DE85535C - - Google Patents

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DE85535C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D13/00Special arrangements or devices in connection with roof coverings; Protection against birds; Roof drainage ; Sky-lights
    • E04D13/03Sky-lights; Domes; Ventilating sky-lights
    • E04D13/033Sky-lights; Domes; Ventilating sky-lights provided with means for controlling the light-transmission or the heat-reflection, (e.g. shields, reflectors, cleaning devices)

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 37: Hochbauwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Dezember 1894 ab.
Ein günstiges Oberlight ist für Photographen und andere Künstler eine der ersten Bedingungen zur Herstellung eines wirkungsvollen plastischen Bildes. In allen photographischen und Kunstateliers findet man daher unter den Oberlichtfenstern Gardinen, die zur Regelung des Lichtes mehr oder weniger zur Seite geschoben oder aufgezogen werden können. Doch ist die dadurch erzielte Regelung noch ziemlich mangelhaft, da die Gardinenhalter am Glasdach befestigt sind, so dafs sich die Gardinen nur unmittelbar unter denOberlichtienstern verschieben, aber in der Höhenrichtung nicht verstellen lassen.
Diesen Einrichtungen gegenüber, betrifft die vorliegende Erfindung einen Gardinenrahmen, der im Atelier ganz frei auf und nieder bewegt werden kann, so dafs sich die in ihm angeordneten festen oder beweglichen Gardinen mehr oder weniger vom Oberlichtfenster entfernen und der aufzunehmenden Person oder Sache nach Belieben nähern lassen, um hierdurch die günstigste Beleuchtung in einfachster Weise zu erzielen.
Bei der auf der Zeichnung dargestellten Ausführung ist der Rahmen A, der die Gardinen trägt, aus vier Holzplatten zusammengesetzt und hat in horizontaler Richtung zweckmäfsig dieselben Abmessungen wie der Innenraum des Ateliers. Von einem Querbrett des Rahmens zum anderen sind Leinen oder Drähte c gespannt, auf welche an Ringen kurze Gardinenstücke d aufgereiht sind, die sich infolge dieser Anordnung leicht verschieben oder auf- und zuziehen lassen. Der Rahmen gleitet mit seinen an den Querbrettern befestigten Oesen b auf den in den vier Werkstattsecken angebrachten eisernen Stangen f, die bis etwa zur Mannshöhe vom Glasdach aus herabreichen und somit den Hub des Rahmens nach unten beschränken. Aufgehängt ist der Rahmen an vier Seiten g, die über die Deckenrollen h laufen, und von welchen je zwei an einem Querbrett des Rahmens angreifende Seile hinter bezw. unter den vorderen Rollen h1 durch Verknüpfen mit einander vereinigt sind. Zu diesem Zwecke sind, wie aus Fig. 1 ersichtlich , die. an den Fensterseiten befindlichen Rollen /ι1 als Doppelrollen ausgeführt, derart, dafs über die eine Rolle das vom hinteren Rahmenende kommende Seil führt, während über die zweite das vordere Seil läuft, das dann in einer dem Hube des Rahmens A entsprechenden Entfernung von der Rolle h1 bei i mit dem anderen Seil verknüpft ist. Die vereinigten Seile k führen an der Fensterseite bis zur Fenstermauer abwärts, wo sie über zwei Rollen / zu einer Winde B laufen und sich auf die Doppeltrommel m in entgegengesetzter Richtung aufwickeln. Durch Drehen an der Kurbel η und unter Vermittelung der Uebersetzung ο wird die Trommel in Umdrehung versetzt; die Seile k werden je nach Rechtsoder Linksdrehung gleichmäfsig auf- und abgewickelt, wodurch der Rahmen A mit den Gardinen in leichtester Weise entsprechend gehoben oder gesenkt wird.
Die Lagerung der Rollen h und /, die Gestalt, Art und Gröfse der Winde, die Form und Aufhängung der Gardinen in dem Rahmen, sowie die Art der Vereinigung der Trageseile und die Befestigung des Rahmens auf den
Gleitstangen f, das alles kann auch auf irgend eine andere geeignete Art ausgeführt sein.
Der grofse Vorzug der beschriebenen'Einrichtung liegt darin, dafs der Photograph in dem auf- und abbeweglichen Gardinenrahmen ein Mittel hat, Licht und Schatten so fein zu vertheilen, dafs er eine ganz besonders plastische Aufnahme erhält. Auch minder geübte Fachleute werden sich dieses Rahmens mit grofsem Vortheil leicht bedienen können. Aufserdem bietet die Anordnung den Vorzug, dafs man mit ihrer Hülfe die Gardinen für Ausbesserungen oder zur Reinigung durch Herablassen des Rahmens leicht zugänglich macht, während man bei den älteren Einrichtungen stets gezwungen ist, zur Ausführung dieser Arbeiten Leitern anzusetzen, was mit viel Mühe und mit steter Gefahr verknüpft ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Oberlichtregulirang für photographisdie und andere Ateliers, gekennzeichnet durch einen in der Höhenrichtung verstellbaren Rahmen (A), an welchem die Gardinen (d) in beliebiger Weise fest oder verschiebbar angeordnet sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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