DE85166C - - Google Patents

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DE85166C
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00—Milking machines or devices
    • A01J5/04—Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
    • A01J5/06—Teat-cups with one chamber

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45: Landwirtschaftliche Geräthe.
GEORG SIEMSGLÜSS in WALSRODE i. Hann. Saugbecher für Melkapparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1895 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Saugbecher für Melkapparate, bei welchen das Entleeren des Euters durch Luftleere bewirkt wird. Dieser Saugbecher ist hauptsächlich in der Hinsicht vervollkommnet worden, dafs derselbe ein allzuweites Hineingleiten des Euters ausschliefst, wie es besonders bei älteren Thieren mit erschlafftem Euter vorzukommen pflegt. Ein verlangsamtes Ausfliefsen der Milch oder gar ein unvollständiges Ausmelken ist die Folge von diesem Hineingleiten, weil dadurch die Milchkanäle verengt werden. Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dafs der eigentliche Becher mit einem ringförmigen, ebenfalls luftleer zu machenden Hohlraum umgeben wird, welcher den der Zitze zunächst gelegenen Theil des Euters gegen eine Verschiebung senkrecht zur Achse der Zitze schützt.
Auf beiliegender Zeichnung sind zwei Ausführungsformen eines solchen Saugbechers veranschaulicht, und zwar die erste derselben in
Fig. ι im Achsialschnitt, in Fig. 2 im Grundrifs,
die zweite Ausführungsform in den Fig. 3 und 4 in derselben Weise.
Fig. 5 ist ein theilweiser Achsialschnitt, eine sowohl bei der Ausführungsform Fig. 1 und 2, als auch bei derjenigen Fig. 3 und 4 in Anwendung zu bringende Abänderung zeigend.
Fig. ι und 2 gemäfs ist der eigentliche Saugbecher α cylindrisch gestaltet. Die Löcher b in der Nähe seiner Oberkante setzen ihn mit dem Hohlraum II eines Randes c in Verbindung, welcher in diesem Falle trichterförmig gestaltet ist und mit seinem verengten Theile an den eigentlichen Saugbecher α luftdicht sich anschliefst, indem er concentrisch zu demselben angeordnet ist. In der Nähe der Oberkante des Randes c ist zwischen den Saugbecher und diesen Rand ein Versteifungsring d mit Löchern e eingefügt. Auf diese Weise wird das an den eigentlichen Saugbecher α angeschlossene Saugrohr f in beiden Hohlräumen I und II gleichzeitig eine Luftverdünnung herstellen.
Die soeben beschriebene Anordnung setzt weniger schlaffe Euter voraus. Bei ganz alten Thieren empfiehlt sich die Benutzung der Ausführungsform Fig. 3 und 4. Bei derselben steht der vom Rande g eingeschlossene' Nebensaugraum II durch ein Rohr h dauernd mit dem Luftpumpensaugrohr i in Verbindung. Zwischen das letztere und den eigentlichen Saugbecher α ist ein Absperrorgan k, beispielsweise ein Hahn, eingefügt, zu dem Zwecke, die Luft im eigentlichen Saugbecher α erst zu verdünnen, nachdem der die Zitze umgebende Theil des Euters festgesaugt ist.
Während den Fig. 1 bis 4 gemäfs die gegen das Euter sich legenden Kanten des eigentlichen Saugbechers α und des Randes c bezw. g kurzweg umgebörtelt sind, können dieselben zum besseren Dichthalten auch mit einem luftgefüllten Kautschukringe / (Fig. 5) ausgerüstet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Saugbecher für Melkapparate, gekennzeichnet durch einen ringförmigen Raum II, welcher
    den oberen Rand des Bechers bildet und entweder mit dem Hauptsaugraum I durch Oeffnungen (b) in der Wand des letzteren verbunden ist (Fig. ι und 2), oder mit der Saugleitung i (Fig. 3 und 4) durch ein besonderes Rohr (h) in Verbindung steht, welches vor dem Absperrorgan k des Hauptsaugraumes I von der Saugleitung abzweigt, zum Zweck, den die Zitze umgebenden Theil des Euters durch Festsaugen des Nebenraumes II an einer Verschiebung senkrecht zur Achse der Zitze zu hindern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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