DE879543C - Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart - Google Patents
Druckelektrolyseur der FilterpressenbauartInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 15. JUNI 1953
L Q637 IV b j 12 i
Der Übergang vom unter Atmosphärendruck betriebenen Wasserelektrolyseur zum Druckelektrolyseur
ermöglicht in der bekannten Filterpressenbauart eine wesentlich schmalere Ausbildung der einzelnen Zellen,
weil sowohl die Größe der einzelnen Gasblasen als auch deren Gesamtvolumen durch den Druck auf
einen Bruchteil des Volumens bei Atmosphärendruck reduziert wird, so daß der Elektrolytraum durch das
gebildete Gas in sehr viel geringerem Maße beengt wird. Infolgedessen kann man als Zellenrahmen
scheibenförmige Blechringe von etwa 6 bis io mm Stärke benutzen, welche die bipolar wirkenden
Elektroden oder das Diaphragma tragen und unter Zwischenschaltung elektrisch isolierender Dichtungsschichten zu einer mehr oder weniger langen, durch
Zuganker zusammengehaltenen Säule aneinandergereiht sind. Hiermit ist der Vorteil verbunden, daß
die in radialer Richtung wirkende Druckkomponente von hochkant stehenden Blechen aufgenommen wird,
so daß man diesen Zellenrahmenblechringen nur eine ausreichende Breite zu geben braucht, um durch ihre
Aufeinanderschichtung dann im Ganzen zu einem Druckbehälter von sehr erheblicher, jede Sicherheit
bietender Wandstärke zu kommen.
Die Erfindung bezieht sich auf Druckelektrolyseure dieser Art und betrifft die Ausgestaltung der zu jeder
einzelnen Zelle notwendigen Kanäle, welche für die Ableitung der elektrolytisch gebildeten Gase und für
die Rückleitung des von diesen Gasen mitgerissenen in den üblichen Gasabscheidern zurückgehaltenen
Elektrolyts dienen. Es sind dies für jede Zelle insgesamt vier Kanäle, nämlich je ein Gasableitungskanal
für Wasserstoff und Sauerstoff, sowie je ein Elektrolytrücklaufkanal für den Katholyt und den
Anolyt. Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Zellenrahmen oben und unten je innerhalb eines
Sektors von etwa 30° durch entsprechende Ansätze oder durch Stehenlassen eines Segmentes zu verbreitern
und dann innerhalb dieser verbreiterten Zonen Ausschnitte vorzusehen, welche beim Aufeinanderschichten
der Zellenrahmen dann die betreffenden Kanäle ergeben. Auf diese Weise wird man der Notwendigkeit
enthoben, in jede Zelle von außen her vier druckfeste Rohre einzuführen und diese Rohre
dann zu einem entsprechenden Zirkulationssystem zu verbinden.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung für Elektrolyseure solcher Art, welche darin besteht,
daß jeder dieser Kanäle in eine Reihe von Teilkanälen aufgegliedert wird, die sich aus parallel zueinander in
einer gemeinsamen Ringzone der Zellenrahmen angebrachten engen Durchbrechungen zusammensetzen,
welche ihrerseits in unverbreiterten Sektoren dieser Zellenrahmen liegen. Auf diese Weise wird es möglich,
dem ganzen Zellenrahmen durchgehend gleiche Breite zu geben, so daß man ihn nicht aus Blechtafeln auszustanzen
und dann durch entsprechende Nachbearbeitung in der erforderlichen Weise zu profilieren
braucht, sondern aus fertig, eventuell profiliert, gezogenen Flacheisen herstellen kann, die lediglich gerundet,
an den Stoßstellen verschweißt und an denen die notwendigen Kanäle nur noch eingestanzt oder
gebohrt zu werden brauchen. Der Zellenrahmen besitzt einen Absatz, auf dem eine als bipolar wirkende
Elektrode dienende dünne Blechscheibe Z. B. mittels elektrischer Punkt- bzw. Nahtschweißung befestigt ist.
Dies führt natürlich zu einer ganz außerordentlichen Vereinfachung der Fertigung und Ersparnis an Arbeit
und Materialabfall.
Voraussetzung dafür, daß man den druckbelasteten, ringförmigen Zellenrahmen durchgehend gleiche
Breite geben kann, ohne sie durch die das Kanalsystem bildenden Ausschnitte in statisch unzulässiger
Weise zu schwächen, ist die erfindungsgemäße Aufteilung der bisher üblichen, durchgehenden Kanäle
in je eine Reihe von parallel zueinander in einer gemeinsamen Ringzone geführten Teilkanälen. Diese
go legt man zweckmäßig möglichst nahe an-den Innenrand
der Blechringe, da deren Innenfaser durch die Druckbelastung den geringsten Dehnungsspannungen
unterworfen wird. Zur Vermeidung von Korrosionserscheinungen werden die einzelnen Bohrungen, aus
denen sich die Teilkanäle zusammensetzen, mit Nickelr öhrchen ausgebuchst. Die zwischen den ringscheibenförmigen
Zellenrahmen liegenden-Dichtungsschichten müssen natürlich mit entsprechenden Ausschnitten
versehen und so eingelegt werden, daß diese Ausschnitte mit den Bohrungen der Zellenrahmen
genau in Deckung zu liegen kommen.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß man mit ihrer Hilfe den durch das erwähnte
Kanalsystem stets unvermeidbar gegebenen elektrolytischen Nebenschluß zwischen einzelnen Zellen und
Zellengruppen merklich herabzusetzen in der Lage ist. Dies ist besonders für Druckelektrolyseure mit
relativ schmalen Zellen und dementsprechend kurzen Nebenschlußwegen von besonderer Bedeutung. Es
genügt nämlich, an jede Zelle nur einen Teilkanal jeder Leitungsgruppe anzuschließen, und wenn man
hierbei so vorgeht, daß man die einzelnen Teilkanäle mit je einer Gruppe von unmittelbar aneinander
anschließenden Zellen verbindet und dabei (von ihrem Anschlußpunkt an das zum Gasabscheider
führende Sammelrohr aus gemessen) nur bis zur letzten Zelle der jeweils angeschlossenen Zellengruppe
führt, so nimmt die Summe der Kanalquerschnitte von der dem Sammelrohr benachbarten Zellengruppe
aus stufenweise ab, bis sie bei der entferntesten Zellengruppe nur noch der Querschnittsumme je
eines Teilkanals für Wasserstoff, Sauerstoff, Katholyt und Anolyt entspricht. In entsprechendem Maße
nimmt natürlich die Stromstärke des elektrolytischen Nebenschlusses ab.
. Bei unter Atmosphärendruck arbeitenden Wasserzersetzern ist es bereits üblich, in der Mitte der Zellensäule
eine Zwischenkammer . vorzusehen, welche in zwei Räume getrennt ist, in deren einen die von den
Zellen kommenden Wasserstoff- und Katholytrücklaufleitungen und in deren anderen die von den Zellen
kommenden Sauerstoff- und Anolytrücklaufleitungen münden. An den erstgenannten Raum ist dann oben
das zum Wasserstoffgasabscheider führende Gemischrohr und unten das von diesem Gasabscheider kornmende
Katholytrücklaufrohr angeschlossen, während an den zweiten Raum oben das zum Sauerstoffgasabscheider
führende Gemischrohr und unten das von diesem Gasabscheider kommende Anolytrücklaufrohr
angeschlossen ist. Es hat sich nun als vorteilhaft erwiesen, bei einem Wasserzersetzer der erfindungsgemäßen
Art nicht nur eine, sondern mehrere solche Zwischenkammern vorzusehen, welche die Zellensäule
in eine Anzahl von Obergruppen unterteilen, von denen jede aus einer der Zahl der Teilkanäle jeder
Kanalgruppe entsprechenden Zahl von je an einen Teilkanal angeschlossenen Zellengruppen der oben
erläuterten Art besteht. Zu jeder dieser Zwischenkammern münden dann alle Teilkanäle der betreffenden,
an beiden Seiten der Kammern angeschlossenen Zellenobergruppen. Auf diese Weise kommt man zu
wesentlich kürzeren Kanallängen und kann auch die Kanäle entsprechend kleiner machen, ohne die Strömungsgeschwindigkeit unzulässig zu erhöhen. Kleinere
Kanalquerschnitte bedeuten aber nicht nur elektrisch 11g eine Verminderung des Nebenschlusses, sondern auch
statisch eine Erhöhung der Druckfestigkeit der von den Kanälen durchsetzten Rahmenringe. Zur Vermeidung
von Nebenschlußströmen innerhalb der Gasabscheider bringt man die erwähnten Zwischenkammern
auf gleiches Potential.
Ein weiterer Weg, um einen raschen Elektrolytumauf auch bei Verwendung relativ enger Kanäle sicherzustellen,
besteht darin, daß man für einen entsprechend hohen hydrostatischen Förderdruck sorgt.
Bisher war es üblich, die Gasabscheider, in die der
Elektrolyt von den abströmenden Gasen nach dem Prinzip der sog. Mammutpumpe mitgerissen wird,
kaum mehr als 30 cm über der Oberkante der Zellensäule anzuordnen. Versuche ergeben jedoch, daß bei
einem Druckelektrolyseur wegen der kleineren, die Pumparbeit leistenden Gasmengen wesentlich größere
Förderhöhen erforderlich sind, und es hat sich daher als zweckmäßig erwiesen, die Gasabscheider
bei Elektrolyseuren der erfmdungsgemäßen Art mindestens 500 mm über der Oberkante der Zellensäule
anzuordnen. Auf diese Weise ergibt sich dann für den zurücklaufenden Elektrolyt ein hydrostatischer
Förderdruck von etwa 700 bis 900 mm Wassersäule und mehr, so daß die notwendigen Elektrolytmengen
auch durch ein relativ enges Kanalsystem mit entsprechender Strömungsgeschwindigkeit bewegt werden
können.
Die Erfindung sei im folgenden an Hand der Zeichnungen ergänzend erläutert. Von diesen zeigt
Fig. ι die Draufsicht auf einen der ringscheibenförmigen Zellenrahmen, aus deren Aneinanderreihung
die Zellensäule des Elektrolyseurs entsteht,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Randzone von drei aus solchen Zellenrahmen, den eingeschweißten Elektrodenblechen
und den zwischengelegten, gleichzeitig als Dichtung wirkenden Diaphragmen zusammengesetzten
Zellen der erwähnten Zellensäule, Fig. 3 eine schematische Überblickskizze des gesamten
Elektrolyseurs,
Fig. 4 einen schematischen Diametralschnitt durch eine der aus Fig. 3 ersichtlichen Zwischenkammer
sowie
Fig. 5 die schematische Draufsicht auf eine der an
eine solche Zwischenkammer angeschlossenen Zellenobergruppen, aus der deren Aufteilung in die den
einzelnen Teilkanälen zugeordneten Zellengruppen zu ersehen ist.
Wie man aus Fig. 1 erkennt, besteht der Zellenrahmen
aus einem Flacheisenring 1 von durchgehend gleicher Breite, welcher durch einen Absatz 2 profiliert
ist und in dieser Form ohne weiteres aus einem profiliert gezogenen Flacheisen durch Runden und
durch Verschweißen bei 3 hergestellt werden kann. Die vier zur Ableitung des Wasserstoffes und des
Sauerstoffes sowie zur Rückleitung des Katholyts und des Anolyts dienenden Kanalsysteme H2, O2, K
und A sind in je drei Teilkanäle aufgeteilt, welche aus Bohrungen 4", 4δ, 4" und 5a, 5^, 5C sowie 6a, 6b,
bc und 7°, 76, y" bestehen, die parallel zueinander in
einer gemeinsamen Ringzone des durchgehend gleich breit gehaltenen Zellenrahmens 1 angeordnet sind.
Da jede Zelle nur an je einen dieser Teilkanäle angeschlossen zu werden braucht, sind nur zu den Teilkanälen
4", 5a, 6a und ya Radialbohrungen 8, g, 10
und 11 geführt, welche die Innenräume der zu dem betreffenden Zellenrahmen gehörigen Zelle mit den
erwähnten Teilkanälen verbinden.
Den Aufbau der Zellen erkennt man aus Fig. 2, welche einen vergrößerten Teilschnitt durch zwei
hintereinanderliegende Zellen in Richtung der Schnittlinie II-II (vgl. Fig. 1) darstellt. Zwischen den drei
Zellenrahmen (i) liegen die Diaphragmen 12, die an der Randzone imprägniert sind, um gleichzeitig als
isolierende und dichtende Zwischenschichten zu dienen. Auf den Absatz 2 eines jeden Zellenrahmens ist
die als bipolar wirkende Elektrode dienende dünne Blechscheibe 13 aufgeschweißt. Der Dickeunterschied
zwischen den Rahmenflacheisen 1 und den Elektrodenblechen 13 ergibt hierbei den freien Gas-
und Elektrolytraum der einzelnen Zellen Z. In den rechts vom Diaphragma 12 liegenden Teil dieses
Zellenraumes münden dabei die Radialbohrungen 8, welche diese Zellenräume mit dem angeschnittenen,
zur Abführung des Wasserstoffes dienenden Teilkanal 4 verbinden. Diese sind mit Nickelbuchsen
und eventuell mit zusätzlichen Isolierbuchsen 28 versehen. In die anderen Zellenräume münden die
gestrichelt angedeuteten Radialbohrungen 9, welche zu dem Teilkanal 5 führen, der in Fig. 2 hinter dem
Kanal 4 verdeckt liegt und den Sauerstoff abführt.
Wie man aus Fig. 3 erkennt, ist das gesamte, durch zwei schwere Endplatten 14, 15 sowie entsprechend
kräftige Zuganker 16, 17 zu einer Säule zusammengespannte
Zellenpaket durch eine Anzahl von Zwischenkammern 18 in Obergruppen unterteilt, welche
je ihren selbständigen Elektrolytumlauf besitzen. Denn jede dieser Zwischenkammern 18 ist durch
ein eigenes Rohrsystem mit den über der Zellensäule liegenden Gasabscheidern verbunden.
Den Diametralschnitt durch ein solche Zwischenkammer zeigt Fig. 4. Wie man erkennt, ist die Kammer
18 durch eine Trennwand 19 in zwei Räume H2
und O2 unterteilt, die beide etwa bis zum Niveau a-b
mit Elektrolyt gefüllt sind. Dabei enthält der Raum H2 den Katholyt und der Raum O2 den Anolyt. An
den Raum H2 sind sämtliche Wasserstoffableitungskanäle
4 der zugehörigen Zellenobergruppe angeschlossen. Die entsprechenden Verbindungskanäle
sind in der Zeichnung nicht ersichtlich. Gleichzeitig führt aus diesem Sammelraum das Gemischrohr
20 in den Wasserstoffgasabscheider 21. Über dieses Rohr 20 wird das aus den Zellen abströmende
Gas-Elektrolyt-Gemisch in den Gasabscheider 21 eingesprüht. Der mitgerissene Elektrolyt sammelt
sich dann innerhalb des Gasabscheiders 21 und füllt diesen etwa bis zum Niveau c-d mit Flüssigkeit. Aus
dem Gasabscheider 21 fließt der Elektrolyt dann über das Katholytrücklaufrohr 22 wieder in die
Kammer H& ab, an welche unten sämtliche Katholytrücklaufteilkanäle
6 angeschlossen sind. In entsprechender Weise ist der Raum O2 mit dem Sauerstoffgasabscheider
23 über das Gemischrohr 24 und das Anolytrücklaufrohr 25 verbunden. Die beiden Gasabscheider 21, 23 werden durch das U-Rohr 26
kommunizierend verbunden, das durch Diffusion einen gewissen Konzentrationsausgleich zwischen Anolyt
und Katholyt herbeiführt.
Fig. 5 zeigt die Draufsicht einer solchen zwischen einer Zwischenkammer 18 und einer Mittelplatte 27
eingeschlossenen Zellenobergruppe mit den gestrichelt eingezeichneten Gasableitungskanalsystemen 4", 4*",
4C und 5α, 56, 5C. Wie mann erkennt, reichen die Teilkanäle
4a und 5a nur über die ersten fünf Zellen. Sie
sind durch entsprechende Radialbohrungen 8, 9 (vgl. Fig. 2) mit diesen ersten fünf Zellen verbunden. Die
Teilkanäle 4* und 5* reichen über die ersten zehn
Zellen und sind durch entsprechende Radialbohrungen mit der sechsten bis zehnten Zelle verbunden
Die Kanäle 4" und 5" schließlich reichen bis an das
Ende der ganzen Zellenobergruppe und sind mit der elften bis fünfzehnten Zelle verbunden. Es bilden
also die erste bis fünfte, die sechste bis zehnte und die elfte bis fünfzehnte Zelle innerhalb der dargestellten
Obergruppe je eine durch einen Teilkanal für jedes Leitungssystem in sich verbundene Zellenuntergruppe.
Da der Nebenschlußstrom für jede Zelle dem Gesamtquerschnitt der parallel zu dieser Zelle liegenden
Gas- und Elektrolytkanäle entspricht, nimmt dieser Nebenschluß also von Zellengruppe zu Zellengruppe
schrittweise ab.
In der Praxis werden jedoch im allgemeinen mehr als 5 Zellen pro Untergruppe angeschlossen, beispielsweise 25 Zellen; eine Obergruppe besteht dann also aus 75 Zellen. Wie das Schaltschema in Fig. 3 zeigt, ist die Zellensäule in 8 Obergruppen unterteilt und jede Obergruppe bildet einen selbständigen Stromlcreis. Zwei solcher Obergruppen sind zu beiden Seiten an eine gemeinsame Zwischenkammer 18 angeschlossen.
In der Praxis werden jedoch im allgemeinen mehr als 5 Zellen pro Untergruppe angeschlossen, beispielsweise 25 Zellen; eine Obergruppe besteht dann also aus 75 Zellen. Wie das Schaltschema in Fig. 3 zeigt, ist die Zellensäule in 8 Obergruppen unterteilt und jede Obergruppe bildet einen selbständigen Stromlcreis. Zwei solcher Obergruppen sind zu beiden Seiten an eine gemeinsame Zwischenkammer 18 angeschlossen.
Besteht die Obergruppe aus 75 Zellen, so würde
bei einer Zellenspannung von etwa 2 Volt die Spannung des Stromkreises 150 Volt betragen. Insgesamt enthält
die ganze Zellensäule dann 75 χ 8, also 600 Zellen. Die Zwischenkammern 18 führen gemeinsame,
vorzugsweise negative Spannung, während die Teilungselektröden 27 den positiven Stromanschluß
führen. Aus Fig. 3 geht ferner die Zirkulationsrichtung hervor. Das Gas-Elektrolyt-Gemisch strömt
von beiden Zellengruppen zur Zwischenkammer in Richtung der Pfeile G, während der Elektrolyt aus
der Zwischenkammer in Richtung der Pfeile E in die einzelnen Zellenuntergruppen zurückfließt.
Trotz der großen Zellenzahl bleiben in der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung des Elektrolyseurs die einzelnen Horizontalkanäle viel kürzer und trotz
des ungewöhnlich viel kleineren Querschnittes als bei den bisher üblichen Kanalbauarten bieten sie
dem Gas- und Flüssigkeitsumlauf einen geringeren Strömungswiderstand, so daß selbst bei Ausführung
der Teilkanäle von nur 10 bis 20 mm Durchmesser
ein ausreichender und stetiger Kreislauf sichergestellt wird.
Um diesen Elektrolytumlauf noch zu beschleunigen bzw. durch die in den Teilkanälen auftretende
Reibung noch weniger zu beeinträchtigen, sind die Gasabscheider 21, 23 (vgl. Fig. 4) in einer Höhe h
von über 60 cm über der Oberkante der Zellensäule angeordnet. Hierdurch wird der hydrostatische
Druck, unter dem der Elektrolyt aus den Gasabscheidern über die Rücklaufrohre 22, 25 den Zellen
wieder zuströmt, auf denrelativ hohen WertiT gebracht,
welcher der Differenz zwischen den Niveaus a-h und
c-d (vgl. Fig. 4) entspricht.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart mit getrennt an jede Zelle angeschlossenen Ableitungskanälen für Wasserstoff und Sauerstoff, welche zu Gasabscheidern führen, die den mitgerissenen Elektrolyt sammeln und aus denen der Elektrolyt durch ein weiteres Kanalsystem in die Zellen zurückgeführt wird, wobei die einzelnen Kanäle aus aneinandergereihten Durchbrechungen der ringförmigen, zu einer Säule aufeinandergeschichteten Zellenrahmen bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Gasableitungskanäle (4, 5) als auch die Elektrolytrücklaufkanäle (6, 7) in eine Reihe von Teilkanälen (a, b, c) aufgegliedert sind, welche sich aus parallel zueinander in einer gemeinsamen Ringzone der Zellenrahmen angebrachten engen Durchbrechungen zusammensetzen, die in unverbreiterten Sektoren dieser Zellenrahmen (1) liegen (Fig. 1).
- 2. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zellenrahmen (1) aus einem profilierten, gezogenen Flacheisen be- So steht, das durch Runden und Verschweißen hergestellt ist und auf dem auf einem nach innen liegenden Absatz (2) die als bipolar wirkende Elektrode dienende dünne Blechscheibe (13) z. B. mittels elektrischer Punkt- bzw. Nahtschweißung befestigt ist (vgl. Fig. 1 und 2).
- 3. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur gleichen Leitungsgruppe (If2 bzw. O2 bzw. K bzw. A) gehörigen Teilkanäle nebeneinander in gleichen Sektoren go der ringförmigen Zellenrahmen (1) liegen (Fig. 1).
- 4. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen von zylindrischen Bohrungen gebildet werden, welche mit Nickelröhrchen ausgebuchst werden.
- 5. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an jede Zelle nur ein Teilkanal (4*, 5°, 6a, 7°) jeder Leitungsgruppe (H2, O2, K, A) angeschlossen ist, wobei die einzelnen Teilkanäle mit je einer Gruppe von unmittelbar aneinander anschließenden Zellen verbunden sind und, von ihrem Anschluß an das zum Gasabscheider führende Rohr 20, 24 (Fig. 5) aus gemessen, nur bis zur letzten Zelle der jeweils angeschlossenen Zellengruppe reichen (vgl. Fig. 5).
- 6. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die als Einheit zusammengepreßte Zellensäule durch Zwischenkammern (18) in Obergruppen unterteilt ist, wobei jede dieser Zwischenkammern aus zwei, durch eine vertikale Wand (19) getrennten Räumen besteht, wobei in den einen Raum sämtliche Wasserstoffableitungsteilkanäle (4) der betreffenden Obergruppen und das zum gemeinsamen Wasserstoff gasabscheider (21) führende Gemischrohr (20) sowie unten alle zugehörigen Katholytrücklaufteilkanäle (6) und das vom Wasserstoffgasabscheider kommende Katholytrücklaufrohr (22) einmünden, und in den anderen Raum oben sämtliche Sauerstoffableitungsteilkanäle (5) der betreffenden Obergruppen und das zum gemeinsamen Sauerstoffgasabscheider (23) führende Gemischrohr (24) sowie unten alle zugehörigen Anolytrücklaufteilkanäle (7) und das vom Sauerstoffgasabscheider kommende Anolytrücldaufrohr (25) angeschlossen sind (vg. Fig. 3 und 4).
- 7· Druckelektrolyseur nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasabscheider durch mindestens ein kommunizierendes Rohr (26) großen Durchmessers miteinander verbunden sind (vgl. Fig. 3 und 4.).
- 8. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasabscheider (21, 23) in einer Höhe (h) von mindestens 500 mm über der Oberkante der Zellensäule angeordnet sind (vgl. Fig. 4).
- 9. Druckelektrolyseur nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß alle Zwischenkammern (18) die gleiche Spannung führen (vgl. Fig. 3)·Hierzu r Blatt Zeichnungen© 5043 6.53
Applications Claiming Priority (1)
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