzeit kontroll
leren und ggf. ersetzen, falls undichte Stellen festgestellt werden. Die erfindungsgeraäße Vorrichtung führt zu
einer weitaus geringeren Fugenbreite, so daß die Lichtdurchlässigkeit
verbessert wird. Auch der optische Gesamteindruck 1st ansprechender.
Die Errichtung einer Hand mit Hilfe der neuerungsgemäßen Vorrichtung 1st einfach und bei jeder Witterung zu bewerkstelligen.
Auch das Abdichten bzw. Versiegeln der Fugen läßt sich noch bei Temperaturen durchführen, bei denen
normalerweise ein Vermörtein nicht möglich 1st.
Es wurde welter oben bemerkt, daß ein Vermörteln oder Verkleben
bei Verwendung der neuerungsgemäßen Vorrichtung nicht notwendig 1st. Es versteht sich jedoch, daß auch
eine zusätzliche Verklebung der Wandelemente, Insbesondere
1m Bereich der Verlegestücke möglich 1st und vorteilhaft sein kann.
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Um eine Zentrierung der Verlegestücke zu erhalten, sieht
eine Ausgestaltung der Neuerung vor, daß die Querschnittskontur der VerlegestQcke an die Querschnittskontur 4er
Lagerselten der Wandelement, Insbesondere des Obergangs
der zurückversetzten Fläche zu den Lagerflächenrandbereiches
angepaßt 1st. Vorzugswelse sind die VerlegestQcke auf
gegenüberliegenden Selten des Flachstreifens Über einen
Steg miteinander verbunden. Der Flachstrelfen hat dabei
eine Breite, die sich annähernd über die Breite der zurückversetzten
Fläche erstreckt. Ober den Steg werden die Verlege* tiicke gegenüber den Flachstreifen festgelegt, wobei
die Verlegestücke einen U-förmigen Halteabschnitt aufweisen
können, der eine Kante des Flachstreifens aufnimmt. Sind die VerlegestQcke auf gegenüberliegenden Selten des Flachstreifens
nicht miteinander verbunden, können sie auf andere Welse form- und/oder kraftschTUssig mit dem Flachstrelfen
verbindbar sein.
Ein AusfUhrungsbeispiel der neuerungsgemäßen Vorrichtung
wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert.
F1g. 1 zeigt einen Schnitt durch zwei übereinander angeordnete
Glasbausteine der neuerungsgemäßen Vorrichtung.
Flg. 2 zeigt einen Schnitt durch die Darstellung nach Flg.
1 entlang der Linie H-II 1m verkleinerten Maßstab.
In Flg. 1 sind zwei übereinander angeordnete Glasbausteine
40, 50 zu erkennen, die einen herkömmlichen Aufbau haben
und aus zwei miteinander verbundenen Schalen zusammengesetzt sind. Dadurch ergeben sich Im Querschnitt bogenförmige
Lagerflächcnrandbereiche 41, 51 nahe der WandaiuBenseite
sowie demgegenüber zurückversetzt liegende Fükchen
42, 52. Die zurückversetzten Flächen 42, 52 bilden einen flachen Zwischenraum, 1ri den ein Flachstrelfen 22, beispielsweise
aus Kunststoff, Stahl, Aluminium oder dergleichen einge-legt 1st. Er ersteckt sich entlang einer Reihe
von Glasbausteinen, beispielsweise über die gesamte Wand.
Seine Breite entspricht annähernd der Breite der'zurückversetzten
Flächen 42, 52.
Mit dem Flachstrelfen 22 1st eine Reihe von Verlagestlicken
30 verbunden, die, wie aus F1g. 2 zu ersehen, einen Abstand
zueinander haben. Beispielsweise 1st ein Verlegestück
3ü pro Paar übereinander angeordneter Glasbausteine vorgesehen. Die Verlegestucke 30 weisen an den Enden Lagerabschnitte
10 auf, die zwischen Übereinanderliegenden
Lagerflächenrandbereichen 41, 51 angeordnet sind. Sie
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tndtn 1m Abstand *ur Außenseite der Stein* 40, 50, die von
Scheiben 16 biw. 24 gebildet Und. Dadurch 1st Platz gelassen für das Einbringen einer elastischen Dichtungsmasse
38 auf gegenüberliegenden Selten. Die Lagerabschnitte 10
sind einteilig mit Halteabschnitten 12, 28 geformt, die 1m
Querschnitt U-förmig sind und somit eine Nut bilden, 1n
welcher die Kanten des Fiachstreifens 22 aufgenommen sind.
Der obere Schenkel 20 des Ha1teabschn1tts 12, 28 kann 1n Abstünden durch LUcken unterbrochen sein, so daß das Einschieben
des Fiachstreifens 22 leichter zu bewerkstelligen
1st.Die unteren Schenkel 18 des Halteabschnitts 12,28 sind
Über einen Steg 26 an der Unterseite des Flachstreifens 22 verbunden, der sich Über die gesamte Länge des VerlegestUcks
30 erstreckt.
Wie zu erkennen, 1st der äußere Obergang vom Lagerabschnitt
10 zum Halteabschnitt 12, 28 so gerundet, daß er annähernd
an die Querschnittskontur der Steine 40, 50 1n diesem Bereich
angepaßt 1st. Dadurch wird eine automatische Zentrierung
der Anordnung aus Streifen 22 und Verlegestück 30 erhalten. Die Montageperson braucht diese Anordnung lediglich
von oben auf die LagerseUe der Steine zu legen, wodurch sie von selbst die richtige Lage einnimmt.
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9 -
• I I* «· · * &Lgr; &Lgr; 4 *
Um den Flachstrelfen 22 seinerseits festzulegen» kann es
zweckeiiöig sein, Ihn gemHß F1g. 2 mit einem Winkelstück 34
lu verbinden, der seinerseits mit dem Rahmen 36 verbunden
wird, beispielsweise durch Verschrauben,, der die aus Glasbausteinen
errichtete Wand umschließt.
.../1O
♦··■«· ."ti
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Claims (10)
1. Vorrichtung zum Errichten einer Wand aus vorzugsweise scheibenartigen Wandel einen ten, Insbesondere Glasbausteinen,
die zumindest an den Lagerselten begrenzte,
«en Handselten benachbarte Lagerflachenrandbereiehe
aufweisen, zwischen denen eine zurückversetzte Fläche
Hegt, mit mindestens einem zwischen den zurückversetzten
Flächen übereinander und/oder nebeneinander angeordneter Wandelemente einlegbaren Flachstrelfen, vorzugsweise
aus zugfestem Material, gekennzeichnet durch mit den Fiarbstreifen (22) verbindbare oder mit diesen
einteilig geformte Verlegestücke (30), die einen zur
Anordnung zwischen Über- oder nebeneinander!legenden
Lagerflächenrandbereichen (41, Sl) geeigneten Lagerabschnitt
(10) aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Querschnittskontur der Verlegestucke (30) an die Querschnittskontur der Lagerselten der Wandelemente
(40, 50), Insbesondere des Obergangs der zurückversetzten
Flächen (42, 52) zu den Lagerflächenrandbereichen
(41, 51) angepaßt 1st.
.../11
* I
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf gegenüberliegenden Selten des Flachstreifens
(22) angeordnete Verlegestücke (30) über einen flachen Steg (26) miteinander verbunden sind.
4. Vorrichtung nacfc Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,daß
der Steg (26) an der Unterseite des Flachstreifens (22)
Hegt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verlegestücke form- und/oder kraftschlüssig mit dem Flachstrelfen (22) verbindbar
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,daß
die Verlegestucke (30) einen U-fb*rn1gen HaiteabschnUt
(12, 28) aufweisen, der eine Kante des Flachstreifens (22) aufnimmt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteabschnitte gegenüberliegender VeriegestUcke
Nuten bilden.
.../12
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8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,daß
die de« Steg abgewandt· Nutwand in Abstünden Lücken
aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Flachstrelfen (22) aus Metall, zum Beispiel Aluminium, Stahl oder dergleichen oder aus
Kunststoff besteht.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verlegestucke (30) aus Kunststoff geformt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8803154U DE8803154U1 (de) | 1987-05-27 | 1988-03-02 | Vorrichtung zum Errichten einer Wand, insbesondere aus Glasbausteinen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8707630U DE8707630U1 (de) | 1987-05-27 | 1987-05-27 | Montagestück zum Verlegen von Glasbausteinen |
| DE8803154U DE8803154U1 (de) | 1987-05-27 | 1988-03-02 | Vorrichtung zum Errichten einer Wand, insbesondere aus Glasbausteinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8803154U1 true DE8803154U1 (de) | 1988-05-05 |
Family
ID=25951816
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8803154U Expired DE8803154U1 (de) | 1987-05-27 | 1988-03-02 | Vorrichtung zum Errichten einer Wand, insbesondere aus Glasbausteinen |
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|---|---|
| DE (1) | DE8803154U1 (de) |
-
1988
- 1988-03-02 DE DE8803154U patent/DE8803154U1/de not_active Expired
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