DE87804C - - Google Patents

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DE87804C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M3/00Medical syringes, e.g. enemata; Irrigators
    • A61M3/02Enemata; Irrigators
    • A61M3/0279Cannula; Nozzles; Tips; their connection means

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Anesthesiology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Infusion, Injection, And Reservoir Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
(Grfsch. Fairfield, Connecticut).
Scheidenspritze.
Das unterscheidende Merkmal der vorliegenden Spritze zum Ausspülen der Scheide und sonstiger Hohlräume besteht darin, dafs sie den Strahl infolge Anordnung eines sich nach aufsen erweiternden Vertheilers in der Achse des Spritzenmundes, welcher zweckmäfsig sich ebenfalls, jedoch mit steilerer Steigung erweitert, in Form eines mehr oder weniger sich erweiternden symmetrischen und ebenmäfsigen Hohlstrahles als dünnes, ringsum zusammenhängendes Häutchen gestaltet, wodurch er eine so weiche und sanfte Beschaffenheit erhält, dafs eine Berührung mit empfindlichen Wänden weder Unbehagen noch gar Schmerz verursacht. Wegen dieser Gestaltung des Strahles als Hohlstrahl eignet sich die Spritze vorzugsweise zum Ausspülen von Höhlen bezw. inneren Organen, bei denen es unmöglich ist, sämmtliche Theile der Wandung mit dem Strahl oder Sprühregen der üblichen Spritzen zu erreichen (Scheide, Kehle etc.). Ferner wird durch die Verstellbarkeit der Höhenlage des genannten Körpers erreicht, dafs eine reichliche Flüssigkeitsmenge in kurzer Zeit bei niederem Flüssigkeitsdruck verabfolgt, die Dicke der Strahlwandung geändert bezw. mit verschiedenem Flüssigkeitsdruck gespült werden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Einrichtung der Spritze in mehreren Ausführungsformen veranschaulicht.
In Fig. ι und 2, welche bezw. in Ansicht und senkrechtem Mittenschnitt
finder vorgezogene
geben, bedeutet 1 den cylindrischen, ausge
die vom ErAusführungsform wiederhöhlten Körper der Spritze, dessen unteres Ende mit einem zur Verbindung mit einem Flüssigkeitszuleitungsschlauch dienenden Schraubengewinde beispielsweise versehen dargestellt ist, denn die nachfolgend zu beschreibende Einrichtung zur Bildung des Hohlstrahles ist ebensowohl auch bei Kolbenspritzen anwendbar. Am Mundende ist die Bohrung des Körpers ι bis auf eine centrale Oeffnung 2 geschlossen, welche sich zu einem hohlkegelförmigen Mund erweitert. Innerhalb des letzteren ist in Richtung der Achse ein Kegel 3 von etwas stumpferem Winkel angeordnet, so dafs er in seiner tiefsten Lage die Mundwandung nur auf eine Kreislinie berührt und also eine gewisse seitliche Bewegungsfreiheit besitzt. Von seiner Spitze ragt ein in einen Haken 5 endigender Stiel 2 in die Bohrung des Körpers 1 herein zum Anhaken eines elastischen Bandes 10, welches, durch die genannnte Bohrung hindurchreichend, am Zuflufsende mit einem sich gegen die Schulter 8 legenden Querstück 7 zusammenhängt und beim Nichtgebrauch der Spritze deren Mund mittelst des Kegels 3 geschlossen hält. Von Stück 7 tritt in die Bohrung des Körpers 1 eine Stange 6 herein, welche zu einer Reihe über einander angeordneter Haken 9 zum Anhängen des Bandes 10 ausgebildet ist.. Je tiefer das Band angehakt wird, um so stärker wird es gespannt und um so schmäler wird bei gleichem Flüssigkeitsdruck der ringförmige Mund, also der hohle Strahl um so dünnwandiger bezw. um so stärkerer Wasserdruck
mufs angewendet werden, um gleiche Breite der Ringöffnung zu erzielen, wie beim Anhaken an einen höher gelegenen Haken 9. Um den Zuflufs durch die aufserdem gehörig bemessene Oeffnung 1* nicht zu beeinträchtigen, sind Steg 7 und Hakenstange 6 flach gestaltet. Der Körper 1 ist in der Aufsenwandung mit Längsrinnen zum Ablaufen der Flüssigkeit für den Fall versehen, dafs die Spritze durch eine enge bezw. nachgiebige Oeffnung einzuführen ist.
Läfst man Flüssigkeit in die Spritze einströmen , so drückt dieselbe den Kegel 3 je nach der Spannung des Bandes 10 mehr oder weniger weit vor und stellt so eine Ringöffnung von entsprechender Breite her, infolge dessen die Flüssigkeit in Gestalt eines kreisrunden, hohlen Strahles von der Breite der Ringöffnung entsprechender Wandstärke und in Form eines umgekehrten Kegels austritt, der sich zunächst, ohne seinen Zusammenhang einzubüfsen, noch erweitert und dann, wenn ihm keine Fläche entgegensteht, sich wieder bis zum Zusammenschluss verengert, wie in Fig. 1 und 2 verbildlicht, so dafs er also vielmehr eine Art Flüssigkeitsblase bildet. Beim Gebrauch der Spritze bildet sich nun zwar der Hohlstrahl nicht zur Blase aus, indem er gewöhnlich etwa in dem durch die strichpunktirte Linie 14 (Fig. 1) angedeuteten Abstande auftrifft ; das Wesentliche ist aber immer vorhanden, nämlich, dafs der Strahl überall ein kreisrund zusammenhängendes Häutchen bildet, also nicht, wie bei den bekannten Spülspritzen, eine Folge von Stöfsen, sondern in gleichmäfsigem Flufs unter Ausübung eines sich gleichbleibenden sanften Druckes die zu spülende WTand trifft und dabei dieselbe in beträchtlicher Ausdehnung bespült. Aus diesem Grunde gestaltet die Spritze das Bespülen der empfindlichsten Wände innerer Körperräume zu einer schmerzlosen, von Unbehagen freien Behandlung. Als Scheidenspritze verwendet, bietet sie den besonderen Vortheil, dafs einerseits der Strahl genügend Kraft hat, die Scheide so auszudehnen, dafs auch ihre Falten der Waschung unterliegen, andererseits die Scheide auch in unmittelbarer Nachbarschaft des Muttermundes bespült werden kann, ohne dafs Flüssigkeit in letzteren eindringt; denn wird der Hohlstrahl seitlich auf die Gebärmutter gerichtet, so schneidet dieser jenen unter einem Winkel, wird aber der Strahl gerade auf die Gebärmutter gerichtet, so liegt dieser mit seinem Mund im Hohlraum jener.
Die durch die Spritze mit einem gegebenen Gefäll zu fördernde Flüssigkeitsmenge ist im Vergleich zu bekannten Spülspritzen sehr grofs, so dafs ein reichliches Bespülen stattfindet, und kann dasselbe, wie bereits dargelegt, durch Verdünnung bezw. Verdickung der Strahlwandung vermittelst Veränderung der Spannung des Bandes 10 bezw. der Höhenlage des Kegels 3 nach Wunsch geregelt werden.
Die in Fig. 3 und 4 bezw. in Ansicht und senkrechtem Mittenschnitt dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich im wesentlichen nur dadurch, dafs das untere Ende des elastischen Bandes 10 an einer kleinen Querachse 11 befestigt ist, welche mittelst des gerändelten Knopfes 12 behufs Veränderung der Spannung gedreht werden kann.
In der Ausführungsform Fig. 5 (senkrechter Mittenschnitt) ist das elastische Band 10 durch eine Schraubenfeder 13 ersetzt, die unten einfach gegen eine Schulter anliegt. Den Mangel an Verstellbarkeit ersetzt diese Verbindung durch gröfsere Einfachheit.
Die Anwendung eines elastischen Halters, wie 10 oder 13 für den Kegel 3, ist sehr vortheilhaft dadurch, dafs er die Einstellung des Kegels der Höhenlage nach für verschiedenen Flüssigkeitsdruck selbstthätig gestaltet und eine lose Verbindung abgiebt, welche dem Kegel gestattet, sich selbstthätig in die mittlere Lage einzustellen. Die gehörige Stellung des Kegels ändert sich etwas mit dem verschiedenen Flüssigkeitsdruck; bei niederem Druck mufs er näher an seinem Sitz liegen als bei starkem Druck; liegt er weiter ab, als dem benutzten Druck entspricht, so wird der Strahl zu grob und dicht und nicht genügend weit ausgedehnt, während er bei naher Lage zu dünn ausfällt und nicht genügend Flüssigkeit auf die zu spülende Fläche bringt. Durch Anwendung der federnden Verbindung von richtiger Stärke wird eine selbsttätige Einstellung des Kegels erzielt, welche für die gewöhnlichen Schwankungen des Wasserdruckes hinreicht, um dem Strahl die gewünschte Beschaffenheit zu ertheilen. Die Wandstärke des Hohlstrahles und folglich seine Zartheit, sowie die Wassermenge kann leicht durch entsprechende Regelung der Spannung der federnden Verbindung verändert werden. Wird die Spannung verstärkt, so wird das Wasserhäutchen dünner, zugleich aber auch sanfter. Um den Kegel nach der Mitte selbstthätig einzustellen, ist der Winkel des Kegels 3 stumpfer gemacht als der der Ausspritzöffnung des Körpers 1 , wodurch die1 Reibung des Wassers am Kegel und das Bestreben des ersteren, den letzteren herauszutreiben an den Punkten, welche vom Angriffsstücke der elastischen Verbindung am weitesten abliegen, am kräftigsten sind. Der Kegel befindet sich alsdann in stabilem Gleichgewicht, und da das Wasser auf allen Seiten in praktitischem Sinne gleichmäfsig wirkt, ist das Bestreben vorhanden, den Kegel in der centralen Lage zu erhalten, und da ihm die elastische Verbindung seitliche Bewegung gestattet, so ist ihm ermöglicht, selbstthätig in die centrale Lage
zurückzukehren, falls er durch seitlichen Druck verschoben wurde.
Es ist nicht unbedingt nöthig, dafs die Austrittsöffnung des Körpers ι als umgekehrter Hohlkegel gestaltet wird. Es lassen sich auch ziemlich gute Strahlen erzielen, wenn man den Strahlkörper 3 in eine cylindrisch gebohrte Oeffnung hineinragen läfst, vorausgesetzt, dafs letztere einen geringeren Durchmesser besitzt.
Auch der Strahlkörper 3 braucht nicht nothwendiger Weise zu einem Kegel ausgebildet sein, sondern kann Kurbelgestalt erhalten, bei entsprechender Formung der Oeffnung des Körpers 1, wenn nöthig. Auch andere Formen sind tauglich. Doch wird mit dem Kegel die beste Wirkung erzielt.
Anstatt der federnden Verbindung 10 bezw. 13 kann in Fällen, wo auf besondere Dauerhaftigkeit gesehen werden mufs, die in den Fig. 6, 7 und 9 veranschaulichte Einrichtung zum Halten des Kegels getroffen werden.
In der durch Fig. 6 dargestellten Spritze setzt sich die Spitze des Kegels 3 in einen Stiel 15 fort, der durch einen Querzapfen 18 mit seitlicher Bewegungsfreiheit in einer Hülse 17 befestigt ist, die vermittelst ihres ä'ufseren Schraubengewindes in die mit Muttergewinde versehene Oeffnung des Körpers 1 eingeschraubt wird, wozu der Kegel mit einem Einstrich versehen ist. Die Weite des ringförmigen Spritzenmundes läfst sich also durch Drehung der Hülse nach der einen bezw. anderen Richtung verbreitern bezw. verengern. (Fig. 7 zeigt die Einrichtung in bezw. Fig. 6 vergrößertem Mafsstabe.)
In Fig. 9 ist die Einrichtung dahin, abgeändert, dafs der Stiel des Kegels 3 selber mit dem Schraubengewinde versehen ist und in den unteren Theil des kegelförmigen Mundes des Körpers 1 eingeschraubt wird, indem aus letzterem die Flüssigkeit oberhalb des Stieles durch Oeffnungen 21 in den Mund eintritt.
Fig. 8 veranschaulicht eine Einrichtung, in welcher die Eigenthümlichkeiten der Einrichtungen Fig. ι bis 5 und Fig. 6 und 9 bezüglich des Kegelhalters vereinigt sind. Der Spritzenmund befindet sich hier in einem den Körper 1 schliefsenden Schraubenpfropfen 25 und ist darin der Kegel 3 durch eine Schraubenfeder 26 gehalten, die sich unten gegen den Schraubenpfropfen 25 stemmt.
In allen den dargestellten Ausführungsformen kann der Kegel 3 behufs Reinigung der Spritze leicht herausgenommen werden; in den Spritzen nach Fig. 2 und 4 zieht man hierzu den Kegel einfach hoch und hakt ihn dann ab; in der Spritze nach Fig. 5 wird der Kegel zu dem Ende mit dem Ende der Schraubenfeder 13 in leicht lösbare Verbindung gebracht, in Spritzen nach Fig. 6, 8 und 9 schraubt man ihn heraus.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Scheidenspritze, welche infolge Anordnung eines in der Mitte des Spritzenmundes angeordneten massiven Vertheilungskörpers 3 die Flüssigkeit in Form eines dünnwandigen Hohlstrahles austreten läfst.
2. Ausführungsform, dadurch gekennzeichnet, dafs der Spritzenmund die Form eines Hohlkegels von spitzerem Winkel als der ebenfalls kegelförmige Vertheilungskörper hat, wodurch in Verbindung mit einer elastischen Festhaltung desselben sich die Wandstärke des Hohlstrahles immer gleichmäfsig gestaltet.
3. Ausführungsform, dadurch gekennzeichnet, dafs der Vertheilungskörper bei seitlicher Bewegungsfreiheit in seiner Höhenlage verstellbar angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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