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Einrichtung zum Prüfen der Zusammendrückbarkeit von Körpern
I)ie Ürfindung
bezieht sich auf eine Einrichtung zum Prüfen der ZusammendrüclEarlveit von Isörpern,
insbesondere solchen aus nachgiebigen Stoffen, wie Schxvammgummi, und zwar namentlich
von hieraus gefertigten Polsterkissen.
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Es sind hierzu Einrichtungen bekannt, in denen das zu prüfende Stück
zunächst mit einer Grundkraft belastet und. von dieser ausgehend, um ein yorbestirnmtes
Teilstück seiner Stärke unter der Grundkraft weiter zusammengedrückt wird. mol>ei
die Belastung gemessen wird. die für diese weitere Zusammendrückung erforderlich
ist.
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Die Erfindung betrifft eine neue Ausbildung dieser Einrichtungen
zum Dessen der Zusammendrückbarkeit, die einfach im Aufbau ist, eine geilaue Anzeige
liefert und sich selbst steuert.
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Erfindungsgemäß ist bei einer Einrichtung zum Prüfen der Zusammendrückbarkeit
von Körpern, die aus einer Unterlage für den Prüfling und einem gegen diese bewegbaren
Druckglied sowie einer mit diesem Druckglied gekuppelten Anzeigevorrichtung zum
Ablesen des ausgeübten Preßdruckes besteht, an dem beweglichen Druckglied ein Steuerglied
angeordnet, diesem ein Gegenglied zugeordnet, das in einembestimmtenÜbersetzungs
verhältnis von dem Antrieb des Druckgliedes mit diesem bewegbar ist. Das Gegenglied
ist dabei durch eine von dem Druckglied bei einer vorbestimmten Grundbelastung ausgelöste
Sperre feststellbar, und die Anzeigevorrichtung ist durch eine Halteeinrichtung
verriegelbar, die von dem Steuerglied bei dessen Auftreffen auf das Gegenglied eingelegt
wird. Nach dem Feststellen des Gegengliedes in der Grundbelastungsstellung wird
somit das bewegliche Druckglied noch um einen solchen Betrag gegen den Prüfling
verschoben, bis dieser
auf einen bestimmten Bruchteil der Stärke
bei der Grundbelastung zusammengedrückt ist, wobei dieser Bruchteil sich nach dem
Ubersetzungsverhältnis in der Bewegung des Druckgliedes und des Gegengliedes richtet.
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Durch diese Ausbildung wird erreicht, daß die Messung der Zusammendrückbarkeit
bei einer Grundbelastung, die einer Meßeinheit entspricht, einsetzt und die Wegstrecke
des Druckgliedes im Verhältnis zu der Ausgangsstärke des Prüflings genau festgelegt
ist. Die für das Zusammendrücken aufzuwendende Kraft wird gemessen, während die
Einrichtung in Betrieb ist, d.h. mit dem Zusammendrücken des Prüflings, also bevor
das Druckglied wieder stillgesetzt ist und den Prüfling unter einer bestimmten Zusammenpressung
hält.
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Nach einer zweckmäßigen Ausführung ist die Einrichtung so ausgebildet,
daß der Prüfling zunächst so weit belastet wird, um ihn auf eine gewisse Ausgangsstärke
zu bringen, worauf dann die Kraft gemessen wird, die erforderlich ist, um den Prüfling
um einen bestimmten Bruchteil dieser Ausgangsstärke zusammenzudrücken. Als Ausgangsstärke
des Prüflings wird vorteilhaft von derjenigen Stärke ausgegangen, die der Prüfling
einnimmt, wenn er auf eine festgelegte Kreisfläche mit einer Belastungseinheit belastet
ist. Als Prüfbelastung, die ein Maß für die Härte des Prüflings ist, wird dann zweckmäßig
diejenige Belastung gewählt, die aufgewendet werden muß, um den Prüfling auf drei
Viertel der Ausgangsstärke zusammenzudrücken, und zwar auf einer Fläche von der
festgelegten Größe bei einer bestimmten Zusammendrückgeschwindigkeit.
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Eine Ausführungsform der neuen Prüfeinrichtung ist nachstehend an
Hand der Zeichnung erläutert. Es zeigt Fig. I eine Draufsicht, Fig. 2 eine Seitenansicht
unter Weglassung des unteren Teiles, Fig. 3 einen Schnitt durch den die Meßeinrichtung
tragenden Teil, Fig. 4 einen Querschnitt nach Linie 4-4 der Fig. 3, Fig. 5 eine
Seitenansicht der Verriegelungsvorrichtung und Fig. 6 das Schaltschema der elektrischen
Steuereinrichtung.
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Die Einrichtung besteht im wesentlichen aus einer Prüfplatte, die
auf den zu prüfenden Gegenstand angesetzt wird und diesen zusammendrückt.
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Die Platte ist mit einer Anzeigevorrichtung gekuppelt, welche den
von der Prüfplatte aufgewandten Druck anzeigt. Diese Prüfeinrichtung ist von einem
Rahmen aufgenommen, der durch einen Antriebsmotor gesenkt und gehoben werden kann.
Es sind weitere Meßglieder vorgesehen, die den Weg der Prüfplatte in bezug auf die
Stärke des zu prüfenden Gegenstandes messen und die eine Ablesung in dem Augenblick
ermöglichen, wenn dieser Weg der Prüfplatte dem verlangten Verhältnis entspricht.
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Die Prüfeinrichtung besteht aus einem festen Rahmen I mit einem daran
aufgehängten beweglichen Rahmen 2. Der feste Rahmen I hat etwa die Form eines umgekehrten
L, dessen senkrechter Schenkel fest im Boden verankert ist. Der Querschenkel des
Rahmens I trägt einen Elektromotor 3, der eine Welle 4 über ein Vorgelege 5 antreibt.
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Die Welle 4 trägt ein Kettenrad6, über welches eine Kette 7 geführt
ist. Das eine Ende der Kette 7 ist mit dem Kettenrad 6 verbunden, das andere Ende
trägt an einem Lager 7a den beweglichen Rahmen 2, der somit an der Kette 7 aufgehängt
ist.
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Eine Prüfplatte 8 mit einer bestimmten Grundfläche ist mittels eines
Kugelgelenks 9 an einem senkrechten Arm 10 der Anzeigevorrichtung aufgehängt. Zwischen
senkrechtenRahmenstreben2a,2b des Rahmens 2 ist ein Waagebalken II in etwa waagerechter
Lage auf Messerschneiden 12 schwenkbar gelagert. Das eine Ende des Balkens II ist
an der Stange I0 durch eine Messerschneide I3 gehalten, während das andere Ende
mit einer Messerschneide 15 in einem Ring 14 liegt. Die beiden Rahmenteile 2a, 2b
tragen noch einen oberen Waagebalken I6 in einer Messerschneide 17, und das obere
Ende der Stange 10 wird durch eine Messerschneide I8 an dem oberen Waagebalken i6
gehalten. Der Waagebalken I6 trägt noch eine Stange 20, die Schiebegewichte 19 zumAustarieren
der Wiegeeinrichtung aufnimmt. Zwischen den beiden Waagebalken II, I6 ist eine Wickelfeder
21 gespannt, die mit Ringen 22, 23 zwischen Messerschneiden 24, 25 der beiden Balken
11, 16 gespannt ist. Ein Zughaken 26 ist in den Ring 14 eingehängt und am anderen
Ende mit Federanzeigevorrichtung 27 üblicher Bauart gekuppelt, deren Einzelausbildung
nicht dargestellt ist. Diese Einrichtung 27 hat eine Welle 28 mit einer Dämpfungsscheibe
2usa, die zwischen Elektromagneten 28b durchgeführt ist. Das äußere Ende der Welle
28 trägt einen Zeiger 29, der vor einer Skalenscheibe 30 sich bewegt.
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Wenn das Kettenrad 6 durch den Motor 3 in Umlaufrichtung des Uhrzeigers
angetrieben wird, wird die Kette 7 von dem Rad 6 abgewickelt, so daß der daran aufgehangte
Rahmen 2 nach unten geht. Das Gewicht des Rahmens 2 ist so bemessen, daß er die
erforderliche Kraft, um den zu prüfenden Gegenstand zusammenzupressen, aufbringen
kann. Von der Platte 1a des Rahmens 1, die das Vorgelege 5 trägt, ragen Stäbe 1b
tind IC nach unten, an denen der Rahmen 2 mit Augen gleitend geführt ist. Die von
dem Rahmen 2 aufgenommene Prüfplatte 8 geht mit dem Rahmen 2 nach unten und preßt
dabei den zu prüfenden Schaumgummigegenstand 3I, der von einer festen Platte 32
aufgenommen ist, zusammen. Die dabei aufgewandte Kraft wird von der Meßvorrichtung
gemessen und durch den Zeiger 29 auf der Scheibe 30 angezeigt.
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Die Aufwärtsbewegung des Waagebalkens II ist durch einen einstellbaren
Anschlag 33 begrenzt.
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Dieser Anschlag ist so eingestellt, daß der Zeiger auf einer Anzeige
von einer Meßeinheit gehalten ist. Die Prüfplatte 8 muß also zuerst einen Preß-
druck,
der dieser Einheit entspricht, auf den Gegenstand ausüben, bevor der Waagebalken
II ausschwingt und die Anzeigevorrichtung 27 betätigt.
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Um festzustellen, wann die Prüfplatte einen Prüfweg von einem Viertel
der Stärke des zu prüfenden Gegenstandes nach dem Anfangsweg zurückgelegt hat, der
notwendig ist, um die Prüfplatte auf den Gegenstand abzusenken und dort einen Ausgangsdruck
von einer Meßeinheit auszuüben, sowie zum Messen des am Ende der Abwärtsbewegung
ausgeübten Preßdruckes sind die weiterhin beschriebenen Teile vorgesehen.
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Die das Kettenrad 6 tragende Welle nimmt noch eine Trommel 34 auf,
an deren Mantel das eine Ende des Messingbandes 35 befestigt ist. Das Messingband
trägt an dem nach unten hängenden Ende ein Gewicht 36, das an einer Führung 37 gleitet.
Der Durchmesser der Trommel 34 beträgt drei Viertel des Teilkreisdurchmessers des
Zahnrades 6. Mit dem Abwickeln der Kette von dem Kettenrad wird somit auch das Band
von der Trommel abgewickelt. Zufolge der unterschiedlichen Durchmesser von Trommel
und Kettenrad läuft das Band mit genau drei Viertel der Geschwindigkeit der Kette
ab, und damit legt das Band in der gleichen Zeit eine Strecke zurück, die ein Viertel
weniger ist als die von der Kette zurückgelegte Strecke.
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Das Gewicht 36 trägt auf einer isolierten Platte einen Kontakt38,
dem an der Tragstange 10 ein Gegenkontakt 3g zugeordnet ist. Die beiden Kontakte
38, 39 sind so angeordnet und zueinander ausgerichtet, daß sie sich berühren, wenn
die Prüfplatte S auf der Unterlage 32 aufsitzt. Wenn durch den Motor 3 das Kettenrad
6 und die Trommel 34 zum Heben oder Senken des Rahmens 2 angetrieben werden, beträgt
in jeder Stellung der Abstand zwischen den Kontakten 38, 39 genau ein Viertel des
Abstandes der Prüfplatte 8 von der Unterlage 32. Wenn also in einer beliebigen Stellung
der Kontakt 38 festgehalten wird, während die Prüfplatte sich gegen die Unterlage
32 bewegt, dann liegen die Kontakte 38, 39 aneinander, wenn die Prüfplatte 8 um
ein Viertel des verbleibenden Abstandes gegen die Platte 32 bewegt wird.
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Der Anschlag33 ist ebenfalls ein elektrischer Kontakt, dem an dem
Waagebalken II ein Gegenkontakt 40 zugeordnet ist. Solange kein Preßdruck auf die
Prüfplatte 8 einwirkt, liegen die Kontakte 33 und 40 aneinander. Diese Kontaktstelle
33, 30 wird geöffnet, sobald die Prüfplatte mit dem Gewicht einer Meßeinheit auf
den zu prüfenden Gegenstand drückt. Durch eine noch zu besdlreibende Schalteinrichtung
sind die Kontakte 33, 40 an eine Magnetbremse für das Band 35 angeschlossen. Die
Magnetbremse ist von einem Arm I an der Unterseite der Tragplatte 1a gehalten.
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Das Band 35 ist zwischen einem Klemmschuh 42 aus Eisen und einem Magnetkern
44 vorbeigeführt, der Spulen 44a trägt. Der Klemmschuh 42 sitzt an der Unterseite
einer Schwinge 43, die an dem Arm 41 angelenkt ist. Der Magnetkern 44 ist von einer
Platte 45 getragen, die von der Schwinge 43 aufgenommen ist. Die Tragplatte Ia ist
mit einem Durchgang versehen, und auch die Schwinge 43 hat ein Loch 43a für den
Durchgang des Bandes 35.
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An dem freien Ende der Schwinge3 ist ein isolierter Kontakt 46 angeordnet,
der an eine Klemme 47 angeschlossen ist. Der Kontakt 46 ruht auf einem Kontakt8,
der von einem Tragarm 49 an der Unterseite der Platte 1a gehalten ist. Der Tragarm
49 ist gegenüber derPlatteIa isoliert und trägt eine Anschlußklemme 50. Bei voneinander
getrennten Kontaktstiften 33 und 40 ist der Stromkreis unterbrochen, und es wird
ein Relais betätigt, welches die Spulen 44a erregt. Hierdurch wird der Klemmschuh
42 gegen den Kern 44 gezogen, so daß das Band 35 zwischen diesen Teilen festgeklemmt
wird. Hierdurch wird also der mit dem Band gekuppelte Kontakt 38 gerade in derjenigen
Stellung festgehalten, in welcher er sich befindet, wenn die Kontakte 33, 40 geöffnet
werden. Dies ist aber diejenige Stelle, in welcher diePrüfplatte8 nach Aufwendung
eines Preßdruckes von einer Meßeinheit sich gegen den zu prüfenden Gegenstand 31
weiter nach unten bewegt, um diesen weiter zusammenzudrücken. Zufolge der gegenseitigen
Lage der Kontakte kommen die beiden Kontakte 38, 39 dann zur Anlage aneinander,
wenn die Prüfplatte 8 sich um ein Viertel derjenigen Strecke gegen die Unterlage3
bewegt hat, die bei derAuflaststellung mit einer Meßeinheit den Abstand der Prüfplatte
von der Unterlage 32 bildet. Es ist dann der zu prüfende Gegenstand auf drei Viertel
seiner Stärke zusammengedrückt, die er bei einer Belastung mit einer Meßeinheit
hatte.
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Beim Schließen der Kontakte 38, 39 wird ein Stromkreis geschlossen,
welcher den Motor abschaltet, und eine Magnetbremse eingelegt, welche eine weitere
Verdrehung der Welle 28 der Anzeigevorrichtung verhindert, so daß also der Zeiger
29 in derjenigen Stellung der Skala 30 festgehalten wird, welche den in dieser Stellung
ausgeübten Preßdruck anzeigt. Die hierzu getroffenen Einrichtungen sind nachstehend
beschrieben. Diese sind jedoch so ausgebildet, daß der Preßdruck gemessen wird,
während die Prüfplatte sich in Bewegung befindet und während der Gegenstand zusammengepreßt
ist. Die Messung unter diesen Bedingungen ist insofern wichtig, als die Kraft, die
benötigt wird, um den Gegenstand in dem zusammengedrückten Zustand zu halten, etwas
geringer ist, als diejenige Kraft, die notwendig ist, um ihn zusammenzudrücken.
Da der Kontakt 39 an dem Arm 10 befestigt ist, der unmittelbar die Prüfplatte8 trägt,
und die Bandbremse an der Platte 1a des festen Rahmens I angeordnet ist, und da
die Unterlage 32 gegenüber dem Rahmen I feststeht, erfolgt die Messung der Zusammendrückung
unmittelbar zwischen denjenigen beiden Gliedern, zwischen denen der Gegenstand zusammengedrückt
ist. Somit kann es also durch die Bewegung des Rahmens 2 oder derAnzeigevorrichtung
in bezug auf die Prüfplatte nicht zu Anzeigefehlern führen, was etwa der Fall sein
würde, wenn der Kontakt 39 an dem beweglichen Rahmen 2 befestigt wäre.
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Wie bereits ausgeführt ist, wird durch die Schließlage der Kontakte
38, 39 ein Stromkreis geschlossen, der eine Magnetbremse zum Festhalten der Welle
28 betätigt. Diese Bremse besteht aus einer auf der Welle 28 sitzenden Bremsscheibe
51 und einer Reihe von Elektromagneten 52, die von einer Einlage 53 der Druckplatte
54 aufgenommen sind, in welcher die Welle 28 gelagert ist.
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Wenn der von der Prüfplatte 8 ausgeübte Preßdruck eine vorbestimmte
Größe, etwa 100 Meßeinheiten, iibersteigt, kommt ein Kontakt 55 an dem Waagebalken
II an einem Kontakt 56 eines isolierten Trägers 57 des Rahmens 2 zur Anlage. Hierdurch
wird der Motor 3 abgeschaltet.
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Wie sich aus dem Schaltbild nach Fig. 6 ergibt, ist der Motor 3 von
einer Gleichstromquelle aus angetrieben mit einer Spannung von etwa 220 Volt.
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Die Spannung ist zwischen den beiden Klemmen 60, 6i angelegt, wobei
die Klemme 60 an den positiven Pol angeschlossen ist. Eine Spannung von 110 Volt
ist zwischen den Klemmen 6.2 und 6I angelegt, wobei die Klemme 62 an den positiven
Pol angeschlossen ist. Beim Schließen des Schalters 63 wird das Heizelement 64 einer
thermischen Verzögerungsröhre erregt, so daß mit einer Verzögerung von etwa 30 Sekunden
die Kontakte 64 in der Röhre geschlossen werden. Mit dem Erregen des Heizelementes
64 werden auch die HeizelementeH1 und H2 der Röhren V1 und VS an Spannung gelegt
durch einen Widerstand 65. Durch Schließen des Schalters 63a wird der 220-Volt-Stromkreis
geschlossen. Die Schaltung kann am besten durch ihre Wirkungsweise bei Durchführung
einer Prüfung beschrieben werden. Für die Durchführung einer Prüfung wird der Rahmen
2 zunächst so eingestellt, daß die Prüfplatte 8 sich in ausreichender Entfernung
über dem zu prüfenden Gegenstand 3I befindet. Der Motor wird auf Senken durch Drücken
des Druckknopfes 66a eingeschaltet. Hierdurch wird ein Relais 67 über den Drosselwiderstand
68 erregt. Der Kontakt 67a schließt sich und hält das Relais 67 nach dem Loslassen
des Druckknopfes 66a unter Spannung. Das Relais 67 schließt gleichzeitig den Kontakt
67U und öffnet den Kontakt 67C, so daß eine Spannung von 220 Volt Gleichstrom zwischen
den Läufer 68a und die Wicklung6g des Motors 3 gelegt wird. Der Läufer 68a läuft
dann mit einer solchen Geschwindigkeit um, daß unter Berücksichtigung des Vorschaltgetriebes
5 und der Abmessung des Kettenrades 6 die Prüfplatte 8 gegen den zu prüfenden Gegenstand
mit einer festgelegten Geschwindigkeit bewegt wird. Mit dem Zusammendrücken des
Gegenstandes wird die Prüfplatte 8 in bezug auf den Rahmen 2 nach oben verschoben,
und in dem Augenblick, in dem der Prüfdruck eine Meßeinheit beträgt, wird der Stromkreis
durch dieKontakte33 und 40 unterbrochen. Aus der Fig. 6 ergibt sich, daß vor dem
Öffnen der Kontakte 33 und 40 die Kontrollröhre VI nicht angeschlossen war, da ihr
Steuergitter durch die Batterie 69a negativ aufgeladen war. Mit dem Öffnen der Kontakte
33 und 40 wird ein positives Potential an den Widerstand 70 gelegt, welches die
BatterieGga überwindet, so daß das Steuergitter der Röhre Vl positiv aufgeladen
wird. Der dann durch die Röhre V1 gehende Strom erregt das Relais 7I und die Magnetspule
44a Hierdurch wird das Band 35 wie vorgeschrieben festgeklemmt, und eine weitere
Abwärtsbewegung des Gewichtes 36 und des Kontaktes 38 wird hierdurch verhindert.
Durch die Erregung des kelais 7I wird der Kontakt7Ia geöffnet und der Kontakt 71b
geschlossen, so daß die 220-Volt-Spannung von dem Läufer 68a abgenommen wird und
dieser nur noch mit einer Spannung von 110 Volt über die Klemme 62 belastet ist.
Da das Potential über die Shuntwiddung die gleiche bleibt, wird die Drehzahl des
Motors auf die Hälfte herabgesetzt, und die Prüfplatte 8 setzt somit ihren Weg zum
Zusammendrücken des Prüfgegenstandes mit einer bestimmten verringerten Geschwindigkeit
fort.
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Da der Kontakt 38 durch das Feststellen des Bandes 35 an der weiteren
Abwärtsbewegung nicht teilnimmt, kommt der Kontakt 39 an ihm in dem Augenblick zur
Anlage, wenn der zu prüfende Gegenstand auf drei Viertel seiner ursprünglichen Stärke
zusammengepreßt ist.
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Mit der Verriegelung des Bandes 35 kann der Kontakt 38. nicht mehr
an der weiteren Abwärtsbewegung des Rahmens 2 teilnehmen, so daß also der Kontakt
39 an dem Kontakt 38 zur Anlage kommt, sobald der zu prüfende Körper auf drei Viertel
seiner ursprünglichen Stärke zusammengedrückt ist. Vor dem Schließen der Kontakte
38, 39 war die Röhre V8 durch die Wirkung der Batterie 72 an ihrem Steuergitter
trotz des an ihrer Anode liegenden positivenPotentials nicht ionisiert worden. Mit
dem Schließen des Stromkreises an den Kontakten 38, 39 wird über die Widerstände
73, 74 ein positives Potential an den positiven Pol der Batterie 72 gelegt, das
deren Wirkung aufhebt, so daß die Röhre V3 ionisiert und damit leitend wird. Es
wird dann über die Röhre Vi die Relaisspule 75 und die Festhaltespule 52 für den
Zeiger 29 erregt. Dieser wird somit festgehalten, so daß die Ablesung ohne weiteres
vorgenommen werden kann. Mit dem Erregen der Relaisspule 75 wird der Kontakt 75a
geöffnet und hierdurch das Relais 67 abgeschaltet. Die Kontakte 67a und 67 werden
geöffnet, während sich der Kontakt 67C schließt.
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Hierdurch wird der Motor 3 abgeschaltet, und die Prüfplatte 8 kommt
zum Stillstand.
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Die Kontakte 55, 56 schließen sich dann, wenn der Ausschlag der Prüfplatte
8 unverhältnimäßig groß ist und etwa 100 Prüfeinheiten erreicht. Mit dem Schließen
derKontakte55, 56 wird der gleiche Stromkreis durch das Relais 75 und die Zeigerfesthaflespule
52 durch die Erregung der Röhre V3 geschlossen. Sobald also die Prüfplatte 8 beim
Niedergang auf ein Hindernis stößt, wird durch die Kontakte 55, 56 die Vorrichtung
stillgesetzt, bevor Beschädigungen eintreten können.
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Zum Zurückführen der Prüfplatte 8 und der ihr zugeordneten Meßeinrichtung
in die Grundstellung wird der Schaltknopf 76a gedrückt und hierdurch ein Relais
77 erregt, das einen die Klemmen des
Knopfes 76a ülierbrückenden
Kontakt 77a schließt.
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Das Relais 77 bleibt somit erregt, so daß die Kontakte s7b und 77C
geöffnet und der Kontakt 77d geschlossen werden. AXlit dem Öffnen des Kontaktes
77b wird die Spannung von der Röhre V³ und den an sie angeschlossenen Stromkreisen
sowie der ÄVicklung 69 des Motors 3 genommen. Gleichzeitig wird durch das Öffnen
des Kontaktes 77e und das Schließe des Kontaktes 77d die in Serie geschaltete Läuferwicklung
68a des Motors und die Feldwicklung 68& erregt. Die SIagnetpole der Feldwicklung
68b sind derjenigen der Shuntwicklung entgegengesetzt, so daß der Motor3 in entgegengesetzter
Richtung umläuft und den Rahmen 2 mit der Prüfplatte 8 anhebt. Mit der Aufwärtsbewegung
des Rahmens 2 hebt sich der Kontakt 39 von dem Kontakt 38 ab. und es ergibt sich
eine Stellung. in der das schlaffe Band 35 wieder gespannt wird. In dieser Stellung
haben sich die Kontakte 33, 40 wieder geschlossen und legen den positiven Pol der
Batterie 69a an die Kathode der Röhre T'1. Die Röhre 1't bleibt jedoch leitend,
da nach einmal erfolgter Ionisierung des Gases keine Änderung in dem Potential des
Steuergitters die Leitfähigkeit unterbricht.
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Wie die Fig. 5 erkennen läßt, führt nach dem Spannen des Bandes 35
jeder weitere Versuch zum Anheben des Rahmens 2 auch zu einem Anheben der Klemmvorrichtung
für das Band, die an dem Änn 41 angelenkt ist. Durch dieses Anheben werden die in
Serie mit dem Anodenstromkreis der Röhre V¹ geschalteten Kontakte 46, 48 geöffnet,
so daß die Spannung von der Anode der Röhre V¹ genommen wird und die Ionisation
zum Erliegen kommt. Der Kern 44 der AIagnetbremse für das Band 35 wird freigegeben
und dieses wird entspannt. Die Kontakte 46. 48 schließen sich wieder, so daß die
Röhre V¹ wieder an Spannung liegt. Die Röhre leitet aber nicht, da das Steuergitter
durch das Schließen der Kontakte 33, 40 negativ beeinflußt wird. Das Band 35 kann
somit unbeeinflußt durch den Kern qß seine Aufwärtsbewegung fortsetzen.
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Mit der Freigabe des Kernes 44 wird auch die Relaisspule 7I stromlos,
und der Kontakt 7Ia schließt sich, während der Kontakt 7Ib sich öffnet und einen
Stromkreis vorbereitet, um den Läufer GP des Motors 3 an eine Spannung von 220 Volt
zu legen. wenn die Prüfplatte 8 erneut abgesenkt wird.
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Zum selbsttätigen Stillsetzen des Antriebs während der Aufwärtsbewegung
des Rahmens 2 bei irgendeiner vorbestimmten Höhenlage ist ein von Hand bedienbarer
Drehschalter 78 vorgesehen, dessen Schalthebel 78a auf eine Reihe von Kontakt schienen
83 einstellbar ist. Den Kontaktschienen ist ein Drehschalter 79 zugeordnet, dessen
Schalthebel 7gn auf der Antriebswelle 4 sitzt. Die Schalter 78, 79 sind mit einer
Relaisspule 8o und einem Widerstand 8I parallel dem Ausgangsstromkreis geschaltet.
Mit dem Aufundabgang des Rahmens 2 wird der Schalthebel 79ª verdreht, und sobald
er auf eine der Kontaktschienen 83 trifft, auf die der Schalthebel7Sa des Drehschalters
78> eingestellt ist, wird die Spule 80 erregt und öffnet den Kontakt Soa, wodurch
das Relais 77 stromlos wird. Es öffnen sich dann die Kontakte77a und 77d, während
die Kontakte 77 und 77C sich schließen. Der Motor 3 kommt somit zum Stillstand.
Dabei befinden sich alle Kontakte wieder in der gleichen Stellung, die sie zu Beginn
des Prüfvorganges eingenommen haben.
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Eine weitere Verbeserung in der elelxtrischen Steuereinrichtung stellt
die Anordnung der Anhalteschalter 8Ia und 81t dar. Beim Drücken dieser Schalter
werden die Relais 67 und 77 abgeschaltet, und der Antrieb wird hierdurch stillgesetzt.
Er kann dann durch einfaches Drücken der Schaltknöpfe für die Aufwärts- oder Abwärtsbewegung
wieder in Gang gesetzt werden.
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DieBewegungsrichtung derPrüfplatte kann auch ohne Stillsetzen der
Maschine geändert werden. So ist beispielsweise beim Abwärtsgang der Prüfplatte
8 das Relais 67 erregt. Wird nun der Aufwärtsknopf 76a gedrückt, so öffnet sich
ein mit diesem gekuppelter Schalter769, der mit dem Relais 67 in Serie geschaltet
ist, und dieses Relais 67 wird somit gleichzeitig mit der Erregung des die Aufwärtsbewegung
steuernden Relais 77 abgeschaltet. Der Motor 3 wird somit umgeschaltet, und die
Prüfplatte 8 wird angehoben.
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Die umgekehrte Wirkung wird durch Drücken des die Abwärtsbewegung
steuernden Knopfes 66ª erreicht, mit dem der Kontakt 66b gekuppelt ist.
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Der Kontakt 67b wird immer geöffnet, wenn die Spule67 erregt wird,
um eine unbeabsichtigte Auslösung des Relais 77 zu verhüten für den Fall, daß die
Kontakthebel 7Sa und 7gn auf den gleichen Kontakten liegen.
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Es ist noch ein den Hubweg begrenzender Endschalter 82 vorgesehen,
der die Aufwärtsbewegung des Rahmens 2 selbsttätig stillsetzt, falls die Abschaltung
über die Schalter 7S, 79 versagen sollte.
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Dies könnte der Fall sein, wenn der Schalthebel 79> bereits den
Kontakt überfahren hat, auf den der Sdlalthebel 7Sa eingestellt ist.
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Die Schaltung nach Fig. 6 enthält noch eine Reihe von Kondensatoren
und Widerständen, die im einzelnen nicht in der Beschreibung erwähnt sind. Diese
Kondensatoren oder Widerstände haben die Aufgabe, eine Lichtbogenbildung oder ein
Schmoren der Schalter bzw. der Kontakte zu verhüten, welches durch den induktiven
Blindwiderstand der verschiedenen Spulen hervorgerufen werden könnte. Die eingezeichneten
und nicht näher beschriebenen Widerstände dienen zur Herabsetzung der Stromstärken.
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Das beschriebene Ausführungsbeispiel zeigt nur eine der möglichen
Ausbildungsformen, die in konstruktiver Hinsicht vielfach abgewandelt rrerden kann.