DE867580C - Orthopaedisches Balancegeraet - Google Patents

Orthopaedisches Balancegeraet

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DE867580C
DE867580C DEF4778A DEF0004778A DE867580C DE 867580 C DE867580 C DE 867580C DE F4778 A DEF4778 A DE F4778A DE F0004778 A DEF0004778 A DE F0004778A DE 867580 C DE867580 C DE 867580C
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Germany
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amputee
balance device
orthopedic
stump
bed sleeve
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DEF4778A
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Erich Feine
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FEINE O H G OBERSCHWAEBISCHER
Original Assignee
FEINE O H G OBERSCHWAEBISCHER
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/76Means for assembling, fitting or testing prostheses, e.g. for measuring or balancing, e.g. alignment means

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Description

  • Orthopädisches Balancegerät Gegenstand der Erfindung ist ein orthop,ädisches Balancegerät zur objektiven Bestimmung der Schxverlinie Beinamputierter. Es sind bereits orthopädische B alancegeräte zur objektiven Bestimmung der Schwerlinie Beinamputierter bei beliebiger einbeiniger Haltungsform auf dem Stumpfbettrand durch Einregulierung der Schwerlinie des Amputierten in die Schwerlinie des Balancegerätes belxannt. Bei diesen Balancegeräten ist oberhalb der Schwerpunkte des Amputierten und des Balancegerätes an einem Träger eine Kugel oder ein Kardangelenk gelagert, woran eine in zwei Ebenen bewegbare Tiorrichtung zur Aufnahme der Stumpfbetthülse und des Amputierten aufgehängt ist. Diese Balancegeräte verwenden zwei Trägerplatten zur Aufnahme der Stumpfbetthülse, von denen die eine mit einer Körnerspitze und die andere mit zwei Körnerspitzen ausgerüstet ist. Weiter verwenden diese Balancegeräte eine im Vertikalrahmen gelagerte sagittale Balanceachse. Diese an sich vorteilhafte Anordnung bietet jedoch noch einige Nachteile. Weil die Trägerplatte mit einer Körnerspitze zwischen der Stumpfbetthülse und dem gesunden Bein des Amputierten liegt, muß der Amputierte, besonders bei fleischigem Oberschenkel, das gesunde Bein etwas abspreizen, was aber unzweckm'äßig ist.
  • Auf die sagittale Balanceachse in der Ebene des Vertikalrahmens der bekannten Geräte kann verzichtet werden, wenn statt ihrer vorteilhafterweise sagittale Schwenkzapfen für die Stumpfbetthülse derart auf dem Horizontalrahmen angeordnet werden, daß sie funktionell das Hüftgelenk auf der amputierten Seite schneiden.
  • Durch die bisher bekannte Anordnung der sagittalen Balanceachse war wohl eine Bewegung des Amputationsstumpfes im Sinn einer Abduktion und einer Adduktion möglich, jedoch bestand keine Übereinstimmung zwischen der physiologischen Schwenkachse des Hüftgelenks und der mechanischen Schwenkachse des Balaneegerätes. Auch ist bei der bisher bekannten Ausführungsform dieser Balancegeräte keine freie und übereinstimmende Bewegung des Amputationsstumpfes innerhalb der physiologischen Grenzen im Sinn des Beugens und Streckens möglich, weil die frontale Schwenkachse (= Mittelachse der beiden Körnerspitzen) durch einen Schneckentrieb gesperrt und außerdem unterhalb des Hüftgelenks angeordnet wurde. Obwohl diese Umstände für die Bestimmung der Haltungsform des Oberkörpers des Amputierten auf dem Stumpfbettrand und zur Bestimmung seiner Schwerlinie nicht hinderlich waren, konnte hierdurch doch nicht die Lage des Hüftgelenks der amputierten Seite bestimmt und auf der Stumpfbetthülse markiert werden, wie das für den Bau von künstlichen Beinen zweckmäßig ist. Auch konnte der Amputierte durch die vorgenannte Nichtübereinstimmung bzw. wegen der Schneckensperre keine schrittartigen Bewegungen mit Hilfe seines Amputationsstumpfes zur kontrolle seiner Stützdruckempfindungen bei belasteter und bewegter Stumpfbetthülse ausführen. Es waren also mit dem bekannten Balancegerät einige im Laufe der Entwicklung als notwendig erkannte Arbeitsschritte zur Fertigung künstlicher Beine nicht durchführbar.
  • Zur Beseitigung der festgestellten Nachteile und zur Verbesserung der Benutzung des orthopädischen Balanceger:ätes im Sinn der Erzielung bisher nicht durchführbarer Arbeitsschritte bei der Herstellung künstlicher Beine werden erfindungsgemäß zwei sagittale und ein frontaler Schwenkzapfen mit wahlweise durch Sperrstifte ein- und ausschaltbaren Schneckentrieben versehen und derart auf- dem Horizontalrahmen angeordnet, daß eine Stumpfbetthülse bzw. eine Stumpfbettform mit einem sich darauf stützenden Amputierten und somit das Hüftgelenk der amputierten Seite in den konstruktiven Schnittpunkt der Schwenkzapfen einreguliert werden kann. Die drei Schwenkzapfen weisen axiale Bohrungen zur Aufnahme verschiebbarer Justiertaster auf, welche zur Bestimmung bzw. zur Markierung einer frontalen und einer sagittalen physiologischen Hüftgelenkachse auf der Stumpfbetthülse dienen. Die Einregulierung erfolgt mittels einer Justiervorrichtung, die Gewindespindeln, Rohrhülsen, einen Träger, Kettenräder, eine Kette, Justierrahmen und Gewindetriebe aufweist. Durch die Justiervorrichtung wird die Lage der in einer Spannvorrichtung befestigten und durch den Amputierten belasteten Stumpfbetthülse und somit die Lage des Hüftgelenks der amputierten Seite axial, frontal, sagittal und vertikal zu den Schwenkzapfenachsen verändert und auf deren Schnittpunk einreguliert. Die Einspannvorrichtung für die Stumpfbetthülse ist mit dem obersten Justierrahmen fest verbunden und besteht aus Stangen, zwei Spannrahmen mit Spannelementen und Spannriemen. Auf dem zur Verwendung kommenden Horizontalrahmen ist eine Gleitbrücke gelagert, die mittels einer Gewindespindel in sagittaler Richtung transportiert wird und dabei mittels Rollen auf einem sagittalen Schenkel des Horizontalrahmens gleitet. Auf dem frontalen Schwenkzapfen der Gleitbrücke ist ein Bügel und auf den sagittalen, an den Enden des Bügels angeordneten Schwenkzapfen die Justiervorrichtung und die Spannvorrichtung schwenkbar gelagert und durch die ausrastbaren Sperrstifte fixiert, wenn mittels der Schneckentriebe gradweise geschwenkt wird, um die Lage der Stumpfbetthülse als Stützelement derart zu beeinflussen, daß der Amputierte eine planmäßige Haltung des Oberkörpers erhält. Dabei werden die beiden sagittalen Schneckentriebe, die an ihrem unteren Ende je ein fest verbundenes Kettenrad tragen, mittels einer Kette gleichzeitig betätigt. Bei ausgerasteten Sperrstiften kann der Amputierte auf der durch ihn belasteten Stumpfbetthülse schrittartige Bewegungen zur Kontrolle seiner Stützdruckempfindungen ausführen. Ein gleichzeitiger Transport der auf dem Horizontalrahmen angeordneten Schiebegewichte wird durch Gewindespindeln, Kettenr,äder und eine Kette erzielt. Die Bewegung der Stumpfbetthülse und somit des Amputierten in vertikaler Richtung gegenüber der Schwerlinie des Balancegerätes erfolgt durch Verschiebung des Horizontalrahmens gegenüber dem Vertikalrahmen in Buchsen, mittels Gewindespindeln, Handrädern, Kettenrädern und einer Kette. Von einer Millimetereinteilung auf den frontalen Schenkeln des Horizontalrahmens wird das Maß der frontalen Schwerpunktverlagerung des Amputierten beim Wechsel von der zweibeinigen zur einbeinigen Haltungsform abgelesen.
  • Zur objektiven Beurteilung der Haltung des Oberkörpers auf der Stumpfbetthülse im allgemeinen und der des Beckens und der Wirbelsäule im besonderen kann mit dem erfindungsgemäßen Balancegerät auch ein Rötgenapparat kombiniert angewendet werden. Das erfindungsgemäße Balancegenät kann auch als Kontrollgerät für solche künstliche Beine benutzt werden, die nicht mit seiner Hilfe hergestellt wurden, wobei der Nachweis der Haltung des Oberkörpers bei einbeiniger Belastung der Stumpfbetthülse, der Nachweis des sich hiernach ergebenden Verlaufs der Schwerlinie des Amputierten durch das künstliche Bein, der Nachweis des Verhältnisses des physiologischen Hüftgelenks der amputierten Seite zur Schwerlinie des Amputierten und der Nachweis des Maßes der Verlagerung seiner Schwerlinie bei einbeinigem Stehen gegenüber der Gangebene (Medianebene) geführt wird. Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus der Zeichnung und der folgenden Beschreibung.
  • In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erwindung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
  • Fig. I zeigt das orthopädische Balancegerät in schaubildlicher Darstellung; Fig. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab die Spannvorrichtung für das Stumpfbett und die Justiervorrichtung zur Bestimmung des Hüftgelenkmittelpunktes des Amputierten; Fig. 3 zeigt die Einzelteile der Fig. 2; Fig. 4 zeigt den Spannrahmen in vergrößertem Maßstab.
  • Auf einem Träger I hängt an einer Kugel 2 ein symmetrischer, rechteckiger Vertikalrahmen 3, der an seinen senlçrechten Schenkeln WasserwaagenA mit kreisrunden Libellen trägt. Der Vertikalrahmen 3 trägt einen Horizontal rahmen 5, der in Buchsen 6 gegenüber dem Vertikalrahmen 3 horizontal und vertikal verschiebbar ist. Horizontal läßt sich der Horizontal rahmen 5 durch Gewindespindeln 7 und 8 verschieben. Die Gewindespindeln 7 und 8, die im Innern der beiden frontalen Schenkel des l-Iorizontalrahmens 5 laufen, tragen am herausragenden Ende je ein Kettenrad g und 10. Die Kettenräder g und 10 sind durch eine Kette lI verhunden, um beim antrieb der Gewindespindeln 7 und 8 einen gleichmäßigen Transport des Horizontal rahmens 5 durchzuführen. Die beiden frontalen Schenkel des Horizontalrahmens 5 sind nach der den Kettenrädern g und wI0 entgegengesetzten Seite verlängert und tragen Schiebegewichte r2 und 13 sowie eine ;NIillimetereinteilung. Innerhalb der Gewindespindeln 7 und 8 laufen Gewindespindeln 14 und 15, welche mittels Kettenräder I6 und -I7 und Kette IS einen g!eichmäßigen Transport der Schiebegewichte I -7 und 13 ermöglichen. Auf den Horizontalrahmen 5 ist eine Gleitbrücke 10 gelagert, die mittels einer Gewindespindel 20 in sagittaler Richtung transportiert werden kann. Dabei bewegt sich die Gleitbrücke 19 mittels Rollen 21 auf dem sagittalen Schenkel des Horizontalrahmens 5. Auf einem Schwenkzapfen 22 der Gleitbrücke 19 ist ein Bügel 23 schwenkbar gelagert. Der Schwenkzapfen 22 weist eine zentrale Bohrung zur Aufnahme eines Justiertasters 24 auf. Des weiteren ist mit den Schwenkzapfen 22 ein Schneckengehäuse 25 fest verbunden. Bei Betätigung eines Schnecken triebes 2b dreht sich ein Schneckenrad 27 auf dem Schwenkzapfen 22. Wird nun ein auf dem Schneckenrad 77 federnd gelagerter Sperrstift 28 in eine entspredlende Bohrung des Bügels 23 geführt, so ist ein Schwenken des Bügels 23 auf dem Schvrenkzapfen 22 nur noch mit Hilfe des Schneckentriebes 26 möglich. An seinen äußeren Enden trägt der Bügel 23 je einen Schneckentrieb -29 und 30. Um beide Schneckentriebe 29 und 30 gleichzeitig betätigen zu können, sind diese nach unten verlängert und tragen dort fest verbundene Kettenräder 3I und 32, die durch eine Kette 33 betätigt werden, welche durch in der Zeichnung nicht dargestellte l eitzahllliränze unter dem Bügel 23 verläuft. tuf den mit Schneckenrädern 34 und 35 fest verbundenen Schwenkzapfen 36 und 37 ist eine Justier-und eine Spannvorrichtung schwenkbar gelagert.
  • Die Schwenkzapfen 36 und 37 weisen zentrale Bohrungen zur Aufnahme von Justiertastern 38 und 39 auf. Durch Sperrstifte 40 und 41 kann die Justier- und Spannvorrichtung gegenüber den Schweukzapfen 36 und 37 fixiert werden. Ein Schwenken der Justier- und Spannvorrichtung ist dann nur noch mit Hilfe der Schneckentriebe 29 und 3-0 möglich. Wenn die Sperrstifte 28, 40 und 41 eingerastet sind, kann eine eingespannte Stumpfbetthülse 42 durch die Schneckentriebe 29 und 30 im Sinn der Abduktion und Adduktion und durch den Schneckentrieb 26 im Sinn des Beugens und Streckens bewegt werden.
  • Die Justier- und die Spannvorrichtungen bestehen im einzelnen aus zwei Gewindespindeln 43 und 4+, die an den Schwenkzapfen 36 und 37 schwenkbar gelagert sind. Die Gewindespindeln 43 und 44 sind durch Rohrhülsen 45 und 46 geführt, welche mit einem Träger 47 fest verbunden sind. Am unteren Ende tragen die Gewindespindeln 43 und 44 je ein mit IImengewinde versehenes Kettenrad 48 und 49.
  • Auf den Kettenrädern 48 und 49 liegt der Träger 47 auf. Mittels einer Kette 50, welche durch in der Zeichnung nicht dargestellte Leitzahnkränze unter dem Träger 47 geführt ist, sind beide Kettenräder 48 und 49 miteinander verbunden. Beim Antrieb der Kette 50 wird der Träger 47 nach oben oder unten zur Vornahme der Justierung transportiert. Dadurch wird bei eingespannter und durch den Amputierten belasteter Stumpfbetthülse 42 das Hüftgelenk des Amputierten auf die Höhe der Ebene eingestellt, in der die Schwenkachsen der beiden Schwenkzapfen 36 und 37 sowie die Schwenkachse des Schwenkzapfens æ liegen. Auf dem Träger 47 ist ein halbkreisförmiger Justierrahmen 51 derart gelagert, daß er sich mittels einer nicht dargestellten Rollenführung um seinen Kreisbogen auf dem Träger 47 um ein bestimmtes Maß hin und her drehen läßt. Durch diese axiale Drehung wird der Amputierte bei eingespannter und belasteter Stumpfbetthülse 42 in die Lage versetzt, mit seinem Stumpf die Stumpfbetthülse 42 im Sinn einer Innen- oder Außenrotation des Beines aus dem Hüftgelenk heraus zu bewegen. Der Justierrahmen 51 trägt eine in der Zeichnung nicht dargestellte Schlitzführung, die es ermöglicht, einen darin geführten rechteckigen Justierrahmen 5 in sagittaler Richtung mittels eines Gewindetriebes 53 zu verstellen. Hierdurch wird erreicht, daß das Hüftgelenk des Amputierten auf die frontale Schwenkachse des Schwenkzapfens 22 einreguliert werden kann. Der rechteckige Justierrahmen 52 trägt eine weitere, in der Zeichnung nicht dargestellte Schlitzführung, die zur Bewegung eines darin geführten, über dem Justierrahmen 52 liegenden Justierrahmens 54 in frontaler Richtung mittels eines Gewindetriebes 55 dient.
  • Durch diese Bewegung wird das Hüftgelenk des Amputierten auf die sagittale Schwenkachse der bei den Schwenkzapfen 36 und 37 einreguliert.
  • Die Spannvorrichtung besteht aus mit dem Justierrahinen 54 fest verbundenen Stangen 56, auf denen Spannrahmen 57 und 58 für die Stumpfbetthülse 42 sitzen. Die Spannrahmen 57 und 58 tragen Spannelemente 59 und Spannriemen Go (Fig. 2), mittels welcher die Stumpfbetthülse 42 festgehalten wird. Ist nun das Hüftgelenk des Amputierten richtig einregulieyt und sind die Sperrstifte 1218, 40 und 4I ausgerastet, so kann der Amputierte seinen Stumpf unter Belastung der Stumpfbetthülse 42, ähnlich wie beim Gehen, hin und her bewegen.
  • Zum Gewichtsausgleich in der Sagittalebene sind am unteren sagittalen, frei hängenden Schenkel des Vertikalrahmens 3 ausziehbare GewichteI6i und 62 angeordnet. Zur Kontrolle darüber, ob das Balancegerät an sich in der Waage steht, dienen die an beiden senkrechten Schenkel des Vertikalrahmens 3 angeordneten Wasserwaagen 4 mit kreisrunder Libelle. Schlagen die Wasserwaagen 4 bei Belastung der eingespannten Stumpfbetthülse 42 durch den Amputierten aus, so wird mit Hilfe der Gewindespindeln 7, g und 20 und durch eine Verschiebung der Schiebegewichte I2, 13 und der ausziehbaren Gewichte 6I und 62 der Schwerpunkt des Amputierten zum Balancegetät so reguliert, daß die Wasserwaagen 4 wieder auf Null zeigen. Ist der- Amputierte richtig einreguliert, so zeigen die Wasserwaagen 4 sowohl bei belastetem als auch bei unbelastetem Balancegerät das gleiche Bild. Die Schwerlinie des Amputierten ist dann gleich der Schwerlinie 63 des an der Kugel 2 bzw. am Kardangelenk hängenden Teiles des Balancegerätes. Da außerdem alleDrehpunkte des Balancegerätes durch geeignete Vorrichtungen fixiert werden können, so lassen sich an der Stumpfbetthülse 42 eine Frontalebene A-B und eine Sagittalebene C-D, die die Schwerlinie 63 sclmeiden, leicht anreißen. Zum Ausgleich der unterschiedlichen Körpergrößen der Amputierten kann der Horizontalrahmen 5, einschließlich der Justiervorrichtung 43-55 und der Spannvorrichtung 56-6o, auf dem Vertikalrahmen 3 nach oben oder unten transportiert werden. Zu diesem Zweck sind durch die Vertikalschenkel des Vertikalrahmens 3 Gewindespindeln 64 und 65 gefixiert, die an ihrem unteren Ende Handräder 66 und 67 und an ihrem oberen Ende Kettenrìä,der óS und 69 tragen. Durch eine Kette 70 sind beide Xettenräiler 68 und óg miteinander verbunden. Um auf der Stumpfbetthülse 42 die Frontalebene A-B und die Sagittalebene C-D und somit den Verlauf der Schwerlinie des Amputierten markieren zu können, sind auf einem Bodenbrett 71 die Grundlinien der FrontalebeneA-B und der Sagittalebene C-D sowie der Spurpunkt 72 der Schwerlinie 63 des Balancegerätes markiert.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Balancegerät wird zur Fertigung künstlicher Beine u. a. die objektive Bestimmung der Schwerlinie des Amputierten bei einer planmäßigen, einbeinigen Haltungsform auf dem Rand der Stumpfbetthülse 42 vorgenommen.
  • Ferner wird die Fixierung der sich ergebenden Lage der Stumpfbetthülse t2 und des Verlaufs der Schwerlinie des Amputierten durch Markierung der Frontalebene A-B und der Sagittalebene C-D auf der Stumpfbetthülse 42 durchgeführt. Im weiteren wird die Lage des Hüftgelenks des Amputierten mit Hilfe einer Justiervorrichtung bestimmt. Auf der Stumpfbetthülse wird die Markierung der frontalen und sagittalen Hüftgelenkachse angebracht, um die Festlegung planmäßiger Verhältnisse zwischen dem physiologischen Hüftgelenk des Amputierten und der mechanischen Knie- und Knöchelgelenkachse des künstlichen Beines durchzuführen. Das Verhältnis zwischen der Lage des Hüftgelenks und dem Verlauf der Schwerlinie des Amputierten wird mit Hilfe des Balancegerätes bestimmt. Dieses Verhåltnis wird durch Markierungen auf der Stumpfbetthülse 42 fixiert. Desgleichen werden die Stützdruckempfindungen des Amputierten bei einer schrittartigen Bewegung und Belastung der Stumpfbetthülse 42,kontrolliert. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Balancegerätes wird eine planmäßige Anordnung der Knie- und Knöchelachse, des Fußes, des Knöchelstücks, der Wade und des Kniestücks im Verhältnis zu der fixierten Schwerlinie und zu den markierten Ebeneni und C-D erzielt. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Balancegerätes wird die Kontrolle bzw. der Nachweis der einbeinigen, planmäßigen Haltungsform des Amputierten auf dem Rand der Stumpfbetthülse42 sowie des sich hiernach ergebenden Verlaufs seiner Schwerlinie durch das fertiggestellte künstliche Bein vorgenommen. Mit Hilfe des als Kontrollgerät benutzten erfindungsgemäßen Balancegerätes lassen sich auch 'I<ontrollen an künstlichen Beinen, z. B. die der Haltungsform auf dem Rand der Stumpfbetthülse und die des Verlaufs der Schwerlinie des Amputierten, vornehmen, die auf Grund anderer Methoden gebaut worden sind.
  • Das erfindungsgemäße Balancegerät wird folgendermaßen betätigt: Die Wasserwaagen 4 stehen bei unbelastetem Balancegerät auf Null und zeigen hiermit die Wirksamkeit der Schwerlinie 63 bzw. die Wirksamkeit des Schwerpunktes derselben an.
  • Wird nun die Spannvorrichtung 56-60, eine vorgearbeitete Stumpfbetthülse 42 oder eine Stumpfbettform aus einer thermoplastischen IMasse od. dgl., eingespannt, so weichen die Libellen der Wasserwaagen 4 von der Nullstellung ab, weil das Gewicht der Stumpfbetthülse 42 einschließlich des Gewichtes des an der Kugel 2 hängenden Teiles des Balancegerätes einen neuen Schwerpunkt erhalten hat. Dabei muß die Feststellvorrichtung für die Kugel 2 gelöst sein, damit der neue Schwerpunkt in die Senkrechte aus der Kugel 2 einpendeln kann.
  • Mit Hilfe der Schiebegewichte 112 und 113 wird eine frontale, mit Hilfe der ausziehbaren Gewichte 6I und 62 eine sagittale Abweichung der Libellen der Wasserwaagen 4 von der Null stellung ausgeglichen.
  • Stehen die Libellen wieder auf Null, so werden zunächst zwei Balanceversuche durchgeführt, um die durch die Stumpfbetthülse 421 verursachten Gleichgewichtsverhältnisse zu ermitteln. Zu diesem Zweck wird der Horizontalrahmen 5 gegenüber den Btichsen 6 mit Hilfe der Gewindespindeln 7 und 8, der Kettenräder g und 10 sowie der I(ettelIiI z. B. um Io mm nach rechts oder links transportiert. Die transportierte Strecke ist durch eine in der Zeich- nung nicht dargestellte Millimetereinteilung auf den frontalen Schenkeln des Horizontalrahmens 5 ablesbar. Infolge dieser Bewegungen weichen die Libellen von der Nullstellung ab. Um die Nullstellung wieder zu erreichen, ist ein Transport der Schiebegewicllte Ii2 und I3 um ein bestimmtes Maß, z. B. um 20 mm, erforderlich. In sagittaler Richtung wird ein entsprechender Versuch durch Betätigung der Gewindespindel 20 und der Gewichte 61 und 62 durchgeführt. Die hierbei durch die Gleitbrücke 19 zurückgelegte Strecke wird von einer in der Zeichnung nicht dargestellten Millimetereinteilung auf dem sagittalen Schenkel des Horizontalrahmens 5 abgelesen. Ist nun später, bei der Einregulierung der Schwerlinie des Amputierten in die Schwerlinie 63 des Balancegerätes, ein horizontal-frontaler Transport des Amputierten und somit des Horizontalrahmens 5 z. B. um 10 mm erforderlich, so weiß man, daß zur Erhaltung der Gleichgewichtsverhältnisse des Balancegerätes an sich einschließlich des Gewichtes der Stumpfbetthülse 42 ein Transport der Schiebegewichte 12 und I3 um 20 mm oder im Verhältnis 1 : 2 erforderlich ist. In gleicher Art werden horizontal-sagittale Transporte durchgeführt.
  • Nach dieser Vorbereitung wird der Amputierte in das Balancegerät gestellt, wobei sein Amputationsstumpf von der Stumpfbetthülse 42 bzw. von der Stumpfbettform aufgenommen wird. Durch Betätigung der Gewindespindel 64 und 65 mittels der Handräder 66 oder 67, der Kettenräder 68 und 69 sowie der Kette 70 wird die richtige Höhe der Stumpfbetthülse 42 eingestellt. Der Amputierte steht nun wie auf zwei Beinen im Balancegerät.
  • Dabei sind die Sperrstifte28,40 und 41 ausgerastet.
  • Hierdurch kann der Amputierte mittels seines Amputationsstumpfes die Stumpfbetthülse 42 zusammen mit dem auf dem Schwenkzapfen;212 beweglichen Bügel. 23 und der Justiervorrichtung 43-55 sowie der Spannvorrichtung 56-6o, die auf den Schwenkzapfen36 und 37 schwenkbar gelagert sind, in zwei Ebenen bewegen. Hat der nunmehr frontal ausgerichtete, im Balancegerät stehende Amputierte dabei das Gefühl, daß sein Amputationsstumpf im Sinn der Innen- oder Außenrotation bewegt werden muß, um eine natürliche Lage einzunehmen, so wird dies mit Hilfe einer axialen Drehung des Justierrahmens 51 auf dem Träger 47 mittels eines in der Zeichnung nicht dargestellten Gewindetriebes bewerkstelligt. Werden nun die in den zentralen Bohrungen der Schwenkzapfen 22, 36 und 37 geführten Justiertaster 24, 38 oder 39 auf die bewegte Stumpfbetthülse 42 gedrückt, so zeichnen sich auf letzterer Kurven ab. Dieses beweist, daß die Achsen der Schwenkzapfen22, 36 und 37 mit den physilogischen Schwenkachsen des Hüftgelenks der amputierten Seite nicht übereinstimmen. Um nun die erforderliche Übereinstimmung zu erzielen, werden zunächst die Sperrstifte 40 und 41 eingerastet, so daß die Stumpfbetthülse 42 nur noch in Verbindung mit dem Bügel 23 auf dem frontalen Schweukzapfen 22 frei bewegt werden kann. Mittels der Gewindespindeln 43 und 44, der Kettenräder 48 und g sowie der Kette 50 wird die Stumpfbetthülse 42 und somit das Hüftgelenk der amputierten Seite vertikal auf die richtige Höhe und mittels des Gewindetriebes 53 auf die frontale Schwenkachse des Schwenkzapfens22 justiert. Bei richtiger Justierung kann die Spitze des Justiertasters 24 in die Stumpfbetthülse 42 eingestoßen werden, wobei sich letztere um die so gebildete Achse bewegen läßt. Dieses beweist die Übereinstimmung einer physiologischen Schwenkachse des Hüftgelenks mit der Schwenkachse des Schwenkzapfens22, wobei gleichzeitig die Markierung auf der Stumpfbetthülse 42 erfolgt.
  • Nun werden die Sperrstifte 40 und 41 ausgerastet und der Sperrstift 28 eingerastet. Mittels des Gewindetriebes 55 wird die Übereinstimmung mit der sagittalen Schwenkachse herbeigeführt und eine entsprechende Markierung auf der frontalen Seite der Stumpfbetthülse 42 angebracht. Dann werden zwecks Kontrolle der Stützdruckempfindungen des Amputierten die Sperrstifte 28, 40 und 41 ausgerastet, damit er schrittartige Bewegungen ausführen kann, wobei der größte Teil seiner Körperlast auf dem Rand der Stumpfbetthülse 42 bzw. auf dem Rand der Stumpfbettform ruht. Ergeben sich durch die Abstützung lokale Druckempfindungen, so werden diese durch Formveränderungen des Stumpfbettrandes behoben, bis eine ausgeglichene Stützdruckempfindung eintritt.
  • Anschließend wird die Bestimmung einer planmäß1igen einbeinigen Haltungsform des Amputierten auf dem Rand der Stumpfbetthülse 42 vorgenommen.
  • Zu diesem Zweck wird die Kugel 2 mittels eines Handrades 73 fixiert. Die Sperrstifte 28, 40 und 41 werden eingerastet. Hierauf nimmt der Amputierte sein gesundes Bein vom Boden weg und stützt sich wie bei Austührung eines Schrittes nur auf den Rand der Stumpfbetthülse 42. Als planmäßige Haltungsform wird, entsprechend der Haltung des gesunden Menschen in dieser Schrittphase, eine Beckenhebung auf der nicht unterstützten Seite und eine konvex zum Stützbein, also zum künstlichen Bein gebogene Wirbelsäule zugrunde gelegt. Weil nun durch die Lage der Stumpfbetthülse 42 und des Stumpfbettrandes als Stützelemente, auf die der Amputierte bei einbeinigem Stehen seinen Schwerpunkt bringt, die Haltungsform des Oberkörpers bestimmt wird, wird jetzt die Lage der Stumpfbetthülse 42 und somit die Lage des Stumpfbettrandes mittels der Schneckentriebe26, 29 und 30 dergestalt verändert, daß die planmäßige Haltungsform erzwungen wird. Voraussetzung hierzu ist jedoch, daß die Stumpfbetthülse 42 und der Stumpfbettrand an sich geeignete Stützelemente darstellen, wie sie in einem besonderen, hier nicht zu behandelnden Verfahren gewonnen werden. lGunmehr erfolgt die objektive Bestimmung der Schwerlinie des Amputierten. Zu diesem Zweck wird zunächst die Fixierung der Kugel 2 mit Hilfe des Handrades 73 gelöst. Die Ferse des gesunden Beines des Amputierten wird an die Grundlinie der Sagittalebene C-D gebracht, wobei der Amputierte sein Körpergewicht möglichst gleichmäßig auf sein gesundes Bein und auf die Stumpfbetthülse 42 verteilt. Bei dieser-zweibeinigen Haltungsform werden die Libellen der Wasserwaagen 4 auf die Nullstellung einreguliert und die Gleichgewichtsverh!ältnisse innerhalb des Balancegerätes einschließlich der eingespannten Stumpfbetthülse 42 durch Verschiebungen der Gewichte I2 und I3, 6I und 62 hergestellt. Jetzt teilt die Sagittalebene C-D den Körper des Amputierten in eine rechte und eine linke Hälfte; sie ist also jetzt gleich der Medianebene. Weil die Wasserwaagen 4 auf Null stehen, verläuft der Vertikal rahmen genau in der Richtung Nase-Nabel-Grundlinie C-D. Es muß also der Schwerpunkt des Oberkörpers des Amputierten in der Medianebene liegen. Auf dem Horizontalrahmen 5 wird der Millimeterstand gegenüber der Buchse 6 abgelesen. Dann nimmt der Amputierte sein gesundes Bein vom Boden weg. Weil nun die Sperrstifte 28, 40 und 4I eingerastet sind und die Schneckentriebe 26, 29 und 30 nicht verändert wurden, kann und muß der Amputierte sofort wieder die planmätßige einbeinige Haltungsform auf dem Stumpfbettrand einnehmen. Dabei schlagen die Libellen der Wasserwaagen 4 durch die Gewichtsverlagerung aus. Nun wird der Amputierte frontal mit Hilfe der Gewindespindeln 7 und 8, der Kettenräder 9 und 10 sowie der Kette I'I und sagittal mit Hilfe der Gewindespindel 20 transportiert, bis die Wasserwaagen 4 auf Null stehen. Durch Verschiebung der Gewichte 12 und I3, 6'I und 62 wird der Gleichgewichtszustand innerhalb des Balancegerätes wiederhergestellt. Der Amputierte verläßt jetzt das Balancegerät. Wurde die Schwerlinie des Amputierten richtig in die Schwerlinie 63 des Balancegerätes einreguliert und die Gewichte I2 und I3, 6I und 6'2 fehlerfrei eingestellt, so stehen die Libellen der Wasserwaagen 4 auch bei unbelastetem Balancegerät auf Null. Ist das der Fall, so wird die Kugel 2 mittels des Handrades 73 fixiert. Auf dem frontalen Schenkel des Horizontalrahmens 5 wird jetzt die Strecke der Schwerpunktverlagerying von der zweibeinigen zur einbeinigen Haltungsform in Millimetern abgelesen.
  • Auf der Stumpfbetthülse 42 lassen sich mit Hilfe der GrundlinienA-B und C-D leicht die Ebenen A-B und C-D markieren, deren Schnittlinie gleich der Schwerlinle 63 und somit gleich der Schwerlinie des Amputierten ist.
  • Soll ein beidseitig Beinamputierter versorgt werden, so ist der Vorgang grundsätzlich der gleiche wie beim einseitig Beinamputierten. Nur benutzt der erstere auf einer Seite ein künstliches Bein als Stütze. Ist ein solches nicht vorhanden, so gibt man ihm ein behelfsmäßiges künstliches Bein aus einem Gipsverband od. dgl. mit Holzstütze, wobei das Gewicht dieses Behelfs dem fertigen künstlichen Bein entsprechen muß.
  • Durch die exakte Bestimmung und Fixierung der Schwerlinie, der FrontalebeneA-B, der Sagittalebene C-D, der beiden Hüftgelenkachsen und der Lage der Stumpfbetthülse und des Stumpfbettrandes als Stützelemente lassen sich als Aufbauplan zur Fertigung des künstlichen Beines die Ergebnisse der wissenschaftlichen Grundlagenforschung, speziell die dynamisch-statischen Resultate aus der Schrittanalyse gesunder Menschen exakt anwenden.
  • Für fertige künstliche Beine wird das Balancegerät als Kontrollgerät angewendet, wobei es zweckmäßig mit einem Röntgenapparat gekoppelt wird.
  • Es werden dann der Verlauf der Schwerlinie durch das fertiggestellte künstliche Bein, bei einbeiniger Haltungsform auf dem Stumpfbettrand, ihre dabei erfolgte Verlagerung gegenüber der tGangebene (Medianebene) sowie die Haltungsform des Oberkörpers auf dem Stumpfbettrand im allgemeinen als auch des Beckens und der Wirbelsäule im besonderen nachgeprüft bzw. nachgewiesen. Mit einem Blick sieht man dabei an der Lage des Spurpunktes 72, wo die Schwerlinie des Amputierten die Fußsohle seines künstlichen Beines trifft.

Claims (23)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Orthopädisches Balancegerät zur objektiven Bestimmung der Schwerlinie Beinamputierter durch Einregulierung der Schwerlinie derselben in die Schwerlinie des Balancegerätes mit einem oberhalb des Schwerpunktes des Amputierten und des Schwerpunktes des Balancegerätes an einem Träger gelagerten Universalgelenk und einer daran hängenden, in zwei Ebenen bewegbaren Vorrichtung zur Aufnahme der Stumpfbetthülse und des Amputierten, dadurch gekennzeichnet, daß zwei sagittale Schwenkzapfen (36 und 37) und ein frontaler Schwenkzapfen (22) mit wahlweise durch Sperrstifte (40, 4I und 28) ein- und ausschaltbaren Schneckentrieben (29, 30 und 26) versehen und auf einem Horizontalrahmen (5) derart angeordnet sind, daß eine Stumpfbetthülse (42) bzw. eine Stumpfbettform mit einem sich darauf stützenden Amputierten und somit das Hüftgelenk der amputierten Seite in den konstruktiven Schnittpunkt der Schwenkzapfenachsen einreguliert werden kann.
  2. 2. Orthopädisches Balancegefät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Bestimmung bzw. Markierung einer sagittalen und einer frontalen physiologischen Hüftgelenkachse auf der Stumpfbetthülse (4l2) die drei Schwenkzapfen (36, 37 und 22) in axialen Bohrungen verschiebbare Justiertaster (38, 39 und 24) tragen.
  3. 3. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I und2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einregulierung mittels einer Justiervorrichtung erfolgt, die Gewindespindeln (43 und 44), Rohrhülsen (45 und 46), einen Träger (47), Keftenräder (48 und ;cm), eine Kette (50), Justierrahmen (51, 5 und 54) und Gewindetriebe (53 und 55) aufweist.
  4. 4. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Justiervorrichtung (43-55) die Lage der durch eine Spannvorrichtung (56-60) befestigten und durch den Amputierten belasteten Stumpfbetthülse (42) und somit die Lage des Hüftgelenks der amputierten Seite axial (51, 47), frontal (55, 54, 52), sagittal (53, 52, 51) und vertilial (43-50) zu den Schwenkzapfenachsen verändert werden kann und auf deren Schnittpunkt einreguliert wird.
  5. 5. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannvorrichtung (56-60) für die Stumpfbetthülse (42) mit dem Justierrahmen (54) fest verbunden ist und aus Stangen (5.6), Spannrahmen (57 und 58), Spannelementen (59) und Spannriemen (6o) besteht.
  6. 6. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Horizontalrahmen (5) eine Gleitbrücke (I9) gelagert ist, die mittels einer Gewindespindel (20) in sagittaler Richtung transportiert wird und dabei mittels Rollen (ein) auf einem vertikalen Schenkel des Horizontalrahmens (5) gleitet.
  7. 7. Orthopädisches Bälancegerät nach Anspruch I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem frontalen Schwenkzapfen (22) der Gleitbrücke (19) ein Bügel (23) und auf den sagittalen, an den Enden des Bügels (23) angeordneten Schwenkzapfen (36 und 37) dieJustiervorrichtung (43-55) und die Spannvorrichtung (56-60) schwenkbar gelagert und durch ausrastbare Sperrstifte (* (178, 40 und AIj fixiert sind, wenn mittels der Schneclientriebe (216, 29 und 30) gradweise geschwenkt wird, um die Lage der Stumpfbetthülse (+2) als Stützelement derart zu beeinflussen, daß der Amputierte eine planmäßige Haltung des Oberkörpers verhält.
  8. 8. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Sdineckentrieben (29 und 30) Kettenräder (3I und 32) fest verbunden sind, die durch eine Kette (33) betätigt werden.
  9. 9. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Amputierte bei ausgerasteten Sperrstiften (28, Ao und 41) auf der durch ihn belasteten Stumpfbetthülse (42) schrittartige Bewegungen zur Kontrolle seiner Stützdruckempfindungen ausführen kann.
  10. IO. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein gleichzeitiger Transport der auf dem Horizontalrahmen (5) angeordneten Schiebegewichte (I2 und I3) durch Gewindespindeln (14 und I5), Kettenräder (I6 und I7) und eine Kette (I8) erzielt wird.
  11. II. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis IO, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Stumpfbetthülse (42) und somit des Amputierten in vertikaler Richtung gegenüber der Schwerlinie (63) durch Verschiebung des Horizontalrahmens (5) gegenüber dem Vertikal rahmen (3) in Buchsen (6) mittels Gewindespindeln (634 und 65), Handrä.dern (66 und 67), Kettenrädern (68 und 69) und einer Kette (70) erfolgt.
  12. 12. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis III, dadurch gekennzeichnet, daß von einer Millimetereinteilung auf den frontalen Schenkeln des Horizontalrahmens (5) das Maß der frontalen Schwerpunktverlagerung des Amputierten beim\N'echsel von der zweibeinigen zur einbeinigen Haltungsform abgelesen wird.
  13. 13 Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur objektiven Beurteilung der Haltung des Oberkörpers auf der Stumpfbetthülse (412) im allgemeinen und der des Beckens und der Wirbelsäule im besonderen mit dem Balancegerät auch ein Röntgen apparat kombiniert angewendet werden kann.
  14. 14. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch 1 bis I3, dadurch gekennzeichnet, daß es als Kontrollgerät auch für künstliche Beine angewendet werden kann, die nicht mit seiner Hilfe hergestellt wurden.
  15. 15. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis IA, dadurch gekennzeichnet, daß es zur Fertigung künstlicher Beine die objektive Bestimmung der Schwerlinie des Amputierten bei einbeiniger planmäßiger Haltungsform auf dem Rand der Stumpfbetthülse (42) ermöglicht.
  16. I6. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis I5, dadurch gekennzeichnet, daß es die Fixierung der sich ergebenden Lage der Stumpfbetthülse (42) und des Verlaufs der Schwerlinie des Amputierten durch Markierung der Frontalebene (X-B) und der Sagittalebene (C-D) aui der Stumpfbetthülse (42) ermöglicht.
  17. 17. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis i6, dadurch gekennzeichnet, daß es die Bestimmung der Lage des physiologischen Hüftgelenks des Amputierten mit Hilfe der Justiervorrichtung (43-55) ermöglicht.
  18. I8. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß es die Markierung einer frontalen und einer sagittalen Hüftgelenkachse auf der Stumpfbetthülse (42) zwecks Festlegung planmäßiger Verhältnisse zwischen dem physiologischen Hüftgelenk des Amputierten und der mechanischen Knie- und sKnöchelgelenkachse des künstlichen Beines ermöglicht.
  19. 19. Orthopädisdies Balancegerät nach Anspruch I bis 'I8, dadurch gekennzeichnet, daß es die Bestimmung des Verhältnisses zwischen der I,age des Hüftgelenks und dem Verlauf der Schwerlinie des Amputierten sowie die Fixierung dieses Verhältnisses durch Markierung auf der Stumpfbetthülse (42) ermöglicht.
  20. 20. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis I9, dadurch gekennzeichnet, daß es die Kontrolle der Stützdruckempfindungen des Amputierten bei schrittartiger Bewegung und Belastung der Stumpfbetthülse (42) ermöglicht.
  21. 21. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis 20 dadurch gekennzeichnet, daß es die planmäßige Anordnung der Knie- und Knöchelgelenkachse, des Fußes, des Knöchel- stücks, der Wade und des Kniestücks im Verhältnis zu der fixierten Schwerlinie des Amputierten und zu den markierten Ebenen ( und C-D) ermöglicht.
  22. 22. Orthopädisches Balancegerät nach Anspruch I bis 2I, dadurch gekennzeichnet, daß es die Kontrolle bzw. den Nachweis einer planmäßigen einbeinigen Haltungsform des Amputierten auf dem Rand der Stumpfbetthülse (42) des fertiggestellten künstlichen Beines ermöglicht.
  23. 23. Orthopädisches Balanceger.ät nach Anspruch I bis -12, dadurch gekennzeichnet daß es die Kontrolle bzw. den Nachweis über den Verlauf der Schwerlinie des Amputierten bei planmäßiger einbeiniger Haltungsform auf dem Stumpfbettrand durch das fertiggestellte künstliche Bein ermöglicht.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005044974A1 (de) * 2005-09-20 2007-03-22 Heilmann & Sorge GbR (Vertretungsberechtigte Gesellschafter: Petra Heilmann und Jens Sorge, 21337 Lüneburg) Gerät zum Einstellen von Prothesen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102005044974A1 (de) * 2005-09-20 2007-03-22 Heilmann & Sorge GbR (Vertretungsberechtigte Gesellschafter: Petra Heilmann und Jens Sorge, 21337 Lüneburg) Gerät zum Einstellen von Prothesen

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