DE85349C - - Google Patents

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DE85349C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R21/00Variable-resistance transducers
    • H04R21/02Microphones
    • H04R21/021Microphones with granular resistance material

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Electrostatic, Electromagnetic, Magneto- Strictive, And Variable-Resistance Transducers (AREA)

Description

am mu^rnXA
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Hauptzweck der vorliegenden Neuerungen ist:
1. der, dem Mikrophon eine sehr grofse Empfindlichkeit zu geben bei verhältnifsmäfsig grofsen Veränderungen des Widerstandes, um ohne Inductionsspule auf grofse Entfernungen zu sprechen, was gestattet, die Elemente bei den Abonnenten der Telephonleitungen wegzunehmen und sie auf der Centralstation eines Leitungsnetzes unterzubringen. Bei Stationen mit Vielfachtischen lassen sich die Elemente an die Schnüre anschliefsen; bei Leitungsnetzen mit Doppeldraht genügt eine Batterie für das ganze Netz. Die Schnüre werden in Nebenschlufs zu den Hauptleitungen der besagten Batterien geschaltet;
2. das Mikrophon so einzurichten, dafs es nach allen Seiten eingestellt werden kann. In zweiter Linie kann das den Hauptzweck erfüllende Mikrophon auch ah Stelle der bisherigen Mikrophone unter Beibehaltung des Elementes und der Inductionsspule angewendet werden; in diesem Falle bietet es dann Vortheile, insofern es zu einem beträchtlichen Theile die zum Verbrauch kommende elektrische Energie vermindert.
Das Mikrophon besteht aus einem elastischen Rohr mit biegsamer Wandfläche, dessen beiderseitige Oeffnungen durch leitende Scheibchen aus Kohle oder anderem geeigneten Stoff abgeschlossen sind.
Der so eingeschlossene Hohlraum ist mit Körnerchen aus Koks oder anderen halbleitenden Stoffen gefüllt.
Das so gebildete Mikrophon ist frei am einen Ende, während das andere Ende fest mit der schwingenden Platte durch Vermittelung eines zweiten hohlen, elastischen Rohres verbunden ist, das kleiner und kürzer ist als das erste. Die schwingende Platte des Mikrophons ist aus einer beliebigen Masse hergestellt, aus Carton, Blech, Ebonit u. s. w.
Das Mikrophon ist in einer runden, von einem Stiel getragenen Dose eingeschlossen; dieser letztere endet in eine metallene Kugel.
Der Stiel und die Kugel bestehen je aus zwei von einander isolirten Theilen. Jeder der Stiel theile steht in Verbindung mit einem Kugeltheile. Das ganze System ist auf einem Brett angeordnet, in welchem ein Hohlraum zur Aufnahme der Kugel vorgesehen ist. Eine Spiral - oder andere auf dem Boden des erwähnten Hohlraumes angeordnete Feder bewirkt das Andrücken der Kugel gegen eine metallische Scheibe.
Die Scheibe ist mit zwei Klemmen versehen, wovon die eine mit dem Leitungsdraht, die andere mit der Erde oder dem Rückleitungsdraht in Verbindung steht. Die Verbindungen sind derart, dafs der Leitungsdraht durch. Vermittelung des einen Theiles der Kugel mit einem der Mikrophonscheibchen in Verbindung steht, während der Rückleitungsdraht oder die Erde an die andere Scheibe angeschlossen ist durch Vermittelung des zweiten Theiles der Kugel. Beide Scheiben sind durch die Körnerchen in elektrischer Verbindung.
Diese Anordnung gestattet, dem Mikrophon eine drehende Bewegung oder eine geneigte Lage zu geben, ohne die Verbindungen zu unterbrechen.
Die Fig. ι stellt einen senkrechten Schnitt durch das vollständige Mikrophonsystem dar, Fig. 2 eine Draufsicht, Fig. 3 eine Ansicht von der Seite der schwingenden Platte mit dem eigentlichen Mikrophonkörper und seinem Anschlu'fs an die Platte; Fig. 4 zeigt die Anordnung letzterer von unten gesehen.
A ist das Montagebrett mit Hohlraum B\ auf dem Boden des letzteren befindet sich eine Spiralfeder R, welche die Kugel DEE gegen die runde Metallscheibe F andrückt. In der Dose G sind zwei Blattfedern iV1 iV2 gelagert, welche am oberen Rande in Ausschnitte sich so einlegen, dafs beim Aufschrauben des Deckels H, an welchen sich der Schallbecher C anschliefst, die metallenen leitenden Stromschlufsblä'ttchen der Schallplatte m gegen die Federn andrücken, wodurch die Verbindung des eigenthchen Mikrophonkörpers in der oben beschriebenen Weise mit dem übrigen System hergestellt wird. In der Mitte der Platte m ist das hohle Kautschukrohr L festgeklebt, an welch letzterem das eine Kohlenscheibchen P2 befestigt ist. Ueber das Scheibchen P2 ist ein elastisches, hautartiges Rohr / geschoben, das am entgegengesetzten Ende durch eine zweite Scheibe P1 geschlossen ist; der Hohlraum M ist mit kleinen Körnern aus Koks oder anderer schwach leitender Masse angefüllt. Die Feder N1 vermittelt, wie bereits erwähnt, die leitende Verbindung zwischen D1 und P2, und zwar durch den Draht f1, der einerseits an das Stromschlufsblättchen O der Platte m und andererseits an die Kohlenscheibe P2 gelöthet ist; das Gleiche ist für die leitende Verbindung von E durch E1N2/* und P1 der Fall.
Die Stromschlufsfeder N1 ist durch den Draht e an die Klemme b und die Stromschlufsfeder N2 durch den Leitungsdraht d an die Klemme α angeschlossen.
. Die Arbeitsweise der Einrichtung ist folgende :
ι. Ohne Inductionsspule mit Stromquelle auf der Centralstation.
Der Liniendraht / ist an die Klemme b geschaltet, der Strom geht durch 6RDD1N1Of1 und P2, er geht durch die Schicht von Körnerchen M, wobei er die Veränderungen des Widerstandes empfindet, welche ihm durch die Schwingungen von m mitgetheilt werden; beim Verlassen von M geht der Strom durch P1/2 N2 E1 E Fdund α zur Erde, oder wenn die Linie doppelt ist, kehrt er wieder zur Centralstation zurück.
Statt den Draht f1 mit P2 zu verbinden und f2 mit P1, kann auch f1 mit P2 verbunden werden.
2. ν Mit Inductionsspule und Stromquelle beim Theilnehmer.
Die Arbeitsweise ist dieselbe wie diejenige -bei anderen Mikrophonen; anstatt die Klemmen α und b mit dem Liniendraht und der Erde oder dem Rückleitungsdraht zu verbinden, dienen die Klemmen dazu, die Drahtenden des primären Stromzweiges einer Inductionsspule von geeignetem Widerstände und des Elementes anzuschliefsen.
Das oben beschriebene und in der Zeichnung dargestellte Mikrophon besitzt einen verhältnifsmäfsig hohen Widerstand; derselbe ist ungefähr 1000 Ohm für obiges Modell. Die Schwingungen der Platte verursachen eine Widerstandsveränderung von 5000 bis 6000 Ohm und damit eine Veränderung der Stromstärke in ungemein grofsen Verhältnissen. Die Vorrichtung ist von grofser Empfindlichkeit. Diese Empfindlichkeit rührt zum grofsen Theile von der Art der Aufhängungs- oder Befestigungsweise des eigenthchen Mikrophons her, welche durch ein als Regulator dienendes Rohr aus elastischem Stoffe bewerkstelligt wird, das zwischen der Schallplatte m und der leitenden Kohlenscheibe eingeschaltet ist; des Weiteren wird die Empfindlichkeit durch die hautartige Wandung des Körnerbehälters erzielt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Körnermikrophon, bei welchem die Beeinflussung des Widerstandes durch die Schallschwingungen durch das Zusammenspiel von zwei hautartigen schmiegsamen Rohren aus weichem Kautschuk oder ähnlicher Masse erfolgt, deren eines an beiden Enden durch leitende Scheibchen (P1 und P2,) aus Kohle oder ähnlicher Masse abgeschlossen und im Innern (M) mit Stückchen oder Körnern aus schwach leitender Masse, wie Koks, angefüllt ist, während die eine Scheibe (P2) vermittelst des zweiten kleineren Rohres (L) in der Mitte unter der schwingenden Platte (m) befestigt ist und die andere Scheibe (P1) ganz frei sich bewegt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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