DE879543C - Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart - Google Patents

Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart

Info

Publication number
DE879543C
DE879543C DEL9637A DEL0009637A DE879543C DE 879543 C DE879543 C DE 879543C DE L9637 A DEL9637 A DE L9637A DE L0009637 A DEL0009637 A DE L0009637A DE 879543 C DE879543 C DE 879543C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
channels
cell
sub
pressure
gas separator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL9637A
Other languages
English (en)
Inventor
Ewald A Zdansky
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CHEMISCHE FABRIKEN A G
Lonza AG
Lonza Elektrizitaetswerke und Chemische Fabriken AG
Original Assignee
CHEMISCHE FABRIKEN A G
Lonza AG
Lonza Elektrizitaetswerke und Chemische Fabriken AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CHEMISCHE FABRIKEN A G, Lonza AG, Lonza Elektrizitaetswerke und Chemische Fabriken AG filed Critical CHEMISCHE FABRIKEN A G
Application granted granted Critical
Publication of DE879543C publication Critical patent/DE879543C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B9/00Cells or assemblies of cells; Constructional parts of cells; Assemblies of constructional parts, e.g. electrode-diaphragm assemblies; Process-related cell features
    • C25B9/70Assemblies comprising two or more cells
    • C25B9/73Assemblies comprising two or more cells of the filter-press type
    • C25B9/77Assemblies comprising two or more cells of the filter-press type having diaphragms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 15. JUNI 1953
L Q637 IV b j 12 i
Der Übergang vom unter Atmosphärendruck betriebenen Wasserelektrolyseur zum Druckelektrolyseur ermöglicht in der bekannten Filterpressenbauart eine wesentlich schmalere Ausbildung der einzelnen Zellen, weil sowohl die Größe der einzelnen Gasblasen als auch deren Gesamtvolumen durch den Druck auf einen Bruchteil des Volumens bei Atmosphärendruck reduziert wird, so daß der Elektrolytraum durch das gebildete Gas in sehr viel geringerem Maße beengt wird. Infolgedessen kann man als Zellenrahmen scheibenförmige Blechringe von etwa 6 bis io mm Stärke benutzen, welche die bipolar wirkenden Elektroden oder das Diaphragma tragen und unter Zwischenschaltung elektrisch isolierender Dichtungsschichten zu einer mehr oder weniger langen, durch Zuganker zusammengehaltenen Säule aneinandergereiht sind. Hiermit ist der Vorteil verbunden, daß die in radialer Richtung wirkende Druckkomponente von hochkant stehenden Blechen aufgenommen wird, so daß man diesen Zellenrahmenblechringen nur eine ausreichende Breite zu geben braucht, um durch ihre Aufeinanderschichtung dann im Ganzen zu einem Druckbehälter von sehr erheblicher, jede Sicherheit bietender Wandstärke zu kommen.
Die Erfindung bezieht sich auf Druckelektrolyseure dieser Art und betrifft die Ausgestaltung der zu jeder einzelnen Zelle notwendigen Kanäle, welche für die Ableitung der elektrolytisch gebildeten Gase und für
die Rückleitung des von diesen Gasen mitgerissenen in den üblichen Gasabscheidern zurückgehaltenen Elektrolyts dienen. Es sind dies für jede Zelle insgesamt vier Kanäle, nämlich je ein Gasableitungskanal für Wasserstoff und Sauerstoff, sowie je ein Elektrolytrücklaufkanal für den Katholyt und den Anolyt. Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Zellenrahmen oben und unten je innerhalb eines Sektors von etwa 30° durch entsprechende Ansätze oder durch Stehenlassen eines Segmentes zu verbreitern und dann innerhalb dieser verbreiterten Zonen Ausschnitte vorzusehen, welche beim Aufeinanderschichten der Zellenrahmen dann die betreffenden Kanäle ergeben. Auf diese Weise wird man der Notwendigkeit enthoben, in jede Zelle von außen her vier druckfeste Rohre einzuführen und diese Rohre dann zu einem entsprechenden Zirkulationssystem zu verbinden.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung für Elektrolyseure solcher Art, welche darin besteht, daß jeder dieser Kanäle in eine Reihe von Teilkanälen aufgegliedert wird, die sich aus parallel zueinander in einer gemeinsamen Ringzone der Zellenrahmen angebrachten engen Durchbrechungen zusammensetzen, welche ihrerseits in unverbreiterten Sektoren dieser Zellenrahmen liegen. Auf diese Weise wird es möglich, dem ganzen Zellenrahmen durchgehend gleiche Breite zu geben, so daß man ihn nicht aus Blechtafeln auszustanzen und dann durch entsprechende Nachbearbeitung in der erforderlichen Weise zu profilieren braucht, sondern aus fertig, eventuell profiliert, gezogenen Flacheisen herstellen kann, die lediglich gerundet, an den Stoßstellen verschweißt und an denen die notwendigen Kanäle nur noch eingestanzt oder gebohrt zu werden brauchen. Der Zellenrahmen besitzt einen Absatz, auf dem eine als bipolar wirkende Elektrode dienende dünne Blechscheibe Z. B. mittels elektrischer Punkt- bzw. Nahtschweißung befestigt ist. Dies führt natürlich zu einer ganz außerordentlichen Vereinfachung der Fertigung und Ersparnis an Arbeit und Materialabfall.
Voraussetzung dafür, daß man den druckbelasteten, ringförmigen Zellenrahmen durchgehend gleiche Breite geben kann, ohne sie durch die das Kanalsystem bildenden Ausschnitte in statisch unzulässiger Weise zu schwächen, ist die erfindungsgemäße Aufteilung der bisher üblichen, durchgehenden Kanäle in je eine Reihe von parallel zueinander in einer gemeinsamen Ringzone geführten Teilkanälen. Diese go legt man zweckmäßig möglichst nahe an-den Innenrand der Blechringe, da deren Innenfaser durch die Druckbelastung den geringsten Dehnungsspannungen unterworfen wird. Zur Vermeidung von Korrosionserscheinungen werden die einzelnen Bohrungen, aus denen sich die Teilkanäle zusammensetzen, mit Nickelr öhrchen ausgebuchst. Die zwischen den ringscheibenförmigen Zellenrahmen liegenden-Dichtungsschichten müssen natürlich mit entsprechenden Ausschnitten versehen und so eingelegt werden, daß diese Ausschnitte mit den Bohrungen der Zellenrahmen genau in Deckung zu liegen kommen.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß man mit ihrer Hilfe den durch das erwähnte Kanalsystem stets unvermeidbar gegebenen elektrolytischen Nebenschluß zwischen einzelnen Zellen und Zellengruppen merklich herabzusetzen in der Lage ist. Dies ist besonders für Druckelektrolyseure mit relativ schmalen Zellen und dementsprechend kurzen Nebenschlußwegen von besonderer Bedeutung. Es genügt nämlich, an jede Zelle nur einen Teilkanal jeder Leitungsgruppe anzuschließen, und wenn man hierbei so vorgeht, daß man die einzelnen Teilkanäle mit je einer Gruppe von unmittelbar aneinander anschließenden Zellen verbindet und dabei (von ihrem Anschlußpunkt an das zum Gasabscheider führende Sammelrohr aus gemessen) nur bis zur letzten Zelle der jeweils angeschlossenen Zellengruppe führt, so nimmt die Summe der Kanalquerschnitte von der dem Sammelrohr benachbarten Zellengruppe aus stufenweise ab, bis sie bei der entferntesten Zellengruppe nur noch der Querschnittsumme je eines Teilkanals für Wasserstoff, Sauerstoff, Katholyt und Anolyt entspricht. In entsprechendem Maße nimmt natürlich die Stromstärke des elektrolytischen Nebenschlusses ab.
. Bei unter Atmosphärendruck arbeitenden Wasserzersetzern ist es bereits üblich, in der Mitte der Zellensäule eine Zwischenkammer . vorzusehen, welche in zwei Räume getrennt ist, in deren einen die von den Zellen kommenden Wasserstoff- und Katholytrücklaufleitungen und in deren anderen die von den Zellen kommenden Sauerstoff- und Anolytrücklaufleitungen münden. An den erstgenannten Raum ist dann oben das zum Wasserstoffgasabscheider führende Gemischrohr und unten das von diesem Gasabscheider kornmende Katholytrücklaufrohr angeschlossen, während an den zweiten Raum oben das zum Sauerstoffgasabscheider führende Gemischrohr und unten das von diesem Gasabscheider kommende Anolytrücklaufrohr angeschlossen ist. Es hat sich nun als vorteilhaft erwiesen, bei einem Wasserzersetzer der erfindungsgemäßen Art nicht nur eine, sondern mehrere solche Zwischenkammern vorzusehen, welche die Zellensäule in eine Anzahl von Obergruppen unterteilen, von denen jede aus einer der Zahl der Teilkanäle jeder Kanalgruppe entsprechenden Zahl von je an einen Teilkanal angeschlossenen Zellengruppen der oben erläuterten Art besteht. Zu jeder dieser Zwischenkammern münden dann alle Teilkanäle der betreffenden, an beiden Seiten der Kammern angeschlossenen Zellenobergruppen. Auf diese Weise kommt man zu wesentlich kürzeren Kanallängen und kann auch die Kanäle entsprechend kleiner machen, ohne die Strömungsgeschwindigkeit unzulässig zu erhöhen. Kleinere Kanalquerschnitte bedeuten aber nicht nur elektrisch 11g eine Verminderung des Nebenschlusses, sondern auch statisch eine Erhöhung der Druckfestigkeit der von den Kanälen durchsetzten Rahmenringe. Zur Vermeidung von Nebenschlußströmen innerhalb der Gasabscheider bringt man die erwähnten Zwischenkammern auf gleiches Potential.
Ein weiterer Weg, um einen raschen Elektrolytumauf auch bei Verwendung relativ enger Kanäle sicherzustellen, besteht darin, daß man für einen entsprechend hohen hydrostatischen Förderdruck sorgt. Bisher war es üblich, die Gasabscheider, in die der
Elektrolyt von den abströmenden Gasen nach dem Prinzip der sog. Mammutpumpe mitgerissen wird, kaum mehr als 30 cm über der Oberkante der Zellensäule anzuordnen. Versuche ergeben jedoch, daß bei einem Druckelektrolyseur wegen der kleineren, die Pumparbeit leistenden Gasmengen wesentlich größere Förderhöhen erforderlich sind, und es hat sich daher als zweckmäßig erwiesen, die Gasabscheider bei Elektrolyseuren der erfmdungsgemäßen Art mindestens 500 mm über der Oberkante der Zellensäule anzuordnen. Auf diese Weise ergibt sich dann für den zurücklaufenden Elektrolyt ein hydrostatischer Förderdruck von etwa 700 bis 900 mm Wassersäule und mehr, so daß die notwendigen Elektrolytmengen auch durch ein relativ enges Kanalsystem mit entsprechender Strömungsgeschwindigkeit bewegt werden können.
Die Erfindung sei im folgenden an Hand der Zeichnungen ergänzend erläutert. Von diesen zeigt Fig. ι die Draufsicht auf einen der ringscheibenförmigen Zellenrahmen, aus deren Aneinanderreihung die Zellensäule des Elektrolyseurs entsteht,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Randzone von drei aus solchen Zellenrahmen, den eingeschweißten Elektrodenblechen und den zwischengelegten, gleichzeitig als Dichtung wirkenden Diaphragmen zusammengesetzten Zellen der erwähnten Zellensäule, Fig. 3 eine schematische Überblickskizze des gesamten Elektrolyseurs,
Fig. 4 einen schematischen Diametralschnitt durch eine der aus Fig. 3 ersichtlichen Zwischenkammer sowie
Fig. 5 die schematische Draufsicht auf eine der an
eine solche Zwischenkammer angeschlossenen Zellenobergruppen, aus der deren Aufteilung in die den einzelnen Teilkanälen zugeordneten Zellengruppen zu ersehen ist.
Wie man aus Fig. 1 erkennt, besteht der Zellenrahmen aus einem Flacheisenring 1 von durchgehend gleicher Breite, welcher durch einen Absatz 2 profiliert ist und in dieser Form ohne weiteres aus einem profiliert gezogenen Flacheisen durch Runden und durch Verschweißen bei 3 hergestellt werden kann. Die vier zur Ableitung des Wasserstoffes und des Sauerstoffes sowie zur Rückleitung des Katholyts und des Anolyts dienenden Kanalsysteme H2, O2, K und A sind in je drei Teilkanäle aufgeteilt, welche aus Bohrungen 4", 4δ, 4" und 5a, 5^, 5C sowie 6a, 6b, bc und 7°, 76, y" bestehen, die parallel zueinander in einer gemeinsamen Ringzone des durchgehend gleich breit gehaltenen Zellenrahmens 1 angeordnet sind. Da jede Zelle nur an je einen dieser Teilkanäle angeschlossen zu werden braucht, sind nur zu den Teilkanälen 4", 5a, 6a und ya Radialbohrungen 8, g, 10 und 11 geführt, welche die Innenräume der zu dem betreffenden Zellenrahmen gehörigen Zelle mit den erwähnten Teilkanälen verbinden.
Den Aufbau der Zellen erkennt man aus Fig. 2, welche einen vergrößerten Teilschnitt durch zwei hintereinanderliegende Zellen in Richtung der Schnittlinie II-II (vgl. Fig. 1) darstellt. Zwischen den drei Zellenrahmen (i) liegen die Diaphragmen 12, die an der Randzone imprägniert sind, um gleichzeitig als isolierende und dichtende Zwischenschichten zu dienen. Auf den Absatz 2 eines jeden Zellenrahmens ist die als bipolar wirkende Elektrode dienende dünne Blechscheibe 13 aufgeschweißt. Der Dickeunterschied zwischen den Rahmenflacheisen 1 und den Elektrodenblechen 13 ergibt hierbei den freien Gas- und Elektrolytraum der einzelnen Zellen Z. In den rechts vom Diaphragma 12 liegenden Teil dieses Zellenraumes münden dabei die Radialbohrungen 8, welche diese Zellenräume mit dem angeschnittenen, zur Abführung des Wasserstoffes dienenden Teilkanal 4 verbinden. Diese sind mit Nickelbuchsen und eventuell mit zusätzlichen Isolierbuchsen 28 versehen. In die anderen Zellenräume münden die gestrichelt angedeuteten Radialbohrungen 9, welche zu dem Teilkanal 5 führen, der in Fig. 2 hinter dem Kanal 4 verdeckt liegt und den Sauerstoff abführt.
Wie man aus Fig. 3 erkennt, ist das gesamte, durch zwei schwere Endplatten 14, 15 sowie entsprechend kräftige Zuganker 16, 17 zu einer Säule zusammengespannte Zellenpaket durch eine Anzahl von Zwischenkammern 18 in Obergruppen unterteilt, welche je ihren selbständigen Elektrolytumlauf besitzen. Denn jede dieser Zwischenkammern 18 ist durch ein eigenes Rohrsystem mit den über der Zellensäule liegenden Gasabscheidern verbunden.
Den Diametralschnitt durch ein solche Zwischenkammer zeigt Fig. 4. Wie man erkennt, ist die Kammer 18 durch eine Trennwand 19 in zwei Räume H2 und O2 unterteilt, die beide etwa bis zum Niveau a-b mit Elektrolyt gefüllt sind. Dabei enthält der Raum H2 den Katholyt und der Raum O2 den Anolyt. An den Raum H2 sind sämtliche Wasserstoffableitungskanäle 4 der zugehörigen Zellenobergruppe angeschlossen. Die entsprechenden Verbindungskanäle sind in der Zeichnung nicht ersichtlich. Gleichzeitig führt aus diesem Sammelraum das Gemischrohr 20 in den Wasserstoffgasabscheider 21. Über dieses Rohr 20 wird das aus den Zellen abströmende Gas-Elektrolyt-Gemisch in den Gasabscheider 21 eingesprüht. Der mitgerissene Elektrolyt sammelt sich dann innerhalb des Gasabscheiders 21 und füllt diesen etwa bis zum Niveau c-d mit Flüssigkeit. Aus dem Gasabscheider 21 fließt der Elektrolyt dann über das Katholytrücklaufrohr 22 wieder in die Kammer H& ab, an welche unten sämtliche Katholytrücklaufteilkanäle 6 angeschlossen sind. In entsprechender Weise ist der Raum O2 mit dem Sauerstoffgasabscheider 23 über das Gemischrohr 24 und das Anolytrücklaufrohr 25 verbunden. Die beiden Gasabscheider 21, 23 werden durch das U-Rohr 26 kommunizierend verbunden, das durch Diffusion einen gewissen Konzentrationsausgleich zwischen Anolyt und Katholyt herbeiführt.
Fig. 5 zeigt die Draufsicht einer solchen zwischen einer Zwischenkammer 18 und einer Mittelplatte 27 eingeschlossenen Zellenobergruppe mit den gestrichelt eingezeichneten Gasableitungskanalsystemen 4", 4*", 4C und 5α, 56, 5C. Wie mann erkennt, reichen die Teilkanäle 4a und 5a nur über die ersten fünf Zellen. Sie sind durch entsprechende Radialbohrungen 8, 9 (vgl. Fig. 2) mit diesen ersten fünf Zellen verbunden. Die Teilkanäle 4* und 5* reichen über die ersten zehn
Zellen und sind durch entsprechende Radialbohrungen mit der sechsten bis zehnten Zelle verbunden Die Kanäle 4" und 5" schließlich reichen bis an das Ende der ganzen Zellenobergruppe und sind mit der elften bis fünfzehnten Zelle verbunden. Es bilden also die erste bis fünfte, die sechste bis zehnte und die elfte bis fünfzehnte Zelle innerhalb der dargestellten Obergruppe je eine durch einen Teilkanal für jedes Leitungssystem in sich verbundene Zellenuntergruppe. Da der Nebenschlußstrom für jede Zelle dem Gesamtquerschnitt der parallel zu dieser Zelle liegenden Gas- und Elektrolytkanäle entspricht, nimmt dieser Nebenschluß also von Zellengruppe zu Zellengruppe schrittweise ab.
In der Praxis werden jedoch im allgemeinen mehr als 5 Zellen pro Untergruppe angeschlossen, beispielsweise 25 Zellen; eine Obergruppe besteht dann also aus 75 Zellen. Wie das Schaltschema in Fig. 3 zeigt, ist die Zellensäule in 8 Obergruppen unterteilt und jede Obergruppe bildet einen selbständigen Stromlcreis. Zwei solcher Obergruppen sind zu beiden Seiten an eine gemeinsame Zwischenkammer 18 angeschlossen.
Besteht die Obergruppe aus 75 Zellen, so würde bei einer Zellenspannung von etwa 2 Volt die Spannung des Stromkreises 150 Volt betragen. Insgesamt enthält die ganze Zellensäule dann 75 χ 8, also 600 Zellen. Die Zwischenkammern 18 führen gemeinsame, vorzugsweise negative Spannung, während die Teilungselektröden 27 den positiven Stromanschluß führen. Aus Fig. 3 geht ferner die Zirkulationsrichtung hervor. Das Gas-Elektrolyt-Gemisch strömt von beiden Zellengruppen zur Zwischenkammer in Richtung der Pfeile G, während der Elektrolyt aus der Zwischenkammer in Richtung der Pfeile E in die einzelnen Zellenuntergruppen zurückfließt.
Trotz der großen Zellenzahl bleiben in der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Elektrolyseurs die einzelnen Horizontalkanäle viel kürzer und trotz des ungewöhnlich viel kleineren Querschnittes als bei den bisher üblichen Kanalbauarten bieten sie dem Gas- und Flüssigkeitsumlauf einen geringeren Strömungswiderstand, so daß selbst bei Ausführung der Teilkanäle von nur 10 bis 20 mm Durchmesser ein ausreichender und stetiger Kreislauf sichergestellt wird.
Um diesen Elektrolytumlauf noch zu beschleunigen bzw. durch die in den Teilkanälen auftretende Reibung noch weniger zu beeinträchtigen, sind die Gasabscheider 21, 23 (vgl. Fig. 4) in einer Höhe h von über 60 cm über der Oberkante der Zellensäule angeordnet. Hierdurch wird der hydrostatische Druck, unter dem der Elektrolyt aus den Gasabscheidern über die Rücklaufrohre 22, 25 den Zellen wieder zuströmt, auf denrelativ hohen WertiT gebracht, welcher der Differenz zwischen den Niveaus a-h und c-d (vgl. Fig. 4) entspricht.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart mit getrennt an jede Zelle angeschlossenen Ableitungskanälen für Wasserstoff und Sauerstoff, welche zu Gasabscheidern führen, die den mitgerissenen Elektrolyt sammeln und aus denen der Elektrolyt durch ein weiteres Kanalsystem in die Zellen zurückgeführt wird, wobei die einzelnen Kanäle aus aneinandergereihten Durchbrechungen der ringförmigen, zu einer Säule aufeinandergeschichteten Zellenrahmen bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Gasableitungskanäle (4, 5) als auch die Elektrolytrücklaufkanäle (6, 7) in eine Reihe von Teilkanälen (a, b, c) aufgegliedert sind, welche sich aus parallel zueinander in einer gemeinsamen Ringzone der Zellenrahmen angebrachten engen Durchbrechungen zusammensetzen, die in unverbreiterten Sektoren dieser Zellenrahmen (1) liegen (Fig. 1).
  2. 2. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zellenrahmen (1) aus einem profilierten, gezogenen Flacheisen be- So steht, das durch Runden und Verschweißen hergestellt ist und auf dem auf einem nach innen liegenden Absatz (2) die als bipolar wirkende Elektrode dienende dünne Blechscheibe (13) z. B. mittels elektrischer Punkt- bzw. Nahtschweißung befestigt ist (vgl. Fig. 1 und 2).
  3. 3. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur gleichen Leitungsgruppe (If2 bzw. O2 bzw. K bzw. A) gehörigen Teilkanäle nebeneinander in gleichen Sektoren go der ringförmigen Zellenrahmen (1) liegen (Fig. 1).
  4. 4. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen von zylindrischen Bohrungen gebildet werden, welche mit Nickelröhrchen ausgebuchst werden.
  5. 5. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an jede Zelle nur ein Teilkanal (4*, 5°, 6a, 7°) jeder Leitungsgruppe (H2, O2, K, A) angeschlossen ist, wobei die einzelnen Teilkanäle mit je einer Gruppe von unmittelbar aneinander anschließenden Zellen verbunden sind und, von ihrem Anschluß an das zum Gasabscheider führende Rohr 20, 24 (Fig. 5) aus gemessen, nur bis zur letzten Zelle der jeweils angeschlossenen Zellengruppe reichen (vgl. Fig. 5).
  6. 6. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die als Einheit zusammengepreßte Zellensäule durch Zwischenkammern (18) in Obergruppen unterteilt ist, wobei jede dieser Zwischenkammern aus zwei, durch eine vertikale Wand (19) getrennten Räumen besteht, wobei in den einen Raum sämtliche Wasserstoffableitungsteilkanäle (4) der betreffenden Obergruppen und das zum gemeinsamen Wasserstoff gasabscheider (21) führende Gemischrohr (20) sowie unten alle zugehörigen Katholytrücklaufteilkanäle (6) und das vom Wasserstoffgasabscheider kommende Katholytrücklaufrohr (22) einmünden, und in den anderen Raum oben sämtliche Sauerstoffableitungsteilkanäle (5) der betreffenden Obergruppen und das zum gemeinsamen Sauerstoffgasabscheider (23) führende Gemischrohr (24) sowie unten alle zugehörigen Anolytrücklaufteilkanäle (7) und das vom Sauerstoffgasabscheider kommende Anolytrücldaufrohr (25) angeschlossen sind (vg. Fig. 3 und 4).
  7. 7· Druckelektrolyseur nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasabscheider durch mindestens ein kommunizierendes Rohr (26) großen Durchmessers miteinander verbunden sind (vgl. Fig. 3 und 4.).
  8. 8. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasabscheider (21, 23) in einer Höhe (h) von mindestens 500 mm über der Oberkante der Zellensäule angeordnet sind (vgl. Fig. 4).
  9. 9. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß alle Zwischenkammern (18) die gleiche Spannung führen (vgl. Fig. 3)·
    Hierzu r Blatt Zeichnungen
    © 5043 6.53
DEL9637A 1950-08-12 1951-07-21 Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart Expired DE879543C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH681895X 1950-08-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE879543C true DE879543C (de) 1953-06-15

Family

ID=4528532

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL9637A Expired DE879543C (de) 1950-08-12 1951-07-21 Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart

Country Status (5)

Country Link
US (1) US2717872A (de)
CH (1) CH286097A (de)
DE (1) DE879543C (de)
FR (1) FR1048401A (de)
GB (1) GB681895A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19818909C1 (de) * 1998-02-02 1999-03-04 Heliocentris Energiesysteme Elektrolysegerät für Modelle

Families Citing this family (22)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2862864A (en) * 1954-08-10 1958-12-02 Pintsch Bamag Ag Electrolytic apparatus
BE546593A (de) * 1955-04-01
US2786811A (en) * 1955-12-01 1957-03-26 Robert B Swope Electrolytic cell for producing gases
GB864456A (en) * 1956-08-23 1961-04-06 Era Patents Ltd Improvements relating to electric cells of the hydrogen-oxygen type
US3855091A (en) * 1972-01-19 1974-12-17 Ppg Industries Inc Method of separating chlorine from chlorine-anolyte liquor froth of an electrolytic cell
US3926770A (en) * 1972-06-08 1975-12-16 Ppg Industries Inc Electrolytic cell having silicon bipolar electrodes
US3928165A (en) * 1973-07-02 1975-12-23 Ppg Industries Inc Electrolytic cell including means for separating chlorine from the chlorine-electrolyte froth formed in the cell
US3962065A (en) * 1974-05-28 1976-06-08 Scoville Frank J Chlorine gas or hypochlorite producing apparatus
FR2297672A1 (fr) * 1975-01-14 1976-08-13 Rech Tech Et Indles Electrolyseur
FR2299420A1 (fr) * 1975-01-31 1976-08-27 Srti Rech Tech Indles Electrolyseur a eau fonctionnant sous pression
FR2435537A1 (fr) * 1978-08-22 1980-04-04 Creusot Loire Cellule d'electrolyse pour la production de gaz
FR2448583A1 (fr) * 1979-02-09 1980-09-05 Creusot Loire Perfectionnements a un appareil d'electrolyse de l'eau
US4336122A (en) * 1980-09-08 1982-06-22 Ernst Spirig Electrolysis apparatus
US4371433A (en) * 1980-10-14 1983-02-01 General Electric Company Apparatus for reduction of shunt current in bipolar electrochemical cell assemblies
DE3101120A1 (de) * 1981-01-15 1982-09-02 Metallgesellschaft Ag, 6000 Frankfurt Wasserelektrolyseur der filterpressenbauart
CH672142A5 (de) * 1985-07-17 1989-10-31 Metkon Sa
CA2356146C (en) 1997-12-19 2010-06-22 Superior Fireplace Company Hydrogen-fueled visual flame gas fireplace
EP1262577B1 (de) * 2001-05-24 2004-02-25 Casale Chemicals S.A. Elektrochemischer Reaktor
EP1528126A1 (de) * 2003-10-30 2005-05-04 Vandenborre Hydrogen Systems N.V. Integriertes Elektrolysiermodul mit internem Gas/Flüssigkeit-Abscheider
ITMI20042248A1 (it) 2004-11-19 2005-02-19 Uhdenora Technologies Srl Piatto bipolare per elettrolizzatore comprendente una singola parete
US8317985B2 (en) * 2006-11-19 2012-11-27 Wood Stone Corporation Hydrogen producing unit
DE102024100840A1 (de) 2024-01-12 2025-07-17 Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Alkalische Elektrolyseeinrichtung

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1273357A (en) * 1913-09-04 1918-07-23 Linde Air Prod Co Electrolyzing apparatus.
US1211687A (en) * 1913-10-20 1917-01-09 Arthur Dohmen Apparatus for the electrolytic decomposition of water.
US1448037A (en) * 1922-07-12 1923-03-13 Pechkranz Rodolphe Electrolysis of water
US1799116A (en) * 1926-12-21 1931-03-31 Noeggerath Jacob Emil Electrolytic apparatus
DE600583C (de) * 1932-03-24 1934-07-27 Hans Niederreither Dipl Ing Zersetzer, insbesondere elektrolytischer Druckzersetzer, zur Erzeugung von Wasserstoff und Sauerstoff unter hohem Druck
US2075688A (en) * 1935-01-10 1937-03-30 Bamag Meguin Ag Electrolytic apparatus

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19818909C1 (de) * 1998-02-02 1999-03-04 Heliocentris Energiesysteme Elektrolysegerät für Modelle

Also Published As

Publication number Publication date
GB681895A (en) 1952-10-29
US2717872A (en) 1955-09-13
CH286097A (de) 1952-10-15
FR1048401A (fr) 1953-12-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE879543C (de) Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart
DE4444114C2 (de) Elektrochemische Halbzelle mit Druckkompensation
EP0150018B1 (de) Verfahren zum Elektrolysieren von flüssigen Elektrolyten
DE2754668A1 (de) Wasserzersetzungsvorrichtung
DE2905754C2 (de) Bipolare Elektrolysezelle für die Wasserzersetzung
DE3401636A1 (de) Elektrochemisches verfahren zur behandlung von fluessigen elektrolyten
EP0189535A1 (de) Elektrolyseapparat
DE102013216587A1 (de) Geometrie eines hocheffizienten Medienverteilers für Elektrolyseure
EP3526372B1 (de) Elektrolysezelle mit einer gasdiffusionselektrode und verfahren zu deren betrieb
DE2828397A1 (de) Aus ein oder mehr brennstoffzellenbloecken bestehende batterieeinheit
DE1006401B (de) Wasser-Elektrolyseur fuer den Betrieb unter einem UEberdruck von mehr als 5 Atmosphaeren
DE2601065A1 (de) Elektrolysevorrichtung
DE2255741C3 (de) Diaphragmenserienelektrolysevorrichtung
DE2845832A1 (de) Vorrichtung zur diaphragma-elektrolyse
EP1743051A2 (de) Verfahren zum erzeugen einer gleichmässigen durchströmung eines elektrolytraumes einer elektrolysezelle
DE706834C (de) Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von Alkalihydroxydloesungen
DE2262166C2 (de) Verfahren zum Betreiben einer elektrochemischen Zelle
DE3813017C2 (de)
EP0071754A1 (de) Monopolare elektrolytische Filterpressenzelle
DE4418999C2 (de) Druckelektrolyseur mit einem gekapselten Zellenblock aus einzelnen Elektrolysezellen
DE2158259C3 (de) Elektrolysezelle zur Herstellung von Chloraten
DE902844C (de) Wasserzersetzer nach Filterpressenbauart
DE1211595B (de) Rahmen zum Zusammenbau einer Vielkammerzelle fuer die Elektrodialyse
DD141463A1 (de) Vorrichtung zur durchfuehrung elektrochemischer prozesse
CH331199A (de) Bipolare Elektrode für Druckelektrolyseure der Filterpressen-Bauart