DE866809C - Sender zur Mehrkanal-Signaluebertragung durch Impulskodemodulation - Google Patents

Sender zur Mehrkanal-Signaluebertragung durch Impulskodemodulation

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DE866809C
DE866809C DEN3908A DEN0003908A DE866809C DE 866809 C DE866809 C DE 866809C DE N3908 A DEN3908 A DE N3908A DE N0003908 A DEN0003908 A DE N0003908A DE 866809 C DE866809 C DE 866809C
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Johannes Anton Greefkes
Piet Van Tilburg
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Philips Gloeilampenfabrieken NV
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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  • Emergency Alarm Devices (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Sender zur Mehrkanal-Signalübertragung durch Impulskodemodulation, bei dem außerdem Synchronisier- und Signalisierimpulse übertragen werden und jeder Signalzyklus ein Synchronisierintervall und mehrere in zyklischer Reihenfolge auftretende Signalintervalle umfaßt, in denen Signalimpulse in einem von den zu übertragenden Signalen abhängigen Wechsel anwesend oder abwesend sind, ίο und bei dem sämtliche ausgesandten Impulse untereinander gleich sind und mit einzelnen aus einer Reihe äquidistanter Impulse zusammenfallen.
Bei Impulskodemodulation ist die kombinierte Anwendung von Quantisierung nach der Zeit und Amplitude kennzeichnend.
Die Anwendung von Zeitquantisierung bedeutet, daß dem Impulskodemodulator nur Impulse entnommen werden, die mit Impulsen aus einer Reihe äquidistanter Impulse zusammenfallen. Auf diese Weise lassen sich am der Empfangsseite durch zeitliche Verschiebungen der Eingangsimpulse hervorgerufene Übertragungsfehler durch Verwendung von Impulsregeneratoren, denen gegebenenfalls Amplitudenscbwellwert- und Amplitudenbegrenzungsvorrichtungen vorangehen, praktisch beseitigen. Insbesondere bei der Übertragung von Signalen über mehrere Relaissender ergibt dies einen besonderen Vorteil, der bei anderen Impulsmodulationsarten, z.B. Impulslagemodulation, fehlt. Außerdem kann die Zeitquantisierung dazu benutzt werden, bei der Übertragung mehrerer Signale unter Anwendung von Zeitmultiplex das Übersprechen zwischen verschiedenen Kanälen auf ein Minimum zu beschränken.
Während bei anderen üblichen Modulationsarten jeder innerhalb bestimmter Grenzen liegende, im übrigen jedoch- beliebige Augenblickswert des Signals übertragen werden kann, kann bei An-
wendung von Amplitudenquantisierung nur eine beschränkte Anzahl von Amplitudenpegeln übertragen werden. Es sind z. B. bereits bekannt Radiosender zur Übertragung1 von Gesprächssignalen durch S Impulskodemodulation beispielsweise unter Anwendung eines binären 5-Emheiten-iKodes, bei denen zweiunddreißig verschiedene Amplitudenpegel übertragbar sind. Das übertragene Signal wird dabei an äquidistanten Zeitpunkten mit einer ίο Wiederholungsfrequenz (Signalzyklusfrequenz) abgetastet, die etwa das Zweifache der höchsten zu übertragenden Signalfrequenz ist und z.B. 8kHz bei einer höchsten Signalfrequenz von 3,4 kHz beträgt. Anstatt der aru äquidistanten Zeitpunkten auftretenden Augenblickswerte .des Signals wird jeweils der nächstgelegene der zweiunddreißig übertragbaren Amplitudenpegel auf besondere Weise übertragen. Es wird nämlich der zu übertragende Pegel in einem Kodeimpulsgruppenmodulator kodiert, d. h. bei .Anwendung eines 5-EinheitenKKodes wird eine diesen Pegel kennzeichnende, aus maximal fünf gleichen äquidistanten Impulseni zusammengesetzte Kodeimpulsgruppe erzeugt, die ausgesandt wird. Die Signalimpulse treten dabei je in einem ihnen individuell zugeordneten Signalinitervall auf. Das Vorhandensein oder die Abwesenheit eines oder mehrerer Impulse einer Kodeimpulsgruppe kennzeichnet den Amplitudenpegel und somit annähernd den Augenblickswert des Signals.
Um den Gleichlauf eines mit einem solchen Sender zusammenarbeitenden Empfängers zu ver- '. bürgen, ist es bekannt, in jedem zweiten Signalzyklus einen Synchronisierimpuls auszusenden und ihn in zwischenliegeniden Signalzyklen zu unterdrücken, derart, daß sämtliche ausgesandten Impulse untereinander gleich sind und mit verschiedenen Impulsen einer Reihe äquidistanter Impulse zusammenfallen. Jeder Signalzyklus umfaßt dabei ein einziges Synchronisierintervall und mehrere in zyklischer Reihenfolge auftretende Signalintervalle. Diese Signalzyklen umfassen je eine Anzahl Signalimpulsintervalle gleich der maximalen Anzahl der je Signalzyklus auszusendenden Signalimpülse, d. h. bei Übertragung eines einzigen Gesprächssignals mit Hilfe eines 5-Einheiten-Kodes fünf Signalimpulsintervalle; bei gleichzeitiger Übertragung von η Gesprächssignalen in Zeitmultiplex je mit Hilfe eines 5-Einheiten-Kodes fünf η Signalimpulsintervalle usw.
Bei einer Zyklusfrequeniz von z. B-. 8 kHz beträgt die Wiederholungsfrequenz der äusgesandten Syil· chronisierimpulse 4 kHz, und dieser Wert ist praktisch brauchbar, da diese Frequenz in entsprechenden Signälintervallen< gewöhnlich nur schwach vertreten ist. Auf der Empfangsseite sind die Synchronisationsintervalle erkennbar- und können somit ermittelt werden, da die erwähnte 4-kHz-Komponente darin stark auftritt, die nach Ermittlung des Synchronisierintervalls auf der Empfangsseite zur Steuerung der Empfängersynchronisierung benutzt wird. Ein praktisch zuverlässiges Kennzeichen der Synchronisierintervalle gegenüber Signalintervallen1 bildet die erwähnte 4-kHz-Komponente jedoch nicht immer.
Außer der vorerwähnten Art von_ Impulskodemodulationssendern sind bereits auf ähnlichen Grundsätzen beruhende Sender mit Impulskodemodulatoren vorgeschlagen worden, bei denen die zu übertragenden Signale einen mit einem Generator äquidistanter Impulse verbundenen Impulsmodulator steuern, und ein Rückführungskreis mit einem Impulsködemodulätor dem Impulsmodulator überbrückt und der Rückführungskreis1 die Reihenschaltung eines die Signalfrequenzen integrierenden Netzwerkes und eines auch von den zu übertragen^- den Signalen gesteuerten Differenzbildners enthält. Am Differenzbildner . tritt eine Rückführungsspannung auf, die eine quantisierte Annäherung des zu übertragenden Signals bildet und, in einem Zeitdiagramm gesehen, um das Eingangssignal herumpendelt. Im Ausgangskreis des Differenzbildners entsteht, je nachdem der Augenblickswert der Rückführspannung größer oder kleiner als der Augenblickswert des zu übertragenden. Signals ist, eine positive oder negative Differenzspannung. Abhängig von der Polarität dieser Differenzspannung oder einer von dieser abgeleiteten Spannung werden die vom Impulsgenerator stammenden Impulse in bereits vorgeschlagener Weise vom Impulsmodulator dem Ausgangskreis des Impulskodemodulators weitergegeben oder unterdrückt. Bei der gleichzeitigen Übertragung mehrerer Signale in der geschilderten Weise in einem Zeitmultiplexsystem kann wieder in jedem zweiten Signalzyklus ein Synchromsierimpuls ausgesandt werden, um den Gleichlauf des Empfängers zu sichern.
Es ist bereits -vorgeschlagen worden, die erwähnten Impulskodemodulatoren mit Rückführkreis derart auszubilden, daß' durch einen vorzugsweise binären Impulsgruppenkode der quantisierte Augenblickswert der Differenzspannung oder einer von dieser abgeleiteten Spannung charakterisiert wird. Bei Verwendung der letztgenannten Art von Impulskodemodulatoren mit Rückführkreis müssen nicht nur - bei Zeitmultiplexübertragung, sondern auch bereits bei der Übertragung eines einzigen Gesprächssignals Synchronisierimpulse ausgesandt werden.
Bei Impulskodemodulatoren mit Rückführkreis kann die bereits erwähnte Sendeart von Synchronisierimpulsen ebenfalls zu praktischen Schwierigkeiten Veranlassung geben. Es kann z.B. bei Impulskodemodulatoren mit Rückführkreis zur Übertragung von Signalen mit einem 1-Einheiten-Kode beim Fehlen eines Gesprächssignals, z. B. in einer Gesprächspause, die halbe Signalzyklusfrequenz, in der in entsprechenden Signalintervallen ausgesandten Impulsreihe stark vertreten sein. Die Empfämgersynchronisierung könnte darauf ansprechen, als ob dieses Gesprächssignal das Synchronisiersignal wäre.
Die Erfindung bezweckt, bei Impulskodemodulationssendern der beschriebenen Art eine derartige Aussendung von Synchronisier- und Signalisier-
impulsen zu bewirken, daß diese eindeutig" voneinander und von normalen Gesprächs- oder Musiksignalen od. dgl. unterschieden werden können, wobei außerdem die bei Senderstörungen- erforderliehe Alarmierung in einfacher Weise erfolgen kann,
Gemäß der Erfindung ist durch die Aussendung eines Synchronisierimpulses im Synchronisierintervall eines jeden Signalzyklus die Wiederholungsfrequenz der Synchronisierimpulse gleich der Signalzyklusfrequenz, und es werden zum Signalisieren in einem Signalkanal sämtliche Signalimpulse in den: diesem. Kanal zugeordneten Signalintervallen während der Dauer der Signalisierimpulse unterdrückt.
Das andauernde, z, B-. während mindestens 1A bis ι Sekunde Vorhandensein oder Fehlen von Signalimpulsen, in einem bestimmten Signalintervall ist ein bei gewöhnlichen Signalen als anomal und somit als unzulässig zu betrachtender Betriebszustand von Impulskodemodulationssendern der vorliegenden Art.
Vorzugsweise wird beim vorerwähnten dauernden Vorhandensein von Signalimpulsen in einem bestimmten Signalintervall der betreffende Signalkanal selbsttätig mittels eines Überwachungsrelais ausgeschaltet, das beim Ansprechen den Signalimpulsausgang des betreffenden Gesprächskanals sperrt und z. B. gleichzeitig eine Warn- oder Alarmvorrichtung betätigt. Auf diese Weise wird verhütet, daß ein Signalkanal die Funktion des Synchronisierkanals übernimmt.
Bezüglich der Signalisierung ist es unbedenklich, ob während der Signalisierimpulse von z. B.
40 bis 60 ms Dauer die Signalimpulse in einem bestimmten Signalintervall alle ausgesandt oder unterdrückt werden; die Aussendung1 der Signalimpulse während 40 bis 60 ms könnte jedoch die vorerwähnte Synchronisation auf der Empfangsseite stark beeinträchtigen, was bei Signalisierung durch Unterdrückung von Signalimpulsen nicht der Fall ist.
Wenn die Signalimpulse in einem bestimmten Signalintervall dauernd abwesend sind, z. B-. wäh-
+5 rend mindestens 1U bis 1 Sekunde, wird der betreffende Signalkanal auf ähnliche Weise wie bei dem dauernden Vorhandensein von Signalimpulsen in einem bestimmten Signalintervall selbsttätig ausgeschaltet.
Das Aufsuchen der Synchronisierintervalle an der Empfangsseite bei Anwendung der Erfindung an'der Senderseite, sowie der Gleichlauf des Empfängers können auf bekannte Weise erfolgen.
An Hand der Zeichnung wird die Erfindung im folgenden beispielsweise näher erläutert.
Fig. ι ist ein Zeitdiagramm von Impulsen, die mit einem 9 + i-Kanal-Multiplexsender nach der Erfindung ausgesandt wurden bei Signalübertragung mittels eines i-Einheiten-Kodes;
Fig. 2 zeigt ein teilweise in einem Blockschaltbild dargestelltes Ausführungsbeispiel des zu diesem Zweck nach der Erfindung verwendeten Senders.
Im Zeitdiagramm nach Fig. 1 bezeichnen T1, T2, 7'3 und T4 aufeinanderfolgende Signalzyklen, die in je zehn gleiche Intervalle unterteilt sind Das erste Intervall ist mit 0 bezeichnet und für die schraffiert dargestellten Synchronisierimpulse F01, P02, P03, POi usw. bestimmt. Die übrigen Intervalle in jedem Signalzyklus sind durchlaufend von 1 7" bis 9 numeriert und sind für zu neun verschiedenen Signalkanälen gehörende Signalimpulse bestimmt, in Fig. ι sind vier dem dritten Signalkanal zugeordnete Impulse mit P31, P32, P33 und P34 bezeichnet, wobei bemerkt sei, daß die Impulse P32 und P34 unterdrückt und somit nur durch eine gestrichelte Linie angedeutet sind. Auf ähnliche Wreise sind die dem sechsten Signalkanal zugeordneten Impulse P61J P62 und P63 angedeutet. In den drei dargestellten Signalzyklen T1, T2 und T3 sind die letzteren Signalimpulse stets vorhanden. Zwischen den Signal- und Synchronisierimpulsen besteht in bezug auf Form, Dauer und Amplitude kein Unterschied. Gemäß der Erfindung sind die Synchronisierimpulse an ihrem dauernden Vorhandensein erkennbar, d. h. jeder Signalzyklus enthält einen Synchronisierimpuls in dem mit ο bezeichneten Zeitintervall. Einem bestimmten Signalkanal zugeordnete Impulse, z. B. die zu dem dritten, oder dem sechsten Signalkanal gehörenden Impulse P31 bis P34 bzw. P61 bis P63 sind abhängig von dem im betreffenden Kanal zu übertragenden Signal abwechselnd anwesend und abwesend. Ein im wesentlichen dauerndes Vorhandensein des Signalimpulses in dem zu einem der Signalkanäle gehörenden Signalintervall stellt einen anomalen Betriebszustand dar; in diesem Fall soll der betreffende Signalkanal ausgeschaltet werden, z. B. nachdem in 35 000 aufeinanderfolgenden Signalzyklen dieser Impuls stets vorhanden, gewesen ist, um zu verhüten, daß dieser Signalkanal die. Funktion des Synchronisierkanals (Zeitintervall o) übernimmt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Impulsreihe fallen, sämtliche ausgesandten Impulse mit Impulsen aus einer Reihe äquidistanter Impulse zusammen. Die Wiederholungsfrequenz der Synchronisierimpulse sowie die Signalzyklusfrequenz kann z. B. 50 kHz und die Dauer der ausgesandten Impulse jeweils ι μ$ betragen.
Fig. 2 stellt, teilweise in einem Blockschaltbild, einen Multiplexsender dar, bei dem die ausgesandten Impulse den in Fig. 1 dargestellten Charakter haben. Dieser Sender enthält einen einzigen Synchronisierkanal A0 und neun Signalkanäle A1 bis A9. Von den. Signalkanälen A1 bis A9 ist nur das Blockschaltbild des Kanals Az genauer dargestellt, die übrigen Signalkanäle sind auf ähnliche Weise ausgebildet und einfachheitshalber nicht näher angedeutet.
Der Synchronisierkanal A0 enthält einen kristallgesteuerten Oszillator 10 und einen an diesen angeschlossenen Impulsbilder 11, der Impulse von ι //s mit einer Wiederholungsfrequenz von 50 kHz liefert. Die Impulse werden einem Impulsverstärker 24 und außerdem über eine Leitung 12 einem Verzögerungskabel 13 zugeführt, das aus einer großen
Anzahl von. Teilstrecken zusammengesetzt ist. Die verschiedenen Signalkanäle sind an aufeinanderfolgende Anzapfungspunkte 14 bis 22 dieses Verzögerungskabels angeschlossen, und zwar derart, daß den verschiedenen Signalkanälen in den diesen Kanälen individuell zugeordneten Zeitintervallen ein Impuls zugeführt wird. Entsprechend den in den verschiedenen Kanälen zu übertragenden Signalen werden diese Impulse von den Signalkanälen durchgelassen oder unterdrückt. Die Ausgänge der Signalkanäle sind alle durch eine Leitung 23 parallel geschaltet, mit der auch der Ausgangskreis des im Synchronisierkanal liegenden Impulsverstärkers, 24 verbunden ist. Die den verschiedenen Kanälen entnommenen Impulse treten nacheinander auf, wie in Fig. 1 dargestellt, und werden ,der weiteren Sendeapparatur zugeführt, die z.B. einen Modulator25, einen Trägerwellenoszillator 26 und eine Antenne 27 enthält.
Es folgt eine Beschreibung des Schaltbildes des Signalkanals Az. Die in diesem Kanal zu übertragenden Signale- und Signalisierimpülse, im vorliegenden Fall Gleichstromsignalisierimpulse, werden Eingangsklemmen 28 zugeführt, an die ein Trennkondensator 29 und ein. Signaleingangstransformator 30 angeschlossen sind. Die zu übertragenden Signale steuern über den Eingangstransformator 30 einen Niederfrequenzverstärker 31 und werden also nach Verstärkung einem Differenzbildner 32 zugeführt, dessen Ausgangssparanung . über einen Gleichstromverstärker 33 eine Mischstufe 34 steuert, der außerdem die vom Anzapfungspunkt 16 des Verzögerungskabels 113 stammenden Impulse zugeführt werden. Die Mischstufe 34 ist derart vorgespannt, daß· vom Anzapfungspunkt 16 stammende Impulse nur weitergegeben werden, wenn die Ausgangsspannung des Differenzbildners 32 positive Polarität hat. Bei negativer Polarität dieser Differenzspaninumg treten somit im Ausgangskreis der Mischstufe 34 keine Impulse auf. Der Ausgangskreis der Mischstufe 34 ist mit dem Eingangskreis eines Impulsgenerators 35 verbunden, der jeweils bei der Zuführung eines Impulses einen stark verbreiterten Impuls, liefert, um darauf wieder in die ursprüngliche Gleichgewichtslage zurückzukehren (one-shot-multivibrator). Diese verbreiterten Impulse werden durch die Leitung 36 einem Rückführkreis mit einem Impulsverstärker 37 und einem integrierenden Netzwerk 38 zugeführt. Die Ausgangsspanmung des integrierenden Netzwerkes, wird, ähnlich wie das vom Verstärker 31 stammende, zu übertragende Signal, dem Differenzbildner 32 zugeführt. Dieser Differenzbildner liefert eine Ausgangs spannung mit negativem Vorzeichen, sobald der Augenblickswert der Ausgangsspannung des integrierenden Netzwerkes 38 den Augeniblickswert der Signalspannüng überschreitet; im entgegengesetzten Fall liefert der Differenzbildner 32 eine Ausgangsspannung mit positiver Polarität. Bei positiver Polarität dieser Ausgangsspannung führt die Mischstufe 34 einen vom Verzögerungskabel stammenden Impuls dem Impulserweiterer 35 zu, dessen Ausgangsimpuls die Ausgangsspannung des. integrierenden Netzwerkes 38 um einen bestimmten Betrag steigert. Ist diese Steigerung der Ausgangsspannung des integrierenden Netzwerkes nicht ausreichend, um die Polarität der Ausgangsspannung des D/ifferenzbildners negativ zu machen, so wird beim Eintreffen eines folgenden Impulses vom Verzögerungskabel 13 die Ausgangsspannung des integrierenden Netzwerkes 38 weiter zunehmen, bis letztere Ausgangsspannung praktisch den gleichen Wert wie die dem Differenzbildner 32 zugeführte Signalspannung aufweist. Dies hat zur Folge, daß die Ausgangsspannung des integrierenden Netzwerkes 38 der Signalspannung des Verstärkers 31 im wesentlichen folgt, wobei die vom Impulserweiterer 35 stammenden Impulse somit die Signalspannüng kennzeichnen.
Die im Ausgangskreis des Impulserweiterers 35 auftretenden Impulse werden nicht nur dem Rückführkreis·, sondern auch einem Spannungsteiler 39 zugeführt. Ein Anzapfunigspunkt 40 dieses Spannungsteilers ist über einen Kondensator 41 und einen kleinen Reihenwiderstand 42 mit dem Steuergitter einer Pentode 43 verbunden, die üblicherweise gesperrt ist, unter anderem durch eine Gittervorspannung, die an einem im Steuergitterkreis enthaltenen Kondensator 44 auftritt. Der Kondensator 44 ist einerseits mit der geerdeten Kathode der Pentode und andererseits über einen Reihenwiderstand 45 mit dem Verbindungspunkt des Kondensators 41 und des Reihenwiderstandes 42 verbunden.
Die Bemessung der vorgenannten, im Steuergitterkreis der Pentode 43 liegenden Elemente ist derart, daß die über dem Kopplungskondensator 41 dem Steuergitter zugeführten, erweitertem Impulse die Pentode während ihres Auftretens entsperren. Diese EntSperrung hat das Auftreten eines gewissen Schirmgitterstromes zur Folge, jedoch nicht ohne weiteres das Auftreten von-Anodenstrom in der Pentode. Letzterer tritt nur auf, wenn gleichzeitig am Fanggitter der Pentode gleichfalls positive Impulse auftreten, die über ein Verzögerungsnetzwerk 46 dem Anzapfungspunkt 16 des Verzogerungskabels 13 entnommen werden. Es treten somit am Ausgangswiderstand 47 der Pentode 43 kurzzeitige Impulse auf, jeweils wenn ein vom Anzapfungspunkt 16 des Verzögerungskabels 13 stammender Impuls mit einem im Ausgangskreis des Impulserweiterers 35 auftretender Impuls zusammenfällt. Die Ausgangsimpulse der Pentode 43 werden über einen Kopplungskondensator 48 der Ausgangsklemme 49 zugeführt, die an die samtliehen Kanäle gemeinsame Ausgangsleitung 23 angeschlossen ist.
Hieraus ist ersichtlich, daß im: Kanal A3 vom Anzapfungspunkt 16 des Verzögerungskabels 13 stammende Impulse entsprechend den in diesem Kanal zu übertragenden Signalen weitergegeben oder unterdrückt werden. Die weitergegebenen Impulse treten durch passende Wahl der Verzögerungszeit des Verzögerungskabels 13 zwischen ihrem Eingang und ihrem Anizapfungspunkt 16 innerhalb des dem Kanal A3 zugeordnetem Zeit-
Intervalls auf. Auf ähnliche Weise treten die von den übrigen Signalkanälen stammenden Signalimpulse innerhalb der für sie bestimmten Zeitintervalle zyklisch auf. Die vom Synchronisierkanal A0 stammenden Impulse treten dauernd auf, wobei, um zu verbürgen, daß sämtliche in der gemeinsamen Ausgangsleitung 23 auftretenden Impulse mit Impulsen aus einer Reihe äquidistanter Impulse zusammenfallen, in den Synchronisierkanal A0 und auch in die Signalkanäle ein Verzögerungsnetzwerk 46' bzw. 46 aufgenommen werden muß.
Wie oben erwähnt, werden den Eingangsklemmen 28 des Kanals A3 nicht nur die zu übertragenden Signale, sondern auch Gleichstromsignalisierimpulse zugeführt. Diese Gleichstromsignalisierimpulse führen das Auftreten einer Gleichspannung über den Kondensator 29 während einer Zeit von z. B. 40 bis 60 ms herbei, wodurch ein Signalisierrelais 50 erregt wird. Bei Erregung des Signalisierrelais 50 wird die Verbindung zwischen dem Anzapf ungspunkt 16 des Verzögerungskabels 13 und dem Eingangskreis der Mischstufe 34 und dem Verzögerungsnetzwerk 46 durch Öffnen eines Ruhekontaktes 51 unterbrochen. In diesem Fall werden alle Signalimpulse im Kanal während einer der Dauer eines Gleichstromsignalimpulses entsprechenden Zeit von z. B. 40 bis 60 ms unterdrückt.
Bei der angedeuteten Anordnung des Ruhekontaktes 51 führt ein Signalisierimpuls die Unterbrechung des Rückführkreises herbei, was durch das Auftreten großer Unterschiede zwischen der Signal- und der Rückführspannung unerwünschte Folgen haben kann. Um dies zu verhüten, kann der Ruhekontakt an eine andere Stelle gelegt werden, wie dies bei 51' angedeutet ist.
Mit Rücksicht auf die im folgenden zu beschreibende Überwachungs- und Alarmschaltung des Kanals As soll darauf geachtet werden, daß über die Eingangsklemmen 28 keine Gleichstromimpulse von zu großer Dauer, z. B. von 0,2 bis 0,5 Sek., zugeführt werden können.
Wie vorstehend erwähnt, können normalerweise die Signalimpulse im Kanal As weder dauernd vorhanden noch dauernd abwesend sein. Das Auftreten eines dieser Zustände deutet auf Störungen im betreffendem Signalkanal hin, der dann ausgeschaltet werden soll. Um dies zu erreichen, werden die vom Impulserweiterer 35 stammenden, verbreiterten Impulse über einen den Gleichstrom sperrenden Kopplungskondensator 52 einer Gleichrichterschaltung mit einer Diode 53, einem Parallelwiderstand 54 und einem an diesen angeschlossenen Abflachfilter mit einem Längswiderstand 55 und dem Ausgangskondensator 44 zugeführt. Wenn der Impulserweiterer 35 in einem auf normale Weise von den zu übertragenden; Signalen abhängigen Wechsel Impulse durchläßt und unterdrückt, tritt über den Ausgangskondensator 44 eine dem Steuergitter der Pentode 43 zugeführte negative Gittervorspannung auf, die verhütet, daß der Schirmgitterstrom der Pentode 43 einen hohen Wert annimmt. Wenn jedoch der Impulserweiterer 35 längere Zeit keine Impulse liefert oder wenn er während längerer Zeit stets Impulse liefert, verschwindet die über den Ausgangskondensator 44 auftretende Vorspannung allmählich, und zwar im Verlauf einer Zeit, die von der Größe der Schaltungsteile 52, 54,55 und 44 abhängig ist. Diese Zeit kann z. B. derart gewählt sein, daß, nur wenn der Impulserweiterer35 z.B. während 0,5 bis ι Sek. ununterbrochen Impulse liefert oder unterdrückt, die Ausgangsspannung am Kondensator 44 praktisch auf den Wert ο herabsinkt. Es wird dann infolge des Wegfallens der negativen Steuergittervorspannung der Schirmgitterstrom der Pentode 43 ■einen hohen Wert annehmen, wodurch ein in den Schirmgitterkreis eingeschaltetes Überwachungsrelais 56 anspricht, das für Impulse von einem Kondensator 57 überbrückt ist. Durch Erregung des Relais 56 wird ein Schalter 58 mit Wechselkontakt betätigt. Dies hat die Unterbrechung der Schirmgitterleitunig zur Folge, und es wird außerdem ein Haltekreis des Relais 56 über einen Widerstand 59 und eine Alarmlampe 60 geschlossen. Die Baugruppe des. Kanals A3 ist infolgedessen ausgeschaltet und kann nur durch Unterbrechung des Haltekreises des Überwachungsrelais 56 wieder eingeschaltet werden. Um eine im dieser Baugruppe go auftretende Störung zu beheben, kann sie zeitweise durch eine Reservebaugruppe ersetzt werden.
Es ist nur die Baugruppe des Kanals As beschrieben worden; die übrigen Baugruppen der Kanäle A1, A2, A11 bis A9 können auf ganz ähnliche Weise ausgebildet und untereinander vertauschbar sein.
Es wird einleuchten, daß die Erfindung auch bei auf andere Weise durch Impulskodemodulation durchgeführte Signalübertragung anwendbar ist; es kann z. B. der in Fig. 2 im Kanal A3 dargestellte Impulsmodulator derart ausgebildet sein, daß anstatt der Kennzeichnung der Differenzspannung durch einen i-EinheitenrKode diese Kennzeichnung durch einen Mehreinheitenkode, z. B. einen 3-Einheiten-Kode, stattfindet. In einem solchen Fall wird man im allgemeinen mit einer Überwachungsvorrichtung wie in Fig. 2 dargestellt auskommen, und es wird nicht erforderlich sein, die dann dem betreffenden Kanal zugeordneten drei Signalintervalle gesondert zu überwachen.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    i. Sender zur Mehrkanal-Signalübertragung durch Impulskodemodulation, bei dem zugleich Synchronisier- und Signalisierimpulse übertragen werden und jeder Signalzyklus ein Synchronisierintervall und mehrere in zyklischer Reihenfolge auftretende Signalintervalle umfaßt, in denen Signalimpulse in einem von den zu übertragenden Signalen abhängigen Wechsel vorhanden oder abwesend sind, und sämtliche ausgesandten Impulse gleich sind und mit einzelnen aus einer Reihe äquidistanter Impulse zusammenfallen, dadurch gekennzeichnet, daß
    durch Aussenden eines Synchroniisierimpulses im Synchronisierintervall eines jeden Signalzyklus die Wiederholungsfrequenz der Synchronisierimpulse gleich der Signalzyklusfrequenz ist, und daß· zur Signalisierung in einem Signalkanal alle Signalimpulse in den diesem Kanal zugeordneten Signalintervallen während der Dauer der Signalisierimpulse unterdrückt werden.
    ίο 2. Sender nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einem Signalkanal· zugeführte Signalisierimpulse ein Signalisierrelais steuern, das bei Erregung die Signalimpulse in diesem Kanal unterdrückt.
    3- Sender nach einem der Ansprüche ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Über wachungsrelais angeordnet ist, das an einem Signalkanal angeschlossen ist und beim kontinuierlichen Auftreten von Signalimpulsen in einem diesem Kanal zugeordnetem Signalintervall erregt wird und darauf den Ausgangskreis des betreffenden Signalkanals unterbricht.
    4. Sender nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Überwachüngsrelais angeordnet ist,, das mit einem S ignalkanal verbunden ist und bei kontinuierlicher Abwesenheit von Signalimpulsen in ' einem diesem Kanal zugeordneten Signalintervall erregt wird und danach den Ausgangskreis des betreffenden Signalkanals unterbricht.
    5. Sender nach Anspruch 2 zur Übertragung mehrerer Signale in Zeitmultiplex, bei dem jeder Signalkanal ein Überwachungsrelais und . einen Impulsmodulator enthält, der von einem Rückführkreis mit einem integrierenden Netzwerk und einem Differenzbildner überbrückt ist, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Signalkanal die Erregerwicklung des zugehörigen Überwachungsrelais über einen· Gleichrichter mit dem Ausgangskreis des betreffenden Impulsmodulators gekoppelt ist.
    6. Sender nach Anspruch S, bei dem an den Ausgangskreis des Impulsmodulators ein Impul serweiterer angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die erweitertem Impulse dem Steuergitter einer üblicherweise-gesperrten, mit einem Schirm- und einem Fanggitter versehenen Verstärkerröhre und außerdem über eine den Gleichstrom sperrende Impedanz einem Gleichrichter zugeführt werden, dessen Ausgangsspannung über ein Glättungsfilter als Vorspannung einem Steuergitter der Röhre zugeführt wird, wobei dem Fanggitter Ersatzimpulse zugeführt und die Signalimpulse einem Anodenwiderstand der Röhre entnommen werden und das Überwachungsrelais des betreffenden Kanals in die Schirmgitterleitung der erwähnten Röhre eingeschaltet ist und bei Erregung .die Schirmgitterspannungszuführungsleitung unterbricht und einen Haltekreis schließt.
    7. Sender nach einem der Anspruches bis 6, . dadurch gekennzeichnet, daß das Überwachungsrelais eine Alarmvorrichtung steuert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    ©5707 2.53
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