DE8802325U1 - Vorrichtung für die Pannenhilfe bei Kraftfahrzeugen - Google Patents
Vorrichtung für die Pannenhilfe bei KraftfahrzeugenInfo
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Description
Vorrichtung fllr die Pannenhilfe bei Kraftfahrzeugen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Pannenhilfe
bei Kraftfahrzeugen mit einem Spaten, welcher aus einem eine Unterkante und zwei Seltenkanten aufweisenden
Schaufelblatt und einem mit diesem verbundenen Stiel besteht.
Vorrichtungen dieser Art sind allgemein bekannt und werden
beispielsweise als Klappspaten in Kraftfahrzeugen mitgeführt, um das Ausschaufeln bei Schnee oder beim
Steckenbleiben im feuchten Untergrund zu ermöglichen. Wenn jedoch bei Pannen beispielsweise umgestürzte Bäume
oder heruntergefallene Äste beseitigt werden müssen, fehlt es üblicherweise bei Kraftfahrzeugen an einem hierfür
geeigneten Werkzeug. Darüber hinaus stellt sich bei Kraftfahrzeugen gleichzeitig oft das Problem, daß für
den Radwechsel die Radmuttern zu fest sitzen und mit dem üblichen Bordwerkzeug nicht gelöst werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Aft zu schaffen» welche für
einen vielseitigen Einsatz im Fälle von Pannen und insbesondere
beim Steckenbleiben geeignet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
der Stiel eine nach hinten gerichtete Abbiegung aufweist, daß an dem freien Ende der Abbiegung ein Steckschlüssel
für Radmuttern vorgesehen ist, und daß die Seitenkanten
des Schaufelblatts als Schneid- und/oder Schlagwerkzeug
abgebildet sind.
Es 1st offensichtlich» daß durch den langen Hebel des Spatenstiels ein nahezu mliheioses Lösen von festsitzenden
Radmuttern möglich 1st. Gleichzeitig wird durch die Ausbildung der Seltenkanten des Schaufelblatts als
Schneid- oder Schlagwerkzeug ein ausgesprochen wirkungsvolles Werkzeug zur Beseitigung größerer Hindernisse geschaffen.
Bei einer bevorzugten Ausflihrungsform nach der Erfindung 1st der Steckschlüssel als Stecknuss ausgebildet und auf
ein Vierkantstlick am freien Ende der Abbiegung aufgesteckt. Hierdurch ist es möglich, entsprechend der jeweils
vorhandenen Radmuttern verschiedene Steckschlüssel größen zu verwenden.
Im einzelnen kann die Erfindung dadurch weitergebildet werden, daß am freien Ende eine umschaltbare Ratscheneinrichtung
vorgesehen ist, welche das Vierkantstück trägt. Hierdurch wird die Bedienung erleichtert, da onne
Abnehmen des Steckschlüssels Radmuttern völlig herausgedreht werden können.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung ist die eine Seitenkante als Säge mit einer gezahnten
Schneide und die andere Seitenkante als Axt mit einer geschärften Schneide ausgebildet* Diese Ausführungsform
ist deswegen besonders bevorzugt, da hiermit auch dickere Aste oder Bäume aus dem Hege geräumt werden können
oder beispielsweise auch Material zum Unterlegen beschafft werden kann, sollte das Kraftfahrzeug irgendwo
festsitzen.
Die die Säge bildende gezahnte Schneide ist hierbei be= vorzugt gradlinig ausgebildet, während die die Axt bil-
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elende geschürfte Schneide leicht nach außen bogenförmig
und mit abgerundeten Enden ausgebildet 1st.
Im einzelnen 1st es vorteilhaft, daß die Schneiden seitlich
an das Schaufelblatt angeschweißt sind. Hierdurch lassen sich aus einem handelsüblichen Schaufelblatt
leicht mit geringem Aufwand Vorrichtungen nach der Erfindung herstellen« wobei bei der Herstellung auch eine Auswahl
hinsichtlich der zu verwendenden Materlallen getroffen werden kann.
Bevorzugt 1st es ferner, den Stiel aus Stahl oder Alurohr herzustellen, da hiermit die größte Stabilität erreicht
wird.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung nach der Erfindung
ist der Stiel teilbar ausgebildet, wobei die Teile durch eine Schnellkupplung miteinander verbunden sind. Hierdurch
wird das Verstauen der Vorrichtung im Kraftfahrzeug erleichtert.
Bei einer praktischen AusfUhrungsform nach der Erfindung weist das Schaufelblatt einschließlich der Schneiden eine
Gesamtbreite von etwa 22 cm und eine Länge von etwa 29 cm auf. Hierbei hat der Stiel bevorzugt eine Gesamtlänge
von etwa 75 cmc
Ferner ist es vorteilhaft, daß der Winkel zwischen dem Stiei und der Abbiegung zwischen 90 und 30°* vorzugsweise
45°, beträgt. Hierdurch wird das Erreichen von Rädmuttern erleichtert.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von in den Zeich'
nungen beispielhaft veranschaulichten Ausführungsformen
näher erläutert. Es zeigt:
Figur 1 eine Vorderansicht der Vorrichtung nach der Erfindung;
den beiden Figuren in stark vergrößertem Maßstab
eine Stecknuß dargestellt ist;
Figur 3 eine Endansicht des freien Endes der Abbiegung; IO
Figur 4 eine Schnittansicht des Schaufelblatts längs der Linie IV-IV von Figur 1 und
Figur 5 eine Seitenansicht der Abbiegung bei einer abgewandelten AusfUhrungsform.
Wie in den Zeichnungen veranschaulicht, besteht die allgemein
mit 1 bezeichnete Vorrichtung für die Pannenhilfe bei Kraftfahrzeugen aus einem Spaten 2, welcher in seiner
Grundform einem handelsüblichen ISA-Spaten entspricht. Der Spaten 2 besteht aus einem Stiel 3, welcher mit einem
Schaufelblatt 4 verbunden 1st» das eine Unterkante und zwei Seltenkanten 6 und 7 aufweist.
Wie gezeigt, weist der Stiel 3 eine nach hinten gerichtete
Abbiegung 8 auf, an deren freiem Ende 9 ein Steckschlüssel
10 fUr Radmuttern vorgesehen 1st.
An den Seltenkanten 6, 7 des Schaufelblatts 4 sind
Schneid- oder Schlagwerkzeuge 11, 12 ausgebildet, weiche
welter unten noch nÄher erläutert werden.
Bei dem veranschaulichten AusfUhrungsbe1sp1e1 1st der
Steckschlüssel 10 als Stecknuß 13 ausgebildet, welcher
auf ein VierkantstUck 14 am freien Ende 9 a«r Abbiegung
8 auswechselbar aufgesteckt 1st.
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Bei der abgewandelten Ausführungsform, wie sie ausschnittsweise
in Figur 5 gezeigt ist, ist am freien Ende 9 der Abbiegung 8 des Stiels 3 zusätzlich eine
umschaltbare Ratscheneinrichtung 15 vorgesehen, welche
das Vierkantstück 14 trägt.
Wie aus der Ansicht gemäß Figur 1 und 2 ersichtlich, ist
die eine Seitenkante 6 des Schaufelblatts 4 als Axt 11 mit einer geschärften Schneide 17 ausgebildet, während
die andere Seitenkante 7 als Säge 12 mit einer gezahnten Schneide 16 ausgebildet ist.
Die die Säge 12 bildende gezahnte Schneide 16 ist hierbei, um das Sägen zu erleichtern, im wesentlichen gradlinig,
Während die die Axt 11 bildende geschärfte Schneide 17 leicht nach außen bogenförmig und mit abgerundeten
Enden 18, 19 ausgebildet ist. In ihrer Grundform entspricht diese Form der Schneide 17 der Schneide einer
großen Axt.
Bei dem veranschaulichten AusfUhrungsbeispiel sind die
Schneiden 16, 17 seitlich an das Schaufelblatt 4 angeschweißt, wobei jedoch selbstverständlich auch Ausführungsformen
möglich sind, bei denen die Schneiden 16, 17 gleich während der Herstellung des Schaufelblatts 4
mit ausgeformt werden.
Der Stiel 3 besteht bei dem veranschaulichten AusfUhrungs·
be1sp1e1 aus einem Stahlrohr von etwa 35 mm Durchmesser, wobei auch ein Alum1n1umrohr verwendet werden kann, sollte
dies aus GewichtsgrUnden gewünscht werden.
Wie ferner schematisch 1n Figur 1 angedeutet, 1st der
Stiel 3 teilbar ausgebildet, so daß einschließlich des Schaufelblatts 4 zwei etwa gleich lange Teile 20, 21 vorliegen.
Die beiden Teile 20, 21 sind bevorzugt durch eine
Schnellkupplung zz miteinander verbindbar, so daß die
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Vorrichtung nach der Erfindung mit einem Handgriff zusammengesetzt
werden kann.
Bei der praktischen Ausführungsform, wie sie skizzenhaft in den Figuren gezeigt ist, weist das Schaufelblatt 4 einschließlich
der Schneiden 16, 17 eine Gesamtbreite von etwa 22 cm und eine Länge von etwa 29 cm auf. Der Stiel 3
hat bevorzugt eine Gesamtlänge von etwa 75 cm. Der zwischin
dem Stiel 3 und der Abbiegung 8 vorliegende Winkel beträgt zwischen 90 und 30°, bevorzugt und wie beim
Ausführungsbeispiel veranschaulicht etwa 45°.
Wie ferner noch aus der Ansicht gemäß Fiaur 1 ersichtlich,
ist ebenfalls die ünterkante 5 des Schaufelblatts 4 bogenförmig ausgebildet, wobei der Bogen Ubergangslos die
Vorderkanten der Schneiden 16, 17 einschließt.
Sämtliche aus der Beschreibung, den Ansprüchen und Zeichnungen
hervorgehenden Merkmale und Vorteile der Erfindung, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher
Anordnungen, können sowohl für sich als auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
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Claims (13)
1. Vorrichtui»<j für die Pannenhilfe bei Kraftfahrzeugen
mit einem Spaten» welcher aus einem eine Unterkante und zwei Seitenkanten aufweisenden Schaufelblatt und einem
mit diesem verbundenen Stiel besteht, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stiel (3) ?ine nach hinten gerichtete Abbiegung (8) aufweist, daß an
dem freien Ende (9) der Abbiegung (8) ein Steckschlüssel (10) für Radmuttern vorgesehen ist, und. daß die Seitenkanten
des Schaufelblatts (4) als Schneid- und/oder Schlagwerkzeug (11, 12) ausgebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steckschlüssel (10) als Stecknuß (13) ausgebildet
und auf ein VierkantstUck (14) am freien Ende (9) der Abbiegung (8) aufgesteckt 1st.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Ende (8) eine umschaltbare Ratscheneinrichtung
(IS) vorgesehen 1st, weiche das V1erkantstUck (14) trägt.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Seitenkante (7) als
Säge (12) mit einer gezahnten Schneide (16) und die andere Seitenkante (6) als Axt (11) mit einer geschärften
Schneide (17) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Säge (12) bildende gezahnte Schneide (16) im
wesentlichen gradlinig ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Axt (11) bildende geschärfte Schneide (17) leicht nach außen bogenförmig mit abgerundeten
Enden (18, 19) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneiden (16, 17) seitlich
an das Schaufelblatt (4) angeschweißt sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel (3) aus einem
Stahl-oder Aluminiumrohr besteht,
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel (3) teilbar 1st und daß die Teile (20, 21) durch eine Schnellkupplung
(22) miteinander verbunden sind.
10, Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schaufelblatt (4) einschließlich der Schneiden (16, 17) eine .Qesamtbreite
von etwa 22 cm und eine Länge von etwa 29 cm aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel (3) eine Gesamtlang*
von etwa 75 cm aufweist,
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12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen dem Stiel (3) und der Abbiegung (8) zwischen 90 und 30°, vorzugsweise
45Ö, betragt*
13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet» daß die Unterkante (5) des Schaufelblatts (4) bogenförmig ausgebildet 1st und der
Bogen die Vorderkanten der Schneiden (16, 17) einschließt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8802325U DE8802325U1 (de) | 1988-02-23 | 1988-02-23 | Vorrichtung für die Pannenhilfe bei Kraftfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8802325U DE8802325U1 (de) | 1988-02-23 | 1988-02-23 | Vorrichtung für die Pannenhilfe bei Kraftfahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8802325U1 true DE8802325U1 (de) | 1988-04-07 |
Family
ID=6820985
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8802325U Expired DE8802325U1 (de) | 1988-02-23 | 1988-02-23 | Vorrichtung für die Pannenhilfe bei Kraftfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8802325U1 (de) |
-
1988
- 1988-02-23 DE DE8802325U patent/DE8802325U1/de not_active Expired
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