DE855752C - Verfahren zur Regenerierung der aus einem Schwefelwasserstoff-Reinigungsprozess stammenden alkalischen Waschloesung - Google Patents

Verfahren zur Regenerierung der aus einem Schwefelwasserstoff-Reinigungsprozess stammenden alkalischen Waschloesung

Info

Publication number
DE855752C
DE855752C DEK6671A DEK0006671A DE855752C DE 855752 C DE855752 C DE 855752C DE K6671 A DEK6671 A DE K6671A DE K0006671 A DEK0006671 A DE K0006671A DE 855752 C DE855752 C DE 855752C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
regeneration
air
negative pressure
gas
hydrogen sulfide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK6671A
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert A Gollmar
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beazer East Inc
Original Assignee
Koppers Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Koppers Co Inc filed Critical Koppers Co Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE855752C publication Critical patent/DE855752C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/12Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors
    • C10K1/122Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors containing only carbonates, bicarbonates, hydroxides or oxides of alkali-metals (including Mg)
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/10Process efficiency
    • Y02P20/129Energy recovery, e.g. by cogeneration, H2recovery or pressure recovery turbines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Regenerierung der aus einem Schwefelwasserstoff-Reinigungsprozeß stammenden alkalischen Waschlösung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen verbesserten KreisprozeB zur kontinuierlichen Entfernung von Schwefelwasserstoff aus Gasgemischen.
  • Es ist bekannt, den Schwefelwasserstoff aus den Gasen zu entfernen, indem man eine Alkalilösung mit dem Gas in Berührung bringt und die Alkalilösung nacheinander eine Absorptions- und Regenerierstufe durchlaufen läßt. Dieses Verfahren ist vor allem bei Heiz- oder Brenngasen, insbesondere Koksofengas, üblich. Die Regenerierung der angereicherten `Waschlösung aus der Absorptionsstufe wird in einer Regeneriersäule vorgenommen, indem man der G\'aschlö,sung einen ,Luftstrom aus einem Gehläse entgegenführt, wobei die Luft die schwach sauren Bestandteile aus der Waschlösung freimacht, insbesondere den Schwefelwasserstoff.
  • Das Gemisch aus Luft und den schwach sauren Gasen aus der Regenerierstufe wurde entweder in die Luft abgelassen oder zur Ausnutzung seines Heizwertes als Heizgas für Dampfkessel, Generatoren oder Koksöfen verwendet. Wegen der Geruchsbelästigung kann aber das Luft-Schwefelwasserstoff-Gemisch aus der Regenerierstufe nicht überall in die freie Luft abgelassen werden. Obwohl das bekannte Gasreinigungsverfahren mit verhältnismäßig einfachen Einrichtungen auskommt und billig durchzuführen ist, so kann man es überall da nicht anwenden, wo nicht genügend Einrichtungen zur Verbrennung des Luft-Schwefelwasserstoff-Gemisches in unmittelbarer Nähe der Gäsreinigungsanlage zur Verfügung stehen.
  • Nach einem anderen Vorschlag wird die Regenerierung der aus einem Schwefelwasserstoff-Reinigungsprozeß stammenden Waschlösung in der Weise vorgenommen, daß aus der Waschlösung durch Wärmezufuhr Dämpfe entwickelt werden, wobei sich die Regenerierung bei Unterdruck vollzieht, um einen im Vergleich zur Waschlösung hohen Partialdruck des Schwefelwasserstoffs zu erzielen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Vorteile der Regenerierung der Waschlösung mit Luft unter gewissen Bedingungen auch in solchen Bezirken erzielen kann, in denen nur eine beschränkte Möglichkeit für die Verbrennung des ,Luft-Schwefelwasserstoff-Gemisches besteht. Es hat sich gezeigt, daß es möglich ist, eine Regeneriereinrichtung so zu betreiben, daß eine viel größere Menge Gas von Schwefelwasserstoff befreit werden kann, ohne mehr als nur die gerade vorhandenen Einrichtungen für die Schwefelwasserstoffverbrennung zu benötigen.
  • Ziel der Erfindung ist deshalb ein Gasreinigungsverfahren, welches zur Regenerierung der angereicherten bVaschlösung nur eine kleine Menge Luft benötigt.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist ein Verfahren, durch das die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Gasreinigungsanlagen zur Entfernung von sauren Bestandteilen aus Gasen mit Hilfe einer alkalischen Waschflüssigkeit gesteigert werden kann.
  • Schließlich ist noch Gegenstand der Erfindung ein Gasreinigungsverfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus Gasen mit Hilfe von alkalischen Waschlösungen, bei dem nur ein Minimum an festen Salzen entsteht. Das Wesen der neuen Erfindung liegt, kurz gesagt, in folgendem: Die Regeneriersäule einer Gasreinigungsanlage, die auf dem Naßreinigungsverfahren für Koksofengas beruht, weist einen Unterdruck auf, der etwa o,6 Atm. absolut beträgt. Die Gasreinigungskapazität der Anlage wird dadurch erhöht, daß infolge des Unterdrucks eine größere Menge Luft nunmehr durch die zu regenerierende Lösung geführt werden kann und daß aber trotzdem ein Luft-Schwefelwasserstoff -Gemisch entsteht, dessen Volumen nach der Cherführung auf Normaldruck wesentlich kleiner ist, als bei Nichtanwendung von Unterdruck. Der Unterdruck, der die Vorteile der Erfindung zutage treten läßt, ist als wesentlicher Bestandteil der Erfindung absichtlich herbeigeführt und nicht etwa dadurch erreicht, daß, wie es früher üblich war, ein die Luft durch die Lösung ziehender Ventilator einen nicht nennenswerten Unterdruck (Sog) in der Regenerierzone bewirkt. DieseLuftansaugung durch einen Ventilator ruft nämlich eine geringfügige Oberflächenverdampfung hervor, so daß das sowieso schon geringfügige Vakuum sofort wieder verschwindet und keine nennenswerte Erhöhung der Verdampfung an Waschflüssigkeit eintritt.
  • In der Abbildung und der nachfolgenden Beschreibung ist das erfindungsgemäße Verfahren an einem schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert.
  • Die Reinigung des Gases findet im Wascher i statt, der gemäß den bekannten Gas-Flüssigkeits-Kontaktapparaten geballt und hier vorzugsweise als mit Füllkörpern versehener Waschturm vorgesehen ist. Das zu reinigende Gas wird durch die Leitung 2 unten in den Wascher eingeführt und strömt in dem Wascher aufwärts einer niederfließenden alkalischen Lösung, z. B. Sodalösung, entgegen. Die Sodalösung hat absorbierende Eigenschaften in bezug auf Schwefelwasserstoff und andere schwachsaure Bestandteile und wird in einer solchen Menge angewandt, daß alle sauren Bestandteile aus dem Gas entfernt werden, ohne daß die Waschlösung mit diesen gesättigt wird. Die Waschlösung wird bei 3 dem Wascher zugeführt, und das gereinigte Gas verläßt den Wascher durch die Leitung4.
  • Die sich am Bodendes Waschers i ansammelnde Waschlösung wird mittels Pumpe 5 durch die Leitung 6 dem Regenerierturm 7 zugeführt, der ähnlich wie der Wascher i mit einer Füllung versehen und ausreichend stabil ist, um einen gewissen Unterdruck auszuhalten. Die angereicherte Waschlösung fließt _in dem Regenerierturm 7 einem Luftstrom entgegen, wobei im Regenerierturm ein Unterdruck herrscht, der einem absoluten Druck von o,63 Atm. entspricht. Die Temperatur der bei 8 eingeblasenen Luft entspricht der üblichen Außentemperatur. Durch die Belüftung der angereicherten Waschlösung unter den angegebenen Bedingungen wird praktisch der ganze Schwefelwasserstoff aus der Waschlösung entfernt. Die so regenerierte Waschlösung wird bei 9 aus dem Re,generierturm 7 abgezogen und mittels Pumpe 9 durch Leitung 3 dem Wascher wieder zugeführt.
  • Die Belüftung einer angereicherten Alkaliwaschlösung mit ,Luft von Außentemperatur, aber bei Unterdruck, ist durchaus neu gegenüber den bisherigen Regenerierungsverfahren, bei denen die Luft mit erhöhtem Druck zugeführt wurde. Der entsehe.iden.de technische Fortschritt der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß man bei dem erfindungsgemäßen Verfahren mit einer gegenüber den bisherigen Verfahren kleineren Luftmenge auskommt, uni eine wirksame Regenerierung zu erzielen. Als Folge .davon entsteht auch eine kleinere Menge Luft-Schwefelwasserstoff-Gemisch, welches unter einer Verbrennungseinrichtung verbrannt werden müßte. Oder aber es ist möglich, in einer schon bestehenden Regenerieranlage wegen des verrin.gertenDruckes eine größere Menge angereicherter Waschlösung umzusetzen und infolgedessen auch eine .größere Gasmenge zu reinigen, ohne daß dabei das Volumen des anfallenden Luft-Schwefelwasserstoff-Gemisches nennenswert zunimmt.
  • Wenn die Leistung eines Regenerierturms um etwa 2o % der regenerierten Waschlösung erhöht werden soll, hat sich eine Herabsetzung des Druckes in der Regenerierzone auf etwa o,63 Atm. absolut als notwendig erwiesen. Es 'hat sich erwiesen, daß es nicht wirtschaftlich ist, eine bestehende Gasre.inigungsanlage mit einer Vakuum erzeugenden Einrichtung auszurüsten, wenn die Steigerung des Gasumsatzes nicht wenigstens 20% betragen soll. Andererseits ist auch bei neu zu errichtenden Gasreinigungsanlagen das neue Verfahren nur dann wirtschaftlich, wenn die notwendige Vakuumeinrichtung nickst die Benutzung einer um wenigstens 2o% kleiner dimensionierten Reinigungsanlage gestattet. Aus diesen Grenzen ergibt sich, daß der Unterdruck mindestens etwa o.63 Atm. absolut entsprechen muß.
  • Der Unterdruck für die Regenerierung der angereicherten Waschflüssigkeit wird mit Hilfe einer zweistufigen Kolbenvakuumpumpe io, i i erzeugt, die mittels einer Expansionsmaschine 12 und einer Dampfmaschine 13 betrieben wird. Die für die Regenerierung benötigte Luftmenge wird über einen Mengenregler 14 aus der geien Luft entnommen und durch die Leitung 15 einem Lufterhitzer 16 zugeführt, in dem die Luft durch mittelbaren Wärmeaustausch mit Abdampf, Heizgas od.dgl. aufgeheizt wird. Der `Värmeaustausclt kann auch mittels des zu reinigenden heißen Koksofengases geschehen, wobei sich gleichzeitig der Vorteil ergibt, daß die fühlbare @N@ärme des Koksofengases zur Erzeugung des Vakuums verwendet und das Koksofengas auf eine wirtschaftliche Weise gekühlt wird. Die Absenkung der Temperatur des zu reinigenden Koksofengases verbessert das Ausmaß der nun folgenden Entfernung des Schwefelwasserstoffs und verhindert auch, daß man aus dem gereinigten Gas eine unnötig große -.Nfenge Wasserdampf entfernen muß. Die erhitzte Luft gelangt durch die Leitung 17 in die Expansionsmaschine 12 und von da durch Leitung 8, den Regenerierturm 7 und, mit Schwefelwasserstoff vermischt, durch Leitung 18 in die erste Stufe io der Vakuumpumpe. Danach gelangt das Gasgemisch in den Zwischenkühler i9 und von da aus in die zweite Stufe i i der Vakuumpumpe. Bei 20 tritt schließlich das Gasgemisch aus und kann dann in einer geeigneten Vorrichtung verbrannt werden. Die Vakuumpumpe i i erzeugt den eigentlichen Unterdruck im Regenerierturm 7 und wird von der Dampfinasehine 13 angetrieben. Die Dampfmaschine erhält über Leitung 21 Dampf, dessen Zufluß jedoch von dem Drosselorgan 22 geregelt wird, wobei die Steuerung des Drosselorgans unmittelbar durch den Unterdruck im Regenerierturm erfolgt, der über die Leitung 23 auf das Drosselorgan 22 einwirken kann. Eine einstufige Vakuumpumpe i i würde an und für sich für die Aufrechterhaltung des Unterdrucks im Regenerierturm genügen. Jedoch ist eine leichtere Regelung des Luftstromes ohne zusätzliche Drosseleinrichtungen und ein nennenswerter Energiegewinn erzielbar, wenn die in der Luft steckende Energie in .der Expansionsmaschine 1z ausgenutzt und dazu verwendet wird, die erste Stufe io einer zweistufigen Vakuumpumpe zu betreiben. Der Lufterhitzer kann mitAbdampf aus der Dampfmaschine 13 oder einem sonstigen heißen Gas betrieben werden, um die eintretende Luft zu erwärmen und diese Wärmeenergie in der Expansionsmaschine 12 wieder nutzbar zu machen. Die Temperatur der dem Regenerierturm zugeführten Luft soll übliche Raumtemperatur sein und zwischen 20 und 30° liegen. Der gesamte Energiebedarf für die Erzeugung des Unterdrucks in der Regenerierzone 7 kann bei Verwendung einer einstufigen Vakuumpumpe und gleichzeitiger Verwendung der näher beschriebenen Expansionstnaschine um 5o % gesenkt werden.
  • Wenn der Regenerierturm bei Unterdruck betrieben wird, hat die Luft ein niedrigeres spezifisches Gewicht, was bedeutet, daß diese Luft mit größerer Geschwindigkeit durch die Regenerierzone geführt und so eine entsprechend größere Waschlösungsmenge regeneriert werden kann. Es hat sich ferner überraschenderweise gezeigt, daß unter dem Einfluß des verringerten Druckes die Füllkörper im Regenerierturm eine bessere Wirkung zeigen. Der Unterdruck im Regenerierturm bewirkt außerdem, daß die Umwandlung von AI-kalicarbonat in unbrauchbares Alkalithiosulfat verringert wird dank der Herabsetzung des Partialdruck: des Sauerstoffs der mit der Waschlösung in Beriihrung kommenden Luft. Diese Herabsetzung der Alkalibhiosulfatkonzentration verbessert die Abtrennung und Wiedergewinnung verhältnismäßig reiner Alkalithiocyanate aus der Waschlösung und erhöht dadurch die Wirtschaftlichkeit des Prozesses.
  • Wenn beispielsweise in einer bereits bestehenden, einen Wascher und eine Regenerierstufe umfassenden Gasreinigungsanlage die Reinigung der doppelten Gasmenge als bisher vorgenommen werden soll, so kann man die für die Verdoppelung der Absorptionskapazität notwendigen Maßnahmen leicht treffen, vorausgesetzt, daß der Schwefelwasserstoffgehalt und die übrigen Bedingungen des Gases gleichbleiben. Das gegenüber vorher verdoppelte Gasvolumen kann nunmehr regeneriert werden, indem man lediglich nach entsprechender Verteilung des Regenerierturms den Druck auf 0,25 Atm. absolut einstellt. Wegen des unerwartet höhen Effektes der Turmfüllung hat sich ein Druck von 0,33 Atm. absolut auch schon als für die Regenerierung des benötigten Waschlösungsvolumens ausreichend erwiesen. Der Verlust an Natriumcarbonat infolge Umwandlung in Natriumthiosulfat steht in einem bestimmten Verhältnis zur Druckerniedrigung, und zwar ist der Verlust bei normalem Druck etwa dreimal so groß wie der Verlust bei 0,33 Attti. absolut. Der Hauptvorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht jedoch darin, daß die Menge des anfallenden Gasgemisches, aus Schwefelwasserstoff und Luft bestehend, im wesentlichen dieselbe ist wie vorher und also auch unter denselben Energieverbrauchern wie vorher, Koksöfen, Generatoren, verbrannt werden kann. Man kann also bei einer bereits bestechenden Gasreinigungsanlage ohne gleichzeitige Vergrößerung der Gasverbrennungseinrichtungen die bisher vorhandene Gasreinigungskapazität steigern, um etwa ein größeres Gasvolumen oder, bei gleichem Gasvolumen, ein solches mit erhöhtem Schwefelwasserstoffgehalt reinigen oder auch ein bereits gereinigtes Gas von den letzten Spuren von Schwefelwasserstoff befreien zu können. Der jeweils günstigste Unterdruck muß empirisch bestimmt und den Arbeitsbedingungen angepaßt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Regenerierung von zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus solchen enthaltenden Gasen, insbesondere aus Brenngasen, wie z. B. Koksofengas, verwendeten alkalischen Waschlösungen unter Zufuhr von Luft, dadurch gekennzeichnet, daß die Regenerierung bei einem gegenüber Atmosphärendruck stark verringerten Druck (Unterdruck) und im wesentlichen nomalerTemperatur vorgenommen wird. a. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterdruck so eingestellt wird, daß während des Reagenerierungsvorganges nur ein Minimum an Alkalicarbonat in Alkalithiosulfat umgewandelt wird. 3. Verfahren gemäß Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterdruck so gewählt wird, daß bei gegenüber der Regenerierung bei normalem Druck unveränderter Menge von abgetriebenem Luft-Schwefelwasserstoff-Gemisch eine um mindestens 20 °/o größereMenge angereicherter Waschlösung regeneriert wird. 4. Verfahren gemäß Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Regeneriereinrichtung ein Vakuum von mehr als 6,3 m Wassersäule aufrechterhalten wird. 5. Verfahren gemäß Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Regenerierung verwendete Luft in Wärmeaustausch mit dem Abdampf einer die Vakuumpumpe treibenden Dampfmaschine gebracht wird, wonach die vorgewärmte Luft in einer Expansionsmaschine entspannt und abgekühlt und mit einer Temperatur zwischen 2o und 30° der Regenerierzone zugeführt wird. 6. Verfahren gemäß Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Regenerierung verwendete Luft durch das zu reinigende heiße Koksofengas vorgewärmt wird.
DEK6671A 1946-02-07 1950-09-27 Verfahren zur Regenerierung der aus einem Schwefelwasserstoff-Reinigungsprozess stammenden alkalischen Waschloesung Expired DE855752C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US646036A US2490799A (en) 1946-02-07 1946-02-07 Gas purification process

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE855752C true DE855752C (de) 1952-11-17

Family

ID=24591473

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK6671A Expired DE855752C (de) 1946-02-07 1950-09-27 Verfahren zur Regenerierung der aus einem Schwefelwasserstoff-Reinigungsprozess stammenden alkalischen Waschloesung

Country Status (2)

Country Link
US (1) US2490799A (de)
DE (1) DE855752C (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3079238A (en) * 1961-02-27 1963-02-26 Stearns Roger Mfg Company Gas purification system

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1961255A (en) * 1930-07-19 1934-06-05 Koppers Co Delaware Gas purification

Also Published As

Publication number Publication date
US2490799A (en) 1949-12-13

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0211335B1 (de) Kombiniertes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk
DE69609922T2 (de) Verfahren zur Trocknung von Gasen mittels Glycol mit anschliessender Raffinierung von gasförmigen Abflüssen
EP0413199B1 (de) Verfahren zur Minderung des Kohlendioxidgehalts des Abgases eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks und danach arbeitendes Kraftwerk
DE2920425A1 (de) Integrierte kohlevergasungs-energieerzeugungsanlage und verfahren zum betreiben einer solchen anlage
DE10330859A1 (de) Verfahren zum Betrieb von emissionsfreien Gasturbinenkraftwerken
DE1935712A1 (de) Verfahren zur Abtrennung von CO2 und/oder H2S aus Gasgemischen
DE2257023C3 (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxyd und andere Schwefelverbindungen enthaltenden Restgasen
DE4327320C2 (de) Einrichtung zur thermischen Entsorgung von Abfall
DE2127768C3 (de) Verfahren zur Entschwefelung von Gasen
DE855752C (de) Verfahren zur Regenerierung der aus einem Schwefelwasserstoff-Reinigungsprozess stammenden alkalischen Waschloesung
DE2320654A1 (de) Verfahren zur entfernung von kohlendioxid und/oder schwefelwasserstoff und anderen sauer reagierenden gasen aus gasgemischen unter regeneration der absorptionsloesungen durch behandeln mit verbrennungsgasen
EP0356554A1 (de) Verfahren zum Vergassen von Kohle und Weiterbehandeln des Produktgases
DE4107109C1 (en) Environmentally friendly purificn. of crude gas - by cooling to contain condensate, sepg. condensate and evaporating to obtain saline soln. which is combusted and condensate stream which is added to pure gas
DE2717140A1 (de) Verfahren zur entfernung von schwefeldioxid aus gasstroemen
DE2555096C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefel
DE3603985A1 (de) Schwadenarme kokskuehlung
DE579524C (de) Verfahren und Einrichtung zum Eindampfen von Zellstoffablauge
DE2506971C2 (de) Verfahren zur Konzentrierung hochviskoser Zellstoffablaugen
DE2442178A1 (de) Verfahren zur behandlung von abgas aus einem brennofen
DE1212052B (de) Verfahren zur Verbrennung des in Koksofengasen enthaltenen Ammoniaks unter gleichzeitiger Verbrennung des Schwefelwasserstoffs
DE464006C (de) Verfahren zur Behandlung von ammoniakhaltigem Gas
DE3028448C2 (de) Verfahren zum Kühlen von heißem Koks
DE2357198C3 (de) Verfahren zur Verbrennung eines flüssigen aschereichen Brennstoffs mit hohem Schwefelgehalt in einer Energieerzeugungsanlage
DE108336C (de)
DE856287C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkohol aus anfallender Sulfitablauge der Zellstoffindustrie