DE861920C - Verfahren zur Verguetung von Holzfaserhartplatten - Google Patents
Verfahren zur Verguetung von HolzfaserhartplattenInfo
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- DE861920C DE861920C DEH7312A DEH0007312A DE861920C DE 861920 C DE861920 C DE 861920C DE H7312 A DEH7312 A DE H7312A DE H0007312 A DEH0007312 A DE H0007312A DE 861920 C DE861920 C DE 861920C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27N—MANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
- B27N7/00—After-treatment, e.g. reducing swelling or shrinkage, surfacing; Protecting the edges of boards against access of humidity
- B27N7/005—Coating boards, e.g. with a finishing or decorating layer
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Description
- Verfahren zur Vergütung von Holzfaserhartplatten Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur Vergütung von Holzfaserhartplatten. Es besteht in der Herstellung einer Verbundplatte durch Aufbringen einer Folie aus beliebigem Holz auf die Oberfläche der Hartplatte.
- in der Technik ist es ganz bekannt, Holzfurniere aller Art, darunter auch sehr dünne Folienfurniere, die fast keine -mechanische Festigkeit besitzen, auf Träger aufzubringen, wie z. B. Pappe, Papier, Sperrholz u. dgl. Die Furnierfolien werden auf großer Breite und Länge mit diesen Trägern verleimt.
- Daher lag es im Bereich fachmännischen Könnens, solche Folien aus Furnierholz auch auf die Oberfläche von Holzfaserhartplatten aufzubringen, d. h. mit anderen Worten, eine Verbundplatte herzustellen. Hierzu hat sich als eine besonders zweckmäßige Arbeitsweise erwiesen, das Folienfurnier und eine endlose Leimfolie gemeinsam auf die Oberfläche der Hartplatte auflaufen zu lassen und dann unter einer Presse mittels Druck und Hitze .die Folie glatt, sauber und festhaftend mit der Oberfläche der Hartplatte zu verbinden. Dieses Arbeitsverfahren ist zur Herstellung anderer Verbundplatten bereits vorgeschlagen worden und gestättet gerade bei dünnen Folienfurnieren, auf die sich die Erfindung bezieht, eine besonders schnelle Arbeit. Soweit bekannt, ist diese kontinuierliche Aufwalzung von sehr dünnen Holzfolienfurnieren unter Einlegung einer Leimfolie auf Holzfaserhartplatten noch nicht bekanntgeworden.
- Die wesentliche Erkenntnis der Erfindung beruht jedoch darin, während dieser Herstellung der Verbundplatte oder ansabließen.d an .ihre Herstellung die furnierte Oberfläche der Verbundplatte mit einer Schicht eines an sich bekannten säure- und feuerfesten sowie kratzfesten Lackes zu überziehen. Es hat sich herausgestellt, daß. dieser Lack, wenn er auf die furnierte Oberfläche der vom Verbundverfahren noch.warmen bis heißen Oberfläche auf--getragen wird, sich nicht nur in einfachster Weise völlig gleichmäßig verbreitet, sondern daß, er auch in das Furnier sehr tief eindringt. Es läßt sich in mikroskopischen Schliffbildern nachweisen, daß der Lack überwiegend das Folienfurnier völlig durchtfänkt und sich mit der Zwischenschicht, d. h. also der Leimfolie, verbindet. Es war nicht vorauszusehen, daß gerade bei der Anwendung eines säure-und feuerfesten Lackes eine derart durchdringende und ver@estigendeTränkung erreicht werden würde. Trotz dieses tiefen Eindringens in die Schicht wird die Oberfläche der Lackschicht spiegelblank, d. h. selbst bei beliebiger Schrägbeleuchtung ist es nicht möglich, die geringsten Abbeugungen innerhalb eines reflektierten Strahlenbündels festzustellen.
- Für die Ausübung dieses Verfahrens eignen sich praktisch alle Holzarten, aus denen sich solche Folienfurniere herstellen lassen. Offenbar besteht der wirkungsmäßige Zusammenhang, je dünner das Furnier, desto größer seine Kapilaren und desto dünner die Membranen, die das eigentliche Holzgerüst überspannen, desto geringer wird auch der Widerstand, den diese Schicht der Durchdringung einerseits von der Leimseite, anderseits von der Lackseite her entgegensetzt, so daßr sich gerade bei der Anwendung sehr dünner Folienfurniere eine fast völlige:Dürchtränkung mit Kunstharzen ergibt.
- Als besonders wirksam sowohl für die gleichmäßige Trocknung der Lackschicht als auch für die Durchtränkung hat sich die an sich bekannte Bestrahlung mit ultraviolettem Licht bewährt, die aber dennoch im vorliegenden Fall wiederum eine besondere Tiefenwirkung hat, als sie die völlige Durchtränkung der Holzfurnierfolien durch den Lack befördert und gleichmäßiger macht.
- Als Ergebnis entsteht eine in hohem Maß veredelte Platte beliebiger Größe als neuer Werkstoff, -der bei den .meisten Benutzungsarten von einer massiven Edelholzplatte nicht zu unterscheiden ist, ja sehr viel wertvoller, nämlich mechanisch und chemisch beständiger ist als diese.
- Die Ergebnisse des erfindungsgemäßen Verfahrens können daher für Tischlerarbeiten in Verbindung mit anderen hochwertigen Hölzern zu geschmacklich und technisch gleich hochwertigen Erzeugnissen verarbeitet werden.
- Im allgemeinen genügt es, eine, nämlich die glatte Oberfläche der Holzfaserhartplatte mit dem Folienfurnier und der verkittenden Hartlackschicht zu versehen. Es hat sich jedoch herausgestellt; daß es durchaus auch möglich ist, die etwas rauhere (Siebseite) Unterseite der Holzfaserhartplatten mit dem Furnier äuflerst sauber und fest zu verbinden. In diesem Fall entstehen Holzfaserhartplatten, die auf der einen Seite ein Furnier tragen und auf der anderen Seite ihre normale glatte Hartplattenoberfläche zeigen. Schließlich kann man z. B. für Türfüllungen und edle Holzarbeiten Doppelverbundplatten herstellen, die auf beiden Seiten eine gleiche oder eine verschiedene Holzfurnierfolie tragen, d. h. also unlöslich mit einer solchen Folie belegt sind.
- Eingehende Versuche haben erwiesen, daß man solche Platten wie richtige Holzplatten bearbeiten kann. Beim Sägen, Feilen, Fräsen und sonstigen mechanischen Bearbeiten splittert die aufgelegte Folie nicht im geringsten. Es ist kaum mit Gewalt möglich, kleine Splitter dieser Folie von der sie tragenden Holzfaserhartplattenoiberfläche.abzulösen.
- Der Vorteil der E,rfrndung besteht also darin, Holzfaserhartplatten für sehr viele technische Anwendungen für die ganze Dauer ihrer Haltbarkeit das Aussehen und die guten Eigenschaften eines sehr wertvollen Holzes zu verleihen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Verbundplatten aus Holzfaserhartplatten, dadurch gekennzeichnet, daß, vorzugsweise im ununterbrochenen Arbeitsgang Bahnen @ von Holzfurnierfolie unter Einrollen von Leimfvlmbahnen unter Druck und Hitze mit der Oberfläche von Holzfaserhartplatten verbunden und zur Festigkeit dieserVerbindung das Furnier von seiner.Oberfläche her mit einer ,gleichmäßigen dicken Schicht eines säure- und hitzebeständigen Lackes versehen wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß-Holzfaserhartplatten in einem Arbeitsgang beiderseitig mit Folienfurnieren verbunden und diese mit einer säure- und hitzebeständigen sowie kratzfesten Lackschicht -getränkt werden. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die beiden Seiten einer Holzfaserhartplatte zwei verschiedene Folienfurniere aufgebracht werden. 4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtränkung des Folienfurniers durch Infrarottrocknung gefördert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH7312A DE861920C (de) | 1951-01-23 | 1951-01-23 | Verfahren zur Verguetung von Holzfaserhartplatten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH7312A DE861920C (de) | 1951-01-23 | 1951-01-23 | Verfahren zur Verguetung von Holzfaserhartplatten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE861920C true DE861920C (de) | 1953-01-08 |
Family
ID=7145026
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH7312A Expired DE861920C (de) | 1951-01-23 | 1951-01-23 | Verfahren zur Verguetung von Holzfaserhartplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE861920C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2501101A1 (fr) * | 1981-03-03 | 1982-09-10 | Iv Ker Epitoipari Szovetkezet | Produit utilisable dans l'industrie du meuble ou l'industrie de la construction, de preference pour un revetement de surfaces, procede et machine pour sa fabrication |
-
1951
- 1951-01-23 DE DEH7312A patent/DE861920C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2501101A1 (fr) * | 1981-03-03 | 1982-09-10 | Iv Ker Epitoipari Szovetkezet | Produit utilisable dans l'industrie du meuble ou l'industrie de la construction, de preference pour un revetement de surfaces, procede et machine pour sa fabrication |
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