DE872340C - Dialysierungsvorrichtung zum Reinigen von AEtznatronloesungen - Google Patents

Dialysierungsvorrichtung zum Reinigen von AEtznatronloesungen

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DE872340C
DE872340C DEC4940A DEC0004940A DE872340C DE 872340 C DE872340 C DE 872340C DE C4940 A DEC4940 A DE C4940A DE C0004940 A DEC0004940 A DE C0004940A DE 872340 C DE872340 C DE 872340C
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DEC4940A
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Leonardo Dr Cerini
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D1/00Oxides or hydroxides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D1/04Hydroxides
    • C01D1/28Purification; Separation
    • C01D1/38Purification; Separation by dialysis

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Dialysierungsvorrichtung zum Reinigen von Ätznatronlösungen Die Erfindung betrifft eine Vervollkommnung der Dialysierungsvorrichtungen, für Ätznatron-1'ösungen, in denen mittels halbdurchlässiger Diaphragmen. ein osmotisches Verfahren in Formeines senkrechten Gegenstromes zwischen der reinen und der unreinen Lösung, s.tattfi.ndet.
  • Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art bestehen die Dialysatordiaphragmen aus zwei Textilstoffwänden, die in Form abgeflachter Säckchen zugenäht und im Abstande zueinander in senkrechter Stellung gehalten sind. Sie sind. in die unreine Lösung eingetaucht, die sieh in einem die Außenwand der Vorrichtung bildenden Behälter befindet, und sie werden mit Wasser gespeist, das sich nach und nach mit reinem ätznatron von oben nach unten anreichert. Mit einem bzw. beiden Enden ihres Bodens sind diese Diaplhragmen an das oder die Au@slaßrdhre für die dichtere Lösung angeschlossen. Diese Auslaßrohre sind mittels Dichtungsorganen, z. B. aus Gummi, an andere Röhre angeschlossen, die aus einem oder aus beiden oberen Enden des Behälters heraustreten und mittels Gummi- und Glasverbindungen in Sammelvorrichtungen münden. Auf diese Weise treffen also die einzelnen Ausflüsse der Säckchen in einem einzigen gemeinsamen Ausflluß zusammen.
  • Bei diesen bekannten Vorrichtungen sind die Diaphragmen durch festeVerbindungen am unteren Ende des Behälters festbehalten, so daß, obgleich diese Vorrichtungen technisch vollkommen sind, ein, Ausbau .bzw. Austausch einzelner oder Gruppen von d!uirch' fange Benutzung oder aus anderem Gründen unbrauchbar gewordenen Diaphragme.n während des. Betriebes unmöglich ist. Die brauchbaren Diaphregmen, die als solche durch Glasrohre feststellbar sind, müssen deshalb isoliert werden, und erst später, wenn auch sie unbrauchbar geworden, sind, ist ein Austausch aller Elemente möglich, indem d'er Biehälter entleert und die ganze Batterie der Diaphragmen neu aufgebaut wird, was erheblichen Kosten- und Zeitaufwand erfordert.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Extrahierun:g von reinem Ätznatron, bei der jedes Diaphragma ein selbständiges Bauelement bildet und deshalb unabhängig von den anderen Diaphragmen .aus dem Betriebe @ abgeschaltet und zu jedem beliebigen Zeitpunkt, während der Dialysator in Tätigkeit ist, ausgetauscht werden kann., so daß nach und nach alle Diaphragmen erneuert werden können. Infolgedessen bietet die Vorrichtung den Vorteil; daß sie bei gleichbleibendem Betriebszustand- und Wirkungsgrad für praktisch; unbegrenzte Dauer kontinuierlich arbeiten kann.
  • Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß jedes Diaphragma für sich. mit seinem oberen Ende an die Wasserleiitunig angeschlossen ist und auf seiner gegenüberliegenden, Seite ein an seinem Boden mündendes Steigrolle besitzt, durch das die dichtere, reine Lösung extrahiert wird. Dieses Steigrohr kann je nach Bedarf senkrecht, oder mit seiner unteren Mündung nach der Mitte des Diaphragmenbodens geneigt angeordnet sein.
  • Durch diese Anerdnung, bei der die Entleerung im oberen Teil stattfindet, bleibt das Diaphragma außer jeder Verbindung mit dem Behälterboden, da zwei einfache Rohranschlüsse an den beiden Enden der oberen Seite dies. Diaphragmas für die Wass'erspeisvsng und Abführung der reinen Lösung 9e-. nügen. Da diese Rohranschlüsse nahe dem Flüssigkei,tsGpiegel der unreinen Lösung liegen; braucht dieser Spiegel nur ein wenig abgesenkt zu werden, was aber nicht einmal- urübedingt@ erforderlich ist, um ein; Diaphragma während -des Betriebes auszuwechseln.
  • In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel' des. Dialysators gemäß der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. i einen senkrechten Längsschnitt durch die Vorrichtung, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach der Linie II-II der Fig. i, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. i, Fig.4 im vergrößerten Maßstab die Austrittsöffnung des! Rohres für die reine Lösung un!d Fig. 5 eine Einzelheit.
  • Die Vorrichtung wird; durch. einen, Behiälter i für .die unreine Lösung gebildet, der eine Reihe von Diaphragmen 21 in Form abgeflachter, geschlossener Säckchen enthält, die übexi mit Metal'Inetzwänden versehene Metallkäfige gespannt sind, durch die sie senkrecht und ihre Wände im Abstande zueinander werden. Mit Wasser werden die Diaphragmern-aus einem Becken 3 geslpelst, .das mit so viel Speiseröhren 4 versehen ist, wie Diaphragmen vorhanden sind, und einen in 6 einstellbaren Schwimmer 5 sowie einen Zuleitungshahn 7 mit angetriebenem Kolben besitzt.
  • Die Speiserohre4 sind durchMetall-und Gummianschlüsse, die außerhalb und innerhalb des Behälters vorgesehen sind, mit den Speiserohren, 8, von denen je eines am oberen Ende jedes Diaphragmas angeordnet ist, verbunden.
  • Die reine Lösung wird durch Steigrohre 9 extrahiert, von denen je eines am Boden eines jeden Diaphragmas 2 mündet und die durch Metall- und Gummidichtungen mit je einer Auslaßvorrichtung io verbunden. sind, die weiter unten näher erläutert wird.
  • In Fig. 4 stellt die Linie L den Wasserspiegel im Speisebecken 3, die Linie L1 den Spiegel der reinen Lösung, die aus der Vorrichtung io austritt, und lt den Höhenunterschied zwischen den beiden Flüssigkeitsspiegeln L und L1 dar.
  • Die Arbeitsweise .des, Dialysators gemäß vorliegender Erfindung wird bestimmt durch das synchronisierte Zusammenwirken der beiden folgenden gut bestimmbaren Faktoren: a) eine rechnerisch ermitbelte Stabilisierung des Höhenverhältnisses des Wasserspiegels L zum Spiegel der aus dem Diaphragma austretenden reinen Lösung; b) die Abführung der reinen Lösung durch eine eingestellte, unter Unterdruck stehende Strömung.
  • Das Ergebnis des Aufeinanderwirkens dieser beiden Faktoren, von denen der eine unveränderlich ist, der andere auch alternativ veränderlich seift. kann, ist eine vollkommen ausgeglichene Arbeitsweise der Vorrichtung, da eine selbsttätige Regelung innerhalb unterschiedlicher Wirkungsgrade und Konzentrationen der Lösung gesichert ist.
  • Tatsächlich werden in Anwendung auf den allgemeinen Fall der Dialysierung von Ätznatronlaugeni von di= r,2oo bessere Ergebnisse erzielt, indem das reine Produkt mit Dichten extrahiert wird, die zwischen d= i,o6o und d= i,ioo, durchschnlittlich aber bei, d= i,ogo liegen.
  • In der Praxis ist z. B. die durchschnittliche Dichte der reinenLösung innerhalb des Diaphragmas bei d = i,ooo am oberen (Wasser-)Spiegel und i,ogo am Boden; von wo extrahiert wird, d = 1,045.
  • Der Unterschied zwischen dieser durchschnittlichen Dichte von d'= 1,o45 im Innern des Diaphragmas und der höchsten Dichte von d = i,ogo im Innern des am Boden mündenden Extraktionsrohres ist also d = o,o45.
  • Bei einer angenommenen Höhe von iooo mm für das Diaphragma bedeutet dies, daß eine hydrostatisches Gleichgewicht zwischen den beiden in Frage stehenden Flüssigkeitssäulen dann eintritt, wenn die Flüssigkeitssäule, .die dasi Diaphragma beanisprucht, um 45 mm höher ist als: die irnS Steigrohr 9 enthaltene Flüssigkeitssäule.
  • Eine :geringe Überschreitung dieses Höhenunterschiedes genügt, um das Gleichgewicht zu stören und die reine Lösung am oberen, Ende des Steigrohres g. zum Überlaufen zu bringen. Einem solchen freien Überströmen aber stellen folgende Erwägungen entgegen: I. die Möglichkeit, daß zwischen einer großen Anzahl solcher parallel geschalteter Diaphragmen sich aus naheliegenden Gründen ziemlich große Unterschiede in d'er Konzentration ergeben könnten, die bei gleichem, auf alle Diaphragmen gemeinsam drückendem Wasserspi;egel eine gleiche Anzahl vorn Strömungsunterschieden gleicher Größe begünstigen, die den Konzentrationen umgekehrt proportional sind; lie Folge wäre, daß eine größere Menge verdünnter Lösungen ausfließen würde; II. die Schwierigkeit, den Flüssigkeiten angesichts derbegrenzten Niveauunterschiede eine gleichmäßige konstante Str3-mun@g bei langen Leitungen mit großen Druckverlusten zu erteilen.
  • Den sich aus solchen Erwägungen ergebenden Notwendigkeiten wird die in Fig. 4. dargestellte Entleerungsvorrichtung gerecht.
  • Diese besteht aus einem kleinen Knierohr To aus Glas oder durchsichtigem Kunststoff. Sein .einer Schenkel To schließt waagerecht zum Steigrohrg an dessen Mündung an, während sein anderer Schenkel i o' senkrecht steht, am unteren Ende verjüngt und mit einer kalibrierten Öffnung i i versehen ist, die für einen bestimmten Wirkungsgrad eines Standarddiaphragmas errechnet ist, z. B. für eine Durchflußmenge von mi,nütl'ich 40 ccm. Für diesen Fall wird z. B. die Ausflußöffnung i i zwischen 1°/1o und, 1=/1o mm gewählt.
  • Der untere Teil fö des senkrechten, Knierohrschenkels erhält eine Länge, bei der ein gewisser Unterdruck erzeugt wird, der als Anlasser für den Flüssigkeitsaustritt und zur Aufrechterhaltung einer konstanten Strömung dient.
  • Noch besser: der senkrechte Rohrschenkel fö erhält nach obern eine offene Verlängerung- 1ö', in der sich ein Flüssigkeitsniveau L2,einstellt, das erhebli.c'h höher liegt als das Niveau L1.
  • Diese Entleerungsvorrichtung stellt zugleich auch das Anzeigemittel für ein etnva unbrauchbar gewordenes Diaphragma dar. Es genügt eine Ätzung oder ein, Bruch in der Wand eines Diaphragmas, um die strömende Lösung, die normalerweise an einem Niveau L2 im Rohransatz To" erkennbar ist, das nur wenig über der Ansatzstelle' dieses Rohransatzes am- waagerechten Rohrschenkel To liegt, auf ein Niveau L3 hochzutreiben, das demjenigen der unreinen Lösung entspricht (welches Niveau ungefähr auf der Höhe des Wasserspiegels gehalten wird). Dies und die Verfärbung durch die in das Innere der beschädigten Diaphragmern eindringenden unreinen Lösung zeigen das Ausfallen dieser Diaphragmen an.
  • Im Falle des Beispiels der Fig. 5, wo das kalibrierte Strömungsrohr in einem einfachen Knierohr aus durchsichtigem Stoff besteht, zeigt die Verfärbung der Flüssigkeit de Beschädigung des betreffenden Diaphragmas allein an.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Dialysierungsvorrich.tung zum Reinigen von Ätznatron.lösungen, bei der in einem Behälter, der die unreine Lösung enthält, in diese Lösung im Abstand zueinander und senkrecht Dialysatordiaphragmnen eingetaucht sind, die aus Textilwänden in abgeflachter Säckchenform bestehen, dadurch gekennzeichnet, d:aß jedes Säckchen bzw. Diap'hragma (2) für sich durch ein eigenes von einem durch Schwimmer geregelten Wasserbehälter (3) zu leitendes Rohr (.4) gespeist wird und auch die reine Lösung auf der gegenüberliegenden Seite am oberen Ende des Diaphragmas (2) durch ein Rohr (9) abgeführt wird, dessen unteres. Ende am Boden des Diaphragmas (2) mündet, während sein oberes Ende waagerecht austritt und außerhalb des Behälters (i) in einer Ausströmvorrichtung(fo) endet, die z. B. ein Knierohr (ro, fö) aus durchsichtigem Stoff bildet, desseneiner Schenkeli (io) mit dem Rohr (9) verbunden ist, während sein anderer senkrechter Schenkel (fö) an seinem Ende verjüngt und mit einer kalibri@erten Ausflußöffn:un.g (i i) versehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d.aß entgegengesetzt zu dem nach unten gerichteten senkrechten Schenkel (i o') des die Ausflußvorric'htung bildenden durchsichtigen Knierohres (To, io') eine oben, offene Ver-Ungerung (fö') vorgesehen ist, in der der Spiegel (L2) der reinen Lösung sich auf und nieder bewegen, kann zwecks Anzeigen eines eventuellen Diaphragmadruckes durch Ansteigen des Flüssigkeitsspiegels in der genannten Rohrverlängerung.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d.aß das am Boden des Diaphragmas mündende Ausflußrohr (9) für die reine Lösung senkrecht angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausflußrohr (9) für die reine Lösung, das am Boden des Diaphragmas mündet, geneigt angeordnet ist.
DEC4940A 1951-07-07 1951-11-10 Dialysierungsvorrichtung zum Reinigen von AEtznatronloesungen Expired DE872340C (de)

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