DE87504C - - Google Patents

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DE87504C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J9/00Forging presses
    • B21J9/02Special design or construction
    • B21J9/04Piercing presses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49: Metallbearbeitung, mechanische.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. August 1895 ab.
, Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lochen von Eisen-, und Stahlblöcken in glühendem Zustande, nach welchem ein Block zwischen genau axial zum Prefsdorn unter Druck stehenden Stützen gehalten wird, die bei der durch Eintritt des Domes in das Werkstück erfolgenden Ausdehnung des Blockes nachgeben. Von' den bisher zum Lochen von Eisen- und .,Stahlblöcken benutzten Verfahren unterscheidet sich das vorliegende dadurch, dafs keine Matrize den Block vor oder während des Pressens umfafst. Der Block erfährt auch nicht wie z. B. bei dem Verfahren nach Patent Nr. 67921 eine Umformung während des Pressens, er besitzt vielmehr von vornherein eine, dem endgültigen Querschnitt ähnliche Querschnittsform. Der zum Lochen erforderliche Kraftaufwand ist möglichst gering, indem der dem Einpressen des Domes sich entgegensetzende Widerstand zu überwinden ist, nicht aber sonstige Deformationen des Werkstückes auszuüben sind.
Der Arbeitsvorgang ist in Fig. 1 und 2 schematisch veranschaulicht. Der Block A, der bei diesem Beispiele einen kreisrunden Querschnitt hat, entsprechend einem herzustellenden runden Rohr, wird durch drei Stützen abc genau axial gehalten. Letztere stehen, wie die Pfeile 1 andeuten,, unter Druck, sind aber in der Richtung radial zum Block beweglich. Indem der Dorn in den Block eintritt, werden die Stützen in der Richtung der Pfeile 2 (Fig. 2) radial zurückgedrängt. Der Block erfährt also durch das Eindringen des Domes nur eine nach allen Richtungen gleichmäfsige, radiale Erweiterung, ohne äufserlich in seiner Gestalt verändert zu werden. Die Stützen müssen natürlich mit solchem Drucke gegen einander geprefst werden, dafs sie zwar der Ausdehnung des Blockes nicht hinderlich sind, doch aber denselben während des ganzen Prefsvorganges genau axial zwischen sich halten.
Zum Andruck der Stützen könnten hydraulischer Druck, Dampfdruck, Federkraft oder irgend welche anderen mechanischen Mittel benutzt werden. Die Zahl der Stützen kann selbstverständlich beliebig sein.
Fig. 3 und 4 zeigen die Ausführung einer Vorrichtung der beschriebenen Art, wobei die drei Stützen mit hydraulischen Kolben d e f verbunden sind. Das die Vorrichtung umgebende Rohr g ist bei gl mit einem Accumulator verbunden und speist somit alle Prefscylinder mit gleichem Drucke. Dieser Druck ist den praktischen Verhältnissen entsprechend einzustellen, und zwar ist er so grofs zu wählen, dafs das Werkstück sich beim Lochen ausdehnen kann, ohne durch die Stützen Eindrücke zu bekommen. Dies setzt ferner voraus, dafs bei der Erweiterung des Werkstückes das Druckwasser durch die zurückgedrückten Kolben in den Accumulator zurückbefördert wird.
Fig. 5 und 6 veranschaulichen eine abgeänderte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. In diesem Falle sind die nachgiebigen Stützen im Innern eines Hohlraumes h angeordnet, dessen Querschnitt genau der Gröfse des herzustellenden gelochten Körpers entspricht. Die Stützen treten durch Aussparungen des Mantels hindurch und halten das Werkstück genau axial. Indem sie bei der
(2. Auflage, ausgegeben am 24. Februar iSgS.)
Erweiterung desselben zurückgedrängt werden, treten sie in die Wandung des Hohlraumes zurück. Auch in diesem Falle besteht die Arbeit lediglich in einer radialen Erweiterung des Werkstückes; doch wirkt schliefslich die Wandung des Hohlraumes corrigirend, sofern eine geringe Deformation stattgefunden haben sollte. Eine derartige Anordnung dürfte namentlich dann zweckma'fsig sein, wenn es sich um ein Arbeitsstück von anderem, als kreisrundem Querschnitt handelt.
Ist das Arbeitsstück kurz, so genügt die bisher gezeigte Form der Stützen vollständig, um eine genügende Anlage für ein centrisches Loch zu erhalten. Sollen dagegen längere Stücke gelocht werden, so werden die einzelnen Stützen je nach Bedarf aus zwei oder mehreren Theilen hergestellt, von denen jeder mit einem unter Druck stehenden Kolben oder mit einer sonstigen Centrirvorrichtung versehen ist.
In den Fig. 7, 8 und 9 werden die Stützen beispielsweise aus drei unter einander liegenden Theilen gebildet, wobei in Fig. 7, also beim Passiren des ersten Theiles, die beiden unteren Stücke b3 und b2 und beim Passiren des zweiten Theiles das untere und das obere Stück bs und b1 centriren. Beim Passiren des dritten Theiles, also bei der Endbewegung des Stempels, werden die beiden oberen Stücke b1 und Z>2 centriren, so dafs also das zu lochende Stück stets genau centrisch gehalten wird, und zwar treten die zurückgedrängten Centrirstücke wieder in Wirkung bezw. kommen zur festen Anlage, sobald der Dorn χ χ den Weg passirt hat, die der Höhe des Centrirstückes entspricht.
Das beschriebene Verfahren kann selbstverständlich für Lochen von Werkstücken! mit den verschiedenartigsten Querschnitten ange-^ wendet werden. ι

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Lochen eines Eisen- oder Stahlblockes, dadurch gekennzeichnet, dafs dieser mittels radial angeordneter, unter Druck stehender nachgiebiger Stützen genau axial zum Prefsdorn gehalten und durch das Eindringen des letzteren frei erweitert wird, indem die Stützen entsprechend der Erweiterung des Werkstückes zurückgedrückt werden.
2. Vorrichtung zur Ausführung .des· unter 1. geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dafs das Werkstück zwischen ei-n- oder mehrtheiligen nachgiebigen Stützen centrisch zum Prefsdorn gehalten wird, welche mit durch einen gemeinsamen Accumulator unter Druck gehaltenen hydraulischen Kolben verbunden sind.
3. Ausführungsform der unter 2. geschützten Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs die Stützen in der Wand eines der äufseren Gestalt des gelochten Werkstückes entsprechenden ' Hohlraumes (h) angeordnet sind und während des Einpressens des Domes zurücktreten, so dafs der Hohlraum eine während des Arbeitsganges eingetretene Deformation ausgleisht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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