DE865801C - Verfahren zur Herstellung von Bauwerksskeletten aus Beton oder anderen mineralischen Stoffen und Skelett nach diesem Verfahren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bauwerksskeletten aus Beton oder anderen mineralischen Stoffen und Skelett nach diesem Verfahren

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DE865801C
DE865801C DEW4190A DEW0004190A DE865801C DE 865801 C DE865801 C DE 865801C DE W4190 A DEW4190 A DE W4190A DE W0004190 A DEW0004190 A DE W0004190A DE 865801 C DE865801 C DE 865801C
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Carlos Wets
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    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/18Structures comprising elongated load-supporting parts, e.g. columns, girders, skeletons
    • E04B1/20Structures comprising elongated load-supporting parts, e.g. columns, girders, skeletons the supporting parts consisting of concrete, e.g. reinforced concrete, or other stonelike material
    • E04B1/22Structures comprising elongated load-supporting parts, e.g. columns, girders, skeletons the supporting parts consisting of concrete, e.g. reinforced concrete, or other stonelike material with parts being prestressed

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Bauwerksskeletten aus Beton oder anderen mineralischen Stoffen und Skelett nach diesem Verfahren Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Skeletten, Gerippen od. dgl. aus Beton und ähnlichen mineralischen Stoffen für Gebäude, Industrieanlagen usw. mittels vorfabrizierter, an den Knotenpunkten verbundener und dabei gleichzeitig unter Vorspannung gesetzter Elemente, wodurch bekanntlich auf die Zubereitung des Betons auf der Baustelle sowie auf die Verwendung von Verschalungen verzichtet werden kann. Die Herstellung der Skelette kann viel schneller und billiger durchgeführt werden als bei Anwendung der bis, jetzt im Eisenbetonbau üblichen Verfahren. Es ist bereits bekannt, bewehrte vorfabrizierte Bauelemente unter Verwendung von mineralischen Bindemitteln herzustellen und diese Elemente vorzugsweise durch Schraubenbolzen od. dgl. zu verbinden, welche zumeist an den hervorragenden Bewehrungsenden. angreifen.
  • Bekanntlich haben die Betonbauten durch die Verwendung des Stahlbetons den Charakter von monolithischen Bauwerken erhalten, wobei der an Ort und Stelle zubereitete Beton ebenfalls auf der Baustelle in zu diesem Zweck aufgestellten Verschalungen geformt wird. Der hauptsächliche \-achteil dieser Bauweise besteht darin, daß längere Ausführungszeiten erforderlich sind, einerseits, weil die Stahlbetonherstellung auf der Baustelle selbst in mehrere Arbeitsvorgänge unterteilt werden muß (Herstellung der Verschalung, der Stahlbewehrung und der Betonmischung), und anderseits, weil das Entfernen der Verschalung erst nach Ablauf einer hinreichenden Zeitspanne erfolgen kann, um das Abbinden und Härten des Betons zu ermöglichen. Diese Bauweise wird auch durch die Verwendung einer großen, zur Herstellung der Verschalungen erforderlichen Menge Holz kostspielig.
  • Man hat selbstverständlich versucht, diese Nachteile zu vermindern oder abzustellen durch die Verwendung von vorfabrizierten Bauelementen. So hat man beispielsweise verschiedene Arten von Hourdis oder von verspannten Wandkonstruktionen hergestellt, die zum Einsetzen auf bzw. in ein Skelett aus Stahl oder Stahlbeton oder auf Tragmauern aus Mauerwerk bestimmt waren. Ferner hat man bereits leichte Bauten, wie Garten- und Wochenendhäuser, ganz oder teilweise aus vorfabrizierten Teilen hergestellt. Schließlich ist es .auch bekannt, Gebäude aus Fertigteilen aus Stahlbeton zu errichten, bei denen die einander zugewandten Enden der Bewehrung gegebenenfalls unter Zwischenschaltung anderer Bauteile miteinander zu verschrauben sind, -wobei durch entsprechendes Anziehen der Schraubenbolzen auch eine gewisse Spannung an den Verbindungsstellen bewirkt -werden kann. Wenn es sich aber um schwere oder um mehrstöckige Bauten handelt, so können nach denn heutigen Stand der zur Verfügung stehenden Mittel vorfabrizierte Elemente zur Herstellung eines Skeletts nicht verwendet werden, und zwar infolge der Schwierigkeit, den Knotenpunktverbindungen eine ausreichende Stabilität zu verleihen, so daß sie den an ihnen in verschiedenen Richtungen angreifenden Kräften gewachsen sind.
  • Diese Schwierigkeiten. werden durch die vorliegende Erfindung überwunden. , Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren; bei welchem die vorfabrizierten Elemente an den Knotenverbindungsstellen dadurch untereinander verbunden werden, daß eines oder mehrere der dort endenden Elemente von ihrem dem Knoten entgegengesetzten Ende oder Teil her unter Vorspannung gesetzt -werden, dergestalt, daß gleichzeitig auch die Knoten unter Vorspannung gebracht -werden, wodurch eine bisher bei aus vorfabrizierten Elementen. hergestellten Bauwerken noch nicht erreichte Formfestigkeit erzielt wird.
  • Bei Skeletten zum Beispiel, die aus Säulen oder Balken bestehen, -werden zu diesem Zweck, d. h. um die Knotenpunktverbindungen zwischen Säulen und Balken unter Vorspannung zu bringen, die Säulen unter Vorspannung setzende Zuganker verwendet, wobei diese die Verteilung der Vorspannung auf die Verbindungsstellen bewirken. Bei einer solchen Bauausführung wird der Zuganker, der die Vorspannung auf eine an einen Knoten angrenzende Säule ausübt, über diesen Knoten hinaus verlängert, um die Vorspannung in senkrechter Richtung ebenfalls auf diesen Knoten auszudehnen, und zwar indem der Zuganker den Knoten gänzlich durchdringt oder indem er in zwei oder mehrere Stäbe unterteilt -wird, die den Knoten umfassen. In diesem und in jenem Fall bewirkt die an den Knoten angrenzende Säule die Verteilung der Vorspannung auf den Knoten mittels ihrer-Kontaktfläche mit dem oder den an ihr endenden Balken. Die verschiedenen, an ein und demselben Knoten endenden Balken können anderseits erfindungsgemäß miteinander verbunden werden mittels Schrauben oder sonstiger Vorrichtungen, die eine Verbindung oder eine -waagerechte Vorspannung des Knotens ermöglichen.
  • Wenn die Elemente des Skeletts Balken aus vorgespanntem Stahlbeton (Stahlsaitenbeton) 'sind, so kann man, um den Knoten unter Vo.rs.pannung zu bringen, in vorteilhafter Weise hierzu ein Kupplungsstück verwenden, das zwischen den Zugankern, welche die 'Vorspannung auf die Balken ausüben, unter Spannung steht.
  • Der in einer Säule oder einem sonstigen durchgehenden Teil des Skeletts verwendete Zuganker kann in verschiedene Teilstücke unterteilt werden, wobei jeder Knoten, an dem der Anschluß durch Erzeugung einer Vorspannung hergestellt werden soll, durch und durch von einem Teilstück durchdrungen -wird. Auf diese Weise kann der Bau allmählich vorangetrieben werden. Die Kupplungsstücke, der Teilstücke der Zuganker können Ver-. wendung finden, um die Vorspannung auf bereits angebrachte Teilstücke auszuüben und um das Ende des letzten gespannten Teilstücks vorübergehend zu verkeilen, bevor die Spannung gegebenenfalls von dem nächstfolgenden unter Spannung gesetzten Teilstück aufgenommen wird.
  • D;ie Erfindung ermöglicht es also, Skelette aus Beton nach denselben Konstruktionsprinzipien herzustellen, die bei Stahlskeletten zur Anwendung gelangen, und zwar schneller, sicherer und leichter als- dies bei Stahlskeletten der Fall ist.
  • Gemäß der Erfindung können alle hierzu geeignete Balken oder Säulen verwendet werden. Dieselben werden zuvor in der Werkstatt hergestellt, so daß ihre Ausführung mit Sorgfalt vorgenommen werden, kann. Falls dies gewünscht wird, können sie einzeln unter Vorspannung 'gesetzt werden, entweder in der Werkstatt oder auch auf der Baustelle. Durch das Herstellungsverfahren gemäß der Erfindung erzielt man nicht nur einen beträchtlichen Zeitgewinn, sondern man ist auch in der Lage, sämtliche Zugwirkungen, die in den Säulen und in den Knoten zwischen Balken und Säulen unter der Wirkung von: Biege- und Schermomenten auftreten können, auf ein erträgliches Maß herabzudrücken.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung können die Zuganker gegenüber den durch sie versteiften Elementen in, eine exzentrische Lage gebracht werden, wenn -es sich darum handelt, in diesen Elementen eine Vorspannung in entgegengesetzter Richtung zu der Spannung herzustellen, die die von den Elementen getragene Last an ihnen ausübt.
  • Die Erfindung bietet weiterhin Vorteile, wenn es sich darum handelt, die Gesamtstabilität des Skeletts an einigen Stellen durch Gelenkverbindungsstücke zu vermindern zwecks Vereinfachung der Rechenarbeit, indem an diesen Stellen verkleinerte Kontaktflächen angebracht werden, -wobei die Stabilität des Ganzen weiterhin gesichert bleibt durch den Zug, der von dem Zuganker ausgeübt wird; der dia,Kontaktfläche durchdringt oder in der 1 älie der Kontaktfläche angebracht ist.
  • Zur Erläuterung der Erfindung werden einige Ausführungsbeispiele an Hand der Zeichnung beschrieben. _ Im einzelnen zeigt Fig. i einen schematischen Vertikalschnitt durch das Skelett eines Baues, Fig.2 in einem größeren Maßstab einen senkrechten Schnitt durch eine Säule gemäß Linie II-II der Fig. 3, Fig. 3 einen Horizontalschnitt gemäß Linie III-III der Fig. 2, Fig.:I einen Horizontalschnitt gemäß Linie IV-IV der Fig. 2, Fig. 5 eine Abart der Anordnung gemäß Fig. 2 als Schnitt gemäß Linie V-V der Fig. 6, Fig. 6 einen Schnitt gemäß Linie VI-VI der Fig. 5, Fig. 7, 8 und 9 Varianten der Anordnung gemäß Fig. i, Fig. io. und i i waagerechte Schnitte von Knoten mit längs und quer verlaufenden Balken, Fig. 12 und 13 Ausführungsbeispiele von .Kupplungsmuffen in einem größeren Maßstab und Fig. 14 eine Abart der Anordnung gemäß Fig. s. Bei dem Bauskelett, von dem Fig. i einen Vertikalschnitt darstellt, sind die Säulen mit i, die längs verlaufenden Ballten mit 2 und die querverlaufenden Balken mit 3 bezeichnet. A sind Knotenpunkte, in welchen sich gleichzeitig längs und quer verlaufende Ballten auf den Süuleri abstützen, und B sind Knotenpunkte, in welchen sich ausschließlich längs verlaufende Balken auf den Säulen abstützen. In dieser Figur ist absichtlich auf die Darstellung des eigentlichen füllenden Mauerwerks. verzichtet, dessen Verbindung mit den Balken auf jede beliebige, an -sich bereits bekannte Weise erfolgen kann.
  • Eine Säule mit Knotenpunkten B ist in einem größeren Maßstab als Vertikalschnitt in Fig. 2 und als Horizontalschnitt in Höhe der Linien III-III und IV-IV in den Fig.3 und 4 dargestellt. Die gleichzeitige Vorspannung der Säulen i und der Knotenpunkte B wird durch den Zuganker q. bewirkt, der sich auf die Gesamthöhe des Gebäudes erstreckt und aus mehreren Elementen besteht, die mittels der Kupplungsmuffen 5 miteinander verbunden werden.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel wird jeder Knotenpunkt B entsprechend dem Stand der Bauarbeiten gleichzeitig mit der über ihm befindlichen Säule i unter Vorspannung gebracht. Zu diesem Zweck wird der Zuganker A gerade über der Ebene A" (v-1. Fig. 2) unterbrochen, und das Teilstück des Zugankers endet mit dem Rotationslt5rper 6 von konischem Querschnitt. Selbstverständlich könnten an Stelle dieser konischen Verbreiterung ein mit einem Gewinde versehenes Ende oder irgendwelche andere Mittel verwendet werden, die die Herstellung einer festen Verbindung mit dem anschließenden Teilstück des Zugankers mittels einer Kupplungsmuffe ermöglichen.
  • Während der Aufstellung der Säule erfüllt jede Muffe 5 nacheinander folgende Aufgaben: a) Sie ermöglicht die Verbindung des Zugankers mit dem Angriffsorgan einer Vorspannvorrichtung, mit der der Zuganker vorgespannt wird; b) sie ermöglicht die vorübergehende Verkeilung des gespannten Zugankers, indem ihr die Rolle eines Haltebolzens nach Einführung der Keile io zufällt, welche die Vorspannung des Zugankers aufrechterhalten; c) sie stellt die Verbindung her zwischen einem Teilstück des Zugankers mit dem nächsthöher gelegenen.
  • Für die Anbringung der Kupplungsmuffe ist in der Säule direkt unter jedem Knoten eine entsprechende Vertiefung vorgesehen, die sich längs der gesamten Höhe der Säule in Form der Nut 8 und anderseits durch die Aussparungen 9 am Ende der Ballten 2, welche auf die Säule zu liegen kommen, entlangzieht. Nachdem der Zuganker vorgespannt worden ist, werden die Vertiefung 7 und Nuten 8 mit Zementmörtel ausgefüllt, um den Zuganker gegen Oxydation zu schützen.
  • Wenn die Knotenpunkte B Bestandteile eines Windverbandes sind, der dem Gebäude die erforderliche Sicherung gegen Einsturz verleihen soll, dann wird die Vorspannung des Knotens in verschiedenen Achsrichtungen, erzeugt, z. B. unter der Wirkung waagerechter Zuganker, welche die einzelnen dort endenden Balken 2 verbinden. Diese Zuganker bestehen entweder aus den Bolzen i i. durch welche die Enden der Balken miteinander verbunden werden, oder aus sehr widerstandsfähigen Stahldrähten, die durch Veränderung ihres ursprünglich gradlinigen Verlaufs gespannt werden, oder aus irgendeiner anderen Vorrichtung, mit welcher eine Verbindung oder eine waagerechte Vorspannung der Knoten erzeugt «erden kann.
  • Um den unteren Innoten, mittels welchem die Säulen sich auf dem Fundament abstützen (Fig. 2), kann man das untere Ende des Zugankers in einen ausgehöhlten Spezialblock 12 einführen, der unterhalb der Fundamentsebene in den Boden. eingelassen ist. Diesem Block fällt die Aufgabe zu, dieWirkung des Zugankers auf die Unterseite des Knotens zu verteilen. Seine Höhe kann auf ein Mindestmaß beschränkt werden, indem man zu diesem Zweck ein stahlbewehrtes Element verwendet. Der Block 12 ruht auf einem Bloch 13, der die zur Aufnahme der Ankerköpfe notwendige Aussparung 7 schließt und die Metallteile gegen Korrosion schützt.
  • Der obere Knoten des, Baues kann in ähnlicher Weise unter Vorspannung gebracht werden, indem auf die oberen Ballten ein gegebenenfalls bewehrtes Säulenelement 14 aufgesetzt wird, das eine gute Verteilung der Vorspannung des nächstunteren Knotens bewirkt. Das Element 1:l. kann mit einem Block 15 abgedeckt werden, der die Metallteile gegen Korrosion schützt.
  • Bei dem in den Fig. 2, 3 und .I dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Säulen und Knotenpunkte mittels zweier Zuganker 4., die beide je in einer längs der Säulen verlaufenden Nut untergebracht sind, unter Vorspannung gebracht.
  • Wenn man die Vorspannung mittels eines einzigen Zugankers erzeugen will, der in diesem Fall in der Mitte der Säule angeordnet ist, wird die Kupplungsmuffe oberhalb der Ebene der unter Vorspannung zu bringenden Säule in der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Weise angebracht, um das Einführen der bereits oben erwähnten Keile zu ermöglichen.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 ist angenommen, daß auf der Höhe eines Stockwerkes die Säulen in mehrere Teile zerlegt wurden, um sie leichter an Ort und Stelle bringen zu können. Dabei erfolgt das Spannten des Zugankers in Höhe der Linie N-N und setzt gleichzeitig den Knotenpunkt B sowie die an ihn angrenzenden Säulenteilstücke unter Vorspannung. Die Vertiefung 7 ist hier in dem Säulenelement angebracht, das aufgestellt wird, .nachdem der Knoten B unter Vorspannung gebracht worden ist, und kommt über die Muffe 5 zu liegen. Bei einer solchen Ausführungsart, bei welcher die Säule in Elemente mit Zentralhöhlungen zerlegt wird, müssen diese Elemente selbstverständlich über den Zuganker geschoben werden, nachdem letzterer in die Muffe eingeführt worden ist.
  • Die Fig. 7, 8 und 9 stellen mehrere Beispiele von in Teilstücke zerlegten Säulen dar, die von dem Modell nach den Fig. i und 2 in bezug auf die Höhenebene abweichen, in welcher die Muffen eingeführt werden und die Vorspannung erzeugt wird.
  • Wie schon dargelegt, stellen die Fig. i und 2 einen Bau mit Säulen aus. einem Stück in Höhe eines Stockwerkes dar. Die Muffen 5 sind unterhalb der Balkenebene eines jeden Stockwerkes angebracht und sind in Höhlungen untergebracht, die die unter Vorspannung zu setzende Säule aufweist. Jeder Knotenpunkt wird gleichzeitig mit der nächsthöheren Säule unter Vorspannung gebracht.
  • Die Fig. 5 und 7 stellen einen Bau mit über die Höhe eines Stockwerkes in Teilstücke zerlegten Säulen dar. Der Knotenpunkt B wird gleichzeitig mit dem Element ci der SäuleB' unter Vorspannung gebracht. Die Vertiefung 7' zur Unterbringung der Muffe befindet sich am Teilstück a'. Der Knotenpunkt B" wird gleichzeitig mit dem Element cä' der Säule i" unter Vorspannung gebracht, aber die Vertiefung 7 befindet sich am Ende b" der Säule i".
  • Fig: 8 stellt einen Bau mit auf die Höhe eines Stocknverkes in Teilstücke zerlegten Säulen dar (die Säulen können ebenso ganz belassen werden), wobei die Vertiefung 7 zur Unterbringung der Muffe nicht in den Elementen der Säule, sondern an den Balkenenden angebracht ist, die auf den Säulen aufliegen.
  • Fig. 9_ stellt einen Bau mit auf die Höhe eines Stockwerkes in Teilstücke zerlegten oder auch nicht zerlegten. Säulen dar, wobei die Säulen und Knoten nur in jedem zweiten Stockwerk unter Vorspannung gebracht werden. Tatsächlich erfolgt- das -Vorspannen der Säulen i' und i" sowie der Knoten B' und B" auf der Höhe des unteren Randes des Knotens B"'.
  • Selbstverständlich kann man sich damit begnügen, das Verspannen erst nach Erstellung einer beliebigen Stockwerkszahl vorzunehmen, sofern man über Zuganker von genügender Länge verfügt und die Stabilität des Skeletts während der- Bauausführung gesichert ist.
  • Die Fig. io und ii stellen Horizontalschnitte von Knotenpunkten, wie z. B. A (Fig. i), mit längs verlaufenden Balken 2 und quer verlaufenden Balken 3 dar. Bei Fig. io wird die Vorspannung durch einen zentralen Zuganker erzeugt, bei Fig. i i durch vier Zuganker, wobei die Enden der Balken2 und 3 entsprechend geformt sind. Selbstverständlich könnte die Vorspannung auch durch zwei Zuganker bewirkt werden, wobei die Balken mit Nuten zum Durchlaß der Zuganker zu versehen wären.
  • Die Bolzen i i dienen zur Erzeugung einer waagerechten Vorspannung und bewirken einen vervielfachten Druckzustand im Knoten. Man kann auf sie verzichten, wenn eine absolute Starrheit des Knotenpunktes nicht erforderlich ist. Falls dies, gewünscht wird, kann an Stelle der Bolzen irgendeine andere zum Verbinden oder Verspannen dienende Vorrichtung benutzt werden.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich, nehmen die Bolzen i i gegenüber den durch sie verbundenen Balken 2 eine exzentrische Lage ein, weil es von Vorteil ist, sie in die Zone zu verlegen, wo die Verbindung auf Zug beansprucht wird, also entweder oberhalb der Achse der Balken 2" wenn dieselben auf ihren Enden aufliegen, oder unterhalb der Achse, wenn sie in ihrer ganzen Länge aufliegen, wie dies bei den Fundamentballten 2' (Fig. 2) der Fall ist. Die Zuganker 4 können auch exzentrisch zu deii Säulen angebracht werden, wenn dieselben einseitigen oder unsymmetrischen Belastungen ausgesetzt sind.
  • Anderseits ist es selbstverständlich, daß all das, was bezüglich der Fig.2 bis 9 gesagt wurde, sich auch auf Knotenpunkte mit längs und quer verlaufenden Ballten bezieht.
  • Was die Form der verwendeten Ballten anbetrifft, so können sämtliche übliche Balken, selbst solche aus Stahlbeton, bei dem oben beschriebenen Verfahren verwendet werden, aber es ist selbstverständlich, daß sich vom wirtschaftlichen Standpunkt aus hierzu am besten die ein besonders geringes Gewicht aufweisenden Stahlsaitenbetonbalken eignen.
  • Die feste Verbindung zwischen den Elementen, die die Zuganker bilden, wird durch die Verwendung von Kupplungsmuffen bewirkt, von denen zwei Ausführungsbeispiele in, den Fig. 12 und 13 dargestellt sind. Bei Fig. 12 bestehen dieElemente 4 aus Rundstäben, deren Enden 6 kegelstumpfartig verbreitert sind. Das Einführen dieser verdickten Enden 6 in die Muffe 5 und das nachträgliche Festkeilen des Zugankers- in der Muffe wird durch Keile 16 bewirkt, die in verschiedene Teilstücke unterteilt sind, um sie in die Muffe 5 einbringen zu können. Bei Fig. 13 ist die Muffe als Spannschloß ausgebildet und innen mit gegenläufigen Gewinden versehen, in welche die mit Gewinde versehenen Enden 6' der Stäbe 4 festgeschraubt werden.
  • Fig. 14 zeigt bei einer Säule gemäß der Erfindung die Anordnung eines Gelenkes auf einer vorgegebenen Höhe, das den Zweck hat, die Überstabilität des Skeletts herabzumindern. Der in der Säule i eingeschaltete Block 17 ist mit einem `orsprung i8 von geringer Breite versehen, der eine (jelenkstelle bildet. Er kann aus Beton oder irgendeinem anderen druckfesten Material hergestellt sein. Durch seine Vermittlung wird die Vorspannung der Säule auf den Knotenpunkt übertragen.
  • Die aus aufeinandergesetzten "Peilstücken bestehenden Säulen können nicht nur aus Beton, sondern auch aus irgendwelchem druckfesten Material hergestellt werden, wie Klinker, Naturstein, Kunststein, Holz od. dgl.
  • Die Erfindung ist keineswegs auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sei es hinsichtlich der Anwendungsmöglichkeiten des Verfahrens der vorliegenden Erfindung, I sei es hinsichtlich der für die Balken, Säulen und dieZuganker verwendbarenMaterialien.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Bauwerksskeletten aus Beton oder anderen mineralischen Stoffen, die aus vorfabrizierten und an den Knotenstellen miteinander verbundenen Elementen bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die vorfabrizierten Elemente (1,2) an den Knotenpunktverbindungsstellen (A, B) od. dgl. dadurch fest miteinander verbunden werden, daß ein oder mehrere der dort endenden Elemente von ihrem dem Knotenpunkt entgegengesetzten Ende oder Teil her dergestalt unter dauernde Vorspannung gesetzt werden, daß gleichzeitig auch die Knotenpunkte unter Vorspannung gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i zur Herstellung von aus Säulen und Balken bestehenden Skeletten, dadurch gekennzeichnet, daß ein und derselbe Zuganker (4) die Säulen (i) und Verbindungsknoten (B) zwischen den Säulen (i) und Ballten (2) unter Vorspannung setzt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Säulen (i) aus auf die Höhe eines Stockwerkes aufeinandergesetzten Teilstücken bestehen.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der sich auf die Gesamthöhe des Gebäudes erstreckende Zuganker (:4) aus Teilstücken besteht, die mit dem Baufortschritt der Säule (i) angesetzt werden, und jedes neue Teilstück mit dem nächst unterhalb gelegenen Teilstück des Zugankers durch eine Kupplungsmuffe (5) verbunden wird, die das obere Ende des neuen Zugankerteilstücks auf dem Säulenteilstück derart abstützt, daß letzteres gleichzeitig mit dem unterhalb angrenzenden Knotenpunkt unter Vorspannung gesetzt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung gleichzeitig für die Knotenpunkte (B) und Säulen (i) von zwei oder mehr Stockwerken erzeugt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsmuffen (5) so ausgebildet werden, daß sie nacheinander als Verbindung zwischen dem Zuganker (4.) und dem Angriffsorgan einer Vorspannungsvorrichtung dienen können, mit welcher der Zuganker (4) vorgespannt wird, und welche auch die vorübergehende Verkeilung des gespannten Zugankers (4) und dann die Verbindung zwischen einem Teilstück des Zugankers mit dem nächstfolgenden ermöglichen.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen an dem Knotenpunkt (B) zusammenlaufenden Ballten (2) mittels Bolzen (i i) od. dgl. verbunden werden, die die Balken (2) an der Zusammenlaufstelle miteinander verankern und den Knotenpunkt unter eine horizontale Spannung setzen. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuganker (4) oder sonstige eine Vorspannung ausübende Organe dort exzentrisch angebracht werden, wo durch die Belastung ein dieser Spannung entgegengesetzter Zug ausgeübt wird. g. Nach dem Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 8 hergestelltes Bauskelett oder ähnliche Konstruktion, dadurch gekennzeichnet, daß die Säulen (i) oder Säulenteilstücke Aussparungen (7) und durchgehende Bohrungen (8) aufweisen zur Aufnahme der Zuganker (4) und ihrer Kupplungsstücke (5). io. Skelett nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammenstoßstelle einer Säule (i) oder eines Säulenteilstücks mit dein Knotenpunkt (B), durch welche oder durch welches die Vorspannung auf den Knotenpunkt übertragen wird, einen gegenüber der Säule oder deren Teilstück verminderten Querschnitt aufweist.
DEW4190A 1944-11-03 1950-10-03 Verfahren zur Herstellung von Bauwerksskeletten aus Beton oder anderen mineralischen Stoffen und Skelett nach diesem Verfahren Expired DE865801C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091312B (de) * 1955-04-09 1960-10-20 Dyckerhoff & Widmann Ag Kuehlturm

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1091312B (de) * 1955-04-09 1960-10-20 Dyckerhoff & Widmann Ag Kuehlturm

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